Walzer zur Verzweiflung

Das 1. Philharmonische Konzert in der Spielzeit 2016/17 stand zwar unter dem Titel „zauber_bilder“, es war aber auch ein sehr emotionales Konzert. Denn Tschaikowskys 5. Sinfonie zeigte den Komponisten in einem Zustand emotionaler Zerrissenheit und Depression. Genau diese Emotionen brachten die Dortmunder Philharmoniker unter GMD Gabriel Feltz am 28. September wunderbar zum Klingen.

Die Schicksalsmelodie zum Tanz. Der dritte Satz der 5. Sinfonie von Tschaikowsky ist sehr ungewöhnlich, er lockert die teilweise doch sehr düstere Stimmung auf. Sein Schicksalsmotiv erklingt durch alle Sätze und wird am Ende wieder prominent aufgenommen. Das Stück in seiner Perfektion war der Höhepunkt des 1. Philharmonischen Konzertes.

Begonnen hatte es mit dem „Zauberlehrling“ von Paul Dukas. Ein bekanntes Stück für die Dortmunder Philharmoniker, denn es wurde bereits in der letzten Spielzeit unter GMD van Steen 2012/13 (ebenso wie die 5. Sinfonie von Tschaikowsky) zur Aufführung gebracht. Der „Zauberlehrling“ handelt von Goethes gleichnamiger Erzählung und wurde weltberühmt als Filmmusik für Walt Disneys Zeichentrickfilm mit Mickey Maus als Zauberlehrling. Das Stück enthält viele komische Elemente, z.B. wenn der Zauberlehrling versucht, sich an den Zauberspruch zu erinnern, werden seine Fehlversuche in unterschiedlichen Tonarten gespielt.

„Ibéria“ ist von Debussys „Images – Drei Bilder für Orchester“ wohl das bekannteste. Ibéria, das klingende Bild von spanischen Straßen und Wegen, von Düften der Nacht und dem Morgen eines Fests, wurde mit viel spanischen Flair dargebracht. Schlagwerk und Celesta entführten die Besucher des Konzerthauses in ein wildromantisches Spanien.

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