Besonderer Blick auf Metropolen

Patricia Cabaleiro (links) mit einem Bild aus Singapur neben Britta Hagemann mit einem Bild aus Zürich vor einem großformatigen Werk aus Dortmund.
Patricia Cabaleiro (links) mit einem Bild aus Singapur neben Britta Hagemann mit einem Bild aus Zürich vor einem großformatigen Werk aus Dortmund.

Vom 04. bis 08. Dezember zeigen die beiden Künstlerinnen Patricia Cabaleiro und Britta Hagemann im Depot Dortmund unter dem Titel „Cities of our world: The Ruhrgebiet Series“ ihren Blick auf Dortmund und das Ruhrgebiet. Neben den großformatigen Arbeiten sind auch noch kleinere Werke aus Zürich und Singapur zu sehen. Was verbindet diese Metropolen, was unterschiedet sie?

 

Die bekannten Sehenswürdigkeiten sieht man bei den Arbeiten von Cabaleiro und Hagemann vergeblich.  Das wäre auch nie ihre Intention, versicherten die beiden Künstlerinnen. Sie lassen lieber ihren Blick auf andere Dinge schweifen. Interessante Ecken, bemerkenswerte Architektur, Street-Art, all das steht stärker im Fokus. Auch wenn sich auf einem Bild das Dortmunder U (samt Bierglas) verirrt.

 

Bei den Künstlerinnen herrscht strikte Arbeitsteilung: Hagemann ist die Fotografin und Cabaleiro ist die Malerin, die den Fotocollagen einen besonderen Touch gibt. Dennoch ist das Projekt „Cities of our world“ ein gemeinsames. Kennengelernt haben sich die Deutsche und die Brasilianerin im asiatischen Singapur durch ihre Söhne, die auf die gleiche Schule gingen. Beide sind wegen der Arbeit ihrer Männer dorthin gezogen, Britta Hagemann ist mittlerweile in Zürich gelandet. Ein bis zweimal im Jahr treffen sich die beiden, um dann an dem Projekt weiterzuarbeiten.

Eine Besonderheit des Projektes: Es werden Städte porträtiert, zu denen die beiden Künstlerinnen einen Bezug haben: In Singapur haben beide gelebt, in Zürich wohnt Hagemann momentan und es gibt bei beiden einen gewissen Dortmund-Bezug: Hagemann ist dort aufgewachsen und Cabaleiro hat in Münster studiert und in Brilon gelebt. Eine weitere Besonderheit: Es werden Bilder aus den anderen Städten bei neuen Ausstellungen mitgenommen und präsentiert. So entsteht eine Sammlung aus unterschiedlichen Stadtbildern aus verschiedenen Kontinenten.

 

Die spannende Frage ist ja, was unterschiedet die Metropolen Singapur, Zürich und Dortmund (als hauptsächlicher Repräsentant des Ruhrgebiets) voneinander: „Singapur ist wärmer“, so Cabaleiro, „Zürich ist sachlicher, klassisch und elegant.“ Interessant ist das, was die Künstlerinnen über Dortmund sagen. „Industriell geprägt, bodenständiger, spielerischer“, meinte Hagemann. „Realistischer“, empfand Cabaleiro die Stadt.

 

Wem ein Motiv so gut gefällt, dass er es nach Hause nehmen möchte: Die beiden Künstlerinnen drucken von jedem Motiv acht in mittlerer Größe auf Leinwand und 16 in kleiner Größe auf Künstlerpapier.

 

Das Projekt von Patricia Cabaleiro und Britta Hagemann ist ständig am wachsen. Es sollen nicht nur weitere Städte hinzukommen wie Tokyo, London, Boston oder New York, sondern das Ruhrgebiet wird weiter künstlerisch erforscht. So sollen unter anderem Kioske, das Essen im Ruhrgebiet und der allgegenwärtige Fußball thematisiert werden.

 

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann das unter http://www.cw-art.com/ (Englisch) tun.

„Cities of our world: The Ruhrgebiet Series“
Patricia Cabaleiro und Britta Hagemann
vom 04.12.2013 bis 08.12.2013
Depot Dortmund, Immermannstraße 29, 44147 Dortmund.

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