Malerei mit Lücken

Die Bilder von Ingo Schulze-Schnabl brauchen einen Lückenfüller.
Die Bilder von Ingo Schultze-Schnabl brauchen einen Lückenfüller.

Die Galerie Dieter Fischer im Depot Dortmund zeigt bis zum 23. Februar 2014 Werke des Künstlers Ingo Schultze-Schnabl unter dem Titel „ZusammenDenken“. Das Besondere bei Schultze-Schnabls Werken ist, das sie aus mehreren Teilen bestehen.

 

Schaut man sich die Acrylbilder von Schultze-Schnabl auf den ersten Blick an, denkt man vielleicht: Der Künstler hat ein Bild zerschnitten und als eine Art Triptychon aufgehängt mit etwas Abstand zueinander. Doch betrachtet man die Einzelbilder etwas länger, stellt man fest, so einfach ist die Sache nicht. Denn die Teile passen irgendwie nicht zusammen. Etwas fehlt. Der Betrachter muss also die Lücke selbstständig füllen.

 

Der Künstler spielt ein wenig mit den Phänomenen der optischen Täuschung. Unser Gehirn versucht die Zwischenräume, die Lücken, zu füllen und fragt sich: Was passiert in den Zwischenräumen? So betrachtet jeder eigentlich das gleiche Bild, das Gehirn füllt aber die Lücken individuell aus. So bildet Sehen, Finden, Formen die Art des Betrachtens.

 

Die Galerie Dieter Fischer öffnet donnerstags von 16 bis 20 Uhr und nach Vereinbarung mit dem Kurator Hartmut Glöger. Auch am Nachtflohmarkt am 15. Februar ist die Galerie von 17 bis 24 Uhr geöffnet. Die Finissage findet am 23. Februar von 15 bis 18 Uhr statt.

 

Mehr Informationen: www.galerie-dieter-fischer.de

Ingo Schultee-Schnabl, #716, o.T. (Konstruktion über Formen II., 3-tlg. je 120 x 40) Acryl/Leinwand, 2012
Ingo Schultze-Schnabl, #716, o.T. (Konstruktion über Formen II., 3-tlg. je 120 x 40) Acryl/Leinwand, 2012

Ingo Schultze-Schnabl, #31 Zeitfenster (6-tlg, je 20x20), Acryl/Papier auf Holz, 2003
Ingo Schultze-Schnabl, #31 Zeitfenster (6-tlg, je 20×20), Acryl/Papier auf Holz, 2003

 




Kieler Monat im Künstlerhaus

Ute Diez, "Deine Gedanken gehören der Gemeinschaft", 2013, Lichtinstallation und Schriftzeichnung auf Wand.
Ute Diez, „Deine Gedanken gehören der Gemeinschaft“, 2013, Lichtinstallation und Schriftzeichnung auf Wand.

Fast einen Monat lang, vom 24. Januar bis zum 23. Februar 2014 zeigt das Künstlerhaus die Ausstellung „Im Kielwasser“. In einer Zusammenarbeit mit dem Kunstverein Haus 8 e.V. in Kiel präsentieren 13 Künstler aus dem hohen Norden ihre Arbeiten in Dortmund. Danach werden Dortmunder Künstler in Kiel zu sehen sein. Ein kleiner Ausschnitt aus der Ausstellung.

 

Gleich zu Beginn der Ausstellung trifft der Besucher auf die Lichtinstallation „Deine Gedanken gehören der Gemeinschaft“. Aus der Ferne scheint es sich um eine Zeichnung zu handeln, geht man jedoch genauer hin wird ein Text erkennbar. Aus den kalligrafischen Zeichen ist einerseits eine Waschkaue oder einen Umkleidekabine samt künstlicher Heizung erkennbar, die Textgrundlage bildet Aristoteles‘ Gedanken über die Freundschaft.

 

Einige Künstler aus Kiel haben auch – naheliegenderweise – Werke mitgebracht, die maritime Themen zeigen. Wie beispielsweise die Installation „Gezeiten“ von Zuzana Hlinakova, deren geschnittene Findlinge wie bei Flut gerade mal eben sichtbar sind.

 

Ein riesiges Fernrohr hat Anka Landtau mitgebracht. Ihre Arbeit „Ein kleiner Matrose“ lädt den Besucher ein, durch das Fernrohr zu schauen, das ein wichtiges Instrument für die Seeleute ist. Gefährliche Klippen, andere Boote und natürlich das Ufer sind wichtige Marken im Leben eines Seemanns.

 

Nicht mit Kiel, aber mit Island beschäftigen sich die Tuschearbeiten von Elke Schweigart. Hier stehen die Landschaftsformen im Mittelpunkt, die stark abstrahiert sind und skizenhaften Charakter haben.

 

Tamer Serbay zeigt im Keller unter dem Titel „Moin, moin! Weg damit“ fluoreszierende „Brennelemente“. Künstlerisch wird so die Frage gestellt: Wohin mit dem Atommüll, der Jahrtausende weiterstrahlt.

Im Keller des Künstlerhauses ist eine Arbeit zu sehen, die beim Betrachter leichtes Frösteln hervorrufen könnte. Birgit Saupes „Laboratorium“ setzt sich mit einem Experiment auseinander, das 1940 in der Sowjetunion durchgeführt wurde. Die Blutzirkulation sowie die Herz- und Lungenfunktion eines verstorbenen Hundes sollte durch eine Maschine weiter aktiviert bleiben.

 

Eine „Tränenmelkmaschine“ konstruierte Anke Müffelmann. Ihrer Installation ging ein Traum voraus, in dem sie träumte, dass Frauen ihre Tränen „gemolken“ werden, um sie als Arznei für Männer zu benutzen. Sie beschäftigt sich in ihren Arbeiten mit der gesellschaftlichen Realität von tief sitzenden Rollenklischees.

 

Das immer drängender Problem der Umweltverschmutzung in Asien zeigt Kerstin Mempel. In ihrer Zeichnung „steam asian 1“ fahren zwei Asiaten auf einem Motorrad mit einem riesigen schwarzen Schornstein durch die Gegend.




Stille im Bild gefangen

Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt Fotografien von Walter Sack (hier im BIld).
Das Museum für Kunst und Kulturgeschichte zeigt Fotografien von Walter Sack (hier im BIld).

Die Ausstellung „Gesehene Stille“ von Walter Sack zeigt im Museum für Kunst und Kulturgeschichte bis zum 30. März zwanzig großformatige Landschaftsfotografien des Künstlers. Die Eröffnung findet am 25. Januar 2014 um 19 Uhr statt.

 

Die Stille in den Fotografien von Walter Sack ist beinahe sichtbar. Seine Landschaftsbilder strahlen eine fast schon majestätische Ruhe aus. Farblich reduziert, wirken sie wie monochrome Gemälde, in denen eine oder maximal zwei Farben dominieren. Heraus kamen Fotografien, die nicht eine Landschaft in den Mittelpunkt stellen, sondern das Gefühl der Stille vermitteln. Von der Kamera bis zur Bildbearbeitung benutzt Sack analoges Material.

 

Für seine Fotografien nahm Sack große Mühen auf sich. Seine Fotoausrüstung mit Großbildkamera, Objektiven und Stativ wog um die 45 Kilogramm. Diese Equipment schleppte der Künstler durch die Wüste, zu Gletschern oder ins Watt. Um dann, Stunden oder manchmal Tage auf den richtigen Moment zu warten, auf das richtige Licht, das richtige Leuchten der Farben oder das verschwinden des Horizonts. „Als ich in den 70ern ‚The dark side of the moon‘ von Pink Floyd hörte, hatte ich das Bild eines von Licht durchfluteten Gletscher im Kopf“, erzählte Sack. „Dafür bin ich 14 Tage mit einem Kamera einen Berg hoch marschiert.“

 

Walter Sack wurde 1939 in Köln geboren und lebt heute in der Nähe von Hagen. Sack lehrte an der Bayerischen Staatslehranstalt für Photographie in München und von 1897-2005 als Professor für Fotografie an der Fachhochschule Dortmund.

 

Öffnungszeiten des Museums für Kunst und Kulturgeschichte, Hansastraße 3, Dortmund: Di, Mi, Fr, So: 10 bis 17 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr, Sa 12 bis 17 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro, Eintritt frei unter 18 Jahren.




Erster MO Kunstpreis geht an Geoffrey Hendricks

Das ausgezeichnete Werke von Geoffrey Hendricks „A ladder for Al to climb into the night“,1995
Das ausgezeichnete Werke von Geoffrey Hendricks „A ladder for Al to climb into the night“,1995

Der New Yorker Fluxus-Künstler Geoffrey Hendricks erhält am 06. März den MO Kunstpreis „Follow me Dada und Fluxus“. Aus einem Kreis von 14 Künstlerinnen und Künstler wählte die Jury Hendricks für sein Werk „A ladder for Al to climb into the night“ aus dem Jahre 1995, das aus 10 Aquarellen von nächtlichen Himmelsansichten besteht, die sich zwischen den Sprossen einer Holzleiter befindet. Der Kunstpreis soll jährlich vergeben werden und ist mit 10.000 € dotiert.

Hendricks ist in den 50er Jahren mit Fluxus in Berührung gekommen, hat sich aber seinen eigenen Weg gesucht. „Sein Schlüsselthema ist ’sky“‘, erklärte Museumsdirektor Kurt Wettengl. „Dabei steht ’sky‘ im Gegensatz zu ‚heaven‘.“ Ähnlich wie John Lennon in „Imagine“ singt: „Imagine there’s no heaven, above us only sky.“ Im Deutschen ist diese Trennung zwischen dem Himmel im meteorologischen und mystischen Sinne nicht gegeben.

Andere Begriffe, die in Hendricks Schaffen auftauchen sind: Queerness, Fluxus und Nature. Der offene Himmel gilt ihm als Sinnbild für Freiheit.

 

Der Festakt zur Preisübergabe an Geoffrey Hendricks findet am 06. März 2014 im Museum Ostwall statt. Der Preis wir durch den Schirmherren, Kulturdezernent Jörg Stüdemann und dem Laudator Bazon Brock übergeben.Der Künstler wird bei der Preisübergabe zugegen sein.

Ab dem 08. Mai 2014 wird „A ladder for Al to climb into the night“ zusammen mit anderen Werken des Künstlers als 10. Ausstellung der Reihe „MO Schaufenster“ im Museum Ostwall zu sehen sein.




Zeichnungen von Herrn Beckmann im Museum Ostwall

Matthias Beckmann zeichnete Innen -und Außenansichten des Dortmunder U.
Matthias Beckmann zeichnete Innen -und Außenansichten des Dortmunder U.

Das Museum Ostwall zeigt vom 17. Januar bis zum 27. April die Ausstellung „Matthias Beckmann – Herr Beckmann zeichnet“ im Schaufenster auf der 4. Etage. Im Herbst 2013 fertigte Beckmann knapp 100 Bleistiftzeichnungen an, die die Entwicklungen im und um das Dortmunder U deutlich machen.

 

Für mehrere Tage war Matthias Beckmann unsichtbar und dennoch sichtbar. Sitzend auf seinem Angelklappstuhl zeichnete der Künstler nicht nur das Gebäude, sondern auch die Besucher. Seine 93 Zeichnungen sind chronologisch gehängt. Er beginnt mit den Außenansichten des U, um dann in die einzelnen Etagen zu gehen und zu beobachten. Die Zeichnungen haben teilweise einen dokumentarischen Charakter, andere wiederum sind skizzenhaft oder reduziert. Beckmann arbeitete bei seinen Zeichnungen nicht mit Fotografien. „Wenn ich nach Fotos zeichne, fehlt irgendwie der Spaß“, so der Künstler. „Auf Fotos bleibt beispielsweise einiges unscharf, ich zeichne lieber mit dem bewegten Auge.“

 

Beim Betrachten seiner Zeichnungen merkt man auch, dass das U ein belebter Raum ist. Beispielsweise wenn Kinder oder Jugendliche vor verschiedenen Kunstwerken zu sehen sind. Beckmann hat sich durch alle Etagen des U gezeichnet, daher ist nicht nur das Museum Ostwall zu sehen, sondern beispielsweise auch die Etagen des Hartware Medienkunstvereins oder das Restaurant „View“ auf der 7. Etage.

 

Während einige Zeichnungen skizzenhaft geblieben sind, bieten andere wiederum einen großen Detailreichtum. So zeichnete er selbst die Aufkleber an Ampelmasten oder das Unkraut, das durch den Asphalt wächst.

 

Die Freunde des Museum Ostwalls haben etwas Besonderes vor: Alle 93 Zeichnungen von Matthias Beckmann über das Dortmunder U werden in einem Buch veröffentlicht. Dieser Bildband soll als Eröffnungsgeschenk für den angekündigten Museumsshop zur Verfügung gestellt werden.

 

Beispiel einer Zeichnung von Matthias Beckmann.
Beispiel einer Zeichnung von Matthias Beckmann.

Matthias Beckmann wurde 1965 in Arnsberg geboren. Heute lebt und arbeitet er in Berlin. Ein Schwerpunkt seiner künstlerischen Arbeit sind zu Bildfolgen zusammengesetzte Bleistiftzeichnungen.
Der Künstler studierte von 1984 bis 1990 an der Kunstakademie Düsseldorf; 1989 war er Meisterschüler von Prof. Franz Eggenschwiler. Von 1990 bis 1992 absolvierte er ein Aufbaustudium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart. Seit 1995 ist er Teil der Künstlergruppe „Die Weissenhofer“. Die Werke Matthias Beckmanns waren in zahlreichen Einzel- und Gruppenausstellungen zu sehen. Im Jahr 2010 wurde er mit dem Albert-Stuwe-Preis für Zeichnung ausgezeichnet.

Öffnungszeiten des Museums Ostwall im Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse, Dortmund: Dienstag, Mittwoch, Samstag und Sonntag von 11 bis 18 Uhr, Donnerstag und Freitag von 11 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

www.museumostwall.dortmund.de




Einblicke zeigt Ankäufe des Jahres 2013

Zu sehen im Torhaus Rombergpark vom 12. Januar bis 02. Februar 2014: Dorothe Kröger, Feuerball, 2012.
Zu sehen im Torhaus Rombergpark vom 12. Januar bis 02. Februar 2014: Dorothe Kröger, Feuerball, 2012.

Das Kulturbüro Dortmund kauft seit fast 60 Jahren Werke heimischer Künstlerinnen und Künstler an. Eine große Auswahl der Einkäufe von 2013 zeigt die städtische Galerie im Torhaus Rombergpark vom 12. Januar bis zum 02. Februar 2014 unter dem Titel „Einblicke“.

 

„Der Ankauf ist eine wichtige Fördermaßnahme“, erklärte Katrin Gellermann vom Kulturbüro. Mit einem Etat von 25.000 € wurden Werke von 39 Künstlerinnen und Künstlern gekauft. „Die Grundbedingung für einen Ankauf ist die künstlerische Qualität“, so Gellermann weiter. In einer 10-köpfigen Kommission wird entschieden, welche Werke angekauft werden.

 

Die Auswahl der Kommission zeigt ein breites Spektrum künstlerisches Schaffen. Angefangen von Malerei über Skulpturen bis hin zu Fotografien präsentiert die Ausstellung das breite Schaffen Dortmunder Künstlerinnen und Künstler.

 

Was passiert mit den Werken? Sie kommen ins städtische Kunstarchiv, um von dort an städtische Organisationen wie etwa Schulen verliehen zu werden. So können die Kunstwerke in neuen Kontexten erlebt werden.

Eine kleine Auswahl von Kunstwerken:

Georg Heidingsfelder, Klischee
Georg Heidingsfelder, Klischee

Rafael Campana Ochoa, Spaziergang in der Sonnenfinsternis
Rafael Campana Ochoa, Spaziergang in der Sonnenfinsternis

Detail der Skulptur "Paar" von Bernd Moenikes
Detail der Skulptur „Paar“ von Bernd Moenikes

Robert Evangelisto, Jonas
Robert Evangelisto, Jonas

Detail der Skulptur "Einradfahrer" von Udo Unkel.
Detail der Skulptur „Einradfahrer“ von Udo Unkel.

 

 

 

 




Artothek zeigt Afropressionismus

Die Künstlerin Hadijah Nassanga zeigt Bilder aus ihrem Herkunftsland Uganda mit einer expressionistischen Note.
Die Künstlerin Hadijah Nassanga zeigt Bilder aus ihrem Herkunftsland Uganda mit einer expressionistischen Note.

Vom 07. Januar bis zum 18. Februar 2014 zeigt die Artothek der Stadt- und Landesbibliothek Dortmund Arbeiten von Hadijah Nassanga unter dem Titel „Die Stimmen Bagandas“. Die aus Uganda stammende Künstlerin wurde stark von Emil Nolde beeinflusst, so dass aus dem Expressionismus sowie den Farben und Themen Afrikas eine Art Afropressionismus entstanden ist.

 

Schon früh fing Nassanga mit der Kunst an. Seit der Grundschule in Uganda, als sie spielerisch ihre ersten Gehversuche machte, ließ sie die Kunst nicht los. Dazu gesellte sich der Tanz. „Beim Tanzen fühle ich mich frei“, so die Künstlerin. „auch beim Malen empfinde ich Freiheit.“

 

Ihr Vorbild in künstlerischer Hinsicht ist Emil Nolde. Von ihm hat Nassanga neben der expressionistischen Sicht auch die kräftige Farbwahl übernommen. Die afrikanische Farben Rot, Grün und Gelb dominieren in ihren Bildern, die das Leben in den Dörfern Ugandas zeigt. Doch neben der Kultur steht auch das soziale Leben in Uganda im Vordergrund. „Die Frauen sind modern geworden. Beispielsweise gehen sie öfter arbeiten“, erklärte Nassanga. Das führt im traditionellen Leben durchaus zu Konflikten, denn in Uganda ist es normal, wenn der Mann für die Familie sorgt. Auch diese Problematik zeigt die Künstlerin in ihren Bildern.

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Hadijah Nassanga ist mit neun Jahren nach Deutschland gekommen. „Wenn ich Bilder male, fühle ich mich ugandisch, wenn ich hier Freunde treffe und mich wohlfühle, fühle ich mich hier zu Hause“, beschreibt sie ihre Gefühlswelt zwischen Uganda und Deutschland.

 

Zur Zeit ist die Malerei ein Hobby, doch die Künstlerin hofft, dass sie es in Zukunft schafft, sich als Künstlerin zu etablieren.

 

Die Öffnungszeiten in der Artothek sind dienstags und freitags von 10 bis 19 Uhr.




Eine Sammelausstellung zur Winterzeit

Ein Flügelwesen von Almut Rybarsch-Tarry. Zu sehen in der Galerie "der kunstbetrieb".
Ein Flügelwesen von Almut Rybarsch-Tarry. Zu sehen in der Galerie „der kunstbetrieb“.

Die Galerie „der kunstbetrieb“ in der Gneisenaustraße 30 hat im Galeriearchiv gekramt und aus dieser Sammlung eine kleine Ausstellung gezaubert. Unter dem Titel „Mitten im kalten Winter“ zeigen Thomas Paul, Paola Manzur, Mathes Schweinberger, Anne Jannick, Artur A. Wojtczak, Almut Rybarsch-Tarry, Sylvia Reuße, M. T. Ghorbanali und Anke Droste. Die Ausstellung umfasst Bilder, Zeichnungen und Skulpturen.

 

Darüber hinaus gibt es etwas Besonderes: Zum ersten Mal gibt „der kunstbetrieb“ unter dem Namen „kube-edition“eine eigene Edition heraus. Es ist ein Kompendium, das das Projekt „51+ Positionen – sah ich , als ich sehn anfing“ präsentiert und dokumentiert.

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Dauer der Ausstellung: 14.12.2013 bis 18.1.2014
Öffnungszeiten: mo-fr: 11.00 Uhr – 13.00 Uhr, 15.00 Uhr – 18.00 Uhr
sa: 11.00 Uhr – 13.00 Uhr, sowie nach Vereinbarung




Besonderer Blick auf Metropolen

Patricia Cabaleiro (links) mit einem Bild aus Singapur neben Britta Hagemann mit einem Bild aus Zürich vor einem großformatigen Werk aus Dortmund.
Patricia Cabaleiro (links) mit einem Bild aus Singapur neben Britta Hagemann mit einem Bild aus Zürich vor einem großformatigen Werk aus Dortmund.

Vom 04. bis 08. Dezember zeigen die beiden Künstlerinnen Patricia Cabaleiro und Britta Hagemann im Depot Dortmund unter dem Titel „Cities of our world: The Ruhrgebiet Series“ ihren Blick auf Dortmund und das Ruhrgebiet. Neben den großformatigen Arbeiten sind auch noch kleinere Werke aus Zürich und Singapur zu sehen. Was verbindet diese Metropolen, was unterschiedet sie?

 

Die bekannten Sehenswürdigkeiten sieht man bei den Arbeiten von Cabaleiro und Hagemann vergeblich.  Das wäre auch nie ihre Intention, versicherten die beiden Künstlerinnen. Sie lassen lieber ihren Blick auf andere Dinge schweifen. Interessante Ecken, bemerkenswerte Architektur, Street-Art, all das steht stärker im Fokus. Auch wenn sich auf einem Bild das Dortmunder U (samt Bierglas) verirrt.

 

Bei den Künstlerinnen herrscht strikte Arbeitsteilung: Hagemann ist die Fotografin und Cabaleiro ist die Malerin, die den Fotocollagen einen besonderen Touch gibt. Dennoch ist das Projekt „Cities of our world“ ein gemeinsames. Kennengelernt haben sich die Deutsche und die Brasilianerin im asiatischen Singapur durch ihre Söhne, die auf die gleiche Schule gingen. Beide sind wegen der Arbeit ihrer Männer dorthin gezogen, Britta Hagemann ist mittlerweile in Zürich gelandet. Ein bis zweimal im Jahr treffen sich die beiden, um dann an dem Projekt weiterzuarbeiten.

Eine Besonderheit des Projektes: Es werden Städte porträtiert, zu denen die beiden Künstlerinnen einen Bezug haben: In Singapur haben beide gelebt, in Zürich wohnt Hagemann momentan und es gibt bei beiden einen gewissen Dortmund-Bezug: Hagemann ist dort aufgewachsen und Cabaleiro hat in Münster studiert und in Brilon gelebt. Eine weitere Besonderheit: Es werden Bilder aus den anderen Städten bei neuen Ausstellungen mitgenommen und präsentiert. So entsteht eine Sammlung aus unterschiedlichen Stadtbildern aus verschiedenen Kontinenten.

 

Die spannende Frage ist ja, was unterschiedet die Metropolen Singapur, Zürich und Dortmund (als hauptsächlicher Repräsentant des Ruhrgebiets) voneinander: „Singapur ist wärmer“, so Cabaleiro, „Zürich ist sachlicher, klassisch und elegant.“ Interessant ist das, was die Künstlerinnen über Dortmund sagen. „Industriell geprägt, bodenständiger, spielerischer“, meinte Hagemann. „Realistischer“, empfand Cabaleiro die Stadt.

 

Wem ein Motiv so gut gefällt, dass er es nach Hause nehmen möchte: Die beiden Künstlerinnen drucken von jedem Motiv acht in mittlerer Größe auf Leinwand und 16 in kleiner Größe auf Künstlerpapier.

 

Das Projekt von Patricia Cabaleiro und Britta Hagemann ist ständig am wachsen. Es sollen nicht nur weitere Städte hinzukommen wie Tokyo, London, Boston oder New York, sondern das Ruhrgebiet wird weiter künstlerisch erforscht. So sollen unter anderem Kioske, das Essen im Ruhrgebiet und der allgegenwärtige Fußball thematisiert werden.

 

Wer mehr über das Projekt erfahren möchte, kann das unter http://www.cw-art.com/ (Englisch) tun.

„Cities of our world: The Ruhrgebiet Series“
Patricia Cabaleiro und Britta Hagemann
vom 04.12.2013 bis 08.12.2013
Depot Dortmund, Immermannstraße 29, 44147 Dortmund.




Ein begehrtes Objekt

Präsentierten den neuen Kunstkalender "Grafik aus Dortmund 2014": (hintere Reihe v.l.n.r.) Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Uwe Samulewicz (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dortmund), Kathrin Gellermann (Kulturbüro), Marion Edelhoff (Kulturverein Dortmund); (mittlere Reihe v.l.n.r.) Bürgermeister Manfred Sauer, Alexander Pohl (Künstler); (vordere Reihe v.l.n.r.) Beate Bach, Marta Colombo, Barbara Hein-Dadfar und Brigitte Bailer (Künstlerinnen)
Präsentierten den neuen Kunstkalender „Grafik aus Dortmund 2014“: (hintere Reihe v.l.n.r.) Oberbürgermeister Ullrich Sierau, Uwe Samulewicz (Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Dortmund), Kathrin Gellermann (Kulturbüro), Marion Edelhoff (Kulturverein Dortmund); (mittlere Reihe v.l.n.r.) Bürgermeister Manfred Sauer, Alexander Pohl (Künstler); (vordere Reihe v.l.n.r.) Beate Bach, Marta Colombo, Barbara Hein-Dadfar und Brigitte Bailer (Künstlerinnen)

Er wird nur in einer Auflage von 500 Exemplaren gedruckt und jeder einzeln handsigniert und nummeriert von den beteiligten Künstlern. Der neue Kunstkalender „Grafik aus Dortmund 2014“ wird schon zum 38. Mal von der Sparkasse Dortmund finanziert und in Kooperation mit dem Kulturbüro Dortmund, den Dortmunder Kunstverein e.V. mit der Druckerei Klenke GmbH herausgegeben.Traditionell übergab heute Uwe Samulewicz, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse den handsignierten Kalender Nr. 1 an Oberbürgermeister Ullrich Sierau. „Das ist ein sehr begehrtes Produkt und ein guter Botschafter für Dortmund“, so Sierau. Samulewicz freute sich besonders über die über eine so lange Zeit gehende wunderbare Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern und den Künstlern. Der Kalender beinhaltet je zwei Grafiken von sechs Dortmunder Künstler/innen. „Die ausgesuchten Grafiken passen ausgezeichnet zu den jeweiligen Monaten“, erklärte Samulewicz.

 

Eine Jury, zusammengesetzt unter anderem aus Vertretern des Dortmunder Kulturbüros (der vor kurzem ausgeschiedene langjährige Leiter des Dortmunder Kulturbüros Michael Hoppe), Bürgermeister Manfred Sauer, Marion Edelhoff vom Kunstverein Dortmund oder etwa Uwe Samulewicz für die Sparkasse trafen die Auswahl. Grundlage dafür war die Ausstellung „Grafik in Dortmund“ vom 7. bis 27. Juni 2013 in der Berswordt-Halle, Dort wurde einer breiten Öffentlichkeit die große Bandbreite von Grafiken Dortmunder Künstler gezeigt . Zu sehen waren je zwei Werke von 48 Künstlerinnen und Künstlern.

 

Da fiel die Auswahl schwer. Am neuen Kunstkalender „Grafik aus Dortmund 2014“ sind mit je zwei Arbeiten zum ersten Mal beteiligt: Beate Bach, Brigitte Bailer, Marta Colombo und Barbara Hein-Dadfar. Schon zum dritten Mal mit zwei Grafiken vertreten sind dagegen Alexander Pohl und Dirk Pleyer. Für Marion Edelhoff vom Kunstverein Dortmund e.V. war auch das gegenseitige Kennenlernen von großer Bedeutung.