Das 6. Philharmonisches Konzert zeigt „helden_mut“

Mit gleich zwei Solisten wartet das 6. Philharmonische Konzert der Dortmunder Philharmoniker. Stefan Jackiw wird das Violinkonzert von Mendelssohn Bartholdy spielen, Carolina Eyck wird sich mit einem selten im Konzertsaal gehörten Theremin präsentieren. Sie spielt das 2006 entstandene Werk „Ikarus“.

Nach der Pause erwartet das Publikum Schostakowitschs 10. Sinfonie e-Moll. Viele meinen in dieser Sinfonie auch die Fratze Stalins zu erkennen. Doch wie viel davon tatsächlich in der Musik steckt, das lässt der Komponist selbst offen.

Ars tremonia sprach mit der Theremin-Spielerin Carolina Eyck:

Ars tremonia: Wie wird das Theremin gespielt?

Eyck: Es gibt zwei Antennen, die an einen Holzkasten angeschlossen sind, die elektromagnetische Felder aussenden. In dem Kasten steckt viel Elektronik. Man bewegt die Hände und Arme in der Luft. Mit der geraden Antenne stellt man die Tonhöhe ein, wenn man näher herangeht, wird der Ton höher.

Ars tremonia: Wie sind Sie auf dieses Instrument gekommen?

Eyck: Ich habe mit sieben Jahren angefangen zu spielen. Es stand irgendwann mal auf dem Wohnzimmertisch, weil mein Vater hat schon elektronische Musik gemacht. Er hat von dem Instrument gehört und es gekauft.

Ars tremonia: Was gibt es in der klassischen Musik für Kompositionen für das Theremin?

Eyck: Es wird immer mehr. Die größten Werke, die es zur Zeit gibt, sind zwei Sonaten vom Komponisten Christopher Tarnow. Es gab vorher noch keine Sonaten für das Theremin. Dann noch Kalevi Aho, der ein Thereminkonzert geschrieben hat, oder Fazıl Say mit seinen Sinfonien „Mesopotamia“ und „Universe“.

Ars tremonia: Wie reagieren die Mitmusiker auf das ungewöhnliche Instrument?

Eyck: Ich glaube, sie haben sich schon umgedreht. Sie möchten natürlich auch wissen, wie es aussieht, was sie da hören.

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