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Dortmunder U 2023 – Kollektive, Kooperation und Kollaboration

Das Dortmunder U stellte am 14.11.2022 im lockeren Rahmen das umfangreiche Jahresprogramm 2023 ihrer verschiedenen Abteilungen vor.

Interdisziplinäre Zusammenarbeit von Kunst, Kultur, und Wissenschaft (neue Technologien) steht im Mittelpunkt. Allgemein geht es um den Mehrwert von Kollektiven und Kollaboration als mögliches Zukunftsmodell.

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Emerging Artists – Ausstellung und praktische Hilfe

Die vierte Ausgabe der zweijährlich stattfindenden Veranstaltung „Emerging artists“ zeigt nicht nur Arbeiten von acht Künstlerinnen und Künstlern, sondern hat auch ein interessantes Rahmenprogramm mit Seminaren, die jungen Kunstschaffenden den Start ins Berufsleben vereinfachen sollen. Die Ausstellung läuft vom 27.11.21 bis zum 13.02.22 in der UZWEI im Dortmunder U.

Neben den Seminaren stehen natürlich die Künstlerinnen und Künstler im Mittelpunkt. Um diese auch gut zu präsentieren, wird für jede Ausgab von Emerging Artists ein neues grafisches und szenografisches Konzept von Studierenden entwickelt. Für die Szenografie waren Ins Meyer und Lara König zuständig. Jede Künstlerin oder Künstler hat in der UZWEI einen eigenen Raum, getrennt durch transparente Rasterfolie.

Künstlerinnen und Künstler, Organisatorinnen und Organisatoren und weitere Altive von EMERGING ARTISTS in der UZWEI. (Foto: © Monika Hanfland)
Künstlerinnen und Künstler, Organisatorinnen und Organisatoren und weitere Altive von EMERGING ARTISTS in der UZWEI. (Foto: © Monika Hanfland)

In den Arbeiten von Sophia Weber werden die Auswirkungen von Krieg und der Technologie kritisch hinterfragt. Beispielsweise eine Drohne, die einerseits als sinnvolles Spielzeug für Landschaftsfotografie benutzt werden, aber auch dazu, um Leute zu töten. In der anderen Arbeit, einem Buchprojekt, werden Bilder von Verletzungen für 1. Hilfe Schulungen als Symbol für Kriegsverletzungen benutzt.

Die Malerei von Lucia Danieleit ist auf das Wesentliche reduziert und spielt mit Kitsch und Geschmack, sodass eine Art Parallelwelt sichtbar wird. Die Darstellungen in ihren Arbeiten scheinen irgendwie nicht möglich zu sein, oder vielleicht aber doch. Das muss der Betrachtende entscheiden. Generell interessiere sie sich für Menschen, so die Künstlerin.

Die fotografische Serie „Asking For The Sun“ von Steven Natusch entstand während eines mehrmonatigen Aufenthalts in Portugal. Den Bildern zeigen eine gewisse Nostalgie, eine Schwermut, die für Portugal typisch ist und dort Saudade genannt wird. Seine Fotos wirken wie lyrische Gedichte und sind offen assoziativ.

Lisa Grätsch arbeitet mit dem iPad. In ihren Arbeiten verbindet sie die Themen Erinnerung und die Mutter-Tochter-Beziehung. Die Werke sind collagenhaft, zeigen das Dilemma der Authentiziät und Fiktion. Denn können wir uns wirklich auf unsere Erinnerungen verlassen oder werden sie korrumpiert?

Mit Blender erschafft Philipp Hermeling virtuelle Welten, in der ein kleines Baby im Mittelpunkt steht. Obwohl die grafische Darstellung sehr genau ist, bleibt es für den betrachtenden etwas distanziert. Der „cuteness“ des Babys scheint noch etwas zu fehlen, die Illusion scheint nicht ganz perfekt.

Die Arbeiten von David Mellin befinden sich an der Schwelle zwischen digitaler Malerei und traditioneller Tafelbildmalerei. Eingescannte Malspuren dienen als Vorlage zur weiteren Bearbeitung mit selbstgemachten Farben. Dieses Spiel mit den Sehgewohnheit wird besonders deutlich, wenn die Bilder einen spiegelnden Effekt besitzen wie bei einem Display und sogar die typischen Kratzer aufweisen.

Alesha Klein ist Bildhauerin, deren Arbeiten von der Natur inspiriert sind. Sei es das Material selbst wie Schiefer oder Stahl oder die Abformung in Stuckmarmor. In ihrem ausgestellten Werk ist eine dezente Soundcollage gearbeitet, die der Arbeit eine weitere Dimension verleiht.

Constantin Grolig interessiert sich für die Materialbeschaffenheit und die Möglichkeiten der Formgebung. Seine Bildmotive sind von einer nebulösen Atmosphäre durchdrungen, sie zeigen beispielsweise die künstliche Lichtarchitektur des Stadtraums bei menschlicher Abwesenheit.

Zu der Ausstellung sind Postkarten zu den Künstlern erschienen sowie ein Flyer zum Begleitprogramm. Das Begleitprogramm ist offen für alle Interessierten. Aber eine Anmeldung ist verpflichtend. Informationen dazu gibt es auf der Internetseite www.emerging-artists.com

Ausstellungsprojekte zu „Club, Kunst & Kultur“ in Dortmund

Der Hardware MedienKunstVerein (HMKV ) und die UZWEI im Dortmunder U haben unter dem Motto „Hello again, Dortmunder Clubkultur! We can‘t get you out of our heads“ ein gemeinsames Kooperationsprojekt mit lokalen Clubs, Akteur*innen sowie Medienkünstlerinnen und Künstler ins Leben gerufen. Vom Lockdown in der Pandemie-Zeit besonders hart betroffen, soll der Szene jetzt Solidarität und Aufmerksamkeit geschenkt werden.

Schwerpunkt liegt dabei auf den politischen Aspekt von Clubs als Orte des Widerstands, Emanzipation, Erinnerung, Einebnung von Klassengrenzen und Diversität.

Dabei übernimmt die Ausstellung „Hello again“ auf der UZWEI die lokalen Clubs, verschieden Akteur*innen aus Dortmund aus der Gegenwart und Vergangenheit vor und bietet Einblicke in unterschiedliche Aspekte von Clubkultur. In einer einladenden Club-Atmosphäre mit Bar und gemütlichen Sitzgelegenheiten können die Besucher*innen mit geliehenen oder mitgebrachtem Kopfhörern an verschiedenen Stationen interaktiv in das Clubleben von gestern bis heute eintauchen. Interviews mit verschiedenen Persönlichkeiten der Clubs (aus verschiedenen Bereichen) geben interessante Einblicke. Ausstellungsdauer: 25. Juni – 07.11.2021

Louis Henderson, Evidence of Things Unseen But Heard, HD-Video, 2018 (still), 20:00 Min.

Louis Henderson, Evidence of Things Unseen But Heard, HD-Video, 2018 (still), 20:00 Min.

Der HMKV geht mit der dezentralen Medienkunst-Ausstellung „Can‘t Get You Out of My Head“ in sieben Dortmunder Clubs und macht diese zum ersten mal seit langer Zeit wieder für die Öffentlichkeit zugänglich. Mit dabei: sind: Großmarktschänke, Langer August, Oma Doris, Rekorder, subrosa, Tresor West , Zum Schlips. Diese Orte sollen sollen als Kulturorte sichtbar und neu erfahrbar gemacht werden. Es ist eine Einladung an Interessierte, die gesellschaftliche Rolle von Clubkultur in Krisenzeiten neu zu lesen.

An den nächsten sechs Wochenenden können Besucher*innen in diesen Club verschieden lange Video-Installationen erleben wie etwa in der Großmarktschänke afrokolumbianische „Picó-Kultur“, die in der karibischen Küstenregionen Kolumbiens stark präsent ist. Selbstgebaute , eindrucksvoll bemalte Soundsysteme, bestehend aus Lautsprechern,Verstärkern und Turntables gehören zu dieser Kultur.

In die 1970 und frühen 1980iger Jahre führt Louis Hederson mit „Evidene of Things Unseen But Heard“ (HD Video, 20:00 Minuten). Es geht um die historische Bedeutung der aus dem karibischen Raum stammenden Soundsystem-Kultur für Schwarze Communities in Großbritannien (Bristol). Dieser Ausdruck afrokaribischer Identität wurde durch die neoliberale Regierung Thatcher unterdrückt. Es kam zu blutigen Auseinandersetzungen mit gewaltsamen polizeilichen Überfall ausgehend von den sogenannten .„St. Pauls Riots“.

Ans Ende des Universums mit „one day, the universe began to breathe“ führen Jana Kerima Stolzer / Lex Rütten die Besucher*innen. Eine Gruppe Raver bleibt als Einzige nach dem „Ende“ des Universums übrig. Die Loslösung von Raum und Zeit gelingt ihnen durch die Aufgabe von Schlaf, durch Konsum unterschiedlicher Substanzen, repetitivem Tanz und Körpernähe. (Tresor West).Zwei-Kanal Videoinstallation, 4K Video. 2021, 30:00 Min.

Genau Informationen über die Club-Event-Termine und anderen Veranstaltungen im Rahen der Ausstellungsprojekte erhalten Sie unter: https://hmkv.de/ausstellungen/ausstellungen-detail/cant-get-you-out-of-my-head.html

Medienfestival Dortmund am ersten Juliwochenende auf der UZWEI

Eigene Filme und Fotos präsentieren, Auszeichnungen einheimsen, diskutieren und in Workshops die Praxis verbessern. Für Film- und Fotointeressierte Jugendliche und junge Erwachsene wird die UZWEI vom 5. bis 7. Juli ein medialer Hotspot. Sie haben die Chance, mit Gleichgesinnten und Profis auf Augenhöhe ihre Arbeiten zu besprechen. Die zwei etablierten Formate „Drehmomente NRW“ und „Feedback“ führten die Veranstalter jetzt unter dem Label „Medienfestival Dortmund“ zusammen.

60 Filme wurden auf NRW-Ebene für den Wettbewerb „Drehmomente“ eingereicht, die Prämierung erfolgt am Samstagabend. Zum bundesweit ausgeschriebenen „Feedback“ schickten die jungen Nachwuchstalente 90 Einsendungen. Im Fotobereich gab es 163 Einsendungen von 22 einreichenden Gruppen und Personen zum Thema „Ja. Nein. Ich weiß nicht.“ Ausstellungseröffnung ist Samstagabend.

Der Samstag ist Feedback-Tag für die eingereichten Filme. Jugendliche und Studenten im Alter 15 bis 25 Jahre waren angesprochen Kurzfilme bis maximal fünf Minuten zu drehen. Der Berliner Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Philipp Eichholtz wird zu jedem Film, dessen Macher anwesend ist, nach der Vorführung im Gespräch eine konstruktive Kritik abgeben.
Das Foto-Feedback gibt die Düsseldorfer Profi-Fotografin Anne Wirtz nach einem gemeinsamen Fotofrühstück am Sonntagvormittag.
Beide Feedback-Veranstaltungen sind offen für interessierte Gäste, das Gespräch mit dem Publikum ist unbedingt erwünscht.
Freitagvormittag gibt es ein speziell auf Schulklassen zugeschnittenes Angebot.

Hoffen auf viele Anmeldungen für das "Medienfestival Dortmund" ( v.li. Henrike Becklas (Filmothek der Jugend NRW) , Lea Haubner (UZWEI), Mechthild Eickhoff (Leiterin der UZWEI) und  Vera Schöpfer (Leiterin Young Dogs). (Foto: © Anja Cord)
Hoffen auf viele Anmeldungen für das „Medienfestival Dortmund“ ( v.li. Henrike Becklas (Filmothek der Jugend NRW) , Lea Haubner (UZWEI), Mechthild Eickhoff (Leiterin der UZWEI) und Vera Schöpfer (Leiterin Young Dogs). (Foto: © Anja Cord)

Die Workshops beschäftigen sich mit spannenden Inhalten wie Virtual Reality Stichwort Kinectronaut, Holy-Fotoshooting (bunte Pigmentfarben werden eingesetzt), dem Bauen einer Scancam, einer Art digitale Lochkamera, und das Thema „Wie nutze ich Improvisation im Film“. Zu den verschiedenen Workshops müssen sich die Teilnehmer anmelden.

Ebenfalls kostenfrei zugänglich ist das Rahmenprogramm. Freitag und Samstag gibt es Ausstellungen, eine Stop-Motion Filmstation, die das Erstellen kurzer Trickfilmsequenzen möglich macht, Gaming, DIY_Print_Station mit Siebdruck und viel Musik. Samstagabend ab 21 Uhr startet die lange Kulturnacht.
Freitag Abend ist der preisgekrönte deutsche Spielfilm „Oray“ zu sehen. Die Besucher können mit Regisseur und Drehbuchautor Mehmet Akif Büyükatalay ins Gespräch kommen, Start um 19 Uhr im Kino im U.

Insgesamt werden 400 Jugendliche an den drei Festivaltagen erwartet.

Das Medienfestival Dortmund ist eine Veranstaltung der UZWEI_Kulturelle Bildung, YOUNG DOGS Junge Akademie für Dokumentarfilm und DrehMOMENTE NRW in Kooperation mit dem Kulturbüro der Stadt Dortmund, LAG Kunst und Medien NRW e.V., mit dem KiU storylab der Fachhochschule Dortmund und dem Museum Ostwall im Dortmunder U.
Gefördert durch das Ministerium für Kultur und Wissenschaft NRW und das Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration NRW. Gesponsert von DEW21.
In den Workshops und im Schulprogramm am Freitag Vormittag sind noch Plätze frei. Anmeldungen und Informationen zu den Workshops unter www.medienfestival-dortmund.de

Kooperation zwischen UZWEI im Dortmunder U und hiesigen Realschulen

Wie weckt man bei Kindern und Jugendliche das Interesse für die bildende und darstellende Kunst und deren kreatives Potential? Das Kultur wesentlich für eine lebendige Stadtgesellschaft und Persönlichkeitsentwicklung ist, scheint in den Kommunen immer mehr anzukommen. So gibt es schon eine Kooperationsvereinbarungen mit Schulen und dem Theater Dortmund (wir berichteten).


Nun wurde am 14.11.2018 im Dortmunder U unter dem Motto „Über sich hinaus wachsen“ für drei Jahre eine Kooperation zwischen den hiesigen Realschulen und der UZWEI im Dortmunder U vereinbart.
Dr. Stefan Mühlhofer, der Leiter der Kulturbetriebe, überreichte den anwesenden Schulleiterinnen und Schulleitern der Dortmunder Realschulen die von den Beteiligten unterzeichneten Kooperationsverträge. Worum geht es genau?


Mit diesem Projekt haben Schülerinnen und Schüler der siebten bis neunten Klassen von den beteiligten Realschulen auf der UZWEI die Gelegenheit sowohl Film, Fotografie und mediale Künste mit Inhalten aus den Schul-Lehrplänen zu verknüpfen. Unterstützt werden sie dabei von freien Künstlerinnen und Künstler, die mit ihnen zu ihren wichtigen Themen arbeiten.

Dr. Stefan Mühlhofer (zweite Reihe mit roter Krawatte) vereinbarte mit den  anwesenden Schulleiterinnen und Schulleitern der Dortmunder Realschulen eine kulturelle Kooperation. (Foto: © Lea Haubner)
Dr. Stefan Mühlhofer (zweite Reihe mit roter Krawatte) vereinbarte mit den anwesenden Schulleiterinnen und Schulleitern der Dortmunder Realschulen eine kulturelle Kooperation. (Foto: © Lea Haubner)


Es gibt vier Treffen pro Schulklasse, wobei eine Theaterfachfrau und ein bildender Künstler der UZWEI ihr Thema aus kreativer und auch medialer Perspektive bearbeiten werden. Sie drehen zum Beispiel Filmclips, bauen Requisiten oder erfinden Spiele und Geschichten.


Gerade SchülerInnen aus eher Kultur fernen oder wirtschaftlichen schwierigen Familienverhältnissen sollen die Möglichkeit bekommen, sich kreativ zu entfalten und ihr künstlerisches Potenzial zu erforschen. Im besten Fall werden sie so für Kunst und Kultur begeistert und gewinnen zudem an Selbstbewusstsein.


Einmal im Jahr werden die Ergebnisse dann auf großer Leinwand im Kino im U präsentiert.

Camping-Feeling auf der UZWEI im Dortmunder U

Eine besondere Installation können die kleinen und großen Besucher auf der UZWEI (2. Etage) im Dortmunder U vom 23.11.2018 bis zum 07.04.2019 unter dem Motto „CAMPING“ erleben.

Während es draußen noch eher kalt ist, zaubern die beiden Szenografen Dirk Mempel und Jens Neubert auf rund 350 m² Raum eine Campingplatz-Landschaft als Reservat für Sehnsüchte.

CAMPING ist Teil des EU Projekts „smARTplaces“ des Dortmunder U.

Was wird geboten:

Auf einer geräumigen Fläche befinden sich unter anderem sieben kleinere Zelte und ein von einem Mann aus Gelsenkirchen gekauftes größeres Zelt aus den 1970erJahren (einer Hochzeit des Campings) mit einigen typischen Klappstühlen als Sitzgelegenheiten. Das große Zelt dient sozusagen als „Kino- und Foto-Raum“, der die spezielle Camping-Geschichteder früheren Besitzer lebendig und einige Erinnerungen in die Besucherinnen und Besucher wach werden lässt.

Interessant ist die Verbindung von analoger und virtueller Welt. Mit einem liebevollen Blick für Details wurden Accessoires aus der analogen Welt wie etwa eine bequeme Hängematte zum Wohlfühlen in die Landschaft integriert. Geschickt werden aber auch die Möglichkeiten der modernen digitalen virtuellen Welt einbezogen. So vermittelt ein virtuelles „Lagerfeuer“ nicht nur ein Gefühl von Wärme, sondern bietet auch den Anwesenden die Gelegenheit, sein Handy mittels eines speziellen QR-Codes zum Leuchten zu bringen und auf einer Ladestation zu laden.

An einem virtuellen Grill können zwei Personen nebeneinander ein „Grillduell“veranstalten.

Auf einer Holzwippe können zwei Menschen mit ihren Autos virtuell in den Urlaub fahren. Dabei müssen sie mit Gewichtsverlagerung geschickt dafür sorgen, anderen Autos oder Personen auf dem Bildschirm auszuweichen.

Spaß am Spielen macht auch eine Station, auf der man virtuell sein Auto mit den nötigen Dingen bepacken kann. Das erfordert Geschick und räumliches Vorstellungsvermögen.

Sogar Minigolf kann man spielen, auch wenn am Ende nur ein Abschlussloch zum Einlochen dient.

Bringen Camping-Feeling auf die UZWEI (v.l.n.r.) Jens Neubert und Dirk Mempel (Künstler) sowie Mechthild Eickhoff (UZWEI).
Bringen Camping-Feeling auf die UZWEI (v.l.n.r.) Jens Neubert und Dirk Mempel (Künstler) sowie Mechthild Eickhoff (UZWEI).

Die Besucher sind eingeladen, sich auf einer Leinwand unter vierzig verschiedenen Hintergründen von Wüste bis Mond ihren ganz persönlichen (virtuellen) Hintergrund auszuwählen oder in einem großen Sandkasten (virtuelle) Burgen und anderes zu bauen.

Für die richtige Stimmung sollen zudem aufwendige Lichtinstallationen mit LED-Lampen sorgen.

Der Stromverbrauch ist da sicherlich schon immens.

Es sollen Räume zum „Chillen“, Erfahrungsaustausch, Spiel und Spaß, Diskussionen, Vorlesungen und anderes geschaffen werden. Ein weiteres Ziel ist, Camping-Kultur lebendig werden lassen.

Der Besuch der UZWEI ist kostenlos zu den normalen Öffnungszeiten.

Am 07.12.2018 ist zum Beispiel ein besonderer „Lagerfeuer-Abend“ geplant, der bis gegen Mitternacht gehen sollen.

Angedacht sind eventuell auch Übernachtungsmöglichkeiten. Da gibt es aber viele rechtliche und Sicherheitsaspekte zu bedenken.

Übrigens: Wer Campingurlaubs-Fotos aus seiner Vergangenheit für die Installation anbieten möchte, hat bei Zustimmung aller (auf den Fotos zusehenden) Personen die Gelegenheit dazu.

Eröffnung:

Donnerstag, den 22.11.2018 um 19:00 Uhr

Öffnungszeiten; Di/Mi und Sa/So: 1-18 Uhr, Do/Fr: 11-20 Uhr

Erweiterte Öffnungszeiten und Lagerfeuer-Abende:

siehe Hinweise auf der UZWEI oder im Netz unter www.aufderuzwei.de

Adresse + Kontakt:

UZWEI im Dortmunder U

Leonie-Reygers-Terrasse, 44137 Dortmunder, Tel:0231/50 23843 und Email: U2@dortmund.de

Demokratisierung von Technik im Zentrum des „Innovative Citizen“ Festival

Zum fünften Mal findet vom 26. bis 28. Oktober 2018 auf der Ebene 2 des Dortmunder U, der UZWEI (Zentrum für kulturelle Bildung), zusammen mit dem Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik UMSICHT und der Folkwang Universität der Künste (Essen) das „Innovation Citizen“- Festival für demokratische Technik im Jahr 2018 statt. Erstmals ist als Festival-Ort die Werkhalle Union Gewerbehof an der Huckarder Straße mit an Bord.

Wie Judith Schanz von der Folkwang Universität erklärte, ist das Ziel des Festivals, die BürgerInnen zu einem affinen, aber auch kritischen Umgang mit den neuen Technologien und diese autonom und selbstbestimmt für sich nutzbar zu machen. Das Motto lautet „Selber machen, selbst denken“.

In Vorträgen, Gesprächen und mit 20 bis 30 Workshops werden Möglichkeiten und Chancen der modernen Technologie gezeigt, wie die Bürger sie gleichzeitig smart, aber auch für einen selbstbestimmten Lebensstil einsetzen zu können. Es geht darum, selbstbewusst seinen eigenen Weg zu gehen und Ideen zur Verwirklichung mit Unterstützung der LeiterInnen der Workshops zu entwickeln. Es spielt aber dabei eine wichtige Rolle, die vorhandenen Ressource sinnvoll und nachhaltig (im Interesse auch der Umwelt) zu nutzen.

Ricarda Schwede (links) vom Dortmunder U und Judith Schanz (Folkwang Universität) freuen sich auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Ricarda Schwede (links) vom Dortmunder U und Judith Schanz (Folkwang Universität) freuen sich auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

In den zahlreichen Workshops können die TeilnehmerInnen der zahlreichen Workshops ihr erworbenes Wissen in den Bereichen Digitale Fertigung, Food +Farming, Circular City und Textiles praktisch umsetzen. Angeboten werden etwa Workshops zur Zucht von Edelpilzen oder zum Fermentieren von Gemüse, zum Upcycling von Altkleidern und Schmuck oder 3D-Druck und CAD für Anfänger. Bei einem großen Workshop können zum Beispiel Kinder (8 bis 10 Jahre) bei der bildenden Künstlerin Susanne Henning eine Unsinn-Maschine bauen oder aus Werbebannern Taschen machen. Der Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt.

An Freitag, den 26.10.2018 wird das Festival mit einem Rahmenprogramm (Thema:Wie kann man die Welt retten) ab 19:00 Uhr im Kino (Dortmunder U) eröffnet und endet am 28.10.2018 mit einer Party in der Werkhalle Union Gewerbehof. Dort kann dann gefeiert und die geschaffenen Dinge gezeigt werden, die dann auch nach Hause mitgenommen werden können. Das zeigt einen weiteren Aspekt des Festivals. Die enorme Bedeutung von Gemeinschaft.

Innovative Citizen in Europa:

Im September 2018 fand bereits ein internationaler Ableger des Festivals im Rahmen des EU-Projekts smART places in Kooperation mit ETOPIA – Center for Art and Technology in Saragossa statt. Ziel ist, auch auf europäischer Ebene den Bürger als gesellschaftlichen Innovator in den Fokus zu rücken.

Für die die Workshops und Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich.

Die Tickets für die Workshops kosten 25 Euro (5 Euro die Party).

Infos und Anmeldungen bitte unter: http://innovative-citizen.de/

„Another Brick – Über Mauern“ – Eine spannende Aktionsfläche im Dortmunder U

Die Vorbereitungen für die großen Ausstellung „Pink Floyd – Their Mortal Remains“ (Eröffnung am 14. September 2018 auf der Ebene 6) im Dortmunder U sind im vollem Gange.

An das Thema „Mauern“ im weitesten Sinne dockt im Vorfeld die neue Ausstellung und Aktionsfläche auf der UZWEI mit dem Titel „Another Brick – Über Mauern“ an.

Wie kann man jungen Menschen, denen Pink Floyd und „The Wall“ (1979) eventuell kein Begriff mehr ist, dessen Bedeutung für die damalige Zeit aber besonders auch für heute zu übersetzen und einen Raum zu bieten? Die Stimmen von „Identitären Bewegungen“ und Politiken, welche nach Abschottung und neuen „Mauern“ in welcher Form auch immer rufen, werden ja immer lauter.

Die Notwendigkeit, mutig reale Mauern und Mauern in den Köpfen zu überwinden, und ihnen ohne Angst vor dem „Fremden und Unbekannten“ dahinter zu begegnen.

In der Zeit vom 13.07.2018 bis zum 04.11.2018 haben große und kleine Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, sich kreativ mit dem Thema auseinander zu setzten.

Sie erhalten die Möglichkeit, mit großen und kleinen Bausteinen zu bauen und die vorhandenen (Mauer) Wände frei zu gestalten. Sei es nun mit Wand-Gedanken aus Tape, Mauerblumen an einem Maschendrahtzaun oder mit gebastelten Flugobjekten, die wie Vögel alle Hindernisse und Mauern überwinden.

Zurück in die Kindheit mit riesigen Legosteinen auf der UZWEI.
Zurück in die Kindheit mit riesigen Legosteinen auf der UZWEI.

An sechs als Eimer gestaltete Aktionspunkten können zusätzlich ungewöhnliche Aufgaben gelöst werden. Bei den Aktionspunkten hängen dabei jeweils zwei Eimer nach dem „Flaschenzug-Prinzip“ aneinander. Auf der einen Seite hängt ein mit Sand beschwerter Eimer, der die Aufgabenkarten oder Materialien in einem anderen Eimer zunächst in der Luft hält. Durch das Lösen von einem haken kann der Eimer in der Luft nach unten befördert werden.

An der Ausstellung maßgeblich beteiligt sind die Szenografen Stefan Lüdemann und David Döhrer. Für die künstlerische Gestaltung der Aktionspunkte waren Dagmar Lippok, Sabine Held und Claudia Terlunen verantwortlich.

Der neunjährige Arthur Schöpfer gibt zudem vor allen den Erwachsenen Tipps und Hinweise zum konzeptionellem Umgang mit Legosteinen. Das „Kind im Erwachsenen“ wird sicher mit den großen Legosteinen wach gerufen.

Es gibt genug genug Gelegenheit, Mauerwänden und Stacheldraht einen anderen, nicht isolierenden Charakter zu geben. Spannend wird sein, zu sehen, wie mutig die Besucher dabei auch vorgegebene Begrenzungen überschreiten.

Ein kleiner Bereich ist mit einer Videoinstallation auch der deutschen „Mauer-Vergangenheit“ und dem Wunsch nach Überwindung der Grenzbefestigung gewidmet.

Der Eintritt ist frei – Mitgestalten ausdrücklich erwünscht!

Junges Medienfestival FEEDBACK geht in die dritte Runde

Auf der UZWEI im Dortmunder U findet vom 5. bis 8. Juli nun schon zum dritten Mal das junge Medienfestival FEEDBACK statt. Hier haben Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren die Möglichkeit, ihre eigenen Film-, Foto- und Multimedia-Arbeiten, ob Anfänger oder Fortgeschrittener, einem Publikum und vor allem Profis aus den verschiedenen Kunstsparten präsentieren.

Ziel des Festivals ist laut einer der Organisatoren, Vera Schöpfer (Young Dogs), den jungen kreativen Menschen eine Plattform für ihre Werke zu bieten und gleichzeitig ein konstruktives Feedback von etablierten Profis für ihre weitere Entwicklung zu bekommen.

Neben den zahlreichen Film-Screenings und Fotopräsentationen mit anschließenden Diskussionen zu den gezeigten Werken werden wieder zahlreiche kostenlose Workshops mit erstklassigen Dozentinnen und Dozenten angeboten.

Für den Workshop „Regie und Schauspielführung“ fliegt zum Beispiel Lynn Musiol, die Theatermacherin und Stipendiatin der Akademie der Künste Berlin extra von den Proben für die Salzburger Festspiele nach Dortmund.

Für den Workshop „Spiele-Entwicklung“ konnten die preisgekrönten Macherinnen und Macher von Kyklos Code aus Köln gewonnen werden.

Das Thema „Illustration“ behandelt der durch seine arbeiten bei der „Zeit“, der „taz“ oder dem Handelsblatt bekannten Illustrator Felix Gephart aus Berlin.

Die Fotografin Etta Gerdes veranstaltet ein Holi-Shooting, und das KiU der FH Dortmund lädt in die Welt der Virtual Reality ein.

Alle ab 15 bis 25 Jahren sind herzlich eingeladen sich für die Workshops unter www.feedback-medien.de anzumelden. Vorerfahrungen sind nicht nötig.

Ohne Anmeldung und Altersbegrenzung wird ein ein kostenloses Rahmenprogramm angeboten.

Die Eröffnung am 5. Juli 2018 um 19:00 Uhr beginnt nach der Begrüßung mit ausgewählten Kurzfilmen im Kino U und geht danach mit der Ausstellungseröffnung um 20:30 auf der Ebene 2 mit Tanz unter dem Motto „Get Together“ weiter.

Die Organisatorinnen freuen sich auf viele Teilnehmer: (v.l.n.r.) Vera Schöpfer (Young Dogs), Henrike Becklas (DrehMomente), Franka Schlupp (UZWEI / Jugendteam) und Nadine Seidel (UZWEI / Jugendteeam).
Die Organisatorinnen freuen sich auf viele Teilnehmer: (v.l.n.r.) Vera Schöpfer (Young Dogs), Henrike Becklas (DrehMomente), Franka Schlupp (UZWEI / Jugendteam) und Nadine Seidel (UZWEI / Jugendteam).

Am Freitagabend legt das Festival den Fokus auf die Nachwuchsregisseurin Gina Wenzel. Anschließende geht es in die lange FEEDBACK-Nacht mit Rocket-League-Turnier mit Live-Kommentar. Im Siebdruck-Studio „Fake 1 Fashion Label“ wird danach ausgiebig gedruckt.

Im Festival integriert ist der Wettbewerb „DrehMOMENTE NRW“. Hier werden am Freitag und Samstag verschieden Sachpreise in unterschiedlichen Altersstufen, von Kita-Kindern bis zu jungen erwachsenen verliehen. Für den Wettbewerb wurden mehr als 75 Kurzfilme zu verschiedensten Themen aus ganz NRW eingereicht. Eine Jury bestehend aus den unterschiedlichen Altersklassen war für die jeweilige Auswahl verantwortlich. Eingerahmt wird die Vergabe der Preise von einem lebendigen Aktionsprogramm und prominenter Moderation.

Henrike Becklas (DrehMOMENTE) verriet beim Pressegespräch, dass insgesamt 50 Filme zu sehen sein werden.

Nähere Informationen und genaue Zeitangaben für Ausstellungen, Filme und Workshops finden sie entweder im Flyer zum Festival im Dortmunder U oder eben unter www.feedback-medien.de .

Die Flyer werden auch in der Stadt verteilt.

Für die Workshops sollten sich junge interessierte Menschen möglich rechtzeitig anmelden, da die Plätze begrenzt sind.

Kohle weg ?! – Ausstellung um den Wert der Dinge

In diesem Jahr schließt die letzte Zeche im Pott. Was bleibt und was ist wertvoll? Die UZWEI (Zentrum für kulturelle Bildung) im Dortmunder U stellt die Frage nach dem Umgang mit Geld, mit Werten und dem wesentlichen Unbezahlbaren.

Kinder der 3. und 4. Klasse der Petri-, Oesterholz- und Fine-Frau-Grundschule, sowie die UZWEI Fotosterne haben sich im letzten Jahr diesem Thema in Kooperation mit bodo. e.V./Das Straßenmagazin und der Schuldnerberatung SKM (Caritas) angenommen.

Unter dem Titel „Kohle weg?! Von wertvoll bis unbezahlbar“ entstand eine Mischung aus Ausstellung, Installation und Aktion zum Umgang mit Geld und dem, was einem wichtig ist.

Den Kontakt zu den Schulen managte Projektmitarbeiterin Franka Schlupp.

Die beteiligten Kinder drei Schulen hatten fantasievolle Ideen, wie zum Beispiel ihre „Traumstadt Dortmund“ aussehen sollte. Mit Fotos und einem selbst gestalteten Mobile, stellten sie dar, wie es aussehen würde, wenn sie reich wären. Gemalte Kohlezeichnungen zeigen ihre unterschiedlichen Vorstellungen, was ihnen besonders wertvoll ist. Schwieriger war es für sie, das Gefühl künstlerisch in Bilder zu fassen, wenn jemandem etwas wertvolles weggenommen würde.

So sieht der Kaufladen aus, wo Besucher für 1 Uro symbolische Werte einkaufen können.
So sieht der Kaufladen aus, wo Besucher für 1 Uro symbolische Werte einkaufen können.

Spannende Aktionsideen, szenografisch gestaltet von Lena Wesholowski, Simone Wanzke und Alisha Weder, erwarten die Besucher der Ausstellung. So können sich mit ihrem Foto an einem „Gelddruckautomaten“ die Währungsscheine „je 1 Uro“ ausdrucken lassen und an einem liebevoll gestalteten „Kaufladen“ symbolisch Werte wie Familie, Zeit, Liebe und Natur, oder Süßigkeiten, Getränke, Haus, Auto erwerben. Was wird wohl am meisten „gekauft“? Auf dem Boden sind farbige Wegweiser und für den Sound (Kaufhaus) und Interviews mit Kindern zum Thema sorgt Max Walter.

Mit eine bodo-Aktion mit Einweg-Kameras, soll der „wertvollste Moment“ festgehalten werden.

Übrigens: Beim Kaufladen können Besucher auch einen Leinenbeutel mit den Symbolen für 1,- Euro erwerben. Der Erlös geht an bodo e.V./ Das Straßenmagazin.

Eine besondere Idee hatten junge Leute in Kooperation mit der Schuldenberatung SKM. Um auf die Armutsproblematik aufmerksam zu machen, entwickelten sie großformatige Fotografien (Einzel-oder auch Gruppenfoto) von sich mit dem Slogan „Keine Armut“ in den verschiedensten Sprachen.

Es gibt also genug Denkanstöße, um sich mit dem Thema auseinander zu setzen.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am Donnerstag, den 19.04.2018 um 18:00 Uhr im Dortmunder U auf der zweiten Etage. Die Ausstellung geht bis zum 01. Juli 2018.

Eintritt: frei!

Mehr Infos unter: http://aufderuzwei.de/