Ein Sprechchor-Stück zu Homosexualität im Fußball

Der Dortmunder Sprechchor (mit Fug und Recht das 17. Ensemblemitglied des hiesigen Schauspiels), hat sich in diesem Jahr mit dem Stück „Echte Liebe“ von Regisseurin Laura N. Junghanns und dem Dramaturgen Matthias Seier ein immer noch tabuisiertes Thema ausgewählt. Selbst Jahre nach dem Outing von Thomas Hitzelsberger am Karriereende ist das Bekenntnis zur Homosexualität in diesem „Sport für echte Kerle“ für aktive Fußball-Profis immer noch so gut wie unmöglich. Zu viele Ängste vor der Reaktion der Fans sowie die Furcht vor dem Karriereende machen ein Outing schwierig. Das Stück „Echte Liebe“, ein eng mit dem BVB verbundener Begriffskonstrukt, setzt sich mit diesem immer noch tabuisierten Thema komplex auseinander. Die Premiere war am 29.03.2019 im Studio des Dortmunder Schauspiels.

Auf der Bühne wurden drei Torbögen multifunktional genutzt. Hinter einander gestellt dienten sie zum Beispiel als Eingangtunnel für die Beteiligten. Der Raum auf der Bühne war voll gefüllt mit den 54 beteiligten Sprechchor-Mitgliedern. Diese tragen alle in gelb-schwarz gehaltene Kleidung und Accessoires, die ab je nach Gruppenzugehörigkeit fantasievoll in einzelnen Merkmalen verändert wurden. Die Frauen und Männer des Sprechchors waren nicht nur in ständiger Bewegung und in unterschiedliche Konstellationen auf der Bühne, sie mussten auch ein glaubwürdiges „Sprachrohr“ für die verschiedenen Gruppen und Positionen darstellen.

Einen besonderen Status hatte in „Echte Liebe“ die mit einer Schutzmaske versteckte und allein dastehende Darstellerin des „Anonymen Profis“ aus der dritten Liga (die Quelle war die Internet-Plattform Reddit). Die Texte stammten aber aus mehreren anonymen Quellen homosexueller Fußballern. Sie verdeutlichten die schwierige Situation und das Leiden an der Verheimlichung dieser Personen.

So muss sich ein aktiver homosexueller Fußballer führen - allein im Scheinwerferlicht und um ihn herum die große anonyme Masse. (Foto: Birgit Hupfeld)
So muss sich ein aktiver homosexueller Fußballer führen – allein im Scheinwerferlicht und um ihn herum die große anonyme Masse. (Foto: Birgit Hupfeld)

Eine große Gruppe
stellten diejenigen Fans und Lokalpatrioten dar, welche sich nach den
„alten Zeiten“ sehnen, wo der Signal Iduna Park noch
Westfalenstadion hieß, Fußball noch ein echter Männersport, das
Bier noch billiger und die Kommerzialisierung noch nicht so weit
fortgeschritten war. Für sie ist Fußball eine Religion und ein
Mittel, Frust sowie Druck auf Kosten von Minderheiten abzulassen.
Auch die möglichen eigenen homosexuellen Anteil machen sicher
einigen Ängste.

Eine mahnende Rolle
spielte die Gruppe der sogenannten „Sprecher gegen den Hass“ als
Gegenpol. Grundlage bildeten bei ihnen die Texte aus dem Buch „Gegen
den Hass“ von der Autorin und Publizistin Carolin Emcke
(Friedenspreisträgerin des Deutschen Buchhandels 2016).

Wie weit verbreitet
(verdeckte) Homophobie im Zirkel des Fußballs immer noch ist, zeigen
mit dem Beamer kenntlich gemachte, und von Gruppen des Sprechchors
gesprochene Zitate von bekannten Größen in dem Geschäft. Dabei
waren Aussagen von ehemalige Verteidiger Paul Steiner vom 1.FC Köln,
Ulli Hoeneß, Christoph Daum, Oliver Bierhoff und andere wie auch ein
internationaler Schauspieler. Für den „Running Gag“ sorgte die
Gruppe der „DFB-Anzugträger“, die immer wieder auf ihre
„Broschüre“ hinwiesen. Sich am Spielzeitende zu outen, wäre zum
Beispiel am günstigsten. Bis zur neuen Saison würde dann Gras über
„die Sache“ wachsen.

Atmosphärisch begleitet wurde das Stück mit eingespielten Originaltönen aus dem Stadion. Symbolisch als
assoziative Farbe für Homosexualität war eine riesige rosa
Schiri-Pfeife auf der Bühne mit dabei und es wurde am Ende ein rosa
Teppich ausgerollt.

Gesungen wurde dabei
von einer Gruppe das bekannte „You’ll never walk alone“. Das
„alone“ wurde zum Schluss vielfach wiederholt. Der „anonyme
Profi“ verlässt isoliert langsam die Bühne.

Wer sich fragt, warum sich nicht Profi-Fußballer während ihrer Karriere outen, das eindrucksvolle Ende gab die Antwort. Der Sprechchor bildete eine große anonyme Masse, die im besten Sprech der AfD und der religiösen Extremisten ihre letzte „Männerbastion“ vor dem Sprung ins 21. Jahrhundert verhindern wollen. Für sie ist die Diskussion um homosexuelle Fußballer nur „eine perfide Homo-Propaganda der Perversen-Lobby“. Doch hier kommt auch ein kleiner Kritikpunkt an dem Stück: Nicht alle, die sich gegen den „modernen Fußball“ mit seiner Eventisierung stellen, sind Homophob. Es gibt sicher genügend Kritikpunkte an DFB, UEFA und FIFA, die mehrere Abende füllen könnten. Das Stück ist sicher ein guter Ansatzpunkt, sich weiter mit der Thematik zu befassen.

Weitere
Aufführungstermin sind: 06.04.2019 und 20.04.2019 um 20:00 Uhr, am
02.06.2019 um 18:30 Uhr und am 05.07.2019 um 20.00 Uhr.

Weitere
Informationen erhalten Sie wie immer unter www.theaterdo.de
oder Tel. : 0231/ 50 27 222




Kooperation zwischen FABIDO Familienzentrum und KJT Dortmund

Das Kinder- und
Jugendtheater Dortmund (KJT) und das FABIDO Familienzentrum am
Ostpark präsentierten mit „Der Morgengesang“ am 22.03.2019 das
Ergebnis ihrer seit der Spielzeit 2018/2019 besiegelten Kooperation.
Sechzehn Kinder im Alter von 5–6 Jahren studierten die kleine
Theateraufführung unter der Leitung der Kulturpädagogin des KJT
Manuela Wenz innerhalb einer Woche ein. Sie schlüpften mit viel Spaß
und Engagement in die Rollen von Vögeln und Fledermäusen und singen
um die Wette, um die Sonne zu wecken. Anfangs gibt es noch ein
Gerangel darum, wer es schafft, die Sonne heraus zu locken. Später
arbeitet man gemeinsam an der Aufgabe.

Die Kinder und ihre
drei (erwachsenen) Helferinnen spielten nicht nur mit Freude, sondern
malten und bastelten auch an den Vögeln, die an einem Baum an einem
Vorhang gehängt wurden. Geräusche und Naturklänge spielten
natürlich eine wesentliche Rolle.

Nacht und Sonnenaufgang wurden mit der Hilfe von herunter und hoch gelassenen Rollos simuliert. Immer wenn die Sonne
zum Vorschein kam, erklang die Titelmusik von „Vom Winde verweht“.

Sie alle
vermittelten die Spielfreude auf das Publikum, ob bei den stolzen
Eltern oder der anwesenden Kindergruppe.

Finanziert wurde
Kooperation nach einem Ratsbeschluss vom 07.07.2016 aus Geldern der
Kapitalrücklagen des Streikes der beschäftigten im Sozial- und
Erziehungsdienst. Verwendet sollten diese für
qualitätsunterstützende Maßnahmen in den FABIDO
Kindertageseinrichtungen.

Die Kinder und die erwachsenen Helferinnen hatten viel Spaß beim "Morgengesang".
Die Kinder und die erwachsenen Helferinnen hatten viel Spaß beim „Morgengesang“.

Konkret gefördert
werden damit Projekte und Maßnahmen für die Kinder im
musisch-ästhetischen (Musik, Kunst, Theater) sowie im ökologischen
Bereich.

Am Ende wurde ein
Interview mit den Kindern abgespielt. Sie wurden zu ihren
Vorstellungen, warum die Sonne aufgeht und am Abend „verschwindet“
befragt.

Mit ihren Antworten
bewiesen die Kinder viel Fantasie.

Mal sehen, ob sich
die jungen „Nachwuchsschauspieler“ später einmal für eine
Schauspiel-Karriere entscheiden oder sich eventuell für den
Umweltschutz engagieren.




Homosexualität und Fußball

Mit „Echte Liebe“
präsentiert das Schauspiel Dortmund ein sehr politisches Stück. Es
behandelt quasi das letzte Tabu: Homosexualität im Profifußball.
Trotz Outing von Thomas Hitzelsberger vor Jahren findet ein Diskurs
in der Gesellschaft nicht statt. Das Besondere an dem Stück: Der
Sprechchor übernimmt alle Rollen. Die Premiere ist am 29.03.19 im
Studio.

Der Claim „Echte
Liebe“ ist mit dem BVB verbunden, doch es geht nicht speziell um
Borussia Dortmund. „Diesen Abend könnte man auch in Nürnberg
zeigen“, so Matthias Seier, Dramaturg am Schauspiel. Vielmehr geht
es um die generelle Frage, warum outen sich keine Profi-Fußballer?
Warum gibt es keine Diskussionen in der Öffentlichkeit? Warum
passiert nichts?

Das könnte mehrere
Gründe haben, vermuten Seier und Laura N. Junghanns, die
Regisseurin. Zum einen die Angst vor den Medien als „schwuler
Fußballer“ gebrandmarkt zu werden, die Furcht vor dem Fanblock,
vor allem bei Auswärtsspielen, aber auch die Sorge, auf dem
Transfermarkt weniger Chancen zu haben. Denn jeder Fußballer ist
quasi eine „Marke“, die an Wert verlieren würde, wenn er nicht
mehr in bestimmte Länder transferiert werden könnte.

Der Sprechchor spielt die zentrale Rolle in "Echte Liebe". (Foto: © Birgit Hupfeld)
Der Sprechchor spielt die zentrale Rolle in „Echte Liebe“. (Foto: © Birgit Hupfeld)

Für das Stück
wurden viele Texte herausgesucht von vielen Texturhebern wie
Fußballern, Mitarbeiter der Fanabteilung des BVB, Funktionäre des
DFB, aber es gab auch Gruppengespräche mit dem Sprechchor. Hier
wurde unter anderem gefragt, was bedeutet der BVB für dich? Ist
Fußball politisch? Welchen Fußballspieler findest du attraktiv?

Homosexualität im
Frauenfußball hat dagegen mit dem Klischee zu kämpfen, dass es dort
eh nur „Kampflesben“ gebe, was sicher übertrieben ist. Dennoch
scheint es dort leichter zu sein, mit dem Thema Homosexualität
umzugehen.

Ein ist klar, „Echte
Liebe“ kann keine einfachen Antworten geben oder simple Lösungen
präsentieren, dafür ist das Thema zu komplex. Der Sprechchor, der
permanent im Studio in Bewegung ist, spielt eine gewichtige Rolle,
denn er wird verschiedene Typen darstellen. Von eher links-liberal
angehaucht bis hin zu homophob ist alles dabei. Vor allem die
homophoben Sprüche von Spielern und Funktionären werden zu hören
sein, um zu zeigen, wie borniert die Menschen mit Homosexualität
umgehen. Der Sprechchor übernimmt verschiedene Figuren wie den
anonymen Profi, Thomas Hitzelsberger, den DFB, Corny Littmann und
weiteren.

Die Bühne und
Kostüme werden dem Premierenort gerecht, denn Dortmund wird in den
Kostümen verortet sein. Die Dauer des Stückes ist nicht – wie man
vermuten könnte – 90 Minuten, sondern etwa 70 Minuten.

Informationen und
weitere Termine unter www.theaterdo.de




Geburtstagsständchen für die alte Tante SPD

Dortmund gilt als
Herzkammer der SPD. Lange Jahre brauchte man nur einen Besen rot
anmalen und man konnte sicher sein, er würde gewählt. Doch die
Zeiten sind auch in Dortmund vorbei. Bekam die SPD bei den
Kommunalwahlen 1979 noch 57,3 Prozent, waren es 2014 nur noch 38,2
Prozent. Auch die Zahl der Mitglieder ist im Sinkflug begriffen.
Dennoch möchte Sänger, Musiker, Kabarettist und Schauspieler
Rainald Grebe einer fiktiven SPD Ortsgruppe zum Geburtstag
gratulieren. Es werden auch Gäste kommen. Die Feier für „Unsere
Herzkammer“ am 30. März 2019 im Schauspiel Dortmund kann steigen.

Grebe wollte, wie er beim Pressegespräch sagte, „nicht schon wieder nur auf die SPD drauf hauen“. Er hat sich viel Mühe gemacht, und hauptsächlich einige örtliche SPD- Größen wie etwa Marianne Winzinski, Gerhard Langemeyer oder Hans Urbaniak interviewt. Das Engagement und der Leidenschaft der Politiker zollt er Respekt. Zudem redete er mit jungen Menschen im Theater-Umfeld über ihre Erwartungen und Meinungen zur Parteipolitik.

150 Jahre gibt es
die SPD in Dortmund. Angefangen hat alles 1868 mit der Dortmunder
Ortsgruppe des „Allgemeinen Deutschen Arbeitervereins“. Rainald
Grebe möchte einen kleinen Bogen von den Anfängen bis hin zur
Gegenwart spannen. Wofür steht die SPD heute? Werden die alten
Arbeiterlieder erklingen?

Eine musikalische Erinnerung an 150 Jahre SPD von Rainald Grebe.
Eine musikalische Erinnerung an 150 Jahre SPD von Rainald Grebe.

„Unsere
Herzkammer“ ist kein fertiges Stück von Rainald Grebe. Es wurde
mit den Schauspielern Andreas Beck, Christian Freund, Caroline Hanke,
Marlena Keil, Uwe Schmieder, Anke Zillich und Ingeborg May gemeinsam
entwickelt. Musikalisch unterstützt werden sie vom Tafel-Chor der
Dortmunder Tafel und dem Männergesangverein „Harmonie“ der Zeche
Viktoria in Lünen. Eine Band aus Multiinstrumentalisten wird
ebenfalls dabei sein. Hier
spielen Unmut Akkuşuş, Tobias Bülow, Markus Türk und Jens-Karsten
Stoll.

Eine
bunte, rasante Reise durch 150 Jahre Parteigeschichte erwartet uns.
Die Gäste kommen aus der Vergangenheit und Gegenwart der
Sozialdemokratie und vielleicht, ja vielleicht gibt es auch einen
kleinen Blick in die Zukunft der
Partei zu erhaschen.

Informationen
und Karten gibt es unter 0231
502722 oder www.theaterdo.de




Elektra als Spinnenkönigin

Nebel auf der Bühne.
Die Zuschauer können kaum etwas entdecken. Wie aus dem Nichts taucht
von ganz hinten Elektra (Franziska Roth) auf. Langsam. Sie hängt an
Schüren, die sich wie ein Netz formen. Die Spinnenkönigin in ihrem
Netz. Und sie hat nur ein Ziel: Rache, blutige Rache. Ein
Premierenbericht vom 22.03.2019 aus dem Theater im Depot.

Regisseur Remo
Philipp nahm die Vorlage von Hugo von Hofmannsthal und bearbeitete
sie für zwei Personen. Während Elektra alleine von Roth gespielt
wurde, schlüpfte Rudolf Klein in die Rollen von Schwester
Chrysothemis, Mutter Klytämnestra, Bruder Orest und Usurpator
Ägisth.

Während die
kleineren Rollen weggefallen sind, konzentriert sich Philipp auf die
Monologe und Dialoge der Hauptpersonen.

Von Hofmannsthal,
der die antiken Stoffe von Sophokles und Aischylos bearbeitete,
stellte Elektras Wunsch nach Rache in den Mittelpunkt. Und ihre
Rachegedanken wegen der Ermordung ihres Vaters Agamemnon sind
durchaus blutig. In ihrem Anfangsmonolog wird dies besonders deutlich
„und wir schlachten dir die Rosse, die im Hause sind, wir treiben
sie vor dem Grab zusammen, und sie ahnen den Tod und wiehern in die
Todesluft und sterben.“

Probenfoto von "Elektra": Elektra (Franziska Roth) im Spinnennetz. (Foto: © Remo Philipp)
Probenfoto von „Elektra“: Elektra (Franziska Roth) im Spinnennetz. (Foto: © Remo Philipp)

Elektra versucht
ihre Schwester mit in ihre Rachewelt zu ziehen, doch vergeblich, denn
ihre Schwester hat andere Pläne mit ihrem Leben. „Kinder will ich
haben, bevor mein Leib verwelkt“. Später, als das Gerücht
aufkommt, Orest sei tot, versucht Elektra ihre Schwester in ihr
Spinnennetz zu ziehen, damit sie beide ihre Mutter und Ägisth töten.

Ihre Netze versucht
Elektra auch gegen ihre Mutter auszuwerfen, die nach einem Opfertier
fragt, um ihre bösen Träume loszuwerden. Erst spät dämmert ihr,
dass sie mit dem Opfertier gemeint ist und verlässt fluchtartig den
Raum.

Orest selbst stellt
Philipp nicht auf die Bühne, sondern lässt ihn mit einer
Darth-Vader-Stimme mit Elektra reden. Nach dem Orest angekommen ist,
ist es auch Zeit für Elektra ihr Netz zu verlassen und aktiv zu
werden, um so Ägisth ins Verderben zu treiben.

Philipp hat mit
wenig Mitteln auf der Bühne eine effektive gruselige Atmosphäre
geschaffen. Neben Nebel, wecken Puppen und alte Kinderwagen
Assoziationen zu Gothik-Horror-Filmen und besonders effektvoll ist
die Szene, bei der rotes Licht aus einem Kinderwagen scheint und
Elektra sich quasi die Hände in Blut wäscht.

Roth überzeugt als
rachsüchtige Spinnenkönigin Elektra, während Klein sich durch
seine Verwandlungsfähigkeit auszeichnet. In knapp 50 Minuten erzählt
Philipp mit Roth und Klein den Kern von „Elektra“ in einer
beeindruckenden und dichten Art und Weise.

Die weiteren Termine
im Theater im Depot sind am 11.05.2019 (um 20 Uhr) und 12.05.2019 (um
18 Uhr).




Alexis Sorbas als musikalisch begleitetes Bühnenstück für einen Schauspieler

Im Schauspiel Dortmund konnte das Publikum am Samstag, den 16.03.2019 eine besondere Lesung als Bühnenstück erleben. Der nicht nur als
Tatort-Kommissar bestens bekannte und geschätzte Schauspieler
Miroslav Nemec las aus „Alexis Sorbas“ von Nikos Kazantzakis
unter der Regie und der Textbearbeitung von Martin Mühleis.

Musikalisch sensibel
begleitet wurde er vom Orchistra Laskarina mit Komale Akakpo an der
Santouri, Jerome Goldschmidt (Percussion), Matthias Hautsch
(Bouzouki/Gitarre) und Ana Helena Surgik am Cello. Für die
Komposition (und Bass)war Christoph Dangelmaier verantwortlich. Birte
Horst sorgte für das passende Lichtdesign.

Dieser Bühnen-Sorbas
war aber keine „normale“Lesung, sondern wurde zu einem
atmosphärisch lebendigen, durch-komponierten Bühnenstück für
einen Schauspieler und Musikensemble.

Einigen Menschen ist
„Alexis Sorbas“ aus dem berühmten Film mit Anthony Quinn (1964)
noch in guter Erinnerung.

Der Schelmenroman
beruht auf autobiografischen Erlebnissen des Autors. Es geht um einen
intellektuellen Schriftsteller (Ich-Erzähler) mit analytischem
Verstand, der von Selbstzweifeln geplagt ist.

Er möchte seinen
Beruf aufgeben und das Leben der einfachen Leute teilen. Er trifft
auf den Freigeist Alexis Sorbas, der vor allem seinen Instinkt folgt
und den Augenblick genießen kann. Für den lebensfreudigen Sorbas
entsteht die Welt jeden Tag neu. Freiheit bedeutet für ihn, das
Leben mit seinen Freuden oder Katastrophen anzunehmen. Er soll als
Vorarbeiter in einem geerbten Bergwerk des Ich-Erzählers arbeiten.

Miroslav Nemec entführte sein Publikum mit "Alexis Sorbas" nach Griechenland. (Foto: © Stefan Nimmesgern)
Miroslav Nemec entführte sein Publikum mit „Alexis Sorbas“ nach Griechenland. (Foto: © Stefan Nimmesgern)

Zwischen den beiden
ungleichen Männern entwickelt sich eine außergewöhnliche
Freundschaft, in der sie voneinander lernen. Im Umgang mit den
intuitiven Sorbas findet der Ich-Erzähler die Antwort auf ungelöste
philosophische Fragen.

Die Textsprache ist
sehr Bildhaft und ausdrucksstark. Es war beeindruckend, wie Nemec die
verschiedenen Charaktere und Personen mit Sprache, Mimik und Gesten
lebendig werden ließ. Er brachte die wunderbare Ironie, kritische
Haltung gegenüber Religion und menschlicher Heuchelei des Werkes in
allen Facetten auf die Bühne. Dabei beherrschte er alle Nuancen von
genussvoller Lebensfreude bis hin zu leiser melancholischer Trauer.
Die archaische Gesellschaft sowie die sinnlichen Freuden des Lebens
mit „Wein, Weib und Gesang“ und die Liebe zur Natur spielten
dabei eine wesentliche Rolle. Ein kleiner Syrtaki-Tanz (wie im Film)
durfte auch nicht fehlen.

Die beiden
Protagonisten verkörpern unsere Sehnsüchte im Spannungsfeld
zwischen planvoller Strukturiertheit und Emotionalität.

Der Plan, den die
beiden Männer machen, steht sinnbildlich für das Leben. Er soll
immer der Anfang von etwas Großem sein, scheitert dann aber
grandios.

Nicht nur der
Ich-Erzähler erfährt durch Sorbas, dass selbst dieses Scheitern ein
Genuss sein kann und Krisen eine Chance zur Veränderung bieten.

So kann „Alexis
Sorbas“ auch als eine europäische Parabel gesehen werden.




Elektra im Strudel der Rache und Gewalt

Der gespenstisch,
blutrünstig und leidenschaftliche Stoff von „Elektra“ (Hugo von
Hofmannsthal, 1874 – 1929)) hat am Freitag, den 22.03.2019 um 20:00
Uhr unter der Regie von Jung-Regisseurs und Folkwang-Absolvent Remo
Philipp im Dortmunder Theater im Depot seine Premiere. Der
gespenstisch, blutrünstig und leidenschaftliche Stoff von „Elektra“
(Hugo von Hofmannsthal, 1874 – 1929)

Es ist schon die
zweite Kooperation mit der Folkwang-Universität der Künste.

Grundlage ist die
Adaption des antiken Stoffes von Sophokles um Elektra. Nach der
Ermordung ihrer Schwester Iphigenie im Krieg um Troja und der Tötung
ihres Vaters – dem mykenischen König Agamemnon- durch die Mutter
Klytämnestra und deren Geliebten Ägisth kreisen Elektras Gedanken
nur noch auf Rache. Verstoßen verharrt sie vor den Palastmauern und
möchte, nachdem ihr Bruder Orest als verschollen gilt, sogar die
kleine Schwester Chrysothemis für ihre Rache instrumentalisieren.
Bis eines Tages der tot geglaubte Bruder zurückkehrt und das
vollzieht, was Elektra sich ersehnt …

Die Akteure auf und hinter Bühne (v.l.n.r.) Rudolf Klein und Franziska Roth mit Regisseur Remo Philipp.
Die Akteure auf und hinter Bühne (v.l.n.r.) Rudolf Klein und Franziska Roth mit Regisseur Remo Philipp.

Dem Regisseur beschäftigt sich schon länger mit der Thematik Gewalt. Für ihn steht die Psychologie der Figuren und das Schauspiel im Zentrum der Inszenierung. Das Bühnenbild ist reduziert und Philipp arbeitet mit wenigen Requisiten, die er atmosphärisch unterschiedlich einsetzt. Weitere ästhetisches Mittel sind etwa die zielgerichtete Nutzung von Musik, Licht oder Nebel. So werden zum Beispiel nur zwei Kinderwagen und ein plüschiger Teddybär auf der Bühne stehen. Diese wird zu einer pinkfarbenen Klischeewelt samt der Kostüme für die beiden Schauspieler werden. Klytämnestra verdrängt ihre Taten erfolglos und Chrysothemis scheitert dabei, ein normales Leben zu führen und die Vergangenheit zu ignorieren. Das Elektra in ihrem Egoismus und Rachsucht gefangen ist, werden die pinkfarbene Seile, an denen sie hängt, symbolisch deutlich zeigen.

„Mit wenig viel
schaffen und ausdrücken, das zeichnet Remo Philipp aus“, erklärte
der Schauspieler Rudolf Klein.

Der hat die
schwierige Aufgabe, sich während der Aufführung in vier
verschiedene Personen zu verwandeln. Er wird sowohl Chrysothemis,
Klytämnestra, Ägisth und Orest darstellen. Wir dürfen gespannt
sein, in welcher Form die Inszenierung das dem Publikum vermittelt.

Die Elektra wird von
der Schauspielerin Franziska Roth verkörpert.

Kann man für die
Gefühle von Elektra nach den schlimmen Geschehnissen in gewisser
Weise Verständnis aufbringen, führen ihre radikale Rachegelüste
und ihr Hass zu einer nicht enden wollenden Katastrophe.

Die Aufführung will
dem Publikum viel Assoziationsräume bieten und eventuell über den
eigenen Egoismus und den Umgang mit negativen Gefühlen nachzudenken.

Aussagekräftig ist
das Bild auf einer schwarzen Karte zur Aufführung. Dort ist eine
französische Bulldogge (Hund Hamlet vom Regisseur) in einem
Kinderwagen zu sehen.

Das symbolisiert gut
das „Tier“, was in uns allen schlummert und führt hin auf eine
allgemeine Ebene der Inszenierung.

Neben der Premiere
gibt es zunächst auch am Samstag, den 23.03.2019 und am 11.05.2019
jeweils um 20:00 Uhr und am Sonntag, den 12.05.2019 um 18:00 Uhr
Gelegenheit, sich die Aufführung anzusehen.




Der Mensch hinter den sozialen Netzwerken

Mit „Man sieht
sich #SiehstDuMich“ nach Motiven von Guillaume Corbeil präsentieren
die Theaterpartisanen ein neues Stück zum Thema „Wie agieren wir
in den sozialen Netzwerken?“ Wie weit geht die Selbstinszenierung
und sind wir schon Narzissten? Ein Premierenbericht vom 16. März
2019.

Die sozialen Netze
sind Teil der Lebensrealität junger Menschen. Hier trifft man sich,
plant den Tag und versucht sich, möglichst vorteilhaft zu
präsentieren. „Likes“ und „Freunde“ auf Facebook sind zu
einer Art neuer Währung geworden. Diesen Druck müssen sich die
Jugendlichen stellen.

Das Telefon wurde um
1870 erfunden, doch auch hundert Jahre später war es nicht
selbstverständlich, dass jeder einen Telefonanschluss hatte. Ähnlich
verhält es sich es bei den Massenmedien Radio und Fernsehen. Die
Menschen hatten eine lange Zeit, sich an diese Geräte zu gewöhnen.
Doch das Internet und die sozialen Medien haben sich in kürzester
Zeit zu einem Massenphänomen durchgesetzt. Zudem kommen immer wieder
neue Plattformen auf dem Markt, die um die Aufmerksamkeit der Kinder
und Jugendlichen buhlen. Der Umgang mit diesen Medien muss also in
kürzester Zeit erfolgen.

Manchmal kommt Altes wieder- wie die Postkarten, die man sich früher aus dem Urlaub geschickt hat. (Foto: Edi Szekely)
Manchmal kommt Altes wieder- wie die Postkarten, die man sich früher aus dem Urlaub geschickt hat. (Foto: Edi Szekely) Ensemble

In dem Stück mit
Texten von Corbeil, Marc Uwe Kling und eigenen Ideen zeigen die zwölf
Theaterpartisanen die sozialen Netzwerke durchaus ambivalent. Ja, es
kann dazu führen, dass man sich schneller verabredet, gemeinsame
Zeit miteinander teilt und gemeinsame Erinnerungen teilt. Doch so ein
Verhalten kann natürlich auch zu narzisstischem Verhalten führen:
Ich mit meinen neuen Klamotten, ich mit Promi X, ich mit meinen
Facebook-Freunden, ich, ich, ich …

Stichtwort: Liebe:
Liebe in den Zeiten von Smartphones heißt auch, neben gemeinsamen
Fotos, sein Glück auch in die weite Öffentlichkeit zu tragen. Doch
dann und wann werden auch Momente der Flucht sichtbar, wenn man sich
aus dem Club schleicht und ganz allein sein will.

Diese
Zerbrechlichkeit ist auch der Grund, warum einige aus diesem Wahnsinn
aussteigen, doch für wie lange, wird nicht geklärt. Denn das Schöne
an dem Stück ist, dass es nicht wertet, sondern die Möglichkeiten
und Gefahren quasi gleichberechtigt nebeneinander stellt. Es wird
noch einen längeren Lernprozess brauchen, bis wir uns den Chancen
und Risiken der sozialen Netzwerke gestellt haben.

Links und rechts an
der Bühne waren Schnüre gespannt, die aussahen wie umgedrehte
Wäscheleinen. In diesen Schnüren (oder Netzen) schienen sich manche
Protagonisten zu verheddern. Das Stück besticht auch durch die
abwechslungsreiche Musik. Fast schon klar war, dass „Like mich am
Arsch“ von Deichkind gespielt wurde. Der Song kritisiert die
Oberflächlichkeit von Likes und Online-Petitionen, die keinerlei
echtes Engagement erfordern. Daher wird der „Generation Vielleicht“
auch zu sehr unpolitisches Verhalten vorgeworfen. Möglicherweise
ändert sich das aber durch die Aktionen für „Friday for future“,
die durch Greta Thunberg angeregt wurden.

Sehr schön waren
auch die kleinen Choreografien, die durch die Unterstützung von
Birgit Götz entstanden sind.




Gemeinsam – oder Alle gegen Alle

Die
letzten Wochen vorm Abitur sind für viele SchülerInnen die
anstrengendsten Tage der Schulzeit. Die neue Produktion „Klatschen“
des Jugendclub 15+ im Kinder- und Jugendtheater (KJT) beschäftigt
sich mit diesem aufregenden Zeitraum. Unter der Regie von Isabel
Stahl und Lioba Sombetzki setzten die Laienschauspieler die Vorlage
von Tina Müller und Corinne Maler sehr überzeugend um. Erstmals
besteht die Schauspielergruppe aus Jugendlichen unterschiedlichster
Herkunft. Sie sind im Alter von 16 bis 24 Jahren und bringen ihre
sehr unterschiedlichen Erfahrungen mit in die Geschichte ein.

In
verschiedenen Spielsequenzen durchleben elf SchülerInnen zahlreiche
Herausforderungen und schwierige Situationen die sich aus dem Druck
des nahen Abschlusses und dem Ende der Schulzeit ergeben. Willkommen
in der Zukunft. Die Rollen ändern sich, aus Freunden werden Gegner,
Gespräche auf dem Schulhof enden in Streit und Auseinandersetzung.
Jeder versucht sich zu positionieren und ist sich selbst der Nächste.
Den SchülerInnen dämmert, dass die Zeit nach der Schule
konfliktreicher werden könnte, als sie es bisher kannten. Verweigern
oder anpassen? Die Rolle muss jeder für sich selbst ergründen. In
vorauseilendem Gehorsam passen sich einige an und fahren die Ellbogen
aus um sich einen guten Platz in der Gesellschaft zu erkämpfen.

Langsam
erschließt sich für den Zuschauer die Ursache der ständig
steigenden Spannung und Auseinandersetzung. In einer Kunststunde
rebellierte die Klasse gegen die auferlegte Schweigestunde, die eine
überforderte Lehrerin angeordnet hatte. Als letzte Rettung drohte
diese mit schlechten Noten. Die SchülerInnen drängten die Lehrerin
gemeinsam hinter die Klassenzimmertür und „klatschten“ sie
praktisch an die Wand. Dabei wurde sie schwer verletzt.

In
der ohnehin angespannten Abitursituation verschärft diese Aktion
noch die Konflikte des Jahrgangs.

Das
Ensemble begeistert durch Wortwitz, mit einzelnen überzogen in Slang
gesprochenen Szenen. „Krass“ und „voll krass“ ist praktisch
jedes zweite Wort in den Gesprächen eines Schülertrios, das die
Pausen regelmäßig an der Tischtennisplatte verbringen. Neid,
Eifersucht, Versagensangst, Leistungsdruck – der aufgestaute Stress
der SchülerInnen wird in der einstündigen Aufführung deutlich.

Noch scheinen sie alle gemeinsam zu arbeiten, doch die Ängste und der Druck sind enorm. (Foto: © Birgit Hupfeld)
Noch scheinen sie alle gemeinsam zu arbeiten, doch die Ängste und der Druck sind enorm. (Foto: © Birgit Hupfeld)

Eine
Schülerin schreckt nicht vor einem Erpressungsversuch der
Geschichtslehrerin zurück, um ihre Abiturnote zu retten. Ein Schüler
kämpft mit großen Zweifeln, ob er überhaupt zum Abitur antreten
soll, da er sich keine große Chance ausrechnet.

Eine
Verbindung der einzelnen Spielszenen bilden kurze Tanzchoreografien
mit unterschiedlichster Musik aus der Konserve. Mal strahlen die
Tanzeinlagen Konformität und Routine aus, mal sind sie aggressiv und
spannungsgeladen. In der letzten Szene trägt ein Schüler einen
Vogelkopf, als Symbol die Flügel auszubreiten und Fliegen zu lernen.

Die
Kostüme sind einheitlich weiß mit wenigen schwarzen Akzenten. Nur
durch verschieden farbigen bunten Socken wird die Uniformität etwas
aufgebrochen. Mit großer Spielfreude und Energie schlüpften die
Jugendlichen in die einzelnen Rollen und lassen die einstündige
Spielzeit schnell vergehen.

Das
Publikum belohnte die Darsteller mit ausgiebigem Applaus.




Neues Jugendclubstück um Lebensrealität in Zeiten der Digitalisierung

Das
diesjährige Jugendclubprojekt „Man sieht sich #SiehstDuMich“ am
16.03.2019 um 20:00 Uhr im Studio des Schauspiel Dortmund dreht sich
um ein aktuelles Thema gerade für junge Menschen in Zeiten
allgegenwärtigen Digitalisierung. Mit den Fragen um die zunehmende
Selbstinszenierung, ständiger Erreichbarkeit und dem Druck, sich
selbst und die Anderen immer wieder zu übertreffen, setzten sich
zwölf TheaterpartisanInnen (16 bis 22 Jahre, sieben junge Frauen und
fünf junge Männer) Ihnen zur Seite die Regisseurin und
Theaterpädagogin Sarah Jasinszczak und ihre Assistentin Carina Fast.
Für die eingebauten Video-Instagramstorys war letztere
verantwortlich.

Außerdem
wurden mit der bewährten Hilfe von Birgit Götz viele
Tanzchoreografien für „die ehrlichen Momente“ eingeübt.
Passende Musik wird auch eine große Rolle spielen.

Grundlage
war das für Nachwuchs-SchauspielerInnen geschriebene Theaterstück
„Man sieht sich“ (2006) des Kanadiers Guillaume Corbeil für fünf
Personen.

Das
Stück wurde auf die spezielle Erfahrungswelt der beteiligten
Partisanen und auf die Gegebenheiten Dortmunds heruntergebrochen.

In
einem Brainstorming trugen sie während ihrer Stückentwicklung
zusammen, was sie mögen (Vorbilder, Musik, welche Bücher sie lesen
u.s.w.). Dann stellten sie sich die Frage, was das für ihr Inneres
bedeutet und ausmacht.

Die Personenzahl wurde auf zehn erhöht und zwei zusätzliche SchauspielerInnen übernehmen die kommentierenden Erzählerrollen des Über-Ichs. Sie interagieren miteinander. „Über“ und „Ich“ als Gewissen haben durchaus unterschiedliche Positionen und sind sich nicht immer einig.

Bleiben Geheimnisse in der schönen neuen digitalen Welt auch wirklich Geheimnisse? Die Theaterpartisanen thematisieren die Anonymität im Netz. (Foto: © Nane Thomas)
Bleiben Geheimnisse in der schönen neuen digitalen Welt auch wirklich Geheimnisse? Die Theaterpartisanen thematisieren die Anonymität im Netz. (Foto: © Nane Thomas)

Die
Theaterpartisanen stellen hier wesentliche Fragen an ihre Zukunft und
begeben sich durch Selbstinszenierung auf die Suche nach dem
Gegenüber da draußen. Daneben sind sie auf der Suche nach
Verbindlichkeit und zeigen zudem ihre Verletzlichkeit. Jede und jeder
muss sich entscheiden. Was gebe ich in der scheinbaren Anonymität
des Netzes von mir preis, wie gläsern möchte ich sein?

Vor
allem Protagonistin Claire startet am Ende den ernsthaften Versuch,
aus diesem Wahnsinn auszusteigen.

Neben
der Premiere am 16.03.2019 gibt es auf alle Fälle auch die
Gelegenheit, am 30.03.2019 um 20:00 Uhr oder am 04.04.2019 um 19.00
Uhr im Studio des Schauspiel Dortmund das Jugendclubstück zu
erleben.

Informationen
über weitere Aufführungen erhalten Sie wie immer unter
www.theaterdo.de oder Tel.:
0231/ 50 27 222