Andi Knappe – Das Universum und die Kunst

Die Städtische Galerie Dortmund Torhaus Rombergpark zeigt in ihren Räumlichkeiten vom 24. September bis 15. Oktober 2017 unter dem Titel „# Hubble_Labor-2017“ dreizehn großflächige Werke (zumeist Acryl oder Acryl/Lack auf Leinwand) von dem heimischen Künstler Andi Knappe (Jahrgang 1948). Zu sehen ist ist auch die Konstruktion „Space-Labor # 8“ (Acryl auf Holz, 85 cm Durchmesser).

Der Titel der Ausstellung, bezieht sich auf die bahnbrechende Forschung des amerikanischen Astronomen Edwin P. Hubble (1889-1953) und dessen Forschungen zu den Ursprüngen des Universums (Big-Bang-Theory) und dessen Zukunft. Die Namensgebung kann als eine Referenz für an diesen Astrophysiker gesehen werden.

Es zeigt aber in besonderer Weise das Interesse und Respekt des Künstlers für Sterne, Galaxien und das unendliche Universum. Unsere Sonnensystem und die „kleine Erde“ ist im Vergleich dazu ja nur ein winziges Staubkorn.

In Knappes Arbeiten spiegeln sich die Kräfte von Schwerkraft und Ausdehnung wider, dessen Dynamik er von außen auf seine Bilder projiziert. Oszillierende, schwingende Linien, Staubwirbel, Farbverläufe, wie Umlauflinien von von Sonnen und Planeten ziehen den Aufmerksamkeit des Betrachters auf sich. Dieser sucht nach einem Fixpunkt und wird dann in einem vermeintlichen Strudel von Energie, Dynamik und Bewegung gezogen.

Andi Knappe ist fasziniert vom Universum.
Andi Knappe ist fasziniert vom Universum.

Diese Ausstellung wirft Fragen nach Bedeutung und Wichtigkeit unsere Erde im Angesicht der unendlichen Universums aufwirft. Wo stehen wir und wo wollen wir hin? Bei der Vernissage zitierte Knappe Albert Einstein, der die Möglichkeiten von Fantasie und Kunst auf den Punkt bringt: „Phantasie ist wichtiger als Wissen, denn Wissen ist begrenzt.“

Die Ausstellung ist dienstags bis samstags zwischen 14:00 und 18:00 Uhr und sonntags/sowie an Feiertagen zwischen 10:00 und 18:00 Uhr geöffnet

Der Eintritt ist frei.




Portraits und Universen

[fruitful_alert type=“alert-success“]Das Bild „Mercedes“ von Virginia Novarin. (Foto: © Virigina Novarin)[/fruitful_alert]

„Jeder Mensch ist eine Welt“. Das steht bereits im Talmud. Die Künstlerin Virginia Novarin sieht das ähnlich. Für sie sind Menschen Universen. Ihre Ausstellung „lauter Menschen – lauter Universen“ in der städtischen Galerie Torhaus Rombergpark präsentiert Portraits von Menschen und wie die Künstlerin sie sieht beziehungsweise, wie die Menschen gerne gesehen werden wollen. Die Ausstellung ist noch bis zum 17. September 2017 zu sehen.

Novarins Arbeiten wirken, als wären sie Illustrationen. Wie weit der Einblick in das jeweilige Leben geht, entscheiden die Beteiligten selbst. Die Künstlerin präsentiert eine Ausstellung mit Bildern von Menschen wie Du und Ich, die erahnen lassen, was die Person bewegt. Was sie mitzuteilen bereit ist – und welches Echo bei der Malerin ausgelöst wurde. Dabei entstanden farbige Werke, die sehr mit Symbolik aufgeladen sind wie beispielsweise gekrönte Vögel oder ähnliches, so dass die Motive ein wenig in den Bereich des magischen Realismus zu fallen scheinen.

Die gebürtige Argentinierin Virginia Novarin hat in Buenos Aires Kunst studiert und sich anschließend intensiv der Goldschmiedekunst gewidmet. Sie eröffnete eine eigene Werkstatt für Kunstobjekte in Buenos Aires und stellte in Argentinien, Chile und Uruguay aus. 1997 kam sie als freischaffende Künstlerin nach Deutschland.




Die Faszination Wasser

[fruitful_alert type=“alert-success“]Die Vielfalt der Farben des Meeres symbolisiert Margarita Eppendorf mit dieser Installation.[/fruitful_alert]

Schon seit Jahren beschäftigt sich die Künstlerin Margareta Eppendorf mit dem Thema Wasser oder dem „Blauen Gold“ wie sie ihre aktuelle Ausstellung im Torhaus Rombergpark nennt. Dabei geht es nicht nur um die Faszination dieses Elements, sondern auch um eine kritische Betrachtung von Wasserwirtschaft und der Privatisierung von Wasser. Die Ausstellung ist vom 30. Juli bis zum 20. August 2017 zu sehen.

Wasser ist der Quelle des Lebens. Es ist schwer vorstellbar, dass es irgendwo im Universum Leben geben könnte ohne Dihydrogenmonoxid. So bezeichnen Chemiker scherzhaft Wasser, denn es besteht aus zwei Wasserstoffatomen und einem Sauerstoffatom – kurz und bekannter als H2O.

Wasser war auch immer der Träger von Zivilisation. Ohne die Beherrschung von Wasser gäbe es wohl weder die sumerische Zivilisation, ganz zu Schweigen von der ägyptischen, die stark vom Nil abhängig war.

Die Faszination von Wasser zeigt Eppendorf in mehreren Arbeiten. In der „Blauen Symphonie“ zeigt sie acht Bilder, die mit kräftigen Blautönen die Kraft des Wassers beschreiben, doch dabei durch ihre halb abstrakten Motive den Betrachter einladen, sich seine eigenen Gedanken zu machen.

Interessant ist auch das Triptychon „Blau“, das – wie der Titel vermuten lässt – aus drei Bildern besteht, die wiederum aus mehreren kleineren Bildern zusammengesetzt sind. Ähnlich wie ein Puzzle zeigt das Triptychon in seine Gesamtheit die Lebendigkeit von Wellen.

Eppendorf ist von den verschiedenen Farben des Wassers angetan. In „Farbe des Wassers“ zeigt sie in einer Installation 90 mit Tinte gefüllte Folienbeutel, die die unterschiedlichen Farben des Meeres repräsentieren. Die Künstlerin begeistert sich vor allem für das südliche Wasser und war schon des öfteren in Mexiko oder auf Kuba.

Doch Eppendorf wirft in ihren Werken auch einen anderen Blick auf das Wasser. Wasserwirtschaft, industrielle Nutzung von Wasser und die Privatisierung sind die Themen in den Arbeiten „Hydropiraterie“, „DURST“ oder in der Videoinstallation „Gedächtnis des Wasser.

Die Öffnungszeiten der Galerie Torhaus Rombergpark sind dienstags bis samstag 14 bis 18 Uhr, sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr.

Ein kraftvolles Blau benutzt Margareta Eppendorf für ihre Meeres-Bilder.




Anziehende Kunst im Torhaus Rombergpark

[fruitful_alert type=“alert-success“]Alexander Pohl hat „Blackboxen“ mitgebracht.[/fruitful_alert]

Siebzehn Künstlerinnen und Künstler der „Dortmunder Gruppe“ zeigen vom 2. bis 23. Juli 2017 im Torhaus Rombergpark ihre Werke und Positionen zum Thema „Anziehung“. Die Beschäftigung mit Dingen zum Anziehen haben sie zu einer Vielfalt an Objekten, Installationen, Bildern, Fotos und Drucken inspiriert. Dabei wurden zumeist Dinge des alltäglichen Gebrauchs wie zum Beispiel Papier von Werbematerialien oder alten Zeitungen sowie andere Stoffe wie Holz oder Wolle verwendet. Der Fantasie waren keine Grenzen gesetzt.

Monika Pfeiffer erstellte beispielsweise mit „second life“ eine aus Stoff und alten Zeitungsausschnitten anonymisierte folkloristische weibliche Person. „Ich wollte hiermit die Absurdität von Mode verdeutlichen“, so Pfeiffer.

Etwas besonderes hat sich Alexander Pohl einfallen lassen. Im Laufe seiner langjährigen Künstlergeschichte sind auch viele Fotografien angefallen. Diese platziert er in von ihm erstellten fünfzehn „Black-Boxen“, wie wir sie im Zusammenhang von Flugzeugabstürzen und deren Rekonstruktion her kennen. Durch ein Guckloch können die Besucher diese Fotografie ansehen. Eine interessante Retrospektive einer langen Künstlergeschichte.

Michael Odenenwaller erschuf dagegen aus verschieden farbigen Leinwandsträngen eine „STRIP TEASE“ Lady.

Ein interessanten Beitrag zur Thematik liefert Marianna Conzález Alberti. Sie zeigt den Besuchern, was von unserer Kleidung übrig bleibt, wenn man sie verbrennt. Das unterschiedliche Ergebnis stellt sie in Gläsern, stilvoll drapiert in einem alten Koffer auf einem antiken Tisch zum Anschauungsmaterial. Das Endergebnis je nach Verbrennung von Baumwolle oder synthetischer Kleidung wird erschreckend deutlich vor Augen geführt. Die Objekte und Bilder sind in ihrer Vielfalt gut in den Raum des Torhauses zusammen gestellt und arrangiert worden..

Die Ausstellungseröffnung ist am Sonntag, den 2. Juli 2017 um 11:00 Uhr im Torhaus Rombergpark. Die Einführung hält die Künstlerin Gudrun Kattke nach einer Begrüßung durch Alexander Pohl, Vorsitzender der Dortmunder Gruppe.




Musterlösungen für das Torhaus Rombergpark

[fruitful_alert type=“alert-success“]Welche „Musterlösungen“ zeigen wohl Leonie Herrmann (links) und Refika Düx im Torhaus Rombergpark?[/fruitful_alert]

In einer Gemeinschaftsausstellung versuchen die jungen Künstlerinnen Leonie Herrmann und Refika Düx mit 14 Werken in verschiedenen Formaten ihre „Musterlösungen“ für die Städtische Galerie Dortmund Torhaus Rombergpark zu präsentieren. Beide haben schon zusammen in Enschede studiert.

In jedem einzelnen ihrer Werke prallen verschiedene Strukturen, tastbare Haptiken, unterschiedliche Materialien und Farben aufeinander. Verwendet werden neben Öl, Tusche, Papier oder Transparentpapier auf Leinwand oder auch Hartfaserplatte. Herrmann arbeitet beispielsweise mit zusätzlichen anheften von Papierfetzen oder Auskratzen an bestimmten Stellen. So gelingt es ihr, die Betrachter zu irritieren.

Auch Düx hat in ihren Werken überraschende Elemente. So verwendet sie alte Zeitungsausschnitte, die zum Beispiel als Notenausschnitten aus einem Bild hervor luken. Im Gegensatz zu Düx arbeitet Hermann nicht abstrakt, sondern figurativ. Trotz ähnlicher Vorgehensweise ist die Wirkung unterschiedlich. Während die neun abstrakten Exponaten von Düx mit ihren gelben, blauen oder hellgrünen Pastellfarben eine freundliche Atmosphäre und positive Spannung verbreiten, erscheinen die fünf figürlichen Werke von Herrmann irritierend und fragend.

Fast alle Exponate sind in den letzten Jahren entstanden und haben zumeist keinen Titel. Düx verwendet eine spezielle Nummerierung nach dem Ort der Herstellung.

Die Ausstellung ist vom 4. bis 25. Juni 2017 zu sehen.

Die Eröffnung der Gemeinschaftsausstellung ist am Pfingstsonntag, den 4. Juni 2017 um 11.00 Uhr im Torhaus Rombergpark (Städtische Galerie Dortmund).

Öffnungszeiten:

dienstags bis samstags: 14.00 – 18.00 Uhr

sonntags und feiertags: 10.00 – 18.00 Uhr

Eintritt frei




Kunst aus Leeds im Torhaus

[fruitful_alert type=“alert-success“]Valerie Zwart (links) und Rachel Hinds vor Zwarts Bild „My Brexit Painting“. [/fruitful_alert]

Die beiden Künstlerinnen Valerie Zwart und Rachel Hinds aus aus Dortmunds Partnerstadt Leeds zeigen vom 09.04. bis 30.04.2017 im Torhaus Rombergpark eine Auswahl ihrer Werke. Sie gehören zur Gruppe der „East Street Arts“ und es gibt schon seit vielen Jahren intensiven Kontakt und Austausch mit der „Dortmunder Gruppe“. Als Organisation für Künstler liegt der Fokus von East Street Arts in Leeds (GB) in der Vernetzung, Entwicklung und Professionalisierung ihrer Mitglieder.
„Wir haben schon lange einen regen Kontakt mit unseren Künstlerfreunden und Freundinnen aus Leeds. Wenn wir uns nicht sehen, rufen wir uns öfter an,“ erklärte Silvia Liebig von der Dortmunder Gruppe.

Bei dieser sechsten Kooperationsprojekt liegt der Schwerpunkt von Zwart und Hinds auf der Malerei. Valerie Zwarts Bilder sind hauptsächlich eine künstlerisch meditative Auseinandersetzung mit einer visuellen Kultur, die immer mehr von der Digitalisierung dominiert wird. So arbeitet sie in ihren Werken auch mit den sogenannten „pixel-sorting glitches“ (Verpixelungen). Ihre Bilder changieren im Spannungsfeld zwischen lebendiger Vitalität und morbiden Elementen. Sie geht in ihren Bildern wie zum Beispiel im „ My Brexit Painting“ auch auf aktuelle politische Ereignisse in ihrem Land ein. Sie verarbeitet darin die Instabilität und Unsicherheit der Situation nach dem Referendum in ihrer Heimat.

Rachel Hinds spielt in ihren Bildern mit experimentellen geometrischen Formen und Abstraktionen sowie mit Farben. Diese entwickeln sich während des künstlerischen Schaffensprozess zu harmonischen Kompositionen. Ein anderer Teil ihrer Kunst befasst sich mit Landschaftsmalerei und Stillleben, bei denen harmonisch übergehenden Naturfarben vorherrschen. Für ihre Gemälde benutzt sie hauptsächlich Acryl-oder Ölfarben.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, dem 09.04.2017 um 11:00 Uhr im Torhaus Rombergpark.

Parallel zu dieser Ausstellung findet eine Ausstellung in der blam! Produzentengalerie im Dortmunder Unionviertel statt. Dort wird eine Einblick in die Vielfalt des aktuelle moderne Kunstschaffens mit Installationen von Artist Yoke (Annie Nelson/Chris Woodward) präsentiert.
Info dazu unter www.blamgalerie.de




Zwischen Abbild und Abstraktion

[fruitful_alert type=“alert-success“]Thomas Autering möchte in Grenzschichten vordringen.[/fruitful_alert]

Das Torhaus Rombergpark zeigt vom 12. März bis 2. April 2017 mit der Ausstellung „Grenzschicht“ an die 33 ganz spezielle Naturzeichnungen von Thomas Autering (Jahrgang 1970). Der in Dortmund lebende Künstler zeichnet mit kraftvollem und klaren Strich Strukturen von in der Natur gefundenen toten Pflanzen und Tieren,wie zum Beispiel ein aufgeplatztes Getreidekorn, eine faulende Frucht oder etwa eine tote Fliege. Er bevorzugt schwarz-weiß Zeichnungen mit Grafit auf weißem Papier.
„Der Fokus liegt auf den Strukturen, nicht auf den Konturen,“ so Autering.
Zunächst zeichnet er von dem gefundenen Material in seinem Atelier eine flüchtige Skizze, die zunächst auf dem Tisch abgelegt wird. Dann verdichtet der Künstler sie durch schnelle Bewegungen zu tiefschwarzen Flächen, die sich gegen das Weiß des Papiers abhebt. Es ist ein Entwicklungsprozess aus Überlagerung von Zeichenlinien. und eine Reduktion auf den Strich als Mittel. Das Spannungsverhältnis und die Grenzen zwischen oberflächlicher Hülle und Innerem wird mit raumgreifender Gestik ausgelotet.
„Ich arbeite mit meiner ganzen Kraft gegen das Papier,“ erklärte Autering beim Presserundgang. Schnelligkeit und Konzentration sind dabei von Bedeutung. Als Ergebnis eines einzigen sehr kraftvollen Arbeitsganges bietet sich auch keine spätere Korrekturmöglichkeit.
Der Künstler gibt den Zeichnungen,die im Laufe der letzten zehn Jahre entstanden sind, bewusst keine Namen. Er lässt dem Betrachter den Raum, selbst darüber nachzudenken, was er da sieht. Es gibt auch immer etwas neues zu entdecken.
Nur der Ursprung aus der Pflanzen oder Tierwelt ist als Grundlage klar. Bei manchen Naturzeichnungen können wir schnell erkennen, was sie darstellen, aber oft lässt sich das nicht so leicht auf den ersten Blick erraten. Je nach dem , aus welcher Perspektive man die Zeichnungen betrachtet, erkennt man plötzlich, worum es sich handeln könnte. Die toten Pflanzen, Früchte oder Insekten erhalten durch die spezielle Art der Zeichnung eine gewisse Lebendigkeit.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am 12. März 2017 um 11.00 Uhr im Torhaus Rombergpark (Städtische Galerie Dortmund) statt.




Die Farbe als Klammer

Statische geometrische Formen unterstützen die Wirkung der Farben in den Arbeiten von Monika Pfeiffer wie in diesem Beispiel zu sehen ist. (Foto: © Monika Pfeiffer)

Im Torhaus Rombergpark ist vom 12.02.2017 bis zum 05.03.2017 die Ausstellung „Ohne Klammer“ der Künstlerin Monika Pfeiffer zu sehen. Pfeiffer zeigt dort diverse Leinwandbilder, Stein-Glas-Skulpturen und Arbeiten aus Holz. Der Titel entstand, als die Künstlerin anfangs noch keine Gemeinsamkeiten bei ihren Bildern erkennen konnte. Im Laufe der Zeit hat sich das geändert. Die Farbe ist die Klammer und steht unterstützt von Strukturen im Mittelpunkt.

Bevorzugte Pfeiffer in der Vergangenheit helle Farben und viel Weiß, stehen nun kräftige Farben im Mittelpunkt, die auf ganz ungewöhnliche Weise kombiniert werden. Das führt zu besonderen Farberlebnissen. Die Farbe wird Bildgegenstand und in klare Ordnungen.

Statische geometrische Formen unterstützen die Wirkung der Farben. Der Prozess des Entstehens ist durch das Auftragen vieler Schicht sichtbar gemacht. Ob das Bild sich im Auf-oder Abbau befindet nicht eindeutig erkennbar. Der Moment der Wende ist visuell festgehalten.

Ab dem Jahr 2007 sind die Skulpturen aus Travertin und Rohrglas mit dem Titel „Wenn das Wasser zu Stein wird“ entstanden. Die Skulpturen sind schlicht und die Form von Stein und Glas vorgegeben.

Die Farbe spielt hier wieder eine besondere Rolle. Das weiche Beige des Travertins und das eher kalte Türkis des Glases bilden einen interessanten Kontrast.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, den 12.02.2017 um 11.00 Uhr im Torhaus Rombergpark statt. Die Kunsthistorikerin Dr. Sabine Weicherding führt in die Ausstellung ein. Die Künstlerin ist selbstverständlich anwesend.




Kunstankauf und Kunstförderung

Eine kleine Auswahl aus der Ausstellung. Zu sehen sind (v.l.n.r.) die Werke: Claudia Karweick, „Augen zu – Augen auf“, Monoprint; Georg Meissner, „Xatrax 1“, Objektkasten und Karla Christoph, „unterwegs 2“

In der Städtischen Galerie Dortmund „Torhaus Rombergpark“ gibt es vom 15. Januar bis 5. Februar 2017 besondere „einblicke“in den Städtischen Kunsteinkauf 2016 durch das Kulturbüro Dortmund.

Das Kulturbüro kauft schon seit über 60 Jahren Werke heimischer Künstlerinnen und Künstler an, sorgt für deren Archivierung und verleiht sie an Dienstellen und städtische Institutionen. Der Hauptzweck ist jedoch die Förderung der heimischen Künstler und gleichzeitig ein Zeichen der Wertschätzung für ihre Kunst zu setzen.

Interessante Fakten hierzu: An dem Projekt hatten 86 KünstlerInnen teilgenommen

Es wurden von insgesamt 30 KünstlerInnen Werke angekauft. Dabei wurden 21 Werke von Frauen und 9 Werke berücksichtigt.

Die Kunst muss wohl weiblich sein“, erklärte dazu Claudia Kokoschka (Kulturbüro) mit einem leichten Schmunzeln bei der Ausstellungseröffnung am Sonntag.

Erstmals angekauft wurden die Werke von fünf Künstlern: Werner Block, Brigitte Mühlenkamp, Josef M. Neumann, Marc Podawczyk und Rolf Sablotny.

Ob Öl oder Acrylgemälde, Siebdruck, Skulpturen oder andere Ausdrucksformen zeigen eine große künstlerische Vielfalt. Eine gemeinsame Strömung ist dabei jedoch durchaus zu erkennen. Vorbei schauen lohnt sich.




Wasser und finnische Mythologie

Taru Mäntynen (links) und Erika Schäfer entführen die Besucher in die nordische Welt.
Taru Mäntynen (links) und Erika Schäfer entführen die Besucher in die nordische Welt.

Vom 20. November bis zum 11. Dezember 2016 zeigt die städtische Galerie im Torhaus Rombergpark die Ausstellung „Eis, Wasser, Mythen“ von Taru Mäntynen und Erika Schäfer. Neben großformatigen Fotografien werden Skulpturen aus Bronze ausgestellt. Das Torhaus entführt die Besucher in die raue nordische Welt voller Eis und fremden Mythen.

Eigentlich wäre der Termin im Torhaus für die Künstlerin Erika Schäfer alleine bestimmt, aber sie hat sich entschlossen, ihre Künstlerfreundin Taru Mäntynen mitzubringen. Das ist auf jeden Fall eine gute Entscheidung gewesen, so bilden die teilweise archaisch ausschauenden Skulpturen von Mäntynen einen Kontrast zu den Fotografien von Schäfer. Insgesamt gibt die Ausstellungen einen künstlerischen Einblick in den finnischen Winter.

„Eis ist nicht nur ein Ärgernis“, erklärt Schäfer ihre Faszination zum gefrorenen Element Wasser und den nordischen Winter. „Ich möchte zeigen, wie schön Wasser im gefrorenen Zustand ist“. Dieses Ziel ist ihr gelungen. Von filigranen Eisstrukturen bis hin zu massiven Formationen reicht die Bandbreite ihrer Eisbilder, aber auch majestätisches Wasser stellt die Künstlerin in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Die Fotografien stammen zwar überwiegend aus Finnland, Schweden und Grönland, aber auch in Deutschland kann man Eisformationen bewundern.

Die Motive der Skulpturen von Mäntynen entstammen meist der finnischen Sagenwelt, der sogenannten „Kalevala“ wie beispielsweise beim „Mondteerer“. Hier handelt es sich um eine Geschichte über eine Hexe, die den Mond anmalt. Mäntynen thematisiert gerne Tiermenschen wie den „Wolfsmensch“ oder auch archaisch wirkende Krieger.

Mäntynen hat sich intensiv mit dem Bronzeguss auseinandergesetzt und sie gießt ihre Werke sogar selber. „Damit habe ich die Kontrolle über meine Arbeit und kann sie in jeder Phase steuern“, begründet die Künstlerin diesen Schritt.

Die Öffnungszeiten der Galerie Torhaus Rombergpark sind

dienstags bis samstags 14 bis 18 Uhr

sonntags und feiertags 10 bis 18 Uhr

Eintritt frei!