Archiv der Kategorie: Bildende Kunst

Malerei mit Lücken

Die Bilder von Ingo Schulze-Schnabl brauchen einen Lückenfüller.
Die Bilder von Ingo Schultze-Schnabl brauchen einen Lückenfüller.

Die Galerie Dieter Fischer im Depot Dortmund zeigt bis zum 23. Februar 2014 Werke des Künstlers Ingo Schultze-Schnabl unter dem Titel „ZusammenDenken“. Das Besondere bei Schultze-Schnabls Werken ist, das sie aus mehreren Teilen bestehen.

 

Schaut man sich die Acrylbilder von Schultze-Schnabl auf den ersten Blick an, denkt man vielleicht: Der Künstler hat ein Bild zerschnitten und als eine Art Triptychon aufgehängt mit etwas Abstand zueinander. Doch betrachtet man die Einzelbilder etwas länger, stellt man fest, so einfach ist die Sache nicht. Denn die Teile passen irgendwie nicht zusammen. Etwas fehlt. Der Betrachter muss also die Lücke selbstständig füllen.

 

Der Künstler spielt ein wenig mit den Phänomenen der optischen Täuschung. Unser Gehirn versucht die Zwischenräume, die Lücken, zu füllen und fragt sich: Was passiert in den Zwischenräumen? So betrachtet jeder eigentlich das gleiche Bild, das Gehirn füllt aber die Lücken individuell aus. So bildet Sehen, Finden, Formen die Art des Betrachtens.

 

Die Galerie Dieter Fischer öffnet donnerstags von 16 bis 20 Uhr und nach Vereinbarung mit dem Kurator Hartmut Glöger. Auch am Nachtflohmarkt am 15. Februar ist die Galerie von 17 bis 24 Uhr geöffnet. Die Finissage findet am 23. Februar von 15 bis 18 Uhr statt.

 

Mehr Informationen: www.galerie-dieter-fischer.de

Ingo Schultee-Schnabl, #716, o.T. (Konstruktion über Formen II., 3-tlg. je 120 x 40) Acryl/Leinwand, 2012
Ingo Schultze-Schnabl, #716, o.T. (Konstruktion über Formen II., 3-tlg. je 120 x 40) Acryl/Leinwand, 2012
Ingo Schultze-Schnabl, #31 Zeitfenster (6-tlg, je 20x20), Acryl/Papier auf Holz, 2003
Ingo Schultze-Schnabl, #31 Zeitfenster (6-tlg, je 20×20), Acryl/Papier auf Holz, 2003

 

Kieler Monat im Künstlerhaus

Ute Diez, "Deine Gedanken gehören der Gemeinschaft", 2013, Lichtinstallation und Schriftzeichnung auf Wand.
Ute Diez, „Deine Gedanken gehören der Gemeinschaft“, 2013, Lichtinstallation und Schriftzeichnung auf Wand.

Fast einen Monat lang, vom 24. Januar bis zum 23. Februar 2014 zeigt das Künstlerhaus die Ausstellung „Im Kielwasser“. In einer Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Haus 8 e.V. in Kiel präsentieren 13 Künstler aus dem hohen Norden ihre Arbeiten in Dortmund. Danach werden Dortmunder Künstler in Kiel zu sehen sein. Ein kleiner Ausschnitt aus der Ausstellung.

 

Gleich zu Beginn der Ausstellung trifft der Besucher auf die Lichtinstallation „Deine Gedanken gehören der Gemeinschaft“. Aus der Ferne scheint es sich um eine Zeichnung zu handeln, geht man jedoch genauer hin wird ein Text erkennbar. Aus den kalligrafischen Zeichen ist einerseits eine Waschkaue oder einen Umkleidekabine samt künstlicher Heizung erkennbar, die Textgrundlage bildet Aristoteles‘ Gedanken über die Freundschaft.

 

Einige Künstler aus Kiel haben auch – naheliegenderweise – Werke mitgebracht, die maritime Themen zeigen. Wie beispielsweise die Installation „Gezeiten“ von Zuzana Hlinakova, deren geschnittene Findlinge wie bei Flut gerade mal eben sichtbar sind.

 

Ein riesiges Fernrohr hat Anka Landtau mitgebracht. Ihre Arbeit „Ein kleiner Matrose“ lädt den Besucher ein, durch das Fernrohr zu schauen, das ein wichtiges Instrument für die Seeleute ist. Gefährliche Klippen, andere Boote und natürlich das Ufer sind wichtige Marken im Leben eines Seemanns.

 

Nicht mit Kiel, aber mit Island beschäftigen sich die Tuschearbeiten von Elke Schweigart. Hier stehen die Landschaftsformen im Mittelpunkt, die stark abstrahiert sind und skizenhaften Charakter haben.

 

Tamer Serbay zeigt im Keller unter dem Titel „Moin, moin! Weg damit“ fluoreszierende „Brennelemente“. Künstlerisch wird so die Frage gestellt: Wohin mit dem Atommüll, der Jahrtausende weiterstrahlt.

Im Keller des Künstlerhauses ist eine Arbeit zu sehen, die beim Betrachter leichtes Frösteln hervorrufen könnte. Birgit Saupes „Laboratorium“ setzt sich mit einem Experiment auseinander, das 1940 in der Sowjetunion durchgeführt wurde. Die Blutzirkulation sowie die Herz- und Lungenfunktion eines verstorbenen Hundes sollte durch eine Maschine weiter aktiviert bleiben.

 

Eine „Tränenmelkmaschine“ konstruierte Anke Müffelmann. Ihrer Installation ging ein Traum voraus, in dem sie träumte, dass Frauen ihre Tränen „gemolken“ werden, um sie als Arznei für Männer zu benutzen. Sie beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit der gesellschaftlichen Realität von tief sitzenden Rollenklischees.

 

Das immer drängender Problem der Umweltverschmutzung in Asien zeigt Kerstin Mempel. In ihrer Zeichnung „steam asian 1“ fahren zwei Asiaten auf einem Motorrad mit einem riesigen schwarzen Schornstein durch die Gegend.

Stille im Bild gefangen

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt Fotografien von Walter Sack (hier im BIld).
Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt Fotografien von Walter Sack (hier im BIld).

Die Ausstellung „Gesehene Stille“ von Walter Sack zeigt im Museum für Kunst und Kulturgeschichte bis zum 30. März zwanzig großformatige Landschaftsfotografien des Künstlers. Die Eröffnung findet am 25. Januar 2014 um 19 Uhr statt.

 

Die Stille in den Fotografien von Walter Sack ist beinahe sichtbar. Seine Landschaftsbilder strahlen eine fast schon majestätische Ruhe aus. Farblich reduziert, wirken sie wie monochrome Gemälde, in denen eine oder maximal zwei Farben dominieren. Heraus kamen Fotografien, die nicht eine Landschaft in den Mittelpunkt stellen, sondern das Gefühl der Stille vermitteln. Von der Kamera bis zur Bildbearbeitung benutzt Sack analoges Material.

 

Für seine Fotografien nahm Sack große Mühen auf sich. Seine Fotoausrüstung mit Großbildkamera, Objektiven und Stativ wog um die 45 Kilogramm. Diese Equipment schleppte der Künstler durch die Wüste, zu Gletschern oder ins Watt. Um dann, Stunden oder manchmal Tage auf den richtigen Moment zu warten, auf das richtige Licht, das richtige Leuchten der Farben oder das verschwinden des Horizonts. „Als ich in den 70ern ‚The dark side of the moon‘ von Pink Floyd hörte, hatte ich das Bild eines von Licht durchfluteten Gletscher im Kopf“, erzählte Sack. „Dafür bin ich 14 Tage mit einem Kamera einen Berg hoch marschiert.“

 

Walter Sack wurde 1939 in Köln geboren und lebt heute in der Nähe von Hagen. Sack lehrte an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie in München und von 1897-2005 als Professor für Fotografie an der Fachhochschule Dortmund.

 

Öffnungszeiten des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, Dortmund: Di, Mi, Fr, So: 10 bis 17 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr, Sa 12 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Eintritt frei unter 18 Jahren.

Erster MO Kunstpreis geht an Geoffrey Hendricks

Das ausgezeichnete Werke von Geoffrey Hendricks „A ladder for Al to climb into the night“,1995
Das ausgezeichnete Werke von Geoffrey Hendricks „A ladder for Al to climb into the night“,1995

Der New Yorker Fluxus-Künstler Geoffrey Hendricks erhält am 06. März den MO Kunstpreis „Follow me Dada und Fluxus“. Aus einem Kreis von 14 Künstlerinnen und Künstler wählte die Jury Hendricks für sein Werk „A ladder for Al to climb into the night“ aus dem Jahre 1995, das aus 10 Aquarellen von nächtlichen Himmelsansichten besteht, die sich zwischen den Sprossen einer Holzleiter befindet. Der Kunstpreis soll jährlich vergeben werden und ist mit 10.000 € dotiert.

Hendricks ist in den 50er Jahren mit Fluxus in Berührung gekommen, hat sich aber seinen eigenen Weg gesucht. „Sein Schlüsselthema ist ’sky“‘, erklärte Museumsdirektor Kurt Wettengl. „Dabei steht ’sky‘ im Gegensatz zu ‚heaven‘.“ Ähnlich wie John Lennon in „Imagine“ singt: „Imagine there’s no heaven, above us only sky.“ Im Deutschen ist diese Trennung zwischen dem Himmel im meteorologischen und mystischen Sinne nicht gegeben.

Andere Begriffe, die in Hendricks Schaffen auftauchen sind: Queerness, Fluxus und Nature. Der offene Himmel gilt ihm als Sinnbild für Freiheit.

 

Der Festakt zur Preisübergabe an Geoffrey Hendricks findet am 06. März 2014 im Museum Ostwall statt. Der Preis wir durch den Schirmherren, Kulturdezernent Jörg Stüdemann und dem Laudator Bazon Brock übergeben.Der Künstler wird bei der Preisübergabe zugegen sein.

Ab dem 08. Mai 2014 wird „A ladder for Al to climb into the night“ zusammen mit anderen Werken des Künstlers als 10. Ausstellung der Reihe „MO Schaufenster“ im Museum Ostwall zu sehen sein.

Zeichnungen von Herrn Beckmann im Museum Ostwall

Matthias Beckmann zeichnete Innen -und Außenansichten des Dortmunder U.
Matthias Beckmann zeichnete Innen -und Außenansichten des Dortmunder U.

Das Museum Ostwall zeigt vom 17. Januar bis zum 27. April die Ausstellung „Matthias Beckmann – Herr Beckmann zeichnet“ im Schaufenster auf der 4. Etage. Im Herbst 2013 fertigte Beckmann knapp 100 Bleistiftzeichnungen an, die die Entwicklungen im und um das Dortmunder U deutlich machen. Zeichnungen von Herrn Beckmann im Museum Ostwall weiterlesen

Einblicke zeigt Ankäufe des Jahres 2013

Zu sehen im Torhaus Rombergpark vom 12. Januar bis 02. Februar 2014: Dorothe Kröger, Feuerball, 2012.
Zu sehen im Torhaus Rombergpark vom 12. Januar bis 02. Februar 2014: Dorothe Kröger, Feuerball, 2012.

Das Kulturbüro Dortmund kauft seit fast 60 Jahren Werke heimischer Künstlerinnen und Künstler an. Eine große Auswahl der Einkäufe von 2013 zeigt die städtische Galerie im Torhaus Rombergpark vom 12. Januar bis zum 02. Februar 2014 unter dem Titel „Einblicke“. Einblicke zeigt Ankäufe des Jahres 2013 weiterlesen

Artothek zeigt Afropressionismus

Die Künstlerin Hadijah Nassanga zeigt Bilder aus ihrem Herkunftsland Uganda mit einer expressionistischen Note.
Die Künstlerin Hadijah Nassanga zeigt Bilder aus ihrem Herkunftsland Uganda mit einer expressionistischen Note.

Vom 07. Januar bis zum 18. Februar 2014 zeigt die Artothek der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund Arbeiten von Hadijah Nassanga unter dem Titel „Die Stimmen Bagandas“. Die aus Uganda stammende Künstlerin wurde stark von Emil Nolde beeinflusst, so dass aus dem Expressionismus sowie den Farben und Themen Afrikas eine Art Afropressionismus entstanden ist. Artothek zeigt Afropressionismus weiterlesen

Eine Sammelausstellung zur Winterzeit

Ein Flügelwesen von Almut Rybarsch-Tarry. Zu sehen in der Galerie "der kunstbetrieb".
Ein Flügelwesen von Almut Rybarsch-Tarry. Zu sehen in der Galerie „der kunstbetrieb“.

Die Galerie „der kunstbetrieb“ in der Gneisenaustraße 30 hat im Galeriearchiv gekramt und aus dieser Sammlung eine kleine Ausstellung gezaubert. Unter dem Titel „Mitten im kalten Winter“ zeigen Thomas Paul, Paola Manzur, Mathes Schweinberger, Anne Jannick, Artur A. Wojtczak, Almut Rybarsch-Tarry, Sylvia Reuße, M. T. Ghorbanali und Anke Droste. Die Ausstellung umfasst Bilder, Zeichnungen und Skulpturen. Eine Sammelausstellung zur Winterzeit weiterlesen

Besonderer Blick auf Metropolen

Patricia Cabaleiro (links) mit einem Bild aus Singapur neben Britta Hagemann mit einem Bild aus Zürich vor einem großformatigen Werk aus Dortmund.
Patricia Cabaleiro (links) mit einem Bild aus Singapur neben Britta Hagemann mit einem Bild aus Zürich vor einem großformatigen Werk aus Dortmund.

Vom 04. bis 08. Dezember zeigen die beiden Künstlerinnen Patricia Cabaleiro und Britta Hagemann im Depot Dortmund unter dem Titel „Cities of our world: The Ruhrgebiet Series“ ihren Blick auf Dortmund und das Ruhrgebiet. Neben den großformatigen Arbeiten sind auch noch kleinere Werke aus Zürich und Singapur zu sehen. Was verbindet diese Metropolen, was unterschiedet sie? Besonderer Blick auf Metropolen weiterlesen

Ein begehrtes Objekt

Präsentierten den neuen Kunstkalender "Grafik aus Dortmund 2014": (hintere Reihe v.l.n.r.) Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Uwe Samulewicz (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dortmund), Kathrin Gellermann (Kulturbüro), Marion Edelhoff (Kulturverein Dortmund); (mittlere Reihe v.l.n.r.) Bürgermeister Manfred Sauer, Alexander Pohl (Künstler); (vordere Reihe v.l.n.r.) Beate Bach, Marta Colombo, Barbara Hein-Dadfar und Brigitte Bailer (Künstlerinnen)
Präsentierten den neuen Kunstkalender „Grafik aus Dortmund 2014“: (hintere Reihe v.l.n.r.) Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Uwe Samulewicz (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dortmund), Kathrin Gellermann (Kulturbüro), Marion Edelhoff (Kulturverein Dortmund); (mittlere Reihe v.l.n.r.) Bürgermeister Manfred Sauer, Alexander Pohl (Künstler); (vordere Reihe v.l.n.r.) Beate Bach, Marta Colombo, Barbara Hein-Dadfar und Brigitte Bailer (Künstlerinnen)

Er wird nur in einer Auflage von 500 Exemplaren gedruckt und jeder einzeln handsigniert und nummeriert von den beteiligten Künstlern. Der neue Kunstkalender „Grafik aus Dortmund 2014“ wird schon zum 38. Mal von der Sparkasse Dortmund finanziert und in Kooperation mit dem Kulturbüro Dortmund, den Dortmunder Kunstverein e.V. mit der Druckerei Klenke GmbH herausgegeben. Ein begehrtes Objekt weiterlesen