Galerie „der kunstbetrieb“ zeigt drittes Fenster zur Kunstbetrieb
Arbeiten von Brigitte Felician Siebrecht sind in der Galerie „der kunstbetrieb“ zu sehen. (Foto: Sabine Spieckermann)
Brigitte Felician Siebrecht zeigt in ihrer Fenstergestaltung das audiovisuelle Projekt „Das Innere der Stadt“. In einer sich selbst erzeugenden, impressionistisch verfremdeten Video-Animation wird Dortmund und seine besonderen Orte wie der Hafen, der Borsigplatz, das Westfalenstadion, etc. multimedial porträtiert. Fotografien und Audio-Feldaufnahmen werden dabei zusammengeschnitten. Siebrecht schreibt dazu: „Ähnlich wie Erinnerungen und Träume sind die Bilder verwoben und werden nie greifbar. Die nicht Greifbarkeit lässt den Betrachter eintauchen in die Essenz, das Wesen des Ortes.“
Erstmals ist diese Animation im Vorfeld der Kulturhauptstadt 2010 in Dortmund durchgeführt und unter dem Ausstellungstitel DO.CuMent in der Galerie Camera Obscura gezeigt worden. Viele Orte haben sich inzwischen im Zuge des Strukturwandels verändert. Teil der Fensterausstellung sind in Kunstharz eingegossene Relikte der Orte – zusammengefasst in alten Dortmunder Brotbackformen.
Brigitte Felician Siebrecht aus Iserlohn studierte in Frankfurt Kunst, in Basel absolvierte sie ein Studium der Freien Malerei, das sie mit einem Diplom abschloss. Im kunstbetrieb innen zeigt Siebrecht aktuelle, expressiv gemalte Gesichter und ein collagiertes Quadrichon.
In der Ausstellung weiterhin zu sehen sind Arbeiten der Künstlerinnen Yi An Chien aus Bonn und Anke Droste aus Dortmund.
Zum 41. Mal: Der Dortmunder Grafik-Kalender erschienen
Der traditionsreiche Kalender „Grafik aus Dortmund“ 2017 ist in einer limitierten Auflage von 500 erschienen. Oberbürgermeister Ullrich Sierau erhält das Exemplar Nummer 1.
Der Kalender wird herausgegeben vom Kulturbüro der Stadt und der Sparkasse Dortmund in enger Zusammenarbeit mit dem Dortmunder Kunstverein e.V. Alle Arbeiten sind von den beteiligten Künstlerinnen und Künstlern handsigniert.
Ullrich Sierau und Uwe Samulewicz (vorne Mitte mit dem Deckblatt in der Hand) präsentieren mit Künstlerinnen und Künstlern sowie weiteren Beteiligten den neuen Grafik-Kalender der Stadt Dortmund.
Spielerische Skulpturen und Drucke in der Artothek
Claudia König neben zwei ihrer Figuren aus Cartapenta.
Bis zum 30. Dezember 2016 zeigt die Artothek der Stadt- und Landesbibliothek Arbeiten von Claudia König unter dem Titel „Spielereien“. Neben ihren androgyn oder weiblich wirkenden Figuren zeigt sie auch noch Drucke, die aber meist Unikate sind.
Claudia König mag den Begriff „Pappmaché“ nicht wirklich. Daher sagt sie, dass ihre Skulpturen aus dem Material „Cartapesta“ sind. Was nichts daran ändert, dass die Künstlerin es schafft, aus dem Material sehr ausdrucksvolle Figuren zu erschaffen. Dabei benutzt sie feine Details, wenn sie beispielsweise einer Figur eine Stola aus gestricktem Papier um die Schultern legt. Die Oberflächen werden mit Eisen-, Kupfer- oder Bronzepatina behandelt. Die meisten Figuren haben eigentlich eine androgyne Gestalt, doch wirken sie trotzdem weiblich.
Ihre Bilder tragen meist abstrakte Motive. Die älteren Werke sind von den Farben her kräftiger, die neueren Arbeiten zeichnen sich durch fahlere Farben aus. Ihre Drucke sind Unikate, weil sie auch noch mit Aquarellstift, Stempel und Monotypie bearbeitet werden. Ab und an verwendet sie Gedichte und Kunstzitate als grafische Elemente.
Faszination des menschlichen Körpers
Skulpturen von Karl-Friedrich Fritzsche, im Hintergrund zwei Arbeiten aus der Reihe „Sisyphus“ von Barbara Wolff.
Bis zum 08. Januar 2017 zeigt die Galerie Dieter Fischer im Depot die Ausstellung „PaarWeise“. Gezeigt werden Bilder von Barbara Wolff und Skulpturen von Karl-Friedrich Fritzsche. Im Mittelpunkt beider Künstler steht die menschliche Figur.
Während die Wände seiner Frau gehören, bespielt Fritzsche mit seinen Holzskulpturen den Raum. Die weibliche Figur hat es ihm angetan, denn sie ist in der gesamten Kunstgeschichte ein ständig wiederkehrender Topos. Angefangen von den uralten Muttergottheiten. Die üppigen Formen sind Fritzsche lieber als dürre Modelle. „Ich finde die barocken Formen wunderbar“, so der Künstler. „Aber es würde auch mit männlichen Figuren funktionieren.“ Die Schönheit und die Körperlandschaft der weiblichen Figur setzt er mit heimischen Hölzern um.
Dazu stellt Fritzsche einige Skizzen aus, die er nach frühen Aktfotografien aus den Jahren 1850 bis 1920 gezeichnet hat.
Seine Frau, Barbara Wolff, zeigt einige Arbeiten auf Reis- oder Japanpapier. Auch hier ist eine menschliche Figur zu sehen, deutlich abstrahierter als Fritzsches Skulpturen, aber immer als Mensch zu erkennen. Thema ihrer Arbeiten ist das Verhältnis von Mensch und Natur. So thematisiert sie die legende von Sisyphos oder lässt sich von Schuberts Lied „Der Wanderer“ inspirieren. Da Papier ein sehr empfindliches Material ist und sehr leicht reißt, muss die Künstlerin schnell mit Tusche arbeiten.
Barbara Wolff arbeitet auf Reis- oder Japanpapier.
Die Interpretationen zu Mozarts „Zauberflöte“ sind Legion. Mal steht Sarastro für die Aufklärung, mal für die Fürstenmacht, mal für die Vernunft oder auch für eine zweifelhafte Persönlichkeit. Für Regisseur Stefan Huber ist Sarastro Walt Disney und er lässt Karl-Heinz Lehner im goldfarbenen Anzug Disneys Wunderwelten erkunden. Von den drei kleinen Schweinchen (die drei Knaben) über Papageno, der ein wenig Donald Duck ähnelte, bis hin zu Monostatos mit seinen Mickey-Maus-Ohren. Passend dazu kam Tamino in einem Pfadfinder-Outfit, als wäre er Mitglied im Fähnlein Fieselschweif. Ein Premierenbericht vom 26. November 2016.
Die Handlung in aller Kürze: Tamino soll im Auftrag der Königin der Nacht ihre Tochter Pamina aus den Händen von Sarastro befreien. Jedoch wird unser Held durch die Güte von Sarastro überzeugt und lässt sich in die Mysterien einweihen und bekommt am Ende seine geliebte Pamina. Auch Taminos Begleiter Pagageno findet am Ende seine Papagena.
So weit, so gut, der Text von Emanuel Schikaneder vereint drei Elemente: Freimaurertum, die französischer Revolution und die altägyptische Exotik, die damals in Wien Mode war. O Isis und Osiris. Heute würde man ergänzen, dass der Text nicht ganz politisch korrekt ist. Vor allem Sarastros patricharchalische Welt duldet keine Frauen: „Ein Weib tut wenig, plaudert viel“. Seinem schwarzen Diener Monostatos geht es ähnlich. Nichts ist mehr von „Menschenliebe“ zu spüren, wenn ihn Sarastro mit 77 Sohlenhieben bestraft, nur weil er seine Pflicht erfüllt hat und Pamina zurückbringt.
Unbeeindruckt von allen Interpretationen bleibt Mozarts Musik und der wahrscheinlich ungewöhnlichste Beginn einer Oper: Der heldenhafte Tenor flieht vor einem Untier und muss von drei Frauen gerettet werden. Mozarts Musik wurde meisterhaft dargeboten von den Dortmunder Philharmonikern unter der Leitung von Gabriel Feltz.
Auch die Sänger machten einen guten Job: Joshua Whitener bot als Tamino ebenso eine Klasse Vorstellung wie Lehner (Sarastro), Marie-Pierre Roy (Königin der Nacht), Morgan Moody (Pagageno) oder Hannes Brock (Monostatos). Wobei Moody seine schauspielerischen Fähigkeiten immer wieder aufblitzen ließ. Auch die Nebenrollen waren sehr stark besetzt, für die drei Kaben (Jushua Krahnefeld, Vincent Schwierts und Nick Esser) gab es verdientermaßen großen Applaus. Chor und Statisterie ergänzten auf positive Weise das Gesamtbild.
Vielleicht ist die Kostümierung für den einen oder anderen zu schrill, doch dem Dortmunder Publikum hat es zumeist gefallen. Auch das Bühnenbild mit den europäisch-westlichen Wahrzeichen (u.a. Brandenburger Tor, Schiefer Turm von Pisa, Freiheitsstatue) passte zur Inszenierung.
„Die Zauberflöte“ ist in der Dortmunder Inszenierung von Huber ein schönes buntes Stück geworden zusammen mit der unsterblichen Musik von Mozart.
Das Beste waren die Tauben? Nein, ganz bestimmt nicht. Das gesamte Stück „Aschenbrödel – Nuss mit Lustig“ von Stefan Keim nach dem tschechischen Film „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ machte gute Laune, sorgte für vorweihnachtliche Stimmung im Theater im Depot und hat definitiv das Zeug zu einem Klassiker. Ok, die Tauben waren schon echt Klasse. Ein Premierenbericht vom 18. November 2016.
Der Film „Drei Nüsse für Aschenbrödel“ orientiert sich stark an das Märchen von „Aschenputtel“, so dass ich mir die Inhaltsangabe mal erspare. Keims „Nuss mit Lustig“ ist ein Stück im Stück, denn es spielt einerseits in einer Dortmunder Tankstelle am Heiligabend und andererseits nimmt es Bezug zum Film. In aller Kürze: Drei Menschen treffen sich in einer Tankstelle und stellen fest, dass sie eine Gemeinsamkeit haben, sie alle kennen den Film „Drei Nüsse für Aschenbrödel“. Sie beschließen also, die wichtigsten Szenen des Films nachzuspielen.
Cordula Hein als Angestellte der Tankstelle, Thorsten Strunk als besserwisserischer Familienvater und Sandra Wickenburg als tschechische Truckerin sorgen schon von Beginn an für gute Stimmung unter den Zuschauern. Denn das Besondere von Keims Inszenierung ist, dass alle Requisiten quasi aus dem Fundus der Tankstelle entnommen wurden. Zwei Scheibenwischer verwandeln sich in eine Armbrust und Autoreifen werden zu Pferden. Glücklicherweise hat Libuše, die tschechische Truckerin, einige Altkleider geladen, die prima zum Nachspielen geeignet sind. Auch Libušes Weihnachtsgeschenk an ihre Tochter, ein Erdmännchen aus Plüsch, wird als Akteur verpflichtet.
Das Schöne an dem Stück ist, dass der Humor durchaus unterschiedlicher Art ist. Lokalkolorit (Nä?/Woll?) und Kmamauk haben ebenso ihren Platz wie feinsinnige Bemerkungen. Dazu kommt die große Spielfreude der drei Akteure auf der Bühne, die sich auch auf das Publikum überträgt. Ein ganz besonderer Abend.
Ob es zum Klassiker reicht wie bei der „Weihnachtsgeschichte“ von Dickens? Das wird die Zukunft zeigen, aber Stefan Keim und seine Mitstreiterinnen und Mitstreiter haben schon einmal gut vorgelegt. Jetzt muss das Publikum entscheiden.
Wasser und finnische Mythologie
Taru Mäntynen (links) und Erika Schäfer entführen die Besucher in die nordische Welt.
Vom 20. November bis zum 11. Dezember 2016 zeigt die städtische Galerie im Torhaus Rombergpark die Ausstellung „Eis, Wasser, Mythen“ von Taru Mäntynen und Erika Schäfer. Neben großformatigen Fotografien werden Skulpturen aus Bronze ausgestellt. Das Torhaus entführt die Besucher in die raue nordische Welt voller Eis und fremden Mythen.
Eigentlich wäre der Termin im Torhaus für die Künstlerin Erika Schäfer alleine bestimmt, aber sie hat sich entschlossen, ihre Künstlerfreundin Taru Mäntynen mitzubringen. Das ist auf jeden Fall eine gute Entscheidung gewesen, so bilden die teilweise archaisch ausschauenden Skulpturen von Mäntynen einen Kontrast zu den Fotografien von Schäfer. Insgesamt gibt die Ausstellungen einen künstlerischen Einblick in den finnischen Winter.
„Eis ist nicht nur ein Ärgernis“, erklärt Schäfer ihre Faszination zum gefrorenen Element Wasser und den nordischen Winter. „Ich möchte zeigen, wie schön Wasser im gefrorenen Zustand ist“. Dieses Ziel ist ihr gelungen. Von filigranen Eisstrukturen bis hin zu massiven Formationen reicht die Bandbreite ihrer Eisbilder, aber auch majestätisches Wasser stellt die Künstlerin in den Mittelpunkt ihrer Arbeiten. Die Fotografien stammen zwar überwiegend aus Finnland, Schweden und Grönland, aber auch in Deutschland kann man Eisformationen bewundern.
Die Motive der Skulpturen von Mäntynen entstammen meist der finnischen Sagenwelt, der sogenannten „Kalevala“ wie beispielsweise beim „Mondteerer“. Hier handelt es sich um eine Geschichte über eine Hexe, die den Mond anmalt. Mäntynen thematisiert gerne Tiermenschen wie den „Wolfsmensch“ oder auch archaisch wirkende Krieger.
Mäntynen hat sich intensiv mit dem Bronzeguss auseinandergesetzt und sie gießt ihre Werke sogar selber. „Damit habe ich die Kontrolle über meine Arbeit und kann sie in jeder Phase steuern“, begründet die Künstlerin diesen Schritt.
Die Öffnungszeiten der Galerie Torhaus Rombergpark sind
dienstags bis samstags 14 bis 18 Uhr
sonntags und feiertags 10 bis 18 Uhr
Eintritt frei!
Neuer Weihnachtsklassiker im Theater im Depot
Das Ensemble mit Regisseur. (v.l.n.r.) Thorsten Strunk, Stefan Keim, Sandra Wickenburg und Cordula Hein
So wie Charles Dickens Weihnachtsgeschichte zum Fest gehört, ist auch der tschechische Film „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ oft ein fester Bestandteil zu Weihnachten. Ein guter Grund für das Theater im Depot neben „A Christmas Carol“ jetzt auch „Aschenbrödel“ ins Programm zu nehmen. Kulturjournalist und Kabarettist Stefan Keim hat aber eine besondere Version entwickelt. Bei ihm ist „Nuss mit Lustig“ und hat Premiere am Freitag, dem 18. November um 20 Uhr.
„Aschenbrödel – Nuss mit Lustig“ ist quasi ein Stück im Stück. Es spielt an einer Dortmunder Tankstelle. Eine, die 24 Stunden auf hat, auch an Heiligabend. So muss die Angestellte die Stellung halten. Zwei Gäste schneien herein: Ein besserwisserischer Familienvater, den seine Ehefrau raus geschmissen hat und eine tschechische Truckerin, die es leider nicht mehr nach Hause schaffen wird. Was die drei Personen zusammenschweißt ist, dass sie den Film „Aschenbrödel“ kennen, also spielen sie zwischen Kaffeeautomaten, Süßigkeiten und Autoreifen die Geschichte nach. Da werden die Autoreifen zu Pferden oder Scheibenwischer zu Armbrüsten. Selbstverständlich spielen die Schauspieler Cordula Hein, Thorsten Strunk und Sandra Wickenburg viele verschiedene Rollen und so wird jede(r) einmal Aschenbrödel sein.
Das Stück ist familientauglich wie Regisseur und Autor Stefan Keim verspricht. Kinder ab acht Jahren könne man problemlos mitnehmen. Inhaltlich gibt es keine Unterschiede zwischen den Nachmittags- und den Abendvorstellungen.
Passend zum Stück gibt es eine kleine Musikdramaturgie aus etwa 30 Stücken. Angefangen vom Italo-Western über Musikkomponisten Danny Elfman bis hin zur klassischen Aschenbrödel-Musik aus dem Film.
Eines war Keim besonders wichtig zu erwähnen: „Es ist keine Persiflage des Films“. Kenner des Films werden die gespielten Szenen mit Sicherheit wiedererkennen.
Neben der Premiere am 18. November 2016 um 20 Uhr gibt es weitere Termine:
Samstag, den 19. November um 20 Uhr,
Sonntag, den 27. Nove,ber um 16 Uhr,
Sonntag, den 04. Dezember um 16 Uhr und
Freitag, den 30. Dezember um 20 Uhr.
Das Baukunstarchiv wird DADA
Freuen sich auf ein DADA-Wochenende im Baukunstarchiv: (v.l.n.r.) Richard Ortmann, Dieter Gawohl und Anette Göke.
Am 19. und 20. November 2016 verwandelt sich das Baukunstarchiv (ehemaliges Museum am Ostwall) in ein DADA-Festival. Unter dem Titel „Ab/sind“ gibt es hochprozentige Kunst unterschiedlichster Art von unterschiedlichen Künstlerinnen und Künstlern. Der Eintritt ist kostenlos.
Die beiden „DADAdäys“ im November haben eine Vorgeschichte: Vom 21. April bis zum 29. Juli 2016 wurde der 100jährige Geburtstag von DADA innerhalb von 100 Tagen mit 25 Veranstaltungen gefeiert. An den beiden Novembertagen gibt es Neues und Altes aus dem Reich des Dadaismus, ein Wiedersehen mit bekannten Akteuren und die Erwartung auf neue Künstler.
Der Samstag (19.11.16) beginnt um 17 Uhr mit einem Flashmob vom Westenhellweg zum Baukunstarchiv. Lyriker und Musiker werden die Passanten mit ihrer Kunst konfrontieren und versuchen, Formen und Strukturen aufzubrechen. Mit dabei sind wieder die DADAinen, die die „Letzte Lockerung“ vorführen.
Der Höhepunkt des Tages dürfte das DADAerotische Lustspiel „ADDA et ONNO“ von Christiane Köhne und A. Diéga sein, das um 21 Uhr beginnt. Es ist frei ab 18 Jahre.
Der darauf folgende Sonntag (20.11.16) gehört eher den Literaten. Den Anfang machen Thomas Kade und Reinhard Lampe um 13 Uhr, Paul Dorn erzählt über die DADA Bewegung in Zürich (14 Uhr) und es gibt eine Lesung über Richard Huelsenbeck und Jürgen Wiersch (16 Uhr).
Daneben gibt es im Baukunstarchiv verteilt weitere Kunstaktionen, Ausstellungen und den „Vorurteilszertrümmerer“. Die Künstlerin Ulrike Fischer gibt den Besuchern die Möglichkeit ihre Vorurteile (symbolisiert durch Haselnüsse) aufzubrechen.
Programm für die zwei Tage im Baukunstarchiv Dortmund
VorläufigesP R O G R A M M Stand 09.11.2016
Samstag, 19.11.2016 von 18.00h bis 22.30h
Sonntag, 20. 11.2016 von 11.00 bis 18.00h
17.00h
DADAFläshMob vom Westenhellweg zum BKA
11.30h
Wir vermachen Dir das Huelsenherz
18.00h
Eröffnung
12.00h
Die DADA-Braut, ein Film von Paul Dorn u.a.
18.15h
Aschegeister
13.00h
Thomas Kade, Reinhard Lampe
19.00h
Die DADAinen – Letzte Lockerung
14.00h
Paul Dorn (Zürich)
20.15h
Sabine Küster (Berlin)
15.00h
Marika Bergmann – Fensterbilder
21.00h
ADDA et ONNO – DADAerotisches Lustspiel
16.00h
Lesung – R. Huelsenbeck, Jürgen Wiersch
22.00h
Trio Randale – Schwitters Szenen
17.00h
Radikal Audio Lab. & Scarlett Schauerte
im Haus
Intermezzi: Das Schwarze Einhorn, Paul Dorn
im Haus
Intermezzi: Das Schwarze Einhorn, Paul Dorn
und Ausstellung/Aktionen der Künstler
und Ausstellung/Aktionen der Künstler
Einfach nur Rot sehen
Richard A. Cox, Red Sky, 2003
Die Farbe Rot lässt wohl niemanden kalt. Rot ist so dominant, dass es schnell nach „hell“ und „dunkel“ zu den frühesten Wörtern der Menschheit gehörte. Die BIG Gallery (Rheinische Straße 1) zeigt die Ausstellung „Rot“ der vier Dortmunder Künstlerverbände vom 13. November 2016 bis zum 13. Januar 2017.
Die meisten Säugetiere haben Probleme, die Farbe Rot zu erkennen. Auch ein Stier reagiert nicht auf die Farbe des Tuches, sondern auf die schnellen Bewegungen des Toreros. Dafür ist die Farbe Rot beim Menschen sehr dominant. Kein Wunder, dass es also für Warnsignale benutzt wird. Dazu hat es eine erotische und eine politische Dimension.
Zu sehen sind 64 Werke von 61 Künstlerinnen und Künstlern. Neben Malerei ist auch Grafik, Fotografie, Skulptur und Installation ausgestellt. Im Gegensatz zur Vorgängerfarbe „Grau“ dominiert die Farbe Rot bereits beim Eintritt in den Galerieraum. Auch wenn manche Töne Richtung Orange oder Pink gehen, die Signalwirkung von Rot ist überwältigend. Mit am Besten kommt dies beim Bild „red sky“ von Richard A. Cox zur Geltung. Sein Gemälde wirkt wie eine Ansicht eines Waldbrandes.
Die Öffnungszeiten sind montags bis freitags von 08 bis 17 Uhr und sonntags von 13 bis 17:00 Uhr.