Onkel Hasan und seine Enkel

Im Hoeschmuseum ist der Arbeitsalltag der ersten Generation der Arbeitsmigranten nach dem zweiten Weltkrieg beschrieben.
Im Hoeschmuseum ist der Arbeitsalltag der ersten Generation der Arbeitsmigranten nach dem zweiten Weltkrieg beschrieben.

Dortmund ist eine Einwanderungsstadt. Spätestens seit der Industrialisierung sind ständig Menschen von außerhalb in die Stadt gezogen. Auch meine Familie kam um 1900 nach Dortmund, damals noch aus den preußischen Gebieten, die heute zu Polen gehören. Nach dem Zweiten Weltkrieg kamen erneut Menschen nach Dortmund. Aus Italien, Portugal, Spanien und der Türkei wie Hasan Koşan. Die Ausstellung „Onkel Hasan und die Generation der Enkel“ findet an zwei Orten statt. Das Hoeschmuseum erzählt die Geschichte der ersten Generation, während das Haus der Vielfalt die Enkelgeneration präsentiert. Beide Ausstellungen laufen vom 16. August 2015 bis zum 28. Februar 2016.

Die Geschichte der Ausstellung beginnt mit der Suche nach dem Grab von Hasan Koşan, dem Onkel von Ümit Koşan, dem Vorsitzenden des Verbund der sozial-kulturellen Migrantenvereine in Dortmund (VMDO). Die Idee entstand,  eine Ausstellung über sein Schicksal zu machen. Doch diese Ausstellung sollte nicht nur die erste Generation der Arbeitsmigranten zeigen. „Viele Ausstellungen haben einen nostalgischen Blick auf die erste Generation“, berichtete Wilfried Kruse, der Kurator der Ausstellung. Daher wurde für das „Haus der Vielfalt“ ein zweiter Ausstellungsteil konzipiert, der die Enkelgeneration der Arbeitsmigranten präsentiert. Aber es geht in beiden Ausstellungen nicht nur um die Angeworbenen, sondern generell über Menschen, die beispielsweise als Migranten oder Flüchtlinge nach Dortmund gekommen sind. So ist die Generation der Enkel in jeder Hinsicht vielfältiger geworden.

Da Hasan Koşan bei Hoesch in Hohenlimburg arbeitete, präsentiert das Hoeschmuseum die Welt der Arbeitsmigranten in den 50er und 60er Jahre. In zehn Stationen wird gezeigt, wie die Menschen angeworben wurden, wie die Arbeitsstelle aussah, welche Verbindungen zur Heimat bestanden und wie die Menschen sich in Dortmund eingerichtet haben.

Zu den beiden Ausstellungsteilen gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm unter www.onkel-hasan.de. Auf dieser Seite gibt es weitere Informationen zu den Ausstellungen. Zu den Höhepunkten des Programms gehört sicher der Vortrag von Günter Wallraff am 11. November um 18 Uhr im Haus der Vielfalt (Beuthstr. 21, 44147 Dortmund).

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Triptychen in der Galerie Anschnitt

Der Maler und Illustrator Michael Becker arbeitet gerne mit dem Sujet des Triptychons wie bei den "Die Sieger" (Collage, Acryl auf Leinwand) zu sehen. Der Maler und Illustrator Michael Becker arbeitet gerne mit dem Sujet des Triptychons wie bei den "Die Sieger" (Collage, Acryl auf Leinwand) zu sehen.Bis zum 19. September zeigt das Anschnitt_Atelier in Dortmund-Hombruch die Ausstellung "Mensch, Mensch!" des Künstlers Michael Becker aus Ostfriesland. Die Öffnungszeiten sind dienstags von 15 bis 20 Uhr und Sonntags von 11 bis 13 Uhr.Anschnitt_Atelier Hombrucher Straße 59 44225 Dortmund