Requiem für Frida Kahlo

Am 20. September 2015 um 18 Uhr präsentiert das Roto Theater in der Gneisenaustraße 30 eine neue Premiere: „Frida Kahlo – ein Requiem für eine Malerin“. In dem literarischen Stück präsentiert Barbara Kleyboldt die mexikanische Malerin unter den Schwerpunkten „Liebe“ und „Tod“. Musikalisch begleitet wird sie dabei vom Saxophonisten Roger Hanschel. Regie führt Rüdiger Trappmann.

Frida Kahlo (1907-1954) ist mit Abstand die bekannteste Malerin Mexikos. Ihr Schicksal, ihre Liebesbeziehungen und natürlich ihre Kunst lieferte den Stoff für Filme, Opern und Theaterstücken. Ihre Bilder, die zwischen volkstümlichen Surrealismus, magischen Realismus und Neue Sachlichkeit einzuordnen sind, zeigen Kahlos Sichtweise auf das Leben in farbenfrohen Gemälden.

So bunt wie ihre Bilder war ihr Leben oft nicht. Kahlo litt zeitlebens unter starken Schmerzen, sie erkrankte mit sechs Jahren an Kinderlähmung und hatte in jungen Jahren einen schweren Busunfall, worauf rund 40 Operationen folgten. Ihre lange Leidenszeit überlebte sie durch das Malen.

Sie war (zweimal) mit dem mexikanischen Maler Diego Rivera verheiratet, der sie mit anderen Frauen betrog. Aber auch Frida war kein Kind von Traurigkeit, einer ihrer berühmtesten geliebten war der Revolutionär Trotzki, der vor Stalins Rache nach Mexiko geflohen war.

Frida Kahlo war durch ihre Krankengeschichte zeitlebens mit dem Tod verbunden. Besonders faszinierte sie anscheinend der mexikanische Feiertag „Día de los Muertos“ (Tag der Toten) am 02. November. An dem Tag wird auf dem Friedhof ein Feiertag zelebriert, dabei wird auch die Leibspeise der Verstorbenen zubereitet. Kahlo hatte in ihrem Tagebuch eine Kochrezepte für diese Opferspeisen gesammelt.

Wer einen kunsthistorischen oder mexikanisch-folkloristischen Abend mit Mariachi und Sombrero erwartet, wird enttäuscht sein, denn die Musik, die Hanschel spielt, ist eher moderne, symphonische Jazz-Musik. Das Sopran-Saxophon unterstützt die Texte, die Kleyboldt liest, tritt aber auch ab und an in Dialog.

Die Basis der Texte stammt aus dem Roman „Das geheime Buch der Frieda Kahlo“ des mexikanischen Autors Francisco Haghenbeck.

Die Premiere am 20. September 2015 ist bereits ausverkauft, für die Vorstellungen am 23. Oktober (19.30 Uhr) und am 13. Dezember (18 Uhr) gibt es noch Restkarten.

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