Zauberhaftes „Acis and Galatea“

Jede Sekunde fühlte man sich in die Barockzeit zurückversetzt. (Foto: © Bülent Kirschbaum)

Als szenische Oper wurde die Masque in zwei Akten „Acis and Galatea“ nach dem mythologischen Stoff von Ovid in der musikalischen Neubearbeitung von Georg Friedrich Händel (1685-1759) am 10. Juni 2017 im Orchesterzentrum als ein besonderes Klangvokalerlebnis aufgeführt. Es wurde ein Klang und Augenschmaus für das Publikum. Nicht nur das in der Barockmusik erfahrene Collegium Marianum (Prag) unter der musikalischen Leitung von Jana Semerádová (auch an der Flöte), fünf hervorragend harmonierende SängerInnen mit klaren Stimmen, sondern auch das Marionettentheater Buchty a loutky (Prag) spielte mit ihren fein geschnitzten Puppen eine wichtige und mystische Rolle. Das Publikum wurden mit wunderbaren barocken Kostümen und Masken für die Sänger, und fantasievollen und liebevoll entwickelten Marionetten in ein barocke Zeit vor etwa dreihundert Jahren versetzt.

Die Bühne für das Puppentheater und auch die SängerInnen war dreigeteilt. Neben dem üblichen Mittelteil für die Handelnden gab es noch zwei seitliche runde fenster mit goldenen Vorhängen und dahinter durchsichtigen Gardinen. Das ermöglichte einen fantasievollen Perspektive-Wechsel für Sänger und Puppen. Die Sänger waren mal vor der Puppenbühne, mal agierten sie darin.

Die Geschichte ist kurz erzählt: Der Hirte Acis (Tenor Benedikt Kristjánsson), liebt die Nymphe Galatea (Sopran Sophie Junker). Beide sind glücklich doch der Riese Polyphemus (Bariton Tomáš Král) will sie unbedingt für sich gewinnen. Am Ende erschlägt er Acis mit einem Stein, doch Galatea kann ihn durch einen Zauber in eine türkisfarbenen Fluss (ewige Liebe) verwandeln. Zur Seite standen immer die Freunde Damon (Tenor Patrick Grahl) und Tityrus (Tomáš Lajkep). Es ist eine Ode für die Natur und die Liebe.

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