Erfolgstitel aus der silbernen Operettenära

Ars tremonia im Interview mit Regisseur Thomas Enzinger.
Ars tremonia im Interview mit Regisseur Thomas Enzinger.

Arme Pariser Künstler, reiche Russen. Dennoch: „Der Graf von Luxemburg“ spielt nicht in der Jetztzeit. Die Pariser Bohème in der Zeit der Jahrhundertwende hat anscheinend mehrere Librettisten und Komponisten fasziniert. So auch Robert Bodanzky und Alfred Maria Willner. Die Musik der Operette schrieb kein geringerer als Franz Lehár, die Uraufführung war 1909. Die Operette hat am 11. Januar 2014 im Opernhaus Premiere. Ars tremonia war bei der öffentlichen Probe.

 

Die Handlung der Operette kurz zusammengefasst: Fürst Basil Basilowitsch hat sich in die Sängerin Angèle Didier verliebt. Leider kann er sie nicht heiraten, da Angèle nicht adelig ist. Basil überredet den armen Graf René von Luxemburg für 500.000 Francs Angèle zu heiraten und nach drei Monaten sich wieder scheiden zu lassen.Somit wäre Angèle adelig und eine standesgemäße Partie für Basil. René und Angèle heiraten – ohne sich zu sehen – und verlieben sich ineinander. René fühlt sich aber an sein Wort gebunden, als urplötzlich die Gräfin Stasa Kokozow auftaucht, die ein Heiratsversprechen von Basil einfordert und René sein konfisziertes Vermögen wiederbeschafft. So finden dann zum Schluss die richtigen Paare zusammen.

 

Regisseur Thomas Enzinger, ein waschechter Wiener, arbeitet sehr akribisch. Armand Brissard (gesungen von Fritz Steinbacher) und seine Freundin Juliette Vermont (gesungen von Mirella Hagen) müssen ihr Duett „Wir bummeln durchs Leben“ oft unterbrechen, weil Enzinger einige Details immer noch nicht gefallen haben.

Der Beginn der Operette spielt in einem Pariser Künstleratelier. Bilder hängen an den Wänden und Künstler tun, was Künstler halt so tun laut Opern- und Operettenlibrettisten: Malen, trinken, sich mit Frauen vergnügen. „Alles, nur nicht brav sein“, fordert Enzinger von den Beteiligten.

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Die Gräfin Stasa Kokozow spielt und singt Johanna Schoppa. Sie besitzt eine enorme Bühnenpräsenz und Entertainer-Qualität. Wenn Schoppa im dritten Akt ihr Lied „Alles mit Ruhe genießen“, das mit aktuellen Bezügen angereichert wurde, singt, lohnt allein das den Besuch der Vorstellung. Dazu können sich die Besucher auf Lucian Krasznec (René), Julia Amos (Angèle) und Kammersänger Hannes Brock (Basil) freuen.

 

Die Termine: Sa, 11. Januar 2014, Fr, 17. Januar 2014, So, 26. Januar 2014, Mi, 05. Februar 2014, Fr, 14. Februar 2014, So, 16. Februar 2014, Do, 06. März 2014, Fr, 14. März 2014, Fr, 28. März 2014, Sa, 12. April 2014, Do, 17. April 2014 und So, 04. Mai 2014

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