Das Stück „Wir Tiere“ (ab 4 Jahren) feierte als Kooperation mit der Jungen Bühne Bochum (JuBB) am 27.02.2026 im KJT Dortmund (Theater für junges Publikum) seine Premiere. Ars tremonia hatte die Gelegenheit, bei einem weiteren Aufführungstermin am 01.03.2026 dabei zu sein.
Zum Kooperationskollektiv gehörten aus dem KJT-Ensemble Andreas Ksienzyk, Bianca Lammert und Jan Westphal sowie Manuel Loos (Musiker, Klangschrauber, Spieler) und die Musikerin und Performerin Maria Trautmann. Für eine eindrucksvolle Choreografie (z. B. als Baum) sorgte Lea Kallmeier (JuBB).
Im Eingangsbereich des Theaters wurden die Kinder sowie die Erwachsenen zunächst von den sechs als „Natur“ auftretenden Schauspieler*innen in Empfang genommen. Die eine Hälfte des Publikums bekam jeweils einen Stein in die Hand, die andere ein Stück Rinde. Die Stein-Gruppe ging zuerst, geführt von „Naturfrau“ Bianca Lammert, in den KJT-Theaterraum, um den Tieren und Pflanzen auf der Erde auf die Spur zu kommen.
Ein semitransparentes weißes Zelt diente als ideale Projektionsfläche. Im Zusammenwirken mit der eingespielten Geräuschkulisse entstand das Gefühl, als würden die Anwesenden mit den Tieren (Fuchs, Falke, Bienen u. a.) durch den Wald streifen. Mithilfe von Erzählungen, der Erzeugung von Geräuschen (Klangschalen, Fingerschnipsen und mehr) und visuell eindringlichen Naturprojektionen wurden die verschiedenen Sinneswahrnehmungen von Tieren sowie die komplexen Naturzusammenhänge fühl- und erlebbar. Besonders das junge Publikum wurde immer wieder mit gezielten Fragen in das Geschehen einbezogen.

© Birgit Hupfeld
Danach ging es – wie schon für die Rinde-Gruppe zuvor –, geführt von Andreas Ksienzyk, die Treppe hinunter „unter die Erde“ (Bereich Café). Ein schwarz gehaltener Bereich war (wie schon oben im Theater) mit Sitzgelegenheiten am Rand – für die nicht mehr ganz so jungen Personen – sowie mit Sitzkissen in der Mitte für die Kinder gestaltet. Liebevoll und fantasievoll waren im Raum viele künstliche Baumwurzeln (die an helle Ankerleinen erinnerten) und „Regenwürmer“ platziert. Ksienzyk berichtete von der wichtigen Funktion von Wurzeln, Regenwürmern oder Maulwürfen und deren besonderen Fähigkeiten. Ein aus einem Wurzelgestrüpp entstiegener Baum (Lea Kallmeier) unterstützte ihn dabei aus seiner eigenen Perspektive.
Oben im Theater trafen sich beide Gruppen zu einem akustisch-visuellen Showdown. Während imposante Projektionen von Naturgewalten oder Vogelschwärmen am Zelthimmel zu sehen waren, spielten die Protagonist*innen des Stücks an einem langen Tisch passend dazu Klänge auf fünf Glockenspielen – elektronisch verstärkt durch Manuel Loos.
Eine schöne Möglichkeit für Stadtkinder, sich für einen Augenblick in die Tiere hineinzuversetzen und etwas über Naturkreisläufe und Zusammenhänge zu erfahren.
Infos zu weiteren Aufführungsterminen erhalten Sie wie immer unter www.theaterdo.de oder telefonisch unter 0231 / 50 27 222.
