Festliche Operngala mit großer musikalischer Bandbreite

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Im Opernhaus Dortmund erlebten die Freunde des Genres am 29.03.2026 die Premiere einer festlichen Operngala.

Musikalisch begleitet wurde der Abend ausdrucksstark von den Dortmunder Philharmonikern unter der Leitung von Motonori Kobayashi. Moderiert wurde die Gala unter dem Titel „Mein lieber Schwan“ humorvoll von dem Entertainer Götz Alsmann. Dieser betrat passend dazu aus einem „Schwan“ heraus die Bühne.

Götz Alsmann und der titelgebende Schwan. Foto: (c) Björn Hickmann
Götz Alsmann und der titelgebende Schwan. Foto: (c) Björn Hickmann

Das Publikum wurde in zwei Programmteilen auf eine besondere musikalische Reise mit großer Bandbreite mitgenommen. Zunächst wurden vor der Pause drei berühmte Faust-Vertonungen aus dem französisch-italienischen Raum kombiniert: Hector Berlioz’ „La damnation de Faust“ (1846), Arrigo Boitos „Mefistofele“ (1868) sowie Charles Gounods „Margarethe“ (1859).

Als Interpret*innen der Arien glänzten mit ihren starken Stimmen Artyom Wasnetsov (Bass), Sungho Kim (lyrischer Tenor), Anna Sohn (Sopran) sowie Daegyun Jeong (Bariton, als Vertretung für den erkrankten Mandla Mndebele). Der Opernchor Theater Dortmund (Einstudierung: Fabio Mancini) erwies sich dabei sofort als wichtige Unterstützung. Zudem konnte er mit „Va, pensiero“ (aus „Nabucco“ von Verdi) beeindrucken.

Der zweite Teil der Gala war gleich mehreren Jubiläen gewidmet. Im Jahr 2026 feiern die Bayreuther Festspiele nämlich ihren 150. Geburtstag mit Richard Wagners „Ring des Nibelungen“. Auch Amilcare Ponchiellis Oper „La Gioconda“ und Edvard Griegs Schauspielmusik zu „Peer Gynt“ erlebten 1876 ihre Uraufführung. Giacomo Puccinis 1926 uraufgeführte Oper „Turandot“ feiert immerhin auch schon ihren 100. Geburtstag.

Die Orchesterstücke „Walkürenritt“ von Wagner und „Morgenstimmung“ aus „Peer Gynt“ wurden eindrucksvoll von den Dortmunder Philharmonikern interpretiert. Musik aus Daniel-François-Esprit Aubers „La muette de Portici“ (1828) wurde von Sungho Kim und Daegyun Jeong einfühlsam dargeboten.

Mit seinem eindringlichen Tenor begeisterte Aaron Cawley nicht nur bei Wagners „In fernem Land“ und „Cielo e mar“ aus „La Gioconda“ (Ponchielli), sondern zum Ende auch bei der bewegenden Arie „Nessun dorma“ aus „Turandot“ (Puccini).

Weitere Vorstellungstermine erhalten Sie wie immer unter www.theaterdo.de oder telefonisch unter 0231 / 50 27 222.

Übrigens: Die Vorstellung am 16. Mai 2026 findet im Rahmen des Wagner-Kosmos VII statt und ist eine Gala-Aufführung zum 60. Geburtstag des Dortmunder Opernhauses (Moderation: Intendant Heribert Germeshausen).