Geierabend 2019 mit neuen Figuren und Ideen

Nach dem Motto„Zechen und Wunder“ bringt das Geierabend-Ensemble ab dem10.01.2019 auf der Zeche Zollern in Bövinghausen ihr neues Programmmit neuen Kräften, neuen Figuren und Ideen an den Start. Es istschon die 27. Session und der Trupp von 13 Kabarettisten, Comediansund Musikern werden vom 10.01.2019 bis 05.03.2019 sage und schreibe an37 Abenden auftreten.

Der letzte Pütt im
Pott hat dicht dicht gemacht, und nicht nur deswegen brechen neue
Zeiten an.

Auch bei dem
speziellen Ruhrgebiets-Karneval mit der geballten Ladung aus bissiger
Satire, schräger Comedy, Live-Musik und den besonderen schwarzen
Ruhrpott-Klamauk stehen Veränderungen an.

Das fängt in dieser
Session mit dem neuen Regie-Team mit Heinz-Peter Lengkeit und Till
Beckmann an, die neue Power einbringen wollen. Lengkeit kennt sich ja
in den Höhen und Tiefen des Ruhrgebiets gut aus. Der Bochumer wurde
als Darsteller von Shows wie „RuhrRevue“, Fußballfieber oder
aber dem Hape Kerkeling-Musical Musical „Kein Pardon“ bekannt.
Seit 2016 wirkt er bereits beim Geierabend an der Regie mit.

Beckmann, ein Kind
einer großen Theaterfamilie, ist vor allem von der Bühne bekannt.
Er hat ein besonderes Gespür für die Sprache und Mentalität des
Ruhrgebiets. Das hat er zum Beispiel mit einer Revue bei den
Ruhrfestspielen oder als Drehbuchautor zu Adolf Winkelmanns „Junges
Licht“ bewiesen.

Neu im Ensemble ist
der aus Hamm stammende Obel Obering, vielen sicherlich noch bekannt
von vergangenen Tagen als der Obel von „Till & Obel“ (1985
bis 2000 erfolgreiche Comedy-Programme). Das bedeutet eine ungeheure
„Ost-Erweiterung“ (Hamm), wie bei der Pressekonferenz schmunzelnd
erklärt wurde. Zu zwei Aufführung (27.01.2019 und 03.02.2019)
werden sogar Busse mit je 50 interessierten Zuschauern aus Hamm
erwartet.

Obel ist nicht nur
ein begnadeter Parodist, er wird auch mit Franziska Mense-Moritz ein
Duett als Reminiszenz an den französischen Chansonnier Charles
Aznavour singen.

Der Rest des
Ensembles ist aus den letzten Jahren (fast) erhalten geblieben.
Natürlich dürfen da der „Präsident“ (Roman Henri Marczewski)
und der „Steiger“ (Martin Kaysh) als Moderator mit bissigem Humor
nicht fehlen.

Wie wird sich das "neue" Ruhrgebiet entwickeln? Der Geierabend wird sich des Themas in gewohnt satirischer Weise annehmen. (Foto: © StandOut)
Wie wird sich das „neue“ Ruhrgebiet entwickeln? Der Geierabend wird sich des Themas in gewohnt satirischer Weise annehmen. (Foto: © StandOut)

Nach dem Rückzug
von Hans-Martin Eickmann als Bestandteil der „Zwei vonne
Südtribüne“ wird diese Nummer wegfallen. Aber keine Angst. Wie
Franziska Mense-Moritz erklärt, wurden zum Thema Fußball neue
Figuren und Sichtweisen entwickelt. Genaues wurde noch nicht
verraten. Das Publikum darf gespannt sein.

Das gilt auch für
die bei der Premiere am 10.01.2019 (18.30 Uhr Einlass, 19.30 Uhr
Beginn) für die Publikumswahl zum „Pannekopp“ des Jahres
vorgestellten Kandidaten.

Die altbewährte
„Band“ wird wieder für den guten musikalischen Hintergrund
sorgen.

Für das leibliche
Wohl sorgt wieder die Gastronomie Tante Amanda. Der Sponsor
Brinkhoff‘s liefert die passenden Getränke.

Übrigens:

Wer es nicht in die
Zeche schaffen sollte, kann die schönsten Nummern bei WDR5 nach
hören. Ab dem Karnevalswochenende gibt es zudem das komplette
Programm als Videostream im Comedy-Portal des WDR.




„Romeo und Julia“- Adaption als Musiktheater in Dortmund

Das Liebesdrama„Romeo und Julia“ von William Shakespeare ist hinlänglich bekannt. Nun wurde dieser Stoff als eine Adaption nach Dortmund und als Konflikt zwischen einer deutschen und türkischen Metzger-Familiein Form eines modernen Musiktheaters mit dem Titel „Romeo und Zeliha“ in der Jungen Oper Dortmund aufgeführt.

Die Komposition des
Musiktheaters ist von Fons Merkies und das Libretto von Maartje Duin.
(Deutsch von Barbara Buri). Die Uraufführung war 2011 an der Holland
Opera, die Premiere hier am 10.11.2018. Die Regie hat Justo Moret.

Zur Geschichte: Die
benachbarten Metzger-Familien, eine türkische und eine deutsche,
sind in einem erbitterten Streit um das beste Lammkotelett
eingetreten. Von ihren Vätern zu unfairer Spionage angestiftet,
verlieben sich Romeo und die türkischstämmige Zeliha ineinander. Im
Spannungsfeld zwischen Loyalität zur Familie und der Kraft ihrer
jungen Liebe, müssen sie schwere Entscheidungen treffen. Das
Schicksal zwischen Würsten und gewetzten Messern nimmt seinen
unheilvollen Verlauf…

Die Bühne wurde von
Emine Güner geschickt genutzt. Im hinteren Bereich hing „tierischer
Kadaver“ an einer Stange, im Raum wurde zwei größere und zwei
kleinere nach einer Seite offene und verschiebbare weiße Schränke
sinnvoll in das Gesamtgefüge der Handlung eingebaut.

So dienten die zwei
kleineren Schrankkästen etwa als Metzger-Auslage und die die
Größeren als Zimmern von Romeo und Zeliha. Zusammengelegt konnten
sie zum Schluss zusammen gestellt aber auch als Bare für die beiden
Liebenden dienen.

Rinnat Moriah als
Zeliha und Zachary Wilson als Romeo spielten und sangen ihren Part
mit viel Empathie. Der schwierige Sprech- und Parallelgesang wurde
von allen Beteiligten der Produktion souverän und mit Engagement
gemeistert.

Rinnat Moriah (Zeliha), Zachary Wilson (Romeo) ©Anke Sundermeier, Stage Picture
Rinnat Moriah (Zeliha), Zachary Wilson (Romeo)
©Anke Sundermeier, Stage Picture

Als doppelte
Herausforderung schlüpfte der von der Dortmunder Oper gut bekannte
Morgan Moody in die die Rolle des Vaters von Romeo und in die des
Bruders Mehmet. Ian Sidden (zuletzt als Doktor Grenvil in La
Traviata zu hören und sehen) wiederum in die von Zelihas Vater und
die des von Hass besessenen Cousins Murat.

Nicht nur die
gesanglichen Herausforderungen mussten sie bewältigen. Sie mussten
sich nicht nur äußerlich in die verschiedenen Personen verwandeln,
sondern sich auch in die unterschiedlichen Mentalitäten und Kultur
der verschiedenen Personen hinein versetzen.

Sidden spielte den
türkischen traditionellen Vater, der sentimental an seine Heimat
denkt und seine Tochter autoritär (aus seiner Sichtweise aus Liebe)
erzieht , sowie Zerihas Cousin Murat als einen von übersteigerten
„Ehrgefühl“ heraus handelnden jungen Mann und brodelnde Vulkan.

Das dieses Stück in
in unserer heutigen Zeit spielt, wird deutlich, wenn der Vater seiner
vermeintlich „frechen Tochter“ Zeliha mit „YouTube oder
Netflix“-Verbot droht.

Moody stellte den,
genau wie sein türkischer Metzger-Nachbarn, intriganten Unternehmer
dar, und den seine Schwester eigentlich liebenden Bruder, der aber
auch eine unheilvolle Rolle in dem Drama spielt. Moody und Sidden
bewiesen eine große Wandlungsfähigkeit und Einfühlungsvermögen.

Den
musikalisch-atmosphärischen Rahmen schafften Mitglieder der
Dortmunder Philharmoniker unter der Leitung von Satomi Nishi.

Jede Stimmung wurde
passend und oft mit orientalischen Klängen untermalt.

(Die zu hörende
Fassung ist ein Arrangement von Francesco Damiani).

Informationen über
Gelegenheiten, sich diese Aufführung zu erleben, gibt es noch
einige.

Näheres wie immer
unter www.theaterdo.de oder
telefonisch unter 0231/ 50 27 222.




Trash Up! Upcycling Festival zum Dritten im Depot Dortmund

Im Depot Dortmund
findet am 10.11.2018 (12 -18 Uhr) und dem 11.11.2018 (11 -18 Uhr)
schon zum dritten Mal das Trash Up! Upcycling Festival mit noch mehr
Workshops, kreative Mitmach-Aktionen sowie Filme im sweetSixteen
-Kino, Vorträge & Diskussionen sowie einer beeindruckenden
Ausstellung der elf unterschiedlichen Müllarten, die in jedem Jahr
pro Kopf in unserem Land so anfallen. Außerdem ist eine
Fotoausstellung zur Kalligraphie von Abfall von Mico Schmitt zu
sehen.

Die Dringlichkeit
des Problems der Vermüllung und die verheerenden Folgen für unsere
Umwelt und Gesundheit ist hinlänglich bekannt. Es geht darum, dass
Bewusstsein zu Schärfen und auf kleinere Verhaltensänderungen beim
Einkauf doch längerfristig Einfluss auf die Unternehmen nehmen.
Deren Angebote sind oft ja zwecks Gewinnmaximierung auf die
Bequemlichkeit der Kunden ausgerichtet gewesen.

Ein wichtiger
Kooperationspartner für das Festival sind wieder die Urbanisten und
die DEW21 sowie andere Unterstützer. Von den Urbanisten können die
BesucherInnen etwas über „Aquaponik – nachhaltige
Lebensmittelproduktion im urbanen Raum“ erfahren.

Ein Teil der
Ausstellungsfläche ist mit einladenden Sitzgelegenheiten
ausgestattet, die für wichtige Diskussionen zwischen den Besuchern
und Aktivisten sowie lokalen Start-Up Unternehmen in dem Bereich
Müllvermeidung oder Konzepten gegen Essensverschwendung dienen
können. Greenpeace (Ortsgruppe Dortmund) wird von 12:00 bis 18:00
Uhr Anregungen zu alternativen Geschenkverpackungen geben.

Hoffen auf viele Besucher und neue Ideen: (v.l.n.r.) Marion Edelhoff (Geschäftsführung Depot), Frank Haushalter (Projektleitung Trash up),  Paula Pongratz (Workshop), Thoman Zigan (Tanz auf den Ruinen) und  Florian Artmann (Urbanisten).
Hoffen auf viele Besucher und neue Ideen: (v.l.n.r.) Marion Edelhoff (Geschäftsführung Depot), Frank Haushalter (Projektleitung Trash up), Paula Pongratz (Workshop), Thoman Zigan (Tanz auf den Ruinen) und Florian Artmann (Urbanisten).

Das Festival willohne erhobenen Zeigefinger und auf spielerischer Weise und mit Spaß Anregungengeben, wie wir Müll vermeiden können. So wird zum Beispiel am amSamstag den 10.11.2018 von 13:00 – 17:30 Uhr von Paula Pongratz(München) Kindern und anderen Interessierten gezeigt, wie man etwaaus alten Materialien (Elektroschrott) „PostapokalyptischenSchmuck“ herstellen kann. Die Teilnehmer sollen ihrer Kreativitätfreien Lauf lassen.

Besonders spannend: Samstag 14:00 -15:30 Uhr zeigen Shia und Hanno Su (WASTELAND REBEL) Köln mit ihrem Vortrag Zero Waste – ein Leben ohne Müll? – Unser Müll lässt sich extrem reduzieren.

Auch musikalische Unterhaltung wird an den beiden Festivaltagen geboten. Am Samstag zwischen12:00 und 18:00 und Sonntag zwischen 11:00 und 18:00 Uhr gibt es Funk Soul Jazz Hip Hop (DJ DR. Štefan) & DJ Jupp Heimbreaks sowie am Nachmittag auch Micos Klavier in der Mülltonne (Live Musik).

Von Pongratz sollen, wie sie beim Pressebericht erklärte, nur bei Bedarf kleine Denkanstöße und Tipps gegeben werden. Sie verriet, dass sie sich selbst aus gefundenen Gegenständen auf der Straße etwas Individuelles als Schmuck hergestellt hat. Kaum zu glauben. Aber Schlüsselanhänger kann man auch aus alten Skateboards herstellen!

Für das leibliche Wohl werden Waffeln, vegane Kost und natürlichverschiedene Getränke verkauft.B

Das Tagesticket
kostet 5,00 € und 4,00 € ermäßigt (Schüler, Studenten,
Dortmund-Pass Inhaber)

Erstmals wird auch
ein gesamtes Festivalticket für 8,00 € und 6.00 € ermäßigt
angeboten.

Kinder bis 13 Jahren
und Begleitpersonen von Menschen mit Schwerbehindertenausweis haben
freien Eintritt.

*Bis auf den
Workshop „Futternäpfe für Hunde aus alten Paletten“
(Materialkostenbetrag in Höhe von 25,00 €) am Sonntag,
den11.11.2018 (11:00 – 17:30 Uhr) mit Stefanie Treiber (WDR) Köln
ist das gesamte Workshop-, Vortrags- und Filmangebot im
Eintrittspreis enthalten.

Anmeldung zu den
Angeboten ist nicht erforderlich, die Plätze aber limitiert.

Genaue und nähere
Infos gibt es unter www.trashup-dortmund.de
oder in dem Informationsblatt im Depot Dortmund.




Starke Farbwelten im Dortmunder Kunstbetrieb

Im Dortmunder
Kunstbetrieb zeigt die in Santiago de Chile geborene Künstlerin Ana
Maria Avilés
Toro vom 10.11.2018 bis zum 08.12.2018 unter
dem Titel „coloratura“ über
18 Bilder in verschiedenen Formaten. Sie lebt seit 2007 in
Deutschland und arbeitet schwerpunktmäßig im Bereich Malerei.

Nach eigenen Angaben
war sie von dem besonderen Reiz und eigenen Charme der
Industriekultur im Ruhrgebiet fasziniert. Faszinierend für die
Künstlerin sind verlassene Orte, die Geschichten verbergen.

Daneben befasst sich
die Künstlerin auch im Augenblick neben Tier-und Naturmotiven,
Interieurs und einer Reihe mit kleineren Porträts-Zeichnungen
(teilweise mit Kohlestift). Die ausgestellten Werke stammen aus den
Jahren 2014 bis 2018.

Ana Maria Avilés Toro zeigt ihre farbenfrohen werke in der Galerie "der Kunstbetrieb"
Ana Maria Avilés Toro zeigt ihre farbenfrohen werke in der Galerie „der Kunstbetrieb“

Avilés
Toro betrachtet ihre Motive mit einem ganz eigenen
„südamerikanischen“ Blick und mit Temperament und Lebensfreude.
Ausgangspunkt sind zunächst immer ihre verschiedenen Fotografien,
die sie von unterschiedlichen Objekten macht. Auf dessen Grundlage
komponiert sie individuell den Aufbau ihrer Malerei. Dabei nimmt
Avilés
Toro sich
die Freiheit, einzelne Details zu verändern und in ein (für sie)
stimmiges Gesamtbild zu schaffen.

Ist das Motiv mit
Graphit auf die Leinwand gebracht, beginnt ihre im Vordergrund
stehende Arbeit der leuchtenden Farbgebung vor allem in den Tönen
türkis , blau, Erdfarben oder gelb.

Die Farben sind rein
und werden zum Leuchten gebracht. Gasleitungen, Kokereien,
Zimmernischen und Hinterhöfe, Häuserfassaden oder Zimmernischen
werden nicht in ihrem schmutzigen Grau gezeigt. Das lebendige Leben
scheint in den Bildern zu vibrieren, und die vergangene
Industriekultur wird lebendig, vital und energiegeladen dargestellt.

Die Künstlerin hat
einen liebevollen und wachen Blick für Strukturen der Industrie.

Das ehemalige
Westfalenstadion (heute „Signal Iduna Park“) in unserer Stadt
scheint es ihr ebenfalls angetan zu haben und diente als Motiv. Das
sie viel in der Welt herum gekommen ist, zeigen ihre Bilder von
Außentreppen in New York, dem Pazifik, einer alten Salpeterfabrik in
Chile oder einem speziellen Botanischen Garten mit frei fliegenden
Schmetterlingen in Amsterdam.

Ruhige Interieurs
werden zu fröhlichen und temperamentvollen Räumlichkeiten, deren
Farben miteinander harmonieren. Es ist eine ganz individuelle
Betrachtungsweise einer Frau aus Südamerika auf unsere hiesige
Kultur mit leuchtender Farbgebung.

Die Eröffnung der Ausstellung findet am Samstag, den 10.11.2018 um 18:00 Uhr im Dortmunder Kunstbetrieb in der Gneisenaustraße 30 statt.

http://www.derkunstbetrieb.de




Virtuoses Streichquartett im Orchesterzentrum

Im Mittelpunkt des 1. Kammerkonzerts (Dortmunder Philharmoniker) im Orchesterzentrum NRW in Dortmund standen am Montag, den 05.11.2018 unter dem Titel„Vorbild und Fortschritt“ die Streicher. Dass mit dem Mannheimer Streichquartett kurzfristig eine andere Formation das Programm gestalten musste, tat der Qualität keinen Abbruch.

Mit dabei war die als erste Konzertmeisterin der Dortmunder Philharmoniker (seit 2011)bestens bekannte Shinkyung Kim an der Violine. Ihr zur Seite stand der Violinist Daniel Beil (u.a. 1. Konzertmeister der Essener Philharmoniker). Sebastian Bürger (u.a. seit 2003 auch 1.Solobratscher der Essener Philharmoniker) spielte an der Viola. Das Quartett komplettierte Armin Fromm (u.a. Solo-Cellist der Essener Philharmoniker) am Violoncello.

Als erstes auf dem Programm stand das Streichquartett C-Dur Hob. III:77(„Kaiserquartett“) von Joseph Haydn (1732 – 1809). Es ist nicht nur das bekannteste Streichquartett von Haydn, sondern wurde von ihm als musikalisches Statement für einen Frieden für Österreich. Ein Spätwerk (1796) in unruhigen Zeiten vor dem Hintergrund der Französischen Revolution.

Bekannt ist es vor allem wegen seine eindrucksvollen Variationen über die Kaiserhymne„Gott erhalte Franz den Kaiser“. Diese diente dann später als Vorlage für die Nationalhymne der Bundesrepublik Deutschland. Ein feierlich majestätisches Werk, gespickt mit einigen überraschenden Effekten.

Haydn, Bartók und Mendelssohn Bartholdy standen auf dem Programm des Mannheimer Streichquartetts (v.l.n.r.) Sebastian Bürger (Violine), Shinkyung Kim (Violine), Armin Fromm (Violoncello) und Daniel Bell (Violine). (Foto: © MSQ privat)
Streichquartetts (v.l.n.r.) Sebastian Bürger (Violine), Shinkyung Kim (Violine), Armin Fromm (Violoncello) und Daniel Bell (Violine). (Foto: © MSQ privat)

Eine ganz besondere Herausforderung stellte das 4. Streichquartett Sz 91 von Béla Bartók(1881 – 1945). Als ein klassisches Vorbild diente dem Komponist nach eigenen Angaben Mozart mit seinen in „wunderbarer Weise kontrapunktische und homophone Ideen“.

Bartók hat ein fortschrittliches vielschichtiges Werk geschaffen, das von gesteigerter Dramatik, Klagemelodien und sehr komplexe Harmonien um einen langsameren Satz entwickelt wurde. Dissonanzen und interessante Zupftechniken ergeben eine spannende und ungewöhnliche Mischung.

Nach der Pause folgte das Streichquartett Es-Dur op. 44 Nr. 3 von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809 – 1847), einem Geburtstagsgeschenk für seinen Bruder Paul.

Der erste Satz (Allegro vivace) zeugt von einer gewissen Begeisterung für seinen Komponisten-Kollegen Beethoven.. der zweite Satz ist dagegen wieder ein typisches rastloses und rasantes Mendelssohn-Scherzo. Der dritte Satz (Adagio) ist ruhiger und entrückt in „himmlischer Schönheit“ gestaltet.

Der vierte Satz (Molto allegro con fuoco) führte zum furiosem spielfreudigem Finale hin.

Für das begeisterte Publikum gab es noch mit eine Zugabe aus dem „Kaiserquartett“ von Haydn.




LesArt.Festival – Traumzeit und mehr mit Heide Keller

Im Rahmen des
LesArt.Literaturfestivals Dortmund 2018 gewährt die Schauspielerin
Heide Keller, die viele Jahre als Chefhostess Beatricein und gute
Seele in der Serie „Traumschiff“ zu sehen war, am 02.11.2018 im
Domicil mit ihrem Buch „Traumzeit und andere Tage“ Einblicke in
ihr bewegtes Leben.

Moderiert wurde die
Lesung von Rundfunkmoderator Matthias Bongard, der mit einigen Fragen
aus seiner (männlicher) Sicht schon mal mit der selbstbewussten
Schauspielerin aneinander geriet.

Dabei fing sie mit
ihrer schwierigen Geburt in Düren an und lieferte mit rheinischem
Humor und einem Augenzwinkern Anekdoten aus ihrem Familienleben mit
zwei jüngeren Geschwistern (Bruder und Schwester). Starke und
selbstsichere Frauen gehörten nicht nur in ihrer Verwandtschaft zu
ihren Wegbegleitern. Die Mutter trennte sich nach der Geburt des
jüngeren Bruders von ihrem Vater, der dann in Düsseldorf lebte.

Im weiteren Verlauf
zeigte sich der schon früh entwickelte unbedingte Wunsch von Heide
Keller, Schauspielerin zu werden. Sie zog aus diesem Grund
hoffnungsvoll nach Düsseldorf. Nach einem Vorsprechen in der
Schauspielschule fing dort ihre Theaterschauspiel-Karriere an. Bei
ihrer ersten bedeutende Rolle als Julia in „Romeo und Julia“.
Dabei lernte sie auch ihren ersten Mann Thomas kennen, mit dem sie
sieben Jahre verheiratet war. Der Weg führte sie bis zum Theater
nach Berlin.

Über 36 Jahre spielte Heide Keller die Chefhostess Beatrice auf dem "Traumschiff. (Foto: © Hartmut Salmen)
Über 36 Jahre spielte Heide Keller die Chefhostess Beatrice auf dem „Traumschiff. (Foto: © Hartmut Salmen)

Ihren frühen
Erfahrungen im Filmgeschäft machte sie etwa bei „Der Meisterboxer“
(Willy Millowitsch) oder dann bei der Comedy-Kultserie „Klimbim“
und diverse andere Rollen. Hochachtung zeigte sie besonders für
ihrem Kollegen Jochen Busse mit seiner ganz eigenen Art des Kabaretts
und Comedy.

Ihren größten
Bekanntheitsgrad erlangte sie jedoch durch die 36 Jahre als
Chefhostess Beatrice als ein Sinnbild für Fernweh und menschliche
Sehnsüchte. Sie „überlebte“ vier Kapitäne und stand für mehr
als 80 Folgen auf fünf Schiffen vor der Kamera. Am 1. Januar 2018
hängte sie dann ihre Uniform an den Nagel. Wie sie bei der der
Lesung betonte, solange sie noch „mit Stöckelschuhen die Gangway
hinunter spazieren konnte“.

Sie erzählte einige
lustige oder bewegende Anekdoten aus dieser Zeit und die stellte (mit
ein wenig Wehmut) die herausragende Bedeutung von Fernsehproduzent
Wolfgang Rademann für die deutsche Unterhaltungsindustrie heraus.

Es entsteht das Bild
einer Frau, die zufrieden und dankbar auf ihr Leben zurück blickt,
und dabei immer offensiv ihren eigenen Weg gegangen ist.




Mörderische Kurzgeschichten aus der Hellwegregion

Zum neunten Mal istdie Region des alten Hellwegs zwischen Lippstadt und Witten sowieHamm und Iserlohn Grundlage für 22 deutschsprachige Krimistars fürihre besonderen mörderischen Kurzgeschichten. Herausgeber ist dasTeam H.P. Karr (Reinhard Jahn), Herbert Knorr (Leiter desWestfälischen Literaturbüros in Unna e.V.) sowie Sigrun Krauß. DieKrimi-Antologie 2018 steht unter dem Motto „Henkers.Mahl.Zeit“.

Wie der Titel schon
vermuten lässt, steht der letzte „Bissen“ im Mittelpunkt fast
aller oft grotesken, ironisch-makaberen Kurzgeschichten. So stirbt
zum Beispiel in „Aber bitte mit Sahne in Bad Sassendorf“ (Thomas
Krüger) ein Journalist an einem vergifteten Stück Sahnetorte, und
bei „Hagener Zwiebackleichen“ (Krischan Koch) bahnt Zwieback den
mörderischen Weg.

Die Leserinnen und
Leser bekommen aber nicht nur Krimi-Kost vom Feinsten serviert,
sondern erfahren auch einiges aus der Historie der verschiedenen
Städte und bekommen auch Einblicke in deren besonderen Lokalkolorit.

In der
Kurzgeschichte „Gefährliches Nachspiel in Kamen“ ( Kristin
Lukas) wird ein Fußballspieler der vom BVB (U 23) nicht nur
ausgerechnet mit dem westfälischen Nationalgericht „Himmel und
Erde“ vergiftet, sondern es wird auch die dauerhafte Rivalität
zwischen BVB und Schalke 04 ins Spiel gebracht.

Voll Dramatik und
immer noch trauriger Aktualität ist die Geschichte „Dortmund, das
Herz hämmert…) von Simone Buchholz. Hier geht es um die
verzweifelte Flucht einer jungen Frau vor ihrer Familie und der
Zwangs-Verheiratung.

Buchcover von "Henkers.Mahl.Zeit". (Cover: © grafit Verlag)
Buchcover von „Henkers.Mahl.Zeit“. (Cover: © grafit Verlag)

In „Pink Box
Erwitte“ ((Bernhard Aichner) setzt ein Künstler den vielen durch
die harte Arbeit gestorbenen russischen Zwangsarbeiter ein ganz
besonderes „Denkmal“ und gibt der Bevölherung einiges zum
nachdenken.

Der wohl durch seine
Ostfrieslandkrimis bekannte Autor Klaus-Peter Wolf lässt in „Das
Jahrestreffen der glücklichen Witwen in Unna“ deren Rachegelüsten
makaber-bissig freien Lauf.

Sie rächen sich an
ihren „Auftraggeber“, der sie dazu gebracht hat, älteren und
reichen potentiellen Männern das Geld aus der Tasche zu ziehen. Die
Opfer kommen dann „tragischer Weise“ ums Leben. Damit soll nun
Schluss sein. Schließlich gibt es noch andere Dinge, zum Beispiel
Kultur und wahre Freundschaft.

Eine vielseitiges
Angebot an „Krimi-Leckerbissen“, die den Leser mal mehr oder
wenige ansprechen und berühren wird. Auf alle Fälle wieder eine
„Mords-Unterhaltung“.

Henker.Mahl.Zeit –
Mord am Hellweg IX

Grafit Verlag

348 Seiten ISBN
978-3-89425-585-5 € 12,00 (D)




2. Philharmonisches Konzert unter dem Motto „Langsamer Abschied“

Am 23. und
24.10.2018 luden die Dortmunder Philharmoniker unter der sensiblen
Leitung des jungen skandinavischen Dirigenten Daniel Blendulf zum 2.
Philharmonischen Konzert mit dem Motto „Langsamer Abschied“ in
das hiesige Konzerthaus. Ars tremonia war am 23.Oktober 2018 dabei.

Die beiden
Komponisten und die drei Werke waren passend zur Thematik ausgewählt.

Von einem hohen
Schaffensgipfel blicken die Komponisten Jean Sibelius (1865 – 1957)
und Edward Elgar (1865 – 1934) in privaten sowie gesellschaftlich
schwierigen Umbruchzeiten musikalisch etwas melancholisch auf eine
versunkenen Epoche.

Nicht nur die
politischen Veränderungen und ein Weltkrieg (!914 -1918), sondern
auch neue Einflüsse durch die atonale Musik (zum Beispiel Arnold
Schönberg) lassen sie nostalgisch zurück blicken. Die Komponisten
der Spätromantik stehen im Spannungsfeld zwischen Romantik und den
modernen Einflüssen. Sibelius und Elgar machen zudem Depressionen
(Sibelius) und Krankheit (riskante Mandeloperation bei Elgar) zu
schaffen. Der „langsame Abschied“ betrifft also viele Bereiche
und gehört zu unserem Leben.

Mit „Die Okeaniden
op. 73“ von Jean Sibelius ging es los. Es ist das einzige
musikalische Werk des finnischen Komponisten, mit dem dieser sich der
griechischen Mythologie zuwendet.

Okeaniden nannte der
Dichter Hesiod die Töchter des Okeanos, der göttlichen
Personifizierung eines die bewohnte Welt umfließenden gewaltigen
Stromes. Sie durchwandern die Tiefen der Ursee.

Leicht und flirrend
beginnt nach einem kurzen Paukenschlag die Musik und lässt im
Publikum Bilder im Kopf von schwimmenden Okeaniden entstehen. Nach
ruhigeren und tänzerischen Passagen steigert sich das Ganze zu einem
orchestrieren rauen Sturm.zum Finale beruhigt sich alles und die
Klänge enden in einem ruhigeren elegischen Fahrwasser.

Virtuos interpretierte Franziska Batzdorf das Cellokonzert von Elgar. (Foto: © Paul Galke)
Virtuos interpretierte Franziska Batzdorf das Cellokonzert von Elgar. (Foto: © Paul Galke)

Das folgende
„Cellokonzert e-Moll op. 85“ von Edgar Elgar hatte mit Franziska
Batzdorf von der Dortmunder Philharmoniker eine hervorragende
Solo-Cellistin und Interpretin, die gut mit dem Orchester
interagierte. Das Konzert entstammt aus der letzten Schaffensphase
des Komponisten. Und ist überwiegend von einer melancholischen
Stimmung geprägt. Das viersätzige wechselvolle Cellokonzert hat in
seine Finale den umfangreichsten Satz des Werkes und es erscheint als
Reminiszenz erst die Melodie des Adagio und dann das Cello-Rezitativ
vom beginn des ersten Satzes. Zum einem fast abrupten Ende getrieben
wird der letzte Satz im vollen Orchesterklang .

Nicht ohne Grund
versah der Komponist sein Cellokonzert am Ende mit den Worten
„Fins.R.I.P.“ Es war sein letztes vollendetes Werk.

Das begeisterte
Publikum bekam noch einen berührenden „Elgar-Zuschlag“ als
Zugabe vo Franziska Batzdorf.

Nach der Pause
folgte die letzte vollendete Sinfonie, die „7. Sinfonie C-Dur op.
105“ von Jean Sibelius. Als dreisätzige Werk geplant, entwickelter
er eine Sinfonie in nur einem Satz. Die Musik ist, im Gegensatz zu
seiner Lebenssituation (Depression und Alkoholsucht) zunächst von
einer friedlichen Musik in schillernden Farben geprägt. Sie
befindet sich in einem ständigen organischen Fluss und
Gestalt-wandel. Mal heiter-tänzerisch, dann wieder
wild-temperamentvoll wechselt die Siebte ihr Erscheinungsbild wie ein
Chamäleon

Das Adagio-Finale
wird mit einem Posaunenruf eingeleitet und am Ende führt die Musik
in eine andere friedliche „himmlische“ Welt hinauf. Es sollte
sein letztes großes Vermächtnis werden.




Ausstellung als Link zum Verhältnis zwischen Frauen und Technologie

Auf der Ebene 3 des
Dortmunder U, dem Sitz des Hardware-Medien-Kunstvereins (HMKV) wird
vom 27.10.2018 bis zum 24.02.2018 die Ausstellung „Computer Grrrls“
zu sehen sein. Es handelt sich um eine Koproduktion mit La Gaîté
Lyrique (Paris). Diese Ausstellung wird auch im Anschluss in
Paris (La Gaîté
Lyrique)
und danach in Eindhoven (MU) in den Niederlanden gezeigt werden.

Die
Direktorin des HMKV und Kuratorin Dr. Inke Arns und Ko-Kuratorin
Marie Lechner (La Gaîté
Lyrique) informierten über die Ausstellung und gaben einen ersten
Einblick bei einem Presserundgang.

„Computer
Grrrls“ (in Anspielung
auf die Schreibweise der technofeministischen Bewegung) versammelt 23
Arbeiten und Positionen von 26 Künstlerinnen und einem
Künstler aus 16
verschiedenen Ländern von Australien bis zum Iran, die das
Verhältnis von Geschlecht und Technologie in Geschichte und
Gegenwart verhandeln und künstlerisch darstellen.

Die Direktorin des HMKV und Kuratorin Dr. Inke Arns und Ko-Kuratorin Marie Lechner (La Gaîté Lyrique) informierten über die Ausstellung.
Die Direktorin des HMKV und Kuratorin Dr. Inke Arns und Ko-Kuratorin Marie Lechner (La Gaîté Lyrique) informierten über die Ausstellung.

Dazu
muss man wissen, bis in die sechziger Jahre des letzten Jahrhunderts
haben die
Frauen eine wesentliche Rolle in der technologischen Entwicklung
gespielt. Sie waren als
Telegrafinnen,
Telefonistinnen oder später auch als Programmiererinnen tätig.
Rechnen galt als weibliche Tätigkeit und Frauen
berechneten astronomische Daten, knackten den Verschlüsselungscode
der Nazis und vieles mehr. Mit der Einführung des PC (Personal
Computer) und dem Beruf des Informatik- Ingenieurs um
1985 fand eine „Vermännlichung“ statt.

Mit
einer großangelegten Timeline an der Wand wird diese Entwicklung von
dem 18. Jahrhundert bis heute eindrucksvoll dokumentiert.

Erst
in den 1990iger Jahren kam es dann zur Entstehung der ersten
cyberfeministischen Bewegungen, die die Frauen ermutigten, sich die
modernen Technologien (wieder) anzueignen und sich als handelnde
kreative Personen zu nutzen.

Die
Ausstellung zeigt diese Kreativität der jungen Künstlerinnen in der
Vielfalt der Medien und der selbstironischen offenen weiblichen
Herangehensweise an den versteckten Optimierungs-Druck,
Rassismus und dem Aufzeigen der Möglichkeiten der sich rasch
entwickelnden Technologien.

Die
verwendeten Medien reichen von 3D-Drucken, Videoinstallationen,
Filmtutorials und analoge Skulpturen, Algorithmen, Poster, sezierte
analoge Rhythmusgeräte, einen Dokumentarfilm, eine stereoskopische
3D-Projektion, Fotografien, aufblasbare Figuren sowie Zeichnungen und
Aquarelle. Hier trifft Lowtech auf die sogenannte Künstliche
Intelligenz (KI), Hightech auf Lötkolben
und ein Friseursalon auf ein Virtual Reality Set.

Besonders
interessant ist die Postion der afroamerikanischen
Frauen innerhalb der Ausstellung. Hier treffen
esoterisch-mythologische Einflüsse auf moderne Technik.

Die
Besucherinnen und Besucher haben die Gelegenheit, eine spannende
Virtual Reality-Reise in eine andere
(am Ende freiheitliche ?)
Welt zu unternehmen.

Die
Kuratorinnen haben ein große und Auswahl und Bandbreite von
technofeministischen Manifesten zusammengestellt, die zum größten
Teil
zwischen den 1990iger Jahren und heute veröffentlicht wurden.

Es
gibt viel zu entdecken. Also viel Zeit einplanen! Ein
Begleitheft gibt es natürlich auch.

„Computer
Grrrls“ wird am Freitag, den 26.10.2018 um 19:00 Uhr auf der Ebene
3 (HMKV) eröffnet.

Weiter
Informationen erhalten Sie unter www.hmkv.de




Theaterstück „Der Weibsteufel“ ins Ruhrgebiet vor hundert Jahren verlegt

Die freie
Theatergruppe glassbooth wurde vor15 Jahren von Jens Dornheim und
Gordon Stephan ins Leben gerufen. Mit ihren besonderen Stücken haben
sie seitdem in unterschiedlichen Schauspieler-Besetzungen an
verschiedenen Spielorten im Ruhrgebiet und darüber hinaus das
Publikum überrascht. Eine intensive Kooperation gibt es mit dem
Theater im Depot in Dortmund.

Hier sei nur an das
erste selbst verfasst Stück der Gruppe „CONTAINER LOVE“, das
2014 und 2015 erfolgreich dort gespielt wurde erinnert.

Mit einem in
mehrerer Hinsicht bemerkenswerten Produktion kommt „glassbooth“
mit „Der Weibsteufel“, einem Drama von des österreichischen
Schriftstellers Karl Schönherr (1867 – 1943) und den drei
Schauspielern Alexandra Lowygina, Ulrich Penquitt und Carl
Bruchhäuser in das Theater im Depot.

Regie führt Jens
Dornheim, die Idee hatte Alexandra Lowygina, für den musikalischen
Hintergrund Musik ist Danny-Tristan Bombosch verantwortlich. In einer
dynamischen Teamarbeit wurde das Stück zusammen entwickelt. Dazu
gehörte auch Dorothee Ahrens (Kostüme) und Sabine Bachem (Bühne).

Das Team des theaters glassbooth für die Produktion "Der Weibsteufel": (v.l.n.r.) Danny-Tristan Bombosch (Musik), Sabine Bachem (Bühne) Ulrich Penquitt (Schauspieler), Alexandra Lowygina (Schauspielerin), Carl Bruchhäuser (Schauspieler) und jens Dornheim (Regie).
Das Team des theaters glassbooth für die Produktion „Der Weibsteufel“: (v.l.n.r.) Danny-Tristan Bombosch (Musik), Annika Loomann (Regieassistentin) Ulrich Penquitt (Schauspieler), Alexandra Lowygina (Schauspielerin), Carl Bruchhäuser (Schauspieler) und jens Dornheim (Regie).

Der ursprünglich in
Österreich spielende „Alpenkrimi“ (mit entsprechender Sprache)
wurde in das Ruhrgebiet kurz nach dem Ersten Weltkrieg zur Zeit des
Ruhrkampfes. In einer alten Baracke leben ein Schmuggler und seine
Frau, die er darauf ansetzt, einem Leutnant schöne Augen zu machen
und abzulenken. Dieser verdächtigt den Schmuggler, mit den „Roten“
zu sympathisieren und sie mit Waren und Waffen zu versorgen. Es
stellt sich für alle die Existenzfrage. Der Schmuggler träumt vom
Häuschen und finanzielle Absicherung, dem Leutnant geht es um seine
Karriere. Dazwischen steht die Frau. Die möchte eigentlich gerne ein
Kind. Es entspinnt sich sich eine höchst emotionales Drama und eine
amour fou im Ruhrgebiet und die Personen drohen sich in ihren eigenen
Intrigen zu verstricken….

Wie Bombosch
erklärte, werden die Spannungen mit basslastiger Synthesizer-Musik
unterlegt und verdeutlicht.

Das Bühnenbild
entspricht einer Baracke und wird, passend zu der Zeit, einige
Accessoires des Expressionismus (Stichwort: das Cabinet des Dr.
Caligari) aufweisen.

Die Kostüme sind,
soviel sei verraten, an die Zeit vor hundert Jahren angelehnt. Die
Sprache ist bewusst hochdeutsch mit einem leichten rauen
„Ruhrgebiets-Unterton“und kein klischeehafter Ruhrgebiets-Slang.
Es handelt sich ja nicht um eine Komödie oder Kabarett-Programm.

Interessant wird
wohl sein, wie die emanzipatorische Entwicklung der Frau auf die
Bühne gebracht wird.

Die Aufführung
dauert ungefähr 110 Minuten und die Premiere findet am Freitag, den
26.10.2018 um 20:00 Uhr im Theater im Depot Dortmund (Immermannstraße
29).

Kartenreservierungen:

Theater im Depot: 0231/ 98 22 336 (AB) oder ticket@theaterimdepot.de
oder an allen bekannten Vorverkaufsstellen.

Weitere Termine
für „Der Weibsteufel“ 2018:

Samstag, 27. Oktober
20:00 Uhr, Theater im Depot

Freitag, 02.
November 19:00 Uhr, Magazin Gladbeck

Sonntag, 04.
November 18:00 Uhr, Magazin Gladbeck

Donnerstag, 08.
November 20.00 Uhr, Theater im Depot Dortmund

Freitag, 09.
November 20:00 Uhr, Theater im Depot Dortmund

Samstag, 17.November
20:00 Uhr, Katakomben Theater Essen

Samstag, 24.
November 19:30 Uhr, Rottstr 5 Theater! Bochum