Eine Ausstellung zum Entdecken und Erleben

Imposantes Werk. Die 5 Meter hohe "Bärarmierung" (Bonnell-federkerne, lack, Betonstützen) aus dem Jahre 2014 von Winter/Hörbelt.
Imposantes Werk. Die 5 Meter hohe „Bärarmierung“ (Bonnell-federkerne, lack, Betonstützen) aus dem Jahre 2014 von Winter/Hörbelt.

Eine Kunstausstellung, in deren Exponate man sich hinlegen, darauf wippen oder gar schaukeln kann? Ungewöhnlich, aber nicht für das Museum Ostwall. Denn vom 5. April bis zum 28. September 2014 wird in der sechsten Etage des Dortmunder U „Körpermaumau“ gezeigt, eine Ausstellung mit Werken von Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt. Die Ausstellung kreist um die Themen Raum, Körper und Spiel.

 

Bei bildhauerischen Arbeiten geht es um die Beziehung zwischen Körper und Raum. Auch die Werke von Winter/Hörbelt stellen sich dieser Aufgabe, doch beide Künstler haben etwas Besonderes: Sie arbeiten mit industriell hergestellten Materialien. So wird aus unzähligen Getränkekisten eine Röhre, in die sich der Besucher sogar hineinlegen kann. Oder aus ehemaligen Straßenschildern Matratzenfederkernen wird eine begehbare Plattform, die durch das Gewicht der Besucher auch Klänge erzeugt. „Sie haben der Massenkultur ein Denkmal gesetzt“, so Prof. Kurt Wettengl, der Direktor des Museum Ostwall.

 

Neben der reinen ästhetischen Betrachtung gegen Winter/Hörbelt einen Schritt weiter, denn die Ausstellungsbesucher können die Skulpturen und Installationen aus selbst erleben. Die Schaukel steht bereit beim „Modell für einen Pavillion/Pendelplattform“, die begehbare „Kabine Bonnell“ wird durch Matratzenfederkerne geformt oder die „Plattform Beton“, die durch das Betreten in Schwingung gerät.

 

Doch es gibt auch Werke, die eher klassisch gedacht und nicht zum Betreten gedacht sind wie die „Sieben Atzeken als Stehaufmännchen“, die aus einer Grundform bestehen, aber von den Künstlern variiert wurde. Nach dem Abgussverfahren hergestellt, stellen sie den Betrachter die Frage von Identität und Ähnlichkeit. Sehr figurativ ist das Werk „Bärenarmierung“. Der fünf Meter hohe Bär besteht aus Matratzenfederkernen und ist nicht begehbar.

 

Seit 1992 arbeiten Wolfgang Winter und Berthold Hörbelt unter dem Namen Winter/Hörbelt zusammen. Im Eingangsbereich des Dortmunder U steht seit 2012 der „Quintenzirkel“.

 

Das Begleitprogramm beinhaltet Kurator/inn/enführungen, öffentliche Führungen, Sonderführungen zum Internationalen Museumstag, zur Extraschicht und zur Museumsnacht, Kunstworkshops für Schulklassen, Didaktik-Workshops für Pädagoginnen und Pädagogen

Infos und Anmeldungen zu allen Veranstaltungen: Tel. 0231 / 50 25 236 oder 50 27 791 oder mo.bildung@stadtdo.de




Arbeiten zwischen Positiv und Negativ

Richard A. Cox zwischen zwei seiner Skulpturen.
Richard A. Cox zwischen zwei seiner Skulpturen.

Die städtische Galerie Torhaus Rombergpark zeigt vom 6. Bis zum 27. April die Ausstellung „Variations“ von Richard A. Cox. Der Künstler zeigt eine kleine Auswahl von Werken, die in den letzten Jahren entstanden sind. Dabei ist seine visuelle Vorlage, eine Gruppe tanzender Mädchen, eine Vorlage, die ihn immer wieder inspiriert hat.

 

Cox ist gleichfalls interessiert an den fließenden Bewegungen der Frauen, wie an dem Zwischenraum, der dabei entsteht. Wie bei einem Barcode, der aus Strichen und Leere entsteht. „Ein Barcode ist nur deshalb lesbar, weil es dieses Wechselspiel gibt“, so der Künstler. Fasziniert hat ihn die weibliche Form, die kurvenreiche Figur von einem Wandbild im Tempel von Dionysos im archäologischen Museum in Neapel. „Frauen haben einen Draht zur rhythmischen Bewegung“, meint Cox, „während Männer eher über Stiere springen.“

 

Dennoch wirken die Werke nicht monoton, sondern es gibt eine breite Varianz. Vor allem auch deshalb, weil Cox mit unterschiedlichsten Materialien arbeitet. So sind Arbeiten aus Stahl, Acryl, Lichtboxen oder mittels eines Computers bearbeitete Grafiken zu sehen. „Der Computer ist ein Werkzeug wie ein Bleistift“, so der Künstler. In seinen Skulpturen definiert sich die Form auch durch einen Negativraum. So wird es zu einem Barcode des Sehens. Cox arbeitet gerne mit Metall. „Stein oder Holz ist nicht so mein Ding“, erklärte der Künstler.

 

Richard A. Cox ist in Nordengland geboren und arbeitet in Soest. Er hat ein Studium der Malerei, Bildhauerei und Freien Grafik absolviert.

 

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 6. April 2014 um 11:00 Uhr eröffnet. Die Öffnungszeiten der Galerie Torhaus Rombergpark ist dienstags bis samstags von 14 bis 18:00 Uhr und sonntags und feiertags von 10:00 bis 18:00 Uhr. Der Eintritt ist frei.




Kostenloser Energie Hotspot im City-Zentrum

Nicht nur ein einfacher Stein, er besitzt viele Sonderfunktionen. (Foto: © Peyman Azhari)
Nicht nur ein einfacher Stein, er besitzt viele Sonderfunktionen. (Foto: © Peyman Azhari)

In der Bibel konnte Moses aus einem Stein Wasser hervorsprudeln lassen. In unserer modernen Zeit kommt Strom und WLAN aus einem Stein. Ein großer Kunstfelsen mit einem Windradmast und zwei Solarpanelen, liefert mitten in unserer Stadt kostenlose Energie für alle und betreibt zudem einen Router, der offenes WLAN bietet. Das klingt zunächst etwas abenteuerlich. Zwei Künstlerduos haben nun in einem zweijährigem Prozess diese partizipatorische Skulptur als neues multifunktionales Kunstwerk im im öffentlichem Raum der Dortmunder Innenstadt geschaffen. Es befindet sich direkt gegenüber vom Modehaus Boecker in der Kampstr./Ecke Hansastr..

Der „Stein mit Vollausstattung: Energie für alle“ ist ein Ergebnis der Zusammenarbeit mit den vier Künstlern. Zu den Beteiligten gehören Lutz-Rainer Müller (Leipzig) und der Norweger Stisan Ẳdlandsvik sowie die Düsseldorfer Künstler Thomas Woll und Mark Pepper.
Pepper verriet bei der heutigen Einweihung des „Steins mit Vollausstattung“: „Leider wurden wir bei unserem Vorhaben nicht besonders unterstützt. Eigentlich wollten wir die RWE mit ins Boot nehmen. Sie glaubte aber nicht an das Projekt und hatte wohl auch keine Lust auf freien Strom für alle. Wir haben jetzt den Beweis angetreten, das es möglich ist.“

Ob Laptop, Toaster oder  Rasierer: Strom aus dem Stein. (Foto: © Peyman Azhari)
Ob Laptop, Toaster oder Rasierer: Strom aus dem Stein. (Foto: © Peyman Azhari)

Der Strom aus der aus dem Windrad und den Solarpanelen geht über Akkus zu dem Kunststein. An dem Stein befinden sich 5 Steckdosen ein Router und drei Schließfächer, die mit einem Pfand von zwei Euro kostenlos nutzbar sind. „Wenn die Passanten ihr Handy aufladen wollen oder ihr Laptop einschließen, können sie dies hier bequem machen und in Ruhe shoppen gehen. Sollte der Fall eintreten, das jemand seinen Schlüssel verliert, kann er zum Dortmunder Kunstverein in der Hansastr. 2-4 hier in der Nähe vorbeikommen. Hier haben wir Ersatz-Schlüssel.“
Man kann den Kunstfelsen als einen beliebten Treffpunkt mit WLAN- Zugangsmöglichkeit nutzen, seine Haare mit dem Fön trocknen, einfach ein paar Brotscheiben in den Toaster schmeißen, und noch vieles mehr.

Die Skulptur ist ein Sinnbild für die Nutzung des öffentlichen Raumes als Ort der Kommunikation und ein wichtiger Beitrag zur Diskussion rund um wichtige Themen wie erneuerbare Energien und der kostenlosen Nutzung des Internets für jedermann. Der Standort im Herzen unserer Stadt ist dafür ideal gewählt und wird sich hoffentlich auch als ein Treffpunkt zur Muße und Reflexion für die Menschen hier durchsetzen.




Tänzer als kalligrafische Elemente

Wirken fast wie Schriftzeichen: Die Tänzerinnen und Tänzer in der Interpretation der Künstlerin.
Wirken fast wie Schriftzeichen: Die Tänzerinnen und Tänzer in der Interpretation der Künstlerin.

In der Ausstellung „Légèreté inspirante“ (inspirierende Leichtigkeit) zeigt die Künstlerin Sarah Jil Niklas bis zum 30. April 2014 im Ballettzentrum Dortmund im Westfalenpark großformatige Werke auf Stoff.

 

Es scheint fast, als ob die abgebildeten Tänzerinnen und Tänzer kalligrafische Zeichen sind. In ihren tänzerischen Posen wirken sie beinahe wie chinesische Schriftzeichen. Das macht die Kunst von Sarah Jil Niklas bemerkenswert. Die Bewegung erstarrt in einer Tanzfigur und die dargestellten Tänzerinnen und Tänzer sind auf ihren Ausdruck reduziert.

 

Eine weitere Reduktion ist die Farbgebung. Denn ihre Werke kommen ohne Farbe aus und wirken wie von unzähligen Stempeln erschaffen. Ihre Leichtigkeit gewinnen die Werke von Niklas dadurch, dass sie an riesigen halbtransparenten Stoffbahnen hängen. Durch die Bewegungen des Windes fangen auch die Stoffbahnen an, sich zu bewegen und somit die abgebildeten Tänzerinnen und Tänzer.

 

Die Ausstellung ist kostenlos im Ballettzentrum Westfalen, Florianstraße 2 im Westfalenpark (Nähe Florianturm) zu besuchen (Öffnungszeiten: Di – Fr:10 – 18 Uhr | Sa: 12 – 18 Uhr).




Die Offenen Ateliers bleiben ohne Sponsorennamen

Zunächst war es ein positives Signal für die Dortmunder Szene der bildenden Künstler: Die „Offenen Ateliers“ sollen auch 2014 stattfinden. (https://ars-tremonia.de/offene-ateliers-stehen-in-den-startloechern/) Für Irritationen unter den den Dortmunder Künstlerinnen und Künstler sorgte die Ankündigung der Organisatoren der „Offenen Ateliers“, dass die Veranstaltung künftig nach dem Hauptsponsor „audalis offene Ateliers 2014“ heißen sollen. Doch gegen diese – für manche zu starke – Kommerzialisierung, regte sich Widerstand. Die Künstlerin Karin Jessen veröffentlichte dazu einen Offenen Brief. Die neueste Entwicklung: Jetzt hat sich audalis bereiterklärt, auf die Namensnennung zu verzichten, bleibt aber der Veranstaltung als Sponsor erhalten. Nun sind die Künstlerinnen und Künstler am Zug, die Anmeldefrist wurde bis zum 25. März verlängert. Ars tremonia sprach mit Karin Jessen und dem Organisator Axel Schöber.

 

„Sind wir, als Künstler/innen, jetzt von der Wirtschaft eingekauft worden“, fragte Karin Jessen am 14. März in ihrem Offenen Brief. Sie habe sehr viel positive Resonanz erhalten, „einen Strom von Zustimmung“ von Künstlerseite, die unter diesen Umständen der Veranstaltung fern bleiben wollen. „Die Künstler ziehen den Werbekarren“, bemängelte Jessen. audalis bekäme für ihren finanziellen Einsatz verhältnismäßig viel Werbeaufmerksamkeit, allein dadurch, dass sie im Titel der Veranstaltung auftauchen. Die teilnehmenden Künstler müssten an den zwei Tagen die ganze Arbeit machen.

Ein weitere Kritikpunkt ist der fehlende Katalog. Vor zwei Jahren wurde zur Veranstaltung ein Katalog mit allen teilnehmenden Künstlern produziert, dieses Mal nur eine 16-seitige Zeitung.

Weitere Kritikpunkte sind die fehlende Transparenz und die mangelhafte Kommunikation. Für die Künstler musste es so erscheinen, dass die Veranstaltung „offene Ateliers“ plötzlich von der Wirtschaft „gekapert“ wurde. Es wurde im Vorfeld nicht ausreichend dargelegt, warum und wieso plötzlich ein Sponsor aus der Wirtschaft sich so massiv in eine Veranstaltung einkauft.

Auch einer der Termine geriet in die Diskussion: Am Sonntag, dem 25. Mai 2014 ist in Dortmund auch Kommunal- und Europawahl. Ist das eher abträglich oder machen die Leute, wenn sie zum Wählen gehen, dann auch einen Abstecher in die Ateliers der Künstler?

 

„Für mich war es eine Katastrophe, als ich davon erfahren habe“, so Galerist und Organisator Axel Schöber. „Da ich während dieser Zeit auf einer Messe war, haben wir dadurch Zeit verloren.“ Doch danach arbeitete das Team um Schöber daran, die Veranstaltung zu retten. Zunächst gab es eine Diskussionsrunde mit Teilnehmern vom Depot, dem Künstlerhaus, der BBK und Rita-Maria Schwalgin, die vor zwei Jahren im Organisationsteam der „offenen Ateliers“ war. Die Empfehlung war, an den „offenen Ateliers 2014“ teilzunehmen. Der Hauptsponsor audalis zieht sich aus dem Namenssponsoring zurück, also heißt die Veranstaltung „offene Ateliers 2014“. Die Anmeldefrist wird bis zum 25. März verlängert, die Teilnahmegebühr bleibt trotz des finanziellen Verlustes gleich. Zum fehlenden Katalog äußerte sich Schöber: „Der damalige Katalog ließ sich nur dadurch realisieren, weil die Bezirksregierung einen großen Geldbetrag zur Verfügung gestellt haben. Unser Antrag auf erneute Förderung wurde abgelehnt. Trotzdem ist ein 12-seitiges Magazin immer noch wesentlich mehr Information als ein gefaltetes Plakat in Düsseldorf (Kunstpunkte).“
Den Vorwurf der fehlenden Kommunikation wies Schöber ebenfalls zurück:  „Wir haben sowohl den Termin schon Monate im Voraus mitgeteilt als auch durchblicken lassen, dass eine erneute Förderung nicht selbstverständlich ist. Auf Grund der Förderrichtlinien durften wir im Vorfeld nicht öffentlich über das Sponsoringvorhaben berichten, unser Antrag auf vorzeitigen Projektbeginn wurde von der Bezirksregierung abgelehnt, der Bescheid erfolgte erst in der dritten Februarwoche. Insgesamt müsste man aber erwarten können, dass Frau Jessen vor Veröffentlichung des Briefes bei uns Rückfrage hält – dies ist leider nicht geschehen.“

 

Die „Offenen Ateliers“ waren vor zwei Jahren eine wundervolle Veranstaltung für all diejenigen, die mal hinter die Kulissen eines Künstlers schauen wollten. Weil man normalerweise nicht dorthin darf oder es gibt Schwellenängste.

 

Ich kann beide Seiten sehr gut verstehen. Die eine sagt, „wir Künstler haben die ganze Arbeit und ein Sponsor aus der Wirtschaft bekommt viel Werbung für wenig Geld“, die andere sagt „um so eine Veranstaltung zu organisieren, brauchen wir Geld von Sponsoren“. Ich finde es eine positives Zeichen, dass die Organisatoren und auch der Hauptsponsor die Bedenken ernst genommen haben und darauf reagiert haben. Vielleicht hätte eine schnellere und direktere Kommunikation manches Unbehagen beseitigt.

 

Jetzt liegt es an den Künstlerinnen und Künstlern, durch ihre Anmeldung (http://www.offene-ateliers-dortmund.de) zu entscheiden, ob die „Offenen Ateliers 2014“ am 24. und 25. Mai 2014 stattfinden. Wenn es klappt, würde ich mich – ehrlich gesagt – sehr freuen. Darüber hinaus finde ich es generell wichtig, dass die Diskussion um „Kunst contra Kommerz“ geführt wurde und hoffentlich noch weiter geführt wird.




Intimer Einblick ins Atelier

Wolfgang Schmidt in seinem Atelier vor seinem neuesten Werk "Wiener Zuckerl".
Wolfgang Schmidt in seinem Atelier vor seinem neuesten Werk „Wiener Zuckerl“.

Das Atelier ist für viele Künstler der Ort, an dem Ideen ausgearbeitet und beendet werden. Hier entstehen Kunstwerke. Sich in ihr „Allerheiligstes“ schauen zu lassen, kostet sicher Überwindung. Wolfgang Schmidt hat sogar fünf Künstlerkollegen eingeladen und in sein Atelier (ebenfalls im Depot)gelassen. Die Ausstellung „aus Künstlersicht“ in der Galerie Dieter Fischer im Depot vom 21. März bis 06. April 2014 zeigt die Ergebnisse.

 

Die Künstlerinnen und Künstler, die Wolfgang Schmidt eingeladen hat, sind: Mark Ansorg, Doris Goldbach, Sabrina Podemski, Heidrun Schauerte und Christian Westphalen. „Ich hege eine Begeisterung für diese Künstler“, so Schmidt.

 

Die Bilder, die Heidrun Schauerte gemalt hat, bieten eine Art mikroskopischen Blick auf das Atelier. Einige Elemente werden in ihren schmalen, rechteckigen Bildern ausschnitthaft vergößert, so dass es fast schon abstrakt aussieht.

 

Die überwiegenden schwarz-weiß Fotografien von Mark Ansorg wirken nüchtern. Fast scheint der Fotograf unsichtbar zu sein. „Ich habe irgendwann mal vergessen, dass er da war“, erklärte Schmidt. So entwickeln die Fotografien ihren eigenen Reiz.

 

Der andere Fotograf, Christian Westphalen, stellt eher die Technik in den Vordergrund. Seine Bilder, die er nachts mit hoher Belichtungszeit gemacht hat, bringt den Sternenhimmel ins Atelier. Durch die starke Weitwinkeligkeit werden die Linien zu Kurven und der Betrachter hat den Eindruck, er schaut auf einen Torbogen.

 

Die Grafikerin Sabrina Podemski hat persönliche Sachen von Schmidt wie Schuhe oder ähnliches in den Vordergrund gestellt und sie neu zusammengestellt. Neben Zeichnungen benutzte die Künstlerin auch den Druck als künstlerisches Mittel.

 

Die großformatigen Bilder von Doris Goldbach wirken impressionistisch durch ihre Farbigkeit. „Sie setzt Licht in Farbe um“, so Schmidt.

 

Die Vernissage ist am Freitag, den 21.03.2014 von 19 bis 21 Uhr. Die Galerie ist geöffnet Donnerstag und Samstag von 16 bis 20 Uhr sowie Sonntag von 15 bis 18 Uhr und nach Absprache.

 

Galerie Dieter Fischer

Immermannstraße 29

44147 Dortmund

www.galerie-dieter-fischer.de




Experimente mit Zeichen und Buchstaben

Ein Exponat aus der Ausstellung, die momentan in "Kunst im Glas" läuft.
Ein Exponat aus der Ausstellung, die momentan in „Kunst im Glas“ läuft.

Bis zum 24. März zeigt die U2_Kulturelle Bildung des Dortmunder U eine Ausstellung mit Kunstobjekten aus dem Projekt „LOOPING“. An diesem Projekt haben Jugendliche und junge Erwachsene von 13 bis 25 Jahren teilgenommen. Begleitet wurde „LOOPING“ von der Künstlerin Dagmar Lippok und dem Kameramann Björn Leonhardt.

 

Hintergrund des Kunstprojektes war die Ausstellung „Moving types“, in der es um das Thema ging, wie Film und Fernsehen mit Buchstaben umgehen. Mit der Hilfe von Lippok und Leonhardt entstanden großformatige Papiere und Folien, aber auch Filmsequenzen, in denen Sprüche und Buchstaben auf dem Dortmunder Bahnhofsvorplatz in Bewegung gesetzt wurde.

 

Das Projekt war ein offenes Angebot, so haben neben Schülerinnen und Schüler auch FSJler, Sozialarbeiter und Studierende von kreativen Fachrichtungen teilgenommen.

 

„Wir haben uns die Frage gestellt ‚Was kann man mit Worten erreichen“, so Lippok. Dabei wurde beispielsweise auch an die Tradition von Dada gedacht, das vor 100 Jahren entstand. „Sehr viel Spaß hatten die Teilnehmer auch an den Performances“, erklärte die Künstlerin.

 

Die Ergebnisse des Projektes werden in der Reihe „Kunst im Glas“ aus der zweiten Etage gezeigt. Diese Reihe möchte Werken junger, nicht professioneller Kreativer eine Plattform geben.

 

Das nächste Projekt auf der U2 steht schon in den Startlöchern: Urban Movements. Hier geht es um Musik und Mode. Mehr Informationen unter www.aufderuzwei.de




Offene Ateliers stehen in den Startlöchern

Von Seiten des Projektteams kann es losgehen: (v.l.n.r.) Axel Schöber, Elke Niermann (audalis), Astrid Wendelstigh und Anna Maria Reidel.
Von Seiten des Projektteams kann es losgehen: (v.l.n.r.) Axel Schöber, Elke Niermann (audalis), Astrid Wendelstigh und Anna Maria Reidel.

Vor zwei Jahren wurde zum ersten Mal seit langen Jahren wieder ein stadtweites Kunstprojekt organisiert: Die offenen Ateliers. Dank der Beteiligung des Hauptsponsors audalis kann 2014 und 2016 die Veranstaltung erneut über die Bühne gehen. Jetzt liegt der Ball bei den Künstlerinnen und Künstler sowie den Galerien. Sie können sich ab heute anmelden.

 

Als 2012 zum ersten mal die „Offenen Ateliers“ stattfanden, gab es positive Resonanz von Künstlern und Besuchern. In den Ateliers konnten die Besucher den Künstlern hautnah über die Schulter schauen und persönliche Gespräche führen.

 

Für 2014 hofft Organisator Axel Schöber, Galerieinhaber von ART-isotope, auf eine ähnliche Zahl von Künstlern. „Mit 160 bis 180 Künstlern sind wir zufrieden“, so Schöber. Als Anreiz dafür wurde die Anmeldegebühr halbiert. Künstlerinnen und Künstler zahlen 25 € und Galerien 50 €. Die Anmeldung ist ab heute auf der Internetseite www.offene-ateliers-dortmund.de möglich. Die Anmeldefrist ist der 21. März 2014.

 

Doch aus den Erfahrungen von vor zwei Jahren wollen die Veranstalter auch etwas lernen, denn nicht alles lief optimal. „Manche Künstler, die im Außenbereich ihr Atelier haben, beschwerten sich über wenig Besucher“, erzählte Schöber. An der Erreichbarkeit der Außenbezirke wollen die Organisatoren noch arbeiten. Eine Idee wäre, drei bis vier Shuttlebusse einzusetzen, doch diese Pläne hängen von der Finanzierbarkeit ab.

 

2014 wird es keinen Katalog mehr geben, sondern ein 12-seitiges Magazin (DIN A4) sowie eine überarbeitete Webseite, die Themenvorschläge für Routen beinhalten könnte.

 

Die Veranstaltungstermine sind der 24. und der 25. Mai 2014. Samstag wären die Ateliers von 15 bis 22 Uhr offen und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr.

 




Torhaus zeigt Retrospektive von Manfred Jockheck

Manfred Jockheck mit seiner Skulptur "Heldentor", die - so der Künstler - auch etwas an die Emscher-Renaturierung erinnert. Im Hintergrund die reale Renaturierung eines Emscher-Nebenflüsschens am Torhaus.
Manfred Jockheck mit seiner Skulptur „Heldentor“, die – so der Künstler – auch etwas an die Emscher-Renaturierung erinnert. Im Hintergrund die reale Renaturierung eines Emscher-Nebenflüsschens am Torhaus.

Objekte, Drucke und Zeichnungen von Manfred Jockheck unter dem Titel „Restrospektive“ zeigt das Torhaus Rombergpark vom 09. bis 30. März 2014. Der Künstler zeigt Werke aus den 90er Jahren bis heute.

 

Unterschiedliche Stile, unterschiedliche Materialien: die Werke von Manfred Jockheck zeigen eine rieseige Bandbreite. Die ersten Werke stammen aus den 90er Jahren und sind Zeichenstudien aus der Zeit, als Jockheck Objekt-Raumdesign an der Fachhochschule Dortmund studiert hat.

 

Einige Objekte haben schon Filmruhm geerntet. Einige seiner Stahlbilder wurden im Film „Gefährliche Spiele“ gezeigt als Jockheck die Kunstwerke für Gudrun Landgrebe fertigte, die eine Künstlerin spielte. Imposant sind auch seine Werke aus Stahllochblech „Tsunami“ und „Aufbruch“.

 

Doch die Zeit des Schwermetalls ist vorbei, da dafür große Maschinen benötigt werden. Jockheck konzentriert sich jetzt seit einigen Jahren auf ein leichteres Material. „Mit Papier arbeite ich am liebsten“, so der Künstler. Seine Spezialität sind Prägedruck. Die Prägeplatten bearbeitet Jockheck mit einem Plasmabrenner. „Mit dem kann ich malen wie mit einem Bleistift“, so der Künstler.

 

Zwei Skulpturen sind ebenfalls im Rombergpark zusehen, obwohl viele seiner skulpturalen Arbeiten im öffentlichen Raum zu sehen sind. So steht beispielsweise in Kamen auf einem Kreisverkehr eine dreiteilige Stahlskulptur und im Eingangsbereich der Städtischen Kliniken ist ebenfalls eine Skulptur von Jockheck zu sehen..

 

Insgesamt gibt diese Ausstellung einen guten Einblick in das umfangreiche Schaffen von Manfred Jockheck.

 




Zeichnungen nicht nur auf Papier

Eine Vase voller Ameisen von Evelyn Bracklow.
Eine Vase voller Ameisen von Evelyn Bracklow.

Acht Künstlerinnen und Künstler präsentieren unter dem Titel „drop me a line „ im Künstlerhaus Dortmund vom 08. März bis 13. April unterschiedliche Positionen zum Thema Zeichnen. Dabei geht es nicht nur um Zeichnen auf Papier, sondern auch auf anderen Materialien wie Porzellan oder Wände. Manche Zeichnungen gehen in die Dreidimensionalität oder knüpfen Netze im Internet.

 

In den Arbeiten „Der Garten zum Quadrat“ beschäftigt sich Juliane Laitzsch mit floralen Mustern der porzellanen Schaustücke der Sammlung der Pfalzgalerie Kaiserslautern. Deren Muster und Ornamente greift sie auf und entwickelt sie weiter.

 

Mit Porzellan beschäftigt sich auf Evelyn Bracklow. Sie bemalt gebrauchtes Geschirr mit winzigen Ameisen. So hat der Betrachter den Eindruck, als sei das Geschirr mit Ameisen übersät. Bracklow benutzt bewusst gebrauchtes Geschirr, das Gebrauchsspuren aufweist, um den Charakter des Benutztwordenseins zu verstärken.

 

Matthias Reinhold wagt in seinen Arbeiten den Sprung vom Realen zum Virtuellen. Seit 2007 arbeitet er an seinem Projekt „Ikonolog“ (www.ikonolog.de) und hat für das Künstlerhaus eine Wandseite „analog“ dargestellt. So kann der Betrachter anhand gespannter Fäden beziehungen zwischen Fotos/Grafiken/Zeichungen des Künstlers ziehen.

 

Eine spannende Bild-Text-Kombination zeigt Barbara Wrede. Sie präsentiert 52 Blätter eines dreimonatigen Aufenthalts in Salzwedel (Sachsen-Anhalt). Ihre Blätter haben ein speziellen und manchmal lakonischen Blick auf das Alltägliche in diesem Städtchen.

 

Wie Pop-Up-Bücher wirken die Werke von Stephanie Brysch. Sie arbeitet mit Papier und faltet und schneidet es. In ihren Arbeiten unter dem Titel „Nimm das Boot“ hat sie Comicbücher bearbeitet und kombiniert die vorhandenen Figuren neu.

 

Bei Karen Scheper hat es die Zeichnung vom Blatt in den dreidimensionalen Raum geschafft. Ihr Werk „kwatsch kwatsch“ verknüpft dreidimensionale Elemente mit Wandzeichnungen. Inspirationen findet die Künstlerin in der Sciencefiction von Philipp K. Dick oder Stanislaw Lem. Daneben beschäftigt sich Scheper mit mathematischen Gebilden wie Fraktalen oder der Mandelbrot-Menge.

 

Mit dem Thema Kolonialismus und Flüchtlingen aus Afrika beschäftigt sich Jürgen Eisenacher. Afrikaner wie Europäer werden in seinen großformatigen Werken als Deformierte gezeigt. So möchte der Künstler auf die Problematik hinweisen und eine Diskussion anregen. Eisenacher beschäftigt sich schon seit einigen Jahren mit dieser Thematik.

 

Die Bilder von John Franzen sind wie eine Meditation zu vergleichen. Franzen konzentriert sich auf das Nichts neben der Linie. Jede Linie ist ein Atemzug.

 

Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler:

Evelyn Bracklow (www.laphilie.com)

Stephanie Brysch (www.stephanie-brysch.de)

Jürgen Eisenacher (www.juergeneisenacher.de)

John Franzen (www.johnfranzen.com)

Juliane Laitzsch (www.juliane-laitzsch.de)

Matthias Reinhold (www.ikonolog.de)

Karen Scheper (www.karenscheper.de)

Barbara Wrede (www.olompia.de)

Die Ausstellung „drop me a line“ wird am 07. März um 20 Uhr eröffnet und geht bis zum 13. April 2014. Die Öffnungszeiten des Küsterhauses Dortmund sind Donnerstag bis Sonntag von 16 bis 19 Uhr).

 

Künstlerhaus Dortmund

Sunderweg 1

44147 Dortmund

www.kh-do.de