Einblicke 2019 präsentiert Kunstankauf der Stadt Dortmund

Eine Standortbestimmung der aktuellen Dortmunder Künstlerszene zeigt die Ausstellung „Einblicke“ im Torhaus Rombergpark. Kurz nach der Schau der Ankäufe aus dem Jahr 2018, zeigt das Kulturbüro der Stadt Dortmund jetzt die ausgewählten Werke aus 2019.

Die Dortmunder Künstlerszene ist lebendig und vielfältig in ihrem Ausdruck. Mit dem Förderprogramm des städtischen Kunstankaufs unterstützt das Kulturbüro professionell arbeitende Künstlerinnen und Künstler vor Ort. Mit zurzeit 25.000 Euro jährlich werden Kunstwerke aller Sparten angekauft. Das Kulturbüro kümmert sich um die Archivierung der Arbeiten und stellt sie Institutionen der Stadt zur Ausleihe zur Verfügung.

Die Leiterin des Kulturbüros Hendrikje Spengler mit ihrer Kollegin Sophie Schmidt vor einem Bild der Dortmunder Künstlerin Martina Wernicke. (Foto: © Anja Cord)
Die Leiterin des Kulturbüros Hendrikje Spengler mit ihrer Kollegin Sophie Schmidt vor einem Bild der Dortmunder Künstlerin Martina Wernicke. (Foto: © Anja Cord)

Für den Ankauf 2019 reichten 78 Künstlerinnen und Künstler 152 Werke zur Auswahl ein. Dabei Arbeiten von 18 Künstlerinnen und sechs Künstlern wurden angekauft. Vertreten sind Werke vieler bekannter Künstler wie Ulla Kallert, Bernd Moenikes, Dina Nur, Axel Mosler, Bettina Brökelschen, Almut Rybarsch-Tarry oder auch Sebastian Wien. Erstmalig ist die Malerin Petra Ultsch vertreten, hier mit der abstrakten Arbeit „Reise“, in Öl auf Holz. Die Auswahl zeigt eine große Spannbreite der künstlerischen Positionen in Dortmund.

Wer wählt die Arbeiten aus? Es ist eine Laien-Jury aus Vertreterinnen und Vertretern des Kulturausschusses. Die Jury nimmt ihre eigenen Kriterien als. Dadurch ergibt sich durchaus automatisch ein Querschnitt durch das Schaffen professioneller Dortmunder Künstler.

Die Ausstellung kann bis zum 2. Februar 2020 besichtigt werden, der Eintritt ist frei. Die Öffnungszeiten sind dienstags bis samstags 14 Uhr bis 18 Uhr, sonntags 10 Uhr bis 18 Uhr.




Städtischer Kunstankauf 2018 im Torhaus Rombergpark zu sehen

Jedes Jahr kauft das Kulturbüro der Stadt Dortmund aktuelle Arbeiten heimischer Künstlerinnen und Künstler an, die zum Jahresende in der hiesigen Galerie Torhaus Rombergpark ausgestellt und einem größeren Publikum unter dem Titel „einblicke 2018“ präsentiert werden.

Für diese spezielle Kunstförderung stehen jährlich 25.000 Euro zur Verfügung. Eine Kommission aus verschiedenen Parteien des des Ausschusses für Kultur, Sport und Freizeit wählte die Werke aus. Bewerben können sich sich alle professionell ausgebildeten in Dortmund arbeitenden Kunstschaffenden. Neben dem Ankaufsgeld ist es eine gute Möglichkeit für die Ausgewählten, ihre Bekanntheit noch zu vergrößern.

Da die städtische Galerie Torhaus Rombergpark vorübergehend geschlossen war, werden diesmal erst die angekauften Arbeiten aus dem Jahr 2018 gezeigt.

Susanne Henning vom Kulturbüro und Janesha Jeyakaran (FSJ Kulturbüro) vor den Arbeiten von Roul Schneider ("Landschaft", 2018) und der Fotoarbeit von Anja Bohnhof ("Krishak", 2017/18).
Susanne Henning vom Kulturbüro und Janesha Jeyakaran (FSJ Kulturbüro) vor den Arbeiten von Roul Schneider („Landschaft“, 2018) und der Fotoarbeit von Anja Bohnhof („Krishak“, 2017/18).

Diese Werke, Fotografien, Bilder (Mischtechnik) in unterschiedlichen Formaten und Ausdrucksformen sowie wenige Skulpturen bieten die breite und Vielfalt der Dortmunder Kunstszene ab. Dreißig hiesige Künstler (darunter achtzehn Frauen) waren die Glücklichen, deren Werke angekauft und somit besonders gewürdigt wurden.

Die Arbeiten sind vom 15. Dezember 2019 bis zum 05. Januar 2020 im Torhaus zu sehen. Anschließend kommen sie in das Kunstarchiv der Stadt Dortmund (Küpferstraße 3). Dort besteht die Gelegenheit für die Bevölkerung und Unternehmen, sich Kunst für ein geringeres Entgelt auszuleihen und sie für eine gewisse Zeit im „eigenen Haus“ zu präsentieren.

Übrigens: Die Ausstellung „einblicke 2019“ folgt folgt fast direkt danach vom 12. Januar bis zum 05. Februar 2020.

Die Ausstellung „einblicke“ – Städtischer Kunstankauf 2018 (ein Förderprogramm für Dortmunder Künstlerinnen und Künstler) wird am Sonntag, den 15. Dezember 2019 um 11:00 Uhr im Torhaus Rombergpark (Städtische Galerie Dortmund) eröffnet.




Köpfe – realistisch, surreal oder abstrakt

Andrzej Irzykowski zeigt vom 17.11. bis zum 08.12 2019 in der Galerie
Torhaus Rombergpark unter dem Titel „Köpfe“ Zeichnungen und
bildhauerische Arbeiten.

„Der Kopf ist die
Zentrale“, erklärt Andrzej Irzykowski sein Interesse am Haupt des
Menschen. In der Ausstellung präsentiert er Köpfe in verschiedenen
Stilen und Materialien.

Auf der hinteren
Seite des Torhauses zeigt Irzykowski drei klassisch gestaltete
Portraits. Mit dabei sind die Köpfe von Chopin und Beethoven, zwei
der Lieblingskomponisten des Künstlers. Geplant sind noch weitere
Komponistenbüsten wie die von Mozart oder Bach.

Sehr spannend sind
die Arbeiten, die eher in die surreale oder abstrakte Richtung gehen.
Der „Träumer“ scheint zu zerfließen, er ist ein Hauch von Kopf,
obwohl er aus Bronze ist. Der „Dickkopf“ hingegen besteht aus
Eichenholz, das schon mehrere hundert Jahre alt ist und von einer
Mühle stammt. Der „Dickkopf“ ist auf den ersten Blick ein grober
Klotz, er hat aber durch eine Art Krone etwas majestätisches an
sich.

Aus Eisenguss sind
die „Totems“. Sie erinnern mit ihrem Aussehen an an afrikanische
Masken. Der „Ritter“ wiederum ist aus fertigen Metallteilen
entstanden, die in einer Schlosserei anfallen.

Andrzej Irzykowski neben seinem "Ritter", der aus Materialien einer Schlosserei besteht.
Andrzej Irzykowski neben seinem „Ritter“, der aus Materialien einer Schlosserei besteht.

Ein weiteres
interessantes Objekt ist der „Buch Kopf“ aus aus Bronze, auf dem
sich einiges an Patina angesammelt hat. Für Andrzej Irzykowski ist
ein Buch „das Gedächtnis der Menschheit“. Zwei eckige
„Querköpfe“ aus Bronze zeigen sehr abstrahierte Gesichter.

Zusammenfassend kann
man sagen, die große Formenvielfalt macht den Reiz dieser
Ausstellung aus. Bei manchen Objekten findet der Betrachter schnell
das Gesicht zum Kopf, bei anderen muss man länger suchen oder wie
beim „Dickkopf“ seine Fantasie spielen lassen.

Daneben hängen acht
Chinatuschezeichnungen auf Bristol-Papier. „Zeichnen ist Therapie
von der Bildhauerei“, bekennt Andrzej Irzykowski, „da kann ich
mich austoben.“

Auf alle Fälle
freut sich der Künstler auf den Dialog mit dem Publikum.

Die Vernissage ist am 17.11.2019 um 11 Uhr. Das Torhaus hat dienstags und samstags von 14 bis 18 Uhr sowie sonntags und feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet.




„Bewegung ist Alles!“ – künstlerische Aufhebung der Eindeutigkeit

In der Städtischen Galerie im Torhaus Rombergpark sind vom 20.
Oktober bis zum 10. November 2019 vierzehn Arbeiten der Herdecker
Künstlerin Petra Böttcher-Reiff unter dem Motto „Bewegung ist
alles!“ zu sehen. Die Werke (verschiedene Formate) sind in den
Jahren 2013 bis heute entstanden.

Die Künstlerin
gelingt es in ihren Arbeiten (Fotografie >
Fotografiken), aus statischen Fotografien von Natur, Menschen,
Landschaften sowie Sonne, Wolken, Wasser, Meer und Bauwerken
fließende, schwebende, Kunstwerke ohne Eindeutigkeit erschaffen. So
werden bei den Betrachtern ganz individuelle Emotionen hervorgerufen.

Dabei arbeitet sie
mit Reduktion und Verfremdung. Es entsteht eine magische, oft
futuristisch anmutendes, in Form und Farbe reduziertes Kunstwerk. Die
Werke haben nur kurze Titel wie etwa „Bambuswald“ oder „Sand“
zur Orientierung. Für eigene Assoziationen bleibt genug Spielraum.

Petra Böttcher-Reiff vor ihrer Arbeit "Zeitraffer I" im Torhaus Rombergpark. Zu sehen vom 20. Oktober bis zum 10. November 2019.
Petra Böttcher-Reiff vor ihrer Arbeit „Zeitraffer I“ im Torhaus Rombergpark. Zu sehen vom 20. Oktober bis zum 10. November 2019.

Mit Hilfe
technischer, digitaler Veränderungen lässt Böttcher-Reiff in ihrer
Farbe reduzierte effektvolle Fotografien oder malerische Bilder mit
verwischenden Aquarelleffekten entstehen. In Bauwerken (Duisburg oder
Antwerpen (Bahnhof-Centraal blau)) sind stilisierte Personen oder
andere Details schemenhaft zu erkennen.

Eindrucksvoll sind zum Beispiel die Arbeiten, die durch die Natur in Frankreich inspiriert wurden, aber auch die digital bearbeiten Fotografien etwa einer muskulösen männlichen Person in der Drehbewegung (Arbeiten „Zeitraffer 1“ und „Zeitraffer 2“). Der Kopf und Teile des Körpers sind schemenhaft surreal in mehrfacher Ausführung zu sehen. Das hat eine leicht surreale Wirkung auf die Betrachter. Je nachdem, von welchem Blickwinkel man die Arbeiten auf sich wirken lässt, entdeckt man etwas neues. Nichts ist eindeutig und alles eben in Bewegung und verändert sich. Das ist der Künstlerin in ihrer jetzigen Schaffensperiode besonders wichtig, wie sie im Pressegespräch erklärte.

Die Eröffnung der
Ausstellung „Bewegung ist Alles!“ Petra Böttcher-Reiff findet am
Sonntag, den 20.10.2019 um 11:00 Uhr in der Städtischen Galerie
Torhaus Rombergpark (Am Rombergpark 65) statt.

Einführung: Axel M.
Mosler (Dipl. Fotodesigner, Geschäftsführer Westfälischer
Künstlerbund Dortmund e.V.)

Die Künstlerin ist
anwesend.




Wundersame Kunstwelten im Torhaus Rombergpark

Die Städtische Galerie im Torhaus Rombergpark (Dortmund) zeigt vom
22.09.2019 bis zum 13.10.2019 unter dem „Wundersame Welten“
fünfzehn großflächige Acrylzeichnungen des Pop-Künstlers Helmut
Kottkamp (Jahrgang 1954) aus Mühlheim an der Ruhr. Die Werke sind
alle, so Kottkamp, in den letzten drei Jahren entstanden.

Ab 1968 beschäftigt
sich der Künstler mit surrealistischer Malerei, seit 2007 mit
Popart. Er zerlegt uns bekannte Dinge, ordnet sie neu zu seiner
Kunst. Seine surrealen, kubistischen und farbenfrohen Arbeiten
lassen Fragen offen und bieten Raum für Assoziationen. Er collagiert
nicht nur alles zu Neuem, sondern arbeitet auch Teile seiner
Installationen oder sogar sich selbst und andere bekannte
Persönlichkeiten in die Zeichnung mit hinein. Tiere und und andere
Details sind oft erst auf dem zweiten Blick zu erkennen.

Helmut Kottkamp vor seinem Bild "Poseidon" zu sehen in der Galerie Tohaus Rombergpark.
Helmut Kottkamp vor seinem Bild „Poseidon“ zu sehen in der Galerie Tohaus Rombergpark.

Viele bekannte Film-
und Pop-Musik-Größen oder Poseidon aus der griechischen Mythologie
können die Besucherinnen und Besucher in seinen Werken wiederfinden.
Interessante Kombinationen wie etwa Martin Luther und Che Guevara,
bekannte Größen aus der Filmwelt wie Johnny Depp („Fluch der
Karibik“), „Die Vögel“ (Hitchcock), aus „Zeugin der
Anklage“, der „Terminator“ (Arnold Schwarzenegger), oder
Musikstars wie Mick Jagger, Lady Gaga, sowie die vier Beatles
(Sergeant Pepper) u.a. sind dort zu sehen. In die Arbeit „Sergeant
Pepper“ hat Kottkamp seinen eigenen Großvater mit eingebaut.

Eine politische
Entwicklung der SPD anhand vier großer Persönlichkeiten (ähnlich
aufgereiht wie die Präsidenten der USA im Grand Canyon, Mount
Rushmore National Memorial) zeigt eindrucksvoll das Werk mit dem
Titel „Genossenzeit“. Es gibt viel zu entdecken und es lohnt
sich, in diese „Wundersamen Welten“ einzutauchen.

Die Eröffnung
findet am Sonntag, den 22.09.2019 um 11:00 Uhr in der Städtischen
Galerie Torhaus Rombergpark (Am Rombergpark 65) statt.

Öffnungszeiten:

dienstags bis
samstags: 14:00 – 18:00 Uhr

sonntags und
feiertags: 10:00 – 18.00 Uhr

Eintritt frei




Farb-Therapie im Torhaus Rombergpark

Dass Farben eine bestimmte Bedeutung haben, ist Gegenstand der
Farbenlehre. Schon die alten Griechen haben sich damit beschäftigt.
Am bekanntesten ist sicher die Farbenlehre Goethes (Zur Farbenlehre,
1810). In Zeitalter des Internets werden für Webseiten bestimmte
Farbmuster und Farbkombination gesucht, die der gewünschten
Zielgruppe und Intention der Seite entsprechen. Mit diesen
Farbkombinationen haben Werber schon lange zuvor experimentiert.

Natürlich ist für
Malerinnen und Maler die Farbe ein besonders wichtiges Element. Die
serbische Künstlerin Maja Erdeljanin zeigt vom 25.August bis zum 15.
September unter dem Titel „Color Therapy“ neunzehn abstrakte
Arbeiten, die ab 2007 entstanden sind.

„Eine Farbe hat
immer etwas mit Emotionen zu tun“, erklärt Erdeljanin. „Jede
Farbe hat eine Bedeutung“. Rot kann energiegeladen, aber auch
aggressiv sein, Blau kann friedvoll oder leise sein. In ihrer
Ausstellung zeigt die Künstlerin jedoch nur die „positiven
Eigenschaften“ der Farben. So trifft ein „Confidental Yellow“
(zuversichtliches Gelb) auch ein „Peaceful Blue“ (friedliches
Blau). Manche Farben sind in Erdeljanins abstrakten Bildern stark in
den Hintergrund geraten, obwohl sie im Titel stehen. Das ist bewusst
so. „Manchmal mache ich mir einen Spaß mit den Farben“, so die
Künstlerin.

Maja Erdeljanin präsentiert Farben mit Eigenschaften in ihrer "Color therapy" im Torhaus Rombergpark.
Maja Erdeljanin präsentiert Farben mit Eigenschaften in ihrer „Color therapy“ im Torhaus Rombergpark.

Eine besondere
Arbeit ist „Hooloovoo Blue“, sie bezieht sich auf das Buch von
Douglas Adams „Per Anhalter durch die Galaxis“. „Hooloovoo“
ähnelt im Roman einem super-intelligenten Farbton der Farbe Blau.
Hier machte sich Erdeljanin Gedanken, wie denn diese
super-intelligente Farbe aussehen könnte.

Dass Farben
bestimmte Eigenschaften zugesprochen werden, ist nicht nur im
künstlerischen Bereich bekannt, sondern natürlich auch in der
Werbung. So nennt die Firma Alpina beispielsweise eine ihrer Farben
nicht einfach „Blaugrau“, sondern „steinblaue Schönheit“.

Die Ausstellung wird
am 25. August 2019 um 11 Uhr eröffnet und ist dienstags bis samstags
zwischen 14 und 18 Uhr sowie sonntags/feiertags zwischen 10 und 18
Uhr geöffnet.




3D-Drucke zum Eintauchen im Torhaus Rombergpark

In der Städtischen Galerie im Torhaus Rombergpark sind vom
28.07.2019bis zum 18.08.2019 über 25 neue manuelle 3D-Drucke (teils
digitale 3D-Drucke) des bildenden Künstlers Marc Bühren (Atelier in
Dortmund-Hörde) zu bewundern. Seit 2917 entdeckte er den manuellen
3D-Druck für sich und konnte seine erste Installation zum DEW21
Kunstpreis im Dortmunder U auch schon erfolgreich präsentieren.

Für die Technik des
manuellen 3D-Drucks erhält er maßgebliche Unterstützung durch eine
amerikanische Firma, die Ausstellungen wie diese erst ermöglichen.

Bühren arbeitet mit
einem sogenannten „3Doodler“, einem 3D Stift, der es ermöglicht,
kreative dreidimensionale Kunstwerke zu erschaffen. Da ihm die
Nachhaltigkeit wichtig ist, werden hier Bio-Kunststoffe verwendet,
die auch kompostierbar sind. Die Ausstellung mit dem Titel
„Immersion“ wurde extra für das Torhaus Rombergpark konzipiert
und hat auch einen Bezug zur Flora, Fauna und Geschichte des Parks,
wie etwa die Ermordung jüdischer und politische Häftlinge hier noch
kurz vor ende des NS-Regimes.

Der Titel
„Immersion“ bezieht sich auf das emotionale „Eintauch-Erlebnis“
in das Kunstwerk. Es ist zunächst frei von jeglichen
Interpretationsversuchen. Erstmals kombiniert der Künstler zum Teil
den manuellen und den digitalen 3D-Druck miteinander. Die
BesucherInnen werden zu einer optischen Erforschung aus verschiedenen
Blickwinkel eingeladen.

Marc Bühren zeigt außergewöhnliche Arbeiten im Torhaus Rombergpark, die mit der 3d-Drucktechnik entstanden sind.
Marc Bühren zeigt außergewöhnliche Arbeiten im Torhaus Rombergpark, die mit der 3d-Drucktechnik entstanden sind.

Die Farben schwarz,
weiß und rot sind dabei vorherrschend. Benutzt werden zudem
Substanzen wie Schellack, Moorlauge, Pigmente, Kreide, Bienenwachs,
Canauberwachs, Leinölfirnis oder Eitempera

Die Natur sowie Aspekte zur kritischen Hinterfragung der Wohlstandgesellschaft spielen eine bedeutende Rolle in dieser Ausstellung. Das zeigt zum Beispiel eine als Herzstück sich mitten im Raum freistehende Installation mit dem Titel „Evolution“. Sie besteht aus einer raumgreifenden multiplen Zeichnung, eine Baumstruktur kombiniert mit kulturellen Fundstücken aus dem Rombergpark. Wie Bühren beim Presserundgang erklärte, stammen diese „Hinterlassenschaften“ von einer großen Hochzeitsfeier hier im Rombergpark zur Pfingstzeit.

Außerdem werden
fünf Kunstwerke auf Galeriesockeln sowie verschiedene Wandobjekte
präsentiert.

Es lohnt sich, in diese außergewöhnliche Kunst-Installation mit der 3D-Technik einzutauchen und sich auf sie einzulassen. Der Künstler spielt geschickt mit der Multiplikation und Imitation natürlicher Formen und Strukturen, sowie auch mit den Sehgewohnheiten der Ausstellungsbesucherinnen und Besucher.

Die Vernissage der
Ausstellung „Immersion“ findet am Sonntag, den 28.07.2019
in der Städtischen
Galerie Torhaus Rombergpark
um 11:00 Uhr statt.

Werkeinführung: Michael Schulz-Runge
(Kunstvermittler)

Öffnungszeiten:

dienstags bis
samstags: 14.00 – 18:00 Uhr

sonntags und
freitags: 10:00 – 18:00 uhr




Werkschau zeigt Arbeiten von Jan Bormann im Torhaus

Noch bis zum 21. Juli 2019 zeigt die städtische Galerie Torhaus
Rombergpark die Ausstellung „Skulpturen Plastiken Montagen“ von
Jan Bormann. Bormann ist 1939 in Dortmund geboren, lebt aber im
benachbarten Castrop-Rauxel. Die Ausstellung präsentiert ein großes
Spektrum seines Schaffens.

Nicht alles hat
Platz gefunden im Ausstellungsraum, so scheint es. Im
Einzelstrangbereich sind verschiedene Holz- und Stahlskulpturen von
Bormann zu sehen. Eindrucksvoll Basieren die Formen auf
geormetrischen Mustern: Würfel, Kugel oder vor allem Stelen. Auch im
eigentlichen Ausstellungsraum in der ersten Etage hat man manchmal
den Eindruck, Votivfiguren von alten, vergessenen Völkern aus der
Südsee zu begegnen.

Schon im Eingangsbereich des Torhauses präsentiert Jan Bormann seine typischen Arbeiten.
Schon im Eingangsbereich des Torhauses präsentiert Jan Bormann seine typischen Arbeiten.

Der Ausstellungsraum
zeigt auch eine ganz besondere Facette von Jan Bormann: Kunst im
öffentlichen Raum. Seine Installationen und Skulpturen im
öffentlichen Raum. Da diese absolut den Rahmen des Torhauses
sprengen würden, sind sie auf Fotos präsent, die an den Wänden
hängen. Beeindruckend sind sie durch ihre Verschiedenheit allemal.

Neben lebendigem
Material wie Holz und dem Werkstoff Stahl hat sich Bormann in
jüngster Zeit einem besonderen Material gewidmet: Computerplatinen.
Auch wenn Platinen massenhaft industriell hergestellt werden, sind
sie doch von Menschen konzipiert worden. Platinen bestehen aus
Kunststoff und Metall und Bormann verbindet sie beispielsweise mit
dem Ur-Material Holz zu einem eigenen Kunstwerk. Ein Beispiel ist
aktuell auch in der Gemeinschaftsausstellung in der BIG gallery zu
sehen.

Alles in allem
zeigen die über 50 Werke eine große Bandbreite des künstlerischen
Schaffens von Jan Bormann.




Sozialkritische künstlerische Statements im Torhaus Rombergpark

Von Sonntag,
den 5.Mai bis Sonntag, den 26.Mai 2019 präsentieren 18 Künstlerinnen
und Künstler der Dortmunder Gruppe eine gemeinsame Ausstellung mit
dem Titel „MUSTER“. Im Torhaus Rombergpark stehen Themen wie
Umweltzerstörung, Gesellschaftszwänge oder die Schnelllebigkeit
unserer Zeit im Mittelpunkt der Ausstellung. Zu sehen sind
unterschiedlichste
Arbeiten wie Skulpturen, Gemälde und andere Objekte.

Ein
paar Beispiele aus der Ausstellung: Monika Pfeiffer präsentiert
Häuser aus Pappe. Die Musterhäuser sind passend für die
unterschiedlichen Bewohner, aber nur in Form der bedruckten
Oberfläche (Romantiker, Naturliebhaber oder
Kunstinteressierte).
Ansonsten sind alle Häuser genormt, wie so Vieles in unserer Umwelt.

Eine der Künstlerinnen und Künstler waren beim Pressegespräch im Torhaus vor Ort.
Eine der Künstlerinnen und Künstler waren beim Pressegespräch im Torhaus vor Ort.

Maria
Teresa Crawford Cabral hat sich in ihrem Werk „Urenkelin“ (Öl
auf gemusterter Leinwand) wohl das berühmteste Gemälde als Vorbild
genommen: Die „Mona Lisa“ von Da Vinci. Doch die Urenkelin hat
ein modernes Gerät in ihrer Hand: das
Smartphone. Somit ist das idyllische Bild durch die Moderne
gebrochen.

Silvia
Liebig zeigt in ihrer
Arbeit „Der Anzug der Macht“ das Geld auch „kleidsam“ sein
kann, denn in ihrem Anzug sind Motive der fünf wichtigsten Währungen
integriert. Wer diesen Anzug also trägt, hat wohl die Macht.

Jan Bohrmann
präsentiert unter dem Titel „Digiloges“ Material-Assemblage mit
Platinen und Schnitzspänen von einer Zeder. Die Späne sind
Arbeitsspuren eines Bildhauers. Auf
diese Weise trifft sich die digitale Welt mit der analogen Welt.

Roul
Schneider ist nicht nur mit Werken in der Gemeinschaftsausstellung
vertreten, er zeigt seine Arbeiten auch in der Galerie Kunstraum in
der Braunschweiger Straße unter dem Titel „wERDEn“. Die
Vernissage im Kunstraum
ist am Samstag (04. Mai
2019) um 14 Uhr.

Die
Gemeinschaftsausstellung im Torhaus wird am Sonntag,
5.Mai 2019, 11.00 Uhr eröffnet.

Begrüßung:
Alexander Pohl (1.Vorsitzender der Dortmunder Gruppe), die Einführung
macht
Carsten Bülow (Schauspieler)




Torhaus Rombergpark – mit Spoootz ins neue Ausstellungsjahr

Vom 07. bis zum 28.
April 2019 zeigt die städtische Galerie Torhaus Rombergpark die
Ausstellung „Spoootz“ der Künstlerin Mariola Laschet. Sie
präsentiert meterlange Transparent-Papierbahnen, auf denen sie mit
Filzstift Gebilde, teils körperlose Formen, teils organisch wirkende
Körper aufträgt.

Rolle rückwärts
für das Torhaus: Hieß es vor einigen Monaten, dass es dort keine
Ausstellungen und Konzerte wegen Brandschutz mehr geben könnte,
haben neue Entwicklungen überraschendes zutage gefördert. Es gibt
eine Betriebserlaubnis für das Torhaus von 1958. Und zwar für
Ausstellungen. Konkret heißt das, Ausstellungen sind weiter erlaubt
sind, Konzerte aber nicht mehr. Die finden bekanntlich jetzt in der
Rotunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte statt.

Mariola Laschet ist
die erste Künstlerin, die von der neuen Situation profitiert. An den
Wänden des Torhauses hat sie die meterlangen Transparentbahnen
verteilt. Manchmal sind sogar Fenster mit dem Material verhangen, was
vor allem der roten Farbe einen tollen Effekt verleiht.

Mariola Laschet vor ihren Transparentpapier-Bahnen. Durch das durchscheinende Licht ergeben sich weitere interessante Effekte für den Betrachter.
Mariola Laschet vor ihren Transparentpapier-Bahnen. Durch das durchscheinende Licht ergeben sich weitere interessante Effekte für den Betrachter.

Das die Farbe Rot
überhaupt mit verarbeitet wurde, ist eher dem Zufall geschuldet.
„Erst sollte alles Schwarz-Weiß sein. Manchmal sind es ganz banale
Dinge, die dazu führen, dass sich das ändert“, erzählt Laschet.
Beispielsweise wenn die Künstlerin gerade keinen schwarzen Filzstift
mehr zur Hand hat, sondern nur einen roten. Dabei fügt die rote
Farbe den Bildern der Künstler eine weitere Ebene hinzu. Rot steht
hierbei für das Leben oder das Blut, so die Künstlerin.

„Spoootz“
entwickelt ein assoziatives Netz in dem sich der Betrachter
verfangen, aber auch entlang hangeln kann. Da Laschet von Körpern
fasziniert ist, sind die Formen oftmals fließend und lassen beim
Betrachter eine Art Film entstehen. Da die Künstlerin als Zeichnerin
und Illustratorin bei Animationsfilmen mitgearbeitet hat, ist das
Kunstwerk auch als überdimensionale Filmrolle vorstellbar.

Für ihr aktuelles
Kunstwerk „Spoootz“ hat die Künstlerin drei Rollen à 200 Meter
verbraucht und etwas zehn Eddings „leer gemalt“.

Die Ausstellung ist
geöffnet dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr, sonntags und
feiertags von 10 bis 18 Uhr,

Mehr Informationen zur Künstlerin unter www.mariola-laschet.de