Informelle Malerei von Katja Oelmann im Torhaus

BlickDicht“ heißt die nächste Ausstellung in der städtischen Galerie Torhaus Rombergpark: Die Iserlohner Künstlerin Katja Oelmann stellt Gemälde und Zeichnungen vom 11. Februar bis 4. März aus.

DieKünstlerin bekennt sich ausdrücklich zur informellen Malerei. Es ist ein ganz eigener Stil, den sie in ihrer noch jungen Kunstlaufbahn bereits entwickelt hat. Seit August 2016 trat Sie dem Westfälischen Künstlerbund e.V. (wkd) bei und hatte Ihre erste gemeinsame Ausstellung im Baukunstarchiv NRW (ehemaliges Museum Ostwall) Ostwall 7, 44135 Dortmund.

Katja Oelmann ist zu gast in der Galerie Torhaus Ro,bergpakr mit ihren Bildern und Grafiken. (Foto: © Katrin Gellermann)
Katja Oelmann ist zu gast in der Galerie Torhaus Ro,bergpakr mit ihren Bildern und Grafiken. (Foto: © Katrin Gellermann)

Ihr malerisches Handwerk erlernte die Künstlerin in Kursen, vertiefte ihr Wissen mit Visitationen bei zahlreichen etablierten Künstlern. „Entscheidend für meine heutigen Werke ist allerdings mein Hang zum Autodidaktismus, so dass ich meinen Stil permanent weiterentwickelt habe und weiterentwickeln werde.“ Außer auf Leinwand, arbeitet Katja Oelmann auf unterschiedlichen Materialien wie Holz und Stoff. Die Linie, dem kraftvollen Strich gilt ihre besondere Aufmerksamkeit.

An ihre Arbeit erhebt sie höchstmögliche Ansprüche, sie ist immer bis aufs Äußerste selbstkritisch: „Erst wenn ich durch und durch von einer Arbeit überzeugt bin, zeige ich sie der Öffentlichkeit.“




Neuer Glanz für alte Schätze im Kunstbonbon

Die kleine Galerie Kunstbonbon in der Chemnitzer Str. 11 in Dortmund zeigt vom 10.02. bis 10.03.2018 ihre neue Ausstellung „Der Fisch, der sich nicht allein über die Straße traute“. Schräg wie dieser Titel klingt auch der Name der Künstlerin: Petra Komorowski aka Frollein Fritz. Diese hat sich schon seit längerer Zeit dem Upcyclinggedanken verschrieben. Gegenstände aus vergangenen Jahrzehnten, die auf Flohmärkten zum Verkauf angeboten werden oder dem Sperrmüll landen, werden von ihr fantasievoll und mutig kombiniert und erhalten so neuen Glanz.

Fische von Frollein Fritz zu sehen im Kunstbonbon. (Foto: © Kunstbonbon)
Fische von Frollein Fritz zu sehen im Kunstbonbon. (Foto: © Kunstbonbon)

So wird der geliebte Teddybär aus Kindertagen mit Hilfe eines Lampenschirmchens aus Pergament „erleuchtet“, oder alte rustikale Stehleuchten und Dielenschränkchen überarbeitet. Ob Tapeten- oder Stoffreste, Kissen, Spielzeug, Lampenschirme , Ziergegenstände und anderes werden von ihr in Collagen und Objekten kombiniert.

Die Künstlerin findet seltene Stoffe „zur Verarbeitung“ bei Resterampen. Außerdem hat sie auch ihre „geheimen Quellen“ .

Und um das alles für die Gäste verständlicher zu machen, wird es bei der Vernissage auch eine Art „live act“ geben: „Erichphone Mannstein & Frollein Fritz“ geben eine einführende Darbietung (Text & Geräusche).

Die Vernissage findet am 10.02.2018 um 15:00 Uhr im Kunstbonbon statt.

Die Ausstellung dauert bis zum 10.03.2018 und ist di 13-18, fr 15 – 20 und sa 12 – 15 Uhr zu sehen.

Der Eintritt ist wie immer frei.




Material/An/Sammlung – Sachen suchen Bedeutung

Das Dortmunder Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) öffnet sich unter anderem durch Interaktion und Kooperation mit der hiesigen Technischen Universität (TU) nach außen.

Mit der Ausstellung „Material/An/Sammlung“ vom 02.02.2018 bis 13.05.2018 im „Stadtlabor“ (Erdgeschoss) bringen fünf Kuratorinnen der TU Dortmund (Masterstudiengang Kulturanalyse und Kultur) unter Leitung von Dr. Michaela Haibl fünf Objekte aus der Sammlung der TU mit 15 ausgewählten Objekten der Dauerausstellung im Haus in einen visuellen und wissenschaftlichen Zusammenhang.

Diese sind mit einem grünen Klebestreifen und Bodenbeschriftung gekennzeichnet.

Die fünf Objekte:

Bei den Objekten handelt es sich um ein Paradekissen (Kuratorin: Linda-Katharina Oetjen), ein Paar Turnschuhe (Kuratorin: Jessica Russ), Perlonstrümpfe ( Kuratorin: Laura Wohlbold), die vietnamesische Nationaltracht Áo Dài (Kuratorin: Katharina Armbrecht) sowie eine Damenunterhose um 1900 (Daniela Sunderhaus).

Die Studierende widmeten sich der Verbindung von Dingen, Material und Bedeutung.

Grundlage dabei bildeten aktuelle Forschungen zum „Material Turn“. Diese Forschungsperspektive richtet sich auf die Materialität und Präsenz von Dingen im historischen Kontext. Es lassen sich dabei die verschiedenste, auf den ersten Blick nicht zu erkennende Verknüpfungen herstellen. Welche Geschichte erzählen die Objekte etwa durch ihr Material, Herkunft, Herstellungsart und ihre Verwendung?

Die Besucher können sich auf die Suche machen und sich anhand eines Spiralblocks mit Grundrissen, Bildern und Texten den Objekten mit dem Fokus auf ihre Materialität und Bedeutungen nähern.

Bringen verschiedene Stücke aus der Sammlung in Zusammenhang (v.l.n.r.) Jessica Russ, Laura Wohlbold, Katharina Armbrecht, Linda-Katharina Oetjen, Daniela Sunderhaus (alle TU Dortmund) sowie Dr. Michaela Haibl (Institut für Kunst und Materielle Kultur TU Dortmund) und Dr. Jens Stöcker (Direktor MKK).
Bringen verschiedene Stücke aus der Sammlung in Zusammenhang (v.l.n.r.) Jessica Russ, Laura Wohlbold, Katharina Armbrecht, Linda-Katharina Oetjen, Daniela Sunderhaus (alle TU Dortmund) sowie Dr. Michaela Haibl (Institut für Kunst und Materielle Kultur TU Dortmund) und Dr. Jens Stöcker (Direktor MKK).

Anhand der „Perlonstrümpfe“ will ich hier nur zwei „Verknüpfungen“ mit Objekten der Dauerausstellung als Beispiel erwähnen. Neben vielen andren Dingen ist dort ist der sogenannte „Kaiserbecher“ zu sehen. Der damalige Kaiser Wilhelm II. (1859-1914) hatte aus diesem Pokal anlässlich der Einweihung des Dortmunder Hafens im Jahr 1899 getrunken. Für den speziellen Bechers wurde neben glänzendem Edelmetall auch Steinkohle verwendet. Dieses für das Ruhrgebiet charakteristische Material Steinkohle ist auch Grundlage für die Perlonstrümpfe.

Seit den 1920iger Jahren widmeten sich wiederum die ausgestellten Schönheits-Magazine den Beinen der Damen und den neuen Feinstrumpfhosen. Dort wurden unter anderem Wege zu schlanken Beinen und deren Pflege diskutiert. In Zeiten des Männermangels nach dem Ersten Weltkrieg war Schönheit und Selbstoptimierung für die Frauen ein probates Mittel, um Aufmerksamkeit zu erlangen. Nach dem Zweiten Weltkrieg sollten die neuen Perlonstrümpfe diese dann zur Geltung bringen.

Falls den Besuchern noch andere Verbindungspunkte auffallen, können sie diese auch auf einer Tafel im Stadtlabor im Erdgeschoss bei den fünf Objekte vermerken.

Die Ausstellungsschau wird am Freitag, den 01.02.2018 um 18:00 Uhr mit einem Vortrag von Prof. Dr. Monika Wagner (Hamburg) „Textilien in Kunst und Mode“ eröffnet.

Weitere Informationen, auch zum Begleitprogramm erhalten Sie unter:

Telefon: 02321/ 5025522




Hätte, sollte – Jeder Wechsel ist auch eine Chance

Feststeckend im Alltagstrott träumt man von den verpassten Möglichkeiten. Bis sich plötzlich die Chance auf einen Neubeginn eröffnet – wenn auch zwangsweise. Das Tanztheater der Tanzwerkstatt KOBIseminare präsentierte mit „Hätte, sollte“ im Theater im Depot ein schönes Stück um die Möglichkeit des Ausbruchs um eine nervtötende Routine. Ein Premierenbericht vom 27.01.2018.

Zwölf Mitarbeiterinnen des Logistikunternehmens „Schnittelbeck&Söhne“ bei ihrer täglichen Arbeit. Pakete schleppen, frankieren, hin- und herräumen. Die tägliche Monotonie. Es wirkt beinahe als hätte Choreografin Birigt Götz sich im neuen Logistikzentrum von Amazon umgesehen und die monotonen Arbeitsabläufe in Tanzbewegungen umgewandelt. In der Pause unterhalten sich die Arbeiterinnen über ihre Träume und verpassten Chancen.

Gelungenes Tanztheater um Routine und die Chancen auf einen Neubeginn. (Foto: © Theater im Depot)
Gelungenes Tanztheater um Routine und die Chancen auf einen Neubeginn. (Foto: © Theater im Depot)

Als in der nächsten Pause die Nachricht mit der Kündigung kommt, werden die Frauen aufmüpfig. Sie wollen doch gerne mal wissen, was so in den Kisten ist. Dabei stellen sie fest, dass die Firma nach Taiwan umzieht.

„Hätte, sollte“ ist ein munteres Stück. Tanzeinlagen und gesprochene Elemente wechseln sich ab und machen das Stück sehr lebendig. Sehr gut gelungen sind die verschiedenen Charaktere wie die verkappte Musical-Sängerin oder die Kollegin mit dem schwäbischen Dialekt, um nur zwei Beispiele heraus zugreifen.

Neben elektronischer Musik wurde noch nach Musik aus den 80ern getanzt, als die Damen ein Paket mit Vinyl-Schallplatten öffnen. ABBA, Kool & and the Gang und weitere wurden zum musikalischen Trip in die Jugendzeit.

Die Moral der getanzten Geschichte: Jeder Neubeginn bietet immer wieder auch die Chance, seine Träume zu verfolgen. Die weiteren Termine für das Stück sind am 30. und 31. Januar um 20 Uhr im Theater im Depot.




Fotokunst von Peter Reinke in der Galerie Dieter Fischer

Die Galerie Dieter Fischer im Depot zeigt vom 26.01.2018 bis zum 25.02.2018 zwanzig Fotokunstwerke des Graphik-Designers Peter Reinke (Jahrgang 1937) aus Bramsche bei Osnabrück. Unter dem Titel „125/5,6 – Spüre die Welt“ sind 20 großformatige Fotokunstwerke in den Räumlichkeiten der Galerie zu sehen.

125/5,6 beinhaltet die fotometrische Formel „Zeit mal Intensität“. Das ist nicht nur ein inspirierendes Leitthema für Peter Reinke, sondern assoziiert für ihn das Leben und schärft seine spezielle Sichtweise auf die Welt.

Peter Reinke schafft aus mehreren Fotografien am Computer Lichtbilder. (Foto: © Galerie Dieter Fischer)
Peter Reinke schafft aus mehreren Fotografien am Computer Lichtbilder. (Foto: © Galerie Dieter Fischer)

Beeinflusst wurde diese von dem Buch „Spüre die Welt“ des dänischen Sachbuchautors Tor Nørretranders. Insbesondere der von ihm geprägte Begriff der „Exposition“ als für absichtlich ausgelassene Information haben Peter Reinke beeinflusst und eine technische Entsprechung in seiner Fotokunst gefunden.

Der Künstler gestaltet aus mehreren Fotografien mit Hilfe der der technischen Möglichkeiten am Computer Lichtbilder.

Mit Hilfe des fotografischen Werkzeugs versucht er, Vergangenheit und Zukunft gleichermaßen existierend darzustellen, Dinge aus dem Dunkel ins Licht zu holen, unwichtiges von der Bildinformation weg zu lassen, eine verborgene Wirklichkeit heraus zu kitzeln und die Fantasie anzuregen.

Eine spannende Entdeckungsreise für das Publikum.

Die Ausstellungseröffnung findet am Freitag, den 26.01.2018 um 19:00 Uhr in der Galerie Dieter Fischer im Depot statt.

Musik: Maik Hester, Konzertakkordeon; Worte: Hartmut Gloger

Finissage: Sonntag: 25.02.2018, 17:00 – 19:00 Uhr

Öffnungszeiten: donnerstags 17:00 – 20:00 Uhr und gerne nach Vereinbarung

Näheres unter info@gloger-kunst.de oder telefonisch unter 0171 264 79 72.




Die Trinität von Farbe, Licht und Raum im Künstlerhaus

Das Künstlerhaus Dortmund zeigt in seinen speziellen Räumlichkeiten vom 27.01. – 04.03.2018 eine Ausstellung, die sich als Gesamtkonzept mit der scheinbar untrennbaren Trinität von Farbe .Licht.Raum. beschäftigt. Die sinnliche Seherfahrung, die uns das Licht ermöglicht, ist ein bildgebender Bestandteil der Raum bezogenen künstlerischer Arbeiten. In diesen kann das Licht selbst wiederum zur Farbe werden. So vereint das Konzept der Ausstellung künstlerischen Positionen der Malerei, Skulptur und Installation, um den Betrachtern fantasievolle gedankliche und visuelle Räume in und mit den Kunstwerken zu eröffnen.

Beteiligt sind acht gestandene freie Künstlerinnen und Künstler aus Dortmund, Düsseldorf, Breda oder Berlin. Jeder bringt sich in seiner eigenen künstlerischen Position ein.

Die Dortmunder Malerin Sybille Hassinger nutzt Farbe und Licht als wichtige Faktoren für die Bildfindung. Ihre großformatigen Bilder, zumeist Ölfarben auf Leinwand, sind durch Dynamik, filigranen Gitterfeldern, Kreisen oder Kreisformen und dem Dialog von einerseits pastellzarten Farben und kräftigen Farbflächen und mehreren Schichtungen gekennzeichnet.

Interessant sind die Zeichnungen auf Aluminium der Berliner Künstlerin Nicole Jana. Ob als Bindeglied zwischen Malerei und Plastik und eigenständige Objekte. Auf mehreren Schichten mit Papier sind reliefartige Strukturen angelegt und spiegeln das Licht auf eigenartige und reizvolle Weise. Farbe wird von der Hinterseite aufgetragen. Der Betrachter wird durch die Spiegelungen Teil des Reflexionsraumes.

In der Arbeit von Rainer Splitt erobert die gelbe Farbe den Raum. (Foto: © Künstlerhaus Dortmund)
In der Arbeit von Rainer Splitt erobert die gelbe Farbe den Raum. (Foto: © Künstlerhaus Dortmund)

Der Maler und Zeichner Arjan Janssen aus Breda stellt ausgewählte Großformate mit einer konstruktiven Bildaufteilung aus weißen, grauen und schwarzen Farbflächen körperhaft gegenüber und spielt mit feinsten Farbnuancen.

Der Düsseldorfer Maler Paul Schwer sucht mit seiner Installation im Kellergewölbe des Künstlerhauses Auswege aus der monochromen Malerei. Er lässt eine Reihe von Plexiglas-Scheiben, die mit einer Buttermilch-und verschiedenen natürlichen Farben bemalt wurden, längere Zeit mit Baustrahlern erhitzen, bis diese am Ende in Stücke zerplatzen. Alles ist der Flüchtigkeit unterworfen.

Die Berliner Malerin Elisabeth Sonneck nutzt die Spann- und Schwerkraft und das Eigenverhalten von Papier. Sie lässt zehn Meter lange spiralförmig ineinander verschlungene Papierbahnen mit unterschiedlichen Färbungen, einseitig mit Ölfarbe bemalt, als Schlaufe von der Wand herabhängen. Wie bei einem Mobile ändern sich die Lichtverhältnisse und Sichtweisen für den Betrachter.

Die Berliner Künstlerin Claudia Vogel bespannt in ihrer Werksgruppe hölzerne Rahmen mit Schichten von feinmaschigen Textilien oder Netzen. Durch das feinmaschige, rasterartige Gewebe reibt sie bunte Farben (Öl oder flüssige Kunstharze) von der Bildrückseite, die an der Oberfläche die Bildstruktur hervorbringt.

Eine spezielle Installation für die Ausstellung hat der Berliner Künstler Ulrich Vogl mit „Das Fenster zum Hof“ entwickelt. Ein Fenster zum Tiefkeller im Künstlerhaus dient als Projektionsfläche für eine mit Ventilatoren bewegte Pflanze aus dem Dortmunder Umfeld. Es entsteht ein geheimnisvolles Spiel mit Licht und Schatten.

Die Invasion des Raumes durch Farbe ist bezeichnend für die temporäre Arbeit des Berliner Künstlers Rainer Splitt. Flüssige schwefelgelbe Farbe aus zwei Komponenten ergießt sich auf den Boden an der linken Wand des Raumes. Das Zusammenspiel von Farbe und Raum zeigt sich auch in zwei korrespondierenden Paperpool. Zwei zu Schachteln gefaltete Papiere werden hier mit Farbe gefüllt, entleert und anschließend zurück in die Fläche gefaltet.

Die Eröffnung der Ausstellung ist am Freitag, den 26.01.2018 um 20:00 Uhr. Öffnungszeiten Donnerstag bis Sonntag 16 – 19 h

Informationen und Anmeldung zu den Ausstellungsbegleitenden Veranstaltungen bis zum 02.02.2018 unter http://www.kh-do.de

 




Kontrapunkt // Klangbilder // Bildklänge: Alle Sinne ansprechen

Unter der Trägerschaft der Theater- und Konzertfreunde findet nach einer längeren Vorbereitungszeit unter Beteiligung verschiedener Personen aus dem Bereich der bildenden Kunst, Poesie und Musik  vom 03. bis zum 12. Februar 2018 eine besondere Veranstaltungsreihe statt. Unter dem Titel „Kontrapunkt // Klangbilder // Bildklänge“ zeigen verschiedene Veranstaltungsorte wie die GalerieGedankenGänge ( Wittelsbacherstraße 3), das Pianohaus van Bremen (Hansastraße 7-11) und die Postergalerie (Kampstraße 4) wie unterschiedliche Künste zusammenwirken.

Die Idee dahinter: Es geht darum, Musik, Malerei und Poesie zu einem stimmigen Gesamterlebnis und Menschen mit unterschiedlichen Interessen zusammen zu führen. In einem kleineren Rahmen wurde die ideale Verbindung von Malerei und Musik schon einmal im Zusammenhang mit der Vorbereitung des 1. Kammerkonzertes der Dortmunder Philharmoniker in dieser Spielzeit (tiefen_rausch) deutlich.

Im Zusammenwirken mit Galerist Günther Ziethoff und der GalerieGedankenGänge wurde nun die Idee mit den beteiligten Künstlern aufgenommen und erweitert.

Die Grundlage bilden Arbeiten des dänischen Künstlers Hendrik Kruuse Sandstrøm. Insgesamt werden im Laufe der Veranstaltungsreihe von Sandstrøm 100 Bilder zu sehen und zu kaufen sein. Diese werden in einen Zusammenhang mit Musik (Piazolla, Bottesini u.a.) sowie rezitierten Gedichten (übersetzt von der in Dänemark lebenden Deutschen Juliane von Gehren) gesetzt. Aus diesem Gesamtklang entsteht ein ganz eigenes Empfinden. Die Sinne werden angesprochen und die Seele berührt.

Für das musikalische Konzept ist die Manuela Uhlmann (Kontabass Dortmunder Philharmoniker) verantwortlich. Ihre musikalischen Mitstreiter sind der ehemalige erste Geiger der Dortmunder Philharmoniker, Alf Hoffmann, die Sopranistin Judith Hoffmann und Maria Chernousova aus Russland am Klavier. Alf Hoffmann erklärte zu seiner Musik, dass er neben seiner Violine auch Alltagsgeräusche elektronisch verarbeitet und filtert, um sie zu einem Klangerlebnis zusammen zu führen. Für die Musikauswahl ließen sie sich durch die Bilder inspirieren. Später wurden dann die passenden Gedichte in das Konzept eingefügt. Neben der Sprecherin Juliane von Gehren konnte als Rezitator für die Gedichte Schauspieler Claus-Dieter Clausnitzer gewonnen werden. Sie setzten den Schwerpunkt im Rahmen von drei Veranstaltungen in der

Sorgen mit für das musikalische Programm: Manuela Uhlmann und Alf Hoffmann).
Sorgen mit für das musikalische Programm: Manuela Uhlmann und Alf Hoffmann).

GalerieGedankenGänge, am Montag, den 05.02.2018 um 19:00 Uhr mit dem MontagsKonzert im Pianohaus van Bremen, am Mittwoch, den 07.02.2018 um 15:00 Uhr mit Neuen Klängen (Alf Hoffmann) in der GalerieGedankenGänge und am Sonntag, den 11.02.2018 um 15:00 Uhr mit dem Finale ebenfalls in der Galerie

Junge Musiker spielen in der Galerie

Unter dem Schwerpunkt Junge.Klang.Kunst werden Schüler und Schülerinnen (12 bis 21 Jahre) der Musikschule Dortmund Werke im Dialog zu ausgestellten Gemälden und den Wortwerken spielen.

An den drei Veranstaltungstagen werden dabei besondere Schwerpunkte gesetzt:

Dienstag, den 06.02.2018 gegen 16:00 Uhr erklingen Werke für Cello und Kontrabass mit Klavierbegleitung, Donnerstag, den 08.02.2018 um 16:00 Uhr werden Werke für Blockflöte Violine und Cembalo gespielt und Freitag, den 09.02.2018 um 16 Uhr werden Werke für Cello , Klarinette, Violine und Klavier vorgestellt. Da die Musiker alle Schüler sind, kann es passieren, dass die Konzerte etwas später anfangen.

Bilder sind käuflich zu erwerben

Die Gemälde von Hendrik Kruuse Sandstrøm sollen und können übrigens gekauft werden. Zu einem großen Teil soll der Erlös einem sozialen Projekt im Bereich Musik zugeführt werden.

Bei der Vernissage am 04.02.2018 wird der Geschäftsführer des Theater Dortmund Tobias Ehinger einige Worte zum Konzept bei der Auftakt-Veranstaltung verlieren. Der Leiter des Dortmunder U, Edwin Jacobs, wird die künstlerische Bedeutung und Einordnung der Bilder zur Finissage am 11.02.2018 erläutern.

Der Eintritt zu allen Veranstaltungen ist frei. Eine klein oder größere Spenden natürlich gerne gesehen.

Noch ein Hinweis: Es könnte sein, dass zumindest bei der Auftakt-Veranstaltung am 04.02.2018 um 15:00 Uhr ein riesiger Andrang ist und nicht alle Personen in die Galerie passen. Nachsicht und Geduld sind dann gefragt. Eventuell gibt es auch die Möglichkeit einer Übertragung in einen Nebenraum.

Schirmherr der Veranstaltungsreihe ist Manfred Sauer, Bürgermeister der Stadt Dortmund. Viele Unterstützer und insbesondere das finanzielle Engagement der Theater- und Konzertfreunde ermöglichen das Projekt.

Weitere Informationen erhalten Sie unter: www.theaterundkonzertfreunde.de und www.galeriegedankengänge.de.




Torhaus Rombergpark bietet Einblicke in städtischen Kunsteinkauf

Schon seit 2004 zeigt die Städtische Galerie Torhaus Rombergpark in seinem besonderen Ambiente in jedem Jahr die vom Kulturbüro der Stadt Dortmund angekauften Werke heimischer Künstlerinnen und Künstler. Für den Neuankauf werden jährlich die im Budget des Kulturbüros vorhandenen Mittel in Höhe von 25.000 Euro ausgegeben. Eine spezielle Kommission des Kulturausschusses wählt Werke aufs neue im Rahmen einer Ankaufssitzung aus und beschließt dann endgültig über den Ankauf. Es ist eine zentrale Maßnahme zur Kunstförderung hier in Dortmund.

38 Werke von 19 Künstlerinnen und Künstlern sind zu bewundern. Nicht nur Gemälde...
38 Werke von 19 Künstlerinnen und Künstlern sind zu bewundern. Nicht nur Gemälde…

Alle angekauften Werke des Kunsteinkaufs 2017 werden nun unter dem Titel „einblicke – städtischer Kunstankauf“ im Torhaus dem Publikum vom Sonntag, dem 14.01.2018 bis zum 04.02.2018 gezeigt. Es sind insgesamt 38 Werke (davon vier Skulpturen) von 29 Künstler/innen. Von 9 Künstlern wurden jeweils 2 Werke ausgewählt. 19 Künstlerinnen und 10 Künstler wurden dabei berücksichtigt.

Zum 1. Mal wurden die Werke von fünf Künstlern ausgewählt: Kamilla Czastka, Peter Dahmen, Franz Ott sowie Osman Xani und Rika Pütthoff-Glinka.

Die gezeigten Werke sind eine Momentaufnahme und zeigen die Vielfalt unserer städtischen Kunstszene, wie Katrin Gellermann vom Kulturbüro erklärte.

Die ausgestellten Bilder auf Leinwand oder Skulpturen wie etwa der vergoldete Holzsockel unter dem Titel „Ruhr“ von Virginia Novarin geben einen guten Überblick über augenblicklichen Stand in der Dortmunder Kunstszene. Neben ihrer Eigenständigkeit bieten sie auch Ansatzpunkte für Gemeinsamkeiten.

...sondern auch Skulpturen zeigen die Lebendigkeit der Dortmunder Kunstszene.
…sondern auch Skulpturen zeigen die Lebendigkeit der Dortmunder Kunstszene.

Die Ausstellung wird am Sonntag, den 14. Januar 2018 um 11:00 Uhr in der Städtischen Galerie Dortmund – Torhaus Rombergpark – eröffnet.

Öffnungszeiten:

dienstags bis samstags von 14:00-18:00 Uhr

sonntags und feiertags von 10:00-18:00 Uhr

Der Eintritt ist frei




Kunst von Anette Göke im Kontext von Verlust der Vielfalt

Die Artothek in der Stadt-und Landesbibliothek Dortmund stellt vom 05.01.2018 bis zum 16.02.2018 fünfzehn Acryl- und Rostbilder unter dem Titel „Verlust…der Vielfalt“ von Anette Göke aus. Göke (Jahrgang 1970) arbeitet seit 2002 als selbständige Künstlerin. Zur Zeit hat sie nicht nur ein Atelier im Atelierhaus „KunstDOmäne“ an der Schillerstraße in unserer Stadt, sondern arbeitet zudem mit Kindern und Jugendlichen sowie in letzter Zeit auch mit Senioren.

Außerdem leitet sie dadaistische Veranstaltungen mit Ortmann und Gawol (Dadado 100, DADADO-Absind). In den zwölf Jahren entstanden die Bilder aus ihrer „Menschen“ Reihe.

Zunächst verarbeite sie künstlerisch erzählte Familiengeschichten in ihren Bildern. Dann wurden, wie Anette Göke beim Pressegespräch erklärte, komplexe Konstellationen innerhalb von Beziehungen in ihren Bildern dargestellt. Ihre eigene Familie wird von ihr nicht ausgespart.

"Verlust" heißt die Arbeit von Anette Göke. Zu sehen in der Artothek der Stadt- und Landesbibliothek.
„Verlust“ heißt die Arbeit von Anette Göke. Zu sehen in der Artothek der Stadt- und Landesbibliothek.

Ihre Acrylbilder zeichnen sich sowohl durch ihre Farbvielfalt, als auch durch die nur stilisierten Figuren aus. Bewusst malt die Künstlerin keine konkreten Personen. Es geht darum, dass sich die Betrachter darin wiederfinden können. Dabei gibt es viel zu entdecken. Brüche und veränderte Konstellationen in den Bildern regen zum Nachdenken an. Die Menschen-Bilderreihe beschäftigt sich mit dem Wandel in der Gesellschaft. Die Vielfalt ist durch falsches Menschliches bedroht. Unsere „bunte“ Welt in als Wertvoll zu erkennen und zu schützen, ist ein wichtiges Anliegen der Künstlerin. „Das betrifft die kulturelle Vielfalt genau so wie die Tier- und Artenvielfalt,“ so Anette Göke.

Die Verwendung von Rost für ihre Arbeiten symbolisiert prägnant den stetigen drohenden Verfall und Verlust. An dem runden stilisierten Bild unserer Erdkugel mit dem Titel „Verlust“ kann man diesen Verfall anhand von verlaufendem Rost deutlich sehen. Dieser tritt durch tägliche Veränderung stärker hervor. Göke hat den Prozess in diesem Fall bewusst nicht durch eine schützenden Lackfilm aufgehalten.

Die Ausstellung ist ein Plädoyer für Achtsamkeit gegenüber Umwelt, Tierarten und unseren Mitmenschen und für einer positive Grundeinstellung.




Galerie Dieter Fischer: Fotografische Lichträume und Objekte voll Magie

In der Galerie Dieter Fischer im Depot Dortmund ist als Start in das neue Jahr vom 05.01.2018 bis zum 21.01.2018 die Ausstellung „Licht – Luft – Raum“ zu sehen. Gezeigt werden 14 vergrößerte Fotografien (Schwarz-Weiß) von Steffi Ebeling (Witten, Iserlohn) sowie 16 kleinere Malereien und 12 fantasievolle, frei schwebende „Luftobjekte“ des Künstlers Karl-Georg Krafft (Hagener Kulturring e.V.).

Nach dem Studium der Sozialwissenschaften in Bochum folgte die 1978 geborene Steffi Ebeling ab 2003 ihrer schon in der Kindheit angelegten Liebe zur Fotografie. Mit ihrer ersten digitalen Spiegelreflexkamera suchte sie das Schöne im Verborgenen einzufangen. Vor allem die alten Zechen wie etwa die „Zeche Zollern“ und andere Orte der Industriekultur haben es ihr mit ihrer besonderen Atmosphäre angetan. Die Bilder aus der Reihe „LichtRäume“ entstanden zwischen 2003 und 2004.

Die Künstlerin versucht in ihren Fotografien Licht in seinen verschiedenen Facetten festzuhalten. Die Rahmenbedingungen werden dabei durch die Räume bestimmt. Es ist ein spannendes Zusammenspiel von Lichteinfall, Muster und Linien. Die Betrachter werden sozusagen in einen magischen Raum „rein gezogen“, wie Ebeling beim Pressegespräch erklärte.

Steffi Ebeling und Karl-Georg Krafft präsentieren Objekte und Fotografien in der Galerie Dieter Fischer.
Steffi Ebeling und Karl-Georg Krafft präsentieren Objekte und Fotografien in der Galerie Dieter Fischer.

Die fantasievollen „Flugmaschinen“, verdrahtete von der Decke hängende und frei schwebenden Objekte aus transparentem Japanpapier sowie den kleinen Bildern zwischen Traum und Realität von Karl-Georg Krafft passen wunderbar zu den eindrucksvollen Fotografien. Krafft bezeichnet seine Bilder als „Traumreste“. Zu vergleichen mit den Bildern, die wir kurz nach dem Erwachen aus einem Traum vor uns sehen.

Seine schwebenden Objekte wirken durch ihre Transparenz fragil. Es sind neben tierischen auch andere Strukturen zu erkennen. Alle Objekte sind beweglich und sind den verschiedenen Einflüssen von außen ausgesetzt. Das verändert auch unsere Perspektive und führt den Blick hin zu geheimnisvollen unwirklichen Welten.

Eine Ausstellung, die der Fantasie Flügel verleiht und uns den ganz eigenen geheimnisvolle Reiz unserer regionalen Industrie-Denkmäler vor Augen führt.

Die Vernissage mit passenden Texten von Klaus Märkert und Musik von Siegfried Hiltmann (Saxophone) findet am Freitag, den 05.01.2018 um 19:00 Uhr in der Galerie Dieter Fischer im Depot, Immermannstr. 29, 44147 Dortmund statt.

Finissage; Sonntag, den 21.01.2018 von 17:00 bis 19:00 Uhr in der Galerie Dieter Fischer.

Öffnungszeiten: donnerstags von 17:00 bis 20:00 Uhr und nach Vereinbarung unter 0171 264 7972 (Kurator Hartmut Gloger).

Informationen unter info@gloger-kunst.de oder unter www.galereie-dieter-fischer.de