Der kleine Prinz als fantasievolles Theater mit Poesie

[fruitful_alert type=“alert-success“]Ein bunter und zauberhafter Abend mit dem kleinen Prinzen.[/fruitful_alert]

Im Dortmunder Theater im Depot hatte das junge Ensemble Bubamara der Kulturbrigaden am 16.09.2017 unter der Regie von Rada Radojcic Premiere mit ihrer neuen Inszenierung. Die märchenhafte Erzählung „Der kleine Prinz“ nach Antoine de Saint-Exupéry scheint wie geschaffen für die Kulturbrigaden. Ihre Aufführungen zeichnen sich ja durch eine optisch ansprechende, fantasievolle und sorgfältige Auswahl von bunten Kostümen, Accessoires und Schminke für die Akteure aus.

So hingen auf der Bühne beleuchtbare und unterschiedlich gestaltete Lampenschirme als Planeten von der Decke. Im Hintergrund dienten durchsichtige Vorhänge als geheimnisvoller Hintergrund und Eingang zu den neuen Planeten.

Eine Lernwandprojektion zeigt die Wüste, wo der Pilot (Mika Kuruc) abgestürzt ist und die Geschichte von dem kleinen Prinzen erzählt. Der erscheint ihm in der Wüste.

Der kleine Prinz, sensibel von der elfjährigen Freya Erdmann gespielt, erschien in dezenter Kleidung in Pastellfarben. Nach einem Streit mit seiner geliebten Rose mit dem wunderbaren französischem Akzent (Helen Gierhake) macht er sich auf den Weg zur Erde, um einen Freund zu finden. Auf seiner reise durch das Universum trifft er auf verschiedene skurrile Charaktere. Einem befehlssüchtigen König, den Eitlen Pop-Star, den Geschäftsmann, dem Säufer, den Geographen und einem weisen Fuchs.

Der kleine Prinz stellt mit kindlicher Offenheit unverblümt kritische Fragen, und am Ende lernt er: Man sieht nur mit dem Herzen gut….

Diese Parabel um Freundschaft, Vertrauen, und den wirklich wichtigen Dingen des Lebens, wurde von den jungen Akteuren nicht nur mit Leidenschaft, sondern auch mit Verständnis für die jeweiligen Charaktere dargestellt.

Choreographie (Hilfe: Monica Fotescu-Uta), Lichteinsatz sowie Musik (Dimitrije Radisavljevic) waren als unterstützende Verstärkung effektvoll eingesetzt.

Eine Inszenierung voll Poesie, bunt und zauberhaft.

Wer sich das Erlebnis nicht entgehen lassen will, hat noch Gelegenheit, die Vorstellung am 05.11.2017 um 16:00 zu besuchen.

Karten unter: 0231/ 982 120 oder Email: info@theaterimdepot.de .




Kulturbrigaden verzaubern mit zwei Premieren

[fruitful_alert type=“alert-success“]Motive der „Westside Story“ wurden von den Kulturbrigaden für Jugendliche umgesetzt. (Foto: © Rada Radojcic)[/fruitful_alert]

Das Dortmunder Theater im Depot bietet dem Publikum in den nächsten beiden Wochenenden gleich zwei Premieren an.

Das junge Ensemble Bubamara der Kulturbrigaden unter der Regie von Rada Radojcic präsentiert am Samstag, den 16.09.2017 um 20:00 Uhr, „Der kleine Prinz“. Ein Märchen für große & kleine Leute nach Antoine de Saint-Exupéry in der Bühnenfassung von Stefan Schroeder.

Die jüngsten Kulturbrigaden im Alter von 10 bis 12 Jahren setzten sich in den vergangenen Monaten fantasievoll mit der Geschichte und deren verschiedenen Charakteren auseinander.

Der auf einem winzigen Planeten lebende kleine Prinz hat Streit mit seiner geliebten Rose und macht sich auf den Weg zur Erde, um einen Freund zu finden. Auf seiner Reise trifft er auf viele skurrile Charaktere wie den befehlssüchtigen König, den Eitlen, den Geschäftsmann, den Säufer, den Geographen und den weisen Fuchs. Der lehrt ihn: Man sieht nur mit dem Herzen gut…

Die Geschichte um Freundschaft und Liebe und den Werten im Leben wird, wie die Regisseurin erklärte, wieder mit sehr fantasievollen Kostümen und Accessoires, sensiblen musikalischem Hintergrund und Choreografien umgesetzt.

Jeder Charakter wird mit einem eigenen musikalischem Hintergrund unterlegt“, so Radojcic. Das Stück wurde mit dem gesamten Ensemble zusammen erarbeitet.

Weitere Vorstellungen: Sonntag, 17.09.2017 um 16:00 Uhr und am Sonntag, 05.11.2017 ebenfalls um 16:00 Uhr.

Bunt und zauberhaft wird "Der kleine Prinz" auf die Bühne des Theaters im Depot kommen. (Foto: Rada Radojcic)
Bunt und zauberhaft wird „Der kleine Prinz“ auf die Bühne des Theaters im Depot kommen. (Foto: Rada Radojcic)

Die zweite Premiere am Samstag, den 23.09.2017 um 20:00 präsentiert das „Junge Ensemble Kulturbrigaden“ im Alter von 12 bis 23 Jahren ebenfalls unter der Regie von Rada Radojcic. Das Tanztheater mit dem Titel „Königskinder“ (nach der bekannten Ballade) ist eine moderne Fassung nach Motiven der „Westside-Story“, Romeo und Julia oder „Grease“. Es geht natürlich um eine „unmögliche Liebe“. Moderiert wird die Geschichte zwischendurch von Helen Gierhake.

Ort der Handlung ist „Jo‘s Diner“, ein angesagter Treffpunkt in der Stadt. Rock ‘n‘ Roll, Pomade im Haar, Mambo und viel 40-50iger Jahre Flair wird auf die Bühne gezaubert. Die rivalisierenden Gangs sind die „Pink Lady“ und die „Snakes“ mit ihren Anführern Danny und Johnny. Der Konflikt bricht auf , als Danny sich in die jüngere Schwester verliebt. Diese hat einen jüdischen Hintergrund und soll sich nach dem Willen ihres Bruders lieber einen jüdischen Freund suchen…

Mit professionelle Mitwirkung durch die als Primaballerina in Dortmund bestens bekannte Monica Fotescu-Uta wurde eine besondere Choreografie und lebendige Körpersprache für das Stück entwickelt. Beim Stück „Der kleine Prinz“ hat sie auch unterstützend mitgewirkt.

Eine Geschichte um Sehnsüchte, Ängste und jugendlichem Ungestüm.

Weitere Vorstellung: Sonntag, 24.09.2017 um 18:00 Uhr.

Karten unter: 0213/982 120 oder E-mail: info@theaterimdepot.de




Assoziative Theater-Performance zur „dunklen Seite“

[fruitful_alert type=“alert-success“]Um die dunklen Seite des Menschen dreht sich das Stück „Böse“. (Foto: © Guntram Walter)[/fruitful_alert]

Rolf Dennemanns „artsenico“ konfrontiert uns mit seiner neuesten Kreation „Böse – Dark Side“ humorvoll-ironisch, aber gleichzeitig sensibel assoziativ mit der „dunklen Seite“ in uns. „Böse“ ist nach „Missing Links“ und „Die Messe“ Teil III einer Trilogie um Seelentiefe. Am 02. September 2017 hatte diese besondere Tanz-Theater-Performance Premiere im Theater im Depot. Ars tremonia war bei der zweiten Vorstellung am 03.09.2017 anwesend.

Seine Wirkung entfaltet dieses „Physical Theatre“ durch das wunderbare miteinander und zusammenwirken von Tanz (Paul Hess) , Performance (Elisabeth Pleß, Linus Ebner), den Einsatz von eindrucksvollen Gesichtsmasken und Puppen sowie effektvollem Licht und Geräuscheinsatz mit passendem Musik-Hintergrund. So werden atmosphärisch in die Tiefe gehende Stimmungen erzeugt

Zu Beginn wird das Publikum von einem schwungvoll-optimistischen tanzenden in weiß gekleideten Paul Hess empfangen. Die ebenfalls in weiß gekleideten Elisabeth Pleß und Linus Ebner verbreiten strahlend gut Stimmung. Sie vermitteln all die vielen Dinge, die im Leben „schön sind“. Dabei beziehen sie das Publikum offensiv mit ein. So wird zum Beispiel die Blume auf der Jacke einer Zuschauerin als schön erkannt.

Dann geht auf die zum Leben gehörende „dunkle Seite“ in uns, die genauso dazu gehört.

Böse Gedanken“, Wünsche, oft religiös verstärkte Schuldgefühle werden assoziativ und verfremdet und mit Hilfe von Masken oder Puppen und mit einem „Augenzwinkern“ vermittelt. So spielt Elisabeth Pleß in roten Pumps und die „dominante Frau“, die den „unterwürfigen“ Linus Ebner Befehle erteilt. Bewusst benutzen sie dabei eine Art Kunstsprache, bei der das Publikum nur einzelne (wichtige) Worte versteht. Das „Böse“ wird in einer verfremdeten, teils grotesk-komisch auf die Bühne gebracht.

Dabei wird politische Korrektheit und Humorlosigkeit genauso eine Todsünde wie etwa die aus der Bibel bekannten wie Völlerei oder Habgier gesehen.

Ein gleichsam unterhaltender wie nachwirkender Theaterabend mit wunderbaren Künstlern.

Gelegenheit, sich „Böse“ anzusehen besteht noch am Freitag, den 08. und Samstag, den 09. September 2017 um 20:00 – RÜ Bühne Essen und am Freitag, den 15. Und Samstag den 16. September – Rottstrasse 5 Theater! Bochum.




Die dunkle Seite des Menschen

[fruitful_alert type=“alert-success“]Um die dunklen Seite des Menschen dreht sich das Stück „Böse“. (Foto: © Guntram Walter)[/fruitful_alert]

Nach „Missing Links“ und „Die Messe“ beschäftigt sich Teil III der Trilogie um Seelentiefe „Böse“ (Dark Side) von Regisseur, Schauspieler und Autor Rolf Dennemann mit der oft verborgenen dunklen Seite des Menschen. Am Samstag, den 02.09.2017 hat diese neue Kreation um 20:00 Uhr Premiere im Theater im Depot.

Sie ist wieder skurril, überraschend aber auch durchaus humorvoll komisch konzipiert worden.

Es gibt kein Leben ohne das ‚Böse‘“, so Dennemann.

Die Prämisse „das Leben ist schön“ steht am Anfang des Abends. Von dieser aus wird von den drei Darstellern mit mit einem „Augenzwinkern“ auf das „Böse“, Schuldgefühle und die dunkle Seite in uns sowie der Gesellschaft gesehen.

Elisabeth Pleß (Performance), Paul Hess (Tanz) sind den Besuchern der ersten beiden Teile ja schon in guter Erinnerung . Dieses Mal ist der Schauspieler Linus Ebner (Performance ) als Dritter mit von der Partie.

Um die persönliche Distanz wahren zu können, werden bei der 75-minütigen Performance von den Beteiligten verschiedenen Masken benutzt. Licht, Performance, Tanz und die Musik spielen eine gleichberechtigte Rolle, erklärte Dennemann. Das Wichtige ist dabei das wechselseitige Zusammenwirken aller Elemente. Es werden Bilder geschaffen. Diese sind ebenso deutlich wie subtil assoziativ angelegt. Es geht darum, was hinter dem Offensichtlichen verborgen ist.

Die musikalische Begleitung reicht von klassischer Musik bis hin zu elektronischer Hintergrundmusik.

Wie schon bei den beiden ersten Teilen der Trilogie werden auch bei „Böse“ wieder bewusst Grenzen ausgelotet. Mit einer langen Wortreihen-Kastagnette soll das Konzentrationsvermögen der Zuhörer auf die Probe gestellt werden.

Die Premiere im Depot ist am 02.09.2017 um 20:00 Uhr. Die zweite Vorstellung folgt am Sonntag, den 03.09.2017 um 18:00 Uhr.




Nordstadt-Geschichten

Was ist die Nordstadt? Für die einen eine Art Favela, in die man sich nicht hinein traut, schon gar nicht bei Dunkelheit, für die anderen ist es hippe Mischung zwischen Künstlerbohème und Multikulti. Das Theater im Depot präsentierte das Programm „Sprich mit mir“ als Nachfolgeprojekt von „Schau mich an“. Hier erzählen die Bewohner unter der Regie von André Wülfing des Stadtviertels Geschichten – traurige, lustige und nachdenkliche.

Der Beginn des Stückes erinnerte noch kurz an das Pilotprojekt „Schau mich an“: zwei Menschen sitzen sich gegenüber, schauen sich an, aber sprechen nicht. Aus dieser Wahrnehmung des Anderen ergibt sich der nächste Schritt. Nachdem man sein Gegenüber wahrgenommen hat, möchte man in Kontakt mit ihn oder ihr treten. Die erfolgreichen und erfolglosen Versuche werden in kaleidoskopartigen Szenen aufgeführt.

Untermalt von Geräuschen vom Nordmarkt kommen skurrile oder traurige Geschichten zum Vorschein. Der weibliche Anmachversuch in der Straßenbahn wird vom männlichen Gegenüber irritiert zur Kenntnis genommen, in einer späteren Szene dreht sich das Spiel. Nun ist es der Mann, der die Frau versucht zu überreden, zu ihm zu kommen. Aber ohne Erfolg.

Neben den Geschichten um die multikulturelle Entwicklung der Nordstadt geht es auch um berührende Ereignisse, die im Kopf des Zuschauers haften bleiben. Dazu gehört die Geschichte einer alten Frau, die dem Altersheim entflieht, nur um wieder in ihrer Wohnung in der Nordstadt zu leben und die Erzählung eines Mannes, der bei einem Autounfall seinen Sohn verloren hat.

Versteht man die Nordstadt und ihre Bewohner nach dem Stück jetzt besser? Nein, das nicht. Aber man kommt ihnen ein Stück näher. Zwischen Romantik und Verdammnis blüht etwas im Verborgenen: die Menschlichkeit.




Dennemanns Mixtape

Diejenigen, die die Programme von Rolf Dennemann, dem Kopf von artscenico, bereits länger verfolgen, werden bei seinem neuen Programm „Rosinenblues II“ einige bekannte Geschichten wiederentdecken. Doch Dennemann schafft es, die Texte so vorzutragen, dass sie auch beim zweiten Mal noch spannend und interessant klingen. Dabei halfen ihm die Musiker Thomas Erkelenz und Gregor Hengesbach. Ein Bericht vom 08.07.2017 aus dem Theater im Depot.

Dennmann mixt beim „Rosinenblues II“ Texte aus seinem ersten Rosinenblues-Programm aus dem Jahre 2014 mit seinen Krankenhaus-Geschichten „Unterwegs mit seinem Körper“ von 2015. Auch das Setting ist wie beim ersten „Rosinenblues“: Dennemann erzählt, Erkelenz und Hengesbach spielen dazu, machen Geräusche, die nach Weltmusik oder „Ethno“ klingen und gut zu den ab und an ins surreale abdriftenden Geschichten passen.

Gut ist Dennemann immer, wenn er als akribischer Beobachter die Realität beschreibt und die ist manchmal skurriler als mancher Traum. Denn er bekommt nach eigener Aussage Albträume,wenn er Rosinenbrot mit Käse isst. Daher der Titel.

Mit der lakonischen Gelassenheit eines Ruhrgebietlers beschreibt er die Erlebnisse als Alleinreisender im Restaurant oder den Tag in einem Krankenhaus. Seine gesprochene und gesungene Hommage an seine Geburtsstadt Gelsenkirchen darf natürlich nicht fehlen. Bei Dennemann wird Gelsenkirchen zu „Gelsenkirky“.

Was bleibt vom „Rosinenblues II“? Die, die Dennemann schon länger kennen, würden sich sicher über mehr neue Geschichten freuen, für alle die es noch nicht kennen: Es lohnt sich.




Begegnungskunst im Depot

Als neue Theaterproduktion des Theater im Depot Dortmund im Rahmen der KUNST DER BEGEGNUNG nach „Schau mich an“ (2016) geht die Folgeproduktion „Sprich mit mir – Eine Recherche nach Geschichten aus der Nordstadt“ einen Schritt weiter. Stand im letzten Jahr der Erstkontakt und Beachtung der noch fremden Person im Mittelpunkt, geht es jetzt um die Kommunikation miteinander. Als wichtige Grundlage für ein gesellschaftliche soziales Zusammenleben ist Kommunikation und die Bereitschaft zur offenen Begegnung von existenzieller Bedeutung. Geschichten werden erzählt und es geht um das gegenseitige Zuhören. Das performative Bühnengeschehen steht auf drei Säulen. Der Dialog zwischen den Personen, die erlebten Geschichte von uns oder von anderen, sowie lebendige Bewegungsbilder.

Die Bühne wird zu einer Art Versammlungsstätte, einem öffentlich erlebbaren Live-Ort, der unterschiedlichsten Menschen mit ihrem großen Spektrum an erzählten Geschichten wie in einem Mikrokosmos zusammenführt.

Mit dabei sind einerseits das Ensemble aus Menschen in der Nordstadt, die schon bei der ersten Phase bei der Begegnungskunst teilgenommen haben, sowie neu Hinzugekommende (und noch Hinzukommenden). Es sind Geschichte aus der urbanen Lebensrealität mit ganz persönlichen Erzählungen aus der Vergangenheit, die ihre dunklen Schatten bis in die Gegenwart werfen. Ein kleines direkt erfahrbares Abbild „Wir: Du und Ich, Hier und Jetzt“ des großen Kontextes „Wir: Gesellschaft, Menschheit“-Geschehen. So sollen die Szenen zum Kaleidoskop der Wirklichkeit werden.

Die Premiere der Theaterproduktion „Sprich mit mir – Eine Recherche nach Geschichten der Nordstadt“ unter der Regie von André Wülfing ist am Donnerstag, den 13. Juli 2017 um 20:00 Uhr im Theater im Depot.

Am Freitag, den 14. Juli 2017 um 20:00 Uhr ist ein weiterer Aufführungstermin.

Kartenreservierungen (AK9: Theater im Depot: 0231/ 98 22 336 (AB) oder ticket@theaterimdepot.de .




Rosinenblues: Die Fortsetzung folgt

[fruitful_alert type=“alert-success“]Rolf Dennemann (links) und seine Mitstreiter Gregor Hengesbach und Thomas Erkelenz. (Foto: © Theater im Depot)[/fruitful_alert]

Die erfolgreiche Text und Musik-Performance „Rosinenblues I“ von Rolf Dennemann aus dem Jahr 2014 mit Unterstützung der beiden Blues-Musikern Thomas Erkelenz und Gregor Hengesbach findet mit „Rosinenblues II“ am Samstag, den 08.07.2017 um 20 Uhr im Dortmunder Depot seine Fortsetzung.

Aus der umfangreichen Textsammlung, die sich aus seiner guten Beobachtungsgabe, Selbsterfahrung und Alltagserlebnissen speist, liest Dennemann nicht nur vor. Er „bearbeitet“ sie für die Bühne mit seiner Stimme und mit dem Mittel der Mimik und Gestik. „Meine Stimme ist der Hauptakteur“, sagt Dennemann. Je nachdem, wie er sie benutzt, ob laut oder leise, wie Pausen eingesetzt werden, spielt eine wesentliche Rolle.

Durch inspirierenden Humor und Übertreibung zum Ende hin macht er seine Lese-Performance zu einem besonderen Erlebnis. Das Publikum kann sich in den erzählten Situationen, wie beispielsweise alleine Essen gehen in einem Restaurant oder ein Erlebnisse bei einem Zahnarztbesuch, hinein versetzen und oft wiederfinden.

Die beiden Blues-Musiker sind wieder in das Gesamtkonzept eingebunden und ein wesentlicher Bestandteil mit wichtigen Funktionen.

Wir haben mit unseren verschiedenen Instrumenten zum einen eine atmosphärisch aus-gestaltende Funktion für den Text, aber auch als Intermezzo zwischen den Textpassagen“, erklärte der neben Akustik- und Elektrogitarre auch auf den Bongos aktive Gregor Hengesbach.

Als neuer Posten kommt die Kategorie „Pop-Song“ hinzu. Es wird einen Mischung aus Blues, Balkan-Pop und Sprechgesang zu hören sein. Beteiligt ist hierbei Rolf Dennemann mit einem Sprechgesang. (Titel „Kann sein“). Er versucht sich außerdem als „Rohr-Musiker“. Lassen Sie sich überraschen!

Neben dem Termin der Dortmunder Premiere am 08.07.2017 um 20:00 findet im Juni auch noch eine Aufführung am 09.7.2017 um 18:00 Uhr im Depot statt.

Karten hierfür erhalten Sie unter der Telefonnummer: 0231/ 9822336.




Verständnis für Spleens

[fruitful_alert type=“alert-success“]Spleens entdecken im Theater im Depot. (Foto: © Mathias Schubert) [/fruitful_alert]

Vermutlich kennt fast jeder einen Menschen, der einen Spleen, auch Marotte, Fimmel und fixe Idee genannt, hat. Doch ist man auch bereit zuzugeben, dass man vielleicht selber einen Spleen hat? Die Theaterwerkstatt am Theater im Depot unter der Regie von Barbara Müller stellt in ihrem neuen Programm „Spleens“ verschiedene Verhaltensmuster vor, die ein wenig absonderlich klingen, aber was ist schon normal? Ars tremonia war am 17. Juni 2017 im Depot bei der Premiere.

Wann hat man einen Spleen und wie geht man damit um? Das Stück orientiert sich grob am Konzept einer Spielshow, lässt aber den einzelnen Akteuren viel Raum auf der Bühne (Bühnenbild Mathias Schubert), um die jeweilige Eigenart zu präsentieren. Angefangen von der Fixierung auf die Zahl 6, ein strenges Leben nach dem Mondkalender, Putzfimmel, Bedürfnis zu Tanzen, Fussel sammeln oder Angst vor Nudeln: Die Bandbreite der Marotten war groß. Dabei wurden die Figuren liebevoll von den Schauspielern dargestellt, ohne dass sie zu einer Karikatur wurden. Das ist eine Leistung von Regisseurin Müller und natürlich auch der Akteure Christine Ates, Michél Belli, Sonja Berkemann, Doris Calovini-Brankamp, Dirk Leistenschneider, Anke Pidun, Alexandra Probst und Julian Sasse.

Bemerkenswert war auch eine kleine Putzmittelchoreografie mit Besen, Eimer und Handfeger, die mächtig Eindruck auf die Zuschauer machte. Humor brachte vor allem die Sprichwort-Liebhaberin, die ihre geliebten Sprichworte konsequent durcheinander schüttelte wie einen Cocktail.

Im Wesentlichen geht es bei „Spleens“ aber um die Frage: Was ist normal? Wer legt das fest? Und was ist, wenn ich mich in irgendwie nicht „normal“ verhalte? Werde ich dennoch akzeptiert? Nicht alles, was „unnormal“ ist, ist gleich krank und behandlungsbedürftig. Doch die Grenzen zwischen einem „Spleen“ und Angststörungen oder Zwangshandlungen sind schwer auszumachen. Wer sein Leben nach dem Mond ausrichten möchte, soll das gerne tun. Wer denkt, dass ihr die Zahl 6 Glück bringt, soll das ruhig glauben. Doch wenn man Menschen von der Straßenbahnhaltestelle vertreiben will, weil er/sie die Nummer 7 ist, dann wird es doch etwas problematisch. Wenn jemand keine Nudeln ist, kein Problem. Wer aber Angst hat, dass Nudeln ihn erwürgen, hat in meinen Augen eine Angststörung. Zumal ihn das im täglichen Leben behindert, da er sich nicht mit Frauen beim Italiener treffen kann.

Zu sehen ist das Stück noch am 23.06., 24.06. und 25. 06.2017 im Theater im Depot (www.depotdortmund.de)




Unsere kleinen Spleens im Theater-Fokus

[fruitful_alert type=“alert-success“]Spleens entdecken im Theater im Depot. (Foto: © Mathias Schubert) [/fruitful_alert]

Den Spruch von Joachim Ringelnatz „Jeder spinnt auf seine Weise. Der eine laut, der andere leise“ kennen sicher viele Menschen. In ihrer neuen Produktion „Spleens“ nimmt sich die Theaterwerkstatt am Theater im Depot unter der Leitung von Barbara Müller diesem Thema. Humorvoll und mit Selbstironie setzt sich eine Gruppe von acht Amateur-SchauspielerInnen mit unseren harmlosen kleinen „Spleens“, Marotten und Ticks auseinander. Die Gruppe setzt sich aus Personen aller Altersgruppen zusammen. Die Thematik betrifft uns alle, denn jeder ist irgendwie betroffen und kann mit reden.

In einem über zehn Monate gehenden längeren Prozess haben wir uns gemeinsam mit dem Thema befasst und Texte und Improvisationen entwickelt. Jeder der Amateurschauspieler bringt sich nach seinen Fähigkeiten ein,“ erklärte die Regisseurin vorab beim Pressegespräch. Sie ist die Impulsgeberin und begleitet mit drei Profi-Kollegen (Regieassistenz, Bühnenbild, Licht und Choreografie) zusammen das ganze Projekt.

Bei den Theaterwerkstatt-Projekten werden die Karten jedes Jahr neu gemischt. Da gibt es diejenigen, die schon viele Jahre dabei sind, und andere, die ganz neu hinzu kommen. Sie alle bewerben sich, bei einem zu zahlenden Monatsbeitrag um die 50 Euro, um bei der Theaterwerkstatt mit machen zu können. Das Ganze wird aber auch noch durch die Dortmunder Kulturbetriebe finanziell unterstützt.

Die Rahmenhandlung für „Spleens“ bildet eine Varieté-Show, und es kommt zu einigen absurden Situationen. Jeder der acht Akteure spielt einen anderen Charakter. Das Bühnenbild wird sicher entsprechend bunt ausfallen.

Die Premiere ist am Samstag, 17. Juni 2017 um 20:00 Uhr im Dortmunder Theater im Depot. Der nächste Aufführungstermin ist am Sonntag, den18. Juni 2017 um 18:00 Uhr.

Weiter Informationen erhalten Sie unter http://www.depotdortmund.de/