Demokratisierung von Technik im Zentrum des „Innovative Citizen“ Festival

Zum fünften Mal
findet vom 26. bis 28. Oktober 2018 auf der Ebene 2 des Dortmunder U,
der UZWEI (Zentrum für kulturelle Bildung), zusammen mit dem
Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik
UMSICHT und der Folkwang Universität der Künste (Essen) das
„Innovation Citizen“- Festival für demokratische Technik im Jahr
2018 statt. Erstmals ist als Festival-Ort die Werkhalle Union
Gewerbehof an der Huckarder Straße mit an Bord.

Wie Judith Schanz
von der Folkwang Universität erklärte, ist das Ziel des Festivals,
die BürgerInnen zu einem affinen, aber auch kritischen Umgang mit
den neuen Technologien und diese autonom und selbstbestimmt für sich
nutzbar zu machen. Das Motto lautet „Selber machen, selbst denken“.

In Vorträgen,
Gesprächen und mit 20 bis 30 Workshops werden Möglichkeiten und
Chancen der modernen Technologie gezeigt, wie die Bürger sie
gleichzeitig smart, aber auch für einen selbstbestimmten Lebensstil
einsetzen zu können. Es geht darum, selbstbewusst seinen eigenen Weg
zu gehen und Ideen zur Verwirklichung mit Unterstützung der
LeiterInnen der Workshops zu entwickeln. Es spielt aber dabei eine
wichtige Rolle, die vorhandenen Ressource sinnvoll und nachhaltig (im
Interesse auch der Umwelt) zu nutzen.

Ricarda Schwede (links) vom Dortmunder U und Judith Schanz (Folkwang Universität) freuen sich auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer.
Ricarda Schwede (links) vom Dortmunder U und Judith Schanz (Folkwang Universität) freuen sich auf viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer.

In den zahlreichen
Workshops können die TeilnehmerInnen der zahlreichen Workshops ihr
erworbenes Wissen in den Bereichen Digitale Fertigung, Food +Farming,
Circular City und Textiles praktisch umsetzen. Angeboten werden etwa
Workshops zur Zucht von Edelpilzen oder zum Fermentieren von Gemüse,
zum Upcycling von Altkleidern und Schmuck oder 3D-Druck und CAD für
Anfänger. Bei einem großen Workshop können zum Beispiel Kinder (8
bis 10 Jahre) bei der bildenden Künstlerin Susanne Henning eine
Unsinn-Maschine bauen oder aus Werbebannern Taschen machen. Der
Fantasie sind also keine Grenzen gesetzt.

An Freitag, den
26.10.2018 wird das Festival mit einem Rahmenprogramm (Thema:Wie kann
man die Welt retten) ab 19:00 Uhr im Kino (Dortmunder U) eröffnet
und endet am 28.10.2018 mit einer Party in der Werkhalle Union
Gewerbehof. Dort kann dann gefeiert und die geschaffenen Dinge
gezeigt werden, die dann auch nach Hause mitgenommen werden können.
Das zeigt einen weiteren Aspekt des Festivals. Die enorme Bedeutung
von Gemeinschaft.

Innovative
Citizen in Europa:

Im September 2018
fand bereits ein internationaler Ableger des Festivals im Rahmen des
EU-Projekts smART places in Kooperation mit ETOPIA – Center for Art
and Technology in Saragossa statt. Ziel ist, auch auf europäischer
Ebene den Bürger als gesellschaftlichen Innovator in den Fokus zu
rücken.

Für die die
Workshops und Veranstaltungen ist eine Anmeldung erforderlich.

Die Tickets für die
Workshops kosten 25 Euro (5 Euro die Party).

Infos und
Anmeldungen bitte unter: http://innovative-citizen.de/




Dekoration oder Körper? – Gemeinschaftsausstellung aus Le Havre

Seit 15 Jahren
besuchen sich wechselseitig VertreterInnen der Künstlervereinigung
„Dortmunder Gruppe“ und KünstlerInnen aus Le Havre (oder anderen
Partnerstädten und haben einen konstruktiven Austausch. Im Jahr 2008
kamen zum Beispiel schon einmal zwei französische Künstler nach
Dortmund, um hier auszustellen.

Unter dem Titel
„Décor
ou des corps?
Dekoration oder Körper?“ zeigt die Städtische Galerie Torhaus
Rombergpark vom 21. Oktober bis zum 11. November 2018 in einer
Gemeinschaftsausstellung von einer Künstlerin und zwei Künstlern
aus Le Havre.

In
unterschiedlicher Weise lassen sie den Betrachtern viel Raum für
individuelle
Assoziationen und haben
viel geheimnisvoll-mysteriöses. Sie chargieren zwischen offenen und
versteckten Körperlichem, Konkretem
und Abstrakten,
Femininem
und Maskulinem,
sowie zur-Schau-Stellung und
diskreter Intimität.

Die
Textilkünstlerin Martine Compère-Spitzer
(Jahrgang 1962) Arbeiten stehen unter dem Titel „Ein Universum, in
dem das Brutale und das Feine nebeneinander existieren..“

Sie benutzt verschiedene Stoffe, Fotografien oder sogar Pferdehaare und mit Vorliebe alte und gebrauchte Materialien. Gefundene Stück wie etwa Muscheln, werden von ihr mit eingearbeitet. Stickereien, Strapse, Korsagen dienen ihr als künstlerisches Ausdrucksmittel.

Französische Kunst im Torhaus. (v.l.n.r.) Martine Compère-Spitzer, Bernard Lerêtre und Gabriel Reis-Mendonça.
Französische Kunst im Torhaus. (v.l.n.r.) Martine Compère-Spitzer, Bernard Lerêtre und Gabriel Reis-Mendonça.

Der
Zeichner und Musiker Bernard Lerêtre
aus Le Havre ist begeistert von der Abbildung von Licht und Schatten
auf dem menschlichen, vorzugsweise weiblichen Körper, wie man sie
aus der schwarz-weiß Fotografie kennt. Seine mit Kreide auf
schwarzem Papier gezeichneten Frauenkörper meistens von der Seiten-
oder Rückenansicht zu sehen, wirken
sowohl erotisch wie auch
geheimnisvoll-mysteriös. Sie
wirken wie echte Fotografien und sind nur beim näheren Betrachten
als Zeichnungen zu erkennen.

Gabriel
Reis-Mendonça,
geboren 1950 in Rabat/Marokko, arbeitet in Le Havre an seinen Werken
und stellt sie unter dem Titel „Zwischen Zur-Schau-Stellung und
Intimität“. Seine Gemälde, vornehmlich in hellen, gelb-orange
oder grünen Tönen sind oft
abstrakt (inspiriert auch
von Charles Baudelaire,1821-1867)
gehalten.

Klar
erkennen lassen sich aber beispielsweise
einzelne Gliedmaßen wie Fuß und Arm, jedoch der eigentliche Körper
erschließt sich erst beim näheren Hinsehen.

Seine
Arbeiten bewegen sich im Spannungsverhältnis von Femininem
und Maskulinem.

Besonders
deutlich wird das bei zwei gegenüber gestellten aus altem Leinen
bestehenden grell-grüne Blusen -(Hemden). Auf den ersten Blick sehen
sie
etwas verschmutzt
aus.Wenn man genauer hin sieht, erkennt man aber
von der einen Seite einen
nackten weiblichen,
und mit Sicht der anderen
Seite einen nackten männlichen Körper.

Da
bleibt bei allen Werken
viel Raum für
Assoziationen
und Fantasie der Besucher und
einiges zu entdecken.

Die
Vernissage findet am Sonntag, den 21.10.2018 um 11:00 Uhr in der
Städtischen Galerie

Torhaus
Rombergpark statt.

Grußwort:
Burkhard Rinsche (Kulturbüro Stadt Dortmund)

Begrüßung:
Alexander Pohl (1. Vorsitzender Dortmunder Gruppe) und der Einführung
durch Annette Witbroek.




Hollywood Hits: War and Peace im Dortmunder Konzerthaus

Das große Thema der
Dortmunder Philharmoniker in dieser Spielzeit ist „Krieg und
Frieden“.

Darum ging es auch
beim 1. Konzert für junge (und jung gebliebene) Leute am Montag,
den 15.10.2018 im hiesigen Konzerthaus.

Bekannte Filmmusik
aus verschiedenen Jahrzehnten wurden emotional für das Publikum von
den Dortmunder Philharmonikern (und gelegentlicher
Chor-Unterstützung) unter der engagierten Leitung von
Generalmusikdirektor Gabriel Feltz lebendig gemacht. Die Bandbreite
reichte vom großen Heldenpos bis zu berühmten Liebesgeschichten.

Moderiert wurde der
Abend humorvoll von Sebastian 23 (im letzten Konzert für junge Leute
noch mit seiner Lesebühne LMBN am Start). Er ließ es sich nicht
nehmen, auch einen kritisch-aktuellen Poetry-Slam-Beitrag um einen
„Besorgten Bürger“ zum Besten zu geben.

Das Musik-Programm
zeichnete sich durch Vielfältigkeit und seine Genre-Breite aus. Mal
dramatisch temperamentvoll, öfter auch pathetisch, dann wieder
sensibel melancholisch und intensiv in den leisen Tönen. Die
Philharmoniker konnte mit ihrem Dirigenten zusammen ihr Können und
gutes Zusammenspiel unter Beweis stellen.

Die Dortmunder Philharmoniker spielen Filmmusik aus berühmten Filmen von "Das Boot" bis zu "La La Land". (Foto: © Anneliese Schürer)
Die Dortmunder Philharmoniker spielen Filmmusik aus berühmten Filmen von „Das Boot“ bis zu „La La Land“. (Foto: © Anneliese Schürer)

Das breite Spektrum
reichte von Filmmusik aus „Das Boot“ (Klaus Doldinger) ,
„Gladiator“ (Hans Zimmer), den „Walkürenritt“ (Richard
Wagner) aus „Apocalypse Now“, „Der Soldat James Ryan“ (John
Williams), Maurice Ravels Klavierkonzert G-Dur, (Adagio assai aus
„Biutiful“), bewegend von Tatjana Prushinskaya am Piano
interpretiert, natürlich „Krieg und Frieden“ (Nino Roto) „Vom
Winde verweht“ ( Max Steiner) bis zu „The Monuments Men –
Opening Titles“ (Alexandre Desplat) sowie als friedlicher Abschluss
und Liebe zum Finale hin „La La Land (Concert Suite)“ von Justin
Hurwitz.

Für das begeisterte
Publikum gab es selbstverständlich mit der „Star Wars“-Titelmusik
danach noch eine starke Zugabe.




Die „Nur nichts Neues“! – Ausstellung im Kunstbonbon

Unter dem Motto „Nur
nichts Neues!“ zeigt Karin Schmidt in ihrer kleinen aber feinen
Galerie Kunstbonbon in der Chemnitzer Straße 11 ihre alljährliche
„Krempelkunst“.

Eigentlich wollte
sie ja dieses Mal überwiegend ungewöhnliche großformatige Bilder
zeigen. Der Hitzewelle im Sommer geschuldet malte sie aber lieber in
ihrem Atelier auf 10 x 10 kleinen Leinwänden, Frühstücksbrettchen
und Mini-Zetteln. Später sind dann noch einige Bilder und Collagen
dazu gekommen.

An den Wänden
werden wieder etliche witzig-hintersinnige „Morgenseiten“ sowie
einige Materialcollagen an den Wänden hängen.

Es finden aber auch
neuere Krempel-Objekte den Weg in die Regale. Getreu dem Motto der
Ausstellung ist außer den Skizzenbüchern nichts neu gekauft. Es
wurde gebraucht geschenkt, interessante „Kunststücke“ gefunden
oder existierten seit Jahren im Fundus und fügten sich in das
Gesamtkonzept ein.

Darunter Schätze
wie eine wieder entdeckte Tüte mit künstlichen Blättern, eine
uralte Holzschindel (von einem alten brandenburgischen Hof),
getrocknete Blätter einer Palme, ein vor langer Zeit mal erworbener
Mikrofaser-Putzmops, sogar ein geschenktes Riesengebiss und noch
vieles mehr.

Die Galeristin Karin Schmidt zeigt eigene Arbeiten in ihrem Kunstbonbon.
Die Galeristin Karin Schmidt zeigt eigene Arbeiten in ihrem Kunstbonbon.

Hier wird versucht,
sich mit den Auswirkungen der täglichen (negativen) Nachrichten aus
den Medien, die Beobachtungen der Umwelt und der darin lebenden
Menschen künstlerisch auseinander zu setzen und in eine vereinfachte
Bildsprache umzusetzen.

Nicht zuletzt die
Eindrücke, durch das Internet auf die Menschen einprallen,
verstärken oft ein Gefühl des Unverständnisse, Überforderung und
Unwohlsein.

Da kann es schon
hilfreich sein, möglichst den Humor nicht zu verlieren.

Die Vernissage
findet am Samstag, den 20.10.2018 um 15:00 Uhr im Kunstbonbon statt.

Die Ausstellung
dauert bis zum 13.11.2018 und ist zu folgenden Öffnungszeiten zu
sehen:

di 13-18, fr 15-20,
sa 12-15 Uhr

Der Eintritt ist wie
immer frei.




28. Internationale Ballettgala im Opernhaus Dortmund

In diesem Jahr
feierte die Internationale Ballettgala im Opernhaus Dortmund am
13./14. Oktober 2018 schon seinen 28.Geburtstag. Jedes Jahr folgen
nationale und internationale Stars der Ballett-Szene gerne dem Ruf
von Ballett-Direktor Xin Peng Wang (künstlerische Gesamtleitung) in
unsere Stadt mit seinem treuen und enthusiastischem Publikum. Ars
tremonia war am 14.10.2018 mit dabei. Moderiert wurde der lange
Gala-Abend wie gewohnt souverän und humorvoll von Kammersänger
Hannes Brock.

Das NRW
Juniorballett konnte schon zu Beginn ihr großes Können und
Potenzial mit ihrer Interpretation von Tschaikowskys „Schwanensee“
(Choreografie: Xin Peng Wang) und nach der Pause mit der Uraufführung
von „Pax de X“ (Choreografie: Raimondo Rebeck) zeigen.

Es gab aber noch
drei weitere Uraufführungen zu bewundern.

Beeindruckend waren
da „Under the Tide“ (Choreografie: Kristian Lever“) sensibel
und mit den Mitteln des modernen zeitgenössischen Balletts umgesetzt
von Natalia Matsak, Matthew Golding (Ukrainisches Nationalballett
Kiew / English National Ballet). Nach der Pause begeisterten sie auch
in Tschaikowskys „Schwarzer Schwan“ (Choreografie: Marius Petipa)
und zeigten, was sie auch technisch im klassischen Ballett drauf
haben.

Mit MESH
(Choreografie: George Williamson) als dritte Uraufführung
überzeugten auch Ksenia Ovsyanick und Denis Vieira vom Staatsballett
Berlin.

Die Liebe in
verschiedenen Variationen war ein Thema des Abends. Viele Traumpaare
wie Alina Cojocaru und Johan Kobborg, die schon genannten Natalia
Matsak und Matthew Golding sowie Ksenia Ovsyanick, Misa Kuranaga und
der kubanische Ballett-Sunnyboy Osiel Gounea oder Yulia Stepanova und
Denis Rodkin verzauberten das Publikum mit ihrer vitalen Eleganz und
technischem Können.

Ksenia Ovsyanick (Staatsballett Berlin) war bei den beiden Stücken "Diamonds" und "MESH" zu sehen. beide Male mit ihrem Tanzpartner Denis Vieira. Foto: ©Amber Hunt
Ksenia Ovsyanick (Staatsballett Berlin) war bei den beiden Stücken „Diamonds“ und „MESH“ zu sehen. beide Male mit ihrem Tanzpartner Denis Vieira. Foto: ©Amber Hunt

Klassisches Ballett
hatte zu ungefähr 50 % seinen gebührenden Raum: Darunter
Tschaikoskys „Schwanensee“ (Choreografie: Xin Peng Wang) der
„Sterbende Schwan“ (Choreografie Michel Fokine) mit einer
bewegenden Interpretation von Yulia Stepanova (Bolshoi Ballett
Moskau) und „Giselle“ (Choreografie: Elena Tschernischova) mit
Maria Yakovleva, Denys , Cherevychko vom Wiener Staatsballett sowie
„Romeo und Julia“ (Choreografie: John Cranko) mit Misa Kuranaga
und Osiel Gouneo.

Interessant war die
moderne Umsetzung von „Carmen“ (Choreografie: Alberto Alonso) mit
Yulia Stepanova, Denis Rodkin (Bolshoi Ballett Moskau).

Zwei Leckerbissen
gab es noch zum Schluss. „No Man‘s Land“ (Choreografie: Liam
Scarlett) wurde nicht nur einfühlsam von Alina Cojocaru und Johan
Kobborg tänzerisch dargestellt, sondern mit der Musik von Franz
Liszt sogar live am Flügel von Tatiana Prushinskaya begleitet.

Als kleinen Einblick
in Xin Peng Wangs neues großes Projekt „Inferno“ – aus Dantes:
Die Göttliche Komödie (Premiere am 03.11.2018) zeigte das Ballett
Dortmund und das NRW Juniorballett die „Geometrie der Hölle“ als
Uraufführung.

Ein fantastische und
wahrhaft „infernale“ Kostprobe.




Unterschiedliche Perspektiven auf Europa im Dortmunder Schauspiel

In der Uraufführung
von „Ich, Europa“ am 13.10.2018 im Schauspielhaus Dortmund unter
der Regie von Marcus Lobbes warfen elf SchauspielerInnen des hiesigen
Ensembles mit Texten von elf Autorinnen und Autoren aus der
arabischsprachigen Welt, Nord-Afrika und dem (alt-osmanischen) Balkan
einen multiperspektivischen Blick von außen auf Europa. Eine
ambivalente Geschichte mit exportierter Kultur, Gewalt (Waffen) und
Nationalismus einerseits, und befruchtender Koexistenz zwischen
Orient und Okzident andererseits.

Ausgangspunkt war
ein Aufruf, der Figur „Europa“ aus der perspektivischen
Außensicht dieser Autoren einen Raum zu geben. Nur ein Text stammt
von dem Dramaturgen (Assistent) Matthias Seier.

Die
SchauspielerInnen vom Dortmunder Ensemble haben vom Regisseur viele
Freiheiten bekommen und die originalen Texte gekürzt und sich mit
ihnen ganz individuell auseinander gesetzt.

Man hatte als
Publikum öfter das Gefühl, die Texte wären extra für die
jeweiligen Schauspielerinnen geschrieben worden. Alle drückten in
ihrer 7 bis 12 minütigen Darstellung eindrucksvoll ihre ganz
persönliche Vorstellung und Interpretation der jeweiligen
Textvorlage aus und ließen sie lebendig werden.

Die Bühne war mit
beweglichen Wänden, die gleichzeitig als Projektionsfläche für die
unterschiedlichsten Hintergründe passend zu den Texten diente,
meditativen Klangschalen und wenigen anderen Requisiten eher dezent
ausgestattet. Die Videoprojektionen von Mario Simon und die
klangliche Begleitung durch den musikalischen Leiter Tommy Finke
sorgten für den starken atmosphärischen Backround.

Am Anfang stand der
mythologische Hintergrund. Nach ihr war Europa eine phönizische
Königstochter, die von Gott Zeus in Form eines Stieres nach Kreta
entführt wurde Auf der Suche nach ihr gründete einer ihrer Brüder
(Kadmos) das sagenumwobene Theben als den Beginn Europas.

Der Stier wird als
großes Stoff-Exemplar bei der Darstellung der erstem Textvorlage von
Nermina Kukic (aus Montenegro/ lebt in Düsseldorf) unter dem Titel
„Europa Hipohondrija“ in schwerer Arbeit von Schauspielerin
Friederike Tiefenbacher auf die Bühne gebracht. Sie stellt wunderbar
Europa als etwas schlecht gealterte, etwas selbst mitleidige trunkene
Figur dar.

Im weiteren Verlauf
werden die verschiedenen Aspekte und Fragen der über 1400 Jahre
währenden Liebes und Leidensgeschichte zwischen Morgenland und
Abendland und Europa angesprochen.

Dabei werden unter
anderem die bis in die Gegenwart dauernden Waffenlieferungen an die
Türkei, mit denen die kurdische Bevölkerung mit Waffen (aus den
ehemaligen NVA-Beständen der Ex-DDR) ermordet wurden und vieles
mehr. Mal wütend laut oder auch fast poetisch eindringlich wurden
aber auch Wünsche und Hoffnungen zu Europa dargestellt.

Darunter fällt etwa
der eindrucksvolle Appell für mehr Empathie und Solidarität in
Okzident und Orient, die der Text von Yasmina Khadra aus Kénadsa
in Algerien (lebt in Aix-en-Provence).

Symbolhaft
bringt Alexandra Sinelnikova den Text als eine Art „Kleiner Prinz“
vor der roten Rose dar.

Ekkehard Freye als Euopa in dem Stück "Ich, Europa". (Foto: © Birgit Hupfeld)
Ekkehard Freye als Euopa in dem Stück „Ich, Europa“. (Foto: © Birgit Hupfeld)

Ein
großes Kompliment an dieser Stelle
an die Kostümbildnerin
Pia Maria Mackert, die nicht nur hier wunderschöne und
phantasievolle Kostüme für die Aufführung entwickelt hat.

Der
Text „Die Friedensbraut“ von von Muzaffer Ötztürk (Banaz /
Izmir) gibt die wahre Geschichte der italienischen Aktionskünstlerin
Pippa Bacca wieder, die von Italien aus als Friedensbraut durch
Europa reiste und so für ein friedliche miteinander warb. Lebendig
wurde die Geschichte von Bettina Lieder auf die Bühne gebracht Mit
ihrer guten Stimme sang sie auch noch live einen Song.

Dem
anwesenden Autor scheint es auch gefallen zu haben.

Stark
angesprochen wurden auch aktuelle Krisen und Probleme wie etwa die
Not der Flüchtlinge, die nach Europa drängen.

Ekkehard
Freye mußte sich im verschlissenen Kleid bei der Umsetzung des
Textes
„Ich bin Europa“ von Iman Humaydan (Ain Aaoub / Paris) tapfer als
ängstliche Figur Europa den stürmischen Ansturm der vor Not und
Krieg flüchtenden entgegenstellen, und trotz allem ihren Idealen
folgen. Es wurde eine große Bandbreite an Fragen in einer
eindrucksvollen und nachdenklich machenden Aufführung aufgeworfen.
Was sind die eigentlichen Grenzen
von Europa? Wo fängt es
an und hört es eigentlich auf? Wie wollen wir es friedlicher
gestalten und welche Werte sollen es bestimmen? Welche
Verantwortung hat Europa?

Ab
der zweite Aufführung am 27.10.2018 um 19:30 Uhr werden die
arabischen Übertitel fertig gestellt sein!

Informationen
zu den weiteren Aufführungsterminen erhalten Sie wie immer unter
www.theaterdo.de und Tel.:
0231/ 50 27 222.




Theaterstück um soziale Gerechtigkeit und Haltung

Im Studio des
Dortmunder Schauspiels hatte am 12.10.2018 „Everything belongs to
the Future“ von der feministischen Autorin und Journalistin Laurie
Penny unter der Regie von Laura N. Junghanns seine Premiere. Vier
Schauspiel-Studierenden der Kunstuniversität aus Graz stellten sich
mit diesem Stück im Rahmen ihres einjährigen Aufenthalts in
Dortmund als erste Gruppe des neu am Schauspiel Dortmund beheimateten
Schauspielstudio als Teil des Ensembles vor.

Die jungen
Studierenden hatten sich mit Laurie Pennys bissig-wütend und
nachdenklicher Novelle einen aktuell brisanten und schweren Stoff
vorgenommen. Das Stück ist in einer dystopischen Gesellschaft der
Zukunft im Jahr 2098 in Großbritannien (Oxford) angesiedelt.

Zeit ist zum
Luxusgut geworden, das sich eine Elite von Reichen und
Hochqualifizierten dank der blauen Pille „The Fix“ leisten
können. Vor Jahren unter anderem von dem Wissenschaftler Dave
entwickelt, einem inzwischen achtundneunzig jährigen im Körper
eines fünfundzwanzig jährigen Mannes. Nur 1% können sich den Luxus
leisten, während der Rest in immer prekärer werdenden
Lebensverhältnissen vor sich hin vegetieren und unablässig altern.
Eine Gruppe, die gemeinsam in einer heruntergekommenen
Wohngemeinschaft leben, versuchen sich entgegen zu stellen und planen
die Revolte. Zunächst mit Hilfe von Dave, der ein Generikum von „The
Fix“ für alle Menschen entwickeln will. Die Situation spitzt sich
zu, und die verschiedenen Personen müssen sich entscheiden und
Haltung zeigen. Wem kann man trauen?…

Die zwei Welten
wurden in der Inszenierung sichtbar getrennt. Die Umgebung im
Vordergrund im Gefängnis oder der Wohngemeinschaft wurde eher
schäbig und düster mit entsprechendem Mobiliar dargestellt. Im
Hintergrund war eine Fläche mit drei Räumen zu sehen. Durch
Glasfenster war es dem Publikum erlaubt, in die Welt der Eliten
(Universität Oxford, Apotheke Pharmazeuten)) u hinein zu blicken. Im
Mittelbereich war durch eine Art Guckloch -symbolhaft – eine größere
armlose Büste von Aphrodite (Göttin der Schönheit), um die herum
die blauen „The Fix“-Pillen kreisend projiziert wurden.

Auf die Künstler
und Bediensteten, die bei der jährlichen Immatrikulations-Feier für
die neuen Studenten dabei sind, wird von den Herrschenden herab
gesehen. Sie sind für sie nur schmückendes Beiwerk. Parker, einer
der Professoren und Pharmazeut, spricht hochmütig zu der kommenden
Elite. Kevin Wilke füllt die Rolle des Macht bewussten und
arroganten Parker stark aus.

Die Geschichte wird
in Rückblicken erzählt. Die junge Nina, enthusiastisch gespielt von
Bérénice
Brause, erzählt am Anfang ihre Geschichte in Gefangenschaft. Sie ist
diejenige aus der Widerstandsgruppe, die ihre „Ideale“ bis zum
Ende am konsequentesten verteidigt. Aus
Solidarität mit der
armen Bevölkerung nimmt
sie bis zum Schluss die
„Wunderpille“ nicht.
Soziale Gerechtigkeit und
gleiche Chancen für alle sind der Maßstab. In
einem Spiegel hinter ihr kann das Publikum ihren Alterungsprozess,
auch bitter enttäuscht von den „Verrätern“, an einer Projektion
verfolgen.

Noch denkt Nina (Bérénice Brause), dass Alex (Mario Lopatta) und Dave (Frieder Langenberger) gemeinsame Sache mit ihr machen. (Foto: © Birgit Hupfeld)
Noch denkt Nina (Bérénice Brause), dass Alex (Mario Lopatta) und Dave (Frieder Langenberger) gemeinsame Sache mit ihr machen. (Foto: © Birgit Hupfeld)

Ihr
Freund
Alex, gespielt von Mario Lopatta, steht etwas unsicher
zwischen den Welten. Eigentlich
auf der Seite des Widerstand, ist er aber auch frustriert durch den
jahrelangen erfolglosen Kampf und eher pessimistisch. Das private
Glück mit Nina ist ihm zunächst einmal am Wichtigsten. Um
es nicht zu gefährden, lässt er sich mit schlechtem Gewissen von
der Gegenseite bestechen. Die
innere Zerrissenheit wird von dem jungen Schauspieler glaubhaft auf
die Bühne gebracht.

Als
Entwickler von „The Fix“ hat Dave, sensibel gespielt von Frieder
Langenberger, in mehrfacher Hinsicht ein schlechtes Gewissen und
will seiner Verantwortung für die Menschen gerecht werden.

Besonders
schmerzt ihn, dass der an der Entwicklung beteiligte Freund und
Kollege, von den Herrschenden vernichtet und totgeschwiegen wurde.

Die
experimentelle elektronische Musik von der Künstlerin Sonae fügte
sich wunderbar in das geschehen ein.

Gerechtigkeit,
die Rolle des Alterns in der Gesellschaft oder die Aufgabe von Kunst
und Kultur sind Angesprochene Themen in der Aufführung.

Die
Inszenierung verzichtet
auf einseitige Zuweisungen von „gut und böse“. Die Charaktere
werden in ihren Konflikten und in ihrer Zerrissenheit und in den
gesellschaftlichen Rollen gezeigt. . Es bleibt ( nicht nur) der
Jugend überlassen, sich sozialen
Ungerechtigkeiten entgegen zu stellen und sie trotz aller negativen
Erfahrungen und Schwierigkeiten nicht nur hilflos zu akzeptieren.

Informationen
zu weiteren Aufführungsterminen
erhalten Sie wie immer unter www.theaterdo.de

oder
Tel.: 0231/ 50 27 222.




Theater im Depot zeigt „Coraline – Sei vorsichtig was du dir wünscht“

Es ist wieder soweit. Im Dortmunder Theater im Depot (Immermannstraße 29) stellt das Junge Ensemble Kulturbrigaden unter der professionellen Anleitung und Regie von Rada Radojcica als neue Premiere ihr Stück „Coraline – Sei vorsichtig, was du dir wünscht“ (nach dem bekannten Animationsfilm von Henry Selick) vor.

Die Aufführungen
der Kulturbrigaden zeichnen sich vor allem durch ihre phantasievollen
Kostüme und Masken und einer besonderen Dynamik aus Spiel, Akrobatik
und atmosphärischer Musik aus.

Zum Stück:

Die kleine Coraline
entdeckt hinter einer Geheimtür in dem neuen Haus ihrer Familie eine
besondere, spektakuläre und etwas gruselige Parallelwelt. In dieser
fiktiven Welt wartet eine schönere Version ihres eigenen Lebens auf
sie. Alles ist hier größer, witziger und leckerer. Problematisch
wird es, als ihre Parallelwelt-Mutter versucht, sie gewaltsam für
immer in ihrem fiktiven Zuhause zu halten. Mutig muss Coraline darum
kämpfen, sich und ihre wahren Eltern zu retten. Gut, das ihr dabei
die Nachbarn und sogar eine sprechende schwarze Katze helfen…

Es ist nicht alles Gold was glänzt - das muss auch Coraline erkennen. (Foto: © Rada Radojcic)
Es ist nicht alles Gold was glänzt – das muss auch Coraline erkennen. (Foto: © Rada Radojcic)

Eine spannende
Geschichte zwischen der heimeliger Normalität im realen leben und
den Nscheinbaren Verlockungen in einer Parallelwelt für große und
kleine Leute ab 8 Jahren.

Premiere des
Stücks ist am Samstag, den 13.10.2018 um 18:00 Uhr im Theater im
Depot.

Eintritt
Premiere
: VVK 15 € / 8 € erm.

Abendkasse: 17 € /
10 € erm.

Weitere
Informationen und Aufführungstermine erhalten Sie unter Tel: 0231/
98 21 20

oder
www.depotdortmund.de

Vorverkauf für die
Karten gibt es auch an den in der Stadt bekannten Ticket-Shops.




Studio-Stück mit sozialer Sprengkraft und Aktualität

Am Freitag, den
12.10.2018 gibt es um 20:00 Uhr im Studio des Dortmunder Schauspiels
mit „Everything belongs to the Future“ von Laurie Penny (in einer
Fassung von Laura N. Junghanns und in der deutschen Übersetzung von
Anne-Kathrin Schulz) in mehrfacher Hinsicht eine Premiere.

Erleben kann das
Publikum nicht nur eine Uraufführung, sondern auch vier
Schauspiel-Studierende aus Graz (Österreich), die für ein Jahr Teil
des Dortmunder Ensembles sind. Zu sehen und hören sind die
Jung-Schauspieler Berenice Brause, Frieder Langenberger, Mario
Lopatta und Kevin Wilke.

Sie stellen sich im
Rahmen des neu am Schauspiel Dortmund beheimatete Schauspielstudio
unter der Regie von Laura N. Junghanns mit diesem Stück auf der
Basis der Novelle von der britischen Autorin und derzeit wichtigste
feministischen Bloggerin Laurie Penny vor. Bezeichnet für sie sind
vor allem ihre gesellschaftskritischen Werke voll Wut. Ihre 1.
Novelle (2011) „Everything Belongs to the Future“ ist ein
dystopisch-fiktionaler, in der Zukunft in Oxford (2098) spielender
Stoff.

Worum geht es?

In Oxford
(Großbritannien) des Jahres 2098 sorgt seit einiger Zeit eine
besondere Erfindung des Wissenschaftlers Dave für Furore. Es geht um
die blaue Super-Pille „The Fix“. Sie verspricht (da sehr teuer)
den Reichen sozusagen „ewige Jugend“. Das Medikament hält den
Alterungsprozess ab seiner täglicher Einnahme auf und verspricht den
super-reichen 1% der Bevölkerung, eine nicht enden wollende Party
und unbegrenzte Möglichkeiten. Die Übrigen vegetieren in immer
prekärer werdenden Verhältnissen vor sich hin – und altern
dagegen unaufhörlich weiter. Eine Gruppe, die gemeinsam in einer
heruntergekommenen Wohngemeinschaft lebt, plant die Revolte. Wem ist
aber in dieser Welt noch zu trauen?…

Die vier
Schauspieler repräsentieren verschiedene Charaktere. Der
Wissenschaftler, der Pharmazeut aus der reichen 1%-Welt und die
beiden andern aus der Welt der restlichen 99 %. Mögliche
Verlockungen und Seitenwechsel sind nicht ganz ausgeschlossen.

Dystopisches Theater in "Everything belongs to the future" von Laurie Penny. Mit NachwuchsschauspielerInnen aus Österreich. Zu sehen sind (v.l.n.r.) Mario Lopatta, Berenice Brause und Frieder Langenberger. (Foto: © Birgit Hupfeld)
Dystopisches Theater in „Everything belongs to the future“ von Laurie Penny. Mit NachwuchsschauspielerInnen aus Österreich. Zu sehen sind (v.l.n.r.) Mario Lopatta, Berenice Brause und Frieder Langenberger. (Foto: © Birgit Hupfeld)

Ohne schwarz-weiß
Zuweisungen steckt viel Zündstoff in dem Stück und und drängt zu
einer persönlichen Haltung. Obwohl fiktional in die Zukunft
projiziert, steckt einiges in dem Stoff, dass es uns auch in der
Gegenwart schon als vorstellbar erscheinen lässt, so Anne-Kathrin
Schulz.

Die Inszenierung
ist, wie die Regisseurin verriet, durchaus filmisch (entsprechend der
modernen Sehgewohnheiten wie etwa Netflix) angelegt.

Eine schwierige
Herausforderung war es, fünf verschiedenen Orte (darunter eine
Apotheke, Wohnung der Gemeinschaft, Universität Oxford ) und zwei
verschiedene Zeitebenen zu einem sinnvollen und für das Publikum
verständlichem Ganzen zusammen zu bringen. Die Zeitebenen wechseln
von der Gegenwart des Stückes (2098) in Rückblicken zu Ereignissen
in der Vergangenheit.

Atmosphärisch
begleitet wird die Aufführung von der Künstlerin Sonae mit
experimenteller elektronischer Musik der modernen Pop-Kultur.

Behandelt werden
Fragen nach dem Umgang mit dem Alter, der Kunst in diesem speziellen
Kontext sowie natürlich das Thema sozialer Gerechtigkeit.

Für die Premiere am
12.10.2018 um 20:00 Uhr im Studio des Dortmunder Schauspiels gibt es
noch Rest-Karten. Informationen zu weiteren Aufführungsterminen und
karten gibt es wie immer unter tel: 50 27 222 oder unter
www.theaterdo.de




Ich, Europa – Einladung zum Perspektivwechsel im Schauspiel Dortmund

Zur Zeit macht sich
bei uns und vielen benachbarten Ländern eine gewisse
„Europa-Müdigkeit“ und kritische Einstellung breit. Zeit, sich
einmal mit der Thematik auseinander zu setzen. Mit einer eher
unvertrauten Perspektive von außen und Texten von elf Autorinnen und
Autoren aus neun Ländern (darunter die Türkei, Kurdistan, Iran,
Libanon, Syrien, Afghanistan, Algerien, und Bosnien) soll nun im
Schauspiel Dortmund der fiktive Figur Europa Gehör zu verschafft
werden.

Was verbindet uns,
was trennt uns? Was sind die bedeutenden Wert für Europa?

In der griechischen
Mythologie ist Europa schließlich ist die Tochter des phönizischen
Königs Agenor, die von Zeus in der Gestalt eines Stiers nach Kreta
entführt wurde.

Der Regisseur Marcus
Lobbes führt mit der Uraufführung des Stücks „Ich, Europa“ am
Samstag, den 13.10.2018 um 19:30 Uhr im Schauspielhaus die
Monolog-Splitter von elf Texten aus den verschiedenen Ländern zu
einem bildgewaltigen besonderen Panorama zusammen.

Dort kommt die Figur
Europa selbst, vermittelt durch elf Schauspieler*innen (fast das
ganze Schauspiel-Ensemble) in Monologen von 7 bis 10 Minuten zu
Wort.

Keine Angst, es wird
keine trockene, sondern lebendige und vielseitige Darstellung geben.

Nahost und Europa,
Morgenland und Abendland, sie verbindet eine lange Geschichte und
ambivalente Beziehung aus Nähe und Distanz, die sowohl von
fruchtbarer Koexistenz wie konfliktreichem Streit geprägt ist.

Das Panorama der
Aufführung umfasst zum einen die schon über 1400 Jahre dauernde
Liebes- und Leidensgeschichte zwischen dem Morgenland und Abendland,
aber auch die Krisen und Fragen der Gegenwart werden scharf unter die
Lupe genommen.

Verschiedene Geschichten über Europa aus verschiedenen Blickwinkeln. (im Bild: Alexandra Sinelnikova und im Hintergrund Uwe Schmieder). Foto: © Birgit Hupfeld
Verschiedene Geschichten über Europa aus verschiedenen Blickwinkeln. (im Bild: Alexandra Sinelnikova und im Hintergrund Uwe Schmieder). Foto: © Birgit Hupfeld

Die Texte stammen
von unterschiedlichen Menschen wie Schriftsteller, Regisseure,
Journalisten und anderen mit einer zumeist gebrochenen Biographie
(zum Beispiel Gefängnishaft).

Einer davon wurde zu
einem großen Teil von Matthias Seier, dem Dramaturgieassistenten des
Hauses entwickelt.

Ein radikal
subjektiver Theaterabend zwischen Leidenschaft und Zorn,, der durch
seine vielen unterschiedlichen Perspektiven seine eigene Spannung
erhält.

Es ist eine Spurensuchen nach einer gemeinsamen Geschichte und Werten, und gibt gleichzeitig einen Einblick in die lebendige Literaturszene des Balkans und der arabischen Welt.

Die zugesandten
Texte mussten von den Schauspielern für das Theater gekürzt und
bearbeitet werden.

Musikalisch
atmosphärisch begleitet wird die an die 90 Minuten dauernde
Aufführung wieder einmal von Tommy Finke (Musikalischer Leiter des
Schauspiels Dortmund).

Arabische Übertitel
sollen das Verständnis auch von hier lebenden geflüchteten Menschen
aus diesem Sprachbereich erleichtern.

Für Geflüchtete
bietet das Schauspiel Dortmund für alle Vorstellung des Stückes ein
Sonderfreikartenkontingent aus Sponsoring-Mitteln an. Bei Interesse
melden Sie sich bitte bei Lisa Bunse: lbunse@theaterdo.de

Gefördert von:
Auslandsgesellschaft e.V. und der Dr. Schlensker & team Gmbh.

Informationen und
Karten unter: 0231/ 50 27 222 oder www.theaterdo.de