Zwischen Abstraktion und Figuration

Dagmar Vogt und drei ihrer Werke.
Dagmar Vogt und drei ihrer Werke.

Das Depot Dortmund zeigt vom 26.02. bis 09.03.14 Werke von Dagmar Vogt unter dem Titel „Real – Abstrakt“. Die Bilder und Skulpturen der Künstlerin bewegen sich im Raum zwischen Abstraktion und Figuration.

 

Die Ausstellung zeigt vor allem Werke aus den vergangenen zwei Jahren. Denn vor zwei Jahren krempelte Vogt ihr komplettes Leben um. Ein wichtiger Punkt: Sie gab ihren Beruf als Kunstlehrerin auf und stürzte sich mit Elan in die Existenz als selbstständige Künstlerin.

 

Die Werke, die gezeigt werden, kreisen sich um bestimmte Themen. „Natur ist oft Thema in meinen Arbeiten, hinzu kommt das Thema Vergänglichkeit wie das Blühen und Verblühen“, erzählte Vogt, die seit 30 Jahren malt. Hinzu kommt die Beschäftigung mit dem Motiv des Nestes, das sie vor allem in der Skulptur umsetzt.

 

Mit dem Titel gibt die Künstlerin dem Betrachter einen kleinen Hinweis. Dennoch „muss der Betrachter zum Grenzgänger werden“, so Vogt und somit seine eigene Sichtweise finden. Ihr Pinselstrich ist verschwommen und diffus, so dass es scheint, als ob manches aus dem Bild herauskommt und anderes wiederum im Bild verschwindet. So löst sich der Gegensatz zwischen dem figurativen und dem Abstrakten auf.

Dagmar Vogt arbeitet mit Acryl und Öl. „Man kann als letzten Tupfer mit Ölfarben auf Acryl arbeiten“, so die Künstlerin.

 

Ihre Skulpturen, die Vogt zeigt, sind noch freier in ihrer Ausführung. Sie arbeitet mit Metallen wie Eisen, Stahl oder Aluminium.

 

Dagmar Vogt „Real – Abstrakt“ vom 26.02. bis 09.03.14

 

Eröffnung: 26. Februar 2014 um 18 Uhr

 

Öffnungszeiten: Mittwoch/Donnerstag/Freitag 17-20 Uhr, Samstag/Sonntag 14-18 Uhr

 

Kulturort Depot

Immermannstraße 29

44147 Dortmund

www.depotdortmund.de




Malerei mit Lücken

Die Bilder von Ingo Schulze-Schnabl brauchen einen Lückenfüller.
Die Bilder von Ingo Schultze-Schnabl brauchen einen Lückenfüller.

Die Galerie Dieter Fischer im Depot Dortmund zeigt bis zum 23. Februar 2014 Werke des Künstlers Ingo Schultze-Schnabl unter dem Titel „ZusammenDenken“. Das Besondere bei Schultze-Schnabls Werken ist, das sie aus mehreren Teilen bestehen.

 

Schaut man sich die Acrylbilder von Schultze-Schnabl auf den ersten Blick an, denkt man vielleicht: Der Künstler hat ein Bild zerschnitten und als eine Art Triptychon aufgehängt mit etwas Abstand zueinander. Doch betrachtet man die Einzelbilder etwas länger, stellt man fest, so einfach ist die Sache nicht. Denn die Teile passen irgendwie nicht zusammen. Etwas fehlt. Der Betrachter muss also die Lücke selbstständig füllen.

 

Der Künstler spielt ein wenig mit den Phänomenen der optischen Täuschung. Unser Gehirn versucht die Zwischenräume, die Lücken, zu füllen und fragt sich: Was passiert in den Zwischenräumen? So betrachtet jeder eigentlich das gleiche Bild, das Gehirn füllt aber die Lücken individuell aus. So bildet Sehen, Finden, Formen die Art des Betrachtens.

 

Die Galerie Dieter Fischer öffnet donnerstags von 16 bis 20 Uhr und nach Vereinbarung mit dem Kurator Hartmut Glöger. Auch am Nachtflohmarkt am 15. Februar ist die Galerie von 17 bis 24 Uhr geöffnet. Die Finissage findet am 23. Februar von 15 bis 18 Uhr statt.

 

Mehr Informationen: www.galerie-dieter-fischer.de

Ingo Schultee-Schnabl, #716, o.T. (Konstruktion über Formen II., 3-tlg. je 120 x 40) Acryl/Leinwand, 2012
Ingo Schultze-Schnabl, #716, o.T. (Konstruktion über Formen II., 3-tlg. je 120 x 40) Acryl/Leinwand, 2012

Ingo Schultze-Schnabl, #31 Zeitfenster (6-tlg, je 20x20), Acryl/Papier auf Holz, 2003
Ingo Schultze-Schnabl, #31 Zeitfenster (6-tlg, je 20×20), Acryl/Papier auf Holz, 2003

 




Besonderer Blick auf Metropolen

Patricia Cabaleiro (links) mit einem Bild aus Singapur neben Britta Hagemann mit einem Bild aus Zürich vor einem großformatigen Werk aus Dortmund.
Patricia Cabaleiro (links) mit einem Bild aus Singapur neben Britta Hagemann mit einem Bild aus Zürich vor einem großformatigen Werk aus Dortmund.

Vom 04. bis 08. Dezember zeigen die beiden Künstlerinnen Patricia Cabaleiro und Britta Hagemann im Depot Dortmund unter dem Titel „Cities of our world: The Ruhrgebiet Series“ ihren Blick auf Dortmund und das Ruhrgebiet. Neben den großformatigen Arbeiten sind auch noch kleinere Werke aus Zürich und Singapur zu sehen. Was verbindet diese Metropolen, was unterschiedet sie?

 

Die bekannten Sehenswürdigkeiten sieht man bei den Arbeiten von Cabaleiro und Hagemann vergeblich.  Das wäre auch nie ihre Intention, versicherten die beiden Künstlerinnen. Sie lassen lieber ihren Blick auf andere Dinge schweifen. Interessante Ecken, bemerkenswerte Architektur, Street-Art, all das steht stärker im Fokus. Auch wenn sich auf einem Bild das Dortmunder U (samt Bierglas) verirrt.

 

Bei den Künstlerinnen herrscht strikte Arbeitsteilung: Hagemann ist die Fotografin und Cabaleiro ist die Malerin, die den Fotocollagen einen besonderen Touch gibt. Dennoch ist das Projekt „Cities of our world“ ein gemeinsames. Kennengelernt haben sich die Deutsche und die Brasilianerin im asiatischen Singapur durch ihre Söhne, die auf die gleiche Schule gingen. Beide sind wegen der Arbeit ihrer Männer dorthin gezogen, Britta Hagemann ist mittlerweile in Zürich gelandet. Ein bis zweimal im Jahr treffen sich die beiden, um dann an dem Projekt weiterzuarbeiten.

Eine Besonderheit des Projektes: Es werden Städte porträtiert, zu denen die beiden Künstlerinnen einen Bezug haben: In Singapur haben beide gelebt, in Zürich wohnt Hagemann momentan und es gibt bei beiden einen gewissen Dortmund-Bezug: Hagemann ist dort aufgewachsen und Cabaleiro hat in Münster studiert und in Brilon gelebt. Eine weitere Besonderheit: Es werden Bilder aus den anderen Städten bei neuen Ausstellungen mitgenommen und präsentiert. So entsteht eine Sammlung aus unterschiedlichen Stadtbildern aus verschiedenen Kontinenten.

 

Die spannende Frage ist ja, was unterschiedet die Metropolen Singapur, Zürich und Dortmund (als hauptsächlicher Repräsentant des Ruhrgebiets) voneinander: „Singapur ist wärmer“, so Cabaleiro, „Zürich ist sachlicher, klassisch und elegant.“ Interessant ist das, was die Künstlerinnen über Dortmund sagen. „Industriell geprägt, bodenständiger, spielerischer“, meinte Hagemann. „Realistischer“, empfand Cabaleiro die Stadt.

 

Wem ein Motiv so gut gefällt, dass er es nach Hause nehmen möchte: Die beiden Künstlerinnen drucken von jedem Motiv acht in mittlerer Größe auf Leinwand und 16 in kleiner Größe auf Künstlerpapier.

 

Das Projekt von Patricia Cabaleiro und Britta Hagemann ist ständig am wachsen. Es sollen nicht nur weitere Städte hinzukommen wie Tokyo, London, Boston oder New York, sondern das Ruhrgebiet wird weiter künstlerisch erforscht. So sollen unter anderem Kioske, das Essen im Ruhrgebiet und der allgegenwärtige Fußball thematisiert werden.

 

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann das unter http://www.cw-art.com/ (Englisch) tun.

„Cities of our world: The Ruhrgebiet Series“
Patricia Cabaleiro und Britta Hagemann
vom 04.12.2013 bis 08.12.2013
Depot Dortmund, Immermannstraße 29, 44147 Dortmund.