Interessanter Weg zum Boulevard Kampstraße

[fruitful_alert type=“alert-success“]Die Geschichte der Kampstraße in einem Heft präsentieren (v.l.n.r.) Margarete Bonnenberg (Bundesstiftung Baukultur), Henriette Brink-Kloke (Chef-Archäologin an der Unteren Denkmalbehörde), Uwe Wendel (Architekt) und Stephan Strauß (Autor des Heftes).[/fruitful_alert]

Das Dortmunder Denkmalheft 07/Bausteine und Fundstücke mit dem Titel „Im Westen was Neues – Der Boulevard Kampstraße zwischen Petrikirche und Westentor“ (Autor Dr. Stephan Strauß) wurde heute der Presse vor Ort vorgestellt. Der Architekt und Architekturhistoriker Dr. Strauß war Absolvent der TU Dortmund und kennt sich gut mit der archäologischen und städtebaulichen Geschichte des Abschnittes zwischen Petrikirche und Westentor gut aus.

„Mich hat vor allem schon immer die Architektur des jüngsten Baudenkmals unserer Stadt, das ehemaligen WestLB-Gebäude und die heutige Passage interessiert,“ so der Autor. Die spannenden und schwer durchzuführenden Pläne, diese Straßenabschnitt als Spielpunkt und lebendige Flaniermeile zu entwickeln, wurde im Jahr 2008 in Angriff genommen. Der Autor beginnt mit dieser neuen Entwicklung und geht dann zurück bis in das 19. Jahrhundert. Anschaulich sowie inhaltsreich und unterhaltsam erzählt er die Geschichte der architektonischen und städtebaulichen Entwicklungen in diesem Bereich unserer Stadt. So entsteht ein klares Bild für den Leser über den Weg, der zu der neuen Leitlinie im Dortmunder Städtebau geführt hat. Das Heft ist gut illustriert und gibt einen genauen Einblick in damalige Entwicklungen.

Tatkräftig unterstützt wurde der Autor vom Stadtarchiv, dem Amt für Wohnen und Stadterneuerung, das Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, der Unteren Denkmalbehörde/Stadtarchäologie Stadt Dortmund, der TU Dortmund und anderen.

Diese neue Veröffentlichung wird kostenlos von der Denkmalbehörde im Stadtplanungs- und Bauordnungsamt, sowie vom Museum für Kunst und Kulturgeschichte (MKK) ausgegeben. Solange der Vorrat reicht, können Interessierte

dort ein Exemplar ergattern. Alle älteren, inzwischen neu aufgelegten Hefte kann man dort auch erhalten.

Alle Hefte können auch im Internet unter www.denkmalbehoerde.dortmund.de heruntergeladen werden.




Inklusionstage im Depot 2017

[fruitful_alert type=“alert-success“]Koordinator Marek Kot, Schauspielerin Alexandra Madej und Regisseur Peter Feuerbaum freuen sich auf interessante Inklusionstage 2017 im Depot.[/fruitful_alert]

Seit dem Jahr 2015 werden die Inklusionstage im Dortmunder Theater im Depot durchgeführt. Ziel dabei ist es nicht nur, auf das große Potential von „Menschen mit mit Behinderungen“ in Kultur und Gesellschaft hinzuweisen, sondern das sie auch die Gelegenheit bekommen, sich aktiv kulturell und gesellschaftlich zu einzubringen und zu engagieren.

Für Berthold Meyer, dem Leiter des Theaters im Depot und Marek Kot, dem Koordinator des Projekts, ist es ein emotionales und wichtiges Anliegen, die inklusive Zusammenarbeit auch im Bereich Theater zwischen Menschen „mit und ohne Behinderungen“ voran zu bringen. Das Depot bietet dafür einen Raum. Frei nach dem Motto: „Menschen sind nicht behindert, sie werden behindert.“ In diesem Jahr wird ein etwas verkleinertes, aber feines Programm durchgeführt.

Am Samstag den 29.04.2017 findet um 16:00 Uhr die Premiere der Tragikomödie „Erinnerungen“ des Gehörlosentheater Dortmund unter der Regie von Peter Feuerbaum statt. Hier spielen Gehörlose und nicht-gehörlose Amateur-SchauspielerInnen zusammen auf der Bühne. In diesem vier Personen Stück hat eine fast hundertjährige Mutter und ihre über siebzig jährige Tochter ihr gesamtes Leben in ihrem Haus in vielen Kartons verpackt. Die Tochter will nun endlich aufräumen. Die Sichtung der Kartons rufen nicht nur alte Erinnerungen hervor, sondern veranschaulichen auch verpasste Lebenschancen. Am Ende steht auch die in gegenseitiger Abhängigkeit gefesselte Mutter-Tochter Beziehung auf dem Prüfstand…

Die Vorstellung dauert zirka 90 Minuten und zum besseren Verständnis für die nicht gehörlosen Personen im Publikum fungiert der Schauspieler Markus Veith als Erzähler im Hintergrund. Sicherlich ein spannendes Abenteuer für das Publikum, wenn es sich nur darauf einlässt.

Am Sonntag, den 30.04.2017 kann das Publikum das Ergebnis des Projekts „Heimatspuren“ der Kompanie Windspiel im Theater im Depot erleben. Verschiedene Herkunftsgeschichten und Heimatempfindungen von Mitgliedern der Kompanie, die aktuell aus 21 Darstellerinnen und Darstellern mit unterschiedlichen Fähigkeitenprofilen besteht, wurden verfolgt und künstlerisch verarbeitet. Auf der Grundlage von Gesprächen und Assoziationen erfolgte eine Umsetzung in Tanz, Bewegungstheater und Performance. Anregungen bekam die Kompanie durch Beschäftigung und Auseinandersetzung mit ihrer Kultur, Herkunft und ihrem persönlichem Heimatgefühl.

Weitere Informationen zu den Inklusionstagen und Ticketpreisen erhalten Sie unter: http://www.depotdortmund.de/theater-im-depot




Musikalisches Doppel-Spiel im Konzerthaus

Das 3. Konzert Wiener Klassik stellte am 24.04.2017 in zwei Hälften die beiden Komponisten Wolfgang Amadeus Mozart (1756 -1791) und Franz Schubert (1797-1828) gegenüber. Obwohl Schubert Mozart nicht mehr kennenlernen durfte, war er doch tief beeindruckt von seinen Komponisten-Kollegen. Beiden war ein nur kurzes Leben vergönnt.

Die Dortmunder Philharmoniker unter der engagierten Leitung von GMD Gabriel Feltz verdeutlichte im Dortmunder Konzerthaus durch Gegenüberstellung je eines Rondo und einer Sinfonie der beiden Komponisten Anlehnungen und Unterschiede in den jeweiligen Werken.

Die erste Hälfte gehörte Wolfgang Amadeus Mozart mit seinem „Rondo für Violine und Orchester C-Dur KV 373 (1781) und der „Sinfonie C-Dur KV 200“(1774).

Unterstützt wurde das Orchester beim Rondo durch die ausgezeichnete Solo-Violinistin Mirjam Tschopp aus der Schweiz.

Das Rondo zeichnet sich durch eine Heiterkeit und vermeintlich spielerischen Leichtigkeit aus. Beschwingt eingeleitet durch die Solo-Violine und danach durch das Orchester aufgenommen und verstärkt, entspinnt sich ein lebendiges Wechselspiel- oder Zusammenspiel. Zum Orchesterteam gehörten nicht nur die Streicher, sondern auch 2 Oboen und Hörner.

Die nachfolgende Sinfonie ist in seinen vier Sätzen nach einer impulsiven Orchester-Eröffnung mal tänzerisch-verspielt, dann wieder elegisch-melancholisch getragen.

Die musikalische Verknüpfung des ersten und des vierten als Rahmensätze findet bei den späteren Sinfonien des Komponisten noch verstärkt.

Nach der Pause ging es in die zweite Hälfte mit Schuberts Rondo für Violine und Orchester A-Dur D 438. (1816).

Dieses Rondo ist nur für Solo-Violine (Mirjam Tschopp) und Streicher konzipiert. Hier greift die Solo-Violine erst nach der großen Adagio-Einleitung das Einleitungsthema der Streich auf und führt es dann frei weiter. Das eigentliche Rondo zeichnet sich durch große Virtuosität, rhythmische Finessen aber auch durch Heiterkeit aus.

Die folgende 6. Sinfonie C-Dur D 589 (1817/1818) von Schubert zeichnet sich durch eine erstaunliche musikalische Vielfältigkeit, Kontrasten und Tempowechsel aus. it . Mal elegisch, dann wieder tänzerisch-spielerisch oder voll kraftvoller Energie. Mit seinem Scherzo als dritten Satz folgt der Komponist klar dem sinfonischen Vorbild Beethovens. Diese dominierte die Gattung Sinfonie für die folgender Zeit maßgeblich.




Blick hinter die Schauspielfassade

[fruitful_alert type=“alert-success“]Glanz und Elend der Schauspielkunst präsentiert Markus Veith. (Illustration © Christian Turk)[/fruitful_alert]

Mit seinem Kabarett-Theaterstück „Lampenfieber – Jetzt mal in echt“ hat der Dortmunder Schauspieler und Schriftsteller Markus Veith am 22.04.2017 im hiesigen Theater im Depot einen humorvollen und nachdenklichen Einblick in die die skurril-verrückte Welt hinter der Fassade des Theater- und Filmbusiness gegeben.

In diesem Solostück wurde die Bühne für das Publikum zu einer Theater-Garderobe. Die ZuschauerInnen bekommen akustisch das Ende der Aufführung von „Lampenfieber“. Inhalt dieses Stückes waren der harte Kampf des jungen aufstrebenden Schauspieltalents, die Phase des großen Erfolgs und langsamen Abstiegs des alternden Stars. In einem fiktiven „meet and greet“ nach der Vorstellung erzählt der Schauspieler in der Garderobe nicht nur amüsante-skurrile Anekdoten aus dem Leben bekannte Schauspielgrößen aus der Filmgeschichte wie Heinz Erhard, Hans Albers, Hans Moser , Zahrah Leander und viele andere, sondern räumt auch humorvoll mit gängigen Vorurteilen auf. Sind Filmschauspieler etwa besser als Theaterschauspieler und haben es „zu etwas gebracht“, nur weil sie im Fernsehen einem Millionenpublikum bekannt sind? Ist Schauspieler ein richtiger Beruf oder eine „brotlose Kunst“?

Markus Veith schlüpft gekonnt mit wenigen Requisiten in die Rolle diverser Kollegen. Mit Sprache und Gestik schafft er es, die Personen lebendig auf die Bühne zu bringen. Es war interessant zu beobachten, wie die anfängliche leichte Distanz durch das unbekannte Publikum immer mehr schmolz. Nach kürzerer Zeit entstand eine entspannte und familiäre Atmosphäre. Emotional wurde es, als Veith aus seinem eigenen Erfahrungsschatz plauderte. Mit teilweise autobiografischen Anekdoten erfuhren die Zuhörer einiges über seine Erlebnisse mit KollegInnen und Regisseuren und seinem persönlichen Mentor. Höchst amüsant waren die Geschichten aus seiner langjährigen Arbeit im Bereich Kindertheater mit seinem ganz besonderen Publikum.

Die kleinen Schwächen, Macken und Eigenheiten seiner Schauspielkollegen wurden mit Respekt und Nachsicht, aber mit der notwendigen Bissigkeit auf der Bühne dargestellt.

Ein sehr amüsanter und aufschlussreicher Abend über das harten und schönen Seiten des Show-Business.

Die nächste Vorstellung im Depot ist am Samstag, den 20.05.2017 um 20:00 Uhr.

Nähere Informationen erhalten sie unter redaktion@depotdortmund.de

 




Abschlusspräsentation der Kinder- und Jugendclubs

[fruitful_alert type=“alert-success“]Alle Mitwirkenden der „Skellynauten“ nach dem Abschlussapplaus. [/fruitful_alert]

Im Kinder- und Jugendtheater Dortmund konnte das anwesende Publikum am 21.04.2017 gleich zwei Abschlusspräsentationen der Kinder- und Jugendclubs des Theaters erleben. Um 12:00 präsentierten die 7 bis 10 Jahre alten Skellynauten als jüngste Gruppe ihr unter der theaterpädagogischen Leitung von Erika Schmidt-Sulaimon entwickeltes Stück „Lollipop“. Um 16:00 Uhr am gleichen Tag präsentierten dann noch die Theaterstilisten (10-14-Jahre) ihr Stück „Wenn die Bingotrommel sich dreht“. Ars tremonia sah sich das Stück der Skellynauten an.

Im letzten halben Jahr setzten sich die Kinder, inspiriert vom Schulstück des KJT „Zuckeralarm“ mit der Thematik versteckter Zucker, Zuckersucht und der Zuckerindustrie auseinander. Fantasievoll und anschaulich informierten die Skellynauten (vier Mädchen und vier Jungen) auch mit Hilfe von weißen Kartons über den Zuckergehalt von Pizza, Limonade und anderen Artikeln. In einzelnen Szenen zeigten sie, wie sich zum Beispiel ein Kind an einer Ladenkasse auf den Boden schmeißt und nach Süßigkeiten brüllt. Welche Eltern kennen diese Situation aus eigener Erfahrung nicht? Eingebaut wurde auch ein witziger Informationsfilm im Zeichentrick-Format. Eingegangen wurde auf das Suchtpotenzial und die „Zuckermafia“, die diese Sucht für ihre Zwecke ausnutzt. Die Kinder kämpfen als „Agenten“ gegen die Zuckerindustrie. Untermalt wurde ihr Agententätigkeit mit der Musik aus „James Bond 007“ und „Kobra übernehmen sie“. Die acht Nachwuchs-Schauspieler agierten mit viel Spielfreude und Spielwitz.

Aufklärung über verstecktem Zucker zum Beispiel in Wurst, Fertigsaucen und Fertiggerichten und den Schaden für die Gesundheit ist sicher wichtig und gut. Eine dogmatische Verteufelung von Zucker und ein Nachdenken über Verbote ist nicht besonders hilfreich. Wie wir aus Erfahrungen mit anderen Suchtmittel wissen, bringen Verbote bei Genussmitteln nicht viel. Der Wunsch nach Genuss im Leben lässt sich nicht so einfach reglementieren. Da muss jeder Mensch seinen eigenen Weg finden.




Stummfilmkonzert voll Dramatik

Der schwarz-weiß Stummfilm „Faust“ (1926), nach einer deutsche Volkssage wurde in diesem Jahr für das beliebte Format Stummfilmkonzert ausgewählt. Der Film wurde live orchestriert durch die Dortmunder Philharmoniker unter der Leitung des GMD Gabriel Feltz. Die musikalische Untermalung stammte von Bernd Schultheis.

Die Geschichte handelt vom Pakt des Wissenschaftlers Faust mit dem Teufel Mephisto. In Verzweiflung überschreibt er seine Seele in dem Teufel, um die Menschen in seiner Stadt von der zu dieser Zeit grassierenden Pest zu befreien. Zunächst nur für einen Tag, dann für immer, lässt er sich auf diesen teuflischen Pakt ein. Faust werden rauschhafte Genüsse geboten und auch seine Jugend wieder gegeben. Trotzdem ist er unzufrieden und verliebt sich in das unschuldige und schöne Gretchen. Nur sie will er haben, mit den bekannten schrecklichen Folgen für die junge Frau. In diesem Film siegt aber am Ende die Liebe der beiden Menschen über den Teufel.
Genug Dramatik steckt also in diesem Stoff. Murnau arbeitet mit Gegensätzen und einer ausdrucksstarken Ästhetik. Diese wechselt zwischen romantischen Landschaftsaufnahmen, dem grell leuchtenden Guten und als Kontrast dazu steht das Düstere, Apokalyptische und Dunkle. Dazu die wunderbaren Schauspieler wie Emil Jannings (Mephisto), Camila Horn (Gretchen) und andere, die mit jeder Geste und jedem Blick ihre Gefühle offen legen.
Es ist eine große Herausforderung und Anstrengung für das Orchester und seinem Dirigenten, die Musik auf den Punkt genau der Handlung mit seinen unterschiedlichen Stimmungen anzupassen und musikalisch Ausdruck zu verleihen. Das gelang auch dieses mal wieder ausgezeichnet. Alle wurden bis an ihre Grenzen gefordert und Gabriel Feltz war beim Schlussapplaus eine gewisse Erschöpfung ansehen.
Ein besonderes Format, dass hoffentlich auch weiterhin viele Anhänger finden wird.




DADA – Freie Kunst heute

Die Dortmunder DADADO-Gruppe hat sich zum Ziel gemacht, die 1916 in Zürich gegründete Kunst- und Kultur-Bewegung DADA wieder bekannt und lebendig zu machen. So organisierten sie – zusammen mit dem Kulturbüro unserer Stadt, der Kulturmeile Nordstadt und anderen – 2016 eine Prozession zum Grab von Richard Huelsenbeck und machten einige Veranstaltungen zum 100-jährigen Jubiläum von DADA. Diese Bewegung entstand mitten in den Kriegswirren des Ersten Weltkrieges und arbeitet mit Wortspielen und überraschenden Aktionen und Fisimatenten.

In diesem Jahr soll der 125. Geburtstag des einzigen deutschen Gründungsmitglieds von DADA in Zürich, der in Dortmund bei seinen Großeltern in Dortmund aufgewachsene Richard Huelsenbeck gedacht werden. Seine Urne wurde 1974 auf dem Dortmunder Südfriedhof beigesetzt. Dem Dadaisten Jürgen „Kalle“ Wiersch ist es zu verdanken, dass die Grabstätte noch heute erhalten ist. Er hatte auch speziell ein Gedicht verfasst: „Wir vermachen dir unser Huelsenherz“. Dieses „Herz“ ist noch erhalten und soll am 23.04.2017 um 15:00 Uhr erneut feierlich mit Musik und DADA-Texten reanimiert werden. Alle sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen. Mit der Unterstützung von Ensemble-Mitgliedern von schwarz/rot Atemgold 09 paradiert die TrauerLustGemeinde zum Grab des Künstlers.

In Kooperation mit dem Museum für Kunst und Kulturgeschichte wird dann um 18:00 Uhr in der Rotunde des MKK eine Gedenkfeier zum 125. Geburtstag des Künstlers mit leckeren Vanilinem HuelsenG‘bäck, „wierschen“ Worten und dem Huelsenherz stattfinden.

Dieter Gawol (Kunstdomäne) von DADADO erklärte beim Pressegespräch: „DADA ist vor allem eine Bewegung, die besonders in schwierigen und bedrohlichen Zeiten den Menschen Auszeiten und Spaß bieten will.“

DADA ist aber nicht nur „spaßig“, sondern auch durchaus eine politisch gegen gesellschaftliche Konventionen gerichtete „Anti-Bewegung“. Gawol verriet, dass im nächsten Jahr diese politische Komponente mit einer Veranstaltung „DADA und Krieg“ Rechnung getragen werden soll. In heutigen Zeiten, wo viele Menschen das Gefühl haben, auf einem Pulverfass zu sitzen, ein sicherlich notwendiges Statement.

Weiter Informationen zum Sonntag, dem 23.04.2017 und anderen Veranstaltungen erhalten Sie unter dadado@gmx.eu




Farben und Wahrnehmungsverunsicherungen

[fruitful_alert type=“alert-success“]Bei Willi Otremba erscheint Farbe als flüchtige Wahrnehmung.[/fruitful_alert]

In der Galerie Fischer im Depot stellt der Künstler Willi Otremba, Mitglied im Künstlerhaus Dortmund, vom 21.04. bis 14.05.2017 in seiner Ausstellung „an und für sich“ 46 Aquarellbilder in den Formaten 50 x 40 oder 60 x 50 cm aus. Die Werke ähneln sich formal, indem jeweils zwei Farbflächen nebeneinander gemalt wurden.

Alle Bilder sind in Pastellfarben gemalt, sie werden in verschieden starken Kontrasten gegenüber gestellt. Manchmal sind die Farben der beiden Seiten klar zu erkennen und die Kontraste deutlich sichtbar. Bei anderen Bildern sind die Farben so hell und flüchtig, dass die Unterschiede der Farbflächen kaum noch zu erkennen sind. Es entstehen praktisch ganz neue Farb-und Sinneserlebnisse. Das Grün wird zum Beispiel so hell, dass eine genaue Bezeichnung und Einordnung der Farbe schwierig wird.

„Die Zeichnungen beinhalten sozusagen ein Geheimnis für den Betrachter und seine Wahrnehmung,“ erklärte der Kurator Hartmut Gloger. Das Sichtbare verändert sich fortwährend bei der Betrachtung. „Malerei ist eigentlich Farbe. Nur als Malerei ist Farbe eigentlich,“ so der Künstler.

Die Vernissage der Ausstellung ist am Freitag, den 21.04.2017 um 19:00 bis 21:00 Uhr in der Galerie Dieter Fischer im Depot Dortmund.

Finissage der Ausstellung ist am Sonntag, den 14.05.2017 von 17:00 -19:00 Uhr in der Galerie Dieter Fischer im depot Dortmund.

Weitere Informationen unter www.gloger-kunst.de oder www.galerie-dieter-fischer.de




Bissig-humorvolles Krimi-Vergnügen

[fruitful_alert type=“alert-success“]Stau und Kaninchenmorde – Kommissar Georg Schüppe und Team  kämpfen an mehreren Fronten. (Cover: © grafit-Verlag)[/fruitful_alert]

In seinem vierten Kriminalroman hat sich der in Dortmund wohnende Journalist und Kriminalromanautor Thomas Schweres mit einem Thema auseinander gesetzt, dass viele Berufspendler täglich betrifft und ärgert. Die vielen (unnötigen) Staus , vor allem auch auf der A 40.

In seinem neuen Krimi „Die Abbieger“ platzt dem bei seiner Mutter lebende Sonderling und Sachbearbeiter Klausi (Klaus-Werner) Lippermann der Kragen. Nachdem jemand seine beiden geliebten Kaninchen brutal umgebracht hat, denkt er darüber nach, wie viel Zeit er im Stau gestanden hat und Zeit mit seinen Lieblingen verpasst hat. Zusammen mit Kaninchenfreund Alfred Kruppel, entführt er den Chef der Landesstraßenbaubehörde Straßen.NRW Dr. Rainer Weissfeldt und stellt seine Forderungen im Namen eines nicht bekannten, obskuren TuS-V- (Verein der Tierschutz und Stau-Gegner). Sie verlangen neben der Aufklärung der Tiermorde auch Maßnahmen zur Stau-Verhinderung. Probleme wie Schlafbaustellen, Abzocke und Stau-Begünstigung durch unnötige Blitzanlagen und andere fehlerhafte Planungen sollen beseitigt werden. Alles wird über die Bild-Zeitung kommuniziert. Auch spätere Erfolgsmeldungen. Menschliche „Kollateralschäden“ werden in Kauf genommen. Hauptkommissar Georg Schüppes Team und Polizeireporter Tom Balzack werden mit einen ungewöhnlichen Fall mit schwer einzuschätzenden Tätern konfrontiert…

Die aus den vorherigen Krimis von Schweres bekannten Protagonisten sind mit ihren privaten und beruflichen Problemen zwar präsent, aber stehen nicht im Vordergrund der Geschichte. Bissig-humorvoll werden die Täter und die anderen Charaktere dargestellt. Dabei ist es erstaunlich, mit welch brutal-nüchtern Art die Täter für ihr eigentlich verständliche Forderungen vorgehen. Verständnis für das Anliegen mischt sich mit Abscheu angesichts deren perfiden und brutalen Vorgehens. Der Autor beweist nicht nur Sachkenntnis in der Stau-Problematik, sondern versteht es auch, die verschiedenen Charaktere und Typen mit Wortwitz offen zu legen.

Eine humorvolle-satirische, teilweise skurrile und unterhaltsame Lektüre.

Die Abbieger von Thomas Schweres sind sowohl im Buchhandel als auch im Internet erhältlich.

GRAFIT-Verlag: Taschenbuch ISBN 3-89435-485-8 € 11,00 285 Seiten

Die anderen Rezensionen zu den Krimis von Schweres:

[fruitful_tabs type=“accordion“ width=“100%“ fit=“false“]
[fruitful_tab title=“Die Abdreher“] Das dritte Buch [/fruitful_tab]
[fruitful_tab title=“Die Abräumer“] Das zweite Buch [/fruitful_tab]
[fruitful_tab title=“Die Abtaucher“] Das erste Buch [/fruitful_tab]
[/fruitful_tabs]




Kabarett-Theaterstück um Schauspielszene

[fruitful_alert type=“alert-success“]Wie Schauspieler mit Lampenfieber und anderen kleinen Schwächen umgehen, erzählt Markus Veith. (Foto: © Heiner Schäfer).[/fruitful_alert]

Schauspieler und Schriftsteller Markus Veith hat das Publikum schon mit einige Solo-Stücken, darunter etwa eines über „Wilhelm Busch“, im Dortmunder Theater im Depot unterhalten. Dabei wurde natürlich viel in Reimen gesprochen. Mit seinem neuen Kabarett-Theaterstück „Lampenfieber – Jetzt mal in echt“ lässt er das Publikum hinter die Kulissen dieses besonderen, skurril-verrückten Theatervolks blicken.

Das Stück fängt nach Beendigung der Premiere von „Lampenfieber“ an und führt das Publikum in die Theater-Garderobe zu einen privatem Einblick und Plauderei ein. Veith schlüpft dabei in viele verschiedene Rollen bekannter Schauspielgrößen wie etwa Heinz Rühmann, Marylin Monroe, Gerd Fröbe, Zarah Leander, Peter Ustinov und andere. Mit raschen Szenenwechsel erzählt er dabei amüsant-skurrile Anekdoten, die wahr oder nicht wahr sein können. Die ZuschauerInnen erfahren etwas über Pleiten und Pannen, Schein und Sein oder Texthängern. Wie orientiert sich zum Beispiel eine stark kurzsichtige Schauspielerin ohne Sehhilfe auf der Bühne?

„Vielleicht sieht das Publikum die Promis später in einem anderen Licht,“ so Markus Veith. Es wird eine humorvoll-bissige, aber auch respektvolle Beleuchtung des Show-Business. Regie beim zweistündigen Theaterstück führt der Amerikaner Tony Glaser.„Durch ihn wurde ich Schauspieler,“ verriet Veith.

Premiere ist Samstag, den 22.04.2017 um 20:00 Uhr im Theater im Depot.

Nächste Vorstellung: Samstag, 20.05.2017 um 20:00 Uhr.

Weitere Informationen unter http://www.depotdortmund.de/theater-im-depot