Fünfzehn Jahre Galerie Dieter Fischer

[fruitful_alert type=“alert-success“]Kurator Hartmut Gloger präsentiert eine Retrospektive der Galerie.[/fruitful_alert]

Seit fünfzehn Jahren besteht nun schon die Galerie Dieter Fischer im Depot in der Nordstadt. Ein guter Grund, zurück zu blicken und zu Feiern.

In einer Jubiläumsausstellung werden vom 08 September 2017 bis zum 01. Oktober 2017 repräsentativ für die Entwicklung der Ausstellungen während der letzten fünfzehn Jahren Werke von 21 ausgewählten Künstlerinnen und Künstler gezeigt. Die Bilder und Skulpturen zeigen beispielhaft den Wechsel von der „Konkreten Kunst“, die in den ersten zehn Jahren gezeigt wurde, hin zur Erweiterung des Programms der Galerie auf „Aktuelle Kunst“. Hierfür stand in den letzten fünf Jahren der Kurator Hartmut Gloger.

Am Beginn der Ausstellungstätigkeiten standen damals die Arbeiten der Dortmunder Künstlerin Anne Fischer. Sie war die Schülerin des bekannten Dortmunder Grafikers und Malers Harry Fränkel (1911-1970).

Diese umfassende Kunstschau soll den Besucherinnen und Besucher die Vielseitigkeit der bildenden Kunst und Entwicklungen verdeutlichen.

Mit Wein, Musik und Texten laden Veranstalter zum Jubiläum ein.

Auch die drei musikalischen Wegbegleiter der letzten fünfzehn Jahre werden bei der Vernissage am Freitag, den 08.09.2017 um 19:00 Uhr in der Galerie Dieter Fischer im Depot Dortmund mit dabei sein und ihren Beitrag leisten.

Musik: Andreas Heuser (Gitarre), Maik Hester (Akkordeon) und Siegfried Hiltmann (Saxophon).

Finissage am Sonntag, den 01.10.2017 von 17:00-19:00 Uhr.




Kunst mit Sinn für schwarzen Humor

[fruitful_alert type=“alert-success“]Ksenia Pedan und Ben Burgis zeigen im Dortmunder Kunstverein ihre Werke zum ersten Mal außerhalb Englands.[/fruitful_alert]

In der Zeit vom 8. September bis 12. November 2017 stellt das Künstlerpaar Ksenia Pedan (*1986 in Ukraine) und Ben Burgis (*1983 in England) ihre gemeinschaftlichen Skulpturen, Bilder, und Installationen als Gesamtkunstwerk in den Räumlichkeiten des Dortmunder Kunstvereins unter dem Titel „Golf Musk“ aus.

Die beiden Künstler arbeiten und leben seit 2011 zusammen in London und schaffen oft raumbezogene Installationen und Arrangements.

Mit „Golf Musk“ legen sie ihren Fokus auf die Untersuchung von Statussymbolen, und dadurch erzeugter materialer Hierarchien. Die Besucher der Ausstellung werden in eine ambivalente Welt aus Miniaturskulpturen, kleinen Tischen, Liegen, Sofas, Hocker, Stühlen, Wandpaneelen und oft seltsam gebeugten und deformierten künstlichen Interieurs geführt. Nach dem Eintritt sieht man in dem kleinen Raum links zunächst ein kleines, deformiertes „Golfcart“ als Symbol für die Dekadenz der Reichen. Als Materialien wurden von beiden Künstlern vor allem Harz, Holz, Schaumstoff und Metall benutzt. Erzählt wird eigentlich die Geschichte eines alten reichen Mannes. Dessen Leben- und Kindheitserinnerungen werden wie in einer Art Zerrspiegel gebrochen wahrgenommen. Dabei wurde bewusst Schmutz als Symbol und Mittel genutzt, um Hierarchien zu brechen. Die modernen neutralen, unberührten, weißen Ausstellungsräume werden durch den Schmutz an den Wänden, auf dem Boden und den verrottet wirkenden Objekten zu einer informellen und ungezwungenen Zone. Dieser Schmutz wird mit viel Sorgfalt und Humor eingesetzt und löst so die Grenzen zwischen Handwerklichem und Industriellen, Ernsthaftem und Trivialem auf. Als Besucher bewegt man sich wie in einer Welt von

Erinnerungsfetzen. Mit Gegensätzen wird bewusst gearbeitet. Niedliche, flauschige Hundeskulpturen stehen zum Beispiel neben schmutzigen, harten Objekten. Neben einem Miniaturhochhaus im Architekturstil des Brutalismus befinden sich zwei kleine gemütliche Liegen. Die Skulpturen sind gleichsam monströs und sinnlich und zeugen von gesellschaftlicher, musk-artiger Dekadenz.

Die Ausstellung wird am Donnerstag, den 7. September um 19:00 im Dortmunder Kunstverein neben dem Dortmunder U eröffnet.

Begrüßung : Marion Edelhoff (Vorstandsvorsitzende)

Einführung: Oriane Durand (Künstlerische Leiterin)

Am Samstag, den 9. September findet um 14:00 Uhr ein Künstlergespräch mit Ben Burgis, Ksenia Pedan und Oriane Durand statt.




Positive Bilanz für „Sommer am U“

Seit 2014 findet vom Juni bis August in einer urbanen Paletten-Landschaft vor dem Dortmunder U das Festival „Sommer am U“ statt. Geboten wurde während der drei Monate in diesem Jahr draußen und umsonst ein vielfältiges Angebot (um die 40 Veranstaltungen) von Kunst und Konzerten, Poetry-Slam und Lesungen, Performances und HipHop.

Das besondere beim „Sommer am U“ ist, der lokalen Szene eine Plattform zu geben. Für das Programm kooperierte das U mit über 25 lokalen und regionalen Partnern wie zum Beispiel Vereine wie ProJazz, dem „Recorder“ in der Nordstadt, DEW21 Kultur, die Obdachloseninitiative BODO oder die Medienagentur Tapir.

Veranstalter, Unterstützer und die Organisation zogen bei Pressekonferenz am 05.09.2017 eine überaus positive Bilanz für das diesjährige Festival. Wolfgang Bödeker, Unternehmenskommunikation DEW21, zeigte sich zufrieden, wie das Festival sich entwickelt hat. Im Vergleich zum letzten Jahr verdoppelte sich (fast) die Besucherzahl und wuchs exorbitant auf 13.300 Menschen. Im letzten Jahr lag die Besucherzahl noch bei 7.385 Besuchern.

Jasmin Vogel, Leitung Marketing Dortmunder U, wies auf die veränderte Wahrnehmung des Ortes Dortmunder U durch das Festival hin. Eine erstmals in Kooperation mit ecce vorgenommene Besucherbefragung (über 1000) zeigt in ihrer ersten vorläufigen Ergebnissen belegen, dass es dem Festival gelingt, die Wahrnehmung des U zu verändern und positiv zu beeinflussen. (67%).

Die meisten Besucher (59%) sind zwischen 20 und 39 Jahre alt und kommen hauptsächlich aus Dortmund und Umgebung (70%). Sie gehören eher nicht zum klassischen Kulturpublikum und haben starkes Interesse daran, ihre Freizeit mit Freunden zu verbringen (60%), sich online zu beschäftigen (46%) oder kreativ tätig zu werden (46%).

Drei Viertel der Befragten gaben zudem an, dass Dortmunder U bereits von vorherigen Besuchen zu kennen. Wer es noch nicht kannte, würde es noch einmal besuchen (78%). Der Hauptgrund für den Festivalbesuch (72%)war das Programm oder Freunde zu treffen, die Atmosphäre der Veranstaltung (39%). Die Befragungsanalyse ist noch nicht abgeschlossen. Parallel wurden auch die Akteure befragt. Die Ergebnisse der Befragung sollen gegenüber gestellt werden.

Gelobt wurde die in diesem Jahr verbesserte reibungslose Organisation und gelungene Vernetzung aller Beteiligten. Die Projektkoordination war in der guten Hand von Jannis Kötting. Edwin Jacobs, betonte als Direktor des Dortmunder U, das Befragungen der Besucher als durchlaufendes System im Haus ein wichtiges Mittel der Interaktion und Anbindung der Menschen an diesen kulturellen Ort sind.




Eine wichtige Bildungs-Partnerschaft

[fruitful_alert type=“alert-success“]Oberbürgermeister Ullrich Sierau bei der Übergabe der Patenschaft-Bücher.[/fruitful_alert]

Die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 von dreizehn Dortmunder Realschulen nehmen nun schon im siebten Jahr an einem besonderen Bildungsprojekt teil. „TheaterReal“ ist ein gemeinsame Kooperationsprojekt zwischen dem Theater Dortmund und den Realschulen unserer Stadt. Es wurde 2011 auf Initiative des Schauspiel Dortmund gegründet. Schirmherr ist der der Dortmunder Oberbürgermeister Ullrich Sierau.

Ziel der Initiative ist, das im Rahmen der Kooperation alle Schülerinnen und Schüler der Klassen 5 und 6 Vorstellungen der verschiedenen Sparten des Dortmunder Theaters besuchen und so Gelegenheit haben, auch hinter die Kulissen zu blicken und das Interesse der Kinder an Kultur und Freude am Theater zu entwickeln. Dabei gibt es auch die Möglichkeit, die Schauspieler , Tänzer oder Musiker in die Schulen einzuladen. Beteiligt und hilfreich bei der Umsetzung des Projekts sind neben den Künstlern auch Dramaturgen und Theaterpädagoginnen.

Für die Jahrgangsstufen 7 und 8 wird die „Theaterralley“ angeboten. Hier können sie sich über Ausbildungsberufe am Theater informieren. Die Jahrgangsstufen 9 und 10 können alle theaterpädagogischen Angebote nutzen. Damit alle Kinder das Angebot auch nutzen können, wird das Projekt durch eine „Klassenkasse“ finanziert, gesponsert von den „Dortmunder für ihr Schauspiel e. V.“ und Dr. Schlensker & Team GmbH.

Am 04.09.2017 war wieder so weit. Die Eröffnungsveranstaltung von „TheaterReal“ 2017/18 fand in Anwesenheit des Schirmherren Ullrich Sierau, Leiter oder Dramaturgen der verschiedenen Sparten des Theaters und Theaterpädgoginnen sowie Lehrern und SchuldirektorInnen statt.

Das künstlerische Rahmenprogramm gestalteten der Schulchor der Wilhelm-Busch-Realschule mit „Wincent Weiss „Musik sein“., die Theater AG der Droste-Hülshoff-Realschule sowie das Kinder- und Jugendtheater des Theater Dortmund.

Besonders eine Schülerin mit einer starken Stimme machte bei ihrem Solo-Auftritt mit Klavierbegleitung schon mit sehr viel Talent auf sich aufmerksam.

Bianka Lammert, Schauspielerin vom Kinder- und Jugendtheater Dortmund gab eine Kostprobe aus dem Schulstück „Zuckeralarm“. Das Stück kann von den Schulen gebucht werden.

Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Übergabe der Patenschaft-Bücher an jeweils eine Schülerin oder Schüler der beteiligten Realschulen und ihre Direktoren.

OB Sierau betonte die Bedeutung von kultureller Bildung in den Schulen für die Gesellschaft. Die Leiter oder Dramaturgen erzählten von den aktuellen Programmen ihrer jeweiligen Sparte, um bei den Kindern Neugierde zu wecken.

Wie sagte es der Ballett-Manager Tobias Ehinger so treffend: „Ihr seid unser Download“. Hier werden die Weichen für eine innovative kulturelle Entwicklung gelegt.




Assoziative Theater-Performance zur „dunklen Seite“

[fruitful_alert type=“alert-success“]Um die dunklen Seite des Menschen dreht sich das Stück „Böse“. (Foto: © Guntram Walter)[/fruitful_alert]

Rolf Dennemanns „artsenico“ konfrontiert uns mit seiner neuesten Kreation „Böse – Dark Side“ humorvoll-ironisch, aber gleichzeitig sensibel assoziativ mit der „dunklen Seite“ in uns. „Böse“ ist nach „Missing Links“ und „Die Messe“ Teil III einer Trilogie um Seelentiefe. Am 02. September 2017 hatte diese besondere Tanz-Theater-Performance Premiere im Theater im Depot. Ars tremonia war bei der zweiten Vorstellung am 03.09.2017 anwesend.

Seine Wirkung entfaltet dieses „Physical Theatre“ durch das wunderbare miteinander und zusammenwirken von Tanz (Paul Hess) , Performance (Elisabeth Pleß, Linus Ebner), den Einsatz von eindrucksvollen Gesichtsmasken und Puppen sowie effektvollem Licht und Geräuscheinsatz mit passendem Musik-Hintergrund. So werden atmosphärisch in die Tiefe gehende Stimmungen erzeugt

Zu Beginn wird das Publikum von einem schwungvoll-optimistischen tanzenden in weiß gekleideten Paul Hess empfangen. Die ebenfalls in weiß gekleideten Elisabeth Pleß und Linus Ebner verbreiten strahlend gut Stimmung. Sie vermitteln all die vielen Dinge, die im Leben „schön sind“. Dabei beziehen sie das Publikum offensiv mit ein. So wird zum Beispiel die Blume auf der Jacke einer Zuschauerin als schön erkannt.

Dann geht auf die zum Leben gehörende „dunkle Seite“ in uns, die genauso dazu gehört.

„Böse Gedanken“, Wünsche, oft religiös verstärkte Schuldgefühle werden assoziativ und verfremdet und mit Hilfe von Masken oder Puppen und mit einem „Augenzwinkern“ vermittelt. So spielt Elisabeth Pleß in roten Pumps und die „dominante Frau“, die den „unterwürfigen“ Linus Ebner Befehle erteilt. Bewusst benutzen sie dabei eine Art Kunstsprache, bei der das Publikum nur einzelne (wichtige) Worte versteht. Das „Böse“ wird in einer verfremdeten, teils grotesk-komisch auf die Bühne gebracht.

Dabei wird politische Korrektheit und Humorlosigkeit genauso eine Todsünde wie etwa die aus der Bibel bekannten wie Völlerei oder Habgier gesehen.

Ein gleichsam unterhaltender wie nachwirkender Theaterabend mit wunderbaren Künstlern.

Gelegenheit, sich „Böse“ anzusehen besteht noch am Freitag, den 08. und Samstag, den 09. September 2017 um 20:00 – RÜ Bühne Essen und am Freitag, den 15. Und Samstag den 16. September – Rottstrasse 5 Theater! Bochum.




Jugendprojekt-Sonderausstellung im Hoesch-Museum

[fruitful_alert type=“alert-success“]Kunst aus dem Jugendprojekt „Wo geht Kunst“ ist im Hoeschmuseum zu sehen. (v.l.n.r.) Almut Rybarsch (KKünstlerin), Lisa-maria Huhn (Teilnehmerin), Tanja Malina Moszyk (Künstlerin), Claudia Müller und Michael Dückershoff (Leiter Hoeschmuseum).[/fruitful_alert]

Im Hoesch-Museum ist vom 3. September bis zum 1. Oktober 2017 die Jugendprojekt-Sonderausstellung „Nordstadt.Kultur.Leben. Wo geht Kunst?“ zu sehen. Dieses besondere 5-Jahres- Projekt startete 2012 als Teil des Bundesförderprogramms „Kultur macht stark. Bündnisse für Bildung“. Konzipiert wurde das Projekt damals von der Jugendkunstschule balou e.V.. Seit dem Jahr 2013 führte die Stadtteilschule e.V. das Projekt in Kooperation mit der Kulturmeile Nord e.V. durch.

Das Projekt richtet sich an 15- bis 18-jährige Jugendliche aus der Dortmunder Nordstadt, die die Gelegenheit bekommen, unter professioneller Unterstützung in den Ateliers der Künstlerinnen Almut Rybarsch-Tarry und Anette Göke künstlerisch zu arbeiten und auch etwas von dem Alltag in kreativen Berufen kennenlernen.

In diesem letzten Projektjahr setzten sich 14 Jugendliche mit der Frage wo stehe ich, und wie will ich wohnen künstlerisch auseinander. Entstanden sind insgesamt in einem halben Jahr Vorbereitung fantasievolle, dreidimensionale „Wohnräume“ aus unterschiedlichen Materialien, ausdrucksstarke Bilder und Installationen.

Almut Rybarsch-Tarry, bei der die Jugendlichen die ganz persönlichen „Wunsch-Wohnräume“ schufen, machte die Erfahrung: „Es ist eine ganz anderes Arbeiten mit Jugendlichen als mit Erwachsenen“.

Neben der künstlerisch-kreativen Ausdrucksmöglichkeit für die Jugendlichen liegt ein Schwerpunkt des Projekts auch der Vermittlung des respektvollen Umgangs miteinander. So nahmen einige der Jugendlichen auch an der „Aktionswoche Respekt“ (Landesregierung NRW) im November 2016 teil oder zeigten beim Stadtfest DORTBUNT „Flagge gegen Rechts“.

Jugendliche aus der Nordstadt, die von ihren häuslichen Hintergrund nicht immer die besten Anregungen und Bedingungen für eine Entfaltung ihrer künstlerischen Fähigkeiten bekommen, haben hier die Möglichkeit der kreativen Entfaltung.

Manche, wie etwa die 16-Jährige Pandora, entschließen sich später sogar, an der Fachhochschule „Design“ zu studieren.

Die Künstlerin Tanja Melina Moszyk, seit dem ersten Projektjahr als führende Persönlichkeit dabei, verriet beim Pressegespräch: „Es war damals gar nicht so einfach, allen die Bedeutung dieses Projektes gerade für diese Altersgruppe klar zu machen. Es gab ja nur Projekte für jüngere, wie zum Beispiel der „Kulturrucksack“ für die 10- bis 14-Jährigen.“

Alle hoffen auf ein neues großes Projekt ab 2018.

Am Sonntag, dem 3. September 2017 wird die Sonderausstellung um 11:00 Uhr im Hoesch-Museum, Eberhardstraße 12, eröffnet.




Finaler Krimi um Lila Ziegler

[fruitful_alert type=“alert-success“]Der Abschluss der Krimireihe um Lila Ziegler ist kein „Totalausfall“. (Foto: © Grafit Verlag)[/fruitful_alert]

Die Autorin Lucie Flebbe erfreut und überrascht die hiesigen Krimi- Fans nun schon seit 2008 mit ihren spannenden, nachdenklichen und unterhaltsamen Kriminalromanen um die junge Detektivin Lila (Liliana) Ziegler. Lila ist mit gerade einmal zwanzig Jahren die jüngste Protagonistin in diesem Genre. Nach und nach erfuhren die Leserinnen und Leser mehr über die traumatische Kindheit und ihren gewalttätigen Vater, ein hohes Tier in juristischen Kreisen. Lila floh von Hannover nach nach Bochum und wurde Teil einer Detektei mit ihrem Partner und Vorgesetzten Ben Danner. Am Ende des achten Krimis „Am Boden“ versuchte sie wegen einer vermeintlichen Schuld am Tod ihrer Schwester vor vielen Jahren das Leben zu nehmen.
Im finalen neunten Krimi „Totalausfall“ steht sie, gerettet in letzter Minute im Krankenhaus, vor den Scherben ihres bisherigen Lebens. Die Beziehung zu ihrem Chef und Geliebten Ben Danner sowie ihren Job scheint sie sich abschminken zu können. Die wenigen Freundschaften sind stark getrübt. Die Schuldgefühle wegen dem Tod ihrer Schwester und die Problematik mit ihrem Vater, den sie endlich wegen seine gewalttätigen Übergriffe angezeigt hatte, sind noch immer nicht geklärt.
Hoffnungslos und lebensmüde, begibt sie sich nach ihrem Suizid-Versuch in die Klinik für Psychosomatik und Psychotherapie „Klinikum Birkenhain“ (Bochum).
Der seltsame , gremlin-artige Klinikleiter, der leicht zu verunsichernde Stationsarzt scheinen nicht weniger gestört als die Patienten. Während Lila immer noch darüber nachdenkt, sich das Leben zu nehmen, wird eine Psychologin ermordet. Lilas Neugier ist geweckt und sie versucht, den Fall aufzuklären. Es gibt mehrere Verdächtige und es bleibt nicht bei einer Toten. Am Ende muss sie sich noch ihrem schwierigsten „Fall“ lösen. Sie muss sich mutig den eigenen Ängsten und Problemen stellen und eine Entscheidung treffen.
Mit „Totalausfall“ beendet Lucie Flebbe eine auf dieses Finale hin konzipierte Reihe eindrucksvoll.
Die junge Protagonistin Lila offenbart dem Leser ihre Verwundbarkeit, Sensibilität und existenziellen Ängste verdeckt hinter ihrer flapsigen-schnoddrigen Art. Langsam tun sich die familiären Abgründe mit eindringlicher Deutlichkeit auf. Die Autorin schafft es zu unterhalten, Spannung aufzubauen und dabei gleichzeitig ein existenzielles Thema in ungeschminkter Offenheit einzubringen. Das unterhält die Leser und macht sie zugleich betroffen und nachdenklich.

Lucie Flebbe
Kriminalroman, Grafit Verlag
kt., 270 Seiten
EUR 11.00, E-Book EUR 9.99
ISBN 978-3-89425-494-0




Die dunkle Seite des Menschen

[fruitful_alert type=“alert-success“]Um die dunklen Seite des Menschen dreht sich das Stück „Böse“. (Foto: © Guntram Walter)[/fruitful_alert]

Nach „Missing Links“ und „Die Messe“ beschäftigt sich Teil III der Trilogie um Seelentiefe „Böse“ (Dark Side) von Regisseur, Schauspieler und Autor Rolf Dennemann mit der oft verborgenen dunklen Seite des Menschen. Am Samstag, den 02.09.2017 hat diese neue Kreation um 20:00 Uhr Premiere im Theater im Depot.

Sie ist wieder skurril, überraschend aber auch durchaus humorvoll komisch konzipiert worden.

„Es gibt kein Leben ohne das ‚Böse‘“, so Dennemann.

Die Prämisse „das Leben ist schön“ steht am Anfang des Abends. Von dieser aus wird von den drei Darstellern mit mit einem „Augenzwinkern“ auf das „Böse“, Schuldgefühle und die dunkle Seite in uns sowie der Gesellschaft gesehen.

Elisabeth Pleß (Performance), Paul Hess (Tanz) sind den Besuchern der ersten beiden Teile ja schon in guter Erinnerung . Dieses Mal ist der Schauspieler Linus Ebner (Performance ) als Dritter mit von der Partie.

Um die persönliche Distanz wahren zu können, werden bei der 75-minütigen Performance von den Beteiligten verschiedenen Masken benutzt. Licht, Performance, Tanz und die Musik spielen eine gleichberechtigte Rolle, erklärte Dennemann. Das Wichtige ist dabei das wechselseitige Zusammenwirken aller Elemente. Es werden Bilder geschaffen. Diese sind ebenso deutlich wie subtil assoziativ angelegt. Es geht darum, was hinter dem Offensichtlichen verborgen ist.

Die musikalische Begleitung reicht von klassischer Musik bis hin zu elektronischer Hintergrundmusik.

Wie schon bei den beiden ersten Teilen der Trilogie werden auch bei „Böse“ wieder bewusst Grenzen ausgelotet. Mit einer langen Wortreihen-Kastagnette soll das Konzentrationsvermögen der Zuhörer auf die Probe gestellt werden.

Die Premiere im Depot ist am 02.09.2017 um 20:00 Uhr. Die zweite Vorstellung folgt am Sonntag, den 03.09.2017 um 18:00 Uhr.




Bunte Vielfalt beim MICRO!Festival 2017

[fruitful_alert type=“alert-success“]Hoffen auf gutes Wetter und viele Besucher: Organisatorin Katrin Gellermann (rechts) und Ilka Seuken (blaues Hemd), die für die Kommunikation zuständig ist – zusammen mit einer Praktikantin.[/fruitful_alert]

Ein buntes Programm zum Ferienende bietet auch in diesem Jahr das „MICRO!Festival“ vom 25. bis 27. August 2017 rund um den Friedensplatz in Dortmund. Kleinkunst ganz groß, von Auftritten diverser internationalen Musikgruppen bis hin zu atemberaubender Performance und Straßentheater erwartet das Publikum an diesen drei Tagen. Mit dabei sind 16 Gruppen mit Künstlerinnen und Künstlern aus vier Kontinenten und 15 Ländern. Katrin Gellermann (Festivalleitung und Fachreferentin Kulturbüro) und Ilka Seuken (Kommunikation MICRO!Festival) informierten vorab über die Highlights. Einige der Gäste hatten Videobotschaften zugesandt.

Es geht am 25.08.2917 um 17:00Uhr auf der Bühne mit der Gruppe „You Shall Rise“ (Europa/Afrika/Naher Osten) los. Sie werden mit einem Mix aus Soul, Reggae, Hip-Hop bis hin zu Modern Jazz für gute Stimmung sorgen. Danach wollen um 18:00 Uhr das österreichische Theater Irwisch das Publikum auf Stelzen zum Lachen bringen. Für multikulturell-kreatives Durcheinander sorgt die italienische Band „Ruben & Matt and the Truffle Valley Boys“ mit amerikanischer Country-Musik auf der Bühne. Akrobatisch und mysteriös wird es um 20:00 Uhr auf dem Platz mit der spanischen Gruppe Tresperté, die das Publikum auf eine Zeitreis schicken möchte. Als Top-Act wird dann um 21:00 Uhr die französische Kultband „La Caravane Passe“ um einen Ex-Punk mit polnischen, jüdischen und rumänischen Wurzeln erwartet. Sie bieten eine Mischung aus Rock, Dub, Hip-Hop und Chansons mit zusätzlichem Balkan -Flavour.

Die zwölf virtuosen Solisten des Dortmunder „Transorient Orchestra“ wollen am 26.08.2017 um 17:00 Uhr eine Brücke zwischen Orient und Okzident schlagen. Die Gruppe „Banda Senderos“ aus Essen werden dann ab 18:30 Uhr den Friedensplatz mit Latin-Rhythmen zum Tanzen bringen. Die italienische Truppe „Ondadurto Teatro“ präsentiert dann als Highlight (26.08.2017, 22:00 Uhr) mit einem großen Multimedia-Spektakel Märchen in einem neuen und magisch-dämonischen Gewand.

Es gibt natürlich auch wieder ein Programm für Kinder. Am Sonntag, den 27.08.2017 erzählen um 16:00 Uhr Liedermacher Toni Geiling und sein Wolkenorchester vom Chaos in der Wolkenfabrik. Kinder ab 4 Jahren sind zum Mitsingen und tanzen herzlich eingeladen. Die jungen Talente des „Sosolya Undugu Dance Academy“ kommen aus den Slums Ugandas und sind für die UNESCO auf Tournee. Sie widmen ihre ausdrucksstarke Show (27.08. 2017, 18:00 Uhr) dem Klimawandel.

Mit einem besonderen Highlight endet das Festival mit dem Auftritt der Gruppe „Light in Babylon“ ( Iran-Israel, Frankreich, Türkei) um 20:00 Uhr auf der Bühne mit der iranisch-israelischen Sängerin Kamal- begleitet von den Klängen der Santur. Sie bieten ein Mix aus hebräischen und türkischen Original-Kompositionen und historischen Gedichten.

Das ganze Programm ist kostenlos zu genießen und wird mit einem vielfältigem kulinarischem Angebot bereichert.

Weitere Informationen erhalten Sie unter www.microfestival.dortmund.de




Ende der Sommerpause im Kunstbonbon

[fruitful_alert type=“alert-success“]Wer hat Angst vor dem bösen Wolf? „Rotkäppchen“ von Michaela Düllberg. (Foto: © Kunstbonbon)[/fruitful_alert]

Die Sommerpause im kleinen aber feinen „Kunstbonbon“ ist schon früh beendet. Es werden dort vom 05.08.2017 bis zum 08.09.2017 Malereien, Grafiken und Collagen der 1963 in Frankenberg (Hessen) geborenen Künstlerin Michaela Düllberg zu sehen sein. Erst relativ spät, im Alter von 50 Jahren, machte sie mit ihrer künstlerischen Arbeit ernst und erhielt ihr Diplom in Malerei und Grafik von der IBKK Bochum.

Ein volles Atelier mit Mischtechniken in den Bildern, Materialcollagen, Objektkästen und Druckgrafiken mit verschiedenen Zutaten bezeugen ihre Experimentierfreude und Fleiß. In der Ausstellung im Kunstbonbon geht es um die künstlerische Auseinandersetzung mit Veränderung und Entwicklung von Sichtweisen, Stimmungen im eigenen Leben, sowie den Einflüsse von Außen durch eine sich rasant verändernden Umwelt.

In ihren abstrakten wie figürlichen Werken finden sich immer wieder Frauen, Fische und Hunde als Hauptmotive. Kreuze, Ringe, Punkte und Kreise begleite ihre Arbeiten und leuchte in Signalfarben aus ihnen heraus. Die Künstlerin schafft mit dieser Bildsprache ihre Stimmungen und Lebenssituation auf ihre ganz eigene Art zu erforschen. Je älter die Personen auf den Bildern sind, um so weniger ist die Situation klar zu erkennen, in der sie sich befinden. Als Betrachter entdeckt man immer mehr Details und hat viel Raum für eigenen Emotionen und Interpretationen.

Auf ihren Bildern sind die Köpfe der Personen oft überdimensional vergrößert dargestellt.

Interessant zu sehen ist eine veränderte Sichtweise bei dem Ausstellungsbild „Rotkäppchen“. Hier ist der „böse Wolf“ klein vor dem „großen Rotkäppchen“ zu sehen.

Die Vernissage findet im Kunstbonbon (Chemnitzer Str. 11, 44139 Dortmund) am Samstag, den 05.08.2017 um 15:00 Uhr statt.

Öffnungszeiten: Dienstags 13:00 bis 18:00 Uhr, freitags 15:00 bis 20:00 Uhr und samstags von 12:00 bis 15.00 Uhr.