Teppiche, die an Wänden hängen

Harry Fränkel, Tapisserie "Violett", 271 x 382 cm, 1965
Harry Fränkel, Tapisserie „Violett“, 271 x 382 cm, 1965

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt vom 29. November 2014 bis zum 22. März 2015 die Ausstellung „Textil. Bild. Kunst“ Wandteppiche aus der Textilkunst-Sammlung des MKK sowie Exponate aus verschiedenen Museen. Ein besonderes Highlight sind fünf Dortmunder Wandteppiche, die bis 2008 im Opernfoyer hingen.

Die Ausstellung beschäftigt sich thematisch mit dem textilem Wandbild nach 1945. Vor allem die 60er Jahre waren eine Blüte des Wandteppiches. „Beton und Stahl verlangten nach einem textilen Wandkleid. Sie dämpften den Schall und weckten ein warmes Gefühl“, erklärte Gisela Framke Projektleiterin und kommissarische Direktorin des MKK.

Von daher war es nicht verwunderlich, dass im Foyer des neueröffneten Opernhauses Wandteppiche aufgehängt wurden. Den Ideenwettbewerb gewannen Hubert Berke, Harry Fränkel und Elisabeth Kadow, die jeweils zwei Teppiche entwarfen. Die Herstellungskosten inklusive Künstlerhonorare kosteten die Stadt Dortmund 147.150 DM. Pünktlich zur Eröffnung 1966 zierten die Teppiche das Foyer. Gefertigt wurden die Teppiche in der Nürnberger Gobelin-Manufaktur, dessen Leiterin Irma Goecke war. Elisabeth Kadow war ihre Schülerin in einer Textilfachklasse.

Von den ursprünglich sechs Teppichen haben sich fünf erhalten und werden wieder der Öffentlichkeit präsentiert.

Eine weitere starke Tradition der Textilkunst war Frankreich mit dem Zentrum Aubusson. Hier war der der Maler Jean Lurçat maßgeblich beteiligt, der die Tapisseriekunst erneuerte. Auch von ihm sind Werke in der Ausstellung zu sehen.

Zu der Ausstellung gibt es Begleitprogramm mit Führungen und einem Programm für weiterführende Schulen. Hier können Klassen in einem Workshop mit Stoffresten ein Wandbild kreieren. Anmeldungen bitte unter info.mkk@stadtdo.de

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