Als die Lettern laufen lernten

Die interaktive Medienausstellung „Moving Types – Lettern in Bewegung“ zeigt auf der Ebene 6 des Dortmunder U bis vom 28. September 2013 bis zum 3. März 2014 in vielfältiger Weise eine Retrospektive von den Anfängen des Films 1893 bis heute mit Blick auf die Zukunft.



Veranstaltet wird die Ausstellung von der U2_ Kulturelle Bildung im Rahmen des New Industries Festival. „Wir sehen uns hier als Schnittstelle von Kunst und Digitaler Welt“, erklärte Kurt Eichler, Geschäftsführer der Kulturbetriebe Dortmund.

Konzipiert, gestaltet und umgesetzt wurde die schon mehrfach ausgezeichnete Ausstellung vom Zentrum Zeitbasierte Gestaltung, ein Verbund des img der FH Mainz und der Hochschule für Gestaltung Schwäbisch Gmünd in Kooperation mit dem Gutenberg-Museum Mainz im Rahmen „Stadt der Wissenschaft 2011“.

Prof. Anja Stöffler (FH Mainz), eine der Kuratoren der Ausstellung verriet: „ Den Besucher erwartet unter anderem eine Retrospektive von den Anfängen des Films bis heute. Neben Kurz- und Kinderfilmen, Vor- und Abspännen oder Filmauschnitten finden sie bei uns auch rein computeranimierte Buchstabenwelten. Neben informativen haben die zirka 300 gezeigten Arbeiten auch viele unterhaltende Moment“.

Ein besonderes Highlight ist sicherlich der 16-minütige, prämierte französische Kurzfilm „Logorama“ aus dem Jahr 2009. Der computeranimierte Trickfim zeigt anschaulich die Entwicklung des Kapitalismus und Auswüchse der deregulierten Finanzmärkte.

Herzstück und Mittelpunkt der Ausstellung ist die Medienlounge, in der unzählige Informationen auf rund 200 leuchtenden QR-Codes versehenden Würfel im Raum zu schweben scheinen. Am Eingang bekommen die Besucher iPads, mit deren Hilfe sie die filmischen Exponate einlesen und anschauen können.  Aber nicht nur das. Man kann seine QR-Codes auch mit anderen Menschen, zum Beispiel teilen, so Prof. Ralf Dringenberg. „So kann ein sinngebender Umgang mit den neuen Medien erfahren werden“, fügte Stöffler hinzu.

Zum begleitenden Bildungsprogramm „Ideen in Bewegung“ vor allem für die jungen Besucher/innen erläuterte Mechthild Eickhoff, die Leiterin der U2_Kulturelle Bildung: „Die Kinder -und Jugendlichen sollen auf spielerische Weise an die bewgten Lettern herangeführt werden. Sie erfahren allgemeines über Druckverfahren und moderne digitale Techniken. Sie sollen aber auch angeregt werden, sich selbst einzubringen. Nicht nur bewegte Lettern lesen, sondern selber eigene Filme, Fotos, mediale Kurzbotschaften zuzufügen.“

Es gibt drei Formate: „Moving Hands- vom Druck zum Trickfilm“ oder D+U=DU – Bewegte Zeichen – Fotoserien“ und „Die Welt ist nicht genug – Performence und Film“.

Für jung und alt gibt im „Lautsprecher“ die Gelegenheit, eigene Texte visuell sichtbar zu machen.

Im Kino im U werden Filmabende mit thematisch passende Werken sowie Typografie-Clips von Studierenden mit der Vorstellung von Berufsbildern im Bereich Gestaltung, wie zum Beispiel am 5. Dezember 2013 zu sehen sein.

Ein kostenloser Kurzführer bietet einen Überblick über den Aufbau und die Stationen der Ausstellung. Ein ausführlicher Katalog mit „eingebautem Kino“ ist darüber hinaus käuflich zu erwerben.

Außerdem werden ab November 2013, sonntags um 11.30 Uhr regelmäßig Führungen angeboten.




Die zweite Etage des Dortmunder U verwaldet

Langsam, aber sicher soll sich die zweite Etage des Dortmunder U in einen Wald verwandeln.
Langsam, aber sicher soll sich die zweite Etage des Dortmunder U in einen Wald verwandeln.

Die zweite Etage des Dortmunder U wird Stück um Stück zu einem Wald. Die wachsende Ausstellung „Verwaldung“ vom 19. September bis zum 17. November 2013 im Rahmen des „New Industries Festival“ lädt Jugendliche und Kinder zum Mitmachen ein.

Noch sind manche Stationen der Ausstellung etwas kahl, doch das soll sich Schritt für Schritt ändern, so die Idee von Mechthild Eickhoff (Leiterin U“_kulturelle Bildung im Dortmunder U) und Kristina Knöpfer (Kurationsassistenz). Denn Jugendliche und Kinder können selbst aktiv werden und Fotos; Videos und Sounds von Bäumen, Parks oder Gärten einschicken (u2@dortmund.de, Stichwort: Verwaldung). Wer in der Textilverarbeitung firm ist, kann auch häkeln und Schals und ähnliches herstellen.

 

Es gibt eine „Chill-Station“, wo man auf Kissen entspannen und Naturgeräuschen und Gedichten über die Natur lauschen kann. Besonders lehrreich ist eine Art „Geräusch-Station“, in der die Besucher durch Sand, Laub, Müll, etc. gehen und den Unterschied hören können.

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Die Öffnungszeiten der Ausstellung sind: Dienstag und Mittwoch 11 bis 18 Uhr, Donnerstag und Freitag 11 bis 20 Uhr, Samstag und Sonntag 11 bis 18 Uhr, der Eintritt ist frei.

Infos unter www.dortmunder-u.de




Nur-Skulpturen im Torhaus

Dina Nur vor einem  ihrer Werke.
Dina Nur vor einem ihrer Werke.
Das Torhaus Rombergpark zeigt vom 22. September bis zum 13. Oktober 2013 Skulpturen der Künstlerin Dina Nur.

Im Sudan geboren und früh nach Deutschland gekommen, studierte sie Objektdesign an der Fachhochschule Dortmund und schloss es mit einem Diplom ab. Ihr Schwerpunkt lag auf der Bildhauerei. Seit 1990 arbeitet sie als freischaffende Künstlerin und besitzt ein Atelier in der alten Zeche Dortmund in Dorstfeld.

 

Veranstalter der Ausstellung ist das Kulturbüro der Stadt Dortmund in Zusammenarbeit mit der Dortmunder Gruppe e.V..

Gezeigt werden sieben kleine und sieben große in von Stahlstäben gerahmte offene quadratische Kästen. Die großen Kästen sind etwa 80 cm² hoch.

„Die Kleinen habe ich im letzten, die Großen in diesem Jahr geschaffen“, verriet Nur.

 

Darin eingefasst sind mit Stahlstäben befestigte amorphe, nicht als konkrete Personen erkennbare Figuren aus Kunststein. Die Menschen-Figuren verharren in unterschiedlichen Positionen und Bewegungen.

An der linken Seite des Torhauses steht eine dieser Menschen-Figuren als Statue auf einem Sockel.

 

„Im Mittelpunkt meiner Kunst steht der Mensch allgemein. Ich arbeite hauptsächlich mit Stahl und Kunststein. Sonst auch mit Stahl und Beton. Meinen Skulpturen habe ich bewusst keine Namen gegeben, um den Betrachter Raum für eigene Assoziationen zu lassen. Dreht man die frei stehenden Stahlkästen, entsteht ein völlig anderer Blick auf die Figuren“, erklärte Nur.

 

Der ihren unterschiedlichen regen diese als Mensch erkennbaren, auf den ersten Blick „gleich“ aussehenden Figuren die Fantasie des Betrachters an.

 

Die Eröffnung der Ausstellung ist am Sonntag, den 22. September 2013 um 11.00 Uhr.

 

 

Öffnungszeiten:

dienstags bis samstags: 14.00 -18.00 Uhr

sonntags und feiertags: 10.00 – 18.00 Uhr

Eintritt frei




Attraktives Programm zur Museumsnacht im Dortmunder U

Freuen sich auf die Muesuemsnacht 2013: (v.l.n.r.) Jasmin Vogel (Marketing Dortmunder U), Miriam Gaffran (Kulturelle Bildung und Vermittelung HMKV), Mechthild Eickhoff (Leitung U2_kulturelle Bildung), Regina Selters (stellv. Direktorin Museum Ostwall) und Rolf  Dennemann (artscenico e.V.)
Freuen sich auf die Muesuemsnacht 2013: (v.l.n.r.) Jasmin Vogel (Marketing Dortmunder U), Miriam Gaffran (Kulturelle Bildung und Vermittelung HMKV), Mechthild Eickhoff (Leitung U2_kulturelle Bildung), Regina Selters (stellv. Direktorin Museum Ostwall) und Rolf Dennemann (artscenico e.V.)
Am 28. September 2013 ist es soweit. Die 13. DEW21-Museumsnacht bietet interessierten Menschen an gut 60 Veranstaltungsorten von 16 Uhr bis 2 Uhr nachts wieder Gelegenheit, dass vielfältige Kunst-und Kulturleben unserer Stadt näher in Augenschein zu nehmen.

Mit einem vielseitigen und umfangreichen Programm lädt auch das Dortmunder U an diesem Tag Neugierige und Interessierte zu einem Besuch ein.

„Mit fast 30 Programmpunkten bieten wir ein großes Angebot. Wichtig ist uns dabei, die kleinen und großen Besucherinnen und Besucher oft zum mitmachen zu animieren“, verriet Jasmin Vogel, zuständig für das Marketing im Dortmunder U.

 

Besonders freut sie sich darüber, dass interessierte erstmals die Möglichkeit haben werden, die Katakomben des U zu erkunden. Dieses logistische Herz des U wird in Kooperation mit artscenico e.V. Schauplatz Ort einer Tanzperformance. Eine Verbindung von Kunst und Kultur.

Rolf Dennemann, Schauspieler und Geschäftsführender Vorstand von artscenico e.V., erklärte: „Die Katakomben sind eigentlich ein sehr nüchterner, sachliche Ort. Gleichzeitig hat er als Herz des Hauses auch eine große Bedeutung. Bei der Tanzperformance „Lost in Culture“ treffen kleine geführte Besuchergruppen von 15 bis 20 Personen auf Tänzer/-und Schauspieler/innen in ihren Kostümen . Die Tänzer wirken mit ihren Kostümen in der sachlichen Umgebung wie Gefangene auf der Suche nach einer Kulturveranstaltung, oder etwa ihrem nächsten Auftritt. Sie scheinen sich wie die Besucher im Labyrinth des Kellers verirrt zu haben.“

Die stündlich stattfindenden Führungen durch die Katakomben dauern etwa 20 Minuten. Beginn ist 18 Uhr , Ende ist um 24 Uhr.

Um den Besuchern die Möglichkeit zu geben, sich für eine Führung zu einer ganz bestimmten Uhrzeit zu entscheiden, werden vorab Ticketnummern vergeben. So können sich die Besucher schon früh entscheiden, zu welcher Uhrzeit sie an einer Führung teilnehmen wollen oder können. In der Zwischenzeit gibt es ja viel zu erkunden.

 

Von .16 bis 24 Uhr findet auf dem Vorplatz unter dem Motto „Futter frei. Sie sind dabei!“ eine Aktion von Adolf Winkelmann zur Rettung der Fische in der Dachkrone des Dortmunder U statt. Besucher können dort am Stand des Vereins Fischfutter erwerben und dann dabei sein, wenn Winkelmann es an die quirligen Gesellen hoch über der Stadt verfüttert.

Die Aktion wird von einer dialogischen Dokumentation begleitet. Passend dazu zeigt das Kino im U Kurz -und Langfilme rund um das Thema „Fisch“.

 

Der Hartware MedienKunstVerein bietet den Besuchern von 20 bis 24 Uhr unter dem Motto „Move your City“ (Bewege deine Stadt) Gelegenheit, sich als Teil einer Schattenspiel-Performance aktiv einzubringen.

„ Auf dem Vorplatz können sie die Gestaltung der Dortmunder Skyline nach dem „Do-It-Yourself-Prinzip mit einer selbst gefertigten Schablone selbst in die Hand zu nehmen. Aus den Schablonen entsteht so live ein Schattenspielvideo, dass die ganz Nacht über auf dem Vorplatz des Dortmunder U projiziert wird“,erläuterte Mijam Gaffran (Kulturelle Bildung und Vermittlung HMKV).

 

Die U2_Kulturelle Bildung soll von 16 bis 24 Uhr unter dem Titel „Verwaldung“ das „grüne Herz“ des Dortmunder U werden.

„Die Besucher sind aufgerufen, an grünen Wollranken weiter zu häkeln, eigene Naturaufnahmen mitzubringen oder Naturstudien in Skizzen zu hinterlassen. Sie können aber auch einfach mit Kopfhörer beim Natursound entspannen“, so Mechthild Eickhoff, Leitung U2_Kulturelle Bildung.

 

Für die kleinen Besucher/innen gibt es neben speziellen Führungen ab 16 Uhr auch einige Mit-mach-Aktionen.

Von 16 bis 20 Uhr gibt es auf der U2_Kulturelle Bildung/Ebene 6 Oberlichtsaal zum Beispiel die Aktion „Moving Types- Druckwerkstatt für Kinder“.

„Hier können die Kinder sich mit unterschiedliche Materialien und Farben auf eine besondere Art den Buchstaben annähern“, erklärte Regina Selter , die stellvertretende Direktorin des MO.

 

Auch für Erwachsene gibt es Raum, sich künstlerisch auszudrücken. So gibt es zum Beispiel von 18.30 Uhr bis 22 Uhr auf der Ebene 4 den MO Kunstwerkshop

“Bodybuilding“. Dort können die Besucher faszinierende Kunstkörper kennenlernen und selbst gestalten.

 

Im Museum Ostwall auf der 4. Etage können die Besucher deren Direktor Prof. Dr. Kurt Wettengl Fragen zur Fluxus-Kunst oder anderen Themen stellen.

Dort hält Prof. Dr. Wettengl von 20 bis 21 Uhr auch eine besondere Sprechstunde unter dem Titel „Kunst und Museum: Zu Risiken und Nebenwirkungen fragen Sie….“

 

Das ist nur eine Auswahl des riesigen Angebotes.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.dortmunder-u.de oder Tel.: (0231) 50-2 47 23




MKK zeigt Fotoausstellung über rechtsextreme Gewalt

Vom 07. September bis zum 27. Oktober zeigt das Museum für Kunst und Kulturgeschichte die Ausstellung „Rechtsextreme Gewalt in Deutschland 1990 – 2013“. Gezeigt werden rund 20 Bilder des US-Fotografen Sean Gallup. Jede Fotografie wird durch einen Text Gallups begleitet.

„Eigentlich hatte Sean Gallup das Projekt schon beiseite gelegt“, erklärte Dr. Gorch Pieken, Direktor des militärhistorischen Museums Dresden. „Gallup hatte sich zunächst nur der rechtsextremen Gewalt in Ostdeutschland gewidmet, danach aber auch die Situation in ganz Deutschland dokumentiert.“ Gezeigt werden Opfer, Täter, Aussteiger. Die Vielfalt der individuellen Schicksale.

 

Traurigerweise hat Dortmund ein eigenes Kapitel in der Ausstellung. Regelmäßige Aufmärsche der Rechtsextremen, der NSU-Mord an Mehmet Kubaşik. All das hat Dortmund in ein schlechtes Licht gerückt. Die Stadt reagiert. „Für den Oberbürgermeister gehört das Thema Rechtsextremismus zu den ersten drei Punkten“, erklärte Hartmut Anders-Hoepgen, der Sonderbeauftragte des OB für Vielfalt, Toleranz und Demokratie. „Die Aktivitäten gegen rechts sind gestiegen, die Vernetzung ist breiter geworden.“

 

Dr. Gorch Pieken vom Militärhistorischen Museum Dresden vor einem Bild von Sean Gallup.
Dr. Gorch Pieken vom Militärhistorischen Museum Dresden vor einem Bild von Sean Gallup.

Die Ausstellung ist eine Leihgabe des Militärhistorischen Museums Dresden. Sie wird gefördert im Rahmen des Bundesprogrammes „Toleranz fördern – Kompetenz stärken“.
Die Dortmunder Präsentation wird gezeigt in Kooperation mit dem Respekt-Büro des Jugendamtes, der Koordinierungsstelle für Vielfalt, Toleranz und Demokratie sowie der Mahn- und Gedenkstätte Steinwache.

 

Begleitet wird die Ausstellung durch öffentliche und individuell buchbare Führungen, Workshops für Schulklassen mit Jugendlichen für Jugendliche, Lehrerfortbildung, Vortrag und Film.
Nähere Info und Anmeldung unter Telefon (0231) 50-2 60 28 und per E-Mail an info.mkk@stadtdo.de.

Zur Ausstellung erschien ein 200 Seiten umfassender Katalog im Sandstein-Verlag, der in einen Katalogteil mit den Arbeiten des Fotografen und einen Essayteil gegliedert ist. Er ist im Museumsshop für 18 Euro erhältlich.

Öffnungszeiten des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, Dortmund: Dienstag, Mittwoch, Freitag, Sonntag von 10 bis 17 Uhr, Donnerstag von 10 bis 20 Uhr, Samstag von 12 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro.




Wieder Bewegung in Sammlung Museum Ostwall

Das Museum Ostwall im Dortmunder U präsentiert nach „Museum als Kraftwerk und „Dem zweiten Blick“ ab dem 6. September 2013 wieder eine Neugestaltung seiner Dauerausstellung unter dem Titel „Anybody can have an idea“ (Ben Vautier).

Die Laufzeit beträgt ungefähr anderthalb Jahre bis zum 8. Februar 2015.

Dabei werden Arbeiten aus den Depots werden bereits bekannten Werken, Neuankäufen und Dauerleihgaben gegenübergestellt und in neue Zusammenhänge gebracht. Die Ausstellung bewegt sich zwischen klassischer Moderne und Gegenwartskunst.

„Dieses mal finden Änderungen im großen Umfang statt. Wir freuen uns über zahlreiche Neuerwerbungen aus der Sammlung Feelisch sowie Dauerleihgaben aus der Sammlung Braun/Lieff, die uns ermöglichen, unseren Schwerpunkt Fluxus noch zu vertiefen. Fluxus ist eine offene Kunst, die in Alltagszusammenhängen denkt und Zuschauer zu Akteuren macht. Kraftwerk ist der Leitgedanke und Fluxus ein Werkzeug zur Kunst-Anbindung auch junger Menschen“, erklärte der Direktor des Museum Ostwall, Prof. Dr. Kurt Wettengl.

 

Die Besucher/innen können sich zum Beispiel freuen über Happenings von Allan Kaprow, die alltägliche Handlungen erforschten, Spiele, Takato Saitos „Musik Book“, ein Buch zu Anhören statt zum Lesen, Fluxus-Publikationen sowie Multiples aus dem VICE-Versand des Verlegers und Sammlers Wolfgang Feelisch.

 

Ein weiterer Schwerpunkt ist der Expressionismus. Besonders zu erwähnen ist dabei die „Studie zum Zoologischen Garten“ (1912) von August Macke. Eine Neuerwerbung, die eine frühe Skizze zum Meisterwerk „Großer Zoologischer Garten“ von Macke zeigt. Das Werk befindet sich schon seit vielen Jahren im Museum Ostwall.

 

Die Kuratorin der Ausstellung und Leiterin der Sammlung, Dr. Nicole Grothe erläuterte: „Wir zeigen rund 420 Werke. In der 4. Etage beginnen wir mit Fluxus-Kunst und in der 5. Etage führt der Weg weiter über 60iger Jahre und zur klassischen Moderne.“

 

Das MO schlägt über den Fluxus einen Bogen vom Beginn des 20. Jahrhunderts bis zur Gegenwart.

Unter anderem ist Ferdinand Légers frisch restaurierte Mappe „la ville“ ist zum ersten mal seit 30 Jahren wieder zu sehen.

 

Öffnungszeiten des Museums Ostwall im Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse, Dortmund: Dienstag, Mittwoch, Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr, Donnerstag und Freitag von 11 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

 

www.museumostwall.dortmund.de




Malerei und Fotografie von Anke Droste

Mit der Ausstellung „a streetcar – frei II“ beschäftigt sich Droste erneut mit ihrem aktuellen Thema „Frei“. Wann ist jemand frei?
Gibt es so etwas wie absolute Freiheit überhaupt? Oder bedeutet gerade die Bindung an jemanden, frei zu werden/ frei zu sein? Die Ausstellung ist vom 07. September bis zum 21. September in der Galerie „der kunstbetrieb“ zu sehen.

Der Titel „a streetcar“ bezieht sich auf den Roman „A streetcar named desire“ (Endstation Sehnsucht) von Tennessee Williams. „Es handelt von der Möglichkeit, an einen anderen Ort zu gelangen“, sagte die Künstlerin. In ihrer Malerei ist diese Möglichkeit noch abstrahiert. Ihre Landschaftsbilder wirken verschwommen, so dass der Betrachter nur eine Ahnung davon bekommt, wo der Horizont sein könnte. Die Grenze zwischen Himmel und Erde scheint sich aufzulösen. Auflösung gedeutet als Begriff für Freiheit.

 

Mit dieser "Fahrkarte" wird die Künstlerin für ihre Ausstellung. (© Galerie der kunstbetrieb)
Mit dieser „Fahrkarte“ wirbt die Künstlerin für ihre Ausstellung. (© Galerie der kunstbetrieb)

Anders als ihre Malerei sind die Fotografien konkreter. In der 50-teiligen Arbeit „Köln-Dortmund“ dokumentiert sie ihre Reise mit dem Zug. Ihre farblich reduzierten Bilder zeigen, dass das Ziel nicht die „Endstation Sehnsucht“ ist, sondern das Reisen eine triste Angelegenheit. Das Unterwegssein als Qual, bei der man zwar schnell von A nach B gelangt, aber innerlich nicht mitkommt.

 

Das großformatige Bild „The Why are you here Café“ wurde vom gleichnamigen Roman von John Strelecky inspiriert (dt. Das Café am Rande der Welt). Äußerlich wirkt es leicht wie das bekannte Bild „Nighthawks“ von Edward Hopper, das Interieur wirkt wie aus den 50er/60er Jahren. Doch die Tatsache, dass fast auf jedem Tisch Abfall liegt, springt sofort ins Auge. Wir haben die Freiheit zu entscheiden: gehen wir dort hinein, oder nicht.

 

Was Freiheit und Gebundenheit angeht, zeigt die Bildserie „Rosenthaler Straße, Berlin“. Hier kann der Betrachter selbst entscheiden, ob die Abgebildeten „frei“ sind oder irgendwelchen Bindungen unterliegen. Bei der Serie „Münsterstraße, Dortmund“ bat Anke Droste Passanten um etwa s Zeit, ein Gedicht (Der Radwechsel von Bertold Brecht) zu lesen, einen Gedanken zu formulieren und für ein Foto. Heraus kamen Gedanken, die mit dem zuvor gelesenen Gedicht in keiner Beziehung stehen, quasi sinnFREI sind.

 

Von 1987 bis 1991 studierte Anke Droste Malerei bei Prof. Peter Schubert und Fotografie bei Dr. Ursula Tjaden. Seit 2004 lebt sie in Dortmund Hafen, wo sich auch ihr Atelier befindet. Neben Gruppen- und Einzelausstellungen u.a. in der Extremadura/Spanien, Bremen, Lübeck, Bochum und Dortmund gewann sie verschiedene Preise in den Bereichen Malerei und Fotografie.

 

Die Vernissage ist am Samstag, den 7.9.13, um 18.00 Uhr.

Eine Einführung gibt Simone Rikeit, Kunsthistorikerin, es singt belcando.

Die Ausstellung ist vom 7.9. bis zum 21.9.13 im kunstbetrieb zu sehen.

 

Der kunstbetrieb ist täglich von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr und von 15.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet, samstags von 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr.

www.derkunstbetrieb.de | Gneisenaustr. 30, 44147 Dortmund, Tel.: 0231 53 48 205

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