Witzig-ironische Inszenierung des „Barbier von Sevilla“

Der dritte Tag des
Premieren-Wochenende im Opernhaus Dortmund bot mit „Il barbiere di
Siviglia“ (Der Barbier von Sevilla) von Gioachino Rossini (1792
bis 1868) und dem Libretto von Cesare Sterbini eine witzige und
ironische Inszenierung von Martin G. Berger.

Die Aufführung
dieser komischen Oper wurde nicht nur mit humorvollen deutschen
Zwischentexten des Regisseurs, sondern auch durch Special Effects,
einige ironische Anspielungen und Symbolik, wechselnden
Bühnenhintergrund sowie phantasievollen Kostümen (Masken)
ordentlich aufgepeppt.

Das besondere an der
Inszenierung war aber neben der Hinzufügung der Figur eines
Erzählers,dass die Sängerinnen und Sänger zum Anfang und gegen
Ende wie Marionetten an Seilen (mit einem Fluggürtel befestigt)
hingen. Das diente als Sinnbild dafür, dass die Akteure auf der
Bühne in ihren jeweiligen gesellschaftlichen Konventionen (wie
fremdgesteuert) gefangen sind. Das war nicht nur eine Herausforderung
für die Kostüm-Abteilung, sondern sicher auch für die Sänger. Die
hatten aber sichtlichen Spaß daran, sich nicht nur mit ihren guten
Stimmen zu profilieren, sondern auch mit ihre komische Seite zeigen
zu können.

Kammersänger Hannes
Brock als Erzähler füllte seine Rolle gewohnt humorvoll und
charmant mit aktuellen Anspielung (etwa auf die „Me too“Debatte
und moderner Kommunikationsmittel wie das iPhone) aus. Im Laufe der
Handlung wurde er in das Geschehen hinein gezogen.

Im Zentrum der
Geschichte steht der Figaro (Petr Sokolov), ein Frisör und Hallodri
mit monetärem Charakter. Der will dem verliebten Grafen Almaviva
Sunnyboy Dladla) – natürlich gegen gute Bezahlung – helfen, die
junge Rosina (Aytaj Shikhalizada) für sich gewinnen möchte.

Der Graf (Sunnyboy Dladla) schreitet zur Tat und will die Konventionen abschneiden. Basilio (Denis Velev), Dr. Bartolo (Morgan Moody), der Puppenspieler (Hannes Brock) und Figaro (Petr Sokolov) sind skeptisch. (Foto: ©Anke Sundermeier, Stage Picture)
Der Graf (Sunnyboy Dladla) schreitet zur Tat und will die Konventionen abschneiden. Basilio (Denis Velev), Dr. Bartolo (Morgan Moody), der Puppenspieler (Hannes Brock) und Figaro (Petr Sokolov) sind skeptisch. (Foto: ©Anke Sundermeier, Stage Picture)

Sie ist das reiche
Mündel des Dr. Bartolo (Morgan Moody). Der wiederum möchte macht-
und geldgierig Rosina heiraten und ihr Erbe für sich behalten. Der
Graf will die starren Regeln auflösen, und ein bürgerliches Mädchen
heiraten, das ihn um seiner selbst willen liebt. Deswegen nähert er
sich Rosina nicht nur unter einem falschen Namen, sondern benutzt auf
Anraten des Figaro auch verschiedene Identitäten (Student, Soldat
oder Musiklehrer). Der intrigante Musiklehrer Basilio (Denis Velev),
ein Freund von Dr. Bartolo, verleumdet derweil sinnlos Menschen.
Rosina träumt von Freiheit und irgend jemanden, der sie aus ihrem
goldenen Käfig heraus holt. Eigentlich vom Charakter eher sanft,
kann sie, wenn es darauf ankommt, auch rabiat und zur „Schlange“
werden.

Ironische und
witzig werden die Charaktereigenschaften durch die Puppenspielerinnen
Julia Giesbart und Veronuika Thieme mit ihren Stoff-Puppen ob als
Schlange bei Rosalia oder dem „einäugigen Rufmord-Wurm“ bei dem
Musiklehrer Basilio auch bildhaft dargestellt.

Das Gemenge muss
zunächst in einem Chaos enden. Von ihren Marionetten-Fäden erst
einmal befreit herausfinden, ob die neue Freiheit und Möglichkeit
der Selbstbestimmung erstrebenswert ist und welche Rolle sie
einnehmen wollen. Fast alle Figuren versuchen, an ihren Rollen
festzuhalten.

Am Ende löst sich
das Ganze durch Anerkennung der alten Hierarchien mit einem „kleinen
Happy End“ auf. Der Graf besinnt sich auf seine Rolle, schmiert und
bedroht Basilo, zwingt Dr. Bartolo zum Verzicht auf Rosina, und
heiratet diese. Nur seine Machtposition hatte ihm ermöglicht, seine
revolutionären Gedankenspiele einmal praktisch auszuprobieren, ohne
die Konsequenzen zu tragen.

Ob sich eine
Revolution gegen gesellschaftliche Festschreibungen dennoch lohnt,
wird jedem (im Publikum) selbst überlassen.

Berger nahm sich in seiner Inszenierung einige Freiheiten, so gab es keine Polizei, sondern der Herrenchor und die Statisterie des Theater Dortmund hatten ihren eindringlichen Auftritt als „öffentliche Meinung“. Auch kleinere Rollen wie der Notar fielen weg.

Neben dem
wunderbaren Puppen und Kostümen gab es auf der Bühne viel zu sehen.
Eines der Höhepunkte war die Rube-Goldberg-Maschine, die Basilio dem
verblüfften Dr. Bartolo vorführt. Diese Maschine hat keinen
praktischen Nutzen, bereitet aber durch das pure Hinsehen Vergnügen.
Ein Hingucker war auch das furiose Ende des ersten Aktes, als alles
auf der Bühne hin und her wogte.

Die sinnliche Musik
Rossinis zeichnet sich durch die sogenannte Rossini-Walze, einem
stetigen Anschwellen der Musik. Nicht nur die Zunahme der Lautstärke,
sondern auch allmähliche Hinzukommen weiterer Instrumente ist für
sie kennzeichnend.

Die Dortmunder
Philharmoniker unter der Leitung des ersten Kapellmeisters Motonori
Kobayashi setzte diese Musik sensibel um.

Ein interessantes
und gelungenes Opernwochenende, dass dem Publikum das neue
Opern-Ensemble näher brachte.

Informationen zu
weiteren Aufführungstermine erhalten Sie unter www.theaterdo.de
und Tel.. 0231/ 50 27 222.




Neustart im Opernhaus Dortmund mit Verdis Aida

Der neue Intendant
Heribert Germeshausen der Oper in Dortmund legt in dieser Spielzeit
gleich gewaltig mit einem dreitägigen „Opern-Event-Wochenende“
los. Den Anfang machte am 05.10.2018 die Premiere von Giuseppe Verdis
(1813 -1901) Oper Aida (Libretto von Antonio Ghislanzoni) unter der
Regie von Jacopo Spirei. Das Publikum hatte die gute Gelegenheit,
Teile des neuen Ensemble bei dieser Gelegenheit genauer kennen zu
lernen.

Die anlässlich des
fertig gestellten Suezkanal konzipierte Oper (Uraufführung 1871
Kairo) hat alles, was man für eine italienischen Oper braucht.
Zwischenmenschliche Konflikte, ritueller Charakter der Massenszenen
für die Opernchöre, den exotischen Hintergrund und
spannungsgeladene innere Konflikte für die Sängerinnen und Sänger.

Der brisant aktuelle
Hintergrund ergibt sich sich aus dem unheilvollen Einfluss des
religiösen Fanatismus (wie auch in unserer Zeit) auf die Politik.
Die Handlung spielt im alten Ägypten (Memphis) unter dem Pharao,
dessen Politik von den Priester machtvoll beeinflusst wird.
Götterglaube wie etwa an Isis (Göttin der Wiedergeburt, Magie und
des Todes) oder Ptah („der Bildner“) beherrscht das Land und
befeuert den Krieg mit Äthiopien. In diesem politischem Kontext
lodern auf mehreren Ebenen die privaten persönlichen Konflikte.

Zur Geschichte:
Ägypten befindet sich im religiös forcierten kriegerischen Konflikt
mit Äthiopien.

Der ägyptische
Feldherr Radamès
und die äthiopische Sklavin Aida sind heimlich ineinander
verliebt. Dieser wiederum wird von Amneris,der Tochter des
ägyptischen Königs geliebt. Dieser fördert mit allen Mittel aus
politischen Gründen deren Heirat mit dem zunächst erfolgreichen
Feldherrn. Als ob das nicht schon genug Sprengstoff für emotionales
Chaos und Konflikte bietet, ist der König von Äthiopien (Amonasro)
auch noch der Vater von Aida. Hin und her gerissen zwischen Loyalität
zum Vater, dem Heimatland, Macht und Ehre, driftet alles scheinbar
unvermeidlich dem finalen „erlösenden Tod“ der beiden Liebenden
hin…

Das Bühnenbild
ansprechend zwischen Moderne, Jugendstil mit ägyptischen Ornamenten
nicht übertrieben pompös angelegt. Die Kostüme der äthiopischen
Sklaven waren im Gegensatz zu denen der Herrscher in Orange und mit
Kopftuch-Bedeckung in schlichter Schönheit gehalten.

Die entschiedende Situation: Radamès (Hector Sandoval) verrät aus Liebe zu Aida (Elena O'Connor) militärische Geheimnisse an ihren Vater Amonasro (Mandla Mndebele). (Foto: © Oper Dortmund)
Die entschiedende Situation: Radamès (Hector Sandoval) verrät aus Liebe zu Aida (Elena O’Connor) militärische Geheimnisse an ihren Vater Amonasro (Mandla Mndebele). (Foto: © Oper Dortmund)

Auffallend ist, das
der König von Ägypten wunderbar ironisch von Denis Velev
dargestellt, wie ein Popstar mit dunkler Sonnenbrille, goldenem
Jackett und Schuhen inszeniert wurde. Das entspricht seiner auch von
Verdi eher als schwach gesehenen Rolle als „Spielball“.

Spielte
Kostümbildnerin Sarah Rolke vor allem in der Szene in Amneris‘
Gemächern mit dem Art Deco in den 30er Jahre, wirken vor allem die
Priester in ihren Roben wie aus einem „Star Wars“-Film. Die
Kombination aus Martialischem und Dekadenten machte die allgemien
Spannung sichtbar. Es kann festgestellt werden, das die neuen
Ensemble-Mitglieder nicht nur mit ihren Stimmen überzeugen, sondern
sich auch als sensibel in der Darstellung der Charaktere und ihren
inneren Konflikte gezeigt haben.

Elena O‘Connor
stellte die Zerbrechlichkeit von Aida ebenso glaubhaft dar wie ihre
Selbstbewusstheit. Ihre kongeniale „Rivalin“ Hyona Kim (Amneris)
überzeugte in ihrer Darstellung der Gefühlswandlungen und
Entwicklung vor allem im zweiten Teil.

Aber auch die
anderen beteiligten Sängerinnen und Sängern wie Hector Sandoval als
Radamès,
Shavleg Armasi als intriganter Oberpriester Ramfis, Mandla Mndebele
als Aidas vater Amonasro, Una Sacerdotessa als Oberpriesterin und
auch ein alter bekannter Fritz Steinbacher als Bote füllten ihre
Rollen eindrucksvoll aus.

Der
Opernchor (Theater Dortmund) und die Statisterie Theater Dortmund
zeigte wie immer eine
gute Leistung und Spielfreude.

Was wäre die Handlung aber ohne die wunderbare Musik von Verdi? Diese wurde mit viel Gefühl für das richtige Timing von der Dortmunder Philharmoniker unter der Leitung von Generalmusikdirektor Gabriel Feltz interpretiert. Die Musik war beeinflusst sowohl von Elementen der italienischen, sowie der französischen Oper. Einige orientalische Klänge waren jedoch zwischendurch passend eingefügt. Bekannt dürfte aber wohl vor allem der berühmte Triumph-Marsch der Oper sein.

Ein gelungener Einstand für das neue Team um den Intendanten Germeshausen.

Informationen
zu den nächsten Aufführungen erhalten Sie wie immer unter
www.theaterdo.de oder
telefonisch: 0231/ 50 27 222.




Fotografien zur internationale Schwerindustrie im Hoesch-Museum

Das Dortmunder
Hoesch-Museum zeigt vom 07. Oktober 2018 bis zum 06. Januar 2019 eine
Auswahl von 40 Arbeiten (aus dem Zeitraum 2004 bis 2018) des
freiberuflichen Fotografen Uwe Niggemeier zum Thema „Innenansichten
– Schwerindustrie International“.

1964 in Hagen
geboren, erwachte in dem heute in Bochum lebenden Fotografen schon
früh das Interesse für Schwerindustrie, insbesondere Stahlwerke
oder Schmieden und Gießereien in seinem Umfeld.Im Laufe der Jahre
rückten immer mehr die spannenden Produktionsabläufe und -aggregate
in den großen Stahlbetrieben in in den Mittelpunkt seiner Fotokunst.
Zunächst in der näheren Umgebung von Hagen, Dortmund, Essen und so
weiter, erweiterte er seinen Blickwinkel nach ganz Europa. Seit 1998
dokumentiert der Bochumer Fotograf (und Gästeführer im Bereich
Industriekultur) Schwerindustrieanlagen in ganz Europa. Seine
fotografischen Reisen führten ihn nach Belgien, Frankreich, Polen,
Tschechien, Ukraine, Russland, Italien, Spanien, Schweden, und
letztlich bis in die USA.

Zunächst noch als
analoge schwarz-weiß Fotografien, wandte er sich nach Verschwinden
der Industriekulissen in Mitteleuropa der farbigen Dokumentation der
Produktionsprozesse. Jetzt interessieren ihn vor allem die Erzeugung
und Warmumformungen von Stahl und Eisen.

Die gezeigten
Fotografien in der Ausstellung entstanden analog auf
Mittel-Negativfilm (6 x 7) und Großformat (4 x 5 Zoll) sowie digital
auf Vollformatsensor. Um ein möglichst überzeugendes Ergebnis zu
erlangen, geht es ohne digitale Bearbeitung (zum Beispiel das
Übereinanderstellen von zwei Fotos) nicht.

Die Fotos von Uwe Niggemeier zeigen die schwere Arbeit in der Schwerindustrie.
Die Fotos von Uwe Niggemeier zeigen die schwere Arbeit in der Schwerindustrie.

Es sind
ausdrucksstarken Fotografien, die den Betrachtern einen guten
Eindruck von den Produktionsabläufen in den Stahlwerken und den
schwierigen Arbeitsbedingungen wie Hitze, Staub und Vibrationen
geben. Schwierige Lichtverhältnisse und begrenzte Möglichkeiten,
die Kamera aufzustellen, erschwerten den Fotografen zusätzlich seine
Arbeit.

Ein großes
Kompliment für die Hartnäckigkeit und Ausdauer von Uwe Niggemeier.
Zum einen sind da die Reisekosten, dann die Notwendigkeit, sich immer
wieder auf unterschiedliche, oft schwierige Bedingungen in den
verschiedenen Ländern einzustellen. Das durchzuziehen, zeugt schon
von viel Herzblut und starkem Interesse an der Thematik.

Die eindrucksvolle
Fotoausstellung wird am Sonntag, den 07.10.2018 um 11:00 Uhr im
Hoesch-Museum eröffnet. Die Einführung wird Isolde Parussel
(Leiterin des Hoesch-Museum) halten.

Führungen:

Der Künstler führt
durch die Ausstellung am 11. November und 09. Dezember 2018, 11:00
bis 12.00 Uhr sowie am 06. Februar 2019 , 14:00 bis 15:00 Uhr.

(2,50 Euro /
ermäßigt 1,25 Euro zzgl. Eintritt).




Dem Acryl verfallen – Beatrix Kückelmann in der Artothek

In der Zeit vom
02.10.2018 bis zum 09.11.2018 zeigt die Artothek unter dem Titel
„Flowers meet Animals“ in der ersten Etage der Stadt- und
Landesbibliothek Dortmund 15 Acrylmalereien in unterschiedlichen
Formaten der Künstlerin Beatrix Kückelmann (Jahrgang 1955).

Wie diese beim
Pressegespräch erklärte, kommt sie ursprünglich von der
Seidenmalerei und hat so ihre Leidenschaft für kräftige Farben und
Formen entdeckt. Wie sie selbst sagt, ist sie dem Acryl verfallen.
Obwohl sie auch Portraits von Menschen malt, wird in den ausgewählten
Werken ab dem Jahr 2000 ihr besondere Liebe und Blick zu Flora und
Tierwelt deutlich. Ihre Inspirationen und Motive holt sich die
Künstlerin aus der Natur und von Fotos und Illustrationen aus den
Medien.

Ihre Bilder, ob auf
Leinwand und Papier, als Collage mit geschickt in die Blumenpracht
eingebauten Fotos aus New York oder Los Angeles, überraschen und
beeindrucken durch ihre kraftvolle Farbigkeit und Ausdrucksstärke.
Ob eine „beschwipste Ziege“ in seiner Farbenpracht, ein Affe, ein
Frosch(könig) oder die vielen bunten Blumen und Natur-Bilder, alles
scheint die Betrachter persönlich anzusprechen. Reizvoll bei den
Bildern mit den eingebauten Großstadt-Fotos inmitten der
Blumen-Naturpracht sind seine Gegensätze. Aus der Rehe heraus sticht
ein eindrucksvoll großes, in Beige- und Grautönen gehaltenes
Elefanten-Triptychon.

Beatrix Kückelmann vor ihrer "beschwipsten Ziege".
Beatrix Kückelmann vor ihrer „beschwipsten Ziege“.

Die Künstlerin benutzt meistens nur einen Pinsel, den sie mit Freude in unterschiedliche Acrylfarben eintaucht. Daraus ergeben sich interessante Farbnuancen. Kückelmann stellt ihre lebensfroh und humorvoll wirkenden Bilder zum ersten Mal in der Artothek aus.

Eher zurückhaltend,
hatte sie ihre Arbeiten bisher nur an wenigen Orten wie
beispielsweise Hattingen gezeigt.

Die Ausstellung ist
dienstags und freitags zwischen 10:00 und 19:00 Uhr in der Artothek
der Stadt- und Landbibliothek zu sehen.




Neue Ausgabe „Heimat Dortmund“ zur Autogeschichte Dortmunds

Die
Automobilgeschichte Dortmunds der letzten mehr als 125 Jahren ist
nicht nur für die Mobilitäts-Entwicklung einer damals stark
wachsenden Stadtgesellschaft von wesentlicher Bedeutung. Das Auto
bewegt uns, und Themen um das Auto ebenfalls. Jeder kann seine
Geschichte erzählen.

Die jetzt
erschienene neue Doppelausgabe der dreimal jährlich erscheinenden
Zeitschrift „Heimat Dortmund“ des Vereins für Dortmund und die
Grafschaft Mark in Verbindung mit dem Stadtarchiv Dortmund
beschäftigt sich in seinem aktuellen Heft unter dem Titel
„Chausseeflöhe und Rennboliden“ mit der Thematik „Auto“. Es
ist eine informative „Spritztour in die Dortmunder Autogeschichte“,
die in 17 Beiträgen von 13 Autoren unternommen werden.

Interessant ist
schon der Beginn mit dem Beitrag von Archivar Hermann Josef Bausch.
Das erste Automobil fuhr 1892 in Hörde (damals eigentlich noch nicht
zu Dortmund gehörend) unter der Ägide und maßgeblichen Führung
von Richard Kersting

Spannend seine
weiteren Artikel zum Beispiel zur frühen Elektromobilität ab 1906.
Erinnern sie sich noch an die O-Busse (Oberleitungsbusse bis 1968)?
Elektro-Fahrzeuge waren also schon lange ein Thema. Bausch gibt einen
Überblick über die Elektroflotte des städtischen Fuhrparks 1919
bis 1953.

Historische
Beispiele für elektrisch angetriebene Automobile im Dortmunder
Straßenverkehr zwischen 1917 und 1956 werden von dem Historiker Theo
Horstmann, sowie Hannes Tutschku (Mitarbeiter im Stadtarchiv)
gegeben.

Die Autogeschichte in Dortmund begann 1892 und hat bis heute viele Geschichten hervorgebracht. NAchzulesen ind er aktuellen Ausgabe von "Heimat Dortmund". Vorgestellt von (v.l.n.r.) Klaus Winter (Redakteur der Ausgabe) Adolf Miksch (Vorsitzender des Historischen Vereins), Dr. Peter Meintz (ADAC Dortmund), Hermann Josef Bausch (Stadtarchiv) und Dr. Stefan Mühlhofer (Geschäftsführer des Historischen Vereins).
Die Autogeschichte in Dortmund begann 1892 und hat bis heute viele Geschichten hervorgebracht. Nachzulesen in der aktuellen Ausgabe von „Heimat Dortmund“. Vorgestellt von (v.l.n.r.) Klaus Winter (Redakteur der Ausgabe) Adolf Miksch (Vorsitzender des Historischen Vereins), Dr. Peter Meintz (ADAC Dortmund), Hermann Josef Bausch (Stadtarchiv) und Dr. Stefan Mühlhofer (Geschäftsführer des Historischen Vereins).

In weiteren Artikeln
geht es um die Dortmunder Motorsport-Geschichte und um das
Automobil-Museum Dortmund. Ruhr-Nachrichten-Redakteur Oliver
Volmerich erinnert an die autofreien Sonntage 1973, von denen es
wenige fotografische Belege gibt.

Der Historiker Klaus
Winter berichtet über die Pionierin der Automobilbranche Hertha
Hoffmann.

Ein weiterer
Schwerpunkt widmet sich der Gründung, Rolle und Entwicklung des
Automobilclubs ADAC in Dortmund (Der ADAC in Dortmund von Anne-Sophie
Barreau und Dr. Peter Meintz) .

Seinen Ursprung in
Westfalen hatte der ADAC ja schon 1904 in Bielefeld. Ende der
1920iger Jahre in unserer Stadt. Außerdem geht es auch noch um die
Automobilgeschichte von Aral in unserer Stadt von Matthias Dudde.

Die aktuelle
Doppelausgabe „Chausseeflöhe und Rennboliden“ ist ab sofort für
10,- Euro im Stadtarchiv Dortmund oder in den Buchhandlungen
erhältlich.




Projekt „Bunte Vielfalt“ im Rahmen der Messe Dortmunder Herbst

Rund ein Drittel der Bevölkerung in Dortmund sind Menschen mit einer Zuwanderungsgeschichte (Migrationshintergrund). Sie repräsentieren 180 Nationen, die alle ihre Traditionen, Kulturen und Religionen in unsere Stadt mitgebracht haben. Diese Menschen nicht nur als „fremd und belastend“, sondern als Chance zu einer wirklichen Bereicherung zu sehen, hat sich die „Bunte Vielfalt“ auf die Fahnen geschrieben. Es hat sich ein erfolgreiches und produktives Netzwerk zwischen den verschiedenen Communities. Diese sollen gestärkt werden.

Migranten werden
oft, so Berenice Becerril Ortiz (Integrationsagentur und Beauftragte
für Qualitätsmanagement), als hilfsbedürftige, nur auf unsere
Unterstützung ( zum Beispiel Sprachkurse) angewiesene Personen,
dargestellt. Das sie mit ihren unterschiedlichen Kulturen,
Traditionen und kulinarische Besonderheiten der Stadtgesellschaft
einiges zu bieten haben, zeigen die 15 Migranten-Vereine und acht
Stände nun schon zum siebten Mal in der Halle 6 vom 03. bis
07.10.2018 von 10:00 bis 18:00 Uhr innerhalb der Messe Dortmunder
Herbst.

Die Plattform „Bunte
Vielfalt“ als Beispiel für kulturelle Integration und kulturelle
Bildung und die vorbildliche ehrenamtliche Arbeit der Beteiligten
präsentiert sich während der Messe .

Berenice Becerril Ortiz (ganz rechts) mit ihren Mitstreitern der "Bunten Vielfalt".
Berenice Becerril Ortiz (ganz rechts) mit ihren Mitstreitern der „Bunten Vielfalt“.

Es werden neben
internationalen Leckereien auch ein Bühnenprogramm mit
südamerikanische Tanzauftritten, Modeshows (zum Beispiel aus Afrika)
und anderem geboten.

Ein besonderer
Schwerpunkt in diesem Jahr liegt auf der Umwelt und ihren Schutz. In
letzter Zeit ist ja vor allem der Plastikmüll (Mikroplastik) in den
Meeren mit seiner globalen Bedrohung in den Fokus geraten. Um ein
klares Zeichen zu setzen, wird etwa auf Einweggeschirr verzichtet und
statt dessen beispielsweise Bananenblätter verwendet.

Auf einer
Videoleinwand werden auch unterstützend Bilder zu der
Umwelt-Problematik zu sehen sein.

Vertreten in
diesem Jahr
sind: Amigos de Bolivia, Africa
Positive e.V., Egikür e.V. – Frauenbildung und und Kultur, Ethnia&
Folklore, Iberoamerikakreis Dortmund, La Klave, Tamilische Kultur
Dortmund, tamilischer Kunstverein, Vietnamesischer Katholischer
Verein, Spanische Katholischer Gemeinde, Verein von Kamerunischen
Ingenieuren und Salay Bolivia.

Es geht darum, Hass
sowie allgemeine Vorurteile und Ängste nicht weiter zu schüren,
sondern von beiden Seiten aufeinander zuzugehen und sich konstruktiv
für eine positive Gestaltung der Gesellschaft für möglichst viele
Menschen einzusetzen. Denjenigen Personen, die dafür (oft
ehrenamtlich) arbeiten, gehört nicht nur unser Respekt, sondern auch
die Unterstützung.

Eins ist klar. Die
Globalisierung lässt sich nicht mehr rückgängig machen und wir
müssen, in unserem eigenen Interesse, gemeinsam für ein friedliches
Zusammenleben eintreten.




Ein besonderes „Faust to go“ im Kinder- und Jugendtheater

Das Stück „Fast
Faust“ von Albert Frank (nach J.W. von Goethe), inszeniert von
Antje Siebers, hatte am 29.09.2018 seine Premiere im Dortmunder
Kinder- und Jugendtheater.

Die bekannte
Geschichte um den Teufelspakt zwischen Gott und Mephisto (Teufel),
wie den des Teufels um die Seele des Alchemisten Dr. Faust, um
Jugendwahn und Streben nach All-Wissen sowie um die Liebe zu einer
unschuldigen jungen Mädchen (Gretchen) mit deren Enttäuschung bis
zum dramatische Ende im Kerker wurden schon vielfach verfilmt oder
auf die Theaterbühnen gebracht. In Dortmund gab es sogar eine
wunderbare Ballett-Inszenierung von Xin Peng Wang zu den Faust-Stoff.
In dieser Inszenierung von Siebers war aber einiges anders als
gewohnt. Das Stück wurde nah am Publikum im Café
des KJT, getrennt nur durch zwei halb transparente Vorhängen von
zwei Bühnenräume.

Das
wirklich besondere war aber, das diese Aufführung auf zwei Ebenen
stattfand. Die freie
Theatergruppe „Dramenterzett“ hat es zur Aufgabe gemacht, große
Stücke,
wie eben den „Faust“, für ein kleines Haus mit kleinem Ensemble
groß zu besetzen. In 90 Minuten soll alles über die Bühne gehen.
Zur Gruppe gehören als Intendant, Regisseur und Haupt-Schauspieler
André
(Andreas Ksienzyk), Heiner (Thorsten Schmidt) und
Hannah.

Ist
es nicht schon schwer genug, ein Stück, das eigentlich 57 Rollen
aufweist, mit drei Personen aufzuführen, fällt auch noch Hannah
wegen einer Schwangerschaft als „Gretchen“ aus.

Da waren sie nur noch zu zweit: André (Andreas Ksienzyk) und Heinar (Thorsten Schmidt) im Hintergrund. Ein amüsanter Schnelldurchgang durch den "Faust". (Foto: © Edi Szekely)
Da waren sie nur noch zu zweit: André (Andreas Ksienzyk) und Heinar (Thorsten Schmidt) im Hintergrund. Ein amüsanter Schnelldurchgang durch den „Faust“. (Foto: © Edi Szekely)

Was
tun? Nun muss Heiner neben den anderen Rollen (zum Beispiel den
Mephisto) auch noch die des Gretchen übernehmen. Sie schlüpfen in
verschiedenste Rollen in den dramatischen Szenen im Ablauf der
Handlung. Immer wieder unterbrechen sie ihre Auftritte durch
Diskussionen zum Ablauf und die Inszenierung im Allgemeinen, und über
die Schwangerschaft von Heiners Freundin Hannah im Besonderen.

Für
die beiden Schauspieler des KJT war es eine große Herausforderungen,
den ständigen Wechsel
der Rollen und der Ebenen
zu bewerkstelligen.
Das war sicherlich auch physisch eine große Belastung.

Andreas
Ksienzyk und Thorsten Schmidt meisterten alles mit Bravour und waren
ein gut eingespieltes Team. Ein Vorteil, kleinere Pannen können
durch Improvisation „eingearbeitet“
werden.

Für
das Publikum war es höchst amüsant , dem rasanten und humorvollen
Treiben zu folgen. Männer in Frauenrollen
zu sehen, sorgt außerdem auch für Humor-Garantie.

Besondere
Effekte peppten
das Ganze
auf, und Einlagen wie zum Beispiel
der Rap am „Hexenkessel“
dürfte auch das jugendliche Publikum ansprechen.

Thorsten
Schmidt konnte zudem sein musikalisches Können an der Ukulele und
der E-Gitarre zeigen.

Der
Spaß am Spiel, auch das mit dem Publikum, war den beiden fleißigen
Akteuren auf der Bühne und darum herum anzumerken.

Informationen
oder Karten für die weiteren
Aufführungen erhalten Sie unter www.theaterdo.de
oder Tel: 0231/ 50 27 222.




Babus Bauchschmerzen auf der Spur im KJT

Als erste Premiere
der neuen Spielzeit wurde im Dortmunder Kinder- und Jugendtheater
(KJT) am 28.09.2018 „Babus Bauch brummt“ (Eine Schrumpfreise von
Oliver Sproll ab 7 Jahren) aufgeführt.

Dozent und Künstler
Oliver Sproll liebt „Clowns und Masken“. Seinem Stück für das
KJT merkt man diese Vorliebe für den fast etwas naiven Charme
zwischen clowneskem Humor, Lebenslust und Traurigkeit deutlich an. Er
hat die schönen fantasievollen Masken selbst entwickelt. Die
handelnden Hauptpersonen haben die selben weiten Hochwasserhosen mit
Hosenträgern und roten zottigen Wuschel-Perücken auf dem Kopf

Der Plot:

Die Geschwister
(Freunde) Hufda (Jasper Schmitz) und Glowsky (Bettina Zobel) wollen
dem Jüngsten Babu an seinem Geburtstag mit etwas besonderen
überraschen. Sie haben die Idee, ihn zunächst vollkommen zu
ignorieren, und dann wie bei den Geburtstagen in der Familie üblich,
ordentlich durch zu kitzeln.

Der Vierte im Bunde, der kluge Klingso ( Ann-Kathrin Hinz), der als einziger in einem kleinen weißen Schrank zu wohnen scheint, weiß davon erst einmal nichts.

Gesagt und getan.
Babu wird links liegen gelassen, bis er plötzlich fürchterliche
Bauchschmerzen bekommt. Hilflos und betroffen versuchen sie ihm zu
helfen. Mit Hilfe von Klingso und dem großen Buch mit dem Wissen der
Welt gelingt es ihnen, in kürzester Zeit zu schrumpfen und in den
Körper von Babu zu gelangen. Es beginnt eine abenteuerliche Reise
durch die Organe . Sie treffen seltsame Charaktere wie etwa die
Immun-Polizei und andere. Am Ende kommen sie der wahren Ursache für
Babus Bauchweh auf die Spur…

Das Bühnenbild war
mit den drei weißen Betten und dem kleinen weißen Schrank an der
Seite liebevoll gestaltet. Die Organe wie Herz, Lunge, Magen, Nieren,
Leber und Gehirn wurden auf Stellwänden nicht bedrohlich
dargestellt, sondern glitzernd, wie man es etwa von Spielautomaten
kennt.

Eine humorvolle Reise in die Innenwelt des Menschen: Babus Bauch brummt" mit (v.r.n.l.)  Bettina Zobel, Jasper Schmitz, Jan Westphal und Ann-Kathrin Hinz. (Foto: © Birgit Hupfeld)
Eine humorvolle Reise in die Innenwelt des Menschen: Babus Bauch brummt“ mit (v.r.n.l.) Bettina Zobel, Jasper Schmitz, Jan Westphal und Ann-Kathrin Hinz. (Foto: © Birgit Hupfeld)

Die
Schauspielerinnen und Schauspieler konnten ihr komödiantische Talent
und Spielfreude voll ausleben. Der Neuzugang Jan Westphal konnte
gleich bei seinem Debüt als Babu neben den alten Hasen Bettina
Zobel, Johanna Weißert , Bianka Lammert, Ann-Kathrin Hinz sowie
Jasper Schmitz voll überzeugen.

Das Geschehen wurde
mit den passenden Geräuschen und Klängen begleitet. Eine
witzig-humorvolle Idee war die „Telefonleitung zum Gehirn“. So
ganz nebenbei erfuhren die kleinen und großen ZuschauerInnen etwas
über die Funktionsweise und Aufgabe der Organe.

Das Eigentliche war
aber die Erkenntnis. Bauchschmerzen haben viele unterschiedliche
Ursachen, und das jede Handlung zwangsläufig gewisse Konsequenzen
nach sich zieht. Es könnte besser sein, erst einmal ein wenig
nachzudenken, bevor man handelt. Eine Aufführung, bei der besonders
die kleinen ZuschauerInnen hörbar ihren Spaß hatten.

Informationen zu
weiteren Aufführungsterminen und Karten unter www.theaterdo.de
oder unter Tel. 0231/ 50 27 222.




Wertvolle Geschenke für das Museum für Kunst- und Kulturgeschichte

Ein besonders
schöner Grund zum Gratulieren und für Geschenke. Das Dortmunder
Museum für Kunst- und Kulturgeschichte (MKK) feiert sein
135-jähriges, die Museumsgesellschaft sein 110-jähriges und die
Stiftung des Museums sein 20ig-jähriges Bestehen.

Die
Museumsgesellschaft und die Reinoldigilde unterstützen nun die große
Ausstellung „Rausch der Schönheit. Die Kunst des Jugendstils“ –
vom 9. Dezember 2018 bis 23. Juni 2019 – nicht nur finanziell (wir
berichteten), sondern bereichern die schon vorhandenen
Jugendstil-Bestände im Haus auch als Jubiläumsgeschenk mit neun
Objekten, die den bestehenden Schwerpunkt stärken.

Das MKK wird zum
ersten Mal seine Sammlung im vollen Umfang präsentieren. Wichtig für
den Fundus waren neben dem Grundstockleger Albert Baum, so Dr. Gisela
Framke (Stellvertretende Direktorin MKK und Kuratorin der
Ausstellung), das Zentrum des Darmstädter Jugendstil
(Mathildenhöhe).

Die
kulturgeschichtliche Bedeutung dieser Stilrichtung mit seiner
opulenten klaren Formensprache und geschwungenen Linienführung ist
auch für die Stadt Dortmund von großer Bedeutung.

Die Jugendstil-Künstler verstanden sich dabei als universale Gestalter des gesamten Lebens. Einig waren sie sich trotz aller Unterschiede in der Ablehnung vom rückwärts gewandten Historismus – und damit von der gängigen Nachahmung historisch überlieferter Formbilder.

Nun zu den neuen
Pachtstücken in dem Bestand des MKK:

Dazu gehört
beispielsweise eine große Jardiniere (eine Blumenschale aus
versilberten Zinn) nach einem Entwurf von Friedrich Adler
(1887-1942). Der war Professor an der Kunsthochschule in Hamburg und
hatte sich als Architekt, Möbelgestalter, Keramiker und durch seine
Entwürfe für Metallarbeiten sowie Textildruck-Verfahren eine Namen
gemacht. Mit ihrem Muster aus sieben Früchten über einem
symmetrisch verschlungenen Bandelwerk besticht sie durch eine
elegante Form. Außerdem weist sie noch den originalen Glaseinsatz
auf (gehalten wie von einer Zange von einem sechsbeinigen
Metall-Corpus).

Zeigen prachtstücke aus der Jugendstil-Epoche: (v.l.n.r.) Dr. Jens Stöcker (Direktor des MKK), René Scheer (Obermeister der Reinoldigilde zu Dortmund), Dr. Gisela Frahmke (Stellv. Direktorin MKK) und Udo Mager (Vorsitzender der Dortmunder Museumsgesellschaft).
Zeigen prachtstücke aus der Jugendstil-Epoche: (v.l.n.r.) Dr. Jens Stöcker (Direktor des MKK), René Scheer (Obermeister der Reinoldigilde zu Dortmund), Dr. Gisela Frahmke (Stellv. Direktorin MKK) und Udo Mager (Vorsitzender der Dortmunder Museumsgesellschaft).

Aus den Mittel der
Museumsgesellschaft stammt auch ein Tête-à-tête-Porzellangeschirr
mit Kleeblatt-Muster und
Form von Theodor Grust
(1859-1919) aus dem Jahr
1902.

Es
besteht aus einem Tablett, Teekanne, Sahnegießer, Zuckerdose mit
Deckel, zwei Teetassen auf Untertassen sowie zwei kleinen Tellern.

Weitere
Aufkäufe stammen von Richard Riemschneider (1868-1957), einem der
prägenden Künstler des deutschen Jugendstils. Zu den erworbenen
Stücken gehören ein Buffet, ein Armlehnstuhl, eine Vase und ein
schöner Seidel als Ergänzung des
eigens für die Ausstellung restaurierten
Riemerschmidt-Zimmer.

Eine
Glasvase aus der Kunstglasmanufaktur Johann Loetz Witwe sowie ein
Teppichfragment
(Entwurf von Josef Hoffmann 1907 für das Brüsseler Palais Stoclet)
macht die Ankäufe der
Museumsgesellschaft komplett.

Eine
Tischuhr des wichtigen Jugendstil-Künstlers Albin-Müller (1871 –
1941) ist ein seltenes
Prunkstück. Die
kunstvoll geschwungene Uhr aus dunklen polierten Gusseisen mit dem
Raubvogel auf dem Pendel war 1904 Teil eines von Müller konzipierten
Schauraums anlässlich der Weltausstellung 1904 in St. Louis. Diese
wunderbare Ergänzung
wurde von der Reinoldigilde angeschafft.

Eine
besondere Ausstellung, die hoffentlich auch weit über Dortmund
hinaus Aufsehen
erregen wird.




Neunte „Nacht der Jugendkultur“ in ganz NRW

Nach der Dortmunder
DEW21-Museumsnacht wird nun am Samstag, den 29.09.2018 die neunte
„Nacht der Jugendkultur – die „nachtfrequenz 18“ spezielle für
die junge Generation an sage und schreibe 86 Städtne und Gemeinden
in NRW durchgeführt.

Jugendliche ab 15
Jahren sind eingeladen, ein oder mehrere Stationen während der Nacht
der Jugendkultur kostenlos zu besuchen. Koordiniert vom Dortmunder
Kulturbüro ist unsere Stadt mit einem Programm von Jugendlichen für
junge Leute an sechs Orten mit dabei.

Wo findet was statt?

Bewegung und Musik im DKH

Im Dortmunder
Dietrich-Keuning-Haus (DKH) geht es am 29.09.2018 (16 – 24 Uhr) mit
einem bunten Musik und Tanzprogramm mit „Battle and Jam“ (Spark
the Playground) ab. Funk, Soul und HipHop stehen neben der
Möglichkeit zum Skateboarding stehen auf dem Programm.

Wohnzimmeratmosphäre
auf der UZWEI (Dortmunder U)

Die UZWEI im
Dortmunder U wird zwischen 19:30 und 24:00 Uhr zum Wohnzimmer (living
room) umfunktioniert und bietet diverse Möglichkeiten der
Unterhaltung und Aktivitäten. Es gibt dort eine Spielekonsole, aber
auch die analoge Spiele-Angebote. An einer Foto-Ecke setzt eine
Fotografin die Besucherinnen und Besucher in Szene. Das Foto kann man
sofort ausdrucken und dann später mit nach Hause nehmen.

In einer Kooperation
des Theater Dortmund, UZWEI und dem Kulturbüro wird zudem von neun
jungen „Theaterpartisanen“ Impro-Theater gezeigt. Wer Lust hat,
kann sich auch am Poetry-Slam beteiligen

Vielfältige Musik
gibt es von Marvin Schoenacker, Lars Selke, „Wenn einer lügt dann
wir“ (Melissa, Johanna K, Johanna B) und von „Back to the Future“
zu hören.

Die jungen Organisatoren der Nacht der Jugendkultur freuen sich auf viele Besucher.
Die jungen Organisatoren der Nacht der Jugendkultur freuen sich auf viele Besucher.

HipHop im JKC

Das Jugend und
Kulturcafé (JKC) an der
Rheinischen Straße 135 bietet die Möglichkeit, sich mit Filzer und
Textmarker kreativ auszuleben. Und seine Entwürfe auf die Leinwand
zu zu bringen. Eine Fachjury und das Publikum werden dann
entscheiden, welche die besten sind. Sachpreise
winken. Außerdem werden die drei eindrucksvollsten Sketches
prämiert. Am Abend sorgen dann lokale HipHop-Größen und ein DJ
für den passenden musikalischen Sound. Das Programm findet von 16:00
bis 22:00 Uhr statt.

Punkkonzerte und
Klettergarten in JFS Brackel

Im Saal der der
Jugendfreizeitstätte Brackel (Brauksweg 15) zeigen junge
Punkrock-Bands ihr können. Furchtlose können von draußen (mit
Helm und unter 18 Jahren Einverständniserklärung der Eltern!) die
Kletterbäume versuchen zu bezwingen. (18.00 bis 24:00 Uhr).

Culture Jam in
Scharnhorst

In der JFS
Scharnhorst (Gleiwitzstraße 255) ist ab 19.00 Uhr beim Culture Jam
HipHop vom Feinsten angesagt. Das abwechslungsreiche Programm neben
HipHop auch R&B und Rap.

Rundherum werden
Medien-, Kunst- und Graffiti-Aktionen zum selber Mitmachen oder
einfach Zugucken angeboten.

Junges Rocken in
Aplerbeck

In der JFS Schüren
(Bergparte 15) haben junge aufstrebende Rockbands aus Dortmund unter
professionellen Bedingungen die Gelegenheit, von 20:00 bis 24.00 Uhr
ihr Können unter Beweis zu stellen.

Der Bürgerfunk
Dortmund auf frequenz 91.2 interviewt Bands und Publikum und sendet
den Live-Mitschnitt dann via Podcast NRW-weit.