Schauspiel bleibt länger MEGA

Der Megastore bleibt länger Heimat des Dortmudner Schauspiels. (Foto: © Dirk Baumann)
Der Megastore bleibt länger Heimat des Dortmunder Schauspiels. (Foto: © Dirk Baumann)

Eigentlich war geplant, dass das Schauspiel Dortmund im Dezember 2016 aus dem Provisorium „Megastore“ wieder zurück ins Schauspielhaus kommt. Aber wie so oft, die Umbauarbeiten verzögern sich und so muss das Schauspiel bis zum Ende der Spielzeit 2016/17 im Megastore bleiben. Dadurch verändert sich aber auch einiges im Spielplan.

Zunächst das Positive: Die als „beste Inszenierung“ ausgezeichnete Produktion „Die Borderline Prozession“ wird bis auf weiteres im Spielplan bleiben.

Unverändert blieben auch die ersten Premieren: Triumpf der Freiheit #1 (16.09.16), Kasimir und Karoline (19.09.16), die Simulanten (23.09.16) und Truck Tracks Ruhr #4 – Album Dortmund (06.10.16).

Das geplante Theaterfestival „Teatre 54“ entfällt, dafür gibt es am Wochenende vom 21.10. bis 23.10.16 drei Premieren. Den Anfang machen „Das Interview“ (21.10.16, 19:30 Uhr) und „Heimliche Helden“ (21.10.2016, 21 Uhr). Am 23.10.16 feiert „Die schwarze Flotte“ Premiere.

Da das Schauspielhaus und das Studio noch nicht wieder bespielbar sind finden die Premieren von „Furcht und Elend des Dritten Reiches“ (10.12.16) und „Furcht und Hoffnung in Deutschland: ich bin das Volk“ (17.12.16) im Megastore statt.

Für alle diejenigen, die sich Silvester schon auf die „Die Show“ gefreut haben, müssen enttäuscht werden, dafür wird die Produktion „Geächtet“ in der Regie von Kay Voges gezeigt. Der Intendant muss auch noch Ersatz für den gecancelten „Faust“ schaffen. Eine Stückentwicklung ist bereits in Arbeit.

Weitere Premieren, die ins Megastore umziehen müssen sind: „Über das Unerwartete“ (11.03.2017), „Flammende Köpfe“ (25.03.2017), „Die Wiedervereinigung der beiden Koreas“ (08.04.2017), „Mr. Vertigo“ (27.05.2017) und „Nach Manila. Ein Passionsspiel nach Ermittlungen auf den Philippinen“ (03.06.2017).

Enttäuschung für Punkfans, denn die Punkstelle mit den „Kassierern“ muss auf die Spielzeit 2017/18 verschoben werden.

Dafür werden die Studio-Produktionen „Endspiel“ und „4.48 Psychose“ in den Megastore übernommen. Die Reihen „The Mundorgel Project“, „Blackbox“ und „Spielbar“ werden ebenfalls dort fortgesetzt.

Abonnenten melden sich bei Fragen beim Aboservice unter 0231/50 22 442. bereits gekaufte Karten können an der jeweiligen Vorverkaufskasse zurückgegeben oder umgetauscht werden.




Weg vom Klischee – Fotos von Roma im Depot

Das harte Leben von Roma in Serbien fotografierte Uwe Jesiorkowski. (Foto: © Uwe Jesiorkowski)
Das harte Leben von Roma in Serbien fotografierte Uwe Jesiorkowski. (Foto: © Uwe Jesiorkowski)

Jeder hat ein bestimmtes Bild von der Volksgruppe der Roma im Kopf. Häufig wird dieses Bild von Armut und weiteren negativen Eigenschaft assoziiert. Doch die Kultur der Roma ist genauso vielfältig wie die ihrer Herkunftsländer. Im Rahmen des Festivals „Djelem Djelem“ präsentiert das Depot in Zusammenarbeit mit den Fotografen von Freelens die Fotoausstellung „Roma“, die vom 08. bis zum 18. September 2016 zu sehen ist.

In Deutschland leben Roma schon eine längere Zeit, manche von ihnen sind auch als Gastarbeiter oder als Flüchtlinge nach Deutschland gekommen. Daher sind die Facetten ihrer Herkunftskulturen auch so unterschiedlich. Neun Fotografinnen und Fotografen des Berufsverbandes Freelens haben sich mit den unterschiedlichen Varianten der Romakultur auseinandergesetzt. Nicht nur in Deutschland, sondern auch in Europa.

In Serbien leben Roma auch heute in großer Armut und werden von der Mehrheitsbevölkerung diskriminiert. Uwe Jesiorkowski zeigt das (Über)leben der dortigen Roma. Magdalena Stengel hatte einen ähnlichen Ansatz und untersuchte die verschiedenen Romakulturen in Europa.

Andere Fotoserien zeigen die Farbigkeit und die Verschiedenheit der Romakultur. Von einem schwulen Roma, der gegen Homophobie und Rassismus kämpft bis hin zu einer adventistischen Romafamilie, die sehr auf Traditionen achtet.

Für die beteiligten Fotografinnen und Fotografen ist es wichtig zu zeigen, dass das gängige Klischee von Roma, das von den Medien propagiert wird, zur Stigmatisierung der Volksgruppe beiträgt. Es ist für Roma sogar schwierig geworden, außerhalb dieser Klischees wahrgenommen zu werden. Ein Roma, der studiert? Für manche unvorstellbar. Die Fixierung auf Armut und Diebstahl hat die Roma vorsichtig werden lassen. So sind sie sehr darauf bedacht, was mit ihren Bildern passiert.




Mensch und Metall

Wenn Metalle mit anderen Elementen eine Verbindung eingehen, entstehen manchmal  wunderbare Kristalle wie hier zu sehen.
Wenn Metalle mit anderen Elementen eine Verbindung eingehen, entstehen manchmal wunderbare Kristalle wie hier zu sehen.

Nicht nur der Mensch besitzt Vergangenheit, sondern auch Metalle haben eine spannende Geschichte zu erzählen. In den vergangenen 10.000 Jahren hat der Mensch gelernt mit Metallen umzugehen und ihre Kräfte zu nutzen. Das Hoesch-Museum zeigt mit der Ausstellung „Metallgeschichten“ bis zum 04. Dezember 2016 die besondere Beziehung zwischen Mensch und Metall.

Die Beziehung von Mensch und Metall war in der Vergangenheit so prägend, das Zeitalter nach Metallen benannt wurden. Kupferzeit, Eisenzeit, Bronzezeit zeigen die besondere Bedeutung des jeweiligen Metalls oder der Legierung (Bronze). Doch die meisten Metalle wurden erst im 19. Jahrhundert entdeckt und manche erst im 20. Jahrhundert wie das Promethium (1945).

In der Sonderausstellung sind 41 Metalle zu sehen, die restlichen sind entweder radioaktiv, giftig oder zu teuer (ein Milligramm eines Isotopes von Americium kostet rund 160 US-Dollar).

Die Besucher erfahren nicht nur etwas über die Herkunft des Namens des jeweiligen Metalls, manche haben auch spannende und tragische Geschichten zu erzählen. Die schau ist eine Leihausstellung des Münchener Museums „Reich der Kristalle“ der Mineralogischen Staatssammlung Bayerns.




Schnittkanten und Leerstellen

"Die Treppe" ist eine Arbeit von Katja Pfeiffer.
„Die Treppe“ ist eine Arbeit von Katja Pfeiffer.

Nein, das Dortmunder Künstlerhaus verwandelt sich nicht in einen Friseurladen. Die Ausstellung „cut & go“ präsentiert nicht die schönsten Künstlerfrisuren, sondern es geht um den Prozess des Trennens und Zerschneidens. Was bleibt übrig? Wie sieht es an den Schnittkanten aus? Sieben Künstlerinnen und Künstler haben sich darüber Gedanken gemacht. Zu sehen ist diese Ausstellung bis zum 15. September 2016.

Petra Johanna Barfs kommt aus Emden und beschäftigt sich mit maritimen Themen. In ihren Arbeiten teilt sie ein Bild, das sie aus Bildbänden entnimmt und reißt es entzwei. Während der obere Teil das Originalbild ist, besteht der zweite Teil aus der umgedrehten Fotokopie des ersten Bildes.

Wie sieht unser Bild der Natur aus, fragt sich Regula Dettwiler. In der Serie „Herbarium No. 1 – Drawn from Matisse“ werden die einzelnen herbarisierten Blätter so bearbeitet, als wenn sie aus den Arbeiten von Matisse stammen.

Substraktiv arbeitet Andrea Pesendorfer, denn sie fügt nichts hinzu, sondern nimmt weg. Statt eine Leinwand zu bemalen, entfernt sie die Fäden. Somit bekommt die Arbeit durch die Schwerkraft und leichte Luftbewegungen einen zarten, fragilen Charakter. Zudem verwandeln sie sich aus ihrem zweidimensionalen Zustand in eine skulpturale Wesenheit.

Katja Pfeiffer ist fasziniert von modernen Ruinen. Dabei hat sie aber nicht den oft morbiden Charme der Innenräume im Sinn, sondern die Provisorien, mit denen die Außenbereiche vor dem Zusammenstoß gesichert werden. Wie Zahnspangen sehen diese Befestigungen manchmal aus, die die Aufgabe haben, die Mauern nicht einstürzen zu lassen. Dieses Fragmentarische wird in der Installation „Treppe“ besonders schön zum Ausdruck gebracht.

Moderne Schnittmuster scheint Hansjörg Schneider zu produzieren, doch auf den zweiten Blick drehen sich die Motive seiner Werkreihe „Global Ground“ um Ausschnitte urbaner Infrastruktur in globalen Metropolen. Der Gegensatz zwischen glatten und grob faserigen Flächen erzeugt ein Relief. Eingearbeitete Pigmente verstärken den Eindruck von Wasser, Land oder Erde.

Holger Stark nutzt den vorhandenen Raum im Künstlerhaus. Seine Arbeit „2/3 Zoll“ referenziert an die unterschiedlichen Deckenhöhen in der ehemaligen Waschkaue.

Noch weiter geht Ella Ziegler. Sie hat kein Atelier, sondern begreift den offenen Raum als ihren künstlerischen Arbeitsplatz. Sie schafft dennoch ein bemerkenswertes narratives Potential. Dies ist zum Beispiel in ihrer Arbeit „Reisertausch“gut zu sehen. Dabei geht es um den Austausch von Reisern – Zweigen, die zur Baumveredlung benutzt werden – zwischen Tschechien und Deutschland.




Zwischen den Ichs und dem Nichts

Olga Pedan, "Trollagem Trollerei Rumpetroll"; 2016
Olga Pedan, „Trollagem Trollerei Rumpetroll“; 2016

Mit der Ausstellung „Ichts“ präsentiert der Dortmunder Kunstverein bis zum 30. Oktober fünf spannende Künstlerinnen und Künstler. Ein Spiel zwischen dem körperlichen Ich und dem körperlosen Nichts. Oder um mit einem Philosophen zu fragen: Wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Trolle sind im Internetzeitalter nicht mehr nur die nordischen Sagengestalten, sondern auch die körperlosen und meist anonymen Personen, die Diskussionen und Unterhaltungen zerstören. Olga Pedan gibt diesen fiktiven Charakteren eine Art von Identität. Dabei spielt sie mit dem Niedlichen und Komischen, wobei sie auch das Unförmige und Groteske dieser Kreaturen betont.

Ein zentraler Ort für Menschen sind Plätze. Frieder Haller baut sie auf vorgefundenen Materialien wie Holz, Moos oder industriellen Abfallprodukten. Die Miniaturplätze wirken wie Relikte vergangener Zeiten oder sie scheinen aus einer dystopischen Zukunft zu stammen.

Beim Tod wird aus dem Ich das Nichts. Sam Andersons Skulptur „Helpful Waitress Angel“ greift eine Friedhofsskulptur aus Barcelona auf. Hier wird das geflügelte Skelett in eine Kellnerin transformiert, der die männliche Figur aus den Händen gleitet. Der Tod als Zwischenzustand.

Groteske Figuren entdeckt man bei Aleksander Hardashnakov. In seinen zeichnerischen Arbeiten variiert der Künstler das Konzept der Körperlichkeit bis zu seiner Auflösung.

Die Arbeiten von Arjan Stockhausen beschäftigen sich mit dem menschlichen Körper und seiner Hybridität, die Betrachter sind aufgefordert, über die Wahrnehmung des eigenen Körpers zu sinnieren.




Geschichten in Bildern

Welf Schiefer, Die War-Peace-Maschine.
Welf Schiefer, Die War-Peace-Maschine.

Wer bei den Arbeiten von Welf Schiefer an Dix oder Grosz denkt, der liegt nicht ganz verkehrt. Die Personen in Schiefers Zeichnungen sind ähnlich skurril wie die der alten meister. Der Künstler präsentiert in seinen Bildern Geschichten und zeigt einen enormen Detailreichtum. Zu sehen sind rund 30 Werke bis zum 30. September 2016 in der Galerie Art isotope am der Kampstraße 80.

Die Themen seiner Bilder nimmt Schiefer teilweise aus der Grimms Märchenwelt oder der Geschichte von „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“. Dabei kann die Ausführung durchaus blutig oder frivol sein. Eines seiner Kennzeichen ist sein unruhiger Strich beim Zeichnen.

Ausgestellt werden auch Druckgrafiken. Hierbei benutzt Schiefer eine alte Technik, in dem er farbige Papiere in die Drucke einbaut, somit entstehen Unikate.

Seit etwa zwei Jahren beschäftigt sich Schiefer mit einer Mischtechnik zwischen Zeichnung und Collage. Hierbei mischt der Künstler verschiedene Zeichnungen und klebt sie mit einem speziellen Lack auf seine Bilder. Damit ergibt sich ein auf den ersten Blick ein einheitliches Bild, erst beim genaueren Hinsehen, erkennt der Betrachter die Kleberänder.




Künstlerinnen zeigen Präsenz

Keine Frauen zu sehen? Die Ausstellung "präsenz" in der Galerie "der kunstbetrieb"  will auf die prekäre Situation von Frauen in der bildenden Kunst aufmerksam machen.
Keine Frauen zu sehen? Die Ausstellung „präsenz“ in der Galerie „der kunstbetrieb“ will auf die prekäre Situation von Frauen in der bildenden Kunst aufmerksam machen.

Auch 2016 werden Frauen in gesellschaftlich relevanten Bereichen benachteiligt, findet Sabine Spieckermann von der Galerie „der kunstbetrieb“. Das gelte auch für die Kultur und Kunst. Bildende Künstlerinnen haben laut KSK 2014 ein Durchschnittseinkommen von 11.000, während Männer immerhin auf 16.000 kommen. Beides ist natürlich extrem besorgniserregend, die Situation für Frauen scheint noch immer einen Tick schlechter zu sein. Bis zum ersten Oktober 2016 präsentiert die Galerie unter dem Titel „präsenz“ Arbeiten von fünf Frauen.

Almut Rybarsch, Anne Jannick, Anke Droste, Sylvia Reuße und Paola Manzur zeigen in ihren Werken ihre Sichtweisen auf die Gesellschaft und Gegenwart. Dabei nutzen die Künstlerinnen auch unterschiedliche Herangehensweisen: Malerei, Installation, Grafik und Objektkunst ist in der Galerie zu sehen. Ein weiteres interessantes Detail:Die kompletten Räumlichkeiten der Galerie wurden benutzt. So wurden die Wände zu temporären Kunstwerken.

Droste zeigt eine Kombination von Installation und Malerei unter dem Titel „in die ferne, heimwärts“. In ihrem großformatigen Bild thematisiert sie das Thema „Flucht“. Rybarsch zeigt mit der „Büchse der Pandora“ eine ihrer mythisch angehauchten lebensgroßen Figuren. Hier ist Anfassen erlaubt. Bei der Installation von Reuße hingegen nicht, denn ihr Familienkästchen ist gefüllt mit persönlichen Erinnerungen. Der Lebensbaum/Stammbaum an der Wand präsentiert die Wurzeln und die Verbundenheit mit der Geschichte und Gegenwart. Anne Jannick bleibt ihrem Wasserthema treu und erschafft in den Farben gelb, grün und blau fliessende Bewegung. Ihr Objekt wirkt auf den ersten Blick wie ein Wasserfall, doch es entpuppt sich auf den zweiten Blick als Weide. Manzur zeigt ein eindrucksvolles Bild aus der chilenischen Wüste.

Noch mehr Frauen gibt es am 17. September zur Museumsnacht. Denn der Frauenchor belcando wird in der Galerie ein Konzert geben.




Spiel mit Fragilität und Stabilität

Die Schalen drohen zu kippen, sind aber fest im Steinblock.
Die Schalen drohen zu kippen, sind aber fest im Steinblock.

Es sieht beinahe so aus, als ob die Schalen in den Arbeiten von Christoph Ihrig zu kippen drohen. Doch sie sind aus dem gleichen Material wie die Blöcke, die sie beherbergen. Der Künstler beschäftigt sich momentan in seinen bildhauerischen Arbeiten mit dem Thema „Schale“. Zu sehen sind die Arbeiten unter dem Titel „Schwarz Weiß“ bis zum 02. Oktober 2016 in der Galerie Dieter Fischer.

Der Titel passt gut zu den bildhauerischen Arbeiten von Ihrig, denn sie sind entweder aus weißem Marmor oder schwarzem Kalkstein. Sie tragen alle den Titel „Vacuus“ (Leere). Die zentralen Objekte sind natürlich die Schalen, die sich wie von einer unsichtbaren Kraft bewegt, zu verschiedenen Seiten neigen. Somit erhält der starre Steinblock eine gewisse Dynamik.

Ähnlich verhält es sich mit den ausgestellten grafischen Arbeiten. Hier benutzt Ihrig handgeschöpftes Papier sowie schwarze und weiße Tusche. Manche Bilder erinnern an Skizzen für die Skulpturen, aber Ihrig verneint dies. Die Skulptur war vor der Skizze.

Die anderen Papierarbeiten beziehen sich aufeinander, ohne ihre Eigenständigkeit zu verlieren.




Jetzt auch in Farbe

Ein Beispiel aus der Serie "In Situ", bei der Ulrike Harbach mit Siebdruck arbeitet.
Ein Beispiel aus der Serie „In Situ“, bei der Ulrike Harbach mit Siebdruck arbeitet.

Die Arbeiten von Ulrike Harbach zeichnen sich durch eine besondere Materialität aus. Sie druckt schwarz-weiß-Fotos auf Stahl, dem sie eine rostige Materialität hinzufügt. Seit kurzem experimentiert sie mit Siebdruck wie die aktuelle Ausstellung „Heima(r)t“ in der Artothek zeigt. Sie ist bis zum 04. Oktober zu sehen.

 

Dem Metall ist Ulrike Harbach treu geblieben, denn ihre Siebdrucke entstehen auf Aluminium. Dennoch unterscheiden sie sich stark von ihren bisherigen Werken. Mit sehr viel Farbigkeit, abstrakten und figürlichen Elementen – sie benutzt unter anderem alte Werbung – fügt sie neue Aspekte in ihren Arbeiten hinzu.

Dennoch bleibt der Liebslingssujet von Harbach Werken bestehen: Die Industriegeschichte des Ruhrgebiets. Die Fotografien auf dem rostigen Stahl zeigen die Zerbrechlichkeit und die Vergangenheit ehemals stolzer Objekte der Arbeit wie das Lanstroper Ei oder die Maschinenhalle Hansa. Das Material Stahl wird mit Rost, dem Symbol der Vergänglichkeit kontrastiert.

 

Öffnungszeiten der Artothek: Dienstag und Freitag von 10 bis 19 Uhr.

Daneben arbeitet Ulrike Harbach weiterhin mit ihren Fotografien auf rostigem Stahl. Hier zu sehen ist die Maschinenhalle Hansa.
Daneben arbeitet Ulrike Harbach weiterhin mit ihren Fotografien auf rostigem Stahl. Hier zu sehen ist die Maschinenhalle Hansa.




Djelem Djelem geht in die dritte Runde

Djelem Djelem geht in die dritte Runde.
Djelem Djelem geht in die dritte Runde.

Jetzt kann man schon beinahe von Tradition sprechen. Das Roma-Kulturfestival, benannt nach der internationalen Hymne der Roma, findet vom 28. August bis 11. September an mehreren Standorten statt. Veranstalter sind die Stadt Dortmund (u.a. Kulturdezernat, Jugendamt, Kulturbüro), der Unterbezirk der Arbeiterwohlfahrt Dortmund, das Theater im Depot, die Roma-Selbstorganisationen Carmen e.V. und Junge Roma Aktiv sowie zahlreichen weitere Mitstreiter.

Egal ob Alteingesessene oder neu Zugewanderte, das Festival zeigt die unterschiedlichen Facetten der Roma-Kultur, von denen etwa 7.000 bis 8.000 in Dortmund leben. Filme, Musik, aber auch Essen und Feiern gehört mit zum Festival. Djelem Djelem ist zwar noch jung, aber längst über die Grenzen Dortmunds bekannt. So ist für die Zukunft angedacht, das Festival über das Ruhrgebiet zu ziehen.

Die meisten Veranstaltungen sind kostenlos, doch drei kosten Eintritt. Wie im vergangenen Jahr ist es der Community möglich über die sozialen Träger dennoch kostenlos die Konzerte zu besuchen.

Zu den Veranstaltungsorten ist das Torhaus Romberg neu hinzugekommen, doch das Zentrum des Festivals ist die Nordstadt mit dem Depot und dem Dietrich-Keuning-Haus. Ein Highlight von Djelem Djelem ist mit Sicherheit das Konzert der Balkan Brass Band „Fanfare Ciocârlia“, die am 28. August 2016 im domicil spielt.

 

Das Programm

 

Sonntag, 28. August 2016, 19:00 Uhr

domicil, Hansastr. 7-11, 44137 Dortmund

Konzert Balkan-Brass Band „Fanfare Ciocârlia“

Eintritt: VVK: 25,- € & 12,50 ermäßigt, AK: 28,- € & 14,- € ermäßigt

VVK: domicil Dortmund, www.domicil-dortmund.de und über die Ticketsysteme Adticket und CTS Eventim und an allen bekannten VVK-Stellen

Förderer & Veranstalter: Domicil Dortmund und Veranstaltergemeinschaft Djelem Djelem

 

Freitag 02. September 2016, 18:00 Uhr

Theater im Depot, Immermannstr. 29, 44147 Dortmund

Projektpräsentation „Königreich Nordstadt“. Eine Performance mit Tanz-, Foto- und Videodarbietungen. Lebensgeschichten von Kindern aus der Dortmunder Nordstadt

Eintritt: frei

Förderer & Veranstalter: Ministerium für Familie, Kinder, Jugend Kultur und Sport, Kulturrucksack NRW, Kulturbüro der Stadt Dortmund, AWO UB Dortmund, Raum vor Ort, Theater im Depot, kulturpflanzen e.V.

 

19:00 Uhr

„Der Eremit“ – Lesung und Diskussion mit Ruždija Russo Sejdović

Begleitet wird der Eröffnungsabend von bulgarischen Straßenmusikern aus Dortmund. Für das leibliche Wohl ist durch leckere Balkanspezialitäten gesorgt.

Eintritt: frei

Förderer & Veranstalter: Planerladen e.V., Alevitische Gemeinde Dortmund

 

Samstag, 03. September 2016, 20:00 Uhr

Theater im Depot, Immermannstr. 29, 44147 Dortmund

„SCHWARZBROT“ von Davor Spisic

Ein Gastspiel des TKO Theater Köln

Eintritt: frei

Förderer & Veranstalter: Theater im Depot, AWO, RVR

 

Montag, 5. September 2016, 18:00 Uhr

Auslandsgesellschaft NRW, Großer Saal

Steinstraße 48, 44147 Dortmund

„Aktiv, weiblich, Romni“. Roma Frauen im Gespräch – Podiumsdiskussion mit Sabina Salimovska (Berlin), Elena Predjuka, (Dortmund) und Fatima Hartmann (Moderation, Köln)

Eintritt: frei

Förderer & Veranstalter: Auslandsgesellschaft NRW, Planerladen, Projekt „Junge Roma aktiv“

 

Dienstag, 06. September 2016, 19:00 Uhr

sweetSixteen, Immermannstr. 29, 44147 Dortmund

„Vom Traum zur Realität“

Dokumentationsfilm in den Originalsprachen (deutsch, rumänisch, türkisch) mit deutschen Untertiteln.

Eintritt: frei

Förderer & Veranstalter: Planerladen e.V.

 

Mittwoch, 07. September 2016, 18:30 Uhr

Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstraße 50–58, 44147 Dortmund

„Zur Lebens- und Arbeitssituation der Roma in Dortmund“

Diskussionsveranstaltung mit den Städtischen Gesellschaften EDG – Entsorgung Dortmund GmbH, der DOGEWO21 und dem Haus der europäischen Roma, Romano Than e. V.

Mit Musik des Romeo Franz Ensemble

Förderer & Veranstalter: Kulturdezernat, EDG, DOGEWO21

 

 

 

 

 

Donnerstag, 08. September 2016 von 09:30 – 18:00 Uhr

Theater im Depot, Immermannstr. 29, 44147 Dortmund

EU-Zugewanderte und Geflüchtete: Fragen des deutschen und europäischen Aufenthalts- und Sozialrechts Fortbildung & Podiumsdiskussion (ab 16.00 Uhr kostenfrei und frei zugänglich für alle Interessierten) Kostenbeitrag: € 20,-

Anmeldung erforderlich unter m.joekale@awo-dortmund.de.

Förderer & Veranstalter: AWO UB Dortmund, Carmen e.V., Kommunales Integrationszentrum, JUROMA, Otto-Benneke-Stiftung

 

18:00 Uhr

Halle im Depot, Immermannstr. 29, 44147 Dortmund

Eröffnung der Foto-Ausstellung „ROMA“ in Kooperation mit dem FREELENS Verband

Eintritt: frei (außer im Rahmen der Museumsnacht am 17.09.)

Förderer & Veranstalter: FREELENS e.V., Depot e.V., anne fischer Stiftung

 

Freitag, 09. September 2016 um 18:00 Uhr

Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstraße 50–58, 44147 Dortmund

Blockparty mit Gipsy Mafia feat. Castro, SBK Basement und Style Revolution

Eintritt: frei

Förderer & Veranstalter: Jugendamt Dortmund, Dietrich-Keuning-Haus

 

Samstag, 10. September 2016, 21:00 Uhr

Dietrich-Keuning-Haus, Leopoldstraße 50–58, 44147 Dortmund

Balkanparty mit DJ Click (Frankreich) und „Projekt Rakija“ (Bosnien/NL)

Eintritt: Vorverkauf 10 € (zzgl. Gebühr), Abendkasse 13 €

Förderer & Veranstalter: Jugendamt Dortmund, Dietrich-Keuning-Haus, Kulturdezernat

 

 

Sonntag, 11. September 2016, 13:30 bis 17:00 Uhr

13:30 Uhr

Demonstrationszug für Vielfalt, Toleranz und Solidarität und gegen Antiziganismus: Vom Stollenpark zum Nordmarkt, begleitet von der „Balkan Brass Band“

ab 14:00 Uhr

Familienfest auf dem Nordmarkt mit internationalen Spezialitäten, Info-Angeboten, Kinderspaß und Musik, u.a. Deno Records und Balkan Brass Band.

Eintritt: frei

Förderer & Veranstalter: Quartiersmanagement Nordstadt, Veranstaltergemeinschaft Djelem Djelem, DSW 21, DEW 21 u. v. m.

 

18:00 Uhr

Torhaus, Am Rombergpark 65, 44225 Dortmund

„Lulo Reinhardt Duo“ – Konzert mit Lulo Reinhardt (Gitarre) und Uli Krämer (Perkussion)

Eintritt: AK: 8 € / 6,50 € erm. (Schüler und Studierende), VVK bei DORTMUNDticket, Max-von-der-Grün-Platz 5.

Förderer & Veranstalter: Kulturbüro Dortmund

 

19:00 Uhr

sweetSixteen, Immermannstr. 29, 44147 Dortmund

Filmabend „Gadjo Dilo – Geliebter Fremder“

Eintritt: frei

Förderer & Veranstalter: sweetSixteen