Über das Leben, Werden und Vergehen

Im Dortmunder Kinder und Jugendtheater (KJT) hatte am 12.04.2024 „Unterm Kindergarten“ (Eirik Fauske, deutsche Übersetzung : Geesche Wartemann) unter der Regie von Annette Müller seine Premiere.

Die Inszenierung für Menschen ab 4 Jahren beschäftigt sich sensibel mit dem Thema Tod, Vergehen aber auch dem Werden sowie dem Kreislauf des Lebens.

Unterm Kindergarten: Rainer Kleinespel als Giraffe und Thomas Ehrlichmann als Wal. (Foto: (c) Birgit Hupfeld)
Unterm Kindergarten: Rainer Kleinespel als Giraffe und Thomas Ehrlichmann als Wal. (Foto: (c) Birgit Hupfeld)

Die beiden Schauspieler Thomas Ehrlichmann und Rainer Kleinespel vom KJT-Ensemble führten zunächst behutsam und still pantomimisch in die Geschichte ein. Musik und Sound wurde passend von Michael Lohmann eingebaut.

In der Mitte des hell gestalteten Raums (Skelly) stand eine Holzkonstruktion mit Vorhang, die sowohl als Verortung für einen Kindergarten wie auch zur Projektionsfläche für verschiedene Bilder diente. Über einen Projektor wurden diese mit Hilfe diverser Folien als Mittel zur Geschichtserzählung auf die Leinwand projiziert.

Die traurige Ausgangssituation: Ein kleiner Vogel prallt bei seinem ersten Flug frontal an die Fensterscheibe des Kindergartens, stürzt ab und verstirbt. Ein Kind findet es und begräbt ihn. Es fragt sich, was passiert mit dem Tier? Was ist da los in der Erde? Ist da alles tot?

Daraus entwickelt sich eine wunderbar absurde, anarchisch-witzige große Geschichte. Um das Leben, Werden und Vergehen, sowie der Gleichwertigkeit aller Lebewesen. Letztendlich ist alles miteinander verbunden.

Die Schauspieler schlüpften mit viel Humor, wechselnden Mienenspiel in verschiedene fantasievoll gestaltete Kostüme. Ein Vogel oder Hahnkostüm dienten ihnen als humorvoll-lebendige Darstellung der Story. Zudem benutzten sie die großen Wale und Giraffen. Wie im Spiel erzählen sie mit Witz und Poesie von dem Vogelkind, der Giraffe, dem Wal, dem unermüdlichen Baggerfahrer, oder von Fossilien und einem in der Tiefe versunkenen Baum.

Ein Gebläse wird als Windsimulator benutzt, eine Bobby-Car als Laut-Instrument eingesetzt. Ehrlichman und Kleinespel bewiesen ihr Talent als Imitatoren unterschiedlichster Geräusche. Sprachlich wurden öfter kurze Sätze mit Wiederholungseffekt (Loop) genutzt. Das sorgte beim (jungen) Publikum für viele Lacher. Musik spielte bei der Aufführung eine wichtige Rolle.

Es wurde sogar ein Song über die Verbundenheit in Liebe und Tod live auf der Gitarre von Thomas Ehrlichmann gespielt.

Infos zu weiteren Aufführungsterminen erhalten Sie unter www.theaterdo.de oder Tel: 0231/ 50 22 416

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