Jazz mit starken Stimmen

Die Jazzpianistin Julia Hülsmann zeigte beim Konzert am 20. Mai 2016 im domicil vor allem, dass sie eine Teamplayerin ist. Sie stellt ihr Können nicht ständig in den Vordergrund, sondern gibt ihren Mitmusikerinnen und vor allem dem Gesang einen breiten Raum zur Entfaltung. So wurde das Konzert im Rahmen von klangvokal zu einer gelungenen Melange zwischen Jazz und Pop.

Ursprünglich war geplant, dass der „Hülsmann Achter“ nur aus Frauen bestehen sollte. Doch Jelena Kuljic war erkrankt und so sprang der Jazzsänger Michael Schiefe ein, der das Oktett wunderbar ergänzte. Für den besonderen Klang sorgten Gerdur Gunnarsdottir an der Violine und Susanne Paul am Cello. Daneben spielten Eva Kruse am Bass und Eva Klesse am Schlagzeug. Neben Schiefe sangen Live Maria Roggen und Aline Frazão.

Gespielt wurden Lieblingsstücke von Hülsmann ssowie Eigenkompositionen der Sängerinnen. Jazz-Interpretationen von Radiohead („All I Need“), Alanis Morissette („Your Congratulations“) oder Archive („Hatchett“) gehörten zu den Höhepunkten des Konzertes.

Da jeder der Sänger aus einer anderen Kultur entstammte, brachte auch jeder eine eigene Klangfarbe in das Konzert. Frazão, die aus Angola stammt, sang einige Lieder auf Portugiesisch („Tranto, Lady Multimelancholica“), während die Norwegerin Roggen eher aus der Folktradition kam.

Das Konzert war Jazz auf sehr hohen Niveau mit sehr guten Musikerinnen und drei tollen Stimmen am Mikrophon.

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