Als die Lettern laufen lernten

Mitten in den digitalen Lettern (v.l.n.r.) Kurt Eichler (Geschäftsführer Kulturbetriebe Dortmund), Prof. Ralf Dringenberg (HfG Schwäbisch Gmünd), Prof. Anja STöffler (FH Mainz), Mechthild Eickhoff (Leitung U2_kulturelle Bildung) und Wolfgang Bödecker (DEW 21).
Mitten in den digitalen Lettern (v.l.n.r.) Kurt Eichler (Geschäftsführer Kulturbetriebe Dortmund), Prof. Ralf Dringenberg (HfG Schwäbisch Gmünd), Prof. Anja STöffler (FH Mainz), Mechthild Eickhoff (Leitung U2_kulturelle Bildung) und Wolfgang Bödecker (DEW 21).

Die interaktive Medienausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung“ zeigt auf der Ebene 6 des Dortmunder U bis vom 28. September 2013 bis zum 3. März 2014 in vielfältiger Weise eine Retrospektive von den Anfängen des Films 1893 bis heute mit Blick auf die Zukunft.

Veranstaltet wird die Ausstellung von der U2_ Kulturelle Bildung im Rahmen des New Industries Festival. „Wir sehen uns hier als Schnittstelle von Kunst und Digitaler Welt“, erklärte Kurt Eichler, Geschäftsführer der Kulturbetriebe Dortmund.

 

Konzipiert, gestaltet und umgesetzt wurde die schon mehrfach ausgezeichnete Ausstellung vom Zentrum Zeitbasierte Gestaltung, ein Verbund des img der FH Mainz und der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd in Kooperation mit dem Gutenberg-Museum Mainz im Rahmen „Stadt der Wissenschaft 2011“.

Prof. Anja Stöffler (FH Mainz), eine der Kuratoren der Ausstellung verriet: „ Den Besucher erwartet unter anderem eine Retrospektive von den Anfängen des Films bis heute. Neben Kurz- und Kinderfilmen, Vor- und Abspännen oder Filmauschnitten finden sie bei uns auch rein computeranimierte Buchstabenwelten. Neben informativen haben die zirka 300 gezeigten Arbeiten auch viele unterhaltende Moment“.

Ein besonderes Highlight ist sicherlich der 16-minütige, prämierte französische Kurzfilm „Logorama“ aus dem Jahr 2009. Der computeranimierte Trickfim zeigt anschaulich die Entwicklung des Kapitalismus und Auswüchse der deregulierten Finanzmärkte.

 

Herzstück und Mittelpunkt der Ausstellung ist die Medienlounge, in der unzählige Informationen auf rund 200 leuchtenden QR-Codes versehenden Würfel im Raum zu schweben scheinen. Am Eingang bekommen die Besucher iPads, mit deren Hilfe sie die filmischen Exponate einlesen und anschauen können.  Aber nicht nur das. Man kann seine QR-Codes auch mit anderen Menschen, zum Beispiel teilen, so Prof. Ralf Dringenberg. „So kann ein sinngebender Umgang mit den neuen Medien erfahren werden“, fügte Stöffler hinzu.

 

Zum begleitenden Bildungsprogramm „Ideen in Bewegung“ vor allem für die jungen Besucher/innen erläuterte Mechthild Eickhoff, die Leiterin der U2_Kulturelle Bildung: „Die Kinder -und Jugendlichen sollen auf spielerische Weise an die bewgten Lettern herangeführt werden. Sie erfahren allgemeines über Druckverfahren und moderne digitale Techniken. Sie sollen aber auch angeregt werden, sich selbst einzubringen. Nicht nur bewegte Lettern lesen, sondern selber eigene Filme, Fotos, mediale Kurzbotschaften zuzufügen.“

Es gibt drei Formate: „Moving Hands- vom Druck zum Trickfilm“ oder D+U=DU – Bewegte Zeichen – Fotoserien“ und „Die Welt ist nicht genug – Performence und Film“.

 

Für jung und alt gibt im „Lautsprecher“ die Gelegenheit, eigene Texte visuell sichtbar zu machen.

 

Im Kino im U werden Filmabende mit thematisch passende Werken sowie Typografie-Clips von Studierenden mit der Vorstellung von Berufsbildern im Bereich Gestaltung, wie zum Beispiel am 5. Dezember 2013 zu sehen sein.

Ein kostenloser Kurzführer bietet einen Überblick über den Aufbau und die Stationen der Ausstellung. Ein ausführlicher Katalog mit „eingebautem Kino“ ist darüber hinaus käuflich zu erwerben.

Außerdem werden ab November 2013, sonntags um 11.30 Uhr regelmäßig Führungen angeboten.

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