Auch in diesem Jahr bewerben sich wieder 48 heimische Künstlerinnen und Künstler mit jeweils zwei Arbeiten um die Aufnahme in den Dortmunder Kunstkalender „Grafik aus Dortmund“. Bevor eine Jury die Auswahl für die zwölf Kalenderblätter des Jahres 2019 trifft, sind alle eingereichten Werke vom 8. Juni bis 1. Juli 2018 im Foyer des Dortmunder U zu sehen.
Bis zum 01. Juli zeigt die Ausstellung im Erdgeschoß des Dortmunder U Werke von 48 Künstlerinnen und Künstlern.
Der Kalender wird vom Kulturbüro in Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Kunstverein herausgegeben und von der Sparkasse Dortmund finanziert. Er erscheint in limitierter Auflage und ist nicht käuflich zu erwerben. Traditionsgemäß überreicht Dortmunds Oberbürgermeister ihn zum Jahreswechsel als exklusives Präsent an Partner und Freunde im In- und Ausland.
Während der Ausstellung haben Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, die Originalgrafiken zu erwerben.
Die Ausstellung ist kostenlos zu den Öffnungszeiten des U zu sehen:
World Press Photo 2018 – Ausstellung im Kulturort Depot
Auch in diesem Jahr zeichnet die World Press Photo Foundation in diesem renommierten internationalem Wettbewerb die besten Pressefotografien in verschieden Kategorien aus. Eingereicht wurden 73.044 Fotos des Jahres 2017 von 4.548 Fotografen aus 125 Ländern. Ausgewählt als Sieger wurden von einer kompetenten Jury letztendlich 41 Fotografien aus 21 Nationen.
Zum siebten Mal werden über 150 großformatige Fotos vom 09.06.2018 bis zum 01.07.2018 im Kulturort Depot (Mittelhalle) in der Immermannstraße 29 in Dortmund ausgestellt.
Wie Clara Vlaun (World Press Photo Foundation) beim Pressetermin erklärte, als neue Kategorie „Environment“ (Umwelt) hinzu gekommen. Es gibt viele spektakuläre Aufnahmen aus den Bereichen Sport, Natur, Umweltzerstörung, Portraits, gesellschaftlichen Konflikten und langfristige Projekte (Fotoreportagen).
In einer Wanderausstellung werden die preisgekrönten Fotos in der ganzen Welt gezeigt und erreichen so sehr viele Besucher. Es gibt zu der Ausstellung wieder ein umfangreiches Rahmenprogramm mit Führungen für Schulen und anderen Gruppen,, Kinofilm, Vorträgen.
Der Eintritt kostet normal 6,- €/ 4,- € erm. Für das Rahmenprogramm (Schulen) gibt es ein spezielle Begleitheft als Leitlinie. Die Führungen kosten pro Schüler 3,50 €
Dieses Begleitmaterial und nähere Informationen erhalten Sie unter der
Es lohnt sich etwas Zeit mit zu bringen, um sich die ausdrucksstarken Fotografie genau zu betrachten und die Geschichten dahinter zu erkennen.
Denn es geht hier um verborgene Wahrhaftigkeit, die in besonderen Momenten festgehalten wurden. Da die Fotografien teilweise auch schonungslos Gewalt darstellt, wird diese Ausstellung für Jugendliche erst ab 14 Jahre von der Foundation empfohlen. Als kleiner Eindruck seien hier nur wenige Beispiele genannt.
Den 1. Preis Einzelfotografie in der Kategorie „Harte Fakten“ mit eindrucksvollen Fotografien aus dem Krisengebiet Venezuela erhielt Ronaldo Schemidt (Agence France-Presse). Die Betrachter sehen in Flammen stehende Demonstranten gegen den Präsidenten Maduro in Venezuela im Konflikt mit der Bereitschaftspolizei.
Die Ausstellung zeigt sehr gefühlvolle, aber auch dramatische Bilder aus aller Welt. (v.l.n.r.) Claudia Schenke (Depot Dortmund), Wolfgang Bödeker (DEW21) und Carla Vlaun (World Press Foto Foundation).
In der Kategorie Natur mit dem 2. Preis Einzelfotografie und dem 3. Preis Fotoserie wurde zum Beispiel der deutsche Fotograf Thomas P. Peschak (National Gegographic) ausgezeichnet. Sein Foto von Felsenpinguinen auf den Marion Inseln im südlichen indischen Ozean und die Fotoserie auf den Galapagosinseln zeigen sensibel die Auswirkungen der Umwelteinflüsse und gleichzeitig die Schönheit der Natur.
Die Fotografin Anna Boyiazis (USA) wird für ihrer auf Sansibar aufgenommenen Fotoserie in der Kategorie „Menschen“ mit dem 2. Preis ausgezeichnet. Sie zeigt Frauen und Wasser und deren Bedeutung als Symbol für Leben.
Die vielen qualitativ hochwertigen eindrucksvollen Pressefotografien haben es verdient, auch in ganz NRW und darüber hinaus beachtet zu werden. Das findet auch Claudia Schenk von der Geschäftsführung im Depot.
Fantasievolle Kunst von Alexandra Wagner
In der Artothek auf der 1. Etage der Dortmunder Stadt- und Landesbibliothek sind in einer Einzelausstellung vom 25. Mai bis zum 3. Juli 2018 unter dem Titel „Willkommen im Wunderland“ insgesamt 19 Werke der Künstlerin Alexandra Wagner zu bewundern und eventuell zu kaufen.
Die 1968 in unserer Stadt geborene Künstlerin ist sehr umtriebig und offen für neue Herausforderungen. Nach ihrem Abitur machte sie zunächst eine Steinmetzausbildung, studierte zwischen 2003 – 2007 an der Freien Akademie der bildenden Künste in Essen Malerei, zog nebenbei noch drei Kinder auf, und schloss als Ausgleich jetzt noch nach vier Jahren ihr Studium an der Hochschule für Gesundheit (Bochum) mit dem Bachelor of Science „Ergotherapie“ ab.
In der Artothek sind jetzt neue Werke von ihr aus der Zeit Herbst 2017 bis Frühjahr 2018 zu sehen.
Inspirieren lässt sie sich unter anderem durch Songtexte oder Weltliteratur.
Ihre Arbeiten vereinen gemischte Techniken und Materialien (Mixed Media). Zu sehen sind sowohl Acrylmalerei, Objekt- und Stempeldruck, Collage und Nähmalerei in verschiedenen Variationen und Formaten.
Wagner zeigt von ihren neue Arbeiten eine Auswahl aus zwei Zyklen. Die Besucherinnen und Besucher werden durch ihre Werke in eine fantasievolle, bunte und farbenfrohe Bilderwelt eingeladen, in die man wunderbar eintauchen kann.
Ein wieder gefundenes, von ihr früher irgendwo ausgeschnittenem Kaninchen mit Blume am Ohr inspirierte sie für den ersten Zyklus aus dem bekannten Buch „Alice im Wunderland“ (Lewis Carroll).
Alexandra Wagner zeigt unter anderem Arbeiten die von „Alice im Wunderland“ inspiriert wurden.
Die verschiedenen Stationen von Alice wie etwa „im Garten der Königin“, Beim Hutmacher“, bis zum „Tee beim Märzhasen“ wurden von ihr in kreativer Weise durch Kombination verschiedener Materialien und geschickter Collagen in Mixed-Media in elf Bildern lebendig und die Fantasie anregend dargestellt.
Eine alte Ausgabe von William Shakespeares „Romeo und Julia“ war die Grundlage für den zweiten Zyklus. Auch hier arbeitete die Künstlerin mit Collage-Technik und diversen Materialien. Interessant bei diesen fünf Arbeiten ist, dass ihnen dezent im Hintergrund passend die vergilbten Texte von „Romeo und Julia“ aus dem Buch unterlegt wurden. Beim näheren Hinsehen kann der Betrachter sie erkennen.
Bilder, die durch ihre vielen versteckten Details zu einer längeren Entdeckungsreise einladen.
Die Ausstellung ist dienstags und freitags zwischen 10 und 19 Uhr in der Artothek zu sehen.
Skulpturen von Elaine Cameron-Weir im Dortmunder Kunstverein
Eine futuristische Alchemistin: Elaine Cameron-Weir zu Gast im Dortmunder Kunstverein.
Im Dortmunder Kunstverein sind vom 26. Mai bis zum 22. Juli 2018 acht besondere Skulpturen der in Kanada geborenen jungen Künstlerin Elaine Cameron-Weir unter dem Titel „exhibit from a dripping personal collection“ zu sehen.
Die acht ähnlich gestalteten Skulpturen wurden von der Künstlerin bewusst mit unterschiedlichen natürlichen Materialien wie Mineralien oder Kuh-Leder und handgemachten Elementen und Utensilien aus der Medizin und der Wissenschaftsbranche kombiniert.
Die Metallstrukturen aus Edelstahl spannen einen Fallschirm mit vier horizontalen und vertikalen Stangen ein. Der cremefarbene Stoff wird auf der Rückseite und an den Seiten von schwarz-braunem Leder festgehalten und mit silbernen Nieten befestigt.
Die Metallstangen bilden ein kreuzförmiges Gitter, über die sich der weiche Stoff überlappt und gleich einem Korsett eingezwängt wirkt. Die in der Luft hängenden Skulpturen werden durch Seilrollen, Stahlseile und stabilisiert durch Sandsäcke in ihrer Stellung gehalten.
Sie sehen nur auf dem ersten Blick sehr ähnlich aus. Beim genauen Hinsehen erkennt man, wie bei uns Menschen, die individuellen Unterschiede.
Die Schwerkraft ist überall präsent und der Kontrast vom weichen Stoff und hartem Stahl wecken Assoziationen zur Ambivalenz zwischen Leben und Tod oder Ekstase und Schmerz.
Es wird zudem noch eine weitere Verbindung, von Vergangenheit und Zukunft geschaffen. Der Fallschirmstoff, erkennbar durch einem „Army“ – Aufdruck, stammt aus den Beständen der US-Army (Zweiter Weltkrieg) und ein wichtiges historisches Zeugnis. Die „neuen Technologien“ repräsentieren dagegen die Zukunft.
Die Mischung von neu gefertigten industriellen Materialien und Gegenständen, die eine Vorgeschichte und assoziative Formen (wie hier der Fallschirm) erkennen lassen, deuten auf evolutionäre Momente der Menschheit hin. Sie eröffnen den Betrachtern die Möglichkeit zu einer innere Reise in ein kollektives Gedächtnis, und eventuell zum kreativen Nachdenken über die bisherigen technologischen Entwicklungen und die weitere Zukunft der Menschheit anregen.
Zur Ausstellung erscheint eine Publikation, die durch die Alfred Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung im Rahmen des Förderpreises „Kataloge für junge Künstler“ sowie durch die Innogy Stiftung für Energie und Gesellschaft gefördert wird.
Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, den 25. Mai 2018 um 19.00 Uhr im Dortmunder Kunstverein (am U) statt.
Am Samstag, den 26. Mai 2018 wird dem Publikum zudem um 14:00 Uhr die Gelegenheit zu einem Künstlergespräch mit Elaine Cameron-Weir geboten.
Ausstellung des Künstlerduos Korpys / Löffler im Dortmunder U
Unter dem Titel „Korpys/Löffler – Personen, Institutionen, Objekte, Sachen“ zeigt der Hartware Medien Kunst Verein (HMKV) in seinen Räumlichkeiten auf der 3. Etage des Dortmunder U vom 26. Mai 2018 bis zum 23. September 2018 elf Installationen und Werkserien der beiden Medienkünstler aus den letzten zwei Jahrzehnten, darunter auch eine als Premiere.
Die gelernten Fotografen mit derzeitiger Professur an der Hochschule für Künste Bremen setzen sich auf ihre ganz eigene Art mit dem aktuellem Thema „Überwachungsstaat“, im verborgenen agierende Exekutivorgane wie das Bundeskriminalamt oder Bundesnachrichtendienst, ebenso wie der Polizei oder aber mit dem US-Präsidenten als personifizierte Obrigkeiten künstlerisch auseinander. Als Ausdrucksmittel benutzen sie dabei die Fotografie, Videos, Objekte und Sound-Untermalung als wichtigen Bestandteil. Andree Korpys (*1966) und Markus Löffler (*1963) beobachten die Machtstrukturen und nehmen vor allem die nicht so im Fokus stehende Nebenschauplätze genau ins Visier.
Sie wenden die Methoden des modernen Überwachungsstaats auf die für Organe dieses Staates selbst an und geben mit ihren Kunstwerk-Kompositionen Einblicke in den Mechanismus ihres Funktionierens.
Elf Installationen und Werkserien von Andree Korpys (links) und Markus Löffler sind im Hartware Medienkunstverein (HMKV) zu sehen.
Personen, Institutionen, Objekte, Sachen ist zugleich der Titel einer jüngeren Videoinstallation. Das Künstlerduo beobachtete den Neubau des Bundesnachrichtendienstes in Berlin (seit 2017 bietet dieser mit 1,1 Milliarden Euro Kosten teuerste vom Bund realisierte Gebäude Platz für 4.000 Agenten) mit „nachrichtendienstlichen Methoden“. Sie hatten das Geschehen von einem abbruchreifen Nachbarhaus aus im Blick, vorzugsweise wurde mit Super 8 gefilmt. Das zentrale Organ der Auslandsaufklärung selbst ein Objekt der Beobachtung. Eingeblendete Objekte als „sichergestellte Indizien“ ergänzen die präzise Arbeit Über drei parallel abgespielte Bildebenen der Installation legten sie eine Vier-Kanal-Tonspur. Darüber werden immer wieder aufgezeichnete Anrufe eingestreut. Angerufen wurden wurden dabei zahlreiche Unterabteilungen des Nachrichtendienstes.
Eine andere Installation beschäftigt sich mit der Eröffnung des Hauptsitzes der Europäischen Zentralbank (EZB) in Frankfurt im Jahr 2015.
Besonders beeindruckend beim Presserundgang war der die Videoinstallation „Gesang der Jünglinge“ von 2009. Dort sind Polizisten bei einer sogenannten „TASER-Schulung“ zu sehen. Es handelt sich dabei um eine Trainingseinheit zum Einsatz von Elektroimpulswaffen in einer Kaserne in Kaiserslautern. Die jungen Polizisten wurden genötigt, sich „mutig“ als Versuchskaninchen zur Verfügung zu stellen. Die Folgen der Lähmung und den Zusammenbruch konnte man hautnah miterleben. In Zeitlupe und Nahaufnahmen der Gesichter war eine Mischung aus Angst und Faszination zu erkennen.
Ein Highlight der Ausstellung ist sicherlich das Video „Echokammer“ (2018), das in einer Premiere zu sehen ist. Es entstand beim G20-Gipfel in Hamburg im Juli 2017 sowie auch beim Staatsbesuch Barrack Obamas 2013. Hier wird sehr deutlich, wie wenig sich die Gipfelabläufe von den Protesten beeinflussen ließen.
In weiteren Arbeiten widmen sich die Künstler den Aldi-Gründer (DISCOUNT, 2015), besuchen in der amerikanischen Abteilung Ground-Zero in New York (Reflecting Absense, 2016). Die unsichtbare „Macht am nuklearen Zerstörungsknopf“ des US-Präsidenten wird in (Nuclear Football) thematisiert.
Humorvoll ironisch behandelt die Sience-Fiction-Story „The last American“ (1889) von John Ames Mitchell eine in der Zukunft angesiedelte Geschichte aus der Sicht eines Persers, der in Amerika den „letzten Amerikaner“ erschießt und dann „Requisiten“ als Hinweis auf die dortige „Kultur“ sammelt.
Man sollte sich viel Zeit nehmen für diese Ausstellung. Allein die Video-Sequenzen dauern 20 bis 40 Minuten.
Der Eintritt ist frei, und so können die Besucherinnen und Besucher auch spontan mal öfter vorbei schauen. (Spenden werden natürlich gerne angenommen).
Die Eröffnung mit Begrüßung und Einführung durch Dr. Inke Arns (Direktorin HMKV) findet am Freitag, den 25. Mai 2018 ab 19:00 Uhr (bis 22:00 Uhr) auf der Ebene 3 im Dortmunder U statt.
Vor Ort: Andree Korpys und Markus Löffler (Künstler der Ausstellung)
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Kunsthalle Tübingen und dem Kunstverein Braunschweig.
Galerie Dieter Fischer – Künstlerische Einladung zum Standortwechsel
In der Zeit vom 25. Mai bis zum 17. Juni 2018 stellt die Galerie Dieter Fischer unter dem Titel „Parallel im Quadrat…“ im Dortmunder Depot 21 neue Werke des 67-ig jährigen Künstlers Wolfgang Sternkopf aus Gelsenkirchen. Seine Reliefarbeiten mit zugeordneten Texten (Katalog) sind der konkrete Kunst zuzuordnen. In seinen neuen Arbeiten 50 x 50 cm und 80 x 80 cm setzt er sich vor allem mit geraden Linien auseinander. Durch unterschiedliche rhythmischen Anordnungen und kräftiger, in rot oder blau, aber auch in schwarz , weiß und Naturtönen gehaltenen Farbgebung entwickelt sich für den Betrachter beim Vorbeigehen ein ganz eigene Dynamik.
Vom 25. Mai bis zum 17. Juni 2018 zeigt Wolfgang Sternkopf seine Arbeiten in der Galerie Dieter Fischer.
Geht man an den Werken vorbei, findet eine Veränderung der Effekte des Quadratischen Inhalts statt. Schattenwirkung, Farbkontraste und hervorgehobenen oder herausgeschnittenen Formen wirken ineinander und ermöglichen den Betrachtern mit jedem Schritt einen Wechsel der Perspektive und damit seiner Wahrnehmung.
Der Künstler verwendet für seine Arbeiten sowohl natürliche Stoffe wie Holz (für die quadratischen Platten), Plexiglas oder andere Materialien. In die feinen Rillen versenkt Sternkopf Streifen aus Buchbinder-Kartonstreifen zu Bildobjekten. Je nach Standortbetrachtung verändert sich die Optik des Werkes, das sich wie durch eine optische Täuschung auch zu bewegen scheint.
Die den Reliefarbeiten zur Seite gestellten Texten dienen laut Steinkopf dazu, um auf diesem Wege das menschliche an und in den Werken „freizulegen“.
Ein Rahmen für die Wahrnehmung der Besucher, die sich auf eine spannende Reise begeben wollen. Bestenfalls regt sie zu einem bewussteren Umgang mit vorschnellen „Urteilen“ und „Festlegungen“ an.
Die Vernissage für die Ausstellung „Parallel im Quadrat…“ von Wolfgang Sternkopf in der Galerie Dieter Fischer findet am Freitag, den 25. Mai 2018 um 19:00 Uhr statt.
Einführung: Wolfgang Sternkopf
Musik: Maik Hester (Konzertakkordeon)
Finissage:
Sonntag, den 17. Juni 2018 um 17:00 Uhr
Öffnungszeiten: donnerstags 17:00 – 20:00 Uhr
und gern nach Vereinbarung
Kurator Hartmut Gloger : 0171 2647972
Werkschau Dortmunder Gruppe 2018 in der BIG gallery
Die Krankenkasse BIG direkt gesund am Dortmunder U zeigt ihren Besuchern in der „BIG gallery“ im Erdgeschoss vom 13.05.2018 bis zum 10.06.2018 in einer neuen Werkschau der Dortmunder Gruppe Malerei, Grafik, Fotografie und Skulpturen von 21 Künstlerinnen und Künstler der Dortmunder Gruppe. Seit dem Jahr 2012 ermöglicht die BIG gallery den Interessierten, die Entwicklung hier lebender Künstler mit zu verfolgen und in einen direkten Dialog und Kontakt mit ihnen zu treten. Es besteht die zudem Möglichkeit – ohne Zwischenhändler – „Brand-aktuelle Kunst“ direkt vom Künstler erwerben zu können. Zudem bietet die Ausstellung den Künstlern die Chance, eine Darstellungs-Plattform ihrer neuesten Arbeiten zu haben.
Die Dortmunder Gruppe ist die älteste Künstlervereinigung der Umgebung. Seit ihrer Gründung 1956 liegt ihr auch der internationale Austausch, zum Beispiel mit unseren Partnerstädten Amiens oder Rostow am Don am Herzen. Ihr 1. Vorsitzender Alexander Pohl erklärte beim Pressetermin: „Wir geben keine thematischen Vorgaben für die Ausstellung. Es gibt bei uns keine Zensur.“
Erika A. Schäfer beschäftigt sich künstlerisch mit dem Thema des „schwarzen Goldes“.
Natürlich sind die Werke auch ein Spiegelbild dessen, was die KünstlerInnen bewegt und berührt. So spielt auch das Thema „Kohle“ (die letzte Zeche im Ruhrgebiet schließt in diesem Jahr) in diversen Arbeiten eine Rolle, egal ob durch eine Skulptur aus Koks, eine Fotoreihe zum Abriss der Zeche Dorstfeld (Jan Bormann) als Dokumentation oder anderen Arbeiten.
Aber auch andere Themen, wie etwa Waffenexporte, Auseinandersetzung mit Natur und Landschaft, sowie Bedrohungen in unserer modernen Gesellschaft werden künstlerisch in vielfältiger Weise verarbeitet. Öfter sind unterschiedliche Kunstformen und Materialien gestalterisch genutzt worden.
Die Vielfalt zeigt sich nicht nur bei den Arbeiten. Das Dortmunder Gruppe war immer schon offen gegenüber im Ausland geborener Künstler.
So sind auch Werke der aus Argentinien stammenden Mariana Conzález Alberti oder etwa Brian John Parker zu bewundern.
Die Dortmunder Gruppe / Werkschau 2018 wird am Sonntag, den 13.05.2018 um 11.00 Uhr in der BIG gallery eröffnet.
Begrüßung:
Peter Kaetsch / Vorstand BIG direkt gesund
Alexander Pohl / 1. Vorsitzender Dortmunder Gruppe
Einführung:
Linda Richerd / Kunstvermittlung
Eine Woche nach dieser Ausstellung wird ab dem 17.06.2018 bis zum 15.07.2018 in der BIG gallery die Ausstellung „Apostrophes !“ der Künstlergruppe Marronnier Amiens mit Malerei /Skulptur / Zeichnung / Fotografie aus unserer Partnerstadt zu sehen.
Preisträger für künstlerische Gestaltung von Gästewohnungen bekannt gegeben
Am Dienstag, den 08.05.2018 wurden im Concordia-Haus am Borsigplatz die Preisträger des Wettbewerbs zur künstlerischen Gestaltung von Gästewohnungen für appArtment.ruhr bekannt gegeben.
Im Jahr 2017 hatte ein Projekt-Team, bestehend aus ConcordiArt e.V., KulturMeileNordstadt e.V. und Machbarschaft Borsig11 e.V. mit gemeinsamen Anstrengungen die Anerkennung des Stadtteils als Kreativ.Quartier erreicht. Zusammen mit Akteuren aus verschiedenen Bereichen, Künstler und Kreative sowie der Wohnungswirtschaft und städtische Institutionen ging man mit frischem Mut und Kraft daran, als Initialprojekt appArtment.ruhr auf den Weg zu bringen.
Das Konzept eines dezentralen Gästehauses im Borsigplatz-Quartier mit individuell künstlerisch gestalteten Gästewohnungen hat 2017 den #urbanana Award (Preis für kreativen Städtetourismus) erhalten. Gefördert wurde das ganze Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes NRW.
Wie wir berichteten, wurde im März 2018 ein Wettbewerb für die Gestaltung zweier von Vivawest Wohnen GmbH zur Verfügung gestellten Modellwohnungen ausgeschrieben.
Eine Jury, bestehend aus den Projektträgern, Experten, Kunst-, Architektur-, Wohnungswirtschaft und Tourismusbereich, haben nun aus den vielen eingesendeten fantasievollen Vorschlägen Ende April 2018 eine Entscheidung getroffen und zehn sehr unterschiedliche künstlerisch kreative Entwürfe ausgezeichnet. Zwei davon sollen in diesem Jahr umgesetzt werden.
Guido Meincke (ConcordiArt e.V.) erklärte zu einem der Ziele des Projekts: „Mit den Gästewohnungen im Borsigplatz-Quartier soll den Gästen das Lebensgefühl in der Nordstadt näher gebracht werden.“
Die eingereichten Entwürfe stellen auf höchst unterschiedliche Weise sowohl historische Bezüge im Hinblick auf die Nordstadt, wie auch solche zum gegenwärtigen Leben im Quartier her. Da werden etwa die Geister aus der frühere Zeit der Kohle und Stahlindustrie hervor gerufen, indem man die Gäste ins Innere eines Hochofens versetzt. Ein anderer Entwurf lässt die Nordstadt zu einer Baustelle werden, an die Besucher mit bauen können.
Diverse künstlerische Mittel, wie abstrakte Farbkonzepte, kreatives Möbeldesign bis hin zu Foto-, Video- und Klanginstallationen wurden kreativ von den Künstlern genutzt.
Zwei Konzepte bekamen letztendlich den Zuschlag zur Umsetzung für der ersten beiden „Gästewohnungen“.
Die zur Zeit in der Schweiz weilende Silvia Liebig bekam den Zuschlag für ihr Konzept mit dem Titel „you are here“. Hier werden die Besucher praktisch in die Mitte eines Stadtplans versetzt, der sie animieren soll, das Quartier zu erkunden. Abreißzettel weisen ihnen den Weg zu sehenswerten Orten, sowie aktuellen gastronomischen und kulturellen Angeboten. Ein „Heimatmuseum“ stellt Fundstücke aus der Umgebung aus, die durch die Gäste weiter ergänzt und verändert werden können.
Die zweite Modellwohnung wird von der Bildhauerin Caro Fugazzi gestaltet. Ihr Konzept zeichnet sich durch ein klares, schlichtes Design aus. Alle Möbel sind aus Stahl gefertigt und wachsen in organischen Formen aus dem Boden, aus der Wand und aus den Ecken und Nischen heraus. Die Künstlerin lebt seit über einem Jahr in Dortmund und hat, wie sie erklärte, eine Vorliebe für das Material „Stahl“. Ein wichtiger Bezug zur Geschichte unserer Stadt. Es geht ihr bei der Einrichtung vor allem um eine spielerische, mobile und flexible Funktionalität. Eine Art „Ameisenform“ spielt bei ihren Möbeln eine wichtige Rolle. Diese symbolisiert für sie „Hingebung für die Gemeinschaft“ und Fleiß.
Ab Mitte Mai 2018 soll es mit der Umsetzung los gehen! Bis Ende des Jahres läuft dann eine Probephase.
Die weiteren Preisträger: Alexandra Breitenstein, Stefan Buntscheck/ Ralf Fiebag, Birgit Gladau, Anna Janitzek, Sigrid Kreische, Nora Reul, Almut Rybarsch-Tarry/ Hendrik Müller und Claudia Saar.
Ausstellung im Dortmunder Museum Ostwall zu Kunst & Kohle
In diesem Jahr ist Schicht im Schacht für die letzte Zeche im Ruhrgebiet. Das nehmen 17 Ruhrgebiets-Museen mit einem großen Kohle-Projekt zu Anlass, sich dem Thema Kunst & Kohle in verschiedenen Ausstellungen umfassend zu widmen.
Mit dabei ist auch vom 04.05.2018 bis zum 12.08.2018 das Museum Ostwall auf der sechsten Etage im Dortmunder U mit der Ausstellung „Kunst & Kohle: SchichtWechsel“. Hier führt das Museum die Besucher von der Laienkunst der Bergbauarbeiter bis hin zur Gegenwartskunst mit seiner zeitgemäßen Auseinandersetzung mit der Thematik.
Was vielen vielleicht nicht bekannt ist, die bergmännische Laienkunst im Ruhrgebiet erlebte in den 1950er bis 1960er-Jahren eine Blütezeit. Gefördert wurde sie nicht nur durch Gewerkschaft und Montanindustrie, sondern auch stark durch die Gründungsdirektorin des Museums Ostwall Dr. Leonie Reygers. Sie sammelte Laienkunst, stellte sie aus und wirkte zudem als Jurorin an den so genannten „Steckenpferdturnieren“ mit. Das waren Ausstellungen der Mitarbeiter der Hoesch Werke AG. Mit interaktiven und museumspädagogischen Projekten bezog sie auch die Kinder zum Beispiel mit einer Kindermalstube mit ein. Die künstlerische Betätigung war ein bedeutender Ausgleich für die harte Arbeit unter Tage. Ein Hauptaugenmerk lag dabei auf der klassischen naiven Malerei (u.a. Ivan Rabuzin) und der Bergarbeiterlaienkunst (u.a. Erich Bödeker und Franz Brandes). Gezeigt wird ein breites Spektrum aus Leihgaben und Sammlungsbeständen.
Die Ausstellung ist in vier Bereiche gegliedert.
Ausgehend von der Gründungsdirektorin Dr. Leonie Reygers führt sie dann zu der von ihr geförderten und ausgestellten bergmännischen Laienkunst. Dort zeugen Dokumente, Fotografien und klassische naive Werke der „Laienkünstler“.
In einem „KohleKreativRaum“ wir im Übergang zwischen historischem Bereich und Gegenwartskunst Besucherinnen und Besuchern Gelegenheit gegeben, sich selbst künstlerisch zu betätigen. Sie können zum Beispiel mit Kohlepapier und Kohlestift zeichnen oder sich eine kette mit gewaschenen kleinen glänzende Kohlestücken basteln.
Auch zeitgenössische Künstler (Gegenwartskünstlerinnen und -künstler) setzen sich mit dem Thema und dem Material „Kohle“ kreativ und divers auseinander. Hier steht die Kohle als Werkstoff im Mittelpunkt. So zum Beispiel bei Erich Rausch mit seinen elektrostatischen Objekten, Alicjy Kwade mit ihrem Aschehaufen oder Nora Schattauer mit ihren Zeichnungen auf Kohlepapier.
Assoziative Gemeinsamkeiten, persönliche Bezüge und ästhetische Gesichtspunkte verbinden die Werke im Bereich der zeitgenössischen Künstler. Einige Künstler, wie zum Beispiel Mohhau Modisakeng setzen sich mit ihrer performativen Arbeit mit gesellschaftlichen und politischen Fragen zum Thema kritisch auseinander. Das „schwarze Gold“ kommt jetzt unter schlimmen Arbeitsbedingungen beschafft aus fernen Ländern wie Südafrika oder China.
Starke Symbolkraft haben etwa Anhäufungen von Kohlebriketts (Reiner Ruthenbeck) und eröffnen aktuelle Zugänge und neue Sichtweisen auf das Thema Kohle.
Kohle geht – Kunst bleibt: (v.l.n.r.) Caro Desling (Gastkuratorin), Regina Selter (stellvertretende Direktorin MO), Karoline Sieg (kuratorische Mitarbeiterin MO).
Begleitend zur Ausstellung haben zudem Studierende des Studiengangs „Film & Sound“ der FH Dortmund unter der Leitung von Prof. Sandra Hacker und Harald Opel ein Kurzfilmprogramm erarbeitet. Diese sind in der „Blackbox“ zu sehen.
Alle Dortmunderinnen und Dortmunder sind übrigens am Sonntag, den 10. Juni 2018 (12.00 bis 16.00 Uhr) eingeladen, unter dem Titel „Du und der Bergbau – Erinnerungsobjekte aus Dortmund“ zusammen mit den persönlichen Bergbau-Andenken ihrer Familie Teil der Ausstellung zu werden. Sie können sich damit professionell fotografieren lassen. Diese werden dann in der Ausstellung gezeigt.
Die Kuratorinnen/ Leitung der Ausstellung sind Regina Selter, stellvertretende Direktorin MO im Dortmunder U,Karoline Sieg, kuratorische Mitarbeiterin MO im Dortmunder U und Caro Desling, Gastkuratorin.
Die Ausstellung wird am Donnerstag, den 3. Mai 2018 um 19,30 Uhr im Kino im U und im Foyer des Dortmunder U, Leonie-Reygers-Terrasse eröffnet. Ein Bergmanns-Chor wird live singen.
Ende Juli 2018 soll ein Katalog zur Ausstellung erscheinen.
Ein künstlerischer „Ortswechsel“ in der Galerie Dieter Fischer
Die Galerie Dieter Fischer im Depot in zeigt vom 20.04.2018 bis zum 20.05.2018 unter dem Titel „Ortswechsel“, Objekte neun Werke des Dortmunder Bildhauers, Objekt- und Installationskünstlers Karl Emil Wiele. Der Künstler kam 1968 nach Dortmund und hat noch ein Atelier in Tschechien. Er verwendet verschiedene Materialien wie zum Beispiel Stein, Bronze, Wachs. Daraus ergeben sich verschiedene Arbeitsweisen für den vielseitigen Wiele. Schwerpunkt seines Interesses ist der menschliche Körper im Kontext zu seiner Umgebung. Er stellt so Querverbindungen zwischen Bildern, Objekten und dem vorgegebenen Raum her.
Bei Karl Emil Wiele fallen die Figuren beinahe aus dem Rahmen.
So entstehen auch Assoziationsräume für die Betrachter. Bei seinen aktuellen Werken nehmen die kleinen menschlich stilisierten Figuren einen „Ortswechsel“ um einen teilweise vergoldeten Rahmen vor. Die Figuren sind von unterschiedlich kleiner Statur. Alle sind aus gehärtetem Gips mit einem Eisenkern geschaffen. Ihre Oberfläche hat eine natürlich warme braune Färbung aus Eisenoxyd.
Normalerweise wird „Rost“ nicht als schön empfunden. Der Künstler arbeitet besonders gerne mit Gegensätzen und stellt sie dem „edlen“ teilweise vergoldeten oder mit goldenen Schlagmetall versehenen Rahmen gegenüber. Es zeigt, dass unedles edel werden kann.
Die Figuren, egal ob männlich oder mal weiblich, fallen mal aus dem offenen Rahmen heraus, verstecken sich am Rand oder wenden uns den Rücken zu. Keine Figur hat die gleiche Position und die Rahmen sind unterschiedlich geformt. Wiele gibt den Werken bewusst keine Namen. Die Assoziationen sollen Betrachter selbst entstehen. In der Mitte des Raumes ist ein Sockel mit einer Figur in einem geschlossenen Glaskasten darauf plaziert, die auf einem kleinen roten Samtkissen sitzt. Es steht für eine „Goldenen Käfig“ und eine Art „Komfortzone“.
Eine weitere Dimensionen entsteht, so der Kurator Hartmut Gloger, durch die Schattenbildungen an der Wand.
Die Vernissage für diese Ausstellung in der Galerie Dieter Fischer im Depot findet am
Freitag, den 20.04.2018 um 19:00 Uhr statt.
Einführung: Dr. Hermann Ühlein
Musik: Siegfried Hiltmann, Saxophon
Finissage: Sonntag, 20.05.2018, 17:00 Uhr bis 19:00 Uhr
Öffnungszeiten: Donnerstags 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr (und gerne nach Vereinbarung).