Theatrale Aktualisierung des Kultfilms „Taxi Driver“

Als erste Eigenproduktion in der neuen Spielzeit hat „Taxi Driver. Die totale Mobilmachung“ im Dortmunder Theater im Depot am Freitag, den 25.09.2020 um 20:00 Uhr seine Premiere.

In Kooperation mit dem Prinz Regent Theater und unter der Regie von Alexander Olbrich wird der Kultfilm „Taxi Driver“ (Regie: Martin Scorsese) aus dem Jahr 1976 als moderne Überschreibung, kombiniert mit terroristischen Manifesten, Fremdtexten und Videokunst als Theaterstück mit drei Schauspieler*innen auf die Bühne gebracht.

Der Klassiker aus dem Jahr 1976 behandelt beispiellos offen die Radikalisierung eines stillen Außenseiters (traumatisierter junger Vietnam-Veteran), der zu einem fragwürdigen Helden und gleichzeitig zum Mörder wird. Nur eine der Ambivalenzen, die der Film offenlegt. Protagonist Bickle ist einerseits sensibel, andererseits manchmal hart und von einem fehlgeleiteten Männlichkeitsideal (Macho) geprägt. Seine Liebe zur Wahlkampfhelferin des demokratischen Präsidentschaftskandidaten muss scheitern.

Regisseur Alexander Olbrich (links) und Dramaturg Berthold Meyer zeigen eine Überschreibung von "Taxi Driver".
Regisseur Alexander Olbrich (links) und Dramaturg Berthold Meyer zeigen eine Überschreibung von „Taxi Driver“.

Die von Gewalt, Drogenhandel, Prostitution, Vereinsamung, Entfremdung oder Korruption geprägte Gesellschaft der New Yorker Großstadt, erscheint durch seine Erfahrungen bei seinen nächtlichen Taxifahrten mehr und mehr als Projektionsfläche seiner psychischen Verfassung.

Das Theaterstück überschreibt den Plot in unsere heutige aktuelle Situation. Olbrich verstärkt die politische Dimension des Stückes.

Mit dabei sind als Akteure Denis Merzbach, Chris Nonnast und Brit Purwin, die Dramaturgie übernimmt Bertold Meyer.

Neben der Premiere am 25.09.2020 gibt es weitere Aufführungen am 26.09., 03.10. und 04.10. 2020.

Informationen zu Karten gibt es unter www.depotdortmund.de

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