Sportliches Sommerfest im Dortmunder U

Einschaukeln für das Sommerfest im und am Dortmunder U. (v.l.n.r.) Wolfgang Bödeker (DEW21), Jasmin Vogel (Marketing Dortmunder U), Regina Selter (stellv. Direktorin Dortmudner U), Chris Greiffenbach (Tänzer, Choreograph) und Angelika Renteln (U2_kulturelle Bildung)
Einschaukeln für das Sommerfest im und am Dortmunder U. (v.l.n.r.) Wolfgang Bödeker (DEW21), Jasmin Vogel (Marketing Dortmunder U), Regina Selter (stellv. Direktorin Dortmunder U), Chris Greiffenbach (Tänzer, Choreograph) und Angelika Renteln (U2_kulturelle Bildung)

Das zweite Dortmunder Sommerfest am 14. Juni 2014 von 11 bis 20 Uhr im und am Dortmunder U zeigt wieder ein sehr umfangreiches Programm mit Workshops, stündlichen Führungen und Musik. Der Vorplatz wird in diesem Jahr zu einem besonderen Wohnzimmerclub mit Wohlfüllcharakter. Er soll die Besucher ab 11:00 Uhr zum Verweilen, diskutieren, Musikhören und feiern einladen.

 

JAZZ IN OPERA spielt von 14 bis 16 Uhr Kammermusik mit einer Mischung aus Jazz, Klassischer Musik und Folklore. In der Zeit von 18 bis 20 Uhr wird Gruppe INSIDE THE AMBER ROOM, der diesjährige Gewinner des DEW21- Bandwettbewerbs Dortmund Calling mit ihrem Rock-Pop-Punk für ein musikalisches Highlight sorgen.

 

Das Thema Bewegung wird diesmal eine besondere Rolle spielen. Das ist auch passend zur Ausstellung „Körpermaumau“ auf der sechsten Etage, wo es um die Verbindung von Bewegung und Kunst geht. Außerdem gibt es ja noch die Nationalelf_Ausstellung „Unter Spielern“.

 

Neben den normalen Führungen von 11 bis 18 Uhr haben Interessierte die Gelegenheit, gemeinsam mit dem Tänzer und Choreograph Chris Greiffenbach, jeweils um 12:30 und 15:30 Uhr, für eine Stunde das komplette Dortmunder U sportlich mit einer Art Zirkeltraining zu durchlaufen. „Wir wollen durch Sport Kultur erleben und die Teilnehmer dabei auch für die Kunst begeistern, so Greiffenbach.

 

Für die kleinen Gäste ist natürlich wieder einiges geplant. So gibt es von der FH Dortmund von 11 bis 18 einen Schminkstand und Hennamalen. Ab 12:39 Uhr gibt es stündlich Kinderführungen durch die „WORLD OF MATTER“ vom Hartware MedienKunstverein. Spaß verspricht auch die beliebte Kinderrallye von 11 bis 18 Uhr, wo Kinder auf eigene Faust die Ausstellungen erkunden können.

„Besonders interessant ist der „Sommer auf der Baustelle“ von 14 bis 17 Uhr im Museum Ostwall im Dortmunder U. Dort können die Kinder auch die Räume in den Ausstellungen selbst gestalten und sich auch von der Baustelle neben dem U inspirieren lassen“, erklärte Regina Selter, die

Stellvertretende Direktorin des Museums Ostwall.

Spannend für groß und klein ist sicherlich eine pflanzenkundliche Exkursion zum alten Hochofen Phönix West mit einem Biologen Tierökologen. Treffen hierfür ist 13:00 Uhr am Dortmunder U.

„Auf der Ebene 6, Galerie, findet übrigens eine spannende „Schnitzeljagd“ statt. Der Pokalklau im Dortmunder U. Der streng bewachte WM-Pokal macht Station in der Nationalelf-Ausstellung „Unter Spielern“. Die Besucher des Sommerfestes sind nun aufgerufen, den Pokal zurück zu holen. – wem es gelingt, der wird groß raus kommen in der digitale Presse“, erklärte Jasmin Vogel, Marketing Dortmunder U. Pokalklau ist ein Fotoshooting, das die Besucher per Foto dabei „ertappt“, wie sie diesen Pokal ergattern. Eine Pressemitteilung auf der Titelseite einer fingierten U-Zeitung für jeden als Maildatei gibt es inklusiv dazu.

 

Wer Lust auf Kino hat kann sich ab 12:00 Uhr im RWE-Forum 13 Kurzfilme zwischen 2 und 30 Minuten von der „Deutschen Kurzfilmpreis“-Kinotournee ansehen.

 

Das alles und noch viel mehr erwartet das Publikum bei freiem Eintritt bei diesem abwechslungsreichen Sommerfest. Wer hungrig oder durstig ist, hat selbstverständlich Gelegenheit, sich etwas an den Imbiss-Ständen zu kaufen.




Raum und Grenze in künstlerischer Darstellung

Die Rauminstallation Magnus Sönning, (2014, Holzlatten, Baufolie, Ventilatoren) ist in der Ausstellung "Zwitschern zwischen Zwischenräumen" im Künstlerhaus Dortmund zu sehen.
Die Rauminstallation Magnus Sönning, (2014, Holzlatten, Baufolie, Ventilatoren) ist in der Ausstellung „Zwitschern zwischen Zwischenräumen“ im Künstlerhaus Dortmund zu sehen.

Einen Zungenbrecher als Ausstellungstitel. „Zwitschern zwischen Zwischenräumen“ lädt vom 07. Juni bis zum 06. Juli ins Künstlerhaus Dortmund ein. Studenten und Alumni der Fachklasse von Prof. Monika Brandmeier aus Dresden präsentieren Arbeiten zum Thema „Grenzlinien“ über politische Sphären hinaus.

 

Eine kleine Auswahl der Arbeiten:

Grenzen sind fragil, nicht nur im politischen Sinn. Fabian Glass hat diese Fragilität auf die Spitze getrieben und in seiner Arbeit „Spannstück“ Holzleisten und ein Gummiband wurden miteinander kombiniert. Noch ist alles stabil, doch irgendwann wird das Gummiband seine Elastizität verlieren und das Gebilde in sich zusammenstürzen.

 

Anna Erdmann und Marit Wolters schränken die Wahrnehmung des Betrachters ein. In den Werken „fünfundsechzigfünfzig #2“ kann der Betrachter beispielsweise seinen Kopf in eine Art hohle Abzugshaube oder Kamin stecken und feststellen wie sich der Raum verändert.

 

Olga Grigorjewa visualisiert mit ihrer Skulptur „Plural trägt und es nie vergeht“ ein wenig das Sprichwort von „zwei Seiten einer Medaille“. Eine Seite wölbt sich mit allem was sie hat, während die andere Seite in der Sachlichkeit des Materials verharrt.

 

Eine unerreichbare Bank präsentiert Andreas Schliebenow in seinem Werk „Wohin“. Eine Bank lädt zum Sitzen ein, doch die Alufolie, die die Bank umgibt, darf nicht betreten werden. Wer also kein sehr guter Weitspringer ist, wird sich nie auf die Bank setzen können. Hier ist die Grenze auch gleichzeitig Barriere.

 

Kunst und Algorithmen verbindet Konstatin Kunath. Seine Klebebandarbeit basiert auf ein Zufallssystem. Erst werden die Regeln vorgegeben und dann wird gestartet. Kunath hat Einfluss auf die Parameter des Systems, aber nicht auf das Ergebnis.

 

Grenzen der Verständigung erforscht Soojung Kim in ihrem Video „andere Zunge“. Hier lesen Deutsche koreanische Gedichte in der Originalsprache vor, während Muttersprachlerinnen ihnen zuhören, ohne das sie es wissen.

 

Einen kompletten Raum nimmt die Arbeit von Magnus Sönning ein. Er entwickelte ein Belüftungssystem, dass mittels Ventilatoren und unterschiedlichen Kanalmodulen die Luft innerhalb des Raumes verlagert.

 

Lisa Pahlke verwandelt eine Skulptur in ein Bild. Mit „Spurensuche“ verarbeitet sie ein Holzmodell, das speziell für das Künstlerhaus entwickelt wurde. Zu einem Bild wieder zusammengefügt, das nur noch Spuren des ursprünglichen Einfalls aufwies.

 

Mit unsichtbaren Grenzen beschäftigt sich das Video von Maria Schwerdtner „Von Falksovce nach Dubravka“. Obwohl die Dörfer nur drei km voneinander entfernt liegen, gibt es kaum Kontakte untereinander. In einem Dokumentarfilm sollte Schwerdtner mehr über diese „Grenze“ wissen.

 

Alle Künstlerinnen und Künstler: Julia Boswank, Lisbeth Daecke, Anna Erdmann/Marit Wolters, Fabian Glass, Olga Grigorjewa, Theo Huber, Soojung Kim, Konstatin Kunath, Georg Lisek, Stephanie Meier, Paul Melzer, Lisa Pahlke, Charlotte Perrin, Andreas Schliebenow, Maria Schwerdtner und Magnus Sönning.

 

 

Zwitschern zwischen Zwischenräumen

07. Juni bis 06. Juli 2014

 

Künstlerhaus Dortmund

Sunderweg 1

44147 Dortmund

www.kh-do.de

 

Öffnungszeiten Donnerstag bis Sonntag 16 bis 19 Uhr

 




Die Macht der Farben

Toks Adunola neben seinem Bild "Schwarzgelb 3", Mischtechnik, 120x80 cm
Toks Adunola neben seinem Bild „Schwarzgelb 3“, Mischtechnik, 120×80 cm

Die Städtische Galerie Torhaus Rombergpark zeigt vom 01. bis zum 22. Juni 2014 die Ausstellung „Abstraktion“ von Toks Adunola. Der Grafiker und Designer mit nigerianischen Wurzeln zeigt vor allem abstrakte Werke mit großer Farbwirkung, aber auch Fotografien.

 

Natürlich fällt der Blick des Betrachters sofort auf die Schwarz-gelben Bilder von Toks Adunola. Zwar ist die Farbkombination nicht wegen dem ortsansässigen Ballspielverein gewählt worden, sondern wegen ihrer Wirkung, sagt der Künstler.

 

Schaut man von nahem auf die Bilder, scheinen sie noch etwas feucht zu wirken, als ob Adunola gerade eben den Pinsel beiseite gelegt hat. Aber es ist das besondere seiner Mischtechnik: Er mischt Acryl mit Lack und Bitumen. Seinen Bildern hat er keine Titel gegeben. Er möchte, dass der Betrachter sich seine eigenen Gedanken macht. „Ich habe kein Grundkonzept oder ein Thema. Es geht mir nur um die Farbkomposition und die Farbwirkung“, so Adunola. Neben der Kombination schwarz-gelb, zeigt er auch Bilder in anderen Farbkombinationen.

 

Neben dem Pinsel benutzt Adunola auch eine Farbrolle oder er sprüht die Farbe auf die Leinwand, die manchmal auch aus Aluminium sein kann. Der Malprozess kann eine halbe Stunde oder länger dauern, manchmal malt er die Bilder erst nach einigen Wochen weiter.

 

Ein weiteres Element in seinen Arbeiten ist die Fotografie. Adunola benutzt „misslungene Fotos“ und übermalt sie, so dass man am Ende nicht mehr den Ursprung erkennen kann. Darüber hinaus zeigt er in der Ausstellung auch einige „klassische“ Fotografien aus dem urbanen Umfeld wie Hochhäuser oder ähnliches. Sie sind im Gegensatz zu seinen von Farbe geprägten Bildern schwarz-weiß.

 

Veranstalter der Ausstellung „ABSTRAKTION“ ist das Kulturbüro Stadt Dortmund in Zusammenarbeit mit dem „5. Afro Ruhr Festival“, Africa Positive e. V. und der Stadtteil – Schule Dortmund e.V.

 

Die Ausstellung findet statt im Rahmen der Ausstellungsreihe „Dortmund International – Vielfalt in der Bildenden Kunst und wird am Sonntag, 1. Juni, um 11.00 Uhr eröffnet.

Öffnungszeiten der Galerie Torhaus:

dienstags bis samstags 14 bis 18 Uhr

sonn- und feiertags 10 bis 18 Uhr.




Der Sommer am U wird kreativ

 

So könnte die Aufenthaltsoase am Dortmunder U aussehen. (Foto: © Prinzträger)
So könnte die Aufenthaltsoase am Dortmunder U aussehen. (Foto: © Prinzträger)

Vom Juni bis September verwandelt sich die Leonie-Rygers-Terrasse am Dortmunder U zu einem kulturellen Sommertreffpunkt. Konzerte, Poetry-Slams. Lesungen und Design-Märkte laden zum Verweilen ein. Das Dortmunder U hat zusammen mit Heimatdesign und anderen Aprtner wie dem Recorder oder Ekamina das Programm gestaltet. Die Aufenthaltsoase mit Bühne und Bar wurde von den beiden Gestalterinnen von Prinzträger entworfen.

 

„Der Vorplatz ist momentan eine traurige Geschichte, besonders mit der Baustelle“, erklärte Jasmin Vogel vom Marketing des Dortmunder U. „Wir wollten etwas Nettes, Kleines, Cooles machen mit dem Fokus: Was passiert in Dortmund.“

 

Neben den festen Terminen gibt es im Programm einige Lücken. Die sind aber bewusst leer, „damit Leute auch selber was machen können“, so Marc Röbbecke von Heimatdesign.

 

Hier ein kleiner Ausblick vom Programm, das schon feststeht: Gleich zu Beginn am 07. Juni startet mit „Design am U“ der Design-Markt. Er wird generell immer am ersten Samstag im Monat stattfinden. Weitere Termine im Rahmen vom SOMMER AM U sind: 5. Juli, 2. August, 6. September, immer von 11 bis 20 Uhr.

 

Musik gibt’s auch und zwar: am 07. Juni ab ca. 18 Uhr HERR HUND UND GERHARD, 12. Juni, 19 Uhr, THE SILVERETTES, 26. Juni, ab 20 Uhr DANIEL BRANDL, 3. Juli, ab 19 Uhr,
PARFÜM BRUTAL, 31. Juli, ab 19 Uhr, WOLKE, 9. August, ab 19 Uhr, COLDAIR, 14. August, ab 19 Uhr BAROP/AMEISENBAER. 28. August, 19 Uhr, TITUS WALDENFELS, 6. September, 19 Uhr, KOMPARSE und am 20. September, 19 Uhr, SISTERKINGKONG

 

Bei den Veranstaltungen, die sich um Poetry-Slam drehen, ist die am 4. Juli, ab 18 Uhr mit TOBI KATZE im Rahmen des DEW21 POETRY sicherlich eines der Höhepunkte. Weitere Poetry Slams finden statt am 10. Juli ab 19.30 Uhr, am 24. Juli ab 18 Uhr sowie am 26. Juli ab 18 Uhr.

 

Darüber hinaus gibt es Vinyl-Stammtische, ein Coworking Outbrake und natürlich das Sommerfest am 11. Juli 2014.

 

Mehr Informationen gibt es unter www.sommer-am-u.deoder www.facebook.com/sommeramu

 




Großes Finale für die aidshilfe dortmund

Fast zwei Wochen waren die Werke von 61 Dortmunder Künstlerinnen und Künstlern in der Berswordthalle zu sehen, nun geht es am 31. Mai im Rathaus ins große Finale. Die Objekte und Bilder können käuflich erworben werden, der Erlös wird zu einem Großteil in den Aufbau eines Cafés der aidshilfe fließen.

Peter Großmann, Moderator beim ARD-Morgenmagazin, wird ab 15 Uhr durch das Programm der Abschlussveranstaltung führen: Auftreten werden das Weltmusik-Quartett „Chantik“, die Dortmunder Krimiautorin Anne-Kathrin Koppetsch und das Steel Orchester „Calypsonic“. Harfenspiel von Christiane Köhne, eine Lesung von Marika Bergmann, der Pianist Florian Bölker und „Die Sperrsitze“ mit kurzen Theaterstücken runden das Programm ab. Die Schirmherrschaft für die gesamte Kunstaktion hat Barbara Sierau übernommen.

Kunstinteressierte können sich über den gesamten Nachmittag nochmals mit den Werken der unterschiedlichsten Stilrichtungen auseinandersetzen, mit den anwesenden Kreativen ins Gespräch kommen – und natürlich ein Werk erwerben. Der Eintritt zur gesamten Veranstaltung ist frei.

Damit unterstützen sie gleichzeitig die Realisierung der „Zukunftsvision“ projektplus der aidshilfe dortmund, einem offenen Begegnungszentrum. 




Ben Redelings erzählt WM-Anekdoten

Die schönsten Anekdoten aus dem neuen Buch von Ben Redelings "Als der Kaiser Gassi ging" am 04. Juni im Dortmunder U.
Die schönsten Anekdoten aus dem neuen Buch von Ben Redelings „Als der Kaiser Gassi ging“ am 04. Juni im Dortmunder U.

Brehmes Elfmeter 1990, die „Schande von Gijon“ 1982 oder das 1-0 gegen Polen 2006. Die Historie der Fußball-Weltmeisterschaft ist voller persönlicher Erinnerungen. Im RWE-Forum liest der Schriftsteller Ben Redeling am 04. Juni um 19:30 Uhr aus seinem Buch „Als der Kaiser Gassi ging“. Der Titel spielt auf den einsamen Gang im Mittelkreis von Franz Beckenbauer an, den er nach dem WM-Sieg 1990 absolvierte.

Sein schönster WM-Moment? Ben Redelings braucht nicht lange nachzudenken. „Das 1-0 gegen Polen 2006 kurz vor Schluss. Odonkor flankt und Neuville macht das Tor“, erzählt der Autor. Bei den Negativerlebnisse stehen ganz klar die Spiele gegen Italien weit vorne. Zwar wird der Schwerpunkt auf die Weltmeisterschaften ab 1982 gelegt, doch auch Geschichten von älteren WMs werden zum Besten gegeben.

Die Lesung dauert, wie könnte es auch anders sein, 90 Minuten. Ob es zur Verlängerung und Elfmeterschießen (dann gegen England) kommt, ist noch ungewiss.Aber wer Lust hat, kann danach noch beim Bier über seine eigene WM-Anekdoten plaudern.

Karten für die Lesung von Ben Redelings gibt es auf der Seite www.dortmunder-u.de oder auf der Seite vom Autor http://www.scudetto.de.

 

Die Veranstaltung mit Redelings ist Teil eines umfangreichen Begleitprogramms zur Ausstellung „Unter Spielern – Die Nationalmannschaft“ von Regina Schmeken. Daneben finden weitere Veranstaltungen statt. Beispielsweise ein literarisches Fußballfrühschoppen mit Autor Heinrich Peuckmann und BVB-Legende Hans Tilkowski am 15. und 29. Juni oder eine Lesung mit Christoph Ruf über sie Szene der Ultras.

 

Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Filmprogramm im RWE-Forum zum Thema Fußball.

5. Juni, 20 Uhr, RWE-Forum,
„Ekstase und Schock – Die Fußballhauptstadt Buenos Aires“,
ein Film von Marc Mauricius Quambusch und Jan-Henrik Gruszecki aus Dortmund. DE 2013, Regisseur Gruszecki ist anwesend für eine anschließende Diskussionsrunde.

 

6. Juni, 20 Uhr, RWE-Forum,
“FOOTBALL UNDER COVER”,
DE 2008, Dokumentarfilm.

 

26. September, 20 Uhr, RWE-Forum,
„DIE ELF TEUFEL – DEUTSCHLAND 1927“,
Regie: Zoltan Korda, S/W mit Live- Musikbegleitung, am Klavier: Joachim Bärenz

 

Dazu zeigt das Dortmunder U ausgewählte Canal 100-Filme aus Brasilien in Schwarz-Weiß. Im Jahr 1957 entwickelte Carlos Niemeyer das Format Canal 100. Auf neue und hochgradig ästhetische Art und Weise bekamen Kinozuschauer bewegte Bilder der brasilianischen Fußballmeisterschaft präsentiert.

 

ALLSTAR-Kicker-Turnier plus Tippkick-Turnier: Der ehemalige Hertha-Nachwuchsspieler und heutiger Leipziger Künstler Thomas Geier hat über 80 Miniaturkickerfiguren von Fußballstars erschaffen. Sie alle sind spielbar auf dem dazugehörigen ALLSTAR-Kicker. Auf diesem Kicker können die Ausstellungsbesucher ihr ganz persönliches WM-Finale zwischen einer brasilianischen und einer deutschen Auswahl spielen. Ergänzt wird das Spielangebot durch die aktuelle Samba-Edition der legendären Tipp-Kick-Produzenten aus Villingen-Schwenningen im Schwarzwald.

 

Etwas besonderes plant das Dortmunder U zur WM. Statt „Public viewing“ gibt es „Public hearing“, also Radio statt Fernsehen. Auf jeden Fall sollen so die deutschen Spiele übertragen werden, bei Bedarf und Nachfrage auch weitere WM-Partien.




Rechtsextremismus im Spiegel der Jugend

Die Schülerinnen udn Schüler verarbeiteten auch die Judenverfolgung im Dritten Reich.
Die Schülerinnen udn Schüler verarbeiteten auch die Judenverfolgung im Dritten Reich.

Im Rahmen der Reihe „Kunst im Glas“ ist vom 27. Mai bis 15. Juni 2014 eine besondere interaktive Ausstellung unter dem Titel „Rechtsextremismus im Spiegel“ auf der U2_Kulturelle Bildung im Dortmunder U. Traurige Aktualität hat das Thema Rechtsextremismus gerade wieder nach den Europa-und Kommunalwahlen am 25. Mai 2014 in Dortmund erlangt. Vor dem Rathaus haben etwa 25 Anhänger der Partei „Die Rechten“ am Abend der Wahl randaliert und versucht, sich gewaltsam Zugang zum Rathaus zu verschaffen.

 

Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe des Hörder Goethe-Gymnasiums haben in fünf Gruppen während des letzten Schuljahres gemeinsam mit der U2_Kulturelle Bildung und unter Projektleitung der Lehrer Katharina Miekley und Fabian Schlücking die Ausstellung entwickelt. Unterstützt wurden sie außerdem tatkräftig von dem Filmer der U2, Sebastian Salanta.

Das Goethe-Gymnasium darf sich mit Stolz „Schule gegen Rassismus – und Schule mit Zivilcourage“ nennen.

In dem Projektkurs war das Thema vorgegeben. Die Jugendlichen untersuchten verschiedene Aspekte von Rechtsradikalismus wie etwa Judenverfolgung und Widerstand gegen die Nazis. Auch aktuelle Formen des Rechtsradikalismus in Dortmund, so zum Beispiel beim BVB oder in Form von Werbe- und Propagandamaterial wurde unter die Lupe genommen. Dabei spielen der Einsatz von modernen neuen Medien wie Video-Filme und die Möglichkeit interaktiven Recherche für die Besucher/innen, eine wichtige Rolle.

 

Der Schulleiter des Gymnasiums, Christof Nattkemper freute sich, dass die U2_Kulturelle Bildung eine außerschulische Plattform für die jungen Leute bietet, um sich mit weiterreichender Wirkung in die Stadtgesellschaft künstlerisch mit gesellschaftspolitischen Themen auseinander zu setzten.

„Der Projektkurs ist so eine Art Jahresarbeit mit Außenwirkung“, so Nattkemper.

 

Kurt Eichler, Leiter des Dortmunder U und der Kulturbetriebe erklärte: „Es ist ein wichtiges Anliegen der U2_Kulturellen Bildung, Kindern-und Jugendlich diese Plattform zu bieten und dabei spielt neben den traditionellen Kunstformen vor auch der Einsatz moderner Medien eine bedeutende Rolle.“

Neben alten Werbe-und Propaganda Material aus der Zeit des Nationalsozialismus vom Dortmunder Stadtarchiv, haben die Schüler selbst aktiv Befragungen von BVB-Fans zu dem Thema vorgenommen. Das interessante Ergebnis kann von den Besuchern mit Kopfhörer und Videobild verfolgt werden.

Berührend ist vor allem eine Video-Sequenz, bei der Ingeborg Nieswand vom Dortmunder Sprechchor über das Schicksal ihres Bruders, einem Mitglied der Widerstandsgruppe „Die Edelweißpiraten“ in Dortmund berichtet. Diese mutige Widerstandsgruppe hat in unserer Stadt, wie sich auch Inge Nieswand wünscht, eine größere Beachtung verdient!




Theaterwerkstatt präsentiert zwei Produktionen

Tja, was tun, wenn die Gäste ausbleiben? (Foto: © Barbara Müller)
Tja, was tun, wenn die Gäste ausbleiben? (Foto: © Barbara Müller)

Mit „Draußen nur Kännchen „ und „Identität: Pina“ zeigt die Theaterwerkstatt gegen Ende der Spielzeit zwei Premieren im Theater im Depot. Während „Draußen nur Kännchen“ ein bittersüßer Abend sein wird, geht es bei „Identität: Pina“ um das Thema der Identitätsbildung. Am 30. Mai um 20 Uhr hat „Draußen nur Kännchen“ Premiere, „Identität: Pina“ am 13. Juni um 20 Uhr.

 

Es gibt sie noch, die traditionellen Cafés, dessen Inneneinrichtung sich seit Jahrzehnten nicht verändert hat und die Kellnerinnen noch mit traditioneller weißer Schürze herumlaufen. Doch die Gäste bleiben aus, und so müssen sich die vier Damen die Zeit totschlagen. Dabei treten der Frust und die Hoffnungen zu Tage. Für manche ist der Job eine Endstation, eine andere träumt von einer Bühnenkarriere, eine weitere sieht die Gäste als Familienersatz. „Draußen nur Kännchen“ hat keine Vorlage, das Ensemble hat die Texte selbst geschrieben.dazu wird es Gesangs- und Tanzeinlagen geben.

 

Wer ist Pina? Das junge Ensemble (alle zwischen 17 und 23 Jahre) stellt die Frage der Identität in den Mittelpunkt. Das Besondere dabei, Pina tritt nicht auf, andere Personen reden über sie. Das Stück arbeitet auf zwei Ebenen, es gibt ein Theaterstück im Theater, ähnlich wie bei „Der nackte Wahnsinn“. Im Mittelpunkt steht die Frage, die vor allem für junge Menschen wichtig ist: Wie werde ich wahrgenommen? Eine reale Pina taucht nicht auf, sie wird in den Köpfen des Besuchers gebildet. Vermutlich wird jeder ein anderes Bild von Pina im Kopf haben. Auch hier hat das junge Ensemble das Stück selbst erarbeitet.

 

In beiden Stücken führt Barbara Müller Regie. Was auffällt ist, dass beide Stücke ausnahmslos von Frauen gespielt werden. Werden die Männer ausgegrenzt? Nein, bei der Theaterwerkstatt machen wesentlich mehr Frauen als Männer mit, erklärte Müller.

 

Termine für „Draußen nur Kännchen“: 30. Mai 2014 um 20 Uhr sowie 31. Mai 2014 um 20 Uhr.

 

Termine für „Identität: Pina“: 13. Juni um 20 Uhr sowie 14. Juni um 20 Uhr. Zusätzlich noch am 26. Juni um 20 Uhr, dann aber im Kinder- und Jugendtheater im Rahmen des 9. Dortmunder Schul- und Jugendtheaterfestivals.

Wie ist Pina? Alle können von einer anderen Facette ihrer Persönlichkeit berichten. (Foto: © Barbara Müller)
Wie ist Pina? Alle können von einer anderen Facette ihrer Persönlichkeit berichten. (Foto: © Barbara Müller)




Offene Ateliers: Auf Besuch im Dortmunder Süden

Susanne Stofferbeschäftigte sich in diesem Bild mit dem Thema "Drogensucht".
Susanne Stofferbeschäftigte sich in diesem Bild mit dem Thema „Drogensucht“.

Weil der Berichterstatter am Sonntag seinen staatsbürgerlichen Pflichten nachging und in einem Wahllokal die Stimmzettel für die Europa- und Kommunalwahl auszählte, hatte er nur den Samstagnachmittag Zeit, um die Offenen Ateliers 2014 zu erleben. Die Tour führte ihn in den noch unerforschten Süden Dortmunds, wo er aufgrund der weiten Wege nur drei Ateliers besuchte. Dafür aber in drei verschiedenen Vororten. Trotzdem war es ein spannender Nachmittag. Ein Bericht von Michael Lemken.

 

S-Bahn, U-Bahn, Bus und Fußmarsch. Mein erster Besuch führte mich zum Atelier Art-Inn von Susanne Stoffer in Lücklemberg. Stoffer malt fotorealistische Stillleben vorwiegend in Acryl, aber auch mit Pastell, Öl oder Kreide. Ihre Bildideen kreisen um gesellschaftliche Themen. So wird etwa die Gentechnik thematisiert, indem sie Tomaten blaue Farbe gibt. Dennoch sehen sie ebenso appetitlich aus, wie ihre roten Cousinen. So bleibt dem Betrachter des Bildes die Entscheidung unbenommen, wie er zur Gentechnik steht.

Darüber hinaus beschäftigt sich die Künstlerin mit der Symbolik in der Kunst und verarbeitet sie in ihren Bildern. Die Allegorien und Symbole hatten vor allem in der Renaissance eine hohe Bedeutung. So galt die Spinne als Symbol für das Böse und Gefährliche.

Was das Erstaunliche ist: Susanne Stoffe hatte bereits Ausstellungen in Berlin oder Peking, aber noch nie in Dortmund. „Ich würde viel lieber hier ausstellen“, erzählte sie. Bleibt zu hoffen,. Dass sich ihr Wunsch erfüllt.

 

Die Künstlerin Henriette Höfer zeigte ihre Arbeiten im Geotechnik-Institut ihres Mannes in Kirchhörde. Da ihr Mann mit geotechnische Arbeiten während der Vorarbeiten für die Realisierung des Phoenix-Sees involviert war, hat sie unter dem Titel „Kunst trifft Ingenieurskunst“ Fotografien von den Arbeiten an der Baustelle mit Farbe sowie weiteren Materialien bearbeitet. Höfer erweitert die Fotografien, indem sie beispielsweise einen blauen Himmel malt oder die Farbe des Bodens wieder aufnimmt. Besonders schön fand ich die Werke, die ins dreidimensionale weitergedacht wurden.

Daneben zeigte die Künstlerin auch ihre abstrakten Werke. Sie wirken beinahe wie bunte Stereogramme und sorgen dafür, dass das Auge bei jedem Detail hängenbleibt.

 

Mein dritter Besuch brachte mich nach Kleinholthausen auf einem ehemaligen Bauernhof, wo Sandra Frick und Carmen Goeke leben und arbeiten. Frick malt draußen, weil sie mit Spray und Lacken hantiert. Selbst im Winter. „Es ist spannend zu sehen, wie sich Lack bei 1° verhält“, erzählt die Künstlerin. Frick hat in Island gelebt und malt seine „wahre Seele“, nämlich die des Feuers und des Polarlichtes. Ihre abstrakten Werke zeigen die feurige Seite der Vulkaninsel, ihre realistischen Bilder vermitteln auch die raue, karge Einsamkeit.

Goeke hingegen hat sich auf Portraits spezialisiert. „Jeder Mensch hat eine helle und eine dunkle Seite. Ich versuche, auch die dunkle Seite zu zeigen“, sagte die Künstlerin. Manche Bilder wirken durchaus dunkel und bedrohlich, während manche Portraits freundlicher scheinen. Dennoch haben die Portraits durch die Farbgebung etwas unwirkliches, manchmal sogar bedrohliches an sich. Goeke benutzt Fotos nur als Grundidee, nicht als allgemeine Grundlage. Sie malt in Öl sowie in Acryl.

 

Ich hoffe, dass mein Ausflug in den Süden von Dortmund keine Eintagsfliege bleibt, es gibt einiges an Kunst zu entdecken.




Landschaften und Portraits in der Artothek

Halina Alexandra Napierski vor ihrem Bild "Scharnhorster Felder", Acryl auf Leinwand, 2011.
Halina Alexandra Napierski vor ihrem Bild „Scharnhorster Felder“, Acryl auf Leinwand, 2011.

Vom 23. Mai bis zum 04. Juli zeigt die Artothek der Stadt- und Landesbibliothek 22 Arbeiten von Halina Alexandra Napierski unter dem Titel „Zwischen Phantasie und Wahrnehmung“. Kräftige bunte Farben zeichnen die naturalistischen Landschaften und Portraits aus.

 

Blau, Gelb und Rot. Das sind die drei Grundfarben, mit denen Napierski ihre Bilder malt. Die Farben werden direkt mit dem Spachtel gemischt und mit dem Spachtel selbst oder dem Pinsel aufgetragen.

 

Ihre Motive findet sie in ihrer Umgebung, sie malt beispielsweise Szenen aus dem Westfalenpark, dem Rombergpark oder den Scharnhorster Feldern. Aber auch Landschaften aus ihrer Heimat, sie wurde in Brzeg bei Breslau geboren, mal sie gemalt. Dabei schwingt etwas Melancholie mit, wenn aus dem einstigen See eine Müllkippe geworden ist. Zu ihren Portraits sagt sie: „Wir ist es wichtig, den Charakter einer Person hervorzuheben. Wie ist dieser Mensch von innen?“

 

Die Künstlerin ist Autodidaktin, sie bekommt eine Grundausbildung bei den akademischen Malerinnen B. Gronkowska in Breslau. Nachdem sie der Liebe wegen nach Deutschland kommt, beginnt sie seit 2011 als Gasthörerin der TU Dortmund bei Professorin Bettina van Haaren. Bis 2013 hat sie als Dozentin für Malerei gearbeitet.

 

Napierski malt mit verschiedenen Materialien, hauptsächlich aber mit einer Mischung aus Acryl und Öl, hinzu kommt Kreide und Kohle. Auch ihre Herangehensweise an das Malen ist unterschiedlich: Mal arbeitet sie an einem Bild die halbe Nacht, ein anderes mal dauert es mehrere Monate, bis ein Bild fertig ist.

 

Die Öffnungszeiten der Artothek: dienstag und freitags von 10 bis 19 Uhr.