Nicht eingelöste Versprechen

Spielszene mit : Marlena Keil; Sebastian Graf; Björn Gabriel (Foto: © Edi Szekely)
Spielszene mit : Marlena Keil; Sebastian Graf; Björn Gabriel (Foto: © Edi Szekely)

Am 31. Januar 2015 um 20 Uhr startet im Studio des Schauspielhauses die Premiere des Stückes „Das Bekenntnis eines Masochisten“, eine Groteske von Roman Sikora unter der Regie von Carlos Manuel. Eine Geschichte eines Menschens, der nie genug bekommen kann von Verausgabung.

Dominas? Langweilig! Die wahre Erfüllung findet Herr M. erst, als er mehrere Jobs gleichzeitig annimmt. Mehrarbeit bei gleichzeitigem Lohnverzicht. Somit qualifiziert sich unser Herr M. für die olympischen Spiele des Humankapitals. Dort tritt er gegen einen Chinesen an. Doch die erwartete Belohnung fällt anders aus als gedacht.

„Herr M. ist im eigentlichen Sinne des Wortes Masochist, aber er spricht es im Stück nicht aus“, so Dramaturg Dirk Baumann. Sein „Verlangen“ wie Herr M. es nennt, wird auch nie gestillt. Weder von Dominas noch von seinem Chef. „Seine Kritik an der Welt: Ich löst euer Versprechen nicht ein“, beschreibt Regisseur Carlos Manuel Herrn M.s Klage. Herr M. ist mit einer gewissen Demut vor Autoritäten ausgestattet und verlangt, dass diese Autoritäten sich an die Regeln halten. Beispielsweise muss ein Chef muss wirklich Chef sein und nicht Kumpel der Angestellten. „Die Leute halten sich nicht an die Regeln, die sie selbst aufgestellt haben“, erklärt Manuel.

In der Inszenierung von Manuel übernehmen alle drei Schauspieler die Rolle des Herrn M. Das sind Björn Gabriel, Sebastian Graf und Marlena Keil. Keil ist als Gast dabei, soll aber künftig ein festes Ensemblemitglied werden.

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