Menschen im Schwebezustand

Andreas Langfeld vor einer Reihe von Portraits von Menschen in einem Schwebezustand.
Andreas Langfeld vor einer Reihe von Portraits von Menschen in einem Schwebezustand.

Die Bezeichnungen wechseln: Migrant, Flüchtling, Illegaler, Geduldeter. Doch hinter jedem dieser Begriffe steht ein Mensch und sein Schicksal. Noch bis zum 12. Juni 2016 zeigt das Museum Ostwall im Dortmunder U auf der vierten Etage in seiner Reihe „Schaufenster“ Fotoarbeiten von Andreas Langfeld. Der Fotograf hat 2013 Menschen besucht, deren Aufenthaltsstatus „nicht anerkannt“ war.

Neben den dokumentarischen Fotos zeigt Langfeld auch einige reportageartige Bilder über bestimmte Personen. Beispielsweise porträtierte er Viktor, der aus Libyen floh und hier in Deutschland zum Nichtstun verdammt ist. Eindrucksvoll ist auch die Bildserie über den Ghanaer Habib, der in Hamburg im Kirchenasyl lebt. Seine Niedergeschlagenheit, Wut und Angst versucht er mit Boxtraining zu kompensieren.

Während die einen auf Anerkennung warten, wissen die anderen, dass sie nur geduldet sind. Langfeld zeigt jugendliche Roma, die in Duisburg versuchen, ein normales Leben zu führen, immer mit der Angst, abgeschoben zu werden. Die Fotos von ihrem „Street Dance Training“ zeigen symbolhaft ihren „Schwebezustand“.

Die Serie „Status“ umfasst insgesamt 335 Einzelarbeiten.

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