Visuelle Impressionen zweier ferner Reiseziele

[fruitful_alert type=“alert-success“]Diango Hernández und Anne Pöhlmann entführen uns zu ihren Sehnsuchtsorten.[/fruitful_alert]

Das in Düsseldorf lebende Künstlerpaar Anne Pöhlmann (* 1978 in Dresden) und Diango Hernández (* 1970 auf Kuba) hat schon seit 2012 erfolgreich eine gemeinsame Künstlerplattform mit dem Namen „Lonelyfingers“ gestartet. Nun entwickelten sie speziell für die lange Fensterfront des Dortmunder Künstlerhauses eine spezielle Ausstellung mit dem Titel „Two Destinations“ (29. Juli – 25. August 2017).

Ausgangspunkt hierfür waren ihre über dreieinhalb Monate Anfang dieses Jahres gehenden Reiseerfahrungen aus zwei Ländern mit unterschiedlichem kulturellen Hintergrund.

Pöhlmann reiste nach Japan und näherte sich trotz Sprachbarrieren mit ihrer Serie „Japan Diary“ einer fremden Kultur an. Das Medium der Fotografie erleichterte und ermöglichte ihr dabei die Aneignung der neuen Umgebung. „Die Fotografie spielt in Japan eine große Rolle. Überall werden zu allen möglichen Anlässen Gruppenfotos und Portraits gemacht,“ erklärte die Künstlerin. Sie selber kommt aus der architektonischen Fotografie und ihre Installationen sind gezielt für einen Ort konzipiert worden.

Für ihre komponierten Schnappschüsse von Alltagssituationen oder speziellen japanischen Gartenlandschaften benutzt sie des öfteren ihr iPhone. So zum Beispiel bei einem Foto, dass das Innere eines Kimono offenbart. Ihr Tagebuch lässt das geheimnisvolle Japan als melancholischen Ort der Sehnsucht lebendig werden.

Hernández dagegen reiste in seine alte Heimat Kuba und gibt der ihm vertrauten Landschaft mit zarten, aber kraftvollen Farben ein Gesicht. Er malt Bilder von tosenden Wellen am Strand und vermittelt ebenfalls ein „Sehnsuchtsbild“ seiner kubanischen Heimat.

So unterschiedlich die beiden Reiseziele sind, verbindet sie doch eine gewisse Art der Isolation. Ob diese im Fall der Wirtschaftsmacht Japan frei gewählt wurde, oder in Kuba über lange Jahre politisch bedingt war, spielt hierbei keine Rolle.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Freitag, den 28.07.2017 um 19:00 Uhr im Dortmunder Kunstverein statt.Die Vorsitzende des Vereins, Marion Edelhoff, wird die Anwesenden begrüßen und die Künstlerische Leiterin, Oriane Durand, führt in die Werke ein.

Am Freitag, den 25. August 2017 findet übrigens am gleichen Ort ein Künstlergespräch mit Anne Pöhlmann, Diango Hernández und Oriane Durand statt.




Museumsnacht mit vielfältigem Angeboten

[fruitful_alert type=“alert-success“]Auf eine spannende Museumsnacht freuen sich mit Maskottchen Einstein (v.l.n.r.) Dr.Dr. Elke Möllmann (Geschäftsbereichsleiterin der städtischen Museen Dortmund), Heike Heim, Vorsitzende der DEW21-Geschäftsführung, und Kerstin Keller-Düsberg, Inhaberin der Agentur konzeptschmiede-do und Projektleiterin der DEW21-Museumsnacht. [/fruitful_alert]

Unter dem Motto „Nacht der klugen Köpfe“ findet am Samstag, den 23. September 2017 ab 16:00 Uhr bis in die Nacht hinein die 17. DEW21-Museumsnacht in Dortmund statt. Auch in diesem Jahr präsentieren die Veranstaltungsorte ein vielfältiges und buntes Programm für jung und alt. Rund 50 Museen, Kultureinrichtungen, Kirchen, Ateliers, das DEW21 Servicecenter, Radio 91.2, die Ruhr Nachrichten, die WDR-Lokalzeit und die Freimaurerloge sowie das Polizeipräsidium öffnen ihre Tore bis weit in die Nacht.

Es gibt für das hiesige und von außen angereiste Publikum genug Gelegenheit, sich über viele Stunden an den verschiedenen Orten zu informieren oder etwas zu entdecken. Bei den Shows können die Besucher zuhören und sich amüsieren. Es gibt die Möglichkeit zum Nachfragen und zum Erforschen. Für Kinder und Erwachsene gibt es auch Aktionen zum Mitmachen. Die Palette reicht da von Experimenten, Abenteuer in einem 5-d-Simulator, bis zu Singen und Tanzen.

Frei nach dem Motto der Museumsnacht sind kluge Köpfe aus Kunst und Kultur, Sport und Wissenschaft vor und hinter den Kulissen im Einsatz. Sie sorgen dafür, das umfangreiche kulturelle Angebot dieser Stadt zu präsentieren. Als kluges Maskottchen dieser besonderen Nacht dient Albert Einstein als Pappfigur.

Das Angebot an Konzerten, Shows, Licht-Aktionen, Kabarett, Poetry- und Science-Slam, Filme,Theater, Lesungen, Führungen, Mitmachaktionen und Geschenke sollen die Besucher begeistern.

Die Teilnehmer der Museumsnacht erhalten ein DEW21-Leuchtarmband, um bei dem abschließenden Feuerwerk im Dunklen ein stimmungsvolles und eindrucksvolles Bild abzugeben.

Für das leibliche Wohl ist gesorgt. Die Besucher können sich an den verschiedenen Ständen in der Stadt gut versorgen. Am Dortmunder U gibt es „Street Food“ oder an der Reinoldikirche internationales Essen.

Fahrt und Eintritt: Mit dem Kombi-Ticket der 17. Dortmunder DEW21-Museumsnacht können alle Veranstaltungen besucht und die Sonderbuslinien sowie Bus und Bahn im gesamten des Nahverkehrsbereich (VRR) genutzt werden. Das gilt am 23.09.2017 den ganzen Tag und bis 7 Uhr am Folgetag.

Preise: Die Tickets in bewährter Form als Armband – kosten für;

Erwachsene : 14.50 Euro (ermäßigt 11 Euro), Kinder und Jugendliche von 6 bis 17 Jahren zahlen 3 Euro, Kinder unter 5 Jahren sind gratis dabei.

Vorverkaufsstellen: An den Veranstaltungsstellen der DEW21-Museumsnacht. Am DEW21 Servicecenter (Günter-Samtlebe-Platz 1), am DSW21-KundenCenter Petrikirche (Kampstr. 46), im Service-Center der Ruhr Nachrichten (Siberstraße 21) sowie in der Mayerschen Buchhandlung (Westenhellweg 37-41 und Harkortstr. 61).




Neuer Intendant für das Konzerthaus

[fruitful_alert type=“alert-success“]Der künftgie Leiter des Konzerthauses Raphael von Hoensbroech flankiert von Bürgermeisterin Birigt Jörder und Kulturdezernent Jörg Stüdemann.[/fruitful_alert]

Die Wahl bei der Ratssitzung vom 13. Juli 2017 war einstimmig ausgefallen. Dr. Raphael von Hoensbroech wird zur Spielzeit 2018/2019 neuer Intendant und Geschäftsführer am Konzerthaus Dortmund. Er tritt somit in die großen Fußstapfen von Benedikt Stampa. Heute wurde er im Saal Hanse (Rathaus) in Anwesenheit von Bürgermeisterin Birgit Jörder und Kulturdezernent Jörg Stüdemann der Presse vorgestellt und unterschrieb einen Vertrag über sechs Jahre.

Von Hoensbroech ist derzeit noch Geschäftsführender Direktor am Konzerthaus Berlin, hat aber in seiner Kindheit auch einige Jahre in der Nähe von Dortmund verbracht.

Kulturdezernent Stüdemann begründete die Entscheidung der Wahlkommission für von Hoensbroech mit der gleich doppelten Qualifikation dieses Kandidaten. Einerseits war er früher als Unternehmensberater tätig gewesen und hat kaufmännische Verantwortung getragen, andererseits ist er seit frühester Kindheit mit der Musik verbunden und hat schon mit drei Jahren Geige spielen gelernt. Er wurde von renommierten Lehrern unterrichtet und sich ein großes Musikwissen angeeignet und schließlich promoviert. „Das ist insgesamt eine vorzügliche Kombination,“ so Stüdemann.

Wie von Hoensbroech erklärte, hat er neben einen hohen künstlerischen Anspruch den Wunsch, Konzerte für das Publikum zu einem emotionalen Erlebnis zu machen, das es im Inneren berührt und verändert. Er freut sich auf diese Aufgabe und hofft auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem gesamten Team.

Das Dortmunder Konzerthaus hat sich über die Stadtgrenzen hinweg einen Namen gemacht und sorgt bei seinem Publikum für Begeisterung. Auch für Intendanten ist es wohl verlockend, dort zu arbeiten. In den nächsten Jahren dürfen wir gespannt sein, welche neuen innovativen Formate und Ideen für der neue Intendant dann zusammen mit seinem Team in einem konstruktiven Prozess speziell für die Verhältnisse hier in der Stadt entwickelt.

wird zur Spielzeit 2018/2019 neuer Intendant und Geschäftsführer am Konzerthaus Dortmund. Er tritt somit in die großen Fußstapfen von Benedikt Stampa. Heute wurde er im Saal Hanse (Rathaus) in Anwesenheit von Bürgermeisterin Birgit Jörder und Kulturdezernent Jörg Stüdemann der Presse vorgestellt und unterschrieb einen Vertrag über sechs Jahre.

Von Hoensbroech ist derzeit noch Geschäftsführender Direktor am Konzerthaus Berlin, hat aber in seiner Kindheit auch einige Jahre in der Nähe von Dortmund verbracht.

Kulturdezernent Stüdemann begründete die Entscheidung der Wahlkommission für von Hoensbroech mit der gleich doppelten Qualifikation dieses Kandidaten. Einerseits war er früher als Unternehmensberater tätig gewesen und hat kaufmännische Verantwortung getragen, andererseits ist er seit frühester Kindheit mit der Musik verbunden und hat schon mit drei Jahren Geige spielen gelernt. Er wurde von renommierten Lehrern unterrichtet und sich ein großes Musikwissen angeeignet und schließlich promoviert. „Das ist insgesamt eine vorzügliche Kombination,“ so Stüdemann.

Wie von Hoensbroech erklärte, hat er neben einen hohen künstlerischen Anspruch den Wunsch, Konzerte für das Publikum zu einem emotionalen Erlebnis zu machen, das es im Inneren berührt und verändert. Er freut sich auf diese Aufgabe und hofft auf eine konstruktive Zusammenarbeit mit dem gesamten Team.

Das Dortmunder Konzerthaus hat sich über die Stadtgrenzen hinweg einen Namen gemacht und sorgt bei seinem Publikum für Begeisterung. Auch für Intendanten ist es wohl verlockend, dort zu arbeiten. In den nächsten Jahren dürfen wir gespannt sein, welche neuen innovativen Formate und Ideen für der neue Intendant dann zusammen mit seinem Team in einem konstruktiven Prozess speziell für die Verhältnisse hier in der Stadt entwickelt.




Kreative Arbeiten aus Schulen und Kitas

[fruitful_alert type=“alert-success“]Mechthild Eickhoff (hinten links) mit Erzieherin und Kinder vom Familienzentrum Wienandweg.[/fruitful_alert]

Im Rahmen von „Kultur und Schule“-Projekten sowie dem Programm „Künste in der Kita“ werden ab der nächsten Woche bis zum 3. September 2017 auf der zweiten Ebene des Dortmunder U (Kulturelle Bildung, UZWEI)) die kreative Arbeiten und Ideen von Schülern und Kita-Kindern unter dem Titel „Big Spot“ ausgestellt. Alle Arbeiten sind im Laufe des letzten Schuljahres entstanden.

Fünf Kitas und acht Schulen aus Dortmund haben sich mit Unterstützung von Künstlerinnen und Künstlern mit vierzehn Projekten beteiligt. Die Kitas waren in diesem Schuljahr zum ersten Mal dabei. Sie zeigten dabei alle eine große Vielfalt an kreativen Ideen.

Zu sehen sind nicht nur selbst gemalte Bilder, Fotos, Holzskulpturen, Masken , Filmausschnitte und anderes, sondern es gibt auch viele Angebote zum Mitmachen für Kinder und Jugendliche. So gibt es zum Beispiel die Möglichkeit, sich aus Pappe sein eigenes Musikinstrument zu basteln oder sich auf einer Fotoplattform mit einem selbst gewählten Hintergrund ablichten zu lassen. Auch lustige Ideen wie die „bemalten Kanister“ sind zu bestaunen. Es gibt aber natürlich noch viel mehr zu entdecken. Bei freiem Eintritt besteht für die jungen BesucherInnen zudem die Gelegenheit, kreativ zu sein und selber etwas zu gestalten.

„Big Spot“ wird veranstaltet vom Regionalem Bildungsbüro, der UZWEI im Dortmunder U und dem Kulturbüro Dortmund.




Fotografien, die Geschichten erzählen

[fruitful_alert type=“alert-success“]Andreas Spindler spielt mit der fotografischen Wahrnehmung der Realität.[/fruitful_alert]

Die Galerie Dieter Fischer im Depot zeigt unter dem Thema „ZwischenRäume“ vom 14. Juli bis 6. August 2017 sechzehn digital bearbeite großformatige Fotografien des Dortmunder Fotografen Andreas Spindler.

„Seit 2007 habe ich mich der digitalen Fotografie gewidmet,“ erklärte der Künstler bei einem Vorgespräch. Er experimentiert mit der ganzen Spannbreite. Durch verschiedene Belichtungsmöglichkeiten regt er mit seinen Fotografien die Fantasie an. Mit seinen Arbeiten animiert der die Betrachter, „zwischen den Zeilen“ zu lesen und den Geschichten hinter diesen Fotografien näher zu kommen zu wollen.

Jedes Bild ist von seiner Stimmung, Inhalt und Art der Bearbeitung unterschiedlich. Manche wirken fast wie ein geheimnisvolles Gemälde, andere sind wieder rational fotografisch.Im besten Fall gibt es, so hofft der Künstler, viele Geheimnisse der Fotografien für die Besucher der Ausstellung zu entdecken und Vergleiche zu ziehen.

Die Vernissage mit Musik von Siegfried Hiltmann am Saxophon ist am Freitag, den 14. Juli 2017 um 19:00 Uhr in der Galerie Dieter Fischer im Depot. Die Finissage ist am Sonntag, den 6. August 2017 von 17:00 bis 19:00 Uhr in der Galerie Dieter Fischer.

Öffnungszeiten donnerstags 17:00 – 20:00 Uhr und gerne nach Vereinbarung mit dem Kurator Hartmut Gloger.

Informationen erhalten Sie unter kunst@galerie-dieter-fischer.de




Effektvolles Rockoper-Projekt

[fruitful_alert type=“alert-success“]Napoleons (Jan Wosnitza) Kaisergehabe entsetzt Beethoven (Marvin Zobel). (Foto: © Jan Wosnitza)[/fruitful_alert]

Als ein Projekt der Jungen Oper Dortmund mit dem Märkischen Gymnasium Iserlohn (MGI) unter der Regie von Alexander Becker und der musikalischen Leitung Stefan Scheidtweiler hatte „Beethovens Last Night“ im hiesigen Opernhaus am 11.07.2017 seine Premiere. Die Musik hierfür stammt von Paul O‘Neil, John Oliva und Chris Caffery, der Text von O‘Neil. Durch rockig neu arrangierte Motive aus bekannten Motiven aus Beethovens (1770-1827) werden starke Emotionen des bewegten Lebens von Ludwig van Beethoven für das Publikum auf die Bühne transportiert.

Auf der Bühne und an den Instrumenten standen Schülerinnen und Schüler des Märkischen Gymnasiums Iserlohn sowie Mitglieder des Opernclubs Tortugas.

Sie wurden bei dem Projekt in Ausstattung, Regie und Musik von Profis des Opernhauses unterstützt.

Zusammen entwickelten sie eine geheimnisvoll-düster und spannende Musikgeschichte um die fiktive „letzte Nacht“ Beethovens. Das Publikum wurde nicht nur von „Personal in Regenmänteln und Schirmen“ empfangen, sondern mussten sich bei Blitz und Donner im Hintergrund auf der Leinwand ihre Plätze im Halbdunkel suchen. Was sie dann erwartete, waren nicht nur einige pfiffige „Special effects“ als Videoprojektion auf der Leinwand, sondern auch wunderbare Rockballaden. Hinzu kamen Auszüge bekannter Werken wie beispielsweise die „Ode an die Freude“ aus seiner 9. Sinfonie, die Mondscheinsonate. Das Stück präsentierte gute Stimmen und wunderschöne Kostüme.

Kurz zur Geschichte: Ludwig van Beethoven sitzt in einer düsteren Märznacht (1827)an seiner gerade fertig gestellten 10. Sinfonie, und die Geister der Vergangenheit suchen ihn heim. Mit dabei ist jedoch auch die gute Fee Fate. Da steigt um Mitternacht der Mephistopheles aus dem Klavierkasten und bietet ihm heimtückisch an, seine Seele zu behalten, wenn er ihm seine letzte gewaltige Sinfonie überlassen würde. Beethoven bittet um eine Stunde Bedenkzeit, um diese noch verbessern zu können. Die gute Fee bietet ihm zum Glück vor dieser großen Entscheidung ihre Hilfe an…

Wie es sich für eine richtige Rockoper gehört, ist sie in englischer Sprache gehalten, aber vier der beteiligten Akteure befanden sich unter dem Publikum und erklärten zwischendurch auf amüsante Weise einiges zu Beethoven und der Geschichte.

In der Hauptrolle des „alten Beethoven“ glänzte Profi-Sänger Marvin Zobel, auch schon als Ensemblemitglied der Dortmunder Oper 2015/2016 in der Produktion „Piraten fluchen nicht“ in guter Erinnerung. Die Produktion war nicht nur unterhaltsam, sondern gab auch sensible Rückblicke auf das Leben des Komponisten. Dabei wurden zum Beispiel die Gewaltausbrüche des Vaters gegen den kleinen Ludwig, aber auch lustige Momente wie seine Begegnung mit Wolfgang Amadeus Mozart vor Augen geführt. Auch die Frauen, die den Komponisten wesentlich beeinflusst haben, die „unbekannten Geliebten“ wurden thematisiert.

Mit Standing-Ovations feierte das Publikum diese beachtliche Leistung der beteiligten Akteure in allen Altersklassen.




Tanzprojekt-Präsentation auf großer Opernbühne

Das Dortmunder Opernhaus wurde am 09.07.2017 Präsentationsort für ein besonderen Tanzprojekts. Über ein Jahr lang haben sich an die siebzig Jugendliche aus den insgesamt acht beteiligten Tanzgruppen mit Co-TrainerInnen mit dem Stoff und der Choreografie „Faust I-Gewissen“ von Xin Peng Wang auseinander gesetzt.
Beteiligt waren an die siebzig Jugendliche aus insgesamt acht verschiedenen Tanzgruppen & Co-TrainerInnen. Darunter waren unter anderem Schulen wie das Bert Brecht Gymnasium und die Hauptschule am Externberg, oder die „Make Me Move Dance Academy“ und das VMDO- Haus der Vielfalt.
Die künstlerische Gesamtleitung für das Tanzprojekt des Ballett Dortmund in der Spielzeit 2016/2017 übernahm Justo Moret.
Das Ergebnis von „Mit Faust“ konnte sich nicht nur von der Tanz- und Ausdruckskraft der jungen Akteure sehen lassen, sondern war auch atmosphärisch wunderbar ausgearbeitet. Der bekannte Stoff mit Faust-Mephisto-Pakt, dem Wunsch nach ewiger Jugend und Liebe, umfassender Erkenntnis, sowie dem tragischen Ende des junge Gretchens wurde modern und optisch mit klarer Formensprache tänzerisch und gestisch auf die Bühne gebracht.
Die Kleidung für das „Dunkle“ des Mephisto wurde mit der schwarzen Kleidung und einem in der Jacke steckendem roten Tuch der Verführung dargestellt. Die Farbe weiß bei Kleidern und Blusen stand als Symbol für „Unschuld und Reinheit“. Die Verführung durch durch die Leidenschaft und Liebe wurde mit einem geschickt in die Aktionen eingesetzten größeren roten Tuch sichtbar.
Das Ensemble arbeitet mit modernen Mittel des Ausdruckstanzes und baute auch jugendlichen „Breakdance“ ein. Als eine besondere Idee der Produktion zeigte sich, dass Faust, Mephisto oder Gretchen nicht nur einfach als eine Person auftraten, Die anderen TänzerInnen auf der Bühne direkt dahinter dienten als Unterstützung und Potenzierung für die verschiedensten Emotionen . Das verlangte von den Akteuren öfter ein hohes Maß an synchronen Bewegungen. Die dunkle Seite als „Mephisto“ konnte zum Beispiel in Form von zwei männlichen Darstellern und einer weibliche Tänzerin auftreten. Die Versuchung trat in jeweils unterschiedlicher Gestalt auf. Zusammen mit der atmosphärisch einfühlsame minimalistischen Musikauswahl im Hintergrund war diese Aufführung eine gelungene und jugendlich frische Auseinandersetzung „Mit Faust“.




Ein romantischer Lieder-Nachmittag

Die Sängerinnen Almerija Delic (Mezzosopran) und Eleonore Marguerre (Sopran) luden am Samstag, den 08.07.2017 mit Unterstützung von Luca De Marchi am Klavier zu einem romantischen Lieder-Nachmittag im Rahmen der Reihe „Liederfoyer“ in das Dortmunder Opernhaus ein.

Die beiden Sängerinnen werden auch in der kommenden Spielzeit zusammen bei der Oper „Arabella“ (Richard Strauss) auf der Bühne als Mutter und Tochter zu sehen und zu hören sein.

An diesem Nachmittag standen Lieder von Robert Schumann (1810-1856), Johannes Brahms (1833-1897) und Edvard Grieg (1843-1907) auf dem Programm. Thematisch ging es natürlich der Zeit der Romantik entsprechend um die große Liebe, Liebesleid und Treue, Naturerlebnisse, Mutter-Tochter-Beziehung und auch um Tod und Abschied. Eleonore Marguerre übernahm auch charmant humorvoll die Moderation und erzählte zu den Komponisten und deren Lebensumstände.

Zunächst sangen Delic und Marguerre vier Duette von Schumann mit volkstümlichen Texten verschiedener Autoren. Die beiden Stimmen harmonierten wunderbar miteinander. Sie zeigten später, dass dieses aufeinander gut abgestimmte Singen gar nicht so einfach ist.

Bei den folgenden Liedern von Johannes Brahms wechselten sich Delic und Marguerre jeweils mit dem Singen ab und bewiesen ihre einfühlsame Gesangskunst. Delic mit ihrer warmen Mezzosopran-Stimme und Marguerre mit ihrem klaren Sopran. Auch internationale volkstümlich Texte, zum Beispiel „Mädchenlied“ (Text aus Serbien) fanden Eingang in die Welt der Romantik.

Nach drei Liedern von dem norwegischen Komponisten Edvard Grieg, gesungen von Eleonore Marguerre, folgten zum Abschluss noch vier Duette von Robert Schumann.

Als Zugabe boten die beiden Sängerinnen noch die bewegende musikalische Ballade „Spannung“ (Johannes Brahms), um das Publikum wieder in seine reale Welt zu entlassen.




Natur-gewaltiges Musikerlebnis im Konzerthaus

Einen imposanten Abschluss der Spielzeit 2016/2017 bot die Dortmunder Philharmoniker unter der engagierten Leitung von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz unter dem Motto „natur_erlebnis“ beim 10. Philharmonischen Konzert am 04. und 05. Juli 2017 mit der 3. Sinfonie d-Moll von Gustav Mahler (1860-1911) im Konzerthaus der Stadt. Das gigantische Werk versucht nicht nur einen musikalischen Abriss der menschlichen Entwicklungsgeschichte, sondern bemüht dazu neben einer großen Orchestrierung auch noch einen Frauen- und einen Knabenchor, sonder auch noch Solo-Partien für Mezzopsopran mit Textausschnitten aus Friedrich Nietzsches „Also sprach Zarathustra“ (4. Satz: Oh Mensch! Gib Acht!) und aus „Des Knaben Wunderhorn“ von Achim von Arnim und Clemens Brentano (5. Satz: „Es sungen drei Engel“). Das zeigt schon einen starken Drang Mahlers zum Gigantischen.

Die Damen des Dortmunder Opernchors (Einstudierung: Manuel Pujol), Damen des Kammerchors der TU Dortmund (Einstudierung: Ulrich Lindtner) und der Knabenchor der Chorakademie Dortmund (Einstudierung: Jost Salm) sowie die Mezzosopranistin Janina Baechle übernahmen an den Abenden tatkräftig den unterstützenden Part.

Das höchst anspruchsvolle Programm zeichnet sich durch teils schroffe Nebeneinander von höchst unterschiedlichen musikalischer Elemente. Diese Collagetechnik mit melodisch-harmonischen Passagen, Brüchen und Dissonanzen bis hin zu extremen musikalischen Überhöhungen entspricht den sechs Stufen der Entwicklung. Diese gehen über die Materie, Flora und Fauna, Menschen mit Lust und Leid, bis hin zur Apotheose im „Himmel“. Als höchste Stufe der Entwicklung in den Sätzen vier bis sechs kumuliert sie für Mahler am Ende in der allumfassenden und unendlichen Liebe („Gott“) .

Die Sinfonie ist in zwei Abteilungen aufgeteilt. Der erste Satz alleine umfasst schon die erste Abteilung. Er beginnt mit einem starken Weckruf durch gleich acht Hörner und kann als zündender Funke, der die Dinge in Gang setzt, gesehen werden. Als Gegenwelt zur beherrschenden Materie meldet sich die Natur mit Hilfe der Streicher, Oboen und Trompetenklängen. Sie wirkt aber nur kurz und ziellos, auch wenn sie sich endlich zu einem schnellen Marsch mit gewaltigem Getöse entwickelt, dass am Ende ins Leere läuft.

Die zweite Abteilung mit den Sätzen zwei bis sechs zeichnen ein Bild von scheinbar harmonischen blühender Landschaften mit Flora Und Flaura, deren scheinbare „Idylle“ (unterstützt durch Glockenspiel und Harfen) aber immer wieder durch musikalische Dissonanzen gestört wird. Der fünfte Satz kommt zunächst etwas naiv und mit dem „Armer Kinder Bettlerlied“ (Wunderhorn) daher, wird aber am Ende mit dem Mezzosopran-Solo „Es sungen drei Engel“ ernster.

Im letzten Satz steigert sich die Musik zu einem grandiosen und leidenschaftlichem Finale.




Begegnungskunst im Depot

Als neue Theaterproduktion des Theater im Depot Dortmund im Rahmen der KUNST DER BEGEGNUNG nach „Schau mich an“ (2016) geht die Folgeproduktion „Sprich mit mir – Eine Recherche nach Geschichten aus der Nordstadt“ einen Schritt weiter. Stand im letzten Jahr der Erstkontakt und Beachtung der noch fremden Person im Mittelpunkt, geht es jetzt um die Kommunikation miteinander. Als wichtige Grundlage für ein gesellschaftliche soziales Zusammenleben ist Kommunikation und die Bereitschaft zur offenen Begegnung von existenzieller Bedeutung. Geschichten werden erzählt und es geht um das gegenseitige Zuhören. Das performative Bühnengeschehen steht auf drei Säulen. Der Dialog zwischen den Personen, die erlebten Geschichte von uns oder von anderen, sowie lebendige Bewegungsbilder.

Die Bühne wird zu einer Art Versammlungsstätte, einem öffentlich erlebbaren Live-Ort, der unterschiedlichsten Menschen mit ihrem großen Spektrum an erzählten Geschichten wie in einem Mikrokosmos zusammenführt.

Mit dabei sind einerseits das Ensemble aus Menschen in der Nordstadt, die schon bei der ersten Phase bei der Begegnungskunst teilgenommen haben, sowie neu Hinzugekommende (und noch Hinzukommenden). Es sind Geschichte aus der urbanen Lebensrealität mit ganz persönlichen Erzählungen aus der Vergangenheit, die ihre dunklen Schatten bis in die Gegenwart werfen. Ein kleines direkt erfahrbares Abbild „Wir: Du und Ich, Hier und Jetzt“ des großen Kontextes „Wir: Gesellschaft, Menschheit“-Geschehen. So sollen die Szenen zum Kaleidoskop der Wirklichkeit werden.

Die Premiere der Theaterproduktion „Sprich mit mir – Eine Recherche nach Geschichten der Nordstadt“ unter der Regie von André Wülfing ist am Donnerstag, den 13. Juli 2017 um 20:00 Uhr im Theater im Depot.

Am Freitag, den 14. Juli 2017 um 20:00 Uhr ist ein weiterer Aufführungstermin.

Kartenreservierungen (AK9: Theater im Depot: 0231/ 98 22 336 (AB) oder ticket@theaterimdepot.de .