Kunst als kollektiver interaktiver Prozess

Drei der vier Künstlerinnen von KARARO sind anwesend: (v.l.n.r.) Lydia Paasche, Heehyun Jeong und Anna Jacobi. Es fehlt Anne-Kathrin Loth.

Die Künstlerinnenkooperation KARARO, bestehend aus vier Frauen, entwickelte auf Einladung des Dortmunder Künstlerhauses unter dem Titel „Krake – eine zeit- und ortsbezogene Installation“ eine raumbezogene Arbeit in Form einer 100 m² großen installativen Malerei. Diese interaktive Arbeit der vier Künstlerinnen Anna Jacobi, Heehyun Jeong, Lydia Paasche und Anne-Kathrin Loth ist und vom 6. Mai – 11. Juni 2017 im Künstlerhaus zu sehen und zu erkunden.

Die vier Künstlerinnen sahen sich zuerst die Räumlichkeiten an, um sich von den örtlichen Gegebenheiten einen genauen Eindruck zu verschaffen.

Im Künstlerdorf Worpswede, so Paasche, wurden dann das ersten Schritt zum interaktiven künstlerischen Projekt getan. In der Natur entstand in gemeinsamer Arbeit ein auf einer Fläche von 20 m auf stabilem Kulissenpapier schwarze Tuschzeichnungen. Diese sind halb abstrakt und naturbezogen gehalten.

Als Grundkonsens musste die Gruppe sich über die zu verwendenden Materialien und Farben methodisch einigen. Die eigen individuelle künstlerische Handschrift tritt im Schaffensprozess zurück und es entsteht etwas überraschend gemeinsames Neues. Das birgt einerseits ein erhöhtes, aber gewolltes künstlerisches Risiko beim offenen Arbeitsprozess, ist aber durchaus spannend im Ergebnis.

Auf der anderen Seite des Raumes liegen auf Pappplateaus aus Salzteig geschaffene, halb abstrakte, bemalte Figuren. Auch an der Wand befestigt, befinden sich diese Salzteig-Skulpturen. Sie lassen viel Raum für Assoziationen. Egal, ob sie zunächst an Dinge aus der Meeresnatur erinnern oder bei längerer Betrachtung weitere Assoziationsketten hervorrufen, bleibt dem Betrachter überlassen.

Wir geben kein bestimmtes Thema wie etwa „Meerestiere“ oder „Flüchtlinge“ vor, sondern es geht um die Emotionen, die die Gesamtinstallation im Raum bei den Besuchern der Ausstellung hervorrufen,“ erklärte Jacobi.

Der Raum als Ganzes , vom Boden bis zur Decke, wird zu einer kollektiven Installation. Im hinteren rechten Teil des Raumes wurden zwei große Installationen aus stabiler, weiß bemalter Pappe platziert. Im hinteren Bereich hängen offene, naturbezogene Installationen aus weiß bemalter Pappe. Das Schwarz der Tuschezeichnungen interagieren miteinander.

Es ist eine Ausstellung, die man als „Gesamtpaket“ auf sich wirken lassen muss.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, den 5. Mai 2017 um 20:00 Uhr im Künstlerhaus Dortmund statt. Begrüßung & Einführung durch Dr. Peter Schmieder, Lisa Domin (Konzeption) und die Künstlerinnen.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.kh-do.de oder telefonisch unter: 0231/820 304.

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