Der Wandel der Emscher in Fotografien

(v.l.n.r.) Rüdiger Brand, (Geschäftsbereichsleiter Unternehmenskommunikation bei der Emschergenossenschaft), Marion Edelhoff, (Vorsitzende des Dortmunder Kunstvereins) und Linda Schröer, (Leiterin des Dortmunder Kunstvereins) vor einem Bild von Axel Braun. (Foto: © Anja Cord)
(v.l.n.r.) Rüdiger Brand, (Geschäftsbereichsleiter Unternehmenskommunikation bei der Emschergenossenschaft), Marion Edelhoff, (Vorsitzende des Dortmunder Kunstvereins) und Linda Schröer, (Leiterin des Dortmunder Kunstvereins) vor einem Bild von Axel Braun. (Foto: © Anja Cord)

Verlassene Industriestandorte werden zu städtischen Highlights, früherer Unorte werden neu entdeckt, die Stadtlandschaft der Emscherregion wandelt und verändert sich. Diesen Transformationsprozess einer ganzen Region begleitet das „BRIDGES Fotoprojekt Emscher Zukunft“ der Emschergenossenschaft. Seit ihrer Gründung vor 100 Jahren dokumentiert die Emschergenossenschaft Umbau und Wandel in einem fotografischen Archiv, das heute über 200.000 Aufnahmen beinhaltet. Im letzten Jahr konnten die Dortmunder einen Teil dieser Sammlung in der Ausstellung „Das Flussarchiv“ im MKK bestaunen.

In der diesjährigen Ausstellung der Bridges-Sammlung sind im Dortmunder Kunstverein sieben Arbeiten zu sehen. Die Bilder der diesjährigen Preisträger Eckkehard Bussenius mit der Arbeit „Handlungsräume“ und Fatih Kurceren mit „My German Diary“. Eine Konzeptarbeit von Axel Braun und vier Auftragsarbeiten, die sich mit typischen Aspekten des Lebens in der Region auseinandersetzen.Von außen durch die gläsernen Wände sind Bilder der Preisträger der letzten zehn Jahre des Bridgesprojekts zu sehen.
Die Arbeit von Ekkehard Bussenius beschäftigt sich mit der Darstellung von Gebäuden und Orten an der Peripherie des Phönixsees. Die menschenleeren Bilder muten leicht artifiziell an, sie sind in der Dämmerung zur blauen Stunde mit Langzeitbelichtung entstanden, Landschaften und Gebäude verändern ihre Oberflächen und Strukturen. Die Wahrnehmung des Alltäglichen ändert sich.

In „My German Diary“ zeigt Fatih Kurceren Menschen, die als Migranten in eine Region gekommen sind, die seit 150 Jahren von Zuwanderung und Wandel durch die Industrialisierung und deren Ende geprägt ist. Er zeigt junge Menschen am Rhein-Herne-Kanal, einen Mann, der Werbeplakate klebt oder Menschen die sich in den Armen liegen. „Es sind die Menschen selbst, die in beiläufigen Inszenierungen und Beobachtungen als diejenigen betrachtet werden, die ihr Selbst und ihre Umgebung von Moment zu Moment neu erschaffen“.

Eine Konzeptarbeit von Axel Braun entstand zum Bridges-Aufruf „sustain and ability“. Ein großformatiges Foto zeigt eines der wenigen originalen Teilstücke der Emscher. Es befindet sich zu einem Parkteich reduziert im Kaisergarten hinter dem Schloß Oberhausen. Ein Buch als Leporello angelegt zeigt zahlreiche alte Schwarzweiß-Fotos des Emscherverlaufs. In einem Video dokumentiert der Fotograf den Fortgang der Emscherrenaturierung.

Ausgewählte Studenten der FH Dortmund und der Essener Folkwangschule zeigen ihre Arbeiten im Stil der Autorenfotografie. Zum Beispiel verschiedene Bergehalden im Winter, das Centro Oberhausen in einer kontrastarmen Schwarzweißfotografie oder Details aus Kleingartenanlagen die chaotisch oder abgezirkelt kontrolliert wirken.

Die Ausstellung läuft vom 30. Mai bis zum 12. Juli.

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