Archiv der Kategorie: Bildende Kunst

Offene Ateliers stehen in den Startlöchern

Von Seiten des Projektteams kann es losgehen: (v.l.n.r.) Axel Schöber, Elke Niermann (audalis), Astrid Wendelstigh und Anna Maria Reidel.
Von Seiten des Projektteams kann es losgehen: (v.l.n.r.) Axel Schöber, Elke Niermann (audalis), Astrid Wendelstigh und Anna Maria Reidel.

Vor zwei Jahren wurde zum ersten Mal seit langen Jahren wieder ein stadtweites Kunstprojekt organisiert: Die offenen Ateliers. Dank der Beteiligung des Hauptsponsors audalis kann 2014 und 2016 die Veranstaltung erneut über die Bühne gehen. Jetzt liegt der Ball bei den Künstlerinnen und Künstler sowie den Galerien. Sie können sich ab heute anmelden.

 

Als 2012 zum ersten mal die „Offenen Ateliers“ stattfanden, gab es positive Resonanz von Künstlern und Besuchern. In den Ateliers konnten die Besucher den Künstlern hautnah über die Schulter schauen und persönliche Gespräche führen.

 

Für 2014 hofft Organisator Axel Schöber, Galerieinhaber von ART-isotope, auf eine ähnliche Zahl von Künstlern. „Mit 160 bis 180 Künstlern sind wir zufrieden“, so Schöber. Als Anreiz dafür wurde die Anmeldegebühr halbiert. Künstlerinnen und Künstler zahlen 25 € und Galerien 50 €. Die Anmeldung ist ab heute auf der Internetseite www.offene-ateliers-dortmund.de möglich. Die Anmeldefrist ist der 21. März 2014.

 

Doch aus den Erfahrungen von vor zwei Jahren wollen die Veranstalter auch etwas lernen, denn nicht alles lief optimal. „Manche Künstler, die im Außenbereich ihr Atelier haben, beschwerten sich über wenig Besucher“, erzählte Schöber. An der Erreichbarkeit der Außenbezirke wollen die Organisatoren noch arbeiten. Eine Idee wäre, drei bis vier Shuttlebusse einzusetzen, doch diese Pläne hängen von der Finanzierbarkeit ab.

 

2014 wird es keinen Katalog mehr geben, sondern ein 12-seitiges Magazin (DIN A4) sowie eine überarbeitete Webseite, die Themenvorschläge für Routen beinhalten könnte.

 

Die Veranstaltungstermine sind der 24. und der 25. Mai 2014. Samstag wären die Ateliers von 15 bis 22 Uhr offen und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

 

Torhaus zeigt Retrospektive von Manfred Jockheck

Manfred Jockheck mit seiner Skulptur "Heldentor", die - so der Künstler - auch etwas an die Emscher-Renaturierung erinnert. Im Hintergrund die reale Renaturierung eines Emscher-Nebenflüsschens am Torhaus.
Manfred Jockheck mit seiner Skulptur „Heldentor“, die – so der Künstler – auch etwas an die Emscher-Renaturierung erinnert. Im Hintergrund die reale Renaturierung eines Emscher-Nebenflüsschens am Torhaus.

Objekte, Drucke und Zeichnungen von Manfred Jockheck unter dem Titel „Restrospektive“ zeigt das Torhaus Rombergpark vom 09. bis 30. März 2014. Der Künstler zeigt Werke aus den 90er Jahren bis heute.

 

Unterschiedliche Stile, unterschiedliche Materialien: die Werke von Manfred Jockheck zeigen eine rieseige Bandbreite. Die ersten Werke stammen aus den 90er Jahren und sind Zeichenstudien aus der Zeit, als Jockheck Objekt-Raumdesign an der Fachhochschule Dortmund studiert hat.

 

Einige Objekte haben schon Filmruhm geerntet. Einige seiner Stahlbilder wurden im Film „Gefährliche Spiele“ gezeigt als Jockheck die Kunstwerke für Gudrun Landgrebe fertigte, die eine Künstlerin spielte. Imposant sind auch seine Werke aus Stahllochblech „Tsunami“ und „Aufbruch“.

 

Doch die Zeit des Schwermetalls ist vorbei, da dafür große Maschinen benötigt werden. Jockheck konzentriert sich jetzt seit einigen Jahren auf ein leichteres Material. „Mit Papier arbeite ich am liebsten“, so der Künstler. Seine Spezialität sind Prägedruck. Die Prägeplatten bearbeitet Jockheck mit einem Plasmabrenner. „Mit dem kann ich malen wie mit einem Bleistift“, so der Künstler.

 

Zwei Skulpturen sind ebenfalls im Rombergpark zusehen, obwohl viele seiner skulpturalen Arbeiten im öffentlichen Raum zu sehen sind. So steht beispielsweise in Kamen auf einem Kreisverkehr eine dreiteilige Stahlskulptur und im Eingangsbereich der Städtischen Kliniken ist ebenfalls eine Skulptur von Jockheck zu sehen..

 

Insgesamt gibt diese Ausstellung einen guten Einblick in das umfangreiche Schaffen von Manfred Jockheck.

 

Zeichnungen nicht nur auf Papier

Eine Vase voller Ameisen von Evelyn Bracklow.
Eine Vase voller Ameisen von Evelyn Bracklow.

Acht Künstlerinnen und Künstler präsentieren unter dem Titel „drop me a line „ im Künstlerhaus Dortmund vom 08. März bis 13. April unterschiedliche Positionen zum Thema Zeichnen. Dabei geht es nicht nur um Zeichnen auf Papier, sondern auch auf anderen Materialien wie Porzellan oder Wände. Manche Zeichnungen gehen in die Dreidimensionalität oder knüpfen Netze im Internet.

 

In den Arbeiten „Der Garten zum Quadrat“ beschäftigt sich Juliane Laitzsch mit floralen Mustern der porzellanen Schaustücke der Sammlung der Pfalzgalerie Kaiserslautern. Deren Muster und Ornamente greift sie auf und entwickelt sie weiter.

 

Mit Porzellan beschäftigt sich auf Evelyn Bracklow. Sie bemalt gebrauchtes Geschirr mit winzigen Ameisen. So hat der Betrachter den Eindruck, als sei das Geschirr mit Ameisen übersät. Bracklow benutzt bewusst gebrauchtes Geschirr, das Gebrauchsspuren aufweist, um den Charakter des Benutztwordenseins zu verstärken.

 

Matthias Reinhold wagt in seinen Arbeiten den Sprung vom Realen zum Virtuellen. Seit 2007 arbeitet er an seinem Projekt „Ikonolog“ (www.ikonolog.de) und hat für das Künstlerhaus eine Wandseite „analog“ dargestellt. So kann der Betrachter anhand gespannter Fäden beziehungen zwischen Fotos/Grafiken/Zeichungen des Künstlers ziehen.

 

Eine spannende Bild-Text-Kombination zeigt Barbara Wrede. Sie präsentiert 52 Blätter eines dreimonatigen Aufenthalts in Salzwedel (Sachsen-Anhalt). Ihre Blätter haben ein speziellen und manchmal lakonischen Blick auf das Alltägliche in diesem Städtchen.

 

Wie Pop-Up-Bücher wirken die Werke von Stephanie Brysch. Sie arbeitet mit Papier und faltet und schneidet es. In ihren Arbeiten unter dem Titel „Nimm das Boot“ hat sie Comicbücher bearbeitet und kombiniert die vorhandenen Figuren neu.

 

Bei Karen Scheper hat es die Zeichnung vom Blatt in den dreidimensionalen Raum geschafft. Ihr Werk „kwatsch kwatsch“ verknüpft dreidimensionale Elemente mit Wandzeichnungen. Inspirationen findet die Künstlerin in der Sciencefiction von Philipp K. Dick oder Stanislaw Lem. Daneben beschäftigt sich Scheper mit mathematischen Gebilden wie Fraktalen oder der Mandelbrot-Menge.

 

Mit dem Thema Kolonialismus und Flüchtlingen aus Afrika beschäftigt sich Jürgen Eisenacher. Afrikaner wie Europäer werden in seinen großformatigen Werken als Deformierte gezeigt. So möchte der Künstler auf die Problematik hinweisen und eine Diskussion anregen. Eisenacher beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit dieser Thematik.

 

Die Bilder von John Franzen sind wie eine Meditation zu vergleichen. Franzen konzentriert sich auf das Nichts neben der Linie. Jede Linie ist ein Atemzug.

 

Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler:

Evelyn Bracklow (www.laphilie.com)

Stephanie Brysch (www.stephanie-brysch.de)

Jürgen Eisenacher (www.juergeneisenacher.de)

John Franzen (www.johnfranzen.com)

Juliane Laitzsch (www.juliane-laitzsch.de)

Matthias Reinhold (www.ikonolog.de)

Karen Scheper (www.karenscheper.de)

Barbara Wrede (www.olompia.de)

Die Ausstellung „drop me a line“ wird am 07. März um 20 Uhr eröffnet und geht bis zum 13. April 2014. Die Öffnungszeiten des Küsterhauses Dortmund sind Donnerstag bis Sonntag von 16 bis 19 Uhr).

 

Künstlerhaus Dortmund

Sunderweg 1

44147 Dortmund

www.kh-do.de

Preisauslobung zur Stärkung der Fluxus-Kunst

Unter der Schirmherrschaft der Stadt Dortmund und mit mit finanzieller Unterstützung durch verschiedene Sponsoren, wurde am 6. März 2014 auf Initiative der Freunde des Museums Ostwall e.V. erstmals der mit 10.000 Euro dotierte Ankauf-Preis „Follow me Dada and Fluxus“ im RWE-Forum im Dortmunder U (Erdgeschoss) verliehen.
Eine zehnköpfige Jury unter Leitung von Prof. Dr. Bazon Brock wählte aus einem Kreis von insgesamt 14 Künstlerinnen und Künstlern der Jahrgänge 1929-1982 den erfahrenen „Altmeister der Fluxus-Kunst“ Geoffrey Hendricks aus New York (geb. 1931 in New Hampshire, USA) mit seinem Werk „A ladder for Al to climb into the night“ (Hommage á Al Hansen aus dem Jahr 1995).
Dabei handelt es sich um zehn quadratische Aquarelle von nächtlichen Himmelsansichten mit veränderten Mondständen, montiert zwischen die Sprossen einer amerikanischen Holzleiter. Geplant ist, dieses und andere Werke des Künstlers ab dem 8. Mai 2014 als 10. Ausstellung der Reihe „MO Schaufenster“ zu zeigen.
Der Preis wurde durch den Schirmherrn Jörg Stüdemann, Kulturdezernent der Stadt Dortmund, sowie den Laudator Professor Bazon Brock übergeben. Umrahmt wurde der feierliche Festakt musikalisch durch den Saxophonisten Wim Wollner.
In seiner Begrüßungsrede berichtete Klaus Fehlemann, der Vorstandsvorsitzende der Freunde des Museums Ostwall, unter anderem über die Arbeit des Vereins und deren besondere Unterstützung der Kunstform Fluxus und über die vielen Leihgaben, Ankäufe und Neuerwerbungen der letzten Jahre. Ziel sei es, den Sammlungsbestand des Museums Ostwall im Bereich Fluxus und ihr Profil in der Kulturszene Ruhr weiter zu stärken und damit der historischen sowie auch der zeitgenössischen Entwicklung in dieser Kunstform Rechnung tragen.
Mit dieser im deutschen Sprachraum einmalige Preisverleihung wollen die Freunde des Museums Ostwall jährlich mit einer Neuerwerbung zur Erweiterung des mit ungefähr 1.500 kleinen und großen Werken oder Dokumenten schon beachtlichen Bestand an Fluxus-Kunst noch erweitern.

Der Direktor des Museums Ostwall, Prof. Dr. Kurt Wettengl erklärte in seiner Rede unter anderem: „’Die „Wolkenleiter‘ von Geoffrey Hendricks symbolisiert einen Schwellenzustand zwischen Leben und Tod. Sie führt in den Himmel im Sinne von „Sky“ als unendlichen Raum. Ganz im Sinne des bekannten Song „Imagine“ von John Lennon.“
Das Interesse des Künstlers ließe sich wohl am Besten mit Pazifismus, Solidarität und die Suche nach Problemlösungen definieren.
Für sein Kunstwerk benötigte Hendricks unbedingt eine amerikanische gerade Leiter. Dessen Sprossen bilden ein Quadrat und ermöglichen ein problemloses Einfügen der Aquarelle.
In seiner Laudatio auf Hendricks dozierte der Jury-Leiter Brock über Fluxus als logische Folge der Aufklärung.
Nach der Preisverleihung gab es für alle Anwesende noch die Gelegenheit, im Museum Ostwall, 4. Etage das Werk „A ladder for Al to climb into the night (Hommage á Al Hansen, 1995 in Augenschein zu nehmen.

Rohstoffe und ihre Ökologie

Wem gehören globale Ressourcen und welche Folgen haben deren Anbau/Abbau?
Wem gehören globale Ressourcen und welche Folgen haben deren Anbau/Abbau?

Monokulturen, Bergbau oder Überfischung hinterlassen eine Spur in der Ökologie. Hier im Ruhrgebiet sind die Folgen von über 150 Jahren industriellem Bergbau und Stahlherstellung noch deutlich zu spüren. Die Ausstellung „World of Matter“, die seit dem 01. März im Hartware MedienKunstVerein auf der Ebene 3 des Dortmund U läuft, möchte eine Diskussion über Rohstoffe anregen. Zu sehen ist die Ausstellung bis zum 22. Juni 2014.

 

An der Ausstellung haben sich 11 Künstlerinnen und Künstler beteiligt, die die Orte ihrer künstlerischen Arbeit besucht haben. Lonnie van Brummelen und Siebren de Haan fuhren nach Nigeria und war Ursula Biemann in Ägypten, um sich mit dem Thema „Wasser“ auseinanderzusetzen.

 

Wer die Ebene 3 betritt, wird zunächst über 304 riesige Zuckerblöcke der eben erwähnten beiden Künstler van Brummelen und de Haan stolpern. Die Arbeit der beiden ist eine Kritik an der EU-Handelsschranke, die vor allem Händlern aus Afrika Probleme bereitet. So kauften sie in Nigeria Zucker, um es als Kunstwerk deklariert nach Europa zu verschiffen. Nun liegt der afrikanische Zucker friedlich neben dem aus Frankreich. Passend dazu läuft ein etwa 67 Minuten langer Filmessay.

 

Wie bei den Ausstellungen des HMKV zu erwarten, gibt es vielfältige multimediale Installationen. Allein 10 Videos zeigt Uwe H. Martin in seinem Werk „White Gold“, in dem es um Strukturen der globalen Baumwollproduktion geht.

 

Am 14. Juni um 16 Uhr wird Emily Eliza Scott eine „Expedition durch die Ausstellung“ anbieten. Scott arbeitete vor ihrer akademischen Laufbahn als Parkrangerin in Utah und Alaska. Sie will in ihrer Führung Verbindungen zwischen den Arbeiten schaffen und unterschiedliche Pfade erschließen. Die Expedition dauert 45 Minuten und wird in englischer Sprache sein. Daneben gibt es öffentlich Führungen, die zweimal wöchentlich stattfinden.

 

Die Dortmunder Ausstellung wird im Anschluss auch in New York, Montreal, Minneapolis und Stockholm zu sehen sein. Eine begleitende Publikation ist ebenfalls geplant. Sie erscheint im September 2014 in englischer Sprache anlässlich der Eröffnung von World of Matter in New York. Mehr Informationen zur Ausstellung gibt es unter www.hmkv.de oder www.worldofmatter.net.

World of Matter

01. März bis 22. Juni 2014

 

HMKV im Dortmunder U

Ebene 3

Leonie-Reygers-Terasse

44137 Dortmund

Vergangenheit und Gegenwart

Künstler Christian Psyk hatte die Idee zu dieser Ausstellung.
Künstler Christian Psyk hatte die Idee zu dieser Ausstellung.

Im Leben eines Künstlers gibt es sicherlich einiges, das er (oder sie) im Laufe des Künstlerlebens in eine der unteren Schubladen gesteckt hat. Künstlerisch hat man sich vielleicht weiterentwickelt und statt Bleistiftzeichnungen stellt man großformatige Ölgemälde aus. Christian Psyk entschloss sich, auch aus Neugierde, seine Künstlerkolleginnen und -kollegen anzufragen, ob sie nicht Lust hätten unbekannte oder lange nicht gezeigte Werke zu präsentieren. Lust hatten Peter Clouth, Utta Hagen, Wladimir Kallistratow, Dina Nur, Karl E. Wiele und selbstverständlich Christian Psyk selber.

 

Unter dem Titel „long time no see“ zeigt die Galerie Dieter Fischer im Depot Dortmund vom 28. Februar bis zum 16. März 2014 Werke der genannten Künstler, die weitgehend aus den 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts stammen. Als Kontrast dazu gibt es eine Gegenüberstellung mit aktuellen oder typischen Arbeit des jeweiligen Künstlers. Diese werden jedoch nicht als Kunstwerk gezeigt, sondern sind in einem weißumrahmten DIN A4 Format dokumentiert.

Der Reiz der Ausstellung ist die große Vielfalt. Zwar haben sich alle Künstler weiterentwickelt, doch manche Elemente scheinen immer wieder eine Rolle zu spielen. Bei der Künstlerin Utta Hagen ist es das Wasser. Ihr Bild „Eifelmaare“ aus dem Jahre 1989 beschäftigt sich ebenso mit dem nassen Element wie ihre neuesten Installationen. Auch Elemente der Zeichnungen von Peter Clouth aus dem Jahre 1984 finden sich in den neueren Werken wieder, auch wenn Clouth jetzt mehr in 3D arbeitet.
„long time no see“
Werke von Peter Clouth, Utta Hagen, Wladimir Kallistratow, Dina Nur, Karl E. Wiele und Christian Psyk
vom 28. Februar bis zum 16. März 2014

Galerie Dieter Fischer im Depot Dortmund
Immermannstraße 29
44149 Dortmund
Öffnungszeiten: donnerstags, 16 bis 20 Uhr und sonntags, 15 bis 18 Uhr.

 

Expressive Gärten des Südens

Sanja Djurdjic präsentiert mediterrane Landschaftsbilder in der Artothek.
Sanja Djurdjic präsentiert mediterrane Landschaftsbilder in der Artothek.

Seit dem 21. Februar zeigt die Artothek der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund Arbeiten der Künstlerin Sanja Djurdjic unter dem Titel „Les jardins du Sud – Die Gärten des Südens“. Die Künstlerin malt ihre Bilder in Acryl, Pastell und Aquarell. Die Ausstellung mit 22 Bildern ist noch bis zum 04. April 2014 zu sehen.

 

Die Motive der Bilder von Sanja Djurdjic stammen aus Frankreich, Kroatien, Spanien und Griechenland. „ich fühle mich zum Mediterranen hingezogen“, so die Künstlerin. Das Farbenfrohe, die Fröhlichkeit und die Leichtigkeit des Seins.“

 

Das spürt der Betrachter auch in den Bildern. Kräftige Farben dominieren, statt Details stehen Formen im Vordergrund. Expressionistisch eben. Eine Kunstrichtung, die Djurdjic nahekommt. „Das freie Malen ohne Perspektive, die Reduktion von Form und Farbe, der deutsche Expressionismus kommt meiner Malweise entgegen“, findet die Künstlerin. Vor allem August Macke hat es inspiriert.

 

Auch wenn Djurdjic viel gereist ist, ihre Bilder stammen aus ihrem Gedächtnis oder auch aus Zeitschriften. „Ich habe ein photografisches Gedächtnis“, so die Künstlerin. Ihre Motive speisen sich aus der Erinnerung und aus dem Gefühl, das sie beim Betrachten der Landschaft empfand.

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Die Öffnungszeiten der Artothek sind dienstags und freitags 10 bis 19 Uhr.

Immer mit Tischtennisplatte

Blick in die Ausstellung "Schulhöfe" von Cornelia Wimmer in der VHS.
Blick in die Ausstellung „Schulhöfe“ von Cornelia Wimmer in der VHS.

So unterschiedlich die Dortmunder Schulen sind, eines scheint immer zu einem Schulhof dazu zugehören: die Tischtennisplatte. Die Fotografin Cornelia Wimmer zeigt im Forum der Volkshochschule vom 26. Februar bis zum 11. April ausgewählte Fotografien in der Ausstellung „Schulhöfe“.

 

Es gibt rund 160 Schulen in Dortmund. Manche haben die Zeiten überdauert, viele sind Bauten der 60iger und 70iger Jahre, aber alle haben einen Schulhof. „Der Schulhof ist eine vernachlässigte Architekturform“, so Wimmer. Der Schulhof muss verschiedene Voraussetzungen bieten: Die Lehrer, die Aufsicht führen, müssen alles sofort einsehen können und er soll den Schülern Bewegungsmöglichkeiten bieten.

Die Realität, die Wimmer zeigt, besteht oft aus Beton oder Asphalt. „Mit den Schulhöfen präsentiert sich auch die Schule“, meinte Wimmer. Wer einen ungepflegten Schulhof sieht, der möchte seine Kinder ungern auf diese Schule schicken.

 

Einige Bilder zeigen auch die Hilflosigkeit, trotz Einsparungen, den Schulhof dennoch etwas lebendiger zu gestalten. Dann werden Mittel, die vielleicht der Elternbeirat oder die entsprechende Bezirksvertretung genehmigt hat, in ein paar Farbtupfer gesteckt.

Zwischen Abstraktion und Figuration

Dagmar Vogt und drei ihrer Werke.
Dagmar Vogt und drei ihrer Werke.

Das Depot Dortmund zeigt vom 26.02. bis 09.03.14 Werke von Dagmar Vogt unter dem Titel „Real – Abstrakt“. Die Bilder und Skulpturen der Künstlerin bewegen sich im Raum zwischen Abstraktion und Figuration.

 

Die Ausstellung zeigt vor allem Werke aus den vergangenen zwei Jahren. Denn vor zwei Jahren krempelte Vogt ihr komplettes Leben um. Ein wichtiger Punkt: Sie gab ihren Beruf als Kunstlehrerin auf und stürzte sich mit Elan in die Existenz als selbstständige Künstlerin.

 

Die Werke, die gezeigt werden, kreisen sich um bestimmte Themen. „Natur ist oft Thema in meinen Arbeiten, hinzu kommt das Thema Vergänglichkeit wie das Blühen und Verblühen“, erzählte Vogt, die seit 30 Jahren malt. Hinzu kommt die Beschäftigung mit dem Motiv des Nestes, das sie vor allem in der Skulptur umsetzt.

 

Mit dem Titel gibt die Künstlerin dem Betrachter einen kleinen Hinweis. Dennoch „muss der Betrachter zum Grenzgänger werden“, so Vogt und somit seine eigene Sichtweise finden. Ihr Pinselstrich ist verschwommen und diffus, so dass es scheint, als ob manches aus dem Bild herauskommt und anderes wiederum im Bild verschwindet. So löst sich der Gegensatz zwischen dem figurativen und dem Abstrakten auf.

Dagmar Vogt arbeitet mit Acryl und Öl. „Man kann als letzten Tupfer mit Ölfarben auf Acryl arbeiten“, so die Künstlerin.

 

Ihre Skulpturen, die Vogt zeigt, sind noch freier in ihrer Ausführung. Sie arbeitet mit Metallen wie Eisen, Stahl oder Aluminium.

 

Dagmar Vogt „Real – Abstrakt“ vom 26.02. bis 09.03.14

 

Eröffnung: 26. Februar 2014 um 18 Uhr

 

Öffnungszeiten: Mittwoch/Donnerstag/Freitag 17-20 Uhr, Samstag/Sonntag 14-18 Uhr

 

Kulturort Depot

Immermannstraße 29

44147 Dortmund

www.depotdortmund.de

Von der Natur zurückerobert

 

Fotograf Hendrik Müller besuchte 2011 das Schlachtfeld von Verdun und machte Fotos mit seiner Panoramakamera..
Fotograf Hendrik Müller besuchte 2011 das Schlachtfeld von Verdun und machte Fotos mit seiner Panoramakamera..

Das Hoesch-Museum zeigt vom 16. Februar bis zum 27. April die Fotoausstellung „Wo die Geister sind. Panoramen von Verdun“ von Hendrik Müller.

 

Verdun – von Februar bis Dezember 1916 die Knochenmühle des Ersten Weltkrieges. Der Generalstabschef des deutschen Heeres, Erich von Falkenhayn, wollte Frankreich durch die Verteidigung der Festung Verdun „weißbluten“ lassen, dass heißt, durch die Verteidigung sollten den Franzosen enorme Verluste zugefügt werden. Das Ergebnis war die erste große Materialschlacht mit Unmengen an Geschützen. Hier waren die Soldaten nichts weiter als Kanonenfutter. Mehr als 4.000 Geschütze auf beiden Seiten feuerten unablässig Granaten. In den Schlachtfeldern von Verdun starben jeweils über 100.000 Deutsche und Franzosen. Die Stadt Verdun wurde stark zerstört, einige Dörfer in der Umgebung wurden vollständig ausradiert.

 

2011 besuchte der Dortmunder Fotograf Hendrik Müller die Gegend um Verdun. Sein Interesse gilt „verlassenen Orten“, die früher von Menschen geprägt wurden. Geprägt hat der Mensch die Gegend um Verdun sicherlich. Die gesamte Topografie ist durch die Einwirkung der Granaten und Minen verändert worden. Aber die Natur hat sich das Gebiet, das 1918 aussah wie ein Mondkrater, wieder zurückgeholt. „gerade an Orten, an dem das größte Unglück passiert ist, zeigt sich die Idylle“, beschreibt Müller seine Bilder.

 

Zu sehen sind die Spuren aus dem Ersten Weltkrieg natürlich immer noch, sie stehen aber nicht im Vordergrund. „Manchmal hat man den Eindruck, ein Landschaftsgärtner hätte einen Golfplatz geplant“, so Müller. Dass die Natur sich den wieder zurückerobern kann hat einen Grund: Zum einen liegen im Boden noch ungeheure Mengen an Kampf- und Giftstoffen, Blindgänger und Knochen gefallener Soldaten. Daher hat die französische Regierung dieser Gegend rund um die Schlachtfelder und Schützengräben den Status eines Friedhofes gegeben.

 

Hendrik Müller machte seine Bilder mit einer speziellen Panoramakamera. Sie ist in der Lage Bilder mit einem Bildwinkel von 130° zu schießen.