Movie Stars ihrer Jugendzeit

Die Beteiligten des Seniorenclubs 60+ bei der Probe. (Foto © Schauspiel Dortmund)
Die Beteiligten des Seniorenclubs 60+ bei der Probe. (Foto © Schauspiel Dortmund)

Die acht jung gebliebenen Akteure vom Seniorenprojekt 60+ am Schauspiel Dortmund widmeten sich unter der Leitung von Theaterpädagogin Sarah Jasinszczak unter dem Titel „Movie Star“ den Lieblingsfilmen und Schauspielern ihrer Jugendzeit. Im Institut des Schauspiel Dortmund stellten sie am 09. Juni 2016 ihre ganz individuellen Lieblingsschauspieler und Filme und deren besondere Bedeutung und Persönlichkeit vor.

Das Institut war liebevoll mit Zeitungsausschnitten der Schauspieler und Schauspielerinnen geschmückt und auf dem Tresentisch prangte ein kleines goldenes Bambi. Die Filmschätze wurden in Form einer Bambi-Preisverleihung humorvoll vorgestellt.

Ein witziger Einfall zu Anfang: Felicitas Foegen stellte ihrer Lieblings-Schauspielerin Liselotte Pulver (Das Wirtshaus am Spessart) als „Bild der Frau-Reporterin“ Fragen und Heinrich Fischer antworte als Liselotte Pulver. Fischer begeisterte vor allem die selbstbewusste direkte Art von Lilo Pulver. Das ansteckende Lachen wurde durch Filmausschnitten auf der Leinwand belegt.

Annegret Albert begeisterte sich für „Doktor Schiwago“ mit Omar Sharif und Julie Christie. Da konnte man bei den langen Einstellungen und Szenen in Emotionen schwelgen.

Helga Brinkmann Hempel verfiel dem vor-weihnachtlichen zu Herzen gehenden Rührstück „Der kleine Lord“ mit Alec Guiness. Tröstlich, dass Menschen sich verändern können.

Johst Bernd Henseler , gekleidet im Hauptmann-Kostüm, zeigte sich beeindruckt von der Schönheit und dem Glamour der „Sissy-Filme“ und erzählte von der vielschichtigen Persönlichkeit der Romy Schneider.

Der erkrankte Rainer Kirchner konnte seinen Lieblingsfilm „Der Hauptmann von Köpenick“ mit Heinz Rühmann nicht selber vorstellen. Der für Ton/Licht/Video zuständige Tolga Güclü antwortete der schwärmenden Inge Nieswand aus dem Hintergrund.

Inge Nieswand selbst wurde durch den Antikriegsfilm „Die letzte Brücke“ mit Maria Schell, Barbara Rütting und Bernhard Wicki zu ihrem politischen Engagement angeregt.

Zu der Kategorie Anti-Kriegsfilm gehörte auch der Vorschlag von Heinrich Fischer „08/15“ mit Joachim Fuchsberger, von dessen Persönlichkeit, interessantem Leben und Karriere er berichtete.

Als Befreiung vom bürgerlichen Mief und Verlogenheit schätzte Beate Cassau „Die Reifeprüfung“ mit Dustin Hoffmann (und Anne Bancroft).

Bei allen unterschiedlichen Vorlieben konnten sich am Ende alle auf den Vorschlag von Ursula Fehlberg „Pretty Woman“ mit Julia Roberts als kleinsten gemeinsamen Nenner einigen.

Die Vorstellung überzeugte mit einer gelungenen Mischung aus Tanz-Choreografien, interessanten Hintergrunderzählungen zu Schauspielern und Filmen, kurzen Filmausschnitten und Musik-Einlagen wie „Movie Star“ von Harpo. „Mrs. Robinson“ (Simon & Garfunkel) der als Abschluss „Pretty Woman“. Das Ganze garniert mit Humor und Spielfreude der Beteiligten.

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