Aus für Veranstaltungen im Torhaus Rombergpark

Es ist ein nicht nur
bei Künstlern beliebter und einzigartiger historischer Kulturort.
Das Torhaus Rombergpark (entstanden 1681) am Nordausgang des
Botanischen Gartens ist nicht nur wunderbar gelegen und hat eine
reizvolle Architektur, sondern gehört zu den wenigen komplett
erhaltenen Relikten des damaligen Schloss Brünninghausen, das im
Zweiten Weltkrieg zerstört wurde. Historische Gebäude gibt es in
Dortmund nicht viele. Es ist als Baudenkmal in die Denkmalliste der
Stadt Dortmund eingetragen worden.

Seit 1968 wurde es
als städtische Kunstgalerie mit wechselnden Ausstellungen und
verschiedener Konzertveranstaltungen genutzt und beliebt. Nun muss
dieser Kulturort, mit dem so viele schöne Ausstellung und Konzert
verbunden sind geschlossen werden. Wegen der mangelnden
Barrierefreiheit, der schmalen Wendeltreppe und fehlenden weiteren
Fluchttüren darf das Gebäude nun nicht mehr für öffentliche
Veranstaltungen genutzt werden.

Wie Claudia
Kokoschka (Leiterin des Kulturbüros) beim Pressegespräch verriet,
sind auch die betroffenen Künstlerinnen und Künstler darüber sehr
betrübt. Bis dahin hatte man sich mit dem Einsatz von Wachpersonal
und dem kontrollierten Zugang von höchsten 50 Personen auf der
sicheren Seite gefühlt.

„Seit den
tragischen Ereignissen um die „Love Parade“ (2010) hat sich der
Blick auf die potenziellen Gefahren verschärft und die Einschätzung
geändert“, erklärte Kokoschka.

Die Leiterin des Kulturbüros, Claudia Kokoschka, möchte gerne wieder  ins das besondere Ambiente des Torhauses zurück..
Die Leiterin des Kulturbüros, Claudia Kokoschka, möchte gerne wieder ins das besondere Ambiente des Torhauses zurück..

Nach dem ersten
Schock hat sich das Dortmunder Kulturbüro als Träger der
Einrichtung schnell um kurzfristige Alternativen für die bisherigen
Ausstellungen der städtischen Galerie im Torhaus und die beliebten
Gitarrenkonzerte bemüht. Als neuer Spielort für die Ausstellungen
ist der schwarze Pavillon vor dem Dortmunder U
(Leonie-Reygers-Terrasse) und für die Konzerte die Rotunde des
Museums für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) vorgesehen.

Heimische bildende
Künstlerinnen und Künstler können nach Ende der Pink
Floyd-Ausstellung Februar 2019 an dieser zentraler Stelle am
Dortmunder U ausstellen. Der Pavillon wurde als Shop und Kasse für
die Pink Floyd-Schau errichtet, wird aber dauerhaft an seinem Platz
vor dem U stehen bleiben.

Die Gitarrenkonzerte
haben dann ein neues Domizil in der Rotunde des MKK. Der neue Name
der Reihe lautet „Gitarrenmusik in der Rotunde“. Das Programm
wird in Kürze bekannt gegeben.

Ob und in welcher
Form das Torhaus Rombergpark umgebaut wird und damit für kulturelle
Veranstaltungen wieder zur Verfügung stehen kann, werden die
zuständigen Dienststellen der Stadt (etwa das Bauordnungsamt) nun
klären.

Die Entscheidung
obliegt am Ende bei der Politik. Dabei spielen neben dem Brandschutz
natürlich auch Fragen des Denkmalschutzes eine wesentliche Rolle.
Das Kulturbüro hofft und kämpft dafür, das Torhaus als Kulturort
langfristig erhalten zu können. „Wir werden alle Möglichkeiten
prüfen, die uns eine kulturellen Nutzung dieser beliebten
Veranstaltungsstätte wieder ermöglichen“, so Claudia Kokoschka.




Dekoration oder Körper? – Gemeinschaftsausstellung aus Le Havre

Seit 15 Jahren
besuchen sich wechselseitig VertreterInnen der Künstlervereinigung
„Dortmunder Gruppe“ und KünstlerInnen aus Le Havre (oder anderen
Partnerstädten und haben einen konstruktiven Austausch. Im Jahr 2008
kamen zum Beispiel schon einmal zwei französische Künstler nach
Dortmund, um hier auszustellen.

Unter dem Titel
„Décor
ou des corps?
Dekoration oder Körper?“ zeigt die Städtische Galerie Torhaus
Rombergpark vom 21. Oktober bis zum 11. November 2018 in einer
Gemeinschaftsausstellung von einer Künstlerin und zwei Künstlern
aus Le Havre.

In
unterschiedlicher Weise lassen sie den Betrachtern viel Raum für
individuelle
Assoziationen und haben
viel geheimnisvoll-mysteriöses. Sie chargieren zwischen offenen und
versteckten Körperlichem, Konkretem
und Abstrakten,
Femininem
und Maskulinem,
sowie zur-Schau-Stellung und
diskreter Intimität.

Die
Textilkünstlerin Martine Compère-Spitzer
(Jahrgang 1962) Arbeiten stehen unter dem Titel „Ein Universum, in
dem das Brutale und das Feine nebeneinander existieren..“

Sie benutzt verschiedene Stoffe, Fotografien oder sogar Pferdehaare und mit Vorliebe alte und gebrauchte Materialien. Gefundene Stück wie etwa Muscheln, werden von ihr mit eingearbeitet. Stickereien, Strapse, Korsagen dienen ihr als künstlerisches Ausdrucksmittel.

Französische Kunst im Torhaus. (v.l.n.r.) Martine Compère-Spitzer, Bernard Lerêtre und Gabriel Reis-Mendonça.
Französische Kunst im Torhaus. (v.l.n.r.) Martine Compère-Spitzer, Bernard Lerêtre und Gabriel Reis-Mendonça.

Der
Zeichner und Musiker Bernard Lerêtre
aus Le Havre ist begeistert von der Abbildung von Licht und Schatten
auf dem menschlichen, vorzugsweise weiblichen Körper, wie man sie
aus der schwarz-weiß Fotografie kennt. Seine mit Kreide auf
schwarzem Papier gezeichneten Frauenkörper meistens von der Seiten-
oder Rückenansicht zu sehen, wirken
sowohl erotisch wie auch
geheimnisvoll-mysteriös. Sie
wirken wie echte Fotografien und sind nur beim näheren Betrachten
als Zeichnungen zu erkennen.

Gabriel
Reis-Mendonça,
geboren 1950 in Rabat/Marokko, arbeitet in Le Havre an seinen Werken
und stellt sie unter dem Titel „Zwischen Zur-Schau-Stellung und
Intimität“. Seine Gemälde, vornehmlich in hellen, gelb-orange
oder grünen Tönen sind oft
abstrakt (inspiriert auch
von Charles Baudelaire,1821-1867)
gehalten.

Klar
erkennen lassen sich aber beispielsweise
einzelne Gliedmaßen wie Fuß und Arm, jedoch der eigentliche Körper
erschließt sich erst beim näheren Hinsehen.

Seine
Arbeiten bewegen sich im Spannungsverhältnis von Femininem
und Maskulinem.

Besonders
deutlich wird das bei zwei gegenüber gestellten aus altem Leinen
bestehenden grell-grüne Blusen -(Hemden). Auf den ersten Blick sehen
sie
etwas verschmutzt
aus.Wenn man genauer hin sieht, erkennt man aber
von der einen Seite einen
nackten weiblichen,
und mit Sicht der anderen
Seite einen nackten männlichen Körper.

Da
bleibt bei allen Werken
viel Raum für
Assoziationen
und Fantasie der Besucher und
einiges zu entdecken.

Die
Vernissage findet am Sonntag, den 21.10.2018 um 11:00 Uhr in der
Städtischen Galerie

Torhaus
Rombergpark statt.

Grußwort:
Burkhard Rinsche (Kulturbüro Stadt Dortmund)

Begrüßung:
Alexander Pohl (1. Vorsitzender Dortmunder Gruppe) und der Einführung
durch Annette Witbroek.




Städtische Galerie Torhaus Rombergpark zeigt Kunst von JOTT KAA

Unter dem Titel „Alles nur eine Frage der Antwort“ zeigt das Torhaus Rombergpark vom 29.07.2018 bis zum 19. August 2018 zwölf groß-und mittelformatige Arbeiten des Dortmunder Diplom-Designers und Lehrers Joachim Kramer, besser bekannt unter dem Künstlernamen JOTT KAA.

Seine Exponate zeichnen sich durch ihre vielschichtigen ästhetischen Abbildungs- und Ausdrucksformen aus. Schon im Mai 2011 war er mit der Ausstellung „Radikal Vertikal“ im Torhaus zu Gast.

Das Spektrum der neuen Ausstellung reicht von abstrakte Acrylbilder im Stil des Expressionismus, Objektbilder, Assemblagen aus der Kombination verschiedener Objekte bis hin zu Materialcollagen.

Schon der irritierende Titel regt zum Nachdenken an. Wie JOTT KAA beim Pressegespräch erklärte, sind für ihn Antworten auf die zahlreichen gesellschaftlichen Probleme wichtiger als die Fragen. Der Fokus sollte deutlich auf die dringend notwendigen Antworten liegen. Auch in seinen Werken selbst irritiert und provoziert der Künstler gerne mit Ironie .

Der Dortmunder Künstler JOTT KAA zeigt seine Arbeiten im Torhaus Rombergpark, die durchaus eine politische Aussage besitzen.
Der Dortmunder Künstler JOTT KAA zeigt seine Arbeiten im Torhaus Rombergpark, die durchaus eine politische Aussage besitzen.

Die gezeigten Arbeiten sind in den letzten zwanzig Jahren entstanden und haben eine politische Aussagekraft. Sein Wandobjekt „Gegen die Laufrichtung“ (2003) mit den Beinprothesen in Form eines Hakenkreuzes platziert, denen sich viele kleine Objekte (Menschen?) entgegenstellen, kann zum Beispiel auch heute als ein Statement gegen den rechten Populismus gesehen werden.

Es gibt in seinem Arbeiten mit seinen Widersprüchlichkeiten viel zu entdecken. Dabei setzt JOTT KAA die verschiedenen Materialien bewusst als Gegenstand für raffinierte Umdeutungen ein.

Die Vernissage ist am Sonntag, den 29.07.2018 um 11:00 Uhr in der Städtischen Galerie Torhaus Rombergpark. Begleitend gibt es eine „Art Intro Live Performance“ des Kramer/Rückert-Duos.

Die Ausstellung ist dienstags bis samstags von 14:00 bis 18:00 Uhr sowie freitags und sonntags von 10:00 bis 18:00 Uhr geöffnet.

Der Eintritt ist frei.




Ausstellung „Hexensabbat“ im Torhaus Rombergpark

Die städtische Galerie Torhaus Rombergpark in Dortmund stellt vom 01.07.2018 bis zum 22.07.2018 unter dem Titel „Aquelarre – Hexensabbat“ achtzehn Bilder , Collagen sowie drei Skulpturen der in Argentinien geborenen (seit 2007 in Dortmund lebenden) Künstlerin Mariana González Alberti aus.

Die Ausstellung gibt einen guten Überblick über die Vielseitigkeit der vom Expressionismus beeinflussten Künstlerin. Ihr ist nach eigenen Angaben der künstlerische Weg zu sich selbst dabei von Bedeutung. Es ist eine Auswahl der besten Bilder aus den letzten zehn Jahren.

Mariana González Alberti zeigt sehr persönliche Arbeiten im Torhaus Rombergpark.
Mariana González Alberti zeigt sehr persönliche Arbeiten im Torhaus Rombergpark.

Bei ihren Bildern, ob als Aquarell oder Öl-Gemälde, und ihren Collagen mit verschiedenen Materialien, beeindrucken durch ihre Ausdruckskraft und Energie. Beeinflusst in ihrem künstlerischen Schaffen der letzten zehn Jahre in Deutschland, haben die Farben in ihren Arbeiten nicht so einen exponierten Stellenwert.

Das Titel gebende Werk „Hexensabbat“ kann als eine Art Hommage an Goya gesehen werden. Passend zum Titel stehen vor allem Frauen im Zentrum ihrer Arbeiten. Es waren ja schließlich vor allem Frauen mit besonderen Fähigkeiten und Ausstrahlung, die vor allem während der Frühen Neuzeit als Hexen von der Kirche verfolgt, gefoltert und als solche verbrannt wurden.

Das Nachbarbild „Frauen im Hinterhof“ stellt drei (vergeblich) wartende Frauen (Prostituierte) im südamerikanischen Uruguay dar. Ihre Frauenbilder sind zumeist verfremdet und expressiv im Ausdruck dargestellt. Nur in einem ausgestellten Bild ist ein Mann zu sehen, der als „Nosferatu“ aus Friedrich Wilhelm Murnaus Symphonie des Grauens aus dem Jahr 1922 gut bekannt ist.

Eine wichtige Rolle im Leben der Künstlerin spielt die Familie. So zeigt zum Beispiel ein Bild aus ihrer „weißen Serie“ ein stilisiertes Portrait ihrer Tochter Frieda. Auch ein Selbstportrait ist in der Ausstellung zu sehen. Eine andere Serie trägt den den bezeichnenden Titel „Die Erde trägt uns alle“. Die drei Skulpturen zeigen wiederum drei Frauen. Eine interessante Skulptur ist aus recycelten Materialien erstellt und in seiner Haltung an die doch so makellosen Schönheit der Mona Lisa von Leonardo Da Vinci angelehnt und gegenüber gestellt. Eine der beiden anderen „Kopf-Skulpturen“ zeigt Mariana González Alberti selbst. Hier experimentierte die Künstlerin als Bildhauerin mit wie Blut aussehenden Sprenkeln von roter Farbe.

Die Arbeiten mit einer besonderen persönlichen Bedeutung für Künstlerin sind diesmal nicht käuflich zu erwerben.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 01. 07.2018 im Torhaus Rombergpark (Städtische Galerie Dortmund) um 11:00 Uhr eröffnet.

Dazu gibt es Worte von Fernando Garcia Curten präsentiert von Andreas Beck (Schauspiel Dortmund)




Meditation – Kunst von Roul Schneider im Torhaus

Die Städtische Galerie Dortmund im Torhaus Rombergpark stellt vom 06. bis 27. mai 2018 unter dem Titel „Meditation (vom wERDEn und verGEHEN oder vom Glück hier zu SEIN) Erdarbeiten sowie Skulpturen (Objekte) oder Fotografien des Künstlers und Fotografen Roul Schneider aus.

Der Themenschwerpunkt des Künstlers liegt im Zusammenspiel von von Natur und Mensch, im Zyklus vom Werden und Vergehen. Es sind Werken aus Materialien der Natur, wie Ton, Erde, Sand, Lehm oder Moos, die er während seiner vielen langen Ausflüge mit dem Fotoapparat gefunden hat. Diese werden von ihm in einem meditativen Prozess bearbeitet oder in ihrer Einzigartigkeit in den Raum platziert. So stellt er beispielsweise unter dem Titel „Sternenwanderer“ in einem quadratischen Glaskasten ein Paar hohe mit Moos oder Erde behaftete Schnürschuhe aus, die er auf einem Zechengelände gefunden hat. Das sind auch zeitgeschichtlich interessante Objekte, die Fragen nach der dazu gehörenden Person beim Betrachter aufkommen lassen.

Roul Schnieder möchte mit seinen Kunstwerken die Besucher einladen unter der Oberfläche zu schauen.
Roul Schnieder möchte mit seinen Kunstwerken die Besucher einladen unter der Oberfläche zu schauen.

Schneider möchte mit seiner Ausstellung zum Innehalten und Entschleunigen sowie zum „Sehen mit dem Herzen“ und meditativen Schauen auf die einmalige grenzenlose spirituelle Natur hinführen. Es geht darum, die Perspektive zu wechseln und in das Innere und hinter die Oberfläche zu Blicken. Die Überlagerung von von Abbild und Struktur, von Körper und Natur, schafft ein spannendes Wechselspiel zwischen Wirklichkeit und Illusion. „Die Erde ist für mich ein lebendiger, nicht toter Mechanismus“, so Schneider.

Die Schönheit des Lebens und der Natur und Vergänglichkeit spielen in seinen Werken eine große Rolle. So zum Beispiel bei einem von ihm am Rheinufer gefundenen Holz-stumpf mit einer interessanten Struktur, den er künstlerisch bearbeitet hat und auf einen rostenden Sockel gestellt hat.

Die helleren Strukturen seiner Erdarbeiten wurden aus der Wurzel einer speziellen einzigartigen Buche aus Mecklenburg-Vorpommern heraus gekratzt. Moos sorgt etwa für die dunkleren Färbungen. Die quadratischen, großflächigen umrahmten „Erdarbeiten“ sind durch meditative Kreise gekennzeichnet. Sind sind gleichzeitig eine Begrenzung. Diese höchst persönliche Ausstellung hat der Künstler seiner vor einem Jahr verstorbenen Frau, der Objekt-Designerin Anja Schneider gewidmet.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, den 06.05.2018 um 11.00 Uhr im

Torhaus Rombergpark, Städtische Galerie Dortmund statt.

Atmosphärisch musikalisch begleitet wird die Vernissage von Freya Deiting (Violine).

Öffnungszeiten:

dienstags bis samstags: 14.00 – 18:00 Uhr

sonntags und feiertags: 10.00 – 18.00 Uhr

Eintritt frei




Lea Carla Diestelhorst – Kunst im Spannungsfeld von Natur und Abstraktion

Das Torhaus Rombergpark in Dortmund ist ein Ort mit ganz eigener Geschichte, Architektur und Umfeld. Die städtische Galerie bietet den Besuchern nun von 08.04.2018 bis zum 29.04.2018 passend zu dieser besonderen Umgebung die Ausstellung „Von Gärtnern und Kannibalen“ der Dortmunder Künstlerin Lea Carla Diestelhorst (*1987 in Herdecke).

Diese arrangiert im Torhaus eine Ausstellung mit klein- und großformatiger Malerei (12 Stück) zwischen Natur und Abstraktion, einem bis auf einem kleinen Spalt geheimnisvoll verschlossenem Gewächshaus. Drei weiße Gartenstühle laden zum Verweilen und Sinnieren ein.

Ihre Arbeiten sind gekennzeichnet durch das Changieren und Austarieren der Abstraktionsgehalte. Sie verführen den Betrachter dazu, die dahinter verborgenen konkreten „weltlichen Objekten aus der Natur“ zu entdecken.

Das ganze Arrangement dient dazu, die Fantasie anzuregen und in einem Kontext zu bringen. Mit wenigen Setzungen von grünen oder weißen geheimnisvollen Schnüren ähnlichen Gebilden die sich über die bemalte Leinwand legen, ermöglichen den Ausbruch aus den Begrenzungen der zweidimensionalen Leinwand. Die Suche nach Analogien und assoziativen Verbindungen wird gefördert. Die Bild- und Gedankenwelt des Gartens kann bei dem Besucher, wenn er sich darauf einlässt, zu einer kritisch – konstruktiven Hinterfragung der Begrifflichkeit von Natur (Natürlichkeit) und Kultur (Künstlichkeit) führen.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Sonntag, den 08. April 2018 um 11:00 Uhr im

Torhaus Rombergpark, Städtische Galerie Dortmund statt.

Eine Einführung wird es durch die Kuratorin Linda Schröer (Dortmunder Kunstverein) geben.




Torhaus Rombergpark im „blauen“ Kunstrausch

Die Städtische Galerie Torhaus Rombergpark zeigt vom 11.03.2018 bis zum 01.04.2018 unter dem Titel „Blau“ Malerei und Objekte des im Ruhrgebiet lebenden Künstlers Christoph Mandera (*1955).

Unter diesem Leitthema wird mit 14 Werken ein Querschnitt aus dem Schaffen des Mitglieds des Bundesverbandes bildender Künstler des Bezirks Westfalen (BBK Westfalen) gegeben.

Die gezeigten Werke weisen formal eine große Spannbreite auf, die von monumentale, 240 x 150 cm über extreme Hochformate von 200 x 30 cm, bis hin zu schmalen querformatigen 30 x 90 cm geht.

Diese sind rund herum an den Wänden des Torhauses angeordnet. Die Betrachter werden durch einen traumhaft surrealen Weg geleitet. Die Acryl-Werke sind durch eine intensiv blaue, mit gelb und roten Fragmenten kontrastierten Farbigkeit gekennzeichnet. Ein Querschnitt der letzten künstlerischen Jahre mit dazwischen geschalteten, herausgeschnittenen phantastischen Tier- und Menschenwesen wie etwa der Freischwimmer, eine Mischung aus Fisch und Mensch. Mandera zaubert eine traumhafte „blaue“ Welt aus Figuren, Zeichen, Chiffren, Symbolen und Bewegungslinien auf Leinwand und Holzgrund.

Er verarbeitet die gesamte Breite menschlicher Erfahrungen aus den letzten Jahrzehnten und verbindet sie mit Alltagssymbolen, Gegenständen und von ihm eigens kreierten Chiffren.

Figurative Farbkombinationen von Christoph Mandera sind unter dem Titel "Blau" im Torhaus Rombergpark zu sehen.
Figurative Farbkombinationen von Christoph Mandera sind unter dem Titel „Blau“ im Torhaus Rombergpark zu sehen.

Dabei sind seine Werke natürlich auch aus dem reichen Schatz seiner eigenen Erfahrungswelt gespeist. Seine Themen sind von Musik seiner Jugendzeit geprägt. So zum Beispiel von „All You need is love“ (The Beatles), „A night at the opera“ (Queen) oder „Talking about a revolution“ (Tracey Chapman).

Beeinflusst sind die Arbeiten von der Pop Art-Kunst und Comics, aber auch vom Surrealismus. In seinen plakativ-üppigen Bildern verfremdet er Vorgefundenes, um es in neue Zusammenhänge zu bringen. Seine gefühlsbetonten Arbeiten zeigen Anklänge an den Neo-Expressionismus.

Seine wuchtigen, farbgewaltigen Bilder sprechen die Sinne an und laden zu einer spannenden Entdeckungsreise ein. Sie kann zu immer neuen Einsichten und Selbsterkenntnissen führen, wenn wir uns darauf einlassen.

Die Vernissage findet am 11.03.2018 um 11.00 im Torhaus Rombergpark statt.

Der Kunsthistoriker (M.A.) Carsten Roth wird eine Einführung in die Ausstellung geben.




Torhaus Rombergpark bietet Einblicke in städtischen Kunsteinkauf

Schon seit 2004 zeigt die Städtische Galerie Torhaus Rombergpark in seinem besonderen Ambiente in jedem Jahr die vom Kulturbüro der Stadt Dortmund angekauften Werke heimischer Künstlerinnen und Künstler. Für den Neuankauf werden jährlich die im Budget des Kulturbüros vorhandenen Mittel in Höhe von 25.000 Euro ausgegeben. Eine spezielle Kommission des Kulturausschusses wählt Werke aufs neue im Rahmen einer Ankaufssitzung aus und beschließt dann endgültig über den Ankauf. Es ist eine zentrale Maßnahme zur Kunstförderung hier in Dortmund.

38 Werke von 19 Künstlerinnen und Künstlern sind zu bewundern. Nicht nur Gemälde...
38 Werke von 19 Künstlerinnen und Künstlern sind zu bewundern. Nicht nur Gemälde…

Alle angekauften Werke des Kunsteinkaufs 2017 werden nun unter dem Titel „einblicke – städtischer Kunstankauf“ im Torhaus dem Publikum vom Sonntag, dem 14.01.2018 bis zum 04.02.2018 gezeigt. Es sind insgesamt 38 Werke (davon vier Skulpturen) von 29 Künstler/innen. Von 9 Künstlern wurden jeweils 2 Werke ausgewählt. 19 Künstlerinnen und 10 Künstler wurden dabei berücksichtigt.

Zum 1. Mal wurden die Werke von fünf Künstlern ausgewählt: Kamilla Czastka, Peter Dahmen, Franz Ott sowie Osman Xani und Rika Pütthoff-Glinka.

Die gezeigten Werke sind eine Momentaufnahme und zeigen die Vielfalt unserer städtischen Kunstszene, wie Katrin Gellermann vom Kulturbüro erklärte.

Die ausgestellten Bilder auf Leinwand oder Skulpturen wie etwa der vergoldete Holzsockel unter dem Titel „Ruhr“ von Virginia Novarin geben einen guten Überblick über augenblicklichen Stand in der Dortmunder Kunstszene. Neben ihrer Eigenständigkeit bieten sie auch Ansatzpunkte für Gemeinsamkeiten.

...sondern auch Skulpturen zeigen die Lebendigkeit der Dortmunder Kunstszene.
…sondern auch Skulpturen zeigen die Lebendigkeit der Dortmunder Kunstszene.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 14. Januar 2018 um 11:00 Uhr in der Städtischen Galerie Dortmund – Torhaus Rombergpark – eröffnet.

Öffnungszeiten:

dienstags bis samstags von 14:00-18:00 Uhr

sonntags und feiertags von 10:00-18:00 Uhr

Der Eintritt ist frei




Heide Kemper – Glaskunst mit aktueller Brisanz

Die Städtische Galerie Torhaus Rombergpark zeigt vom 19.11.2017 bis zum 10. 12.2017 in ihren besonderen Räumlichkeiten die neue Ausstellung „Zehn Milliarden“ von der Dortmunder Glaskünstlerin Heide Kemper.

Inspiration für ihre Ausstellungsschau war das Buch „Zehn Milliarden“ des Wissenschaftler Stephen Emmott. Darin zeichnet er ein zusammenhängendes und aktuelles Bild über die Lage unseres Planeten. Umweltzerstörung, Klimawandel, Kampf um Ressourcen und Überbevölkerung sind das Thema. Vertreibung und Flucht vieler Menschen sind die Folge.

Damit beschäftigt sich auch Kemper mit ihren künstlerischen Werken. Es geht ihr aber insbesondere um die Bewahrung unseres Planeten mit all seinen Lebewesen.

Gezeigt werden Objekte, Installationen und „Glasbilder“ mit modernem Phototransfer-Verfahren, eingeschlossenen natürlichen Objekten (Asche von in Glas eingeschmolzenen Blättern aus dem Rombergpark).

Heide Kemper zeigt unter anderem Glasarbeiten, die mit der Fusing-Technik entstanden sind.
Heide Kemper zeigt unter anderem Glasarbeiten, die mit der Fusing-Technik entstanden sind.

Sie arbeitet mit viel Experimentierfreude mit verschiedenen Techniken, Sandstrahlen, Ofen- und Sandguss oder das Glasfusing. Diese Technik bezeichnet das Verschmelzen von Glas mit unterschiedlichen Farben und Formen in einem speziellen Brennofen bei über 800 Grad Celsius. Das transparente Material hat sie schon sehr früh fasziniert.

In der Mitte des Raumes ist eine eindrucksvolle Flüchtlingsbarke aus hunderten verformter Flaschen platziert. Sie stammen eigentlich aus ihrer ersten Arbeit mit verbogenen Flaschen aus dem Jahr 1996 („Fliehende“) anlässlich der Verfolgungen in Ruanda.

Mit ihren großformatigen Fusing-Arbeiten widmet sie sich der Zerstörung des Regenwalds sowie Reichtum und Armutsflucht.

Kleine Spiegelkästen (mit vier Spiegeln), die von außen aussehen wie offene Geschenkpakete ermöglichen uns den Blick auf eine unendliche Projektion von Menschen und Ressourcen.

Die Vernissage ist am Sonntag, den 19.11.2017 um 11:00 Uhr in der Städtischen Galerie Dortmund Torhaus Rombergpark.

Einführung: Dr. Rudolf Preuss

Die Künstlerin ist anwesend.




Hanfried Brenner – Offenes Kunstprojekt im Torhaus

In der städtischen Galerie Torhaus Rombergpark werden unter dem Titel „quadrat plus – variationen“ vom 22. Oktober bis 12. November 2017 verschiedene Zeichnungen, Bildobjekte und räumliche Installation des Künstlers Hanfried Brenner zu sehen sein.

Seit 1992 hatte dieser an der Entstehung und Entwicklung des Dortmunder Kulturzentrums Depot mitgewirkt.

Für diese Ausstellung hat er die meisten Arbeiten direkt für die speziellen Gegebenheiten und dem historischen Hintergrund des besonderen Ortes entwickelt. Dabei lässt er seine eigenen Wahrnehmungen des Ausstellungsortes Torhaus Rombergpark mit seine besonderen Architektur und Geschichte einfließen.

In seinem offen gehaltenen Kunstprojekt spielt die wuchtige und gewölbte Architektur und die speziellen Atmosphäre eine wichtige Rolle.

Einige seiner Zeichnungen stammen aus einem Zyklus des Jahres 2014 und sind unter dem Einfluss des berühmten Bildes „Schwarzes Quadrat auf weißem Grund“ von Kasimir Malewitschs entstanden. Für Brenner bot sich an, die Zeichnungen aus dieser Serie mit ihren strengeren geometrisch-quadratischen Formen dem gerundeten Torhaus gegenüber zu stellen und zu konfrontieren.

Um es mit einem dem Fußballbereich umgewandelten Slogan zu sagen. Die Idee war, das Eckige ins Runde zu bringen.

Hanfried Brenner setzte sich mit der Architektur im Torhaus auseinander.
Hanfried Brenner setzte sich mit der Architektur im Torhaus auseinander.

Von der traditionellen Auffassung des Tafelbildes, der Malewitsch noch verpflichtet war, weicht er insofern ab, das er die Materialität von Farbe, Malgrund, Papier u.s.w. als ästhetisches Moment in ihrer Dreidimensionalität als Objektkunst einbezieht.

So sind in der Ausstellung an einer Wand zum Beispiel auch ein schwarzes und ein weißes Quadrat als plastische Bildobjekte zu sehen.

Zentrum ist jedoch die auf dem Boden des Ausstellungsortes platzierte Installation aus Vierkanthölzern, von denen ein Teil mit Blei ummantelt wurde. Sie prägen die Wahrnehmung im Raum stark und können gleichsam als Kommentar zu den architektonischen Gegebenheiten und den historischen Bezügen des Torhauses gesehen werden. Im Zusammenspiel mit den übrigen Zeichnungen und Bildobjekten entfalten sie ihre Wirkung.

Die Ausstellung ist als „offenes“ Kunstprojekt, dass in anderen Kontexten weiter entwickelt werden soll, vom Hanfried Brenner konzipiert worden

Die Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, den 22. Oktober 2017 in der städtischen Galerie Torhaus Rombergpark. Sie wird musikalisch von Maik Hester am Akkordeon begleitet. Werkeinführung durch den Künstler.