Die „Mausefalle“ mit Herzblut

Die Projektfabrik gemeinnützige GmbH (Witten) hat mit JobAct® Family Dortmund unter der Regie von Merima Horozovic die bekannte Kriminalkomödie „Die Mausefalle“ von Agatha Christie inszeniert. Die Projektfabrik unterstützt Menschen, neue Entwicklungswege zu beschreiten, um das persönliche Leben und die Gesellschaft mit neuen Impulsen zu bereichern. Da es Alleinerziehende besonders schwer auf dem Arbeitsmarkt haben, ist ihre Motivierung und Möglichkeit zur Entwicklung und Entdeckung ihrer Fähigkeiten von besonderer Bedeutung.

Vierzehn alleinerziehende Frauen waren in das Projekt eingebunden. Unterstützt wurden sie dabei tatkräftig von Dozentinnen der Volkshochschule und dem Jobcenter Dortmund. Bei den liebevoll erstellten Requisiten waren Karina Cooper (Holzschnitzerei) und bildende Künstlerin Anette Göke ihnen eine große Hilfe.

Die für den 18.01.2018 vorgesehene Premiere in dem Dortmunder Theater im Depot musste wegen Sturmtief „Friederike“ auf den 19.01.2018 verschoben werden. Auch dieser Umstand wurde in der Aufführung humorvoll verarbeitet. Musikalisch passend begleitet wurde das Stück live von Zitherspieler Wolfgang Huber.

Wer die Geschichte nicht kennen sollte: In London wird eine Frau ermordet und der Täter von der Polizei gesucht. Die Spur führt zu einer gleichen Zeit einer Pension, die gerade von einem Ehepaar eröffnet. Die eingetroffenen Gäste sitzen wegen eines Schneesturms fest. Nicht nur ein weiteres Mordopfer, auch der Mörder sitzen in der „Mausefalle“. Ein trotz des starken Schnees eintreffender Sergeant ermittelt. Jeder ist verdächtig….

Wer tappt in die Mausefalle? Agatha Christies gleichnamige Kriminalkomödie wurde von mehreren alleinerziehenden Frauen auf die große Bühne gebracht. (Foto: © Rainer Sturm / pixelio.de)
Wer tappt in die Mausefalle? Agatha Christies gleichnamige Kriminalkomödie wurde von mehreren alleinerziehenden Frauen auf die große Bühne gebracht. (Foto: © Rainer Sturm / pixelio.de)

Die Bühne wurde mit viel Sorgfalt als eine alte englisches Gästehaus eingerichtet. Auf dem Tisch stand allerdings nicht ein Foto der damaligen Queen Mary, sondern von Königin Elizabeth ll.

Bevor die Aufführung begann, gab es erst einmal einen kleinen türkischen Kochkurs von Gurbet Medyeliayullari, ebenfalls Teilnehmerin. Danach trat Agatha Christie (Nadine Hartwig) höchst persönlich auf und erzählte mit noch etwas Lampenfieber von der Entstehungsgeschichte der „Mausefalle“.

Die sieben Darstellerinnen auf der Bühne agierten auf der Bühne mit viel Humor, Spielfreude und Herzblut. Nachdem die erste Nervosität weg war, spielten alle das Stück wie aus einem Guss. Ein großes Lob an Jessica Bergfeld, Olila Homberger, Christiane Kiwitz, Sandra Knoke, Jaklina Krcinovic, Marina Schükin und Sarah Schmidt.

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