„Nachrichten aus der Zwischenzeit“ – Malerei und Zeichnungen von Susanne Scheidle

Vernissage im Kunstbonbon am 10.02.2024 um 15 Uhr

Was erwartet die BesucherInnen? Die Künstlerin sagt: „Kunst zwischen Widersinn und Hintersinn, Realem und Surrealem, Absonderlichem und Alltäglichem“ und das ist eine passende Beschreibung der Arbeiten von Susanne Scheidle.

Sie zeigt in ihren Ölbildern opulente, detailreiche Hintergründe und Situationen und ihr „Personal“ besteht fast immer aus Affen oder Ratten, die die Position des eigentlich erwarteten Menschen einnehmen. Diese Protagonisten schauen fragend, nachdenklich oder melancholisch auf die Umgebung oder Objekte und das lässt den Betrachter noch mal genauer hinsehen und bringt ihn zum Überlegen, was die Botschaft dieses Bildes sein könnte.

Welche Erklärung man auch immer für sich findet – es wird (in dem Moment) die richtige sein! Denn Susanne Scheidle ist der Meinung, es ist die nicht die Aufgabe des Künstlers das Werk und die Welt zu erklären, sondern den Betrachter zu einer eigenen Interpretation anzuregen.

Aber auch Stillleben malt die Künstlerin – ob nun feines Porzellan, Obst, Gewürze, eine Dose Ölsardinen oder eine geplatzte Einkaufstüte…sie ist da sehr vielseitig und die Bilder zeigen die Schönheit der Dinge, die einen täglich umgeben und die wir vielleicht überhaupt nicht mehr wahrnehmen.

Neben der Ölmalerei ist auch die Zeichnung ein Bestandteil von Susanne Scheidles Kunst, dort sehen wir meist Ratten, die ebenfalls sehr „menschlich“ agieren, ob beim Tanzen oder Kartenspielen, modebewusst gestylt oder im Spiel vertieft – hier geht es weitaus munterer zu als bei der Malerei. Ist auch das eine mögliche Erklärung? Gezeichnet ist schneller als mit Öl gemalt…hier die Lebensfreude und dort das Stille, Melancholische und vielleicht Grübeln über die Welt, den Fortschritt und die Zukunft? Da kann man auch wieder drüber nachdenken…

Schlussendlich muss noch erwähnt werden, dass Susanne Scheidle auch Kinderbücher geschrieben und illustriert hat. Die Maus Fritzi erlebt in bisher fünf Büchern eine ganze Menge. Außerdem hat die Künstlerin auch „Bulemanns Haus“ von Theodor Storm illustriert und ein „Bestiarium“ herausgegeben, das ihre Zeichnungen enthält. Ebenfalls erhältlich ist ein Katalog mit einer Auswahl ihrer Werke.

Die BesucherInnen erleben also im Kunstbonbon eine Ausstellung, die auch zu längerem Verweilen und genauer Betrachtung einlädt und die im Idealfall zum ausgiebigen Nachdenken führt. Das Kunstbonbon ist dienstags von 13 – 18 Uhr, freitags von 15 – 18 Uhr und samstags von 12 – 15 Uhr geöffnet. Ende der Ausstellung ist der 09.03.2024.

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