Die Grenze – Ausstellung von Künstlern aus der ehemaligen UdSSR

Parallel zur Ausstellung „Sturm auf den Winterpalast“ wird auf der Ebene 6 des Dortmunder U die Wanderausstellung „Die Grenze“, ein Projekt des Goethe-Instituts Moskau, gemeinsam mit 23 Künstlerinnen und Künstler aus den ehemaligen Sowjet-Republiken. Seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion ist für die alle eine neue Zeit des Umbruchs und Neuorientierung gekommen. Unterstützt wird das Projekt vom Auswärtigen Amt.

Es geht darum, neue Perspektiven auszuloten. Deshalb sind bei diesem Projekt auch vorwiegend junge Künstler beteiligt. Es fand nach und nach ein Prozess von Vernetzungen statt.

Sie beschäftigen sich in unterschiedlichen Arbeiten, Videos und Installationen mit den facettenreichen Thema „Grenzen“ im weiteren Sinne.

Die Problematik des Grenzkonflikts um die Ost-Ukraine sind da nur ein kleiner Teilbereich. Es stellen sich die Fragen um das Grenzland Europa. Wo verlaufen die Grenzen genau zwischen Europa und Asien? Gibt es nicht vielmehr kulturelle Grenzen? Der Kurator der Ausstellung Thibaut de Ruyter (Belgien) erklärte: „Wenn wir zum Beispiel an Karaoke denken, verbinden wir es mit asiatischen Ländern.“

Wenn die Grenze hell leuchtet, treten die Akteure ins Dunkle. (v.l.n.r.) Astrid Wege, Thibaut de Ruyter und Inke Arns.
Wenn die Grenze hell leuchtet, treten die Akteure ins Dunkle. (v.l.n.r.) Astrid Wege, Thibaut de Ruyter und Inke Arns.

Astrid Wege, Leiterin der Kulturprogramme Goethe-Institut Moskau und Initiatorin der Ausstellung, berichtete beim Pressegespräch von der weiten Reise der Wanderausstellung von Beginn am 31. Januar 2017 in Moskau über die verschiedenen russischen Städte. Dabei wurden die Schwerpunkte je nach Standort verändert. So lag dieser in St. Petersburg beispielsweise auf dem Thema „Arbeitsmigration“.

Am Samstag, den 25.11.2017 um 15:00 Uhr ist vor Ort ein Vortrag von Karl Schlögel zum Thema „Grenzland Europa“ als Kontinent der wandernden Grenzen mit Phantomgrenzen im Kopf und brutalen Grenzverletzungen und Grenzverschiebungen.

Am gleichen Tag findet zudem um 15:30 Uhr eine Podiumsdiskussion mit KünstlerInnen des Ausstellungsprojektes „Die Grenze“ statt.

Führungen durch die Ausstellung werden einmal die Woche am Sonntag (ab 26.11.2017) jeweils um 15:00 Uhr angeboten.

Sonderführungen sind buchbar bis fünfundzwanzig Personen (60 € zzgl. Eintritts bez. Gruppenpreis. Ermäßigt: 40 € zzgl. Eintritts bez. Gruppenpreis.

Weitere Informationen unter info@hmkv.de




Plastik – das neue Gold der Zukunft

Der in England und Kenia aufgewachsene Künstler Sam Hopkins kommt mit seiner Installation „Ministry of Plastic“ vor das Dortmund U. Zwei Wochen stand die begehbare Installation während der Weltklimakonferenz vor dem Kunstmuseum in Bonn.
Sie besteht aus einem Schiffscontainer, den der Künstler in eine Außenstelle eines imaginären Ministeriums aus der Zukunft verwandelt hat. Er ist in schwarz gehalten und ist mit einem Recycling-Zeichen versehen. Im Inneren beherbergt er eine hintersinnige Installation. Lassen sie sich überraschen.
Hopkins verändert die Perspektive mit einem Blick in die Zukunft. Der überall präsente Kunststoff ist in seiner voraus blickenden Version ein seltenes und begehrtes Gut, man könnte sagen, das Gold der Zukunft,
Er regt damit zum sorgfältigen Umgang mit diesem Stoff und zum Nachdenken über unsere Wegwerfkultur und Recycling an.
Die Ausstellung ist vom 23.11. bis 03.12.2017 zu den Öffnungszeiten des U zugänglich.. Das gilt auch während des Festivals „Innovation Citizen“. Mit dem Themenstrang „Circular City“, die sich unter anderem mit Strategien gegen gerade diese „Wegwerfgesellschaft“ beschäftigt.

Sam Hopkins zeigt mit seiner Arbeit die Problematik des Plastikmülls.
Sam Hopkins zeigt mit seiner Arbeit die Problematik des Plastikmülls.




Bunter Teller 2017- Inspiration für Weihnachtsgeschenke im Kunstbonbon

Alle Jahre wieder findet im Kunstbonbon in der Chemnitzer Straße (Dortmund) unter dem Motto „Bunter Teller 2017“ eine Art Weihnachtsmarkt der Kunst im kleinen Rahmen statt.

Wer noch Weihnachtsgeschenke sucht, kann sich im Kunstbonbon inspirieren lassen.
Wer noch Weihnachtsgeschenke sucht, kann sich im Kunstbonbon inspirieren lassen.

Es gibt hier vom 25.11.2017 bis zum 29.11.2017 die Gelegenheit, sich ohne Gedränge und in Ruhe für ein Weihnachtsgeschenk für die Lieben inspirieren zu lassen. Sie können dort ausgefallene Geschenke finden und kaufen.

In diese Jahr beteiligen sich sogar zwölf hiesige Künstler an dieser Ausstellung.

Die Bandbreite reicht von seltenen Gedichtbänden und Miniaturbilder von Marlies Blauth, skurrilen Objekten von Frollein Fritz, ausgefallenen Schmuck, Leuchtpudding und Taschenbilder von Katja Struck oder Krempelkunst) (Engel, Karten , Objekte , Zeichnungen) von Karin Schmidt. Das ist natürlich noch lange nicht alles. Im Angebot sind auch Skulpturen, Kalender, Windlichter, Panoramafotos und vieles mehr. Es lohnt sich, viel Zeit zum stöbern (und kaufen) zu nehmen.

Die Vernissage ist am Samstag, den 25.November 2017 um 15::00 Uhr im Kunstbonbon.

Die Ausstellung ist bis zum 29. November 2017, dienstags von 13:00 bis !8:00 Uhr, freitags von 15:00 bis 20:00 Uhr und samstags von 12:00 bis 15:00 Uhr zu sehen.

Der Eintritt ist wie immer frei.

 




Martin Kesper und Rolf Sablotny in der Galerie Dieter Fischer

In der Galerie Dieter Fischer im Depot Dortmund ist vom 24.11.2017 bis zum 17.12.2017 unter dem Motto „…mal sehen!“ (Fotografien, Video, Skulptur) eine besondere Ausstellung zu sehen.

Martin Kesper präsentiert Naturfotografien in der Galerie Dieter Fischer.
Martin Kesper präsentiert Naturfotografien in der Galerie Dieter Fischer.

Zwei Künstler, ein Fotograf und ein Bildhauer (Holzskulpturen), stellen gemeinsam ihre Werke aus. Die Besucherinnen und Besucher können dann „mal sehen“, wie die unterschiedlichen Kunstwerke in einem Gesamtkonstrukt zusammen wirken.

Da sind zum einen die zweiundzwanzig kleinen und zehn großformatigen Fotografien von Martin Kesper (Unna). Am besten passt zu seinen Wald und Naturfotografien der Ausdruck „Waldeinsamkeit“. Eine Wortschöpfung aus der Romantik, die aus dem Jahr 1796 stammt und von dem Autor Ludwig Tieck geprägt wurde.

Die großformatigen Natur und Waldfotografien, zumeist in Schwarz-Weiß, als auch die farbigen Fotografien im Kleinformat entstanden in den noch ursprünglichen Waldgebieten im bayrischen Wald, Thüringen, Hiddensee oder sogar Neuseeland. In der näheren Umgebung von Nordrhein-Westfalen waren solch urige, naturbelassenen Gebiete, die Kesper für sein Vorhaben suchte, nicht zu finden. Entstanden sind atmosphärisch geheimnisvolle Fotografien, die die Fantasie des Betrachters anregen.

Nicht nur Fotografien, sondern auch das einminütiges Video „Ansichtssache“ vom Künstler ist während der Ausstellung (mit einminütigen Pausen) in Dauerschleife zu sehen. Es ist ein ausdrucksstarkes Video, das nachhaltig wirkt und zum Nachdenken anregt. Martin Kesper wurde unter anderem mit diesem Video beim „zeitimpuls shortfilm festival“ 2017 in Wien nominiert und erreichte Platz Drei unter vielen Einreichungen.

Rolf Slabotny mit seinem "Wegweiser" und anderen Arbeiten.
Rolf Slabotny mit seinem „Wegweiser“ und anderen Arbeiten.

In diese Waldlandschaften fügen sich die farbenfrohen und lebendigen Holzskulpturen des Dortmunder Bildhauers Rolf Sablotny in klein und groß wunderbar ein. Die Figuren, entstanden in den letzten Jahren, sind in ihrer Form oft als Torso reduziert. Gerne stellt der Künstler seine menschliche Figuren als Wegweiser dar. Farbe und Bewegung sind für ihn wichtige Elemente seiner Arbeit. Seine Darstellungen sollen Spaß machen und sind nicht so ernst zu nehmen. Die Figuren sind durch eine prägnante Mimik und Gestik gekennzeichnet. Sablotny benutzt unterschiedlichste Materialien von Sandstein bis zum modernen wetterfesten Kunststoff.

Die Vernissage der Ausstellung findet am Freitag, den 24.11.2017 um 19:00 Uhr in der Galerie Dieter Fischer im Dortmunder Depot statt.

Öffnungszeiten: donnerstags 17:00 bis 20:00 Uhr und gerne nach Vereinbarung.

Näheres erfahren sie unter info@gloger-kunst.de




Heide Kemper – Glaskunst mit aktueller Brisanz

Die Städtische Galerie Torhaus Rombergpark zeigt vom 19.11.2017 bis zum 10. 12.2017 in ihren besonderen Räumlichkeiten die neue Ausstellung „Zehn Milliarden“ von der Dortmunder Glaskünstlerin Heide Kemper.

Inspiration für ihre Ausstellungsschau war das Buch „Zehn Milliarden“ des Wissenschaftler Stephen Emmott. Darin zeichnet er ein zusammenhängendes und aktuelles Bild über die Lage unseres Planeten. Umweltzerstörung, Klimawandel, Kampf um Ressourcen und Überbevölkerung sind das Thema. Vertreibung und Flucht vieler Menschen sind die Folge.

Damit beschäftigt sich auch Kemper mit ihren künstlerischen Werken. Es geht ihr aber insbesondere um die Bewahrung unseres Planeten mit all seinen Lebewesen.

Gezeigt werden Objekte, Installationen und „Glasbilder“ mit modernem Phototransfer-Verfahren, eingeschlossenen natürlichen Objekten (Asche von in Glas eingeschmolzenen Blättern aus dem Rombergpark).

Heide Kemper zeigt unter anderem Glasarbeiten, die mit der Fusing-Technik entstanden sind.
Heide Kemper zeigt unter anderem Glasarbeiten, die mit der Fusing-Technik entstanden sind.

Sie arbeitet mit viel Experimentierfreude mit verschiedenen Techniken, Sandstrahlen, Ofen- und Sandguss oder das Glasfusing. Diese Technik bezeichnet das Verschmelzen von Glas mit unterschiedlichen Farben und Formen in einem speziellen Brennofen bei über 800 Grad Celsius. Das transparente Material hat sie schon sehr früh fasziniert.

In der Mitte des Raumes ist eine eindrucksvolle Flüchtlingsbarke aus hunderten verformter Flaschen platziert. Sie stammen eigentlich aus ihrer ersten Arbeit mit verbogenen Flaschen aus dem Jahr 1996 („Fliehende“) anlässlich der Verfolgungen in Ruanda.

Mit ihren großformatigen Fusing-Arbeiten widmet sie sich der Zerstörung des Regenwalds sowie Reichtum und Armutsflucht.

Kleine Spiegelkästen (mit vier Spiegeln), die von außen aussehen wie offene Geschenkpakete ermöglichen uns den Blick auf eine unendliche Projektion von Menschen und Ressourcen.

Die Vernissage ist am Sonntag, den 19.11.2017 um 11:00 Uhr in der Städtischen Galerie Dortmund Torhaus Rombergpark.

Einführung: Dr. Rudolf Preuss

Die Künstlerin ist anwesend.




Das Hoesch-Kindererholungsheim – „Auf dem Berge“

Mit der Sonderausstellung „Auf dem Berge“ – Das Hoesch-Kindererholungsheim Schledehausen im Osnabrücker Land vom 12.November 2017 bis bis zum 18. Februar 2018 setzt sich das Hoesch-Museum näher mit den Hintergründen und Zusammenhängen dieses Teils der Unternehmensgeschichte auseinander.

Wie Michael Dückershoff, Leiter des Museums und Kurator, erklärte, entwickelte sich die Idee zur Ausstellung auf Basis eines Buches über das Kindererholungsheims von Paul Wahl zu diesem Thema. Der Autor stammt selbst aus Schledehausen und wurde zum Hobby-Historiker. Zusammen mit seinen Mitarbeitern folgte eine anderthalbjährige Recherche im Konzernarchiv von ThyssenKrupp sowie dem Stadtarchiv Dortmund. Hilfreich war auch eine Zeitzeugin, die sich auf einem Zeitungsaufruf gemeldet hatte.

Im Mittelpunkt steht die Hoesch-Zeit des Kindererholungsheims von 1911 bis 1937. Die Mit-Kuratorin Brunhild Kanstein erläuterte die schwierigen sozialen Bedingungen in dieser Zeit. Die Familien und vor allem die Kinder waren durch den 1. Weltkrieg, Ruhr-Besetzung, Inflation, Weltwirtschaftskrise und die daraus folgende Arbeitslosigkeit stark gebeutelt. Die Kinder litten an Hungersnot und waren unterernährt.

Im Frühjahr 1921 übernahm die Hoesch AG aus Dortmund ein großes Grundstück des ehemaligen Sanatoriums Schledehausen im östlichen Landkreis Osnabrück und richtete ein Jahr später ein Erholungsheim für die Kinder ihrer Mitarbeiter ein. Dreißig MitarbeiterInnen, meist aus der Umgebung, kümmerten sich unter der Leitung von Oberin Tilly um die Kinder.

Zu sehen sind in der ersten Ausstellungsabteilung die Baupläne, Einrichtungen und die Umgebung des Erholungsheims. Die Kinder wurden nach ihrer Ankunft zunächst medizinisch untersucht, und im weiteren Verlauf ihre Gewichtszunahme genau protokolliert. Frische Luft und gutes Essen waren von besonderer Bedeutung

Die Ausstellung mitkuratiert von Brunhild Kanstein, zeigt die bewegende Geschichte des Kindererholungsheims.
Die Ausstellung, mitkuratiert von Brunhild Kanstein, zeigt die bewegende Geschichte des Kindererholungsheims.

Der zweite Teilabschnitt zeigt, wie das Leben dort aussah. Der Tagesablauf war stark strukturiert.Neben den fünf Mahlzeiten gab es neben Schulung für die älteren Kinder auch viele Ausflüge in die Umgebung an der frischen Luft. Die vielen Dokumente und Fotografien sowie einige Requisiten geben einen eindrucksvollen Einblick in das Leben in diesem Erholungsheim.

In den 1930iger versuchten die Nationalsozialistische Volkswohlfahrt (NSV) mit immer stärkerem Nachdruck, auch für die Kindererholungsheime Totalitätsansprüche durchzusetzen. Letztendlich wurde das Hoesch-Kindererholungsheim 1937 ganz an die NSV abgegeben.

Übrigens: Das Hoesch-Museum bietet ein spezielle Programm für Kindergruppen an!

Anmeldungen sind unter 0231/ 844 58 56 (Geschäftsstelle).

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 12. November 2017 um 11:00 Uhr im Hoesch-Museum eröffnet.

Begrüßung: Priv.-Doz. Dr. Karl Lauschke (Vorsitzender der Freunde des Hoesch-Museums e.V.)

Grußwort: Michael Dückershoff (Leiter des Hoesch-Museums)

Einführung: Paul Wahl (Historiker Schledehausen)




Die Artothek zeigt „Gesichter – Figuren – Rot“

Die in Riesa geborene Künstlerin Monika Schliep zeigt in der Zeit vom 10.11.2017 bis zum 22.12.2017 in der Artothek der Dortmunder Stadt- und Landesbibliothek unter dem Titel „Gesichter – Figuren – Rot“ überwiegend großformatige Ölbilder auf Leinwand, darunter etwa Musiker-Porträts oder stilisierte Figuren. Außerdem Acrylbilder mit grober schwarzer Strichführung, denen aber die Freude an der Farbe und Dynamik anzusehen ist.

Wie das Ausstellungs-Motto besagt, überwiegt bei ihren Ölbildern vor allem die Farbe Rot.

Die Ausstellung ist dienstags und freitags zwischen 10:00 und 19:00 Uhr in der Artothek zu sehen.

Die Farbe "Rot" ist ein wichtiger Bestandteil in den Arbeiten von Monika Schliep. (Foto: © Tim Reckmann / pixelio.de)
Die Farbe „Rot“ ist ein wichtiger Bestandteil in den Arbeiten von Monika Schliep. (Foto: © Tim Reckmann / pixelio.de)




Bewegung als Bindeglied zwischen Kunst und Gesundheit

Seit fünf Jahren stellt die BundesInnungskrankenkasse BIG direkt gesund den vier Dortmunder Künstlerverbänden (BBK Ruhrgebiet, BBK Westfalen, Dortmunder Gruppe, Westfälischer Künstlerbund Dortmund) ihre große Ausstellungshalle im Eingangsbereich (BIG gallery) für Ausstellungen zur Verfügung. Höchste Zeit, jetzt einmal ein gemeinsames Projekt unter dem Titel „Bewegung“ (12.11.2017 bis zum 17.12.2017) auf die Beine zu stellen. Für die Krankenkasse ist Bewegung als Faktor für die Gesundheit von immenser Bedeutung.

Aus der Sicht der Kunst ist Bewegung Voraussetzung für kreative Arbeit, kritische Auseinandersetzung und stetige Weiterentwicklung.

Fotodesignerin Petra Böttcher Reiff vor ihrem Beitrag Zeitraffer 1/2017
Fotodesignerin Petra Böttcher Reiff vor ihrem Beitrag Zeitraffer 1/2017

Die vierundvierzig ausstellenden KünstlerInnen setzen sich in ihren diversen Werken mit dem Thema „Bewegung“ und seinen vielfältigen Aspekten auseinander.

Zu sehen sind Öl-oder Acryl-Bilder auf Leinwand in unterschiedlichen Formaten, Fotografien und eine größere Installation.

Die Krankenkasse freut sich darüber, in die Ausstellung mit einbezogen zu werden.

Erstmals honoriert sie die Kunst durch die Auslobung eines BIG-Kunstpreises, der mit 2.000 Euro dotiert ist. Die Künstler haben den Wunsch geäußert, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der BIG über den Preisträger entscheiden. Sie können im Internet der BIG ab Montag (13.11.2017) ihr Votum abgeben. Am 17.12.2017 wird die Gewinnerin oder der Gewinner vor Ort bekannt gegeben.

Darüber hinaus bietet die BIG ein Videoprojekt als Beitrag für die Ausstellung. Ein 360 Grad-Video zeigt auf vier Bildschirmen interessante Impressionen vom Urban-Trail (22.10.2017) in Dortmund. Zur Eröffnung kann das Video mit einer sogenannten Virtual-Reality-Brille betrachtet werden. Das Equipment und Know-how stammt von der Dortmunder Firma viality.

Die Ausstellung wird am Sonntag, dem12.11.2017 um 11:00 Uhr in der BIG gallery (BIG direkt gesund) Rheinische Straße 1, 44137 Dortmund eröffnet.

Grußwort: Jörg Stüdemann

Stadtdirektor und Kulturdezernent

Einführung: Dr. Günter Rückert

Westfälischer Künstlerbund Dortmund




Aimé Mpane – Kraftvolle Kunst aus dem Kongo

Im Augenblick steht der Kontinent Afrika mit seiner innovativen und jungen Bevölkerung im künstlerischen Blickpunkt verschiedener Ausstellungen in Dortmund. So ist im Augenblick zum Beispiel die Schau „Afro-Tech and the Future of Re-Invention“ im Dortmunder U (HMKV) zu sehen.

Eine weitere Facette eröffnet sich nun mit der Ausstellung „Ich habe vergessen zu träumen“ des im Kongo geborenen und in Brüssel lebenden Künstlers Aimé Mpane im Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK). Diese ist vom 31. Oktober 2017 bis zum 04. März 2018 mit seinen vielschichtigen Bildern, Objekten und Installationen im dortigen Studio zu bestaunen.

Schon im Jahr 2012 wurden Arbeiten des Künstlers aus der Reihe „Kinshasa“ im MKK gezeigt. Seine farbenfrohen und ausdrucksstarken Arbeiten befassen sich mit dem Erbe des Kolonialismus in Afrika (speziell Kongo) und dessen Spuren. Den Titel „Ich habe vergessen zu träumen“ kann man, so der Leiter des MKK Dr. Jens Stöcker, auch zweideutig sehen. Es kann neben „vergessen“ die Bedeutung „verlernen zu träumen“ haben.

Das Erbe des Kolonialismus im Kongo ist Gegenstand der Arbeiten von Aimé Mpane.
Das Erbe des Kolonialismus im Kongo ist Gegenstand der Arbeiten von Aimé Mpane.

Thematisch geht es Aimé Mpane zudem um die Darstellung des komplexen Begriffs „Frieden“. Das „Problem“ des Kongos ist sein Reichtum an Bodenschätzen wie etwa Gold oder Kohle. Der Hinweis auf eine der vielen verschwiegenen Goldminen schon am Eingang der Ausstellung ist da deutlich. Daneben sind verschiedene in goldener Farbe auf einem Holzrelief zu sehende Zahlenflut. Sie verdeutlicht einerseits, wie viel Geld die Minenbesitzer im Laufe der Jahre gescheffelt haben, und wie viele Menschen durch die harte Arbeit in den Minen sterben mussten.

Im Zentrum des Raumes ist eine imposante Installation platziert, die Reichtum und Schönheit der afrikanischen Tierwelt, der Bedrohung durch Ausbeutung, Waffen oder fundamentalistischer Religion gegenüber stellt. Alles ist mit bunten Fäden miteinander verwoben. Die Wandbilder und diversen Objekt sind vorwiegend aus natürlichen Stoffen wie Holz angefertigt und von mehrdeutiger Symbolkraft.

Gesuchte Synonyme für den Begriff „Frieden“ werden in ihrer Fragilität und Realität plastisch vor Augen geführt. So sieht man beispielsweise über dem Synonym „Sicherheit“ einen Holzkopf, der eine löchrige, fragile Holzkonstruktion eines Ballons aufbläst. Mpane gelingt es, auch Brüche und Leid im Leben der verschiedenen Menschen im Kongo lebendig werden zu lassen.

Neben den negativen Folgen von Kolonisation, wie Ausbeutung oder Korruption und Terror, drücken die Werke auch viel Hoffnung, Mut, Stolz und Selbstbewusstsein der schwarz afrikanischen jungen Bevölkerung aus.




Frank Ifang und Thomas Meinecke präsentieren Kozmic Blues

Die Galerie Dieter Fischer im Dortmunder Depot zeigt vom 26. Oktober bis 19. November 2017 in ihren Räumlichkeiten die Ausstellung „Kozmic Blues – Fotografie“, eine Gemeinschaftsausstellung von Frank Ifang und Thomas Meinecke. Das Motto der Ausstellung ist von dem gleichnamigen Song der Rocksängerin Janis Joplin (1943 – 1970) inspiriert. Diese Ausstellung steht im Zeichen der künstlerischen Arbeiten zweier Fotografen. Es geht dabei nicht Bearbeitung oder Verfremdung von Fotografien, sondern um das Sehen in einem besonderen und speziellen Augenblick.

Thomas Meinecke und seine bewegten Blätter.
Thomas Meinecke und seine bewegten Blätter.

Die zwanzig Fotografien des in Wetter lebenden Thomas Meinecke auf der linken Seite der Galerie nehmen den größten Platz ein. Meinecke versucht, die Bewegung von verschiedenen Blättern in seinem besonderen Moment mit der Kamera ohne Hilfe von Belichtung aufzufangen. Die Zeitspanne für die Arbeiten nahm über fünfzehn Jahre in Anspruch. Fotografieren konnte er natürlich immer nur im Herbst.

Außerdem war der Zeitpunkt mit vergleichbaren Lichtverhältnissen von immenser Bedeutung. Auf die jeweiligen Windverhältnisse und unterschiedlichen Flugbahnen hatte er keinen Einfuß. Entstanden sind kosmisch anmutende Fotografien mit interessanten Färbungen. Ob Buchenblatt oder das Blatt eines Gingko-Baumes, sie sind für den Betrachter nicht mehr genau als solche zu erkennen. Die faszinierend leuchtend sphärisch wirkenden Objekte bieten viel Raum für die Fantasie.

Der Wuppertaler Fotograf, Kunstberater und Kulturmanager Frank Ifang beschäftigt sich schon seit den1980er-Jahren mit der Experimentalfotografie und der Fotomalerei. „Es geht mir um Motiv und Struktur, und ich weiß, wo ich hin will,“ erklärte Ifang.

Frank Ifang und seine Bildermalereien.
Frank Ifang und seine Bildermalereien.

In seinen experimental-fotografischen Arbeiten entstehen Formen und Farben, die mit Hilfe von Licht und Schatten vor der Kamera erzeugt werden. Es sind interessante schwarz-weiße Strukturen zu erkennen, die viele Interpretationsmöglichkeiten eröffnen.

Beim erneuten Betrachten fallen immer wieder neue Details auf. So ist auf einer Fotografie oben beim genauen Hinsehen ein Kirchturm zu sehen. Ein kleiner Hinweis, dass es sich um eine Stadtfotografie handeln könnte. Es bietet sich viel Raum für individuelle Deutung an.

Bei seine in den Farben kräftigen und intensiven Fotomalereien mit stürmischen Wolkenkonstellationen ist erst auf den zweiten Blick zu erkennen, dass es sich nicht um gemalte Bilder auf Leinwand handelt.

Das verbindende der beiden Künstler: Es kommt auf den besonderen Augenblick an.

Achtung! Die Vernissage ist abweichend vom üblichen Freitag dieses Mal am Donnerstag, den 26. Oktober 2017 um 19:00 Uhr in der Galerie Dieter Fischer im Depot.

Musik: Mail Hester, Akkordeon, Worte: Hartmut Gloger (Kurator)

Finissage: Sonntag: 19. November 2017 von 17:00 bis 19:00 Uhr.

Öffnungszeiten: Donnerstags 17.00 bis 20:00 Uhr und nach Vereinbarung.