Ausflug in die katholische Abenteuerliteratur

Die drei Messdiener auf dem Weg durch das Rote-Beete-Gebirge (v.l.n.r.) Leon Müller, Finnja Loddenkämper und Thorsten Bihegue). Foto: ©Edi Szekely.
Die drei Messdiener auf dem Weg durch das Rote-Beete-Gebirge (v.l.n.r.) Leon Müller,
Finnja Loddenkämper und Thorsten Bihegue). Foto: ©Edi Szekely.

Nach dem großen Erfolg von „Komm in meinen Wigwam“ präsentiert Wenzel Storch in dieser Spielzeit mit „Das Maschinengewehr Gottes“ eine Art Road-Movie für das Theater. Die Krimi-Burlesque hat am 10. Dezember um 20 Uhr Premiere.

War der „Wigwam“ noch sehr stark von der katholischen Aufklärungsliteratur und der Figur von Pater Lappan geprägt, ist das „Maschinengewehr Gottes“ eine bizarre, wenn auch vergnügliche Reise durch die katholische Abenteuerliteratur.

Die Geschichte: Kaplan Buffo verliert seine Kirche beim Pokern an Bauer Hümpel, der die Kirche den Erdboden gleichmacht. Im alten Pfarrhaus leben die Ministranten Lutz, Erika und Egon. Die Messdiener bestellen sich im Christlichen Kaufhaus einen neuen Priester. Der Priester ist aber ein um sich schießender Automat, der kurze Zeit später explodiert. In seinem Inneren finden die Ministranten auf einen Orden in Schlesien. Die drei machen sich also Richtung Osten auf. Die dortigen Nonnen vom Orden der barmherzigen Seepferdchen verehren die Meerjungfrau Maria. Haben sie den Automaten gebaut? Steckt Kaplan Buffo dahinter?

Wie schon beim „Wigwam“ spielt Storch sehr stark mit der Begrifflichkeiten der katholischen Lebenskultur, jedoch ohne sie lächerlich zu machen. Das Stück ist wie eine Art „katholisches Groschenheft“, so nennt es Wenzel. Ein wenig inspiriert von einem typischen Bauerntheater, können sich Bühne und Kostüme richtig austoben.

Der größte Teil der Besetzung von „Wigwam“ ist wieder da, ergänzt durch Julia Schubert und Andreas Beck. Hinzu kommen wieder Mitglieder des Jugendclubs „Theaterpartisanen“ und des Sprechchores.

Die Premiere ist ausverkauft, für die zweite Vorstellung am Freitag, dem 11. Dezember gibt es aber noch Restkarten. Weitere Termine und Infos finden Sie unter www.theaterdo.de

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