Sozialkritische künstlerische Statements im Torhaus Rombergpark

Von Sonntag,
den 5.Mai bis Sonntag, den 26.Mai 2019 präsentieren 18 Künstlerinnen
und Künstler der Dortmunder Gruppe eine gemeinsame Ausstellung mit
dem Titel „MUSTER“. Im Torhaus Rombergpark stehen Themen wie
Umweltzerstörung, Gesellschaftszwänge oder die Schnelllebigkeit
unserer Zeit im Mittelpunkt der Ausstellung. Zu sehen sind
unterschiedlichste
Arbeiten wie Skulpturen, Gemälde und andere Objekte.

Ein
paar Beispiele aus der Ausstellung: Monika Pfeiffer präsentiert
Häuser aus Pappe. Die Musterhäuser sind passend für die
unterschiedlichen Bewohner, aber nur in Form der bedruckten
Oberfläche (Romantiker, Naturliebhaber oder
Kunstinteressierte).
Ansonsten sind alle Häuser genormt, wie so Vieles in unserer Umwelt.

Eine der Künstlerinnen und Künstler waren beim Pressegespräch im Torhaus vor Ort.
Eine der Künstlerinnen und Künstler waren beim Pressegespräch im Torhaus vor Ort.

Maria
Teresa Crawford Cabral hat sich in ihrem Werk „Urenkelin“ (Öl
auf gemusterter Leinwand) wohl das berühmteste Gemälde als Vorbild
genommen: Die „Mona Lisa“ von Da Vinci. Doch die Urenkelin hat
ein modernes Gerät in ihrer Hand: das
Smartphone. Somit ist das idyllische Bild durch die Moderne
gebrochen.

Silvia
Liebig zeigt in ihrer
Arbeit „Der Anzug der Macht“ das Geld auch „kleidsam“ sein
kann, denn in ihrem Anzug sind Motive der fünf wichtigsten Währungen
integriert. Wer diesen Anzug also trägt, hat wohl die Macht.

Jan Bohrmann
präsentiert unter dem Titel „Digiloges“ Material-Assemblage mit
Platinen und Schnitzspänen von einer Zeder. Die Späne sind
Arbeitsspuren eines Bildhauers. Auf
diese Weise trifft sich die digitale Welt mit der analogen Welt.

Roul
Schneider ist nicht nur mit Werken in der Gemeinschaftsausstellung
vertreten, er zeigt seine Arbeiten auch in der Galerie Kunstraum in
der Braunschweiger Straße unter dem Titel „wERDEn“. Die
Vernissage im Kunstraum
ist am Samstag (04. Mai
2019) um 14 Uhr.

Die
Gemeinschaftsausstellung im Torhaus wird am Sonntag,
5.Mai 2019, 11.00 Uhr eröffnet.

Begrüßung:
Alexander Pohl (1.Vorsitzender der Dortmunder Gruppe), die Einführung
macht
Carsten Bülow (Schauspieler)




Humorvolle Illustrationen von Mathias Schubert im Kunstbonbon

Das kleine, aber
feine Kunstbonbon in der Chemnitzer Strasse 11 zeigt vom 11.05.2019
bis zum 15.06.2019 unter dem Titel „Gin +Tonic+andere
Zusammenhänge“ weniger bekannte Papierarbeiten wie Zeichnungen und
Illustrationen mit Chinatusche oder Aquarell des hiesigen Künstlers
Mathias Schubert. Er ist unter anderem auch durch seine Bühnenbilder
und seine mitarbeite bei der Revue „Der Trainer muss weg“
bekannt.

Bei dem Künstler denken die meisten Menschen eher an großformatige Bilder mit aus Pigment und Bindemitteln entstandenen Landschaften, schrundige Berge, waldreiche Inseln und mehr.

Er lässt immer viel
Platz für Assoziationen und in seinen Werken ist so gut wie nie
etwas Figürliches zu entdecken und seine Malerei vermittelt das
Gefühl von viel Abstand zu dem, was man zu sehen glaubt.

Das Kunstbonbon zeigt humorvolle und liebevoll-ironische Illustrationen von Mathias Schubert. (Grafik: © Mathias Schubert)
Das Kunstbonbon zeigt humorvolle und liebevoll-ironische Illustrationen von Mathias Schubert. (Grafik: © Mathias Schubert)

In dieser
Ausstellung liegt der Schwerpunkt aber auf weniger bekannte,
humorvoll und liebevoll-ironischen Illustrationen, mit denen sich
Schubert den Erdbewohnern in verschiedenen Zusammenhängen auf
dieser.

Luftig und zart
bringt der Künstler kleinformatig mit Chinatusche oder Aquarell zum
Beispiel ältere Herren auf das Rennrad, sinniert über
unausweichliche Zusammenhänge wie „Gin und Tonic“, „Pferd und
Reiter“, „Mann und Maus“, oder zeichnet aus Acryl und Bleistift
mehr oder weniger unglückliche Vögel. Seine mit der Pipette
„gemalten“ Tänzer wirken fast archaisch und sprühen nicht
gerade vor Lebensfreude, sondern versuchen eher nachdenklich und
angestrengt, ihre Aufgabe zu erfüllen.

Die Werke von
Schubert erzeugen jedoch beim Betrachter nie ein hämisches Grinsen,
sondern vor allem ein liebevolles und mitfühlendes Lächeln.

Es steckt viel
selbstironisches Wiedererkennen der eigenen Schachstellen dahinter.

Darüber hinaus gibt
es nicht nur Bilder in dieser Ausstellung, sondern Schubert hat auch
ein paar wunderbare kleine Bücher mitgebracht. Außerdem gibt es
etwas musikalisch für die Ohren. Der Künstler macht nämlich auch
Musik mit „Salon 4b“ und ist Mitglied im „Sergej Gorlukowitsch
Sextett“.

(Die Tonträger sind
ebenfalls käuflich zu erwerben).

Die Vernissage
findet am 11.05.2019 um 15:00 Uhr im Kunstbonbon mit einleitenden
humorvollen Worten vom Mathias Schubert statt.

Der Eintritt ist wie
immer frei!




Ausstellung zu Perspektiven und Zukunft analoger und digitaler Bücherkunst

Das Dortmunder
Künstlerhaus zeigt vom 04.05. bis zum 02.06.2019 in der Ausstellung
„Vom Blättern und Wischen“ 90 analoge und 5 digitale
(Buch)-Exponate in zwei getrennten Bereichen.

Das Buchlabor der
Dortmunder Fachhochschule beschäftigt sich schon seit einiger Zeit
mit den kreativ-interaktiven Möglichkeiten im Bereich des digitalen
Buches. Für Ausstellungsgestaltung und Konzept ist Bianca Reimann
verantwortlich.

Bekannt sind vielen
die im Urlaub praktischen E-Books, die zum Beispiel das lästige
Mitschleppen von schweren Büchern im Urlaub unnötig machen. Wie
sind die Entwicklungen im digitalen Bereich des Buchgeschäftes? Ist
die Zukunft des Buches digital und wie steht es mit der
Daseinsberechtigung der „begreifbaren“ und die Fantasie
anregenden analogen Bücher? Kommt es eventuell nur darauf an, beides
je nach praktischem Zweck intelligent einzusetzen? Das sind nur
einige der Fragen, die die gezeigten analogen und digitalen Bücher
von Studierenden und Ehemaligen des Fachbereichs Design aufwerfen.

Lea Schütze nähe rote Fäden (Threads) in das analoge Buch „Das Ich und die Abwehrmechanismen“ von Anna Freud.
Lea Schütze nähe rote Fäden (Threads) in das analoge Buch „Das Ich und die Abwehrmechanismen“ von Anna Freud.

Die Ausstellung
beinhaltet 95 Exponate, die eine spielerische Auseinandersetzung mit
dem Medium herbeiführen möchten. Dabei werden die BesucherInnen
permanent mit Entscheidungssituationen konfrontiert.

Im großen
Eingangsbereich mit seinen zahlreichen Wänden befindet sich der
digitale Bereich. Er lädt dazu ein, die interaktiven und intuitiv
bedienbaren Oberflächen der ausgestellten E-Books und speziellen
Buch-Apps zu erforschen und zu erleben. Dazu sollten die
Besucherinnen und Besucher sich Zeit nehmen. Den praktischen Einsatz
etwa im Bereich Fotobuch verdeutlicht das Mode-Fotobuch von Martin
Kretzschmann eindrucksvoll. Auch bei Kinderbüchern oder großen
Datenmengen wie zum Beispiel „50 Jahre Gleichstellung“ bieten
sich eine digitale Buchpräsentation an. Es gibt unzählige Weg,
seinen individuellen Interessen zu folgen und dich in das „digitale
Buch“ zu vertiefen.

Lena Bluhm verbindet am Ende analoges und digitales Buch.
Lena Bluhm verbindet am Ende analoges und digitales Buch.

Im analogen Bereich
laden zahlreiche Sitzmöglichkeiten zum Verweilen und schmökern bei
einer Tasse Kaffee ein. Unter großen Überschriften wie „linear
oder non-linear“, „aktiv oder passiv“, „Bild oder Text“,
oder „blätttern oder wischen“ liegen auf verschieden Tischen
selbst entwickelte analoge Bücher der Studierenden. So wurde zum
Beispiel von Lea Schütze (Kommunikationsdesign / Bachelor 5.
Semester) auf Grundlage des Buches „Das Ich und die
Abwehrmechanismen“ von Anna Freud (Tochter von Psychoanalytiker
Sigmund Freud) aus den 1930-iger Jahren ein spezielles Buch
entwickelt. Um elf Abwehrmechanismen des Menschen begreifbar zu
machen, nähte sie rote Fäden zu jedem Abschnitt in verschieden
enger Vernetzung ein, um so den jeweiligen unterschiedliche Grad des
Abwehrmechanismus sinnlich fassbar darzustellen.

Jedes der vielen
Bücher behandelt einen speziellen Aspekt und hat etwas
Überraschendes.

Lena Bluhm verbindet
am Ende analoges und digitales Buch in einem Zusammenhang in ihrer
Arbeit „Intertwined.“ Sie verarbeitet 6 Songs der bekannten
englischen Sängerin Dodie Clark in 6 Kapiteln zunächst in einem
kleinen Büchlein. Darunter befindet sich das analoge Buch als
digitale Version mit Sound zum Eintauchen.

Die Vernissage diese
spannende Ausstellung ist am Freitag, den 03.05.2019 ab 20:00 Uhr im
Künstlerhaus Dortmund. Dort gibt es eine Vorstellung ausgewählter
Bücher in Form einer Pecha – Kucha – Präsentation.

Abschluss
ist am
Sonntag, den 02.06.2019 ab
17:00 Uhr.

Geöffnet
von do – so, 16:00 – 19.00 Uhr.

Künstlerhaus,
Sunderweg 1, 44147 Dortmund




Schauraum Comic & Cartoon für Dortmund

Bang! Dortmund
bekommt einen „Schauraum: Comic + Cartoon“ im Zentrum der City
nahe Bahnhof und der Stadt- und Landesbibliothek am
Max-von-der-Grün-Platz 7 (ehemaliges Ladenlokal von
DORTMUNDtourismus). Die Kulturbetriebe unserer Stadt eröffnen am
Sonntag, den 07. 04.2019 im Studio B der Stadt- und Landesbibliothek
die erste Ausstellung „Ente süß sauer“. Damit wird er zum
Bestandteil der Kulturmeile unserer Stadt.

Angedockt ist der
Schauraum an das Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK), das in
Sachen Bespielung mit der Stadt- und Landesbibliothek, dem Kulturbüro
und der Bildungsetage UZWEI im Dortmunder U zusammenarbeitet.

Sie widmet sich dem
genialen Disney-Zeichner Carl Barks (1901-2000) und seine
„Nachfolgern“ aus den Niederlanden (Daan Jippes), William van
Horn (USA), Don Rosa (Italien) oder Vicar (Chile).

Der Kurator
Alexander Braun erklärte beim Pressegespräch, das man mit dieser
Ausstellung ausloten will, wie man mit Comics, Cartoons und
Karikaturen Inhalte vermitteln kann.

Auf den Ausstellungsraum zu den themen Comics, cartoons und Karikaturen freuen sich (v.l.n.r.) Dr. jens Stöcker (Direktor MKK), Dr. Nassrin Sadeghi (wissenschaftliche Mitarbeiterin  am MKK), Dr. Stefan Mühlhofer (Leiter Kulturbetriebe), Sophia Paplowski (Mitarbeiterin Stadt- und Landesbibliothek) und Kurator Dr. Alexander Braun.
Auf den Ausstellungsraum zu den Themen Comics, Cartoons und Karikaturen freuen sich (v.l.n.r.) Dr. jens Stöcker (Direktor MKK), Dr. Nassrin Sadeghi (wissenschaftliche Mitarbeiterin am MKK), Dr. Stefan Mühlhofer (Leiter Kulturbetriebe), Sophia Paplowski (Mitarbeiterin Stadt- und Landesbibliothek) und Kurator Dr. Alexander Braun.

In unserer digitalen
Zeit gilt das ja Bild als ein bedeutendes Massenmedium. Das Publikum
soll seinen Blick und die Chance bekommen, sich mit der Bildästhetik
von Comics als Schlüsselmedium auseinanderzusetzen.

Der als „guter
Zeichner“ bekannte Barks (durfte nicht mit seinem Namen signieren)
schuf nicht nur die bekannte Donald Duck Hefte der Anfänge in den
50-iger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts mit den drei Neffen,
sondern entwickelte auch mit einer ausgefeilten Dramaturgie viele
andere Geschichten und Charaktere.

Dass seine Arbeiten
eigentlich wenig geachtet wurden, zeigt der Umstand: Von den ca. 6700
Seiten, die er zeichnete, überlebten am Ende nur knapp 200 als
Originale. Der Rest wurde einfach vernichtet.

Die Ausstellung gibt
den Besuchern vor allem auch einen kleinen Überblick der
historischen Entwicklung im Bereich Comic und ihre unterschiedliche
Ausprägung in den USA und Europa.

Dabei spielte der
politische Hintergrund natürlich eine wesentliche Rolle.

Die Exemplare und
Zeugnisse sind nicht nur in der Vitrine zu erkunden, sondern es darf
auch nach Herzenslust in einer gemütlichen Sitzecke in den
ausliegenden Comic-Taschenbüchern und Heften geschmökert werden.

Gezeigt werden im
Raum 35 Originalzeichnungen (Bleistift und Tusche auf Papier). In
sechs Vitrinen sind ca. 30 Erstausgaben seltener
Original-Publikationen, darunter Veröffentlichungen aus den 1930er –
bis 1950er-Jahren und seltene Exponate aus den 1950er Jahren zu
sehen. Links im hinteren Bereich kann man sich einen
Disney-Zeichentrickfilm anschauen.

Ansprechpartnerin
ist Dr. Nassrin Sadeghi, wissenschaftliche Mitarbeiterin (MKK) und
Sophia Paplowski (Mitarbeiterin der Stadt- und Landesbibliothek).

Der Eintritt ist
frei und für 15,- Euro kann ein spezieller Katalog zur Ausstellung
käuflich erworben werden.

Das Projekt ist
zunächst auf drei Jahre angelegt. Man darf neugierig sein, was nach
dieser Ausstellung in einem Jahr an Spannendem folgt.




Torhaus Rombergpark – mit Spoootz ins neue Ausstellungsjahr

Vom 07. bis zum 28.
April 2019 zeigt die städtische Galerie Torhaus Rombergpark die
Ausstellung „Spoootz“ der Künstlerin Mariola Laschet. Sie
präsentiert meterlange Transparent-Papierbahnen, auf denen sie mit
Filzstift Gebilde, teils körperlose Formen, teils organisch wirkende
Körper aufträgt.

Rolle rückwärts
für das Torhaus: Hieß es vor einigen Monaten, dass es dort keine
Ausstellungen und Konzerte wegen Brandschutz mehr geben könnte,
haben neue Entwicklungen überraschendes zutage gefördert. Es gibt
eine Betriebserlaubnis für das Torhaus von 1958. Und zwar für
Ausstellungen. Konkret heißt das, Ausstellungen sind weiter erlaubt
sind, Konzerte aber nicht mehr. Die finden bekanntlich jetzt in der
Rotunde des Museums für Kunst und Kulturgeschichte statt.

Mariola Laschet ist
die erste Künstlerin, die von der neuen Situation profitiert. An den
Wänden des Torhauses hat sie die meterlangen Transparentbahnen
verteilt. Manchmal sind sogar Fenster mit dem Material verhangen, was
vor allem der roten Farbe einen tollen Effekt verleiht.

Mariola Laschet vor ihren Transparentpapier-Bahnen. Durch das durchscheinende Licht ergeben sich weitere interessante Effekte für den Betrachter.
Mariola Laschet vor ihren Transparentpapier-Bahnen. Durch das durchscheinende Licht ergeben sich weitere interessante Effekte für den Betrachter.

Das die Farbe Rot
überhaupt mit verarbeitet wurde, ist eher dem Zufall geschuldet.
„Erst sollte alles Schwarz-Weiß sein. Manchmal sind es ganz banale
Dinge, die dazu führen, dass sich das ändert“, erzählt Laschet.
Beispielsweise wenn die Künstlerin gerade keinen schwarzen Filzstift
mehr zur Hand hat, sondern nur einen roten. Dabei fügt die rote
Farbe den Bildern der Künstler eine weitere Ebene hinzu. Rot steht
hierbei für das Leben oder das Blut, so die Künstlerin.

„Spoootz“
entwickelt ein assoziatives Netz in dem sich der Betrachter
verfangen, aber auch entlang hangeln kann. Da Laschet von Körpern
fasziniert ist, sind die Formen oftmals fließend und lassen beim
Betrachter eine Art Film entstehen. Da die Künstlerin als Zeichnerin
und Illustratorin bei Animationsfilmen mitgearbeitet hat, ist das
Kunstwerk auch als überdimensionale Filmrolle vorstellbar.

Für ihr aktuelles
Kunstwerk „Spoootz“ hat die Künstlerin drei Rollen à 200 Meter
verbraucht und etwas zehn Eddings „leer gemalt“.

Die Ausstellung ist
geöffnet dienstags bis samstags von 14 bis 18 Uhr, sonntags und
feiertags von 10 bis 18 Uhr,

Mehr Informationen zur Künstlerin unter www.mariola-laschet.de




„Querschnitt“-Kunst von Marc Bühren

Die Artothek der
Dortmunder Stadt- und Landesbibliothek zeigt unter dem Titel
„Querschnitt“ vom 04.04.2019 bis zum 17.05.2019 insgesamt
neunzehn Werke des Künstlers Marc Bühren aus den letzten sieben
Jahren. Dieser hat ein Atelier in Dortmund-Hörde. Es ist eine Art
Querschnitt seines Schaffens.

Zum einen arbeitet
Bühren als eine Art Vorreiter in Deutschland mit dem modernen
manuellen 3D-Druck. Für seine fünf fragilen Installationen benutzt
er eine auf das Wesentliche reduzierte Formensprache mit kurzer und
prägnanter Aussagekraft.

So zum Beispiel bei
seiner 3D-Druck Installation auf 40 cm x 40 cm mit der
Freiheitsstatue (New York), die er an der Spitze mit einem
Stuhlproben-Stäbchen mit „Haufen“ versehen. Diese Arbeit wurde
mit Schellack geschwärzt.

Mark Bühren zeigt einen Querschnitt seiner Werke in der Artothek.
Mark Bühren zeigt einen Querschnitt seiner Werke in der Artothek.

Im Mittelpunkt
seines künstlerischen Schaffens steht die Auseinandersetzung mit der
wechselseitigen Beziehung von Mensch und Natur, sowie deren komplexes
Abhängigkeits-Verhältnis. Es werden auch Themen wie Käfighaltung
und anderes künstlerisch angesprochen.

Strukturen aus der
Natur sollen bei den 3D-Druck Arbeiten weiterentwickelt werden.

Er benutzt
verschiedene Filamente (allgemein eine einzelne Faser beliebiger
Länge) aus Bio-Kunststoff, mit der man auf Glasplatten zeichnen
kann.

Eine langwierige
Technik, die eine große Präzision verlangt, so Bühren.

Der Künstler
arbeitet mit dem Mittel der Farbreduktion und versucht, möglichst im
Einklang mit der Natur zu arbeiten.

Außerdem sind
vierzehn vielschichtige Werke mit Tempera auf Leinwand in der
Ausstellung zu sehen. Die großflächigen Arbeiten auf (Jute-)
Leinwand werden alle mit verschiedenen bunten Farben grundiert. Zwei
unterschiedliche Tempera kommen bei Bühren zum Einsatz.

Tempera (von lat.
Temperare „mischen“, „mäßigen“) ist eine Malfarbe, deren
Pigmente mit einem Bindemittel aus einer Wasser-Öl-Emulsion gebunden
werden.

Als wässrigen
Anteil der Emulsion können Temperafarben auch Leime enthalten.

Hier kommen
Ei-Tempera (mit Ei als wässrigen Emulsionsanteil) oder aber
Chitosan-Tempera (ein natürlich vorkommendes Polyaminosaccharid,
abgeleitet vom Chitin) zum Einsatz.

Mehrere Werke sind
zu einer Reihe zusammengefasst.

So gibt es etwa die
Reihe „Nesthocker“, in der auf „traumhafte“ Weise Natur und
Kinder aus seinem Lebensbereich (er selbst als Kind, sein Neffe, Kind
aus einem seiner Kunstkurse) unterschiedliche Verbindung gebracht
werden. Dabei spielen Kartons, aus denen zwei der kleinen Babys
heraus schauen, eine wesentliche Rolle.

Aus der Reihe
„Grenza“ (Grenzen) beeindruckt ein in Rot gehaltene Arbeit, wo
ein Fuchs mit seiner Schnauze dicht in die Stadt (Berlin) eindringt.
Sinnbildlich steht sie für die Rückkehr des Fuchses und seine
Rückeroberung des städtischen Territoriums.

Es gibt viel zu
sehen und an Details in der Ausstellung zu entdecken. Es werden
sicherlich unterschiedlich Assoziationen bei den Besucherinnen und
Besuchern hervorgerufen.

Die Werke sind
sicherlich wie (fast) immer bei Gefallen auch käuflich erhältlich.

Die Ausstellung ist
dienstags und freitags zwischen 10:00 Uhr und 19 Uhr in der Artothek
zu sehen.

Der Eintritt ist
frei.




Internationale Gruppenausstellung über Rechtsextremismus im Netz

Auf der Ebene 3 des
Dortmunder U zeigt der Hardware MedienKunstVerein (HMKV) vom
29.03.2019 bis zum 22.09.2019 die internationale Gruppenausstellung
„Der Alt-Right Komplex – Über Rechtspopulismus im Netz“. „Alt
Right“(Alternative Rechte) ist übrigens eine eher verharmlosende
Bezeichnung.

In zwölf
unterschiedlichen Projekten setzen sich 16 Personen aus zwölf
europäischen Ländern (Deutschland bis Ungarn) mit den bedrohlichen
Entwicklungen rechtspopulistischer Plattformen wie zum Beispiel
Breitbart News, Cambridge Papers oder Online–Foren wie 4chan in
verschiedener weise und künstlerischen Mitteln auseinander. Sie
beschäftigen sich mit Memes (z.b. Pepe der Frosch, dem wohl
bekanntesten Symbol der Trump-Anhänger*innen), oder Figuren wie etwa
Steve Bennon (bis 2016 Chef der 2012 gegründeten
rechtspopulistischen Plattform Breitbart News), oder
rechts-religiöser Flaggen-Verehrung (USA) im Netz. Beschäftigt wird
sich auch mit der sogenannten Prepper-Szene. Das sind „besorgte“
Menschen in West-Europa und vor allem in den USA, die sich akribisch
auf den von ihnen erwarteten Kollaps der Zivilisation (Katastrophe)
vorbereiten und Lebensmittelvorräte bunkern, Waffenübungen
durchführen und mehr.

Verbreitet werden
übers Netz aber auch sogenannte „White Supremacists“
(Rassistische Ideologien, die von der Überlegenheit der „weißen
Rasse“ ausgehen) oder reaktionäres „Dark Enlightment“.

„Man weiß nicht, wo es beginnt und aufhört“, erläuterte Dr. Inke Arns (Kuratorin). Klar ist, dass sie einen subtilen Einfluss auf „unzufriedene“ User nehmen. In der „Netz-Blase“ arbeiten sie geschickt mit Symbolen, wiederholen von rechten Bedrohungs-Szenarien. Das kann im schlimmsten Fall zu einem eskalierenden Gewaltausbruch wie zum Beispiel bei Anders Breivik (2011) in Norwegen oder aktuell bei einem Exzess wie im neuseeländischem Christchurch.

 DISNOVATION.ORG, „Online Culture Wars“, 2018-2019 © the artist. Im Rahmen der Ausstellung „Der Alt-Right-Komplex - Über Rechtspopulismus im Netz“, HMKV im Dortmunder U, 30.3. - 22.9.2019
DISNOVATION.ORG, „Online Culture Wars“, 2018-2019 © the artist. Im Rahmen der Ausstellung „Der Alt-Right-Komplex – Über Rechtspopulismus im Netz“, HMKV im Dortmunder U, 30.3. – 22.9.2019

Einen interessanten
Bezug zu den NSU-Morden und speziell auch den an dem Dortmunder
Bürger Mehmet Kubaşik
hat der Beitrag der beiden aus Künstlerinnen Paula Bulling und Anne
König aus Deutschland. Unter dem Titel „Bruchlinien. Drei Episoden
zum „NSU“ gestalteten sie ein großes Comic-Wandbild in drei
Kapiteln.

Die
Zeichnungen, die Fakten und Imagination verbinden, zeigen drei
Akteurinnen, die gewollt oder ungewollt eine wichtige Nebenrolle in
der Geschichte des NSU einnehmen.

Zum
einen ist da Susann Eminger, engste Freundin und aktive
Unterstützerin von Beate Zschäpe, dann auch die Verwaltungsbeamtin
im Kölner Bundesamt für Verfassungsschutz Frau N. Sie wollte
zunächst wichtige Akten nicht schreddern, tat es dann aber doch. Was
wurde unter den Teppich gekehrt?

Die
dritte Episode mit den Erlebnissen von Gamze Kubaşik
(Tochter des am 4. April in Dortmund ermordeten Mehmet Kubaşik)
wird in dieser Ausstellung erstmals gezeigt. Ihrer Vermutung, dass
der Täter aus dem rechtsextremen Umfeld stammen könnte, gingen die
deutschen Sicherheitsbehörden nicht nach.

Ein
eindrucksvolles großes
Comic-Bild von der Demonstration in Kassel (2006 nach dem neunten
Mord) steht im
Mittelpunkt. Worum
blieben die Stimmen der migrantischen Communities in der hiesigen
Öffentlichkeit über Jahre ungehört?

In
verschiedenster Form, mit Texten, Videos, Filmausschnitten,
performativen Installationen und mehr beschäftigen sich die Arbeiten
der europäischen Künstler*innen sowohl mit dem amerikanischen
Kontext
wie auch mit speziell
deutschen Phänomenen.

Die
Ausstellung wird in einem sich verengendem Gang von einem kritischen
Glossar begleitet, das die wichtigsten Begriffe kurz erklärt.

Auch
die Verwicklung von wirtschaftlichen und politischen Machtinteressen,
(zum Beispiel die Unterstützung der US-amerikanische Investor
deutscher Herkunft Peter Andreas Thiel im Wahlkampf von Donald Trump)
werden deutlich.

Die Ausstellungseröffnung findet am 29. März um 19 Uhr statt. Im Rahmen der Ausstellungseröffnung wird auch der Justus Bier Preis 2018 verliehen. Am 30. März um 15 Uhr haben die Besucher die Gelegenheit eine Kuratorinnenführung mitzumachen.

Zudem gibt es eine Vortragsreihe „The Kids Are Alt-Right“. Hier wirden die unterschiedlichen Aspekte der Alt-Right-Bewegung beleuchtet. Bisher stehen zwei Termine fest (23. Mai 18 Uhr und 05. September 18 Uhr). Mehr Informationen auf hmkv.de

Die
serbische Künstlerin Vanja Smiljanić
zeigt mit „Waves of
Worship“ den letzten Teil einer dreiteiligen Untersuchung zum
Verhältnis von neuen religiösen Bewegungen
und Nationalismus. Sie setzt
sich am Samstag, den
30.03.2019 um 17:00 Uhr
in Form einer Lecture-Performance mit der Internet-basierten,
religiösen UFO-Bewegungen der Cosmic People sowie der Flag Nation
Society (die ihre Gläubigkeit durch ihre Flaggen-Verehrung zeigen)
auseinander.

Mehr
Informationen vor allem über Sonderveranstaltungen gibt es unter
hmkv.de




Kunstwerke als Schnäppchen im Kunstbonbon

Das kleine aber
feine Kunstbonbon in der Chemnitzer Straße 11 in Dortmund wird vom
30.03.2019 bis zum 04.05.2019 mit der Gemeinschaftsausstellung „unter
100 Euro – Kunst Total“ zu einem Ort für „Schnäppchenjäger“.

Fünfzehn Künstler
aus dem Ruhrgebiet haben den Wunsch, der „Kunst als Luxusgut“
etwas entgegen zu setzten.

Kunst muss nicht teuer sein - das beweist die Galerie "das Kunstbonbon".
Kunst muss nicht teuer sein – das beweist die Galerie „das Kunstbonbon“.

Sie bieten für
diesen Zeitraum ihre wertvollen Arbeiten im Stil der Billigketten
präsentiert für unter 100,- Euro zum Verkauf an.

Die Idee dahinter
ist, dass allen interessierten Menschen Kunst zu erschwinglichen
Preisen angeboten werden soll. Das hat nichts mit dem „Wert“
ihrer Werke an sich zu tun.

Gleichzeitig soll
natürlich auch die Diskussion über unser Konsumverhalten angeregt
werden.

Dass die
teilnehmenden Künstler über eine gehörige Portion Humor und Ironie
verfügen, beweisen die geplanten Sonderaktionen „20 % AUF
alles“ (das Angebot ist an diesem Tag 20 % teurer als an den
übrigen Tagen) oder „Kauf 2 – zahl 3!“. Aber keine Angst,
keiner der Künstler wird darauf bestehen, dass der Kunde zu
„Aktionspreisen“ kauft. Stets gültig sind die gut sichtbaren
Preise an den Werken, niemals höher als 100,- Euro (versprochen!).

Entstandene Lücken
werden mit Originalen „aus dem Lager“ aufgefüllt. Es gibt also
immer wieder etwas Neues zu entdecken.

Die „Neueröffnung“ (= Vernissage) von „>100 – KUNST
TOTAL“ findet am 30.03.2019 um 15:00 Uhr im Kunstbonbon statt.

Achtung: Aktion gilt nur bis zum 04.05.2019

Der Eintritt ist wie immer frei.




Kunstverein wird zum organischem Gesamtkunstraum

In den
Räumlichkeiten des Kunstvereins neben dem Dortmunder U ist vom 16.
März bis zum 26. Mai 2019 eine extra für diese Örtlichkeit
entwickelte Installation von zwei französischen Künstlern aus Paris
zu sehen. Michel Blazy (1966) und Mimosa Echard (1986) erschaffen
gemeinsam einen sich ständig verändernden Kunstraum zwischen
verwendeten organischen Substanzen und den verschiedenen genutzten
Materialien. Durch die Art und Weise der Anwendung dieser Materialien
wird auch das Politische darin herausgestellt. Nicht nur der Mensch
beeinflusst die Welt der Dinge, sondern die Dinge haben ebenso
Einfluss auf den Menschen. Betroffen ist sowohl das soziale
Miteinander sowie seine Identität.

Neben dem
gemeinsamen theoretischen Ansatz des Neuen Materialismus sind beide
Künstler auch durch ihr starkes Interesse für das Organische
verbunden. Für Blazy steht dabei eher die Natur und ihre enorme
Wachstumskraft im Mittelpunkt, bei Echard der menschliche Körper.

Unter dem Motto
„LUCA – Last Universal Common Ancestor“ wird der
Kunstverein-Raum zu einem Einstiegstor in eine besondere Welt, in der
Natur aus Unbelebten wächst, und Organisches auf Künstliches
trifft. Der fließende Austausch zwischen Materie und ihrer Umgebung
in einem ständigen Veränderungsprozess wird für die Besucherinnen
und Besucher hier sichtbar. Sie werden immer tiefer, wie in einen
„Körper“, hineingezogen.

Der Ausstellungsraum des Dortmunder Kunstvereins vereint Dank der beiden Künstler Mimosa Echard und Michel Blazy Organisches und Künstliches. (Foto: © Dortmunder Kunstverein)
Der Ausstellungsraum des Dortmunder Kunstvereins vereint Dank der beiden Künstler Mimosa Echard und Michel Blazy Organisches und Künstliches. (Foto: © Dortmunder Kunstverein)

Die Wände im
Kunstverein wurden durch Michel Blazy zu sich „häutenden Wänden“
(Mur qui pèle)
aus
Agar-Agar und Klitoriablüten. Sie
sind einem
andauernden Wandlungsprozess ausgesetzt.

Außerdem
befinden sich vier „wachsende Büsche“ aus Müllsäcken, Watte,
Wasser und Linsen samt „großem Wasserfleck“ von ihm verteilt im
Kunstverein.

Mimosa
Echard führt uns mit Fresken aus synthetischem
Stoff, Gardine, Acrylfarbe, verschiedenen Accessoires,
Pflanzenteilen,
oder integrierten Foto-Abbildungen und anderen Objekten durch klare
Membran-Tore. Flüssigkeiten wie Acrylklebstoff, Tränenflüssigkeit
oder Latex halten die verschiedenen Materialien zusammen. Vieles
weckt zum Beispiel durch Anspielungen mit Körperflüssigkeiten,
Bilden oder Farben Assoziationen zur Sexualität, ob bei Pflanzen
oder Menschen. Die Gender-Thematik wird ebenfalls künstlerisch
angesprochen. Weibliches
und männliche Elemente verschwimmen, alles
ist im Fluss. Es
lassen sich immer wieder neue und überraschende Details und Element
entdecken.

Zu
sehen ist auch ein Ausstellungsprojekt von Mimosa Echard und Michel
Blazy mit verschiedenen KünstlerInnen (Kombucha Project Center) aus
Kombucha (Pilz), Tee, Zucker, Papier, Foto in einer Plastikwanne.
Tauchen Sie in diese
spannende Welt ein.

Die
Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, den 15. März 2019 um
19:00 Uhr im Dortmunder Kunstverein statt.

Begrüßung:
Marion Edelhoff (Vorsitzende)

Einführung:
Oriane Durand (Künstlerische Leiterin).

Übrigens
werden auch wieder Künstler- und Ausstellungsgespräche bis Mitte
Mai angeboten.

Näheres
erfahren Sie unter info@dortmunder-kunstverein.de
oder Tel.: 0231/ 57 87 36.




Frischer Blick auf neue Kunst

Zehn Studierende und
Alumni der Hochschule für bildende Künste in Essen zeigen 23.
Februar bis 7. April 2019 Positionen im Künstlerhaus Dortmund unter
dem Titel „45257//44147“. Dass die Postleitzahlen als
Ausstellungstitel benutzt werden, zeigt, dass es kein Thema oder
Motto gab. Es sollte die Grenzen der Disziplin ausgelotet werden.
Die Leitung des Studienganges Fotografie und Medien hat Prof. Carsten
Gliese, der zusammen mit Peter Schmieder vom Künstlerhaus das
Konzept und die Organisation übernommen hat.

Ruben S. Bürgam
wurde durch die „Wisch-Bewegungen“, die Interaktion mit
Smartphones und Co., zu ihrer Arbeit „serial.interfaces“
inspiriert. Durch Positionierung und Ausrichtung der Bildträger aus
Glas und Orthopädieschaum, wird die Projektion vervielfältigt und
entwickelt sich dadurch zur multiperspektivischen Installation.

Bei den Arbeiten von
Annette Hiller stehen Struktur, Form,Licht und Raum im Vordergrund.
Sehr spannend sind ihre dreidimensionalen Bilder. Hierbei nimmt sie
das Bild als Material für einen weiteren Prozess und baut aus
Kartons einen weiteren Raum. Zusätzlich ist sie mit ihren
Reliefbildern im Künstlerhaus zu sehen.

Annette Hiller macht aus zweidimensionalen Fotos dreidimensionale Objekte.
Annette Hiller macht aus zweidimensionalen Fotos dreidimensionale Objekte.

Zum Thema „Fake
News“ hat sich Diana Hommel Gedanken gemacht,. „Das große
Durcheinander“ aus der Reihe „Fake News oder stille Post für
Fortgeschrittene“ zeigt eine Flut von Bildmanipulationen eines
Ortes im digitalen Zeitalter, Sie wirken wie Originale, die keine
Originale sind.

„Schönheit der
Physik“ – so könnte man die Installation „Inertia“ von Loïc
Hommel. Hier sind zwei Pendel in einer Konstruktion angebracht, die
sich in einem bestimmten Zeitintervall für einen kurzen Augenblick
um ihre eigene Zentralachse drehen. An beiden enden des Pendels ist
eine Lichtquelle angebracht, die einen Lichtpunkt über die
Oberfläche einer darunterliegenden phosphoreszierenden Fläche
wirft.

Dirk Krüger zeigt
im Keller des Künstlerhauses den Film „Verzaubert“, bei dem der
Protagonist Tom über sein Leben erzählt. Tom ist sehr eloquent und
der Betrachter muss entscheiden, in wie weit er Toms Erzählungen
vertrauen möchte.

So schön kann Physik sein. "Inerta" von Loïc Hommel.
So schön kann Physik sein. „Inerta“ von Loïc Hommel.

Kritik an der mediale Schönheitsideal übt Meike Poese. Sie fotografierte über 90 verschiedene Menschen aus dem gesamten Ruhrgebiet, um zu zeigen, wie unterschiedlich und einzigartig jeder Einzelner ist. Zu sehen sind etwa 50 Schwarz-Weiß-Bilder im Künstlerhaus.

Neben einer
skulpturalen Arbeit zeigt Gabi Rottes zwei Videoinstallationen, bei
der sie zwei Räume seziert und auseinander nimmt. „Ich entnehme
die Details und stelle sie neu zusammen“, so die Künstlerin. In
„MIES.movin .curtain“ und „Mies.misian motion“ lässt sie den
Betrachter duch Räume fliegen, deren Grundlagen der
Barcelona-Pavillion, das Farnsworth House oder die Neue
Nationalgalerie sind.

„Elemente stehen
immer in Beziehung“ – so lautete der Titel der Arbeit von Simon
Tretter übersetzt. Im „untitled – elements are always relatet“
geht es ihm um das Verhältnis von Kunst und Betrachter. In der
dreigeteilten Arbeit wird eine wartezimmerähnliche Situation
dargestellt. Fremdartig, aber doch irgendwie vertraut.

Xiamo Wang fragt
nach den Unterschieden und Gemeinsamkeiten zwischen zwei urbanen
Zentren wie Dortmund und ihrer Heimatstadt Chengdu, Für Wang ist die
nächtliche Stadtlandschaft attraktiver und mysteriöser als am Tag.
In zwei Fotobüchern präsentiert sie ihre Entdeckungen und
entwickelt so etwas wie einen Chat zwischen den beiden Städten.

Simon Badura zeigt
Räume, die ihn in seiner Kindheit geprägt haben und die er den
Betrachtern vorstellt. Somit haben die Besucher die Gelegenheit, an
seinen Erinnerungen teilzuhaben oder aber eigene Ideen zu entwickeln.

Die Öffnungszeiten
der Ausstellung im Künstlerhaus sind von Donnerstag – Sonntag von 16
– 19 Uhr.