Weihnachtsmärchen um Ausgrenzung und Willkür im Schauspiel Dortmund

Andreas Gruhn (Direktor des Kinder und Jugendtheaters Dortmund) hat
es auch in diesem Jahr wieder geschafft, mit „Zwerg Nase“
(Wilhelm Hauff) zusammen mit seinem gesamten Ensemble-Team (KJT) plus
sechs Statisten (Jugendclub KJT) ein auch visuell opulentes
Weihnachtsmärchen für die Familie mit Kindern ab sechs Jahren auf
die Bühne des Dortmunder Schauspiels zu bringen.

Die Hauptperson
Jakob, muss schon in jungen Jahren seiner Mutter auf dem Markt am
Gemüse-Obst-Stand als „Kundenlockvogel“ dienen. Sein Vater
verdient als Flickschuster nicht viel Geld.

Als er sich um eine
über die Ware nörgelnde alte, hässliche Kräuterhexe mit dürrem
Hals und langer Nase aus Verärgerung verspottet, lockt sie ihn zu
sich nach Haus und verzaubert ihn mit einem besonderen Kraut. Der
wohlgestaltete Junge wird zu einem halslosen Zwerg mit langer Nase.
Sieben Jahre muss er dort leben und mit Hilfe der im Haus der Hexe
dienenden Eichhörnchen und Meerschweinchen kochen lernen. Mit Hilfe
eines Eichhörnchen gelingt ihm die Flucht nach Hause. Dort erkennen
ihn seine Eltern und die Bewohner der Heimatstadt nicht mehr und
machen sich über ihn lustig. Es gelingt ihm, eine Anstellung als
Koch beim Herzog zu bekommen, der sehr zufrieden mit ihm ist.
Brenzlich wird es, als er ein ganz besonderes Gericht, die „Pastete
Souzeraine“ für den anspruchsvollen Gast, einem anderen Fürsten,
servieren soll.

Der ist in Konkurrenz mit dem Herzog. Mit Hilfe der „sprechenden Gans“ Mimi, der Tochter eines Zauberers, findet Jakob am Ende da Kraut „Niesmitlust“ und flieht wieder als der ursprüngliche Jakob verwandelt mit der auch vom Zauber befreiten Mimi…

Die Bühne wurde mit
Hilfe einer Drehbühne multifunktional für die jeweils verschiedenen
Orte der Handlung genutzt. Fließende Videoprojektionen einer
mittelalterlichen Stadt und andere Gegenden und Orte sorgten für
eine lebendige Atmosphäre, die durch die Musik- und
Geräuscheinspielungen von Oliver Kessler begleitet wurden.

Ein großes Kompliment für die Ausstattung von Oliver Kostecka und für die wunderschönen fantasievollen Kostüme (beispielsweise für die hohen Herren aus der Zeit des Rokoko) und (Tier)-Masken.

Streit um die richtige Zutat: (v.l.n.r.) Fürst (Rainer Kleinespel), Zwerg Nase (Johanna Weißert) und herzog (Andreas Ksienzyk). (Foto: © Birgit Hupfeld)
Streit um die richtige Zutat: (v.l.n.r.) Fürst (Rainer Kleinespel), Zwerg Nase (Johanna Weißert) und herzog (Andreas Ksienzyk). (Foto: © Birgit Hupfeld)

Das Märchen ist als
Märchen im Märchen konzipiert und wurde stimmungsvoll von einem
Erzähler im Orient in arabischer Sprache begleitet. Schließlich ist
das Märchen eine Rahmenerzählung aus „Der Scheik von
Alessandria und seine Sklaven“.
Die deutsche Übersetzung
konnte an beiden Seiten verfolgt werden.

Das beteiligten Schauspieler*innen des KJT-Ensemble mussten teilweise in mehrere Rollen schlüpfen, was sie mit viel Einsatz, Spielfreude und überzeugend taten. Besonders witzig und eindrucksvoll war zu hören und sehen, wie sich Fürst (Rainer Kleinespel) und Herzog (Andreas Ksienzyk) immer mehr in „Rage“ streiten. Auch Jan Westphal als schusselige Wache sorgte für viele Lacher bei den großen und kleinen Besuchern. Die lustigen Choreografien (Catharina Gadelha) der „Tiere“ sorgte für Heiterkeit. Da ein Theater nicht wie im Film mit CGI-Effekten um sich werfen kann, hatte sich Andreas Gruhn einen Kniff ausgedacht. Den „echten“ Jakob spielte Thorsten Schmidt, während der verzauberte Jakob, also Zwerg Nase, von Johanna Weißert dargestellt wurde.

Es war eine eindrucksvolle und für das Auge ansprechende Weihnachtmärchen-Inszenierung zum Nachdenken.

Das Thema Ausgrenzung derjenigen, die „anders“ sind, ist leider immer noch ein aktuelles. Eine weitere Ebene ist aber die von Hauff „märchenhaft“ dargestellte Willkürherrschaft der Herzöge und Fürsten im zersplitterten Deutschland des revolutionär brodelnden Vormärz im 19. Jahrhundert.

Es lohnt sich
eventuell doch, hinter die Fassade des ungewöhnlichen, uns
befremdlichem „Anderen“ zu blicken und sich Herrscher-Willkür
mit Freunden entgegen zu stellen.

Informationen zu
weiteren Aufführungsterminen erhalten Sie wie immer unter
www.theaterdo.de oder Tel.:
0231/ 50-27222




Herzensbildung schlägt Bücherwissen

Zum Abschluss der russischen Kulturtage im Kinder- und Jugendtheater
präsentierte das Akademische Jugendtheater aus Rostow am Don am 13.
Oktober 2019 das Stück „Monsieur Ibrahim und die Blumen des
Koran“. Das Stück von Éric-Emmanuel Schmitt über die schwierige
Zeit des Erwachsenwerdens ist inzwischen zu einem Klassiker der
Toleranz und des Verständnisses geworden.

Die Geschichte
spielt irgendwann in den 50er/60er Jahren: Der elfjährige Moses, der
von Monsieur Ibrahim Momo genannt wird, lebt mit seinem Vater, der
Rechtsanwalt ist, in einer Wohnung in der Rue Bleue in Paris. Seine
Mutter, sowie seinen Bruder Popol hat er nie kennengelernt. Sein
Vater ist gefühlskalt zu ihm und vergleicht ihn mit seinem perfekten
Bruder Popol. Zuneigung findet Moses nur in den Armen der
Prostituierten und in Monsieur Ibrahim, den Inhaber eines kleinen
Kolonialwarenladens. Als sein Vater Selbstmord begeht, wird Monsieur
Ibrahim sein Vater-Ersatz und tritt später in seine Fußstapfen.
Zusätzlich findet er einen späten Frieden mit seiner Mutter.

Das kleine Skelly
verwandelte sich im Nu in eine alte Pariser Straße mit ihren kleinen
Läden. Dank eines Kastens, der sich durch Öffnen in einen Kramladen
verwandelte und die typische Musik der damaligen Zeit. Trotz der
Sprachbarriere – die Schauspieler sprachen natürlich Russisch –
konnte man Dank der Texteinblendungen an der Seite der Handlung gut
folgen.

Monsieur Ibrahim erklärt Momo die Feinheiten des Lebens. (Foto: © Akademisches Jugendtheater Rostow am Don)
Monsieur Ibrahim erklärt Momo die Feinheiten des Lebens. (Foto: © Akademisches Jugendtheater Rostow am Don)

Schmitt stellt den
Sufismus in den Mittelpunkt seines Stückes. Die Toleranz dieser
Richtung des Islams steht im Gegensatz zu strengen, gesetzestreuen
Auslegung des Korans. Daher trinkt Ibrahim, der im übrigen kein
Araber ist, sondern Türke, auch gerne einen Anisschnaps trinkt.
Ibrahims Grundsatz uist: „Ich glaube nicht an Bücher“. Im
Gegensatz zu Moses‘ Vater, der viele Bücher liest, dessen
Buchwissen ihn kalt gemacht hat.

Dabei hat Moses‘
Vater kein leichtes Leben: Seine Eltern wurden von den Nazis ermordet
und seine Frau hat ihn verlassen. Zudem erfindet er einen imaginären
Bruder für Moses: Popol, der perfekt und unerreichbar. Für einen
Heranwachsenden ist es sicher mit das Schlimmste, ständig mit
jemanden verglichen zu werden, der dieses oder jenes besser kann als
man selber. Ibrahim gibt ihm hingegen die Wertschätzung, die er von
seinem Vater nicht bekommt.

Die vier
Schauspielerinnen und Schauspieler erwecken auf faszinierende Weise
die Geschichte zum Leben. Musik und ein paar Requisiten genügen
ihnen völlig. Auch der Humor durfte nicht fehlen, als beispielsweise
Brigitte Bardot für Filmaufnahmen in der Nähe ist und den Laden von
Monsieur Ibraim besucht. Die Derwischkostüme am Anfang und Ende des
Stückes lassen die mystische Richtung des Sufismus greifbar werden.
Eine gelungene Aufführung.




Poetisch-bewegende Geschichte um den treuen Hund Kaschtanka

Das dritte Stück im Rahmen der Russischen Kulturtage mit dem
Akademischen Jugendtheater aus Rostow am Don am Sonntag, den
13.10.2019 um 15:00 Uhr im Kinder- und Jugendtheater (KJT) war ein
poetisches Stück nach der Erzählung „Kaschtanka“ von Anton
Tschechow (ab 6 Jahren) unter der regie von Pawel Sobnin.

Das zahlreich
erschienene Publikum lernte die Hündin Kaschtanka aus der Geschichte
in Form einer jungen Schauspielerin schon vor Beginn der Aufführung
kennen. Zudem waren da zwei fleißige russische Schauspieler mit
warmer Pelzkappe, Mantel und Filzschuhen, die mit einem Reisigbesen
den Boden im Vorraum säuberten. Einer von ihnen führte das Publikum
in den Vorstellungsraum mitten auf die Bühne.

Schuh, Fisch,oder
Restaurants waren symbolisch auf großen bemalten Stellplakaten
dargestellt an der linken Seite zu sehen. Wie in einer die
Circus-Manege konnten sich die Zuschauer*innen nach zehn Minuten auf
kleine, in einem Kreis gestellte Bänke setzen.

Die Vorstellung von "Katschanka" brachte etwas Zirkusatmosphäre ins KJT Symbolbild. (Foto: © Jörg Brinckheger  / pixelio.de )
Die Vorstellung von „Katschanka“ brachte etwas Zirkusatmosphäre ins KJT Symbolbild. (Foto: © Jörg Brinckheger / pixelio.de )

Entsprechend der
bewegenden Geschichte um die treue Hündin Kaschtanka, wurde das
geschehen mit ruhigen Flöten oder Lautenklängen begleitet. Die
empfindliche Hündin büxt ihrem Herrchen, dem Tischler Luka
Aleksandrytsch und seinem Sohn, wegen des Lärms einer Musikkapelle
aus..

Der reiche Mr.
George nimmt das verängstigte Tier auf und füttert es besser als
der oft betrunkene Tischler. Kaschtanka taucht in die magische Welt
des Zirkus ein und findet in einem Schwein, einem Kater und einem
Gänserich neue Freunde. Sie müssen gemeinsam hart für eine
Kunstfigur namens „Ägyptische Pyramide“ trainieren. Bei einem
(misslungenen) Zirkusauftritt am Schluss erkennen der Tischler und
sein Sohn ihre Hündin und es gibt ein freudiges Wiedersehen.

Fantasievolle
Kostüme machen die Aufführung zu einem bunten Spektakel.

Die Schauspieler
arbeiten mit Mimik, Gesten und vielen Tiergeräuschen und einer
insgesamt starken Körperlichkeit.

Die deutschen
Erläuterung zu der Handlung, konnten von der Seite leider nicht so
gut gelesen werden.

Die gute Bildsprache
des Ensembles erleichtere aber auch so das Verständnis.

Ein rührend
poetische Inszenierung.




Bumbarasch – zerrissen in Kriegs und Revolutionszeiten

Das zweite Stück des Akademischen Jugendtheaters aus unserer
Partnerstadt Rostow am Don – „Bumbarasch“- im Dortmunder Kinder-
und Jugendtheater (KJT) am 12.10.2019, war für Kinder- und
Jugendliche ab 12 Jahren konzipiert. Es befasste sich mit der
aufrührenden Zeitspanne vom Ersten Weltkrieg (1914 -1918) bis zur
russischen Revolution (1917), die zur Sowjetunion führte. Das
Musical, oder genauer die Revue von Julij Kim und Wladimir
Daschkewitsch wurde (wie schon „Eines Tages… oder alle Jungs sind
blöd“ am Vortag,) von Mikhail Zaets inszeniert.

Zum Verständnis für
die nicht der russischen Sprache mächtigen Zuschauer*innen, wurde
der Text mit Hilfe eines Schriftlaufbandes ins Deutsche übersetzt.

Es ist die
Geschichte des jungen Bauern Bumbarasch, der kurz nach der Hochzeit
mit seiner geliebten Frau als Soldat in den Ersten Weltkrieg
eingezogenen wird und „sattgeschossen“ und desillusioniert aus
der österreichischen Gefangenschaft zurückkommt.

Er will eigentlich
nur noch ein glückliches Leben mit seiner Frau führen. Da er als
im Krieg verstorben gemeldet wurde, hat diese inzwischen den Bruder
von Bumbarasch geheiratet. Ein glückliches Wiedersehen dauert nur
kurz. Inzwischen brodeln in seinem Heimatdorf revolutionäre
Umtriebe.

Vom Militär hat Bumbarasch nach seinen Erfahrungen die Nase voll. (Foto: ©  Akademischen Jugendtheater Rostow am Don)
Vom Militär hat Bumbarasch nach seinen Erfahrungen die Nase voll. (Foto: © Akademischen Jugendtheater Rostow am Don)

Die Kämpfe zwischen
den „Roten“, den „Weissen“ und den „Grünen“ (Banditen),
zermürben Bumbarasch. Er möchte nur ein ruhiges, friedliches Leben
führen. Die Liebesgeschichte muss tragisch enden…

Die Bühne wurde mit
einem kleineren und größeren Holztisch und Holzbänken ländlich
gestaltet.

Auch eine
Konstruktion mit herunterhängenden langen Bändern (weiß, rot oder
grün) bot genug Raum, um in das lebendige Spiel mit eingebunden zu
werden.

Wie es sich für
eine Revue gehört, spielte Musik, mal lustig, dann wieder
melancholisch eine große Rolle. Die Aufführung wurde von einer
Live-Band begleitet. Harmonika und russisch traditionelle Klänge
waren vorherrschend. Diese zeichneten sich durch eine oft
symbolhafte, dann wieder direkte Sprache aus.

Originale
Video-Einspielungen auf einer Leinwand aus dieser Zeit sorgten für
einen reale Bezug.

Da ein
Ensemble-Mitglied des russischen Jugendtheater wegen einer Verletzung
nicht mitspielen konnte, sprang erfreulicher Weise der
KJT-Schauspieler Rainer Kleinespel (als begleitender Kameramann) ein.
Sozusagen eine spontane deutsch-russische Zusammenarbeit.

Der Hintergrund war
vollständig mit weißen Bauernbekleidungen behangen. Die
Inszenierung wurde wieder voll bunten (auch traditionellen Kostümen),
akrobatischen Element, starker Bildsprache und Symbolik sowie
Tanzchoreografien getragen. Schreckhaft durfte man nicht sein, da
öfter laut geschossen wurde.

Die russischen
Frauen wurden eher nicht als Individuen, sondern als bewundernde
Anhängsel ihrer Männer dargestellt. Nur die Anführerin der
Banditen bildete da als „stärkere Frau“ eine Ausnahme.

Eindringlich war das
verzweifelt-melancholische Ende.

Kritik am Krieg fand
eher auf der symbolischen Ebene statt. So ragten zum Beispiel aus
Soldaten-Uniformen auf dem Boden verzweifelte „Getreidearme“
heraus.

Es gab verdienten
Applaus für die intensive, russisch-melancholischen
Theateraufführung.




Zauberhafte und fantasievoll-theatrale Reise in die Kindheit

Auf Einladung der Stadt Dortmund und des hiesigen Kinder- und
Jugendtheater unter der Leitung von Andreas Gruhn gastiert das
Akademische Jugendtheater Rostow am Don mit vier Stücken im KJT.

Den Anfang machte am 11.10.2019 um 11:00 Uhr „Eines Tages…oder alle Jungs sind blöd“ (ab 6 Jahren) von Ksenija Dragunskaja.

Die insgesamt neun
Schauspielerinnen und Schauspieler boten einen guten Einblick in das
bunte russische Theater mit einer Menge Musikalität, Akrobatik und
sehr fantasievollen Kostümen. Die Texte wurden für das Publikum
jeweils ins Deutsche übersetzt, obwohl auch die starke Gestik und
bildhafte Sprache auch schon viel für das Verständnis beitrug.

Im Hintergrund waren
zahlreiche größere bunte Holzkonstruktionen (Schiff, Tiere,
Flugzeug u.s.w.), die sich wie Windräder drehten oder später bei
Bedarf abnehmen ließen. Diese kamen aber erst in der Traumebene des
Stückes zur Geltung.

Musik, Akrobatik und Schauspielkunst bot das Akademische Jugendtheater Rostow am Don. (Foto: © Akademische Jugendtheater Rostow am Don)
Musik, Akrobatik und Schauspielkunst bot das Akademische Jugendtheater Rostow am Don. (Foto: © Akademische Jugendtheater Rostow am Don)

Zunächst ruht sich
ein russischer Schriftsteller mit Schreibblockade in seinem weißen
Schaukelstuhl aus. Dann öffnen sich die weisen Wohnungstüren, der
Hintergrund wird sichtbar, und sehr fantasievoll gekleidete weibliche
und männliche Wesen traten hervor. Der Schriftteller wird in ihre
Welt gezogen und soll helfen das „kahlköpfige Monster zu
bezwingen, das einen Familienvater entführt hat. Das Monster liebt
Märchen, und so soll der Schriftsteller versuchen, ein Märchen zu
schreiben. Das Publikum kommt mit auf eine Reise in seine Kindheit,
wo er als Mädchen auftaucht und lebt. Mit dem Jungen aus der
Nachbarschaft gibt es wilde Kissenschlachten, man lügt und hänselt
sich. Es wird mit den Rollenbildern von Mädchen und Jungen nach
Herzenslust changiert aber auch bestimmte Rollenklischees gebrochen.
So ist die Lehrerin der Trommler-Schule eine taffe Punkrock-Lady, die
zu dem bekannten Intro zu „Smoke on the Water“ von Deep Purple
auf die Bühne kommt und sich wild bewegt. Der folgende
„Mathematiklehrer“ hat es da schwer.

Die Mädchen und
Jungen klatschen, trampeln und kreischen nach Herzenslust, und das
Publikum wird animiert, mit zu machen.

Es geht um die Kraft
der Fantasie, die in jungen Jahren noch ausgeprägter ist. Erste
Direktive für die Erwachsenen ist,sich daran zu erinnern, wie es
war, als sie selber noch Kinder waren.

Die Inszenierung
arbeitet mit einfachen Dingen wie Luftballons, bunten Kissen,
Stofftelefon oder Seifenblasen, während das Geschehen mit
traumhafter Musik (Glockenspiel oder Trompete) oder mal mit rockigen
Klängen begleitet wurde. Am Ende wird das traurige „kahlköpfige
Monster“ mit einer glitzernden silbernen Lametta-Perücke erfreut
und zufriedener gemacht. Es ist auch egal, ob der Schriftsteller
früher ein Mädchen gewesen sein sollte und dann eben zu einem
Jungen wurde. Der Mensch hat sowohl weibliche wie männliche Anteile
in sich. Ein furioses musikalisches Ende gab es mit „Eight days a
week“ von den Beatles. Starke Bilder und lebendiges Spiel
begeisterten das (überwiegend junge) Publikum. Das durfte am
Schluss auch noch Fragen an das Ensemble aus unser Partnerstadt
Rostow am Don stellen.




Akademisches Jugendtheater aus Rostow am Don mit vier Gastspielen im KJT

Russland ist nicht nur für perfektes klassisches Ballett bekannt,
sondern hat auch eine besondere Theaterlandschaft zu bieten. Im
Rahmen von unserer Stadt unterstützten „Russischen Kulturtage“
(21.09.2019 – 13.10.2019) gastiert das Akademische Jugendtheater
aus unserer Partnerstadt Rostow am Don mit gleich vier
unterschiedlichen Stücken für verschiedene Altersgruppen im KJT
(Kinder- und Jugendtheater) in Dortmund.

Der Leiter des KJT
Andreas Gruhn konnte bei einem Pressegespräch einiges aus seiner
Erfahrung mit einem KJT-Besuch in Rostow am Don über das spezielle
Theater in Russland berichten. Das Theaterensemble ist mit bis zu
vierzig Personen größer üblicher Weise in Deutschland. Sie
beeindrucken durch ihre gewaltige Bildsprache, sind sehr akrobatisch
und Musik spielt eine große Rolle, so Gruhn. Es lohnt sich, die
Chance wahrzunehmen, dieses russische Theater einmal live zu erleben.

Was wird im Kinder-
und Jugendtheater geboten?

Es beginnt am
Freitag, den 11.10.2019 um 11:00 Uhr mit „Eines
Tages.. oder alle Jungs sind blöd!“ (Ksenija Dragunskaja).

Diese
traumhaft-märchenhafte Stück für Kinder ab 4 Jahre spielt mit den
weiblichen und männlichen Anteilen in uns auf eine kindgerechte Art
und bietet auch Lustiges wie eine Kissenschlacht.

Alles kehrt sich um.

Am Samstag, den
12.10.2019
steht um 19:30 Uhr Bumbarasch“ (von Julij Kim und
Wladimir Daschkewitsch) ab 12 Jahre. Es entführt das Publikum in die
Zeit des Ersten Weltkriegs und an deren Ende die Entstehung der
Sowjetunion mit all seinen Wirren, Chaos und bitteren Konsequenzen
gerade auch für die Bauern. Bumbarasch ist eigentlich Bauer, wird
als Soldat in den Krieg berufen. Er und muss sich dann auch durch die
folgende Zeit mit den Bolschewisten auseinander setzen, obwohl er
eigentlich nur seine Ruhe will. Eingebettet in diese politischen
Hintergründe ist eine Liebesgeschichte, und das Stück ist trotz
allem mit viel Musik, akrobatischen Elementen und einer revuehaften
Erzählweise unterhaltsam gestaltet.

"Bumbarasch" erzählt von den Wirren in den Zeiten des Ersten Weltkrieges in Russland. (Foto:© Akademisches Jugendtheater Rostow am Don)
„Bumbarasch“ erzählt von den Wirren in den Zeiten des Ersten Weltkrieges in Russland. (Foto:© Akademisches Jugendtheater Rostow am Don)

Am Sonntag, den
13.10.2019
um 15:00 Uhr wird es mit „Kaschtanka“ – Die
Geschichte eines Hundes (Erzählung nach Anton P. Tschechow) ab 6
Jahre poetisch und bewegend. Die einsame Hündin Kaschtanka hat mit
ihren Erinnerungen an ihr Herrchen, Einsamkeit und Hunger zu kämpfen.

Zum Abschluss
wird am Sonntag, den 13.10.2019 um 18:00 Uhr die preisgekrönte
Inszenierung und sentimentale Komödie „Monsieur Ibrahim und die
Blumen des Koran“ (E.E. Schmitt) für Jugendlichen ab16 Jahre
gespielt. „Monsieur Ibrahim“ ist französisch elegant und auf
orientalische Art Weise, und eine eine geistreiche und berührende
Coming-of-Age Geschichte.

Es ist das größte
Austauschprojekt zwischen den beiden Theatern, und ist sowohl für
russischsprachige wie für deutschsprachige Dortmunderinnen und
Dortmunder interessant. Die beiden Abendveranstaltung werden
deutlich, die Aufführungen für Kinder simultan übersetzt oder
vorab erklärt.

Die Karten kosten
für alle Stücke 7 Euro und 5 Euro für Kinder bis 14 Jahren.

Erhältlich sind
Karten im Kundencenter des Theaters (Platz der alten Synagoge), unter
www.theaterdo.de und Tel.
0231/50 27 222.

Über die Gastspiele
im KJT hinaus finden übrigens im Rahmen der Russischen Kulturtage
überall in Dortmund Veranstaltungen in allen Sparten statt.




Sophie Scholl und die Gewissensentscheidung

Im kleinen intimen Bühnenraum Sckelly des Dortmunder Kinder- und
Jugendtheaters (KJT) hatte am 26.09.2019 mit „Name: Sophie Scholl“
von Rike Reiniger (ab 14 Jahre) unter der Regie von Annette Müller
ein besonderes Solo-Stück seine Premiere. Für die
KIT-Schauspielerin Ann-Kathrin Hinz war ihre erst Solorolle eine
große Herausforderung.

Worum geht es: Die
junge Jura-Studentin Sophie Scholl hat gerade ihre wichtige
Examens-Abschlussarbeit absolviert und abgegeben. Nun steht sie vor
der schweren Entscheidung, ihren korrupten Professor durch eine Lüge
als Zeugin vor Gericht zu schützen und ihre Karriere zu gefährden,
oder die Wahrheit zu sagen und die angeklagte Sekretärin der Uni mit
ihrer Aussage zu entlasten. Dass sie den Namen der
Widerstandskämpferin Sophie Scholl (1921–1943) die wegen ihrer
klaren Gewissensentscheidung gegen das Nazi-Regime ermordet wurde,
macht ihr die moralische Entscheidung nicht leichter….

Der Bühnenraum wird
zu einem Assoziationsraum, dicht mit verschieden großen
Druckbuchstaben beschriebenen Wandtafeln versehen. Auf den Wandtafeln
stehen einzelne Worte wie „Heimat“, „No Future“, prägnante
Artikel aus dem Grundgesetz, besonders groß „Freiheit“ und viele
anderen Begriffe.

Die beiden
Persönlichkeiten werden von Ann-Kathrin Hinz abwechselnd
gegenübergestellt. Sie schlüpft aber nicht nur in die beiden
Rollen, sondern auch in die der verschiedenen Wegbegleiter. Außerdem
bewältigt sie einen rasanten Wechsel in verschiedene Zeitebenen.

Mal ist sie das am
Anfang naiv begeisterte BDM-Mädchen Sophie Scholl, dann die
lebensfrohe junge verliebte Frau oder am Ende die bis zu ihrem Ende
standhaft-klare Persönlichkeit. Dann stellt sie wieder glaubhaft die
in ihrem moralischen Dilemma verzweifelte Jura-Studentin mit all
ihren Facetten dar.

Ein großes
Kompliment für diese Leistung. Die Schauspielerin war ein Glücksfall
für diese anspruchsvolle Aufgabe. Sie konnte ihre vielseitigen
Talente, wie etwa Schauspiel oder Gesang, hier voll zur Geltung
bringen.

Mit ihrer
Körperlichkeit und dem geschickten Einsatz der Stimme, leise oder
verzagt, mal wütender, mal laut, zog sie das Publikum in den Bann.
Wie die beiden Schicksale erst nebeneinander stehen, dann plötzlich
auf einander prallen, erzeugte eine Spannung und berührte die
Anwesenden.

Ann-Kathrin Hinz brachte durch ihr körperliches Spiel die Zerrissenheit der Figur Sophie Scholl gut zum Tragen. (Foto: © Birgit Hupfeld)
Ann-Kathrin Hinz brachte durch ihr körperliches Spiel die Zerrissenheit der Figur Sophie Scholl gut zum Tragen. (Foto: © Birgit Hupfeld)

Die Entscheidung,
sich für humanistisch-moralische gesellschaftliche Werte einzusetzen
und nicht durch allgegenwärtige Instrumentalisierung von Ängsten
lähmen zu lassen, ist gerade in der heutigen Zeit (wieder) von
Bedeutung.

Welchen Wert hat die
Wahrheit, Loyalität? Welche persönliche Verantwortung trägt der
Einzelne? Lässt sich das Private vom Politischen trennen?

Der Heute-Bezug
wurde besonders klar, als die Schauspielerin zunächst als Sophie
Scholl ein Lied der Hitlerjugend sang, und später eine fetzige
YouTube-taugliche Version darbot. Wie verführbar sind wir heute
durch solche dumpf-nationalistischen Liedtexte im modernen Gewand?

Atmosphärisch stark
begleitet wurde die Vorstellung durch die intensiven Sounds von
Michael Lohmann. Er sorgte für die leisen wie lauten stimmungsvolle
Melodien und Songs, ob als Begleitung oder im Vordergrund. Mit
relativ wenigen Requisiten wurde die passende Stimmung geschaffen.

Eine eindrucksvolle
Inszenierung, die mit Standing-Ovations belohnt wurde.

Karten und Infos
über weiteren Aufführungen erhalten Sie wie immer unter
www.theaterdo.de oder Tel.:
0231/ 50 27 222.




Name: Sophie Scholl – Wir sind selbst unser Gegner!

In dem Solostück „Name: Sophie Scholl“ beleuchtet Regisseurin
Annette Müller die Folgen des immer Stärker werdenden
Leistungsdrucks in der Gesellschaft. Was ist die Protagonisten bereit
dafür zu tun, und hat ihre berühmte Namensvetterin vielleicht doch
einen Einfluss auf ihre Entscheidung? Die Premiere des Stückes
findet am 26. September 2019 um 19 Uhr im intimen Raum des Sckelly
statt.

Annette Müller
präsentiert uns eine Sophie Scholl, die durch die ständigen
Vergleiche mit der historischen Sophie Scholl ziemlich neurotisch
geworden ist. Zumal sie nur durch die erneute Heirat ihrer Mutter dem
Namen trägt. „Das werde ich sowieso nicht erreichen“, ist ihre
Konsequenz aus den ständigen Vergleichen.

In dem Stück hat
Sophie (Ann-Kathrin Hinz) ein Problem: Sie muss als Zeugin aussagen.
Was sie aussagt, hat Konsequenzen. Entweder wird eine Unschuldige
wegen Betruges verurteilt oder der wahre Täter wird ihre Karriere
als angehende Juristin zerstören. Eine schwere Entscheidung, denn
der Preis der Wahrheit ist hoch. Hier verknüpft sich wieder die
Frage, vor der auch die historische Sophie Scholl stand: Schweigen
oder Reden.

Sophie Scholl (Ann-Kathrin Hinz) ist in der Klemme: Wahrheit oder Karriere. (Foto: © Birgit Hupfeld)
Ann-Kathrin HinzSophie Scholl (Ann-Kathrin Hinz) ist in der Klemme: Wahrheit oder Karriere. (Foto: © Birgit Hupfeld)

Natürlich sind die
Konsequenzen, die die historische Sophie Scholz zu spüren bekam,
nicht annähernd so gravierend wie der modernen. Dennoch mussten sich
beide den Fragen nach Loyalität und Korrumpierbarkeit stellen. Wie
weit bin ich bereit zu gehen und wann ist die rote Linie
überschritten. Kam der Druck in der NS-Zeit noch von außen, sind
wir in unserer heutigen Zeit selbst der Gegner. Wenn du scheiterst,
ist es deine eigene Schuld. Selbstoptimierung ist die neue Religion
geworden.

Regisseurin Annette
Müller ist gelernte Schauspielerin und hat lange in Wiesbaden und
Marburg gearbeitet. In den letzten Jahren inszenierte sie
Tanztheater, wodurch auch diese Inszenierung sehr körperlich sein
wird. So wird Ann-Kathrin Hinz sehr aktiv agieren. Für Müller ist
dies Stück ein „ästhetischer Geschichtsunterricht“.

Auf der Bühne
werden „beschriebene Wände“ zu sehen sein, da die historische
Sophie Scholl an die „Macht des Wortes glaubte, denn sie war sehr
gebildet und belesen“, so Annette Müller. Ebenso wird die Musik
uns in die Zeit der historischen Sophie Scholl zurückführen.

Weitere
Informationen unter: www.theaterdo.de




Ein besonderer Pinguin auf der Suche nach Freundschaft und Glück

Im Dortmunder Kinder- und Jugendtheater (KJT) hatte am Freitag, den
20.09.2019, das Stück „Ginpuin“ (ab 4 Jahre) Premiere. Die durch
viele schöne Produktionen bekannte KJT-Regisseurin Antje Siebers hat
die Bühnenfassung von Winnie Karnofka nach einem Bilderbuch (Barbara
van den Speulhof und Henrike Wilson) fantasievoll und mit viel Humor
inszeniert. Es ist eine Geschichte vom anders ein und dem starken
Wunsch nach Akzeptanz, Zugehörigkeit, Freundschaft.

In einer arktischen
Landschaft mit Eisschollen und Eisberg (dargestellt mit beleuchteten
hellen Holzplatten) auf der Südhalbkugel unseres Planeten erscheint
ein neuer Pinguin. Er ist anders als die anderen Pinguin, obwohl er
äußerlich genauso aussieht. „Ginpuin“ verdreht die Buchstaben.
Aus „dankeschön“ wird so etwa „schankedön“. Die anderen
Pinguine lachen (zunächst) über ihn und geben ihn seinen
Spitznamen. Traurig macht sich Ginpuin auf eine lange Reise bis zum
anderen Ende der Welt, um sein Glück zu finden und ein Held zu
werden. Er begegnet anderen Tieren und einer freundlichen Fischerin,
die ihn mitnimmt. Auf einer grünen Insel wird er sogar sehr
glücklich. Das ist aber noch nicht das Ende der Geschichte…

Ein großes
Kompliment für die wunderbaren humorvoll-fantasievollen Kostüme und
Ausstattung von Julia Schiller. Für die atmosphärischen
Videoprojektionen im Hintergrund mit zum Beispiel einem schönen
Nachthimmel oder Sonnenuntergang sorgte Peter Kirschke. Mit Humor,
Spielfreude, kleinen Tanz- sowie Gesangseinlagen überzeugten die
KJT-Schauspieler: Bianka Lammert als cooler, sprechender „Eisberg“
und relaxt-entspannte, an die Hippie-Zeit erinnernde „grüne
Insel“.

Auf einer grünen Insel wird Ginpuin (Bettina Zobel, rechts) glücklich. Mit auf dem Bild: Die Ensemblemitglieder Thorsten Schmidt; Jan Westphal und Bianka Lammert  (v.l.n.r.). Foto: © Edi Szekely)
Auf einer grünen Insel wird Ginpuin (Bettina Zobel, rechts) glücklich. Mit auf dem Bild: Die Ensemblemitglieder Thorsten Schmidt; Jan Westphal und Bianka Lammert (v.l.n.r.). Foto: © Edi Szekely)

Mit viel Spaß an
der Verwandlung schlüpften auch Thorsten Schmidt und Jan Westphal
gleich in mehrere Rollen als Pinguine und andere Tiere. Bettina Zobel
hatte in ihrer Rolle als Ginpuin die große Herausforderung, die
Sprachverdrehungen unfallfrei vorzutragen. Sie tat es mit einer
lockeren Selbstverständlichkeit.

Neben den vier
Schauspielern stand auch noch die Musikerin Maria Trautmann. Mit
passenden Hintergrundklängen und Songs sorgte sie nicht nur live auf
der Bühne mit verschiedenen Instrumenten (z.B. Posaune oder
Synthesizer) für eine besondere Stimmung, sondern überzeugte auch
als Fischerin.

Am Ende kommt auch
die drohende Eisschmelze durch den Klimawandel zur Sprache.

Rührend und etwas
naiv, wie am Ende alle gemeinsam versuchen, durch das Aussprechen von
Begriffen, die Kälte assoziieren („Eis am Stil“ u.a.) das
drohende Schmelzen des Eisbergs zu verhindern.

Informationen zu
weiteren Aufführungsterminen erhalten Sie wie immer unter
www.theaterdo.de oder Tel:
0231/ 50 27 222.




Performative Annäherung an die Vernunft

Ist Klimaschutz vernünftig? Ist es vernünftig, bei grün über die
Ampel zu gehen? Was heißt eigentlich Vernunft? „Kein einziger
Begriff“ ist eine Annäherung an unsere Vernunft, die gemeinsam von
Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus Deutschland und Frankreich
erarbeitet wurden. Bei der Werkschau am 04. Juli 2019 im KJT um 20
Uhr werden die Partner vom Pariser Théâtre La
Transplanisphére per Video eingespielt.

Der Begriff der
Vernunft ist stark verbunden mit der Aufklärung. Daher ist es kein
Wunder, dass sich Texte von Aufklärern wie Kant oder Rousseau in der
Werkschau wiederfinden. Doch ebenso schauen die Spielerinnen und
Spieler auf das Thema und machten sich in der Vorbereitung eigene
Gedanken zum Vernunftbegriff. So stellten sie fest, dass Vernunft
mehr ein Überbegriff ist, der viele Bedeutungen haben kann.

Das Ensemble des Jugendklubs bei der Probe. (Foto: © Edi Szekely)
Das Ensemble des Jugendklubs bei der Probe. (Foto: © Edi Szekely)

Nun präsentieren
die Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 16 und 23 Jahren
eine Werkschau und keine Premiere, denn das Stück wird im Rahmen der
europefiction 2019 erarbeitet und wird seine Premiere im Sommercamp
Mitte Juli haben. Dann werden auch die französischen Teilnehmerinnen
und Teilnehmer dabei sein.

Das
Stück wird ungefähr 60 bis 70 Minuten dauern und neben
Videoeinspielern auch Musik beinhalten. So gibt es eine Musikecke, wo
Livemusik gespielt wird und es kommt Musik vom Band. Die
Regie führt Miriam Michel.