Nabucco – Verdis bekannte Oper auf Zeche Zollern unter freiem Himmel

Am 08. Juli 2022 um 20 Uhr verwandelt sich die Zeche Zollern in Bövinghausen für einen Abend in das Babylon der Antike. Denn die Festspieloper Prag präsentiert Verdis Oper „Nabucco“ als Open-Air-Spektakel.

Jurij Kruglov als Zaccharias. (Foto: © T. Weber)
Jurij Kruglov als Zaccharias. (Foto: © T. Weber)

Diese Oper mit dem dramatischen Spiel um Liebe und Macht begeisterte bisher
Hunderttausende von Zuschauern. Der Besucher wird von Beginn an durch die Stimmen, die Handlung, die Kostüme und das Bühnenbild in den Bann gezogen. Es erwartet den Klassik-Besucher mit Giuseppe Verdis Nabucco eine der größten Opern der Musikgeschichte und zugleich ein wunderbares Open Air-Spektakel.
Man muss Nabucco mit dem weltberühmten Gefangenenchor wenigstens einmal unter freiem Himmel Inszenierung erlebt haben. Der gewaltige Chor der Gefangenen wird erklingen mit einem Aufgebot an klangstarken und facettenreich singenden Solisten. Open Air-Produktionen bedeuten für jedes Opernensemble eine besondere künstlerische Herausforderung. Hier gilt es Aufführung und Ambiente der Spielstätte zu einem unvergesslichen Opernspektakel zu vereinen.
Sänger, Orchester, Regie und Technik müssen sich bei jeder Spielstätte neu auf die atmosphärischen und akustischen Gegebenheiten einstellen. Dies ist der Oper bei den bisherigen Sommer-Open-Air- Aufführungen mit über 2 Millionen Zuschauern hervorragend gelungen.

Grundlage der Oper ist das Libretto des Italieners Temistocle Solera (1816–1878). Die Handlung speist sich aus Legenden um den biblischen Herrscher Nabucco (dt. Nebukadnezar II), König Babylons von 605 bis 562 vor Christus. Mit seiner Herrschaft sind Bauten wie das Ischtartor, die Hängenden Gärten und der babylonische Turmbau verbunden. Hintergrund der Opernhandlung sind die Eroberung Jerusalems 587 v. Chr. und die Wegführung des jüdischen Volkes in babylonische Gefangenschaft 586 v. Chr. (2. Könige 25). Das Libretto übernimmt daraus nur wenige Motive. Die Handlung besteht aus vier Akten.

Es spielt das Orchester der Festspieloper Prag unter der Leitung von Martin Doubravský. Dazu singt der Festivalchor Prag unter der Leitung von Lukáš Kozubik. Die Regie hat Oldřich Kříž. Bühnenbild und Kostüme stammen von Olga Kokošková.

Karten gibt es an allen örtlich bekannten Vorverkaufsstellen.

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