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Eine coronakonforme Umarmung: Das ist das »World Press Photo« 2021

In einem Pflegeheim in São Paulo hat der dänische Fotograf Mads Nissen eine Szene aufgenommen, die eine internationale Jury zum Pressefoto des Jahres kürte. Ausgestellt werden die Werke von 45 Fotografen aus 28 Nationen.

Zum ersten Mal seit fünf Monaten wird die 85-jährige Bewohnerin eines Pflegeheims in São Paulo wieder umarmt. Nachdem wegen der Coronapandemie keine Besuche erlaubt waren, wurde ein »Umarmungsvorhang« installiert. Den Moment in Brasilien hielt der dänische Fotograf Mads Nissen fest, seine Aufnahme brachte ihm den Hauptpreis für das »World Press Photo« des Jahres ein. Darüber hinaus gewann das Bild auch in der Kategorie »General News«. Das Foto ist symptomatisch für die Coronapandemie, bei der zum ersten Mal in der Menschheitsgeschichte bewusst das gesellschaftliche und wirtschaftliche Leben weitestgehend zurückgefahren wurde, um Menschenleben zu retten, vor allem nach den ersten dramatischen Bildern von Sterbenden.

Die erste Umarmung © Mads Nissen, Denmark, Politiken/Panos Pictures
Die erste Umarmung © Mads Nissen, Denmark, Politiken/Panos Pictures

In diesem Jahr wurden insgesamt 74.470 Bilder von mehr als 4300 Fotografinnen und Fotografen aus 130 Ländern eingereicht. Eine unabhängige 28-köpfige Jury wählte die besten Fotos und Foto-Reportagen in acht Kategorien aus: Contemporary Issues, General News, Environment, Long-Term Projects, Nature, Spot News, Sports und Portraits.

Der jährliche „World Press Photo Award“ ist der weltweit größte Wettbewerb für Pressefotografie. Die wichtigsten Informationen im Überblick.

Manche Bilder machen uns fassungslos. Sie berühren uns und gehen unter die Haut. Das Bild „The First Embrace“ („Die erste Umarmung“) des dänischen Fotografen Mads Nissen ist so eines. Das Weltpressefoto des Jahres 2021 zeigt die 85-jährige Rosa Luzia Lunardi, wie sie in der Coronakrise von der Krankenschwester Adriana Silva da Costa Souza in einem Pflegeheim in São Paulo umarmt wird. So wurde neben dem Dänen Mads Nissen auch der Italiener Antonio Faccilongo ausgezeichnet. Er gewann in der Kategorie Photo Story den ersten Preis für seine „Habibi“-Serie über die Folgen des Israelkonflikts für palästinensische Paare.

Der seit 1955 jährlich stattfindende „World Press Photo Award“ ist der weltweit größte und international anerkannteste Wettbewerb für Pressefotografie. Seit 27 Jahren wird er u. a. vom STERN unterstützt. Wie seit Jahren werden die Werke der am „World Press Photo Award“ teilnehmenden Fotografen auch in Dortmund im DEPOT in der Nordstadt in der Immermannstraße ausgestellt. 2020 musste die Ausstellung jedoch leider coronabedingt ausfallen.

In einem beispiellosen Jahr, das von der Coronapandemie und Protesten für soziale Gerechtigkeit und gesellschaftliche Anerkennung und Gleichberechtigung auf der ganzen Welt geprägt war, zeigen die Gewinner eine Vielfalt von Perspektiven zu diesen und anderen dringenden Fragen, wie der Klimakrise, den Rechten von Transgender-Menschen und Territorialkonflikten.

Die Ausstellung ist noch bis zum 17.10.2021 zu sehen.

Öffnungszeiten:
Sonntag – Donnerstag 11 – 20 Uhr
Freitag und Samstag 11 – 22 Uhr

Die World Press Photo Foundation empfiehlt den Besuch der Ausstellung ab 14 Jahren.

Eintritt:
Normal 8,00 €

Ermäßigt 6,00 €

Tickets sind an der Tageskasse erhältlich, es gibt keine Online-Tickets. Die Reservierung eines Zeitfensters für den Ausstellungsbesuch ist nicht notwendig. Bitte beachten: im Depot ist aktuell nur Barzahlung möglich!

Die Mitnahme von Hunden/Haustieren ist in der Ausstellung nicht erlaubt.

Bitte informieren Sie sich vor Ihrem Besuch noch einmal auf www.depotdortmund.de zur aktuellen Corona-Lage und den möglichen Änderungen!

Galerie im Depot lädt zur künstlerischen Gedankenreise ein

Im Rahmen der Reihe „Depot stellt vor“ zeigt die Künstlerin Bärbel Thier-Jaspert vom 15.07.2021 bis zum 25.07.2021 in der Galerie im Depot hier in Dortmund insgesamt fünfunddreißig Arbeiten auf Papier, Leinwand und dazwischen ungewöhnliche Buchobjekte. Entstanden sind die Werke vor über anderthalb Jahren, wie die Künstlerin beim Pressegespräch verriet. Thier-Jaspert ist seit 1999 Mitglied des Depot Dortmund.

Passend zur Ferienzeit lädt ihre Ausstellung „Weißt du noch?“ die Besucherinnen und Besucher ein, ihre Gedanken auf eine assoziative Reise zu schicken. Es entstehen ganz persönliche Bilder und Erinnerungen an Orte und Landschaften. Ihre groß- und kleinflächigen Arbeite auf Leinwand sind oft in himmelblauen oder verschiedenen Weiß- und Grautönen gehalten. Die Strukturen auf der Leinwand werden ab und an durch nachträgliche feine Zeichnungen zusätzlich bearbeitet.

Assoziationen und Anregungen zum Nachdenken bieten auch die an den Seiten auf „weißen Schleifen“ angebrachten Sinnsprüche oder Stichworte. Die minimalistischen Zeichnungen führen assoziativ in familiäre Lebens- und Wohnsituationen, die bei einigen sicher Erinnerungen aus ihrer Vergangenheit wach rufen.

Eine Buchobjekte von Bärbel Thier-Jaspert - zu sehen in der Galerie im Depot. (Foto: © Depot Dortmund)
Eine Buchobjekte von Bärbel Thier-Jaspert – zu sehen in der Galerie im Depot. (Foto: © Depot Dortmund)

Ein besonderer Bestandteil der Ausstellung sind die ungewöhnlichen bunten, zumeist mit nur einem Schlagwort auf den bunt gestaltetem Deckblättern versehenen Buchobjekte. Eindrucksvoll ist da beispielsweise die sensible Illustration zu einem Gedicht von Heinrich Heine.

Der Eintritt ist frei und eine vorherige Anmeldung (nach momentanen Stand) nicht mehr notwendig.

Öffnungszeiten: Montag bis Mittwoch geschlossen.

Donnerstag und Freitag von 17:00 bis 20:00 Uhr geöffnet.

Samstag und Sonntag von 16:00 bis 19:00 Uhr geöffnet.

Weitere Informationen finden Sie auf www.depotdortmund.de

Fotofestival widmet sich Fragen um die Identität

Die Coronazahlen fallen beständig, die Hoffnung auf einen kulturellen Sommer steigen. Daher geht das diesjährige f² Fotofestival in die Vollen und präsentiert 16 Ausstellungsprojekte, die vom 17. bis zum 27. Juni in verschiedenen Orten zu sehen sind. Neben Museen oder Galerien wird Kunst im öffentlichen und privaten Raum geboten. Doch das Zentrum ist das Depot Dortmund. Hier findet in der Haupthalle die Ausstellung „Facing Gender“ statt sowie „Promised Realities“ in der Galerie im Depot.

Die große Ausstellung „Facing Gender“ beschäftigt sich um das Konstrukt des Geschlechts. Über die biologische Komponente hinaus gibt es auch eine weit facettenreichere Welt von Homosexualität, Drags und Transsexualität. In den großformatigen Bildern werden beispielsweise lateinamerikanische Balletttänzer gezeigt, die dort als „unmännlich“ gelten, Homosexualität im Iran wird thematisiert oder das Frauenbild in Italien seziert. Immer steht die Frage um das Geschlecht und das Rollenverständnis wird im Mittelpunkt. Die Ausstellung ist durchaus textlastig, die Besucher sollten sich also etwas Zeit mitnehmen.

Die Ausstellung in der großen Halle des Depots zeigt spannende Fotografien rund um das Thema "Gender und Identität".
Die Ausstellung in der großen Halle des Depots zeigt spannende Fotografien rund um das Thema „Gender und Identität“.

In der Galerie im Depot finden sich Fotografien afrikanischer Nachwuchsfotografen unter dem Titel „PROMISEDrealities“, die ihren Blick auf den afrikanischen Alltag zeigen. Geplant war eigentlich ein Residenzprogramm in Dortmund, doch das musste wegen Corona abgesagt werden.

Im Hafenbereich der Nordstadt zeigt das Fotografie-Kollektiv „The Journal“ ihre Arbeiten im öffentlichen Raum. „Amateurfotografie aus Hörde“ wird beim Cafe Aufbruch in der Hinteren Schildstraße 18 präsentiert. Verborgene Fotoschätze werden ans Licht gebracht. Bei Jugendlichen und junge Erwachsenen ist die Identitätsfindung noch im vollen Gange. Sie zeigen in der Ausstellung „ID:me“ im Betenhof ihre Auseinandersetzung mit dem Thema.

Eine besondere Veranstaltung ist „Home and Identity“, denn sie findet in privaten Räumen im Kaiserviertel statt.Jede Wohnung zeigt mit einer Arbeit von internationalen Fotografen einen neuen Aspekt zum Thema „Heimat und Identität“. Es wird auch ein Rundgang angeboten.

Für die Ausstellungen im Depot können sich die Besucherinnen und Besucher online ein Zeitfenster buchen, da die Personenzahl immer noch begrenzt ist. Es besteht aber auch die Möglichkeit, direkt vorbei zukommen. Ein negatives Testergebnis ist nicht mehr vonnöten.

Welche Regeln für welche Veranstaltung gelten, finden Sie auf der Seite www.f2-fotofestival.de. Dort gibt es weitere Informationen über die Ausstellungen, Öffnungszeiten und die digitalen Rahmenprogramme wie das Vortragsprogramm.

World Press Photo 2020 – Fotos, die Geschichten zeigen

Trotz der momentan Situation um die Corona-Pandemie zeigt das Depot Dortmund erneut die Bilder der preisgekrönten Pressefotografen des vergangenen Jahres. Vom 24.10. bis zum 15.11.2020 sind in der Mittelhalle des Depots die 150 Fotografien zu sehen. Ein Besuch lohnt sich, denn Dortmund ist nur einer von drei Standorten in Deutschland, an denen die Bilder gezeigt werden.

Da die Bilder das Jahr 2019 reflektieren, ist Corona noch kein Thema. Irritiert ist der Betrachter von einem Bild aus Hongkong, doch in asiatischen Ländern war das Tragen eines Mundschutzes schon vor Corona deutlich verbreiteter. Stichwort Hongkong. Die Themen 2019 waren unter anderem natürlich die Proteste der Demokratiebewegung nicht nur in Hongkong, sondern auch in anderen Ländern.

Ein weiteres großes Thema im Jahr 2019 war die Umwelt. Brände in Australien sorgten – leider muss man hier sagen – für spektakuläre Fotos. Ansonsten gibt es verschiedene Oberthemen wie Porträts, Sport, langfristige Projekte und anderes.

Das diesjährige Siegerfoto des Jahres zeigt Demonstranten in Khartoum (Sudan), die während eines Blackouts ihren Protest unter Handylicht weiterführen. (Foto: ©  © Yasuyoshi Chiba, Japan, Agence France-Presse)
Das diesjährige Siegerfoto des Jahres zeigt Demonstranten in Khartoum (Sudan), die während eines Blackouts ihren Protest unter Handylicht weiterführen. (Foto: © © Yasuyoshi Chiba, Japan, Agence France-Presse)

Besonders stolz sind die Organisatoren, dass zwei Fotografen ausgezeichnet wurden, die in Dortmund ihr Handwerk gelernt haben. Mit Maximilian Mann und Nikita Teryoshin wurden im diesjährigen World Press Photo Wettbewerb zwei Studenten der hiesigen Fachhochschule ausgezeichnet.

Darüber hinaus wartet während der World Press Photo Ausstellung ein Rahmenprogramm mit Führungen, Vorträgen und Workshops. Von Drohnenfotografie, einer Doku über Helmut Newton bis hin zu einem Abend rund um das Thema Whistleblowing – im Kulturort Depot es gibt viel zu entdecken. Eine Reihe von Sonntagsmatineen bietet außerdem die Gelegenheit, junge Fototalente und ihre Arbeit persönlich kennenzulernen. Den Anfang macht Maximilian Mann, der am 25. Oktober um 11:00 Uhr in der Galerie im Depot zu Gast sein wird. Tickets für seinen Vortrag sind für fünf Euro im Online-Vorverkauf erhältlich.

Wie überall gelten im Depot aktuell verstärkte Hygienemaßnahmen und Beschränkungen der Besucherzahl. Alle Infos zur Ausstellung und dem Rahmenprogramm sowie kurzfristige Änderungen im Hinblick auf die Lage rund um Corona sind auf www.depotdortmund.de zu finden.

Die WORLD PRESS PHOTO AUSSTELLUNG 2020 im Kulturort Depot – gefördert von der DEW21

Termin: SA 24.10. bis SO 15.11.2020

Öffnungszeiten:
MO – MI: 11.00 – 19.00 Uhr
DO: 11.00 – 20.00 Uhr
FR – SA: 11.00 – 22.00 Uhr
SO: 11.00 – 19.00 Uhr

Eintritt: 6 € / 4 € (ermäßigt)

Favoriten Festival 2020 – Den Arbeitsbegriff divers betrachtet

Die freie Kunstszene ist in diesem Jahr besonders existentiell von der Corona-Pandemie betroffen. Daher sind Olivia Ebert und Fanti Baum, die beiden künstlerischen Leiterinnen des Favoriten Festival 2020 (Festival für für die Freien Darstellenden Künste in NRW) in Dortmund glücklich, dass dieses Festival unter der Trägerschaft des NRW Landesbüro Freie Darstellenden Künste e.V. und dem Dortmunder Kulturbüro vom 10. bis zum 20. September 2020 stattfinden kann.

Mit dem Thema „ „While we are Working“ setzen die teilnehmenden Künstler*innen, in 22 Beiträgen aus den Bereichen Performance, Theater, Tanz, Lesung, Workshop und einer Gruppenausstellung nicht nur ein starkes Zeichen“We are working!“, sondern erforschen in verschiedenen Positionen die unterschiedlichen Felder des Arbeitens und „Nicht-Arbeit“ in den Künsten und der Gesellschaft.

Da geht es zum Beispiel um Fragen wie „Was verstehen wir unter Produktivität?“ Ist nur die „Lohnarbeit“ Arbeit? Oder im übertragenem Sinn: „Wer ist für die Verständigungsarbeit bei verschiedenen Kulturen in der Gesellschaft verantwortlich?“ Integrations-Paradigmen werden hinterfragt.

Hauptort der Veranstaltungen ist das Dortmunder Theater im Depot. Andere Orte sind etwa das Dietrich-Keuning-Haus, die Ladenzeile neben der Petrikirche oder das Roxy-Kino,

Das Transnationale Ensemble Labsa lädt ins "Schlaflabor" ein.Vom 17.09. bis zum 20.09. 2020 in der Werkhalle des Depots zu sehen. (Foto: © Betty Schiel)
Das Transnationale Ensemble Labsa lädt ins „Schlaflabor“ ein.Vom 17.09. bis zum 20.09. 2020 in der Werkhalle des Depots zu sehen. (Foto: © Betty Schiel)

Los geht es am 10.09.2020 ab 19:00 Uhr im Theater im Depot (Immermannstraße 29, 44147 Dortmund) mit „Everything but Solo“ des Performance-Kollektivs „Swoosh Lieu“, bestehend aus Johanna Castell, Katharina Kellermann und Rosa Wernecke sowie dem Tanzlabor _21, Tanzbasis Frankfurt_Rhein_Main, Projektensemble PET_10. Vier Bühnenarbeiterinnen tanzen. Die wichtige „Zuarbeit“ wird künstlerisch in den Mittelpunkt gestellt. Wie wird man Teil des performativen Prozesses? Die Vorstellung am 10.09.2020 ist schon ausverkauft. Weitere Gelegenheit mit dabei zu sein gibt es am 11.09.2020 um 19:00 Uhr am gleichen Ort.

Das umfangreiche Programm liegt als Flyer an mehreren Kulturorten aus und es gibt einen Katalog. Genau Informiert die Web-Seite des Festivals.

Ticket-Karten für alle Events kosten normal 15,- Euro und ermäßigt 8,- Euro (Schüler, Auszubildende , Studenten). Freier Eintritt für Empfänger*innen von Sozialhilfeleistungen und Dortmund-Pass Inhaber*innen.

Es wird in diesen Corona-Zeiten empfohlen, die Tickets online zu bestellen.

Im Notfall gibt es auch die Möglichkeit, noch (ohne Garantie) an der Abendkasse Karten zu ergattern.

Für weitere Informationen können sich sich an die Internetseite : http://favoriten-festival.de/ wenden

Eindrucksvolle Bilddokumente von Pressefotografen

Zum siebten Mal zeigt das Depot Dortmund im Kooperation mit DEW21 vom 25. Mai bis zum 16. Juni 2019 die World Press Photo Ausstellung. Mehr als 150 Fotos, aufgenommen rund um den Globus, zeigen die Schönheiten, aber auch die Schrecken unserer heutigen Zeit. Neben der eigentlichen Ausstellung gibt es ein reichhaltiges Begleitprogramm für Schülerinnen und Schüler sowie für Medienschaffende.

Jedes Jahr zeichnet die World Press Photo Foundation in einem internationalen Wettbewerb die besten Pressefotografen aus. Diese Bilder gehen dann auf Wanderschaft und werden einem großen Publikum gezeigt. Der erste Termin dieser Wanderausstellung ist das Depot im Dortmunder Norden und es ist auch der einzige Ort in ganz Nordrhein-Westfalen.

Neben eindrucksvollen Naturaufnahmen spiegeln die Aufnahmen auch die großen nachrichtlichen Ereignisse wider. So wird eine mexikanische Familie porträtiert, die einige Verwandte in den Drogenkriegen verloren hat. Die Konflikte im Jemen und Syrien werden ebenso gezeigt wie die dramatische Situation in Venezuela oder im Kongo.

Eindrucksvolle Pressefotos aus aller Welt sind im Depot Dortmund bei der World Press Photo Ausstellung zu sehen.
Eindrucksvolle Pressefotos aus aller Welt sind im Depot Dortmund bei der World Press Photo Ausstellung zu sehen.

Die Bilder sind thematisch geordnet und bieten von Fotoreportagen über Sportfotos bis hin zu persönlichen Geschichten einen Eindruck in die Arbeit von Pressefotografen. Leider können aus technischen Gründen Videos und interaktive Arbeiten nicht gezeigt werden. Dennoch bieten die Bilder einen guten Einstieg in eine Geschichte, die durchaus anders sein kann. Beispielsweise zeigt ein Foto anscheinend laichende Frösche, ein schönes Naturbild aus Rumänien. Doch der Text neben dem Bild macht deutlich, dass den Fröschen die Schenkel abgerissen wurden und sie zum Sterben an die Wasseroberfläche kommen.

Im Begleitprogramm der World Press Photo Ausstellung werden in benachbarten Kino sweetSixteen auch zwei Filme gezeigt. Es laufen „Women Stories“ von Peter Lindbergh und „Der illegale Film“ von Claus Wischmann und Martin Baer. Beide Filme sind vom 27.05. bis 14.06. 2019 auch für Schulvorführungen buchbar.

Daneben finden einige Veranstaltungen für Medienschaffende statt, hervorzuheben ist der Vortrag von Abeer Saady über „Sicherheits- und ethische Dilemmata für Fotojournalisten in Konfliktgebieten“ am 30.05. 2019 um 19 Uhr. Der Eintritt ist frei, der Vortrag ist in englischer Sprache.

Die Ausstellung wird am 24. Mai 2019 um 19 Uhr im Depot eröffnet.

Die Öffnungszeiten sind:

Montags bis mittwochs: 11.00 – 19.00 Uhr

Donnerstags: 11.00 – 20.00 Uhr

Freitags bis samstags: 11.00 – 22.00 Uhr

sonntags: 11.00 – 19.00 Uhr

Der Eintritt beträgt 6 € (ermäßigt 4 €)

Weitere Informationen gibt es unter: http://www.depotdortmund.de/programm/ausstellung/1952-world-press-photo-19/event_details.html

Kreatives Ferienprogramm für Kids im Depot

Im Rahmen des „Kulturrucksack NRW“ wird in den beiden Wochen des Ferienbeginns vom 16.-26. Juli 2018 jeweils von 10.00 bis 16.00 Uhr Montags – Donnerstags im Depot Dortmund (Immermannstraße 29) ein kostenloses kreatives Ferienworkshop-Programm unter dem Titel „Humaschines“ für Kinder und Jugendliche im Alter wischen 10 und 14 Jahren angeboten.

Eine wunderbare Gelegenheit für die Kids, gerade in der Nordstadt, aber auch darüber hinaus, sich in den Ferien inspirieren zu lassen, kreativ zu betätigen und sich mit dem spannenden Thema „Künstliche Intelligenz“und seine positiven wie negativen Aspekte künstlerisch zu beschäftigen. Nicht jedes Kind hat ja die Möglichkeit, mit seinen Eltern in den Urlaub zu fahren.

Sozialpädagogisch und künstlerisch begleitet wird das Programm von einem kompetenten Team um Susanne Beringer, Susanne Schütz, Birgit Brinkmann-Grempel sowie dem Dortmunder Fotografen Peter Lutz.

Die erste Woche (16.07. – 19.07.2018) ist für die Altersgruppe 10–12 Jahre, die zweite Ferienwoche (23.07 – 26.07.2018) für die Altersgruppe 12-14 Jahre vorgesehen.

Freuen sich auf rege Beteiligung der Kinder. (v.l.n.r.) Peter Lutz, Susanne Schütz und Birgit Brinkmann-Grempel - Künstlerinnen vom Depot Dortmund.
Freuen sich auf rege Beteiligung der Kinder. (v.l.n.r.) Peter Lutz, Susanne Schütz und Birgit Brinkmann-Grempel – Künstlerinnen vom Depot Dortmund.

Das Team begleitet die Kids und möchte ihnen Anregungen für deren eigene Entwicklung geben, erklärte Peter Lutz beim Pressegespräch. Vorgesehen ist auch eine spätere Präsentation (Ausstellung) der Ergebnisse. Je Woche sind jeweils 2 Module vorgesehen.

Das erste Modul (Malerei, Druck, Objekte ) bietet den Kindern und Jugendlichen die Möglichkeit, sich malerisch, zeichnerisch oder mit Hilfe von verschiedenen Drucktechniken (Linoldruck, Stempeln, Schablonen) und mit zumeist recycelten Materialien (defekte Elektrogeräten, Computern, Platinen, Draht oder LEDs mit dem Thema „Humaschines“ auseinanderzusetzen .

Sie können zum Beispiel ihren Wunschroboter oder Zukunftsvisionen auf Papier bringen oder aus den angebotenen unterschiedlichen Materialien diese frei entwickeln.

Beim 2. Modul (Portraitfotografie, Maskenbau und Fotocollage) können die Kinder Fotos inszenieren, Requisiten verwenden und Masken (Gipsmasken) nutzen, die sie gemeinsam mit einem Partner erstellen. Später haben sie die Gelegenheit, ihre Verwandlung Mensch, danach Maschine oder „Menschmaschine“ zu dokumentieren.

Sie können auch mit den ausgedruckten Fotos Bildgeschichten erzählen und sie mit Unterschriften oder mit Sprechblasen Science-Fiction Stories kreieren. Es besteht auch die Möglichkeit, einzelne Fotoportraits mit weiteren Bildern zu fantasievollen Fotocollagen zu montieren.

Der Kreativität und Eigendynamik sind keine Grenzen gesetzt!

Dieses kostenlose Angebot wird vom Kulturbüro und der Stadt Dortmund sowie dem Land NRW unterstützt und gefördert.

Damit das interessante Programm lebt natürlich von vielen Kindern und Jugendlichen, die daran daran teilnehmen und möglichst viel Spaß in ihrer Ferienzeit haben.

Also möglichst bald per E-Mail anmelden. Es sind noch Plätze frei:

Kontakt:

Susanne Beringer: kunst@beringer.me

Birgit Brinkmann-Grempel: bb-g@gmx.net

World Press Photo 2018 – Ausstellung im Kulturort Depot

Auch in diesem Jahr zeichnet die World Press Photo Foundation in diesem renommierten internationalem Wettbewerb die besten Pressefotografien in verschieden Kategorien aus. Eingereicht wurden 73.044 Fotos des Jahres 2017 von 4.548 Fotografen aus 125 Ländern. Ausgewählt als Sieger wurden von einer kompetenten Jury letztendlich 41 Fotografien aus 21 Nationen.

Zum siebten Mal werden über 150 großformatige Fotos vom 09.06.2018 bis zum 01.07.2018 im Kulturort Depot (Mittelhalle) in der Immermannstraße 29 in Dortmund ausgestellt.

Wie Clara Vlaun (World Press Photo Foundation) beim Pressetermin erklärte, als neue Kategorie „Environment“ (Umwelt) hinzu gekommen. Es gibt viele spektakuläre Aufnahmen aus den Bereichen Sport, Natur, Umweltzerstörung, Portraits, gesellschaftlichen Konflikten und langfristige Projekte (Fotoreportagen).

In einer Wanderausstellung werden die preisgekrönten Fotos in der ganzen Welt gezeigt und erreichen so sehr viele Besucher. Es gibt zu der Ausstellung wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen für Schulen und anderen Gruppen,, Kinofilm, Vorträgen.

Der Eintritt kostet normal 6,- €/ 4,- € erm. Für das Rahmenprogramm (Schulen) gibt es ein spezielle Begleitheft als Leitlinie. Die Führungen kosten pro Schüler 3,50 €

Dieses Begleitmaterial und nähere Informationen erhalten Sie unter der

Telefonnummer 0213-900 809 oder per E-mail unter depot@depotdortmund.de

Es lohnt sich etwas Zeit mit zu bringen, um sich die ausdrucksstarken Fotografie genau zu betrachten und die Geschichten dahinter zu erkennen.

Denn es geht hier um verborgene Wahrhaftigkeit, die in besonderen Momenten festgehalten wurden. Da die Fotografien teilweise auch schonungslos Gewalt darstellt, wird diese Ausstellung für Jugendliche erst ab 14 Jahre von der Foundation empfohlen. Als kleiner Eindruck seien hier nur wenige Beispiele genannt.

Den 1. Preis Einzelfotografie in der Kategorie „Harte Fakten“ mit eindrucksvollen Fotografien aus dem Krisengebiet Venezuela erhielt Ronaldo Schemidt (Agence France-Presse). Die Betrachter sehen in Flammen stehende Demonstranten gegen den Präsidenten Maduro in Venezuela im Konflikt mit der Bereitschaftspolizei.

Die Ausstellung zeigt sehr gefühlvolle, aber auch dramatische Bilder aus aller Welt. (v.l.n.r.) Claudia Schenke (Depot Dortmund), Wolfgang Bödeker (DEW21) und Carla Vlaun (World Press Foto Foundation).
Die Ausstellung zeigt sehr gefühlvolle, aber auch dramatische Bilder aus aller Welt. (v.l.n.r.) Claudia Schenke (Depot Dortmund), Wolfgang Bödeker (DEW21) und Carla Vlaun (World Press Foto Foundation).

In der Kategorie Natur mit dem 2. Preis Einzelfotografie und dem 3. Preis Fotoserie wurde zum Beispiel der deutsche Fotograf Thomas P. Peschak (National Gegographic) ausgezeichnet. Sein Foto von Felsenpinguinen auf den Marion Inseln im südlichen indischen Ozean und die Fotoserie auf den Galapagosinseln zeigen sensibel die Auswirkungen der Umwelteinflüsse und gleichzeitig die Schönheit der Natur.

Die Fotografin Anna Boyiazis (USA) wird für ihrer auf Sansibar aufgenommenen Fotoserie in der Kategorie „Menschen“ mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Sie zeigt Frauen und Wasser und deren Bedeutung als Symbol für Leben.

Die vielen qualitativ hochwertigen eindrucksvollen Pressefotografien haben es verdient, auch in ganz NRW und darüber hinaus beachtet zu werden. Das findet auch Claudia Schenk von der Geschäftsführung im Depot.

Fotofestival Dortmund an acht verschiedenen Orten

[fruitful_alert type=“alert-success“]Katrin Koenning zeigt Freizeitaktivitäten im Künstlerhaus Dortmund im Rahmen der Ausstellung „Everyday Is Like Sunday“.[/fruitful_alert]

Das neue Fotofestival „f²“ in Dortmund unter dem Oberthema „Grenzen“ unter Beteiligung von von mehr als 80 bekannten Fotografen findet vom 22. Juni bis zum 16. Juli 2017 an acht verschiedenen Ausstellungsorten statt. Dort wird jeweils ein unterschiedlicher Zugang und Blickwinkel auf diese Thematik präsentiert. Das große Spektrum reicht von „Grenzen des Wachstums“ bis zu den „Grenzen des Mediums Fotografie“

Drei Kunstorte machen den Anfang: Das Depot Dortmund eröffnet als erster Ort das Fotofestival am Donnerstag, den 22.06.2017 um 19:00 Uhr mit der Ausstellung „Grenzen des Wachstums“. Sie bezieht sich auf eine 1972 erschienen Studie des „Club of Rome“, der schon damals mahnend auf die Folgen einer zügellosen Weltwirtschaft hinwies. Internationale Fotografen zeigen eindrucksvoll in ihren künstlerischen, dokumentarischen und fotojournalistischen Arbeiten in Farbe und Schwarz-Weiß, die Folgen von Überfischung, Klimawandel, Armut, Ausbeutung und Perspektivlosigkeit. Sie führen uns auch deutlich vor Augen, warum Menschen es auf sich nehmen, unter schwierigsten Bedingungen aus ihren Heimatländern zu fliehen.

Am Freitag, den 23.06.2017 um 20:00 Uhr wird im Künstlerhaus Dortmund die Ausstellung von sieben verschiedenen Fotokünstlerinnen und Künstlern unter dem Titel „Everyday is like Sunday“. Hier wird der Song von Morrissey aufgegriffen, um die Bedrohung durch den als langweilig und still empfundenen „freien Sonntag“ zu beschreiben. Die Grenzen zwischen Feiertag und Alltag sind fließend. Wie empfindet ein arbeitsloser Mensch den Sonntag? Die Ausstellungsmotive drücken diese Ambivalenz zwischen Alltag und Feiertag, Normalität und Experiment, Fest und Langeweile oder Heimat und Fremde aus. Dabei spielt der auf die Freizeit gerichtete Aspekte der Konsumgesellschaft ebenso eine Rolle wie Feiertag als Flucht aus dem Alltag, Alltag als Flucht vor der Einöde des Sonntags. Einen besonderen Blick auf das Ruhrgebiet und seiner Bewohner zeigt die hier geborene Künstlerin Katrin Koenning (lebt seit sieben Jahren in Australien) in ihren Fotografien von einfachen Freizeitvergnügen im Grünen oder solchen, die auch Zeichen des Verfalls beinhalten. Zu sehen sind auch Arbeiten, die sich mit dem Erleben von Sexualität zwischen Prostitution und Lebensgemeinschaft respektvoll beschäftigen.

Am Samstag, den 24.06.2017 wird in der 44309 Street/Art Gallery eine besondere Fotoausstellung eröffnet. Der deutsche Fotograf Felix Kleymann hat 2015 Menschen auf ihrer Fluchtroute vom Irak über die Türkei, Griechenland, die Balkanroute über Österreich nach Deutschland. Er dokumentiert das während der acht Wochen den Camps erlebte oder die gefährlichen Überfahrt im Schlauchboot in Bildern und Texten. Er wird am Samstag anwesend sein und auch davon berichten. „Ich wollte einmal dokumentieren, was es eigentlich bedeutet, unter Strapazen und Gefahren so eine Flucht auf sich zu nehmen,“ so Kleymann.

Die anderen fünf Orte des des Fotofestivals haben später ihrer Eröffnungstermine. Wir werden davor berichten.

 

Weg vom Klischee – Fotos von Roma im Depot

Das harte Leben von Roma in Serbien fotografierte Uwe Jesiorkowski. (Foto: © Uwe Jesiorkowski)
Das harte Leben von Roma in Serbien fotografierte Uwe Jesiorkowski. (Foto: © Uwe Jesiorkowski)

Jeder hat ein bestimmtes Bild von der Volksgruppe der Roma im Kopf. Häufig wird dieses Bild von Armut und weiteren negativen Eigenschaft assoziiert. Doch die Kultur der Roma ist genauso vielfältig wie die ihrer Herkunftsländer. Im Rahmen des Festivals „Djelem Djelem“ präsentiert das Depot in Zusammenarbeit mit den Fotografen von Freelens die Fotoausstellung „Roma“, die vom 08. bis zum 18. September 2016 zu sehen ist.

In Deutschland leben Roma schon eine längere Zeit, manche von ihnen sind auch als Gastarbeiter oder als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Daher sind die Facetten ihrer Herkunftskulturen auch so unterschiedlich. Neun Fotografinnen und Fotografen des Berufsverbandes Freelens haben sich mit den unterschiedlichen Varianten der Romakultur auseinandergesetzt. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa.

In Serbien leben Roma auch heute in großer Armut und werden von der Mehrheitsbevölkerung diskriminiert. Uwe Jesiorkowski zeigt das (Über)leben der dortigen Roma. Magdalena Stengel hatte einen ähnlichen Ansatz und untersuchte die verschiedenen Romakulturen in Europa.

Andere Fotoserien zeigen die Farbigkeit und die Verschiedenheit der Romakultur. Von einem schwulen Roma, der gegen Homophobie und Rassismus kämpft bis hin zu einer adventistischen Romafamilie, die sehr auf Traditionen achtet.

Für die beteiligten Fotografinnen und Fotografen ist es wichtig zu zeigen, dass das gängige Klischee von Roma, das von den Medien propagiert wird, zur Stigmatisierung der Volksgruppe beiträgt. Es ist für Roma sogar schwierig geworden, außerhalb dieser Klischees wahrgenommen zu werden. Ein Roma, der studiert? Für manche unvorstellbar. Die Fixierung auf Armut und Diebstahl hat die Roma vorsichtig werden lassen. So sind sie sehr darauf bedacht, was mit ihren Bildern passiert.